Leserstimme zu
Barfuß im Sommerregen

Ein bisschen zuviel heile Welt ...

Von: BuchBria
20.07.2018

Auf diesen Roman war ich wahnsinnig gespannt, da er vielen Lesern hervorragend gefiel und auch der Klappentext klang vielversprechend. Leider muss ich jedoch sagen, dass mich das Buch nicht so überzeugen konnte, wie ich es mir gewünscht hätte. In Romy konnte ich mich sehr gut hineinversetzen, da sie es als alleinerziehende Mutter alles andere als einfach hat und gleichzeitig eine neue Arbeit sowie Wohnung finden muss, um über die Runden zu kommen. Ihre stetigen Sorgen um den Sohn sowie die Existenzängste waren absolut nachvollziehbar und wurden von der Autorin authentisch beschrieben. Von Alfred hatte ich mir ehrlich gesagt etwas mehr versprochen, da er schon so lange allein lebte und so viele Interessen hatte. Er war mir eine Spur zu nett sowie zuvorkommend und verstand sich auch recht schnell mit Romy sowie deren Sohn. Romy brauchte so gut wie nichts helfen auf dem Bauernhof, er kümmerte sich um den Sohn und wirkte sehr zufrieden. Ich hätte mir da einfach etwas mehr Pepp oder auch mal Streitigkeiten gewünscht. Die Geschichte lässt sich leicht dahin lesen, beinhaltet auch einige humorvolle Szenen, aber meiner Meinung nach wurden sämtliche Probleme viel zu schnell sowie zu einfach gelöst. Sowohl Romy als auch Alfred haben zwar noch an ihrer Vergangenheit schwer zu tragen, doch selbst das wird am Ende mit ein paar Gesprächen aufgelöst, sodass es mir dann fast schon etwas zu seicht wurde. Letztenendes ist es so schlichtweg eine ruhige Geschichte mit sympathischen Charakteren, die sich anfreunden und gegenseitig helfen. Mein Fazit: Das Buch ist eine angenehme Urlaubslektüre, der man leicht folgen kann. Was ich ein wenig schade fand, war dass vieles im Buch einfach zu problemlos gelöst wurde und auch kaum Streitigkeiten vorkamen. Etwas zu viel heile Welt für mich!