Leserstimme zu
Möwenherz

Möwenherz ist disharmonisch

Von: angela.able
18.10.2018

Ebba ist die einsame und gestresst persönliche Assistentin von Jona dem Stargeiger, sie erträgt seine Launen und bügelt seine Fehler glatt. Zuerst hat man den Eindruck einer Mutter-Sohn-Beziehung. Jona jettet als gefeierter Stargeiger um die Welt, aber nun ist er ausgebrannt und leidet, weil ihm die Musik abhandengekommen ist. Er benimmt sich wie ein verwöhntes Kind und fängt mit Ebba aus Langeweile eine Affäre an. Finn ist ein erfolgreicher Herzchirurg in München, der nach Jahren feststellt, dass er sich eigentlich doch etwas anderes wünscht. Als Ebba das Erbe ihrer Großmutter abwickelt, treffen alle aufeinander. Schön war der Handlungsort und die Neben-Geschichte über den hölzernen Engel, die Galionsfigur. "Möwenherz" Mit dem Schreibstil wurde ich nicht richtig warm und ich fand die Personen unsympathisch. Der Perspektivwechsel zwischen Ebba, Jona und Finn war wie bei Sturm auf hoher See, man wurde immer hin und hergeworfen und der Lesefluss gestört. Das Ende wurde leider nur kurz hingeklatscht.