Leserstimmen zu
Die Abschussliste

Lee Child

Die-Jack-Reacher-Romane (8)

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Sterne: 4/5 Seiten: 478 Preis: 9,99€ Inhalt: Silvester 89/90: Statt Neujahrswünschen erhält Jack Reacher die Meldung, dass ein ranghoher General tot aufgefunden wurde. Bei seinen Ermittlungen wird Reacher bald klar: Nach dem Ende des Kalten Krieges haben sich die Machtkämpfe verlagert - nun finden sie innerhalb der Army statt. Und er nähert sich dem Machtzentrum... Meine Meinung: Das Buch hat mir gut gefallen. Leider war es nur selten wirklich spannend. Von Anfang an war ein bisschen Spannung da, allerdings war es nie so, dass ich das Buch nicht habe weglegen können. Nichtsdestotrotz war das Ende relativ spannend und hat so noch den vierten Stern herausholen können. Trotzdem: Im Vergleich zu anderen Jack-Reacher-Thrillern einer der weniger spannenden. Die Charaktere waren alle sehr authentisch. Vor allem Summer war mir sehr sympathisch, sie hat einen sehr guten Job gemacht! Der Handlungsstrang hat mir gut gefallen, auch wenn hier und da mehr Spannung nicht geschadet hätte. Die Side-Story mit seiner Mutter hatte zwar nichts mit dem eigentlichen Fall zu tun, allerdings fand ich, dass sie sich nahtlos in die Geschichte eingefügt hat und somit auf eine positive Art und Weise von der Haupthandlung abgelenkt hat. Dass wir sehr viel über Reachers Vorgeschichte erfahren haben, hat mir sehr gut gefallen! Eine große Enttäuschung war Reachers Entscheidung am Ende. Wahrscheinlich hätte kein "echter" Mensch so gehandelt, ich glaube, dass diese Handlung dann doch nur ein verzweifelter Versuch war, noch ein spannendes Ende zu schreiben. Mir wäre eine realistischere, spannungsärmere Auflösung allerdings lieber gewesen. Verglichen mit anderen von Childs Büchern war dieses auch sehr viel weniger brutal! Leider hat das natürlich auch wieder zu etwas weniger Spannung geführt. Der Schreibstil war - wie von Lee Child gewohnt - flüssig lesbar und hat während manch langatmigen Passagen doch noch zu ein wenig Spannung verholfen. Fazit: Die Abschussliste war zwar nicht schlecht, allerdings im Vergleich zu Childs anderen Büchern fast schon eine Enttäuschung. Der flüssige und angenehm zu lesende Schreibstil hat das unrealistische Ende zum Teil auch kompensiert. Alles in einem gerade noch so 4 Sterne.

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