Leserstimmen zu
Das zweite Leben des Herrn Roos

Håkan Nesser

Gunnar Barbarotti (3)

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Håkan Nesser erzählt im dritten Band der Barbarotti-Reihe von einem stillen und oft verspotteten Mann, der für ein Quentchen Zuneigung über sich hinauswächst und mit seinem alten Leben bricht. Es ist eines der besten Bücher aus der Reihe, das sich viel Zeit nimmt, den einsamen Valdemar Roos und die flippige Anna zusammenzuführen. Man kann mit diesem Band ohne besonderes Vorwissen einsteigen. Wer sich aber zusätzlich noch für das turbulente Familienleben des sympathischen Kommissars interessiert, der sollte mit Band 1 (Mensch ohne Hund) beginnen. Es macht Spaß, mitzuerleben, wie Gunnar Barbarotti sich neu verliebt und seine zweite Frau Marianne für sich gewinnt.

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Von: Jens aus Auerbach

26.08.2017

"Das zweite Leben des Herrn Roos" fängt stark an, lässt aber auch stark nach: Ein kautziger Mann im Frührentneralter beginnt aus heiterem Himmel ein zurückgezognes Doppelleben zu führen und begegnet dabei einem jungen Mädchen mit einem Rucksack voller Probleme. Der durchaus interessanten Grundidee folgt aber leider eine über weite Strecken blutleere Erzählung: Die Charaktere sind oft wenig ausgearbeitet und oft schablonenhaft, die Dialoge immer wieder hölzern und nichtssagend. Außerdem hält Nesser nur wenige Überraschungen bereit. Am schwersten jedoch tut sich Nesser mit der Darstellung der Ermittlungsarbeit des Polizeiteams um Kommissar Barbarotti, denn die findet wirklich auf 08/15-Niveau statt und bietet dem Leser nicht einen einzigen A-ha-Effekt bei der Suche nach der Lösung des Falls. Fazit: Eine spannender Handlungsrahmen reicht nicht, um ein Buch mit 500 Seiten zu füllen. Hier wäre eine Kurzgeschichte vielleicht die bessere Umsetzungsform gewesen.

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