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Leserstimmen (18)

Justin Cronin: Der Übergang (Passage-Trilogie) (1)

Der Übergang

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Taschenbuch, Klappenbroschur ISBN: 978-3-442-48796-7

DEMNÄCHST
Erscheint: 16.04.2018

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Wundervoller, düsterere Auftakt

Von: Ela Book Tower aus Ginsheim Datum : 28.12.2016

buecherphantasia.blogspot.de/p/der-ubergang-von-justin-cronin.html

Um was geht es in dem Buch:

Ein kleines Mädchen, gerade mal sechs Jahre alt,
wird von heute auf morgen die letzte Rettung der Erde sein.
Die kleine Amy Harper Bellafonte wird vom FBI entführt,
sie wird als überaus geeignet empfunden bei einem mysteriösen Experiment,
als Versuchsperson zu fungieren und damit fängt
ein Leben voller Leid, Angst aber auch Freude und Glück an.
Doch das Experiment mit den anderen Versuchspersonen
geht schief und nun hängt das überleben der Menschheit alleine von der kleinen Amy ab.
Wird es ihr gelingen die Welt vor der kompletten Zerstörung zu retten?
Wird sie die Kraft haben gegen das Böse auf der Welt anzukämpfen?
Und wird sie Freunde und Unterstützer dabei haben?
Das alles müsst ihr selbst lesen.

Mein Fazit:

Ich habe meine Ader für Dystopien entdeckt und muss sagen,
Justin Cronin hat es geschafft, mich in der Welt
rund um Amy, gefangen zu nehmen.
Das Cover ist ein klein wenig erschreckend, aber passt wunderbar
um die Story der kleinen Hauptprotagonistin.
Ich hatte zwar auf den ersten 120 Seiten so meine Probleme in die
Geschichte rein zu kommen, weil doch viel erstmal auf einen zuprasselt,
doch wenn man weiter liest, weiß man wozu es gut war und versteht es.

Mein liebster Charakter:

Ganz klar ist mein Lieblingscharakter die kleine Amy, sie hat einfach
eine einnehmende und fesselnde Art an sich, die mich von Anfang an
begeistert hat.
Auch fühle ich, als Mutter, sehr mit ihr mit, da doch sehr viel auf ihr lastet.
Man möchte ihr am liebsten alles Abnehmen und sie an die Hand nehmen.

Wer sollte dieses Buch lesen:

Dieses Buch empfehle ich jedem der Dystopien liebt, jedem der solche
Weltuntergang Szenarien mag und eine dem Anschein erscheinende
Protagonistin wo man denkt, sie schafft es nicht.

Meine Bewertung:

Cover: 5 von 5
Schreibstil: 4,5 von 5
Handlung: 5 von 5
Charaktere: 5 von 5

Also alles in allem eine düstere und komplett
Empfehlenswerte Dystopie von Justin Cronin,
die von mir 5 von 5 Book Towern bekommt.
Freue mich schon sehr die weiteren Bände von dieser Trilogie zu lesen.

Episches Endzeitdrama

Von: Mikka Liest Datum : 26.04.2016

mikkaliest.blogspot.de

Als ich "Der Übergang" das erste Mal in den Händen hielt, musste ich etwas schlucken. Nicht nur wegen des intensiven, merkwürdig beunruhigenden Blicks des Mädchens auf dem Cover, sondern auch, weil der Roman mit seinen 1.040 Seiten ein richtiger Wälzer ist - ein wahrer Backstein von Buch. (Da tut man beim Lesen direkt was für die Armmuskeln.)

Ich war skeptisch. Würde das Buch mich tatsächlich über so viele Seiten hinweg fesseln können, oder würde es sich endlos in die Länge ziehen? Waren 1.040 Seiten wirklich nötig, um diese Geschichte zu erzählen?

Ja.

Das ist meine Antwort, nachdem ich das Buch gelesen habe. Ja, meiner Meinung nach ist jede einzelne Seite nötig, um diesem epischen, wort- und bildgewaltigen Endzeitdrama genug Raum zu geben, sich in seiner vollen Wucht zu entfalten. Manche Geschichten brauchen einfach ihre Zeit, sind aber gerade deshalb etwas ganz Besonderes, und "Der Übergang" gehört für mich dazu.

Der Autor lässt sich Zeit damit, dem Leser die harte, menschenfeindliche Welt dieses post-apokalyptischen Szenarios näher zu bringen, und das wird in meinen Augen nie langweilig oder verwirrend.

Ich fand die Geschichte unglaublich originell, denn der Autor bringt viele interessante, überraschende Ideen und unerwartete Wendungen ein, so dass "Der Übergang" alles ist, nur nicht 'typisch', 'Standard' oder '08/15'. Ja, es gibt Kreaturen, die auf den ersten Blick an Zombies erinnern, und Zombiebücher gibt es tausende - aber eigentlich sind sie dann doch etwas ganz Anderes, sowohl schrecklicher als auch weniger schrecklich.

Ich denke, das Buch kann auch Leser fesseln, die nicht unbedingt große Fans von Endzeitgeschichten sind, denn das bin ich normal auch nicht! Zu zartbesaitet sollte man allerdings nicht sein, denn die Gewalt wird zum Teil doch recht detailliert beschrieben.

Neben dem ganzen Überlebenskampf und der Action bietet die Geschichte auch viele ruhige Passagen, in denen man sich als Leser fragt: was macht den Menschen eigentlich zum Menschen, und wann verliert er seine Menschlichkeit? Auch in diesen ruhigen Szenen war das Buch für mich spannend, nur eben auf eine andere Art. Die ethischen und moralischen Fragen, die es aufwirft, haben mich sehr gefesselt.

Außerdem wollte ich immer wissen, wie es für die lieb gewonnenen Charaktere weitergeht! Und davon gab es wirklich einige. Normalerweise tue ich mich immer ein bisschen schwer, wenn ein Buch eine wahre Legion von Charakteren auf mich loslässt, aber in "Der Übergang" hatte ich überhaupt keine Probleme damit, mir zu merken, wer wer ist. Das liegt sicher auch an der Länge des Buches, denn so hat der Autor die Möglichkeit, jedem wichtigen Charakter eine Vielzahl von Szenen zu geben, die sich dem Leser ins Gedächtnis brennen und deutlich machen, wer dieser Mensch, reduziert auf den Kern seines Seins, wirklich ist.

Ich möchte hier gar nicht auf die einzelnen Charaktere eingehen, denn ich denke, "Der Übergang" ist ein Buch, an das man am besten völlig ahnungslos herangeht! Aber ich fand sie alle großartig geschrieben, sehr komplex und glaubhaft. Sogar die "Bösen" sind nicht immer das, was sie auf den ersten Blick zu sein scheinen; so empfand ich zum Beispiel schon nach wenigen Kapiteln ein sehr tiefes Mitgefühl mit einem verurteilten Mörder...

"Eine Zeitlang, Monate oder Jahre, hörte sie den MANN im Heulen des Windes und im Rascheln der Sterne, wenn sie nur zuhörte, und dann erwachte in ihrem Herzen die Sehnsucht nach seiner Fürsorge. Im Laufe der Zeit jedoch vermischte sich seine Stimme in ihrem Kopf mit den Stimmen der anderen, der Träumenden, die da waren und zugleich nicht da waren, wie die Dunkelheit ein Ding und doch kein Ding war, etwas Anwesendes und zugleich etwas Abwesendes. Die Welt war eine Welt aus träumenden Seelen, die nicht sterben konnten."

Den Schreibstil fand ich einfach phänomenal, fantastisch, wunderbar, grandios... Sehr facettenreich, voller Bilder und Metaphern, bei denen ich mir erstmal dachte: wow. Je nachdem, durch wessen Augen wir die Geschichte gerade sehen, kann der Schreibstil drastisch unterschiedlich sein, aber er ist immer einzigartig und erzeugt eine sehr dichte Atmosphäre.

Fazit:
"Der Übergang" ist ein fetter Wälzer von Endzeitdrama, der meiner Meinung nach jede seiner 1.040 Seiten wert ist! Der Autor breitet ein zutiefst beunruhigendes, düsteres Epos vor dem Leser aus, das nicht nur oberflächliche Action und brutale Gewalt bietet, sondern eine intelligente Handlung, komplexe Charaktere und interessante ethische Fragen, und darüber hinaus einen außergewöhnlichen Schreibstil, der mich nicht mehr losgelassen hat.

Spannende Story

Von: Buchwesen Datum : 23.02.2016

buchwesensblog.blogspot.de/

Spannende Geschichte, über ein Mädchen mit besonderen Fähigkeiten

Als ich mir den Klappentext durchgelesen hatte fand ich die Geschichte echt spannend und ich war gespannt um was es genau geht. Aber dass es um Vampire/Virals geht, damit hatte ich nicht gerechnet. Gut, dies fand ich jetzt nicht so schlimm, trotzdem etwas irreführend der Klappentext. Den hätte man dann auch anders machen können.

Die Geschichte um Amy ist sehr spannend, man lernt sie kennen und die düstere Aura um sie herum ist spürbar. Alle Protagonisten werden gut beschrieben und man kann diese sich gut vorstellen. Der Schreibstil ist flüssig und das ganze Buch liest sich in einem Rutsch weg, man merk die über 1000 Seiten gar nicht, sie fliegen nur so weg. Je nachdem aus welcher Sicht das Buch gerade geschrieben ist, ändert sich auch ein bisschen die Art des Schreibstils, was dem Buch seine Spannung verleiht. Die verschiedenen Erzählstränge, Zeitsprünge und Rückblenden können den Leser manchmal verwirren, man muss schon beim Lesen den Überblick behalten, sich einfach berieseln lassen geht bei diesem Roman nicht.

1000 Seiten, das kann erst mal deprimieren, wenn man das Buch in der Hand hält, aber es lohnt sich wirklich. Cronin bringt die düstere Endzeitstimmung wirklich gut rüber, man kann sich gut hineinversetzen und diese düstere Stimmung überträgt sich beim lesen. Die mittelalterlichen Zustände sind grausam und holen nicht das Beste aus den Menschen raus, eine grausame Welt hat sich gebildet, keine Zivilisation, zurückgeworfen um viele Jahre zählt nur noch man selber.

Cronin schafft es in seinem Buch die Virals immer wieder spannend einzubringen, es sind Wesen von denen man im Buch liest, aber diese nicht so recht fassen kann, man weiß eigentlich gar nicht genau was es für Wesen sind, was sie ausmacht, wie genau sie aussehen. Denn obwohl er die Wesen mehrmals beschreibt, bildet sich bei mir kein klares Bild der Virals in meinem Kopf und jedes Mal sehen sie auch anders aus. Nur, dass sie ein schiefgelaufenes Experiment sind. Niemand versteht diese Wesen, daher wird dem Leser auch nicht klar was sie sind. Außer Amy hat keiner einen Bezug zu diesen Wesen.
Das Thema über die Virals und der postapokalyptischen Welt ist ja zur Zeit der Renner und kommt bei den Lesern sehr gut an, Cronin hat es auch sehr gut und düster rüber gebracht. Trotz des Themas was im Moment viel genutzt wird, hat es Cronin geschafft es wieder anders an den Leser zu bringen, so dass man nicht das Gefühl hat dass man diese Geschichte schon mal gelesen hat.

Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen, die Wesen, die ich als Kombination aus Vampir und Zombie empfinde, sind wirklich gruselig und als Leser hat man echt ein bisschen Angst wenn sie wieder auftauchen. Amy ist sehr undurchsichtig, man weiß nicht genau was man von ihr halten soll. Was auch daran liegt, dass Amy selbst in dieser Welt ihren Platz noch nicht gefunden hat. Die Charaktere die in dieser Geschichte zusammenfinden können unterschiedlicher nicht sein, was den Verlauf des Romans spannend gestaltet.
Am Ende ist man gespannt auf den zweiten Teil, den habe ich direkt danach gelesen und ich sage schon mal, Es lohnt sich!
Klare Leseempfehlung

Ein klarer Kritikpunkt dieser Trilogie ist, dass man immer noch auf den dritten Band wartet und es keinerlei Infos darüber gibt wann dieser endlich erscheinen wird. Der erste Band erschien 2010 und der zweite Band 2012, seitdem wartet man gespannt auf die Ankündigung für den dritten Band. Diese Zeitspanne finde ich schon sehr extrem. Hätte ich gewusst dass ich so lange auf den letzten Band warten muss, hätte ich die beiden Bände noch nicht gelesen. Echt schade, ich bin gespannt ob es überhaupt noch erscheinen wird.

Willkommen in der Zeit danach

Von: Kerstin-Kasin aus Wiebelsheim Datum : 28.08.2015

www.lovelybooks.de/mitglied/Kasin/

1019 Seiten, keine zu viel und keine zu wenig.
'Der Übergang' von Autor Justin Cronin, Band 1 aus der Triologie 'Passage'.
Wie viele Sterne vergebe ich für ein Buch, dass mich zu Tränen gerührt hat?
Wie viele Sterne vergebe ich für ein Buch, dass mich gruselte, obwohl es taghell war?
Das mich entführte in eine lange Geschichte um ein kleines Mädchen, eine besondere Frau, mutige Männer, Helden und Feiglingen und der Story um das Ende der Menschheit und die Hoffnung irgendwie zu überleben.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Zur Story: Ein Experiment geht schief, ganz gewaltig sogar. Die Folge, eine grausame Vernichtung der Menschen durch die Virals, eine Spezies die alles Leben tötet.
Die wenigen die überlebten haben sich in einer Kolonie zusammen gefunden. Scheinbar in Sicherheit, doch die Gefahren sind selbst nach 100 Jahren nicht gebannt.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Der erste lange Teil des Buches gehört der kleinen Amy, die so besonders und außergewöhnlich ist. Die Geschichte um sie und den Agenten Wolgast ist so voller Güte und Liebe, dass die grausamen Geschehnisse um sie herum fast schon Nebensache werden.

Die Entwicklung der Überlebenden 100 Jahre nach Anbruch der neuen Zeit führte mich in eine Art modernes Mittelalter.
Es war ein mühsames Leben, geregelt und hinter hohen Mauern.
Die Protagonisten sind viele an der Zahl, aber die Virals sind noch viel mehr.
Die Kämpfe um das Überleben, miteinander aber auch gegeneinander sind sehr eindrucksvoll geschildert. Blutig, grausam und oft genug mit einer wahnsinns Spannung.

Es gab stellenweise lange Erzählungen, aber es störte mich nicht, habe ich doch viel erfahren zu den Gefühlen, Gedanken, den kleinen und großen Alltäglichkeiten und wie es kam und wie es blieb und wie es wurde.

Auch hat es nicht an Spannung gefehlt, stellenweise wurde es schon sehr gruselig und ich habe regelrecht mit gezittert.

Die Sprachwahl des Autors ist sehr tiefgründig, lebensbejahend und voller Erfurcht vor denen, die besonders sind. Und davon gibt es einige in diesem Buch.

Dieses Buch hat mich mitgerissen und fasziniert.
Fast würde ich sagen, dass es einen religösen Einschlag in diesem Buch gibt, ganz verhalten nur, aber er ist da.

Manchmal war es mir etwas zu schnell in den Sprüngen, als würde etwas fehlen, dass ich gerne lesen wollte, aber ich habe trotzdem alles erfahren, durch Rückblicke oder Tagebucheinträge.

Ich vergebe die volle Sternenzahl.

c ) K.B. - 2015

Band 2 'Zwölf' steht schon in meinem Regal und ich bin gespannt wie es weitergeht.

Sehr Guter Start der Triologie

Von: Yvis Leseecke Datum : 05.07.2015

yvisleseecke.blogspot.de

Inhalsangabe (Quelle Amazon):
Das Mädchen Amy ist gerade einmal sechs Jahre alt, als es von zwei FBI -Agenten entführt und auf ein geheimes medizinisches Versuchsgelände verschleppt wird. Man hat lange nach Amy gesucht: der optimalen Versuchsperson für ein mysteriöses Experiment, das nichts Geringeres zum Ziel hat, als Menschen unsterblich zu machen. Doch dann geht irgendetwas schief – völlig schief. Von einem Tag auf den anderen rast die Welt dem Untergang entgegen. Und nur eine kann die Menschheit vielleicht noch retten: Amy Harper Bellafonte.

Meine Meinung:

Bereits das Cover des Buches hat mich magisch angezogen und meine Erwartungen wurden zu 90% erfüllt. Ein sehr guter spannender Endzeit Roman.

Justin Croning´s Schreibstil gefällt mir sehr gut. Er schreibt sehr flüssig und in sich logisch. Durch seine beschriebenen Bilder und Metaphern schaffte er es, mich über die 1000 Seiten hinweg zu fesseln.

Eine ganz besondere Endzeitstory die aus mehreren Personenperspektive und in mehreren Zeitebenen geschrieben wurde. Auch die Tagebucheinträge geben den Buch ewas besonderes.

Die Charakter wurden alle sehr gut ausgearbeitet und so das jeder seine Stärken und Schwächen hat. Dadurch gibt es meiner Meinung nach in diesen Buch auch keinen "richtigen" Böswicht. Jeder hat gute und böse Seiten. Besonders gut fand ich, dass es nicht einen "Superhelden" gab der niemals durch Irgendwas verletzt wird.

Dieses Buch hat von allen Etwas. Auch die Orte wurden einmalig beschrieben so dass man sich gut in die düsteren Atmosphären hereinversetzen konnte.

Daher sehr lesenswert.

Anspruchsvoll, aber spannend

Von: Mendea de Scalett Datum : 25.06.2015

projekt-ghostreader.blogspot.de/

Dieses Buch habe ich mir selbst zum Geburtstag geschenkt, als wir uns in einem Buchladen haben einschließen lassen. Ich bin schon sehr lange drum herum geschlichen, weil ich schon oft gehört hatte, dass es sehr gut sei - auch wenn ich gar nicht im Detail wusste, worum es geht. Auch die knapp 1000 Seiten sind etwas erschlagen, aber sie bringen auch viel Inhalt mit. Ein Buch, bei dem man sich definitiv nicht kurz fassen kann!

Als die junge Amy von ihrer Mutter bei einer Nonne zurück gelassen wird, ahnt niemand, welche schrecklichen Ereignisse damit los getreten werden. Für ein geheimes Forschungsprojekt der Regierung ist Amy die perfekte Testperson. Keiner würde sie vermissen und man könnte ihre Existenz perfekt aus en Akten löschen lassen. Doch während Amy im Koma liegt und mit den Auswirkungen eines mutierten Virus kämpfen muss, brechen die anderen Probanten, ehemalige Schwerverbrecher, aus. Und menschlich sind diese Kreaturen längst nicht mehr. Amy gelingt dank einem FBI Agent die Flucht. Schon Wochen später scheint Amerika ausgerottet zu sein.
Fast 100 Jahre nach diesen Ereignissen kämpft eine Kolonie in Kalifornien ums Überleben. Auf einem Versorgungstripp außerhalb der schützenden Mauern wird der junge Peter von Virals - den Infizierten - angegriffen. Ein junges Mädchen rettet ihn vor den Kreaturen. Wer ist die Fremde? Und warum scheinen die Virals auf sie zu hören?

Was erwartet man bei dem Klappentext? Einen Endzeitroman, eine Art Zombieapokalypse, Verschwörungen bei Militär und FBI. Was ich nicht erwartet habe, sind Vampire! Zwar sind diese Vampire nicht die eleganten Capeträger, sondern wirklich mehr wie Zombies, aber trotzdem würde ich diese Kreaturen eher als Blutsauger bezeichnen, die auch einige Überschneidungen mit dem Mythos haben.

Die Handlung beginnt mit der Vorgeschichte. Also, warum ist das Endzeitszenario so wie es ist, wie ist es entstanden, wer ist daran Schuld. Das, was man in anderen Dystopien auf wenigen Seiten neben her erfährt, nimmt hier direkt mehrere hundert Seiten ein. Ich fand den Einstieg einerseits sehr interessant, weil man so schon einige Charaktere kennenlernte und sehr viel Hintergrundinformation bekommen hat. Darauf stehe ich ja total. Und es beweist, dass der Autor echt versucht hat, alles zu durchdenken. Andererseits war es dann aber doch etwas sehr lang und man hätte es ganz gut straffen können. Man lernt sehr viele Charaktere kennen - Amy, ihre Mutter, die Nonne, die Amy findet, die FBI Agents, einen Schwerverbrecher im Todestrakt, Typen vom Militär. Jeder von ihnen hat eine eigene Geschichte und eine schwere Vergangenheit. Und jeder von ihnen muss sie erzählen! Das wird dann echt etwas depressiv und zäh. Man stellt schnell fest, dass es in diesem Roman keine Figur gibt, die bisher ein normales Leben und eine glückliche Kindheit hatte. Schrecklich. Und bei einigen echt unnötig, das zu erzählen.
Die Handlung nimmt dann erst richtig Fahrt auf, als sie knapp 100 Jahre später wieder einsetzt und man die Kolonie und ihre Bewohner kennenlernt. Auch hier wird man von Charakteren und ihren Geschichten und Beziehungen etwas überflutet. Ich hatte hinterher öfter das Problem, dass ich die unwichtigen Nebenrollen, die nur zwei-, dreimal erwähnt werden, verwechselt oder vermischt habe. Das war echt eine Spur zu viel. Da hätte ich mir gerne mal ein Glossar mit einer Übersicht gewünscht. Dort hätte man dann auch die Karte der Kolonie abdrucken können, die einfach mitten ins Buch geklatscht war. Recht unglücklich, denn wer blättert denn bitte quer durchs Buch, wenn er sich noch mal die Karte anschauen will.

Die Charaktere sind durch ihre Vorgeschichten und Hintergründe natürlich sehr stark. Man lernt sie, ihren Antrieb und ihre Entscheidungen gut kennen und ist als Leser relativ nah dran. Dadurch hat man schon zu einigen Figuren eine gute Bindung. Gerade Peter, Lish und Sara werden einem schnell sympathisch. Sie sind ein cooles Team, das sich super ergänzt und halten während ihres Abenteuers wie eine Familie zusammen.
Einzig Amy steht da total außen vor. Ich glaube, es gibt maximal zwei Kapitel, die aus ihrer Sicht erzählt sind, sonst nimmt man das Mädchen nur durch die Augen der anderen wahr. Und das fand ich sehr schade. Gerade sie hätte mich interessiert und scheint ja auch der Mittelpunkt der Story zu sein.

Der Stil ist recht schwerfällig. Tausend Seiten eines YA-Romans hätten sich schnell lesen lassen. Hier brauchte ich zwei (!!!) Wochen. Manchmal hatte man gerade mal 20 Seiten gelesen und war einfach geschlaucht. Es gibt Szenen, die lesen sich schnell. Die Dialoge z.B. sind recht lebhaft, manchmal auch witzig durch Ironie. Dann gibt es Tagebucheinträge und Emails, auch die lassen sich schnell lesen. Die spannenden Actionszenen ebenfalls. Aber dann kommt es vor, dass ich ein Charakter an irgendwas erinnert, über irgendwas nachdenkt und dabei fast schon philosophisch wird. Das zieht sich dann über Seiten und ist komplett ohne Dialoge oder andere Auflockerungen. Dann wird es echt zäh. Wenn ich mal 80 Seiten am Tag geschafft habe, war ich echt stolz auf mich.
Deswegen werde ich mit dem zweiten Teil auch erstmal etwas warten. Der hat zwar "nur" knapp 800 Seiten, aber auf noch mehr schwere Kost habe ich gerade keine Lust. Vielleicht starte ich mit dem Buch in meinem nächsten Urlaub. Der dritte Band der Trilogie ist noch nicht mal auf Englisch erschienen und ein Erscheinungstermin ist auch nicht bekannt. Von daher kann ich mir ja erst mal Zeit lassen.

Band 1 - Der Übergang
Band 2 - Die Zwölf (erschienen 2013)
Band 3 - Unbekannt

Fazit:
Justin Cronin entführt einen in "Der Übergang" in ein dramatisches Endzeitszenario, das mal spannend, mal nachdenklich ist. Mit tiefgreifenden Charakteren und einer bedrohlichen Welt überzeugt die Geschichte und das kann auch mal über Längen hinweg trösten. Wer ein Fan von postapokalyptischen Handlungen ist und auch mal wissen will, was psychisch mit dem Menschen passiert, wie er sich in Gruppen verhält und wie dieses Gruppengefüge eskalieren kann, sollte hier auf seine Kosten kommen.

Wahnsinns Endzeitepos

Von: Caröchen Datum : 22.05.2015

foodmeetsbooks.blogspot.com

Inhalt
Wissenschaftler experimentieren mit einem gefährlichen Virus, bis plötzlich das Undenkbare geschieht und die Träger des Virus ausbrechen und die Welt zu Grunde richten.
100 Jahre später: Die Menschheit lebt wie in der Vergangenheit, es gibt keine funktionierende Infrastruktur mehr und die wenigen Überlebenden schließen sich zu Kolonien zusammen, um irgendwie zu überleben. Die einzige Hoffnung ist Amy, die eines Tages vor den Toren steht… allerdings sieht sie immer noch aus, wie ein 6 Jahre altes Mädchen, wer ist sie wirklich?

Eigene Meinung
Lange stand „Der Übergang“ ungelesen in meinem Regal, völlig zu Unrecht, wie sich herausgestellt hat! Es fängt alles damit an, dass Wolgast die kleine Amy entführt und in das Labor der oben genannten Wissenschaftler bringt. Man erfährt viel über die Experimente der Wissenschaftler und vor allem auch über die Versuchspersonen. Leider ist der Abschnitt viel zu schnell vorbei gewesen. Nachdem das Experiment schief gelaufen und das Unheil losgelassen wurde, springt die Handlung ca. 100 Jahre weiter. Die Menschheit hat einen Rückschritt gemacht. Die wenigen, die die Virals überlebt haben, versuchen in kleinen Kolonien zu überleben. Cronin hat das Leben dort sehr anschaulich beschrieben. Man kommt sich vor, wie im Mittelalter. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet. Keiner verschwindet im Hintergrund und jeder hat seine eigene Persönlichkeit.
Entgegen anderer Meinung, hat das Buch absolut keine Längen und hätte auch nicht gekürzt werden sollen. Es gibt unglaublich viele unerwartete Wendungen und Cronin konnte mich mit jedem Auftauchen der Virals neu überraschen bzw. ängstigen.

Wer hier ein Buch über die kleine Amy erwartet, wird enttäuscht werden. Obwohl Amy im Hinblick auf die vielen Seiten, doch relativ selten vorkommt, ist sie der Mittelpunkt und Leitfaden der Geschichte. Egal, ob sie gerade zugegen ist, oder nicht, ständig kreisten meine Gedanken um Amy und wie sie wohl der Schlüssel zum Ganzen ist.

Fazit
Diese Endzeitstory und ganz speziell die Darstellung der Virals ist unglaublich gut gelungen! Immer wieder gibt es kleine Hoffnungsschimmer, die Seiten später wieder zerstört werden. Trotz der Dicke kam das Ende viel zu schnell und ich bin unglaublich gespannt auf den zweiten Band!!

Es hat seine Längen, aber es ist toll!

Von: CocuriRuby Datum : 14.05.2015

https://www.youtube.com/channel/UCgUQ2jnHE0SnCd7ew7i8z2w

Das Buch hat einen eigensinnigen Schreibstil, aber im positiven Sinne. Nichtsdestotrotz lässt es sich nicht unbedingt einfach lesen – ich hatte zwischendurch ziemliche Probleme voran zu kommen, obwohl mich die Handlung gepackt hat.

Denn das hat es, die Idee die einem dieses Buch präsentiert ist unglaublich gut!

Die Handlung kommt einen so vor wie ein Zombieapokalypsen-Roman, nur mit einer besonderen Form von Vampiren.

Diese neuen Wesen sind irgendeine Mischung aus Vampire, Zombie und einen Hauch von Golum.

Das Buch hat auch seine sehr starken und brutalen Momente. In dieser Hinsicht ist es in gewissem Sinne wie Game of Thrones – man weiß nie wer als nächstes stirbt.

Auch für die Abwechslung ist gesorgt, wir haben hier sehr viele Sichtwechsel in dem Buch, ab und an auch mal ein Regelwerk oder Karte.

Und zum anderen wechseln recht oft die Erzähler (die Person dessen Sicht man hat) und auch die Art wie berichtet wird. Mal Live, dann einen Moment aus unterschiedlichen Sichten, kleine Zeitsprünge oder Tagebuchform.

Mein einziger Kritikpunkt ist, dass ich ab und an meine Probleme mit dem Vorankommen hatte. Zum Teil lag das an der Struktur des Buches, denn wir haben nach einen praktisch 300 Seitenprolog einen Zeitsprung von 100Jahren. Ich verstehe, dass man da etwas mehr erklären muss und eigentlich ist es sehr clever gemacht worden, wie einem der neue Alltag nahegelegt/gezeigt wurde – aber insgesamt war es dann doch ziemlich lang.

Zusammengefasst kann man sagen:

è Ersten 300 Seiten: Gut – Aufbau – wie kam es zur Katastrophe, neue Ideen, einfach klasse

è 300-600: Wie das Leben 100J nach dem Crash aussieht – auch klasse vom Inhalt, aber es hat sich furchtbar gezogen – extrem gezogen!

è 600-Schluss: Der Hammer – spannend – passiert viel – viele Sterben – recht brutal – man kriegt endlich eine Richtung

Ein Meisterwerk

Von: Weinlachgummi Datum : 17.04.2015

weinlachgummis.blogspot.de/

Bevor sie Das Mädchen Von Nirgendwo wurde - das Mädchen, das plötzlich auftauchte, Die Erste Und Letzte und Einzige, die tausend Jahre lebte -, war sie nur ein kleines Mädchen aus Iowa und hieß Amy.

So fängt die Geschichte an und ich finde, es ist ein guter Anfang, so fangen großartige Bücher an und ich habe mich in meiner Vermutung nicht getäuscht. Die Geschichte / Handlung sieht sich über verschieden Zeiten und Personen. Dies kann verwirrend sein, ich hatte damit aber fast keine Probleme, war aber trotzdem über manche Dezimierung der Handlungsblickwinkel froh, so war die Geschichte wieder fokussierter.

Das Buch umfasst 1018 Seiten plus Leseprobe des zweiten Teiles am Ende, dies ist eine ganze Menge an Lesestoff. Trotzdem empfand ich es nicht als zäh oder langweilig. Schon nach den ersten Seiten empfand ich eine unterschwellige Spannung beim lesen, diese entlud sich auch einige male, war aber die meiste Zeit eher dezent. Ich würde die Handlung als komplex betiteln, im Vergleich zu anderen Büchern in dem Genre. Der Leser wird nicht gleich vor die Tatsachen gestellt, sondern diese werden langsam an ihn heran geführt, sodass er sich selbst ein Bild machen kann. Dies führt aber auch zu langen Beschreibungen, vielen Blickwinkeln, Erinnerungen und Gedanken, die die Handlung nicht wirklich voran treiben, aber ein besseres Bild der Person/ Welt / Gesellschaft schaffen. Diese Art des Schreibstil hat mich an Stephen King erinnert, auch er schafft es bei mir Nebensächliches so zu schildern, dass man das Gefühl hat es wäre elementar für das Verständnis des Geschehens. Auch haben mich mehrere Episoden der Geschichte an King Bücher erinnert.

Man fand eine Möglichkeit, die Hoffnung nicht ganz aufzugeben, sie in eine Flasche zu füllen und irgendwo auf ein Regal zu stellen und die Pflichten des Lebens zu erfüllen S.559

Das Cover fand ich zu erst nicht sehr besonders, aber je mehr ich gelesen hatte, umso besser gefiel es mir. Ich finde es passt sehr gut zu dem Buch, besonders das abgegriffene am Rand gefällt mir und das blaue Auge, was hervor sticht.

Da die Welt zu Grunde geht, setzen sich viele mit dem Thema sterben auseinander. Dies verleiht dem Buch so einen Nachdenklichen Touch und hat mich an machen Stellen zum Nachdenken angeregt. Ich könnte nun nicht sagen, dass ich eine Lieblingsperson in dem Buch habe, aber trotzdem hat mich das Schicksal der Menschen berührt und ich war an manchen Stellen emotional ergriffen.

Fazit: Ein richtig tolles Buch, kann es nur weiter empfehlen. Es ist wunderbar zum abtauschen. Ein Meisterwerk. Ein Muss für Stephen King Fans

Sehr geniale Idee, ungewöhnlich und toll umgesetzt

Von: Aleshanee Datum : 10.03.2015

blog4aleshanee.blogspot.de/

Zur Handlung

Bioforscher haben im bolivianischen Dschungel ein Agen entdeckt, mit dem sie sich erhoffen, dass der Mensch sich selbst heilen und damit ewig, zumindest länger, leben kann. Natürlich ist das Militär an diesem Gen interessiert, da es die Soldaten im Krieg nahezu unsterblich machen würde. Doch die Expedition endet in einem Desaster.
Trotzdem wird die Forschungsreihe fortgesetzt, bis schließlich Versuche an Menschen durchgeführt werden. Dafür haben die FBI-Beamten Wolgast und Doyle den Auftrag, 12 Todeskandidaten, die im Gefängnis auf die Todesspritze warten, als Probanden zu gewinnen. Nachdem der 12. auf dem Weg ins Labor ist, kommt ein neuer Auftrag, den Wolgast nur widerwillig ausführt. Das 6jährige Mädchen Amy, gerade von seiner Mutter in einem Nonnenkonvent zurückgelassen, soll die nächste Testperson sein.
Wolgasts Gewissen meldet sich und er will mit Amy fliehen - aber das Militär ist schneller.

Während Amy im Labor mit dem Virus infiziert gegen den Tod kämpft, haben sich die anderen 12 Probanden auf ihre Flucht vorbereitet. Sie sind alle durch den Virus zu Blut saugenden Dämonen mutiert und haben in den letzten Wochen gelernt, sich in die Gedanken ihrer Wächter zu schleichen und sie zu beeinflussen. Das Chaos beginnt, als die Mutanten ausbrechen und alle töten oder mit dem Virus infizieren, die sich ihnen in den Weg stellen. Schnell breitet sich dieser Virus über ganz Amerika aus – innerhalb 2 Jahren ist fast die ganze Bevölkerung ausgerottet.

Das war sozusagen der Vorspann, er umfasst ca. 1/3 des Buches und ist eine spannende Geschichte für sich.
Ab jetzt geht die Handlung in der Kolonie 2 weiter, 97 Jahre nach dem Jahr Null.
Als sich die Mutanten, Virals genannt, nach ihrem Ausbruch rasend schnell vermehrt haben und die Bevölkerung Amerikas fast ausgelöscht wurde, brachten die Militärs die Kinder in verschiedene Festungen, um das Überleben der Menschheit zu sichern.

Wie diese nun damit knapp 100 Jahre später umgehen, ob es noch andere Überlebende in den Kolonien gibt und was passiert, als Amy in diese geschützte Welt einbricht … lasst euch überraschen :)

Meine Meinung

Das Buch hat mich von Anfang an gefesselt. Es ist keine leichte Lektüre und anfangs switcht Cronin von Kapitel zu Kapitel zwischen verschiedenen Charakteren und Ereignissen hin und her. Doch man merkt schnell, dass man auf ein bestimmtes Ziel zusteuert und der packende Schreibstil lässt einen nur so durch das Buch fliegen.

Natürlich hätte man einiges kürzer halten können. Die Vorgeschichte bis zum Jahr Null ist eine eigene Etappe für sich und ist dafür, dass so gut wie alle Charaktere, die man bisher kennen gelernt hat, sterben, sehr ausführlich. Trotzdem fand ich dieses erste Drittel sehr spannend und hat mich wunderbar auf das, was danach kommt, vorbereitet.

Auch die Ereignisse und die Beschreibungen der Kolonie im zweiten Drittel hätte man etwas raffen können, trotzdem kam bei mir nie das Gefühl der Langeweile auf. Ich konnte mir zwar während des Lesens vorstellen, dass sich manch andere denken würden „Was zieht sich das jetzt so hin“, aber trotz dessen das manche Infos evtl. überflüssig waren, waren sie interessant und flüssig zu lesen und haben mich keinesfalls gelangweilt. Viele Wendungen, viele Entscheidungen, die sich auf die gesamte Handlung auswirken und immer wieder in andere Richtungen führen.

Die verschiedenen Erzählperspektiven sind anfangs etwas irritierend, geben aber einen besonderen Einblick in die Geschehnisse. Man wird immer mehr in die Verwicklungen hineingezogen und ich war von Anfang an von der Handlung gefesselt.

Es gibt viele Haupt- und Nebencharaktere, wobei ich hier nie den Überblick verloren habe. Sie alle haben ihren Platz und sind gekonnt den Handlungsverlauf eingeflochten. Vielschichtige aber auch typische Charakterzüge runden die Figuren ab, sie passen stimmig ins Bild und jeder von ihnen hat seine besondere Rolle.

Die Story an sich ist super und für mich mal etwas völlig neues. Die Charaktere sind gut durchdacht und ich kann mich in sie hineinversetzen. (in der Kolonie vielleicht etwas zu viel des guten, da haben mich die vielen Personen manchmal etwas verwirrt), aber je weiter man kommt, erkennt man, das alles wichtig und in sich stimmig ist. Gut durchdachte Lösungen, bis auf ein – zwei Kleinigkeiten, die sich aber vielleicht in den Folgebänden noch auflösen.

Fazit

Ein grandioser Auftakt zu einem weit reichenden, gewaltigen Werk, auf dessen Fortsetzung ich mich schon sehr freue. Perfekt inszeniertes Zukunftsszenario, dass in dieser Form wirklich einzigartig ist.

Ein überzeugender dicker Schmöker!

Von: Kaisu Datum : 06.03.2015

life4books.blogspot.de

Wir befinden uns in Amerika. Das Land, dass der Ursprung jeder klima-, natur- oder gen-biologischbedingten Katastrophe zu sein scheint. Wie oft hat man schon Filme gesehen, wo es ein paar mutige heldenhafte Amerikaner in letzter Sekunde geschafft haben, die Erde zu retten? Sei es vor herabstürzenden Meteoriten, bösen Alieninvasionen oder gar seltsamen Insektenplagen. Ziemlich oft eigentlich. Je nach Zusammensetzung der Charaktere, kann das auch richtig unterhaltsam sein. Trotzdem bedient man sich oft dem klassischen Akte-X Schemata: Ein bis Zwei schwarze-Anzug-Agents in geheimer Mission. Ab und an tauchen gut aussehende Typen auf, die die Frauenherzen dahin schmelzen lassen, die hübsche Silikon-Blondine darf dabei ebenso nicht fehlen, wie der verstreute Professor oder der unsichtbare Informant. Kennen wir also die Serie Akte-X, kennen wir sie alle. Naja, fast. Silikonbusen war damals noch nicht so verbreitet.

Aber auch sonst fällt die Endzeit Geschichte von Justin Cronin ein wenig durch das klassische feinmaschige Raster. Alles fängt mit einer Entdeckung im Urwald an, in dessen Folge seltsame Experimente an menschlichen Probanten durchgeführt werden. Doch nicht alles läuft immer glatt und so braucht man stetig wieder Nachschub. Eines Tages erhält nun der FBI-Agent Wolgast mit seinem Kollegen den Auftrag, das 6jährige Mädchen Amy zu holen. Zunächst sind die skeptisch, schließlich war kein Objekt, war bisher so jung. Allerdings: Auftrag ist Auftrag, also machen sich die beiden auf die Suche nach Amy.
Wie ihre Auftraggeber richtig vermutet haben, ist dieses Kind etwas ganz besonderes. Irgendwann kommt es schließlich so, wie es kommen musste. Es kommt zum Zusammenbruch und zeitgleich dem Ausbruch, der Katastrophe, die alles zum erliegen bringt. Wirklich alles.

"Es ging schnell. Zweiunddreißig Minuten, in denen eine Welt zu Ende ging und eine neue geboren wurde." [S.271]

In der Zeit vor und nach diesem Unglück lernt man als Leser zahlreiche Figuren kennen. Man kann sie in unterschiedliche gedanklich Gruppen einteilen oder sich schlichtweg seine Lieblingsfiguren merken. Alle wird man nicht behalten können. Vor dem Ausbruch ist alles noch fein säuberlich voneinander getrennt. Danach jedoch, hat man zeitweise so eine Namensflut vor sich stehen, dass man eine Weile braucht, um sich die wichtigsten Namen mitsamt ihren Verbindungen und Eigenschaften merken zu können.
Schön finde ich, dass der Ausbruch nicht nach Schönheit und Stärke sortiert hat. Zwar wurde mit menschlicher Hand nachgeholfen, trotzdem sind die Typen komplett unterschiedlich. Viele müssen sich auch erst noch entwickeln, werden in die neue Zeitrechnung hineingeboren.

Diese Entwicklung der einzelnen Figuren verfolgt man sehr gerne. Man bang mit ihnen mit. Klammert sich an klein Strohhalme. Freut sich über schöne Erlebnisse und trauert, wenn es Verluste zu beklagen gibt. Das ist also ein dicker fetter Pluspunkt an das Buch: Es entwickelt sich nachvollziehbar. Keiner verharrt in seiner Position. Ein weiterer positiver Punkt ist die Aufteilung. Dank der Kapitelüberschriften hat man immer einen groben Überblick, wo und wann man gerade in der Handlung unterwegs ist und verliert somit nie den roten Faden.
Die Spannung kommt ebenfalls nicht kurz. Ist es anfangs das Warten auf den Knall und mittig, die Sorge um die Lebenden, kommt am Ende die Hoffnung auf ein Überleben hinzu.
Wenn man dann glaubt, alles sei im Reinen, kommt eine Wende, die einen wieder neu mifiebern lässt. Für Unterhaltung ist also von der ersten, bis zur letzten Seite gesorgt und das trotz der über 1000 Seiten! Die Zeit verfliegt wie im Flug!

Leider hatte ich trotzdem einen tiefen Hänger mittendrin, wo ich einfach nur noch die Seiten überfliegen wollte. Es reihen sich hier zu viele Informationen aneinander. Man wird mit Familiennamen und Konstellation zugetextet und fühlt sich einfach überladen. Es hat auch einige Seiten gedauert, bis ich da wieder raus war und letztendlich hat sich gezeigt: Es wäre nicht nötig gewesen, den Leser so extrem ins Familienstammbaum Geschehen reinzudrängen. Man versteht die kommenden Ereignisse auch ohne diese vielen Details.
Danach nimmt die Story zum Glück wieder mächtig Fahrt auf und man vergisst den trockenen Mittelteil wieder fast komplett. Gut für das Buch, schade um meine duchgequälten abendlich Lesestunden.

Alles in allem hat mich das Buch dennoch überzeugt. Wer es schafft, so einen dicken Schmöcker zu schreiben und dabei auch noch so viele Leserherzen gewinnt, der muss etwas besonderes in seinen Werken versteckt haben. Das hat Justin Cronin auch, denn ich will mich dieses Jahr ein weiteres Mal in den 1000 Seiten Genuss schmeißen, wenn der zweite Band "Die Zwölf" verschlungen werden will.

Spannend, macht Lust auf mehr (etwas zu lang)

Von: Der Lesefuchs Datum : 06.03.2015

der-lesefuchs.blogspot.de

Bevor sie das Mädchen von Nirgendwo wurde – das Mädchen, das plötzlich auftauchte, die Erste und Letzte und Einzige, die tausend Jahre lebte – war sie nur ein kleines Mädchen aus Iowa und hieß Amy. Amy Harper Bellafonte.

Das Mädchen Amy ist gerade einmal sechs Jahre alt, als es von zwei FBI-Agenten entführt und auf ein geheimes medizinisches Versuchsgelände verschleppt wird. Man hat lange nach Amy gesucht: der optimalen Versuchsperson für ein mysteriöses Experiment, das nichts Geringeres zum Ziel hat, als Menschen unsterblich zu machen. Doch dann geht irgendetwas schief – völlig schief. Von einem Tag auf den anderen rast die Welt dem Untergang entgegen. Und nur eine kann die Menschheit vielleicht noch retten: Amy Harper Bellafonte


Meinung:
Anfangs dachte ich, es geht um einen klassischen Zombie-Horror. Da musste ich mich aber recht schnell eines besseren belehren lassen. Ich finde die Kombination aus subtiler Gedankenmanipulation und dem Übermaß an Aggression sehr gelungen. Auch die verschiedenen Charaktere überraschen immer wieder aufs Neue. Jede Person hat eine eigene Vergangenheit, mit der sie sich während des Romans auseinander setzt. Manchmal fand ich es aber zu lange, bevor sich der nächste (teilweise überraschende) Handlungstrang herauskristallisierte.

Trotzdem freue ich mich schon auf den Fortsetzungsband "Die Zwölf".

Justin Cronin:Der Übergang (The Passage #1)

Von: Amerdale Datum : 02.03.2015

https://amerdale.wordpress.com/

Mir fällt es ziemlich schwer, dass Buch als Einheit zu beurteilen und etwas zu beschreiben. Was einfach darin liegt, dass es für mich aus 3 Teilen besteht, die zwar locker aufeinander aufbauen, aber eben doch eigenständige Blöcke sind. Und zwar so sehr, dass ich schon beim Lesen dachte, dass es fast sinnvoller gewesen wäre, statt einem 1000+ Seiten-Wälzer 3 dünnere Bücher mit je etwa 300 Seiten zu veröffentlichen. Aber gut.

Das erste Drittel beziehungsweise der erste Teil war in etwa, was ich mir von dem Buch nach dem Klappentext erwartet habe. Horror–Thriller-Gedöhns mit Vampiren. Sehr spannend geschrieben und hat mich schnell gefesselt. Besonders gut gefallen haben mir die minimalen Abweichungen von der Realität, die einem nur bei genauem Lesen aufgefallen sind. Und die nie unglaubwürdig gewirkt haben. Diesen Teil fand ich gut geschrieben, die langsame Enthüllung, was da eigentlich vor sich geht, war sehr geschickt. Und auch gerade die Teile mit Amy und ihrer Mutter waren sehr schön.

Ich will auf die anderen zwei Teile gar nicht so genau eingehen, weil es eh kaum möglich ist, ohne wichtige Entwicklungen des erstens Teils zu verraten. Nur so viel: Zwischen Teil eins und zwei liegt ein ziemlicher Zeitsprung und dementsprechend wechseln auch die Hauptpersonen komplett. Was mich total verwirrt hat, weil es sich echt anfühlt wie der Anfang eines komplett neuen Buches und die Zusammenhänge erst langsam nach und nach klar werden. Und es gibt einfach so einiges, was ich in dem Teil unlogisch oder zumindest vollkommen unzureichend erklärt finde (zum Beispiel die Zuflucht oder dass so unheimlich viel in relativ wenigen Jahren vergessen wird), was mir diesen Abschnitt ziemlich verdorben hat.

Der dritte Teil baut recht gut auf dem zweiten auf, die Personen bleiben ziemlich gleich, nur begeben sie sich auf eine Wanderung. So weißt so gut, wenigstens war es nicht so verwirrend. Aber zu einem Großteil der Personen konnte ich keinerlei Beziehung aufbauen, weswegen mir ihr Schicksal ziemlich gleichgültig war. Was nicht gerad hilfreich ist, wenn die Handlung vor allem darauf basiert, dass die Personen in schwierige Situationen geraten. Es war trotzdem noch spannend, aber nicht in dem Maße, wie Teil 1.

Alles in allem ist es – so widersprüchlich es klingt – ein hochspannendes aber gleichzeitig auch oft langatmig. Gerade die letzteren Teile hätten an einigen Stellen durchaus gestrafft werden können und dafür manche Konfrontationen (was passierte in der Nacht der Klingen und der Sterne?) detaillierter beschrieben werden können. Die Grundidee ist toll und der Autor hat sie auch recht konsequent über die Ereignisse im Klappentext hinaus gedacht und seine Entwicklung erscheint mir zwar ziemlich düster, aber auch wahrscheinlich. Wobei mich auch etwas die Konzentration auf die USA irritiert. Ist ja nicht so als, ob das eine Insel wäre.

Aber dafür endet es wieder mit einer sehr interessanten Entwicklung, die mir Hoffnung gibt, dass sich im zweiten Band der Trilogie wieder mehr auf das eigentliche Thema – Amys Kampf gegen diese übermenschliche Bedrohung – konzentriert und sich nicht in unzähligen Nebenhandlungen verliert.

Wunderbarer Auftakt

Von: Natascha Bücherjunkies Datum : 27.02.2015

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Das beste Buch, das ich seit langem gelesen habe und definitiv eines meiner Lieblingsbücher, wenn nicht sogar DAS Lieblingsbuch. Justin Cronin schreibt von Beginn an fesselnd und strukturiert. Man kommt dadurch sehr leicht in die Welt der Geschichte rein und fühlt mit jeder einzelnen Person mit. Die gesamte Geschichte ist komplett durchstrukturiert und weist nicht eine einzige Schwachstelle auf, bei der man zu viel nachdenken müsste, oder nicht folgen kann. Die einzelnen Personen haben Tiefe und Charakterstärke, und wirken sehr glaubhaft, es macht Spaß sie in ihrem Leben zu begleiten und man baut seine eigenen Bindungen zu den jeweiligen Protagonisten auf. Was mich an diesem Buch aber am meisten gefesselt hat, ist sicher die Tatsache, dass es einzigartig ist! Es ist kein Abklatsch von einer schon einmal da gewesenen Geschichte, oder Trittbrettfahrer auf dem Erfolg des Vampirs. Justin Cronin versteht es ein natürliches Gleichgewicht zwischen Detail und Geschichte herzustellen, wie sonst kaum jemand. Die Geschichte ist einzigartig, noch nie da gewesen und meisterhaft geschrieben! Einfach in jedem Punkt empfehlenswert!