Leserstimmen zu
Philipp Melanchthon

Martin Greschat

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Philipp Melanchthon

Von: Hyeon-Suk Gil aus Linkenheim-Hochstetten

26.09.2011

Dieses Buch bringt die Leserinnen und Leser zur Reformationszeit nahe. Das Buch konzentriert sich auf das Leben von Philipp Melanchthon und dabei auf das Thema 'Reform'. Für mich war dieses Buch sehr informativ. Phillip Melanchthon steht hier nicht mehr als eine Nebenperson bei dem großen Reformator Martin Luther, sondern persönlich von Gott berufen und selber entscheidend. Reuchlin versuchte die wachsende Hinwendung Melanchthons zu Luther zu bremsen, indem er einen Ruf nach Ingolstadt verschaffte und gleichzeitig ihm versprach, seine Biblethek zu vererben, aber er lehnte ab. Am 18. März 1520 schrieb er seinem verehrten Gönner und Lehrer: "Ich muss bei allem mehr ins Auge fassen, wohin mich Christus zieht, als wohin mich mein Verlangen rufen möchte... Denn ich meine, dass es nicht darauf ankommt, wie glücklich ich das Leben beschließen werde, sondern wie vortrefflich, wie christlich." Das war schön zu beobachten, wie Gott Melanchthon, einen sprachlich sehr begabten und systematisch denkenden klugen Mann an der Seite von Luther stellte, wo Luther die Hilfe benötigte, um Reformation erfolgreich durchzuführen. Melanchthon brachte seine Gabe für die Systematische Zusammenfassung des reformarorischen Denkens, er verfasste insbesondere "Loci Communes". Luther kannte die Gabe des jüngeren Mannes Gottes. Deswegen verflichtete Luther Melanchthon, als er entführt in Wartburg verborgen aufhalten musste, an seine Stelle zu treten: "Darum tritt Du als Diener des Wortes herzu und befestige die Mauern und Türme Jerusalems, bis sie auch über Dich herfallen. Deine Berufung und Begabung kennst Du. Ich bete für Dich besonders..." Was wir heutzutage als Christen genießen, war in der Reformationszeit keineswegs selbstverständlich, z. B. als Laie 'Wein und Brot' beim Abendmal zu nehmen oder selber in der Bibel zu lesen... Außerdem, Melanchthon war als 'Lehrer Deuschlands' genannt worden. Und dementsprechend bemühte er sich um nachhaltige Reform durch 'education'. Als Humanist setzte er seine Kriterien bei den verschiedenen schwierigen Entscheidungen auf die Nächste Liebe. Im Gegensatz zu Luther pflegte er einen freundlichen Umgang mit vielen reform gesinnten Leuten, z. B. Martin Bucer oder John Calvin... Dieses Buch ist sehr lesenswert.

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