Leserstimmen zu
Ströme im All

Isaac Asimov

Roboter und Foundation – der Zyklus (7)

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Wissenschaftliche Erkenntnisse können im Laufe der Jahre an Bedeutung verlieren oder sich als falsch herausstellen. So dachte man zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch, dass es Leben auf dem Mars geben würde. Eine Tatsache, die auch in viele SciFi-Romane Einzug hielt. In Isaac Asimovs "Ströme im All" sind es andere wissenschaftliche Erkenntnisse, die sich als falsch herausgestellt haben. Auf dem Planten Florina wächst Kyrt, eine Pflanze, die auf dieser Welt gedeihen kann und nur dort. Doch die Bewohner können davon nicht profitieren. Stattdessen werden sie von dem Planeten Sark unterdrückt und ausgebeutet. Es scheint nicht so zu sein, als ob es Hoffnung auf Erlösung gibt. Doch dann taucht der Weltraumanalytiker Rik auf. Er hat entdeckt, dass die Sonne von Florina kurz davor ist, zur Nova zu werden. Doch seine Warnungen werden ignoriert. Noch schlimmer: Um zu verhindern, dass er seine Entdeckungen öffentlich macht, wird er gefangen genommen. Sein Gedächtnis wird gelöscht und er erhält eine neue Persönlichkeit. Doch ob dies wirklich ausreicht, um die Wahrheit zu vertuschen? Die wissenschaftliche Erkenntnis, auf der "Ströme im All" basiert ist, dass es sogenannte Ströme gibt, die Sonnen zum Explodieren bringen. Was sich natürlich im Laufe der Zeit als Humbug erwiesen hat. Der Prozess, der Novas entstehen lässt, ist ein gänzlich anderer. Was aber in diesem Fall der Qualität des Bandes keinen Abbruch tut. Es handelt sich um einen Roman, der Teil der "Foundation"-Saga ist. Das Buch spielt in der Zeit, in der das Imperium von Traynor langsam an Macht gewinnt. Doch handelt es sich dabei nur um den Hintergrund für die Story. Es ist für das Verständnis der Story nicht von Bedeutung. Die Story bietet viel Material und Anspielungen auf Episoden der Menschheit. Die Unterdrückung der Bewohner von Florina erinnert an die Gängelung der europäischen Kolonien und auch ein wenig die Bedeutung der Baumwolle für die amerikanischen Südstaaten. Gleichzeitig ist es ein interessanter Twist, den sich Asimov einfallen lässt, dass er die Bewohner als Hellhäutig darstellt. Eine Ironie, die unterstreicht, dass in der Foundation-Saga die Hautfarbe keine Rolle spielt, was eine gewisse Figur deutlich macht. Der Band bezieht seine Spannung aus der Frage, ob und wie es Rik gelingt, sein Gedächtnis wiederzufinden und Florina zu retten. Und das wird spannend dargestellt. Man muss dabei Asimov zu Gute halten, dass er außerdem die Motive der Repräsentanten von Sark gut darstellt. Sie sind nicht einfach nur die Antagonisten, sie wirken realistisch. Sie haben sozusagen ihren Charme. Was man über Rik allerdings nicht sagen kann. Zu keinem Zeitpunkt schafft es die Figur, das Interesse des Lesers dauerhaft zu wecken und zu fesseln. Er wirkt zwar nicht langweilig. Aber wann immer er spricht, und es wird hier viel gesprochen, verliert man nach einer Weil den Fokus. Trotzdem sollte man in den Roman "Reinschauen".

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