Leserstimmen zu
Oje, ich wachse!

Hetty van de Rijt, Frans X. Plooij, Xaviera Plooij

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Nach beinahe 1,5 Jahren habe ich "Oje, ich wachse!" endlich beendet. Meine Tochter ist nun 1,5 Jahre alt und ich habe zu jedem ihrer angeblich 10 Entwicklingssprünge ein Kapitel (natürlich zum jeweiligen Sprung passend) weitergelesen und mir immer wieder Notizen dazu gemacht. Zu Beginn des Buches war ich noch recht motiviert und begeistert, das weiß ich noch. Hochinteressiert habe ich kurz vor der Geburt mit dem Lesen der Einleitung, den ersten Infos zum Buch und dem Thema "Wie mein Neugeborenes seine Welt erlebt" gestartet. Das war auch alles noch sehr spannend und aufschlussreich für mich. Weiter ging's dann mit dem ersten Entwicklungssprung ca. 5 Wochen nach der Geburt meiner Tochter. Aber bereits da habe ich gemerkt, dass Vieles einfach nicht zu meinem Baby passt, da es die meisten dieser beschriebenen Fähigkeiten (noch) nicht aufgewiesen hat. (Sie kam nur einen Tag vor dem Geburtstermin auf die Welt.) Das hat mich ziemlich verunsichert. Teilweise war mein Kind auch überhaupt nicht schwierig, besonders weinerlich oder anhänglich, wenn es das laut Buch eigentlich hätte sein sollen, sondern zu ganz anderen Zeiten. Ich habe im Laufe der Wochen und Monate von Kapitel zu Kapitel immer mehr den Eindruck gewonnen, dass mein Kind wohl nicht zu diesen Beschreibungen passt oder schlicht und einfach zurückgeblieben sein muss. (Gibt es tatsächlich Babys, die schon mit 7 Monaten in die Hände klatschen, wenn man sie darum bittet?) Gewisse Fähigkeiten und Fertigkeiten, die zu einer gewissen Zeit da hätten sein sollen, hat meine Tochter nämlich oft erst Wochen oder Monate später gezeigt. Bis zu einem gewissen Punkt im Buch habe ich mir also gedacht, dass es irgendwie kaum Sinn für mich macht, das alles zu lesen ... Naja, und dann gibt es immer wieder diese kurzen Erfahrungsberichte von Eltern zwischen dem eigentlichen Text/den Informationen, die sich zum Ende des Buches hin immer weiter gehäuft haben, was mir persönlich irgendwann einfach zu viel wurde. Außerdem muss man auch dieses Buch ein wenig "filternd" lesen, was Tipps und Ratschläge betrifft. Denn nicht mit jeder Empfehlung der Autoren war ich einverstanden. So wird auf Seite 250 beispielsweise vorgeschlagen, sein Kind mit etwas Interessantem, das es besonders mag, abzulenken, wenn es frustriert ist, weil es etwas nicht darf. Das lehne ich ja grundsätzlich ab. Wenn mein Kind frustriert oder traurig ist, nehme ich es in den Arm und tröste es, solange bis es sich beruhigt hat. Genau das fühlt sich für mich stimmig und gut an. Wenn es Eltern gibt, die das anders handhaben wollen, muss man das ebenso akzeptieren. Ein weiteres Beispiel, das mir ziemlich gegen den Strich gegangen ist, obwohl es "nur" in einem Erfahrungsbericht stand, war auf Seite 237 zu finden: Darin wurde ein Kind (wohl aus einer Überforderung heraus) geschlagen, das dann gegen eine Heizung geknallt ist. Das muss man wohl nicht mehr weiter kommentieren ... Erst etwa ab dem Entwicklungssprung mit 11 Monaten habe ich mehr Übereinstimmungen zwischen dem Verhalten meiner Tochter und den Beschreibungen im Buch feststellen können. Und ab da dann bis zum Ende des Buches, das mit dem Entwicklungsschub um das 17.-18. Lebensmonat endet. Genau genommen habe ich also nur die ersten paar Seiten und das letzte Drittel des Buches als brauchbar und lesenswert empfunden. Durch "Oje, ich wachse!" ist mir wieder einmal mehr bewusst geworden, dass JEDES Baby anders tickt und man absolut nichts verallgemeinern kann. Obwohl ich zeitweise etwas verunsichert wurde während des Lesens, habe ich doch keine Sekunde daran gezweifelt, dass mein Baby gut ist, wie es ist. Eher habe ich mich manchmal sogar über das Buch geärgert ... Ja, nun bekomme ich Mitte Mai mein zweites Kind. Und ab und zu werde ich in den Monaten nach der Geburt bestimmt nochmal einen Blick in das Buch werfen, ich bin nämlich schon sehr neugierig, ob es bei Baby B zeitmäßig besser übereinstimmt mit den Entwicklungssprüngen.

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Es handelt sich bei diesem Buch um einen tollen Ratgeber für junge Eltern, die wirklich nur das Beste für ihren Nachwuchs wollen. In einzelnen Kapiteln werden die Sprünge genauestens – vielleicht sogar etwas zu genau – beschrieben, sodass man immer nachlesen kann, was das Kind im Moment bewegt. Besonders schön finde ich, dass man immer wieder zwischendurch Platz bekommt, um den Fortschritt des eigenen Kindes einzutragen. So wird das Buch viel persönlicher und man kann Meilensteine und Verhalten des eigenen Kindes festhalten. Einziger Kritikpunkt ist, dass jeder Sprung viel zu genau beschrieben wurde. So liest man oft das gleiche immer wieder. Ja, bei jedem Sprung weinen Babys mehr und sind anhänglicher. Ja, nach jedem Sprung kann ein Baby mehr, lernt Fähigkeiten oder entwickelt seine Sinne. Trotzdem finde ich das Buch sehr hilfreich und schön geschrieben. Fazit Ein wundervolles Buch, welches eine Familie mit wertvollen Tipps die ersten Monte begleitet. Ich kann es nur empfehlen.

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Inhalt: Wenn man zum ersten Mal Mama wurde, dann ist alles neu. Viele Mamas reagieren dann mit Überforderung und Angst. Sie wissen nicht, wieso ihr Baby nun gerade schwierig ist, warum es so viel mehr trinkt und warum es nicht zu beruhigen ist. Sie denken oft, dass das immer so weitergeht und nie enden wird, wenn das Kleine mal wieder 30 Minuten am Stück meckerte. Unsicherheit und Angst machen die eigentlich schönste Zeit des Lebens zur Belastungsprobe. Oje, ich wachse zeigt auf, wie die Wachstumsschübe der Kleinen verlaufen und was sie wann erlernen. Diese Sprünge in geistiger und körperlicher Entwicklung sind anschaulich dargestellt und so können Eltern in den ersten 20. Monaten mitverfolgen was wann wieso passiert und welche Folgen es hat. Auch wird aufgezeigt, wie man Babys zu welcher Zeit am besten fordern kann. Man erkennt schwierige Phasen und schöne Phasen. Über die Autoren: Dr. Hetty van de Rijt studierte Psychologie und Anthropologie. Die Logopädin und Sprachpädagogin spezialisierte sich auf die Sprachentwicklung von Babys zwischen 0 und 2 Jahren. Dr. Frans X. Plooij, Autor des Bestsellers „Oje, ich wachse!“, ist ein international anerkannter Experte auf dem Gebiet der frühkindlichen Entwicklung. Dr. Hetty van de Rijt studierte Psychologie und Anthropologie. Die Logopädin und Sprachpädagogin spezialisierte sich auf die Sprachentwicklung von Babys zwischen 0 und 2 Jahren. 9783641152345_Cover Meine Meinung: Es stimmt, das Wachstum und die Aneignung von neuen Fähigkeiten passiert Phasenweise. Als Zwillingsmama sehr ich es sehr deutlich, wie beide Jungs fast zeitgleich die Phasen durchlaufen, was wahrlich nicht immer einfach ist. Ich habe mir die zum Buch gehörende App heruntergeladen und kann so schnell sehen, wann welche Phase gerade aktiv ist. Der Übersichtsplan von guten und schlechten Wochen ist für mich das Nützlichste am gesamten Buch. Doch auch die Übersichten der einzelnen Fähigkeiten, ab wann man mit was rechnen kann, ist sehr hilfreich und man beobachtet dadurch viel genauer was die Kleinen gerade lernen. Man hat als Mama sofort viel mehr Verständnis für schwierige Phasen und ich denke, dass ängstliche Mamas auch beruhigter sind, wenn sie wissen, dass es gerade ein Schub ist. Doch stimmen die Fähigkeiten mit den Schüben nicht wirklich überein. Sicherlich, jedes Baby entwickelt sich etwas anders, doch im Buch geht es sehr rasant zu, was die Erlernung neuer Fähigkeiten angeht. Zu rasant. Eines der größten Mankos aller Mamas, die dies Buch besitzen. Häufig las ich in Mamagruppen, dass Mütter verunsichert sind, weil die Kleinen eben noch nicht die Dinge aus dem Buch konnten. Auch meine Jungs hatten selbst mit 11 Monaten noch net alles aus dem 5. Monat drauf. Das kam erst im 13. Lebensmonat. Man darf sich eben auch von einem Buch nicht verrückt machen lassen. Jedoch merke ich, dass die Schubphasen tatsächlich hinkommen und meine Jungs zu der Zeit schlechter drauf sind. Und ich fand es tierisch interessant ungefähr zu wissen, was als nächstes kommt. Durchaus ein gutes Buch, wenn man sich nicht drauf versteift, was die Kinder wann können “müssen”, nur weil es im Buche steht.

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