Leserstimmen zu
Am Ende der Straße

Brian Keene

(0)
(1)
(1)
(2)
(0)
€ 8,99 [D] inkl. MwSt. | € 9,30 [A] | CHF 12,90* (* empf. VK-Preis)

Auf meinem Buch klebte ein roter Sticker, der einem einfach ins Auge sprang: Brian Keene ist der neue Richard Laymon. Dann aber nicht mit diesem Buch. Auch wenn mir Laymons Bücher oftmals sehr überspitzt daherkommen, mag ich sie einfach gern lesen, weil Horrorbücher nun mal zu meinen Liebsten gehören. Leider wurden mir in diesem Buch weder Horror noch spektakuläre Wendungen geboten, sondern einfach nur eine heruntergeschriebene Geschichte ohne besonders gewiefte Einfälle. Robbie, der Protagonist, versucht mit seiner Freundin Christy und seinem Nachbarn Russ die unheimliche Dunkelheit zu ergründen, während Walden's Bewohner langsam am Rädchen drehen. Zwischendurch gönnt man sich die ein oder andere Pause, um dann wieder die immer gleichen Fragen bezüglich der Finsternis zu stellen. Woher kommt sie? Sind wir die letzten lebenden Menschen? Was ist in dieser Schwärze? Auch wenn die Geschichte so ähnlich schon mal erzählt wurde (Der Nebel, Die Arena) fand ich die Grundidee trotzdem spannend, Menschen in Ausnahmesituationen zu erleben. Was mir hier geboten wurde, war aber einfach nur langweilig. Mein Fazit Ein ödes Buch mit einem unbefriedigenden Schluss. Hat mich leider die meiste Zeit nicht mitnehmen können.

Lesen Sie weiter

Kurzbeschreibung In Walden, einer gewöhnlichen Kleinstadt, senkt sich von einem auf den anderen Tag plötzlich eine Schwärze hinab und schottet sie von der Außenwelt ab. Jeder der versucht, die Stadt zu verlassen, verschwindet spurlos. Nur die Schreie sind zu hören. Als das Dunkel seine wahre Gestalt offenbart, geht’s für die Bewohner von Walden ums reine Überleben. Eindruck Wenn ich versuchen würde, den Roman in ein Genre zu stecken, so würde ich ihn als einen Roman beschreiben, der ein bisschen was von einem Mysterythriller hat. Aber eben nur ein wenig. Denn richtig gruselige Szenen sind weniger vorhanden, dafür schwebt aber von den ersten Seiten an, stets eine unheimliche Atmosphäre über die Handlung. Richtig viel Spannung baut sich allerdings nicht auf, eher wirkt der Verlauf über viele Seiten schleppend und die Dialoge oft zu abschweifend. Mich hat allerdings die Neugier vorangetrieben, denn ich wollte unbedingt wissen, woher die Dunkelheit kommt und ob die Bewohner es tatsächlich schaffen zu fliehen. Der Autor beschreibt zwar eskalierende Situationen, baut hier und da gewaltsame und eklige Szenen ein und trotzdem blieb das Gefühl, die Handlung wirke eher flach. Denn auch die Erklärung über die Entstehung der Dunkelheit, war zwar akzeptabel, wirkte aber nicht plausibel genug. Vielleicht lag dies auch an dem Schreibstil, auf den ich weiter unten näher eingehen werde. Figuren Leider konnte mit keiner der Personen, bis auf einem Obdachlosen, sympathisieren. Dabei waren die Figuren als solche, passend beschrieben und den Dialogen und der Handlungsweise angepasst. Sie wirkten aber eher flach und klischeehaft und mit zu wenig Tiefe ausgestattet. Nun ist es für eine Geschichte auch nicht unbedingt notwendig, die Figuren zu mögen, aber es nahm mir eben zusätzlich zum Schreibstil, etwas den Lesespaß. Schreibstil Ich denke, hier lag mein größtes Problem, denn der Schreibstil wirkte auf mich zu plump. Dialoge wurden unnötig in die Länge gezogen und waren oft wiederholend. Der Erzähler zählte sich selbst zuerst auf und auch eine bildhafte Beschreibung blieb meiner Meinung nach zu oft auf der Strecke. Fazit „Am Ende der Straße“ hatte zwar eine interessante Handlungsidee, konnte mich aber ihn der Umsetzung nicht überzeugen. Daran gebe ich zum größten Teil eben auch dem auf mich plump wirkenden Schreibstil die Schuld. Einzig die Neugier ließ mich die Geschichte bis zum Ende verfolgen, um danach festzustellen, dass sie für mich bis zum Schluss eher belanglos blieb und sie nicht lange in Erinnerung bleiben wird.

Lesen Sie weiter

Mittlerweile kann mich mich wohl ruhigen Gewissens als Keene-Fan bezeichnen. Bislang konnte mich jedes seiner Werke überzeugen und so ging ich natürlich auch mit einer gewissen Erwartungshaltung an “Das Ende der Straße” heran – wie der Erfahrung lehrt schon mal keine zwangsläufig günstigen Voraussetzungen, zumal es sich dieses Mal auch nicht um ein Produkt aus dem Hause Festa handelt. Schon nach ein paar Seiten wird jedoch klar, dass der Verlag nicht zwangsläufig etwas mit der Qualität eines Romans zu tun hat und so finden sich auch in “Am Ende der Straße” schnell die Keene-typischen Trademarks wieder, die mich schon bei den Büchern der Konkurrenz so überzeugen konnten. Der Autor entwickelt gewohnt schnell eine sehr dichte Atmosphäre, die den Leser gefangen nimmt und in diesem speziellen Fall noch einmal durch die (im wahrsten Sinn des Wortes) Auswegslosigkeit der Situation verstärkt wird. Passend dazu wird die Story in Form eines Notizbuches eines der Überlebenden erzählt, was noch einmal für einen gehörigen Stimmungsschub sorgt, löblicherweise aber nicht dazu führt, dass “Am Ende der Straße” trocken oder gar langweilig daher kommt. Zudem gibt es hier auch Bezüge zu anderen Werken aus der Feder des Autoren, die zwar nett zu lesen sind, aber in Bezug auf eine bestimmte Figur (den Hauptdarsteller aus “Eine Versammlung von Krähen“) zu einem ziemlich fiesen Spoiler werden können. Durch das Gefühl, dicht an den Protagonisten dran zu sein und quasi alles direkt mit zu erleben, stellt sich auch sehr schnell ein straffer Spannungsbogen ein, der stets zum weiterlesen motiviert. Leider muss man jedoch sagen, dass Keene zum Schluss seines Romans etwas die Puste ausgeht und man den Eindruck gewinnt, dass er eine Deadline im Nacken hatte oder ähnliches. Zumindest kommt es sehr unvermittelt und wirkt etwas wie über’s Knie gebrochen. Was die Figuren angeht hat man es in “Am Ende der Straße” mehr oder weniger mit den typischen Protagonisten eines Horrorbuches zu tun. Die durchaus bekannte Rollenverteilung wie auch die nicht übermäßig tiefgehende Charakterisierung der Figuren ändert jedoch nichts daran, dass es Keene sehr gut gelingt, sie dem Leser nahe zu bringen – und vor allem auch mit ihnen zu fiebern, was wohl aber zum Teil auch auf die Erzählweise der Geschichte zurück zu führen ist. Ein gelungener Kniff in jeder Hinsicht also. Stilistisch steht auch dieser Heyne-Roman den Festa-Pendants in nichts nach. Keene legt seinen typischen einfachen aber packenden Stil an den Tag, der für mich schon zu einer Art Markenzeichen für seine Veröffentlichungen geworden ist. Immer auf den Punkt, ohne lange zu zaudern und dabei auch nicht davor zurückschreckend, gerne mal etwas expliziter zu werden. Generell muss man aber sagen, dass “Am Ende der Straße” eher zu seinen ruhigeren Werken gezählt werden kann. Es geht ruhiger zur Sache, der Fokus liegt in diesem Werk eindeutig weniger auf Action denn auf Atmosphäre – was aber sehr gut gelingt. Fazit: “Am Ende der Straße” dürfte Freunde von Brian Keene nicht enttäuschen. Man hat es hier mit einem eher ruhigen, aber atmosphärisch sehr dichten Roman zu tun, der vor allem von seiner Erzählform lebt, welche den Leser sehr schnell tief in die Story hinein zieht. Abzüge in der B-Note muss man aber für das etwas gezwungen wirkende Finale geben.

Lesen Sie weiter

Meinung Ich muss gestehen, dass ich ein absoluter Schisser bin, was die Dunkelheit betrifft. Führt man sich das vor Augen so stellt sich die Frage, warum ausgerechnet ich mir solch ein Buch kaufe ;-) Als ich dieses Buch auf dem Wühltisch entdeckte, hatte ich bereits ein paar Thriller/Psychothriller hinter mir gelassen und suchte nach einem Buch, dass mich irgendwie "schockieren" würde. Ein Blick auf den Klappentext und ich dachte, ich hätte es gefunden. Jetzt, da ich es ausgelesen habe weiß ich, dass dem nicht so ist ;-) Das Buch war etwas anders, als ich es mir vorgestellt hatte. Das muss ja allerdings nichts Schlechtes bedeuten. Hat es auch nicht. Zu Beginn habe ich mein ganzes Augenmerk auf diese Dunkelheit gelegt und dachte, dass mich etwas wie ein Horrorfilm erwarten würde. Doch im Endeffekt war es eher eine Geschichte darüber wie Menschen sich in einer absoluten Ausnahmesituation verhalten würden. Natürlich war die Bedrohung durch die Dunkelheit allgegenwärtig und langsam aber sicher begann sie damit sich in die Köpfe der Menschen zu schleichen und sie böse "zu machen". Doch immer öfter ertappte ich mich wie ich mich selbst fragte "Wie hättest du reagiert? Hättest du dem Mann geholfen, der von anderen auf offener Straße gequält wurde oder hättest du es lieber vorgezogen dich im Schatten zu verstecken und zu hoffen, dass sie dich nicht entdecken würden?" Im großen und ganzen beinhaltet dieses Buch die Geschichte von Robbie, Christy, Russ und dem weiteren Nachbarn Cranston, die versuchen sich ihre Menschlichkeit zu erhalten und dem natürlichsten aller Urinstinkte zu folgen - überleben. Ich gestehe, dass ich dieses Buch nur am Tag gelesen habe. Sobald es anfing dunkel zu werden habe ich es an die Seite gelegt und mich etwas "leichterer" Lektüre gewidmet. Diesen Umstand schiebe ich allerdings eher auf die Tatsache, dass ich Angst im Dunkeln habe - so ein riesen Schocker wie vermutet war dieses Buch nämlich nicht. Es gab einige ekelhafte Beschreibungen von Dingen, die die Menschen taten - und auch sicher tun würden wenn ein vergleichbarer Fall eintreten würde - doch ein "OH MEIN GOTT"-Moment blieb aus. Durch den, als verrückt abgestempelten, Obdachlosen Dez erfährt man zum Ende des Buches, was es mit dieser Dunkelheit auf sich hat. Das eigentliche Ende hat mich allerdings enttäuscht. Ich mochte den Schreibstil von Brian Keene sehr und es ließ sich sehr flüssig lesen. Auch wenn mich dieses Buch nicht umgehauen hat war es sicher nicht mein letztes von dem Autor. Fazit Ich empfehle dieses Buch jedem, der eine Geschichte über Menschen in absoluter Anarchie lesen möchte. Wer allerdings einen "Horror-Schocker" sucht, sollte die Finger von diesem Buch lassen.

Lesen Sie weiter