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Leserstimmen (46)

Tammy Cohen: Während du stirbst

Während du stirbst Blick ins Buch

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€ 9,99 [D] inkl. MwSt.
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Taschenbuch, Klappenbroschur ISBN: 978-3-7341-0219-6

Erschienen: 16.11.2015
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: eBook (epub), Hörbuch Download

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�� ✎ Tammy Cohen - Während du stirbst

Von: Mademoiselle Cake Datum : 17.06.2017

mademoiselle-cake-liest.blogspot.it/

Ich habe mit Allem gerechnet - aber nicht damit!

Eigentlich wollte ich "Während du stirbst" nur mal so nebenbei lesen.
Mein liebstes Genre sind Psychothriller und ich bin stets auf der Suche nach wirklich, wirklich guten dieser Art. Leider ist es sehr schwierig, diese ausfindig zu machen und so war ich gespannt, was mich erwartet, hatte jedoch keine hohen Anforderungen.

Direkt zum Anfang wurde mein Nervenkostüm auf die Probe gestellt. Spannung pur. Die Nerven waren zum Zerreißen gespannt. Ich wusste nicht, wo vorne und hinten ist. Ich war einfach gefesselt. So einen mega guten Thriller hatte ich seit Ewigkeiten nicht mehr gelesen. Es gab alles, was für mich einen Psychothriller ausmacht.

Und dann kam der zweite Teil.

Ich war geschockt. All die Momente, in denen ich vor Anspannung die Luft anhielt, waren wie weggeblasen. Von Gänsehautmomenten konnte keine Rede mehr sein. Der Ballon war zerplatzt.

Ich kam mir ein wenig veräppelt vor.

Je weiter ich der Geschichte jedoch folgte, desto besser gefiel sie mir. Die Autorin bricht aus Mustern aus, folgt keiner allgemeinen Linie, zieht ihr Ding durch und überrascht damit auf ganzer Strecke. Selbst am Ende gibt es nochmals mehrere Wendungen, die ich ihr hoch anrechne.

Leicht zu lesen durch einen lockeren Schreibstil war ich in kürzester Zeit durch das Geschehen geflogen. Hier und dort gab es für mich ein paar Eckpunkte, die ich im Gesamten jedoch hinten runterfallen lasse, da sie für mich nicht ins Gewicht fallen.

Ich finde es richtig toll, dass Tammy Cohen aus dem Mainstream ausgebrochen ist und diesen Psychothriller gezaubert hat. Ich kann ihn nur weiterempfehlen! Gerade wenn man mal etwas lesen mag, was einen in die Abgründe der menschlichen Psyche zieht.

Das zweite Buch von ihr ist bereits in meinem Besitz - und ich hoffe, sie enttäuscht mich nicht, denn sie hat sich die Messlatte mit ihrem Debüt selbst sehr hoch gelegt.

©2017

Während du stirbst

Von: Mel aus Hiddenhausen Datum : 19.01.2017

lesezauber.net

Okay, die liebe Jessica Gold hat eine Knopfphobie. Leider fällt diese anscheinend sehr wichtige Informationen für den Leser im Laufe der Handlung nicht ins Gewicht. Denn die liebe Jessica, wie auch ihr Entführer waren die ganze Geschichte über recht farblos und austauschbar für mich, da half auch die überraschende Wendung im 2. Teil nicht mehr.

Die Personen reagierten oftmals wirr und weltfremd, das Ende war für mich auch nicht zufriedenstellend. Hier wurde ein Buch mit einer guten Idee begonnen und dann mit einer langweiligen Handlung weitergesponnen.

Mein Fazit

Langweilig und ärgerlich. Guter Ansatz, die Geschichte verliert sich aber in Belanglosigkeiten. Kein Thriller, eher ein Psychodrama.


Eklige und schockierende Momente..

Von: Svenja Datum : 01.01.2017

the-bookthief.blogspot.de/

Jessica Gold will eigentlich nur letzte Weihnachtseinkäufe erledigen als sie in Dominic Laceys Hände gerät, getrieben durch ihre Unzufriedenheit in ihrer Beziehung mit Travis, lässt sie sich auf Dominics Schmeicheleien ein und geht mit ihm nach hause.
Dominic denkt nicht mehr daran sie gehen zu lassen und Jessica merkt schnell, dass Dominic diese Tat genaustens geplant hat, an jedem Tag hat er ein Geschenk für sie, zwölf insgesamt und jedes dieser Geschenke zeigt ihr mehr von seiner Persönlichkeit, eines ist grausamer als das andere und Jessica weiß, das letzte Geschenk bedeutet ihren Tod...

Gestaltung:
Ich mag das Cover ziemlich gern, vor allem auch die Prägung der Schleife. Natürlich ist es insgesamt sehr schlicht, aber es sind hier die kleinen Details die meine Neugierde geweckt haben. :)

Meinung:
Wie ihr in meinem letzten Post lesen konntet, sitzt derzeit eine riesige Flaute auf meinen Schultern herum, im letzten Jahr habe ich mir Während du stirbst gekauft und hab ertst viel später mitbekommen, dass diese Geschichte an Weihnachten spielt und hab es allein deswegen erst einmal subben lassen. Nun war Weihnachten da und ich hab einfach mal danach gegriffen in der Hoffnung, dass vielleicht ein Psychothriller, meine Neugierde packen würde und tatsächlich habe ich es geschafft dieses Buch in nur drei Tagen zu beenden. Ob das nun die Heilung meiner Flaute ist weiß ich nicht, das will ich noch nicht mal hoffen aber es ist ein tolles Gefühl endlich mal wieder mit Freude, Spannung und Erwartung gelesen zu haben und immer zu zum Buch greifen zu wollen (und zwar weil das Buch spannend ist und nicht weil das schlechte Gewissen einen plagt). :D

Das Buch hat mich wirklich schnell gefesselt, zu einem erleben wir Jessica in ihrer Gefangenschaft aber auch die Suche nach ihr und das Leben der Ermittlerin Kim ist ein wichtiger Bestandteil des Buches. Ich fand Jessica sehr interessant, sie ist von Anfang an ein eher undurchsichtiger Charakter und ich mochte es sehr sie auf der einen Seite von sich selbst reden zu hören und dann zu sehen wie ihr Umfeld sie wahrgenommen hat, das hat mich sehr interessiert, so dass ich gar nicht allzu traurig war, dass es insgesamt doch ein bisschen dauert bis die Sache mit Dominic gestalt annimmt und man erfährt was es mit diesen Geschenken auf sich hatte.
Was sich dahiner verbarg hat mir ebenfalls sehr gut gefallen, letztendlich war es anders als ich dachte, denn die Geschenke die er Jessica macht zeigen eigentlich nur Teile aus seiner Vergangenheit, aber das ist alles sehr gekonnt inszeniert und was man dadurch von ihm erfährt und was das gleichzeitig für Jessica bedeutet, hat mich wirklich sehr angeekelt und schockiert, so dass ich diese Geschenke insbesondere auf der psychischen Ebene absolut heftig und widerwärtig fand.
Dadurch ist aber auch Dominic ein Protagonist der mein Interesse geweckt hat, auch wenn ich ihn immer nur sehr schwer aushalten konnte aber ihn zu analysieren war furchtbar spannend.

Den Teil mit Kim der Ermittlerin war dann eine Sache für sich, sie als Protagonistin mochte ich ebenfalls sehr, aber ihr Privatleben spielt ebenfalls eine große Rolle denn sort steht sie kurz vor einer Scheidung weil ihr Ehemann nicht damit klarkommt, dass sie Überstunden leisten muss. Es ist immer ein schwieriges Thema für mich, weil ich es immer sehr bescheiden finde wie viel Zurückhaltung gerade von Müttern verlangt wird die gerne Arbeiten gehen und auch beruflich was erreichen wollen und immerzu lesen zu müssen, ich komme zurück wenn du deinen Job aufgibst fand ich wirklich beschissen, vor allem weil das ganze Umfeld ihren Mann zugestimmt hat. Das hat mich wirklich genervt und ich konnte das ganze auch nur schwer nachzuvollziehen und für die eigentliche Story war es auch gar nicht wichtig und es hat Kim auch nicht zu einer besseren oder schlechteren Ermittlerin gemacht, von daher hätte ich es schön gefunden wenn die Autorin einen anderen Weg gewählt hätte um Kim mir näherzubringen.

Natürlich gibt es nur noch selten Thriller in denen der Autor nicht versucht den Leser mit fiesen Wendungen zu überraschen, von daher sind auch diese ein Teil davon und auch wenn ich mir ein Bruchstück davon schon erdacht hatte, so gab es doch so viele Details die ich wirklich sehr geschickt fand und die mich überraschen konnten. So dass ich insgesamt sehr beeindruckt war von dem Plottwist der sehr gut funktioniert hat und wunderbar herausgearbeitet war. Nicht jeded Detail hat meinen persönlichen Geschmack getroffen, aber das war für mich okay und mit dem Ende hab ich sehr gut leben können, weil ich immerzu darauf gehofft habe.^^

Fazit:
Insgesamt bietet das Buch eine tolle Handlung, die mich gefesselt, angewidert und für sich eingenommen hat, es wurde zu einem Pageturner dem ich mich nur schwer entziehen konnte und die Protagonisten kamen mir unheimlich nahe, manchmal zu nahe. Und auch wenn mir nicht jeder Geniestreich der Autorin gefallen hat, war es alles im allem ein Thriller der feinen Sorte.

"Psychodrama" passt besser!

Von: Ashleys Thrillerkabinett Datum : 28.12.2016

ashleysthrillerkabinett.wordpress.com

Protagonisten:

Jessica Gold ist ein Mensch der etwas anderen Art… Sie hört Stimmen, hat Probleme mit zwischenmenschlichen Beziehungen und kann generell das Verhalten anderer nicht nachvollziehen. Sie ist zwar hochintelligent, doch auch sehr naiv und unsicher.

Dominic Lacey ist ein gutaussehender Sadist, der gerne Macht über Menschen (bevorzugt Frauen) ausübt. Er ist manipulativ und besitzergreifend.

Meine Meinung:

Das Buch hat ein gutes Format. Die Schriftgröße sowie der Zeilenabstand erleichtern einem die langen Absätze und das Lesegefühl wird dadurch sehr angenehm. Der Schreibstil ist flüssig lesbar.

Das Buch wird untergliedert in Teil 1 und Teil 2. In Teil 1 geht es primär um die Erzählung des Martyriums, welches Jessica durchleiden musste, und in Teil 2 dann quasi um die Auflösung und die Vorgeschichte.

Leider war das Buch für mich zum gößten Teil eher langweilig. Die paar spannenden Momente sind an einer Hand abzuzählen und generell wirkte das Gesamtpaket auf mich nicht authentisch. Jedoch muss ich sagen, dass ich in den Spannungsmoment auch mal mitgefiebert habe und auch gewisse Aspekte der Story, die aber der Fantasie überlassen werden, bei mir Unbehagen ausgelöst haben. Eine klasse Wendung, die eine logische Erklärung darstellt, wird zum Glück auch geboten; was das Buch wenigstens etwas aufwertet.

Die Charaktere waren alle durchweg sehr unsympathisch und nervig. Ich konnte mich in ihre Handlungen und Aussagen einfach nicht hineinversetzen, da diese meist unlogisch in meinen Augen waren. Besonders nervtötend empfand ich das Selbstmitleid der Ermittlerin Kim (worum sich gefühlt das halbe Buch dreht) und die Naivität von Jessica, weswegen ich auch kein Mitleid für sie empfinden konnte.

Hinter der Story steckt eine gute Idee, leider harpert es gewaltig an der Umsetzung. Hier ist zwar das „Psycho“ gegeben, leider jedoch kein „Thriller“… die Deklaration „Psychodrama“ würde es wohl besser treffen! Durch die gähnende Langeweile, die 2/3 des Buches herrscht, und der Antisympathie den Charakteren gegenüber, sowie der fehlenden Authenzität des Gesamten, kann ich leider nur 2/5 Sternen geben!

Starker Anfang, schwaches Ende.

Von: Schattenkämpferin Datum : 10.07.2016

www.schattenwege.net

Als die eher unscheinbare Jessica während ihrer Weihnachtserledigungen in einem Kaufhaus vom charismatischen Dominic angesprochen wird, fühlt sie sich zunächst sehr geschmeichelt. Obwohl ihr Bauchgefühl ihr deutlich davon abrät, lässt sie sich von ihm umwerben und steigt schließlich zu ihm ins Auto. Mit spätestens diesem Schritt besiegelt sie ihr Schicksal, denn Dominic ist alles andere als ein netter Mann. Er schleppt Jessica in seine Wohnung, wo sie in den nächsten zwölf Tagen verschiedene Grausamkeiten und Erniedrigungen über sich ergehen lassen muss. Doch Dominic bemüht sich zeitgleich auch, ein guter Gastgeber zu sein. Jeden Tag bekommt Jessica ein Geschenk von ihm überreicht, von denen jedes einzelne eine besondere Bedeutung für den jungen Mann zu haben scheint und zu welchen es immer eine eigene Geschichte gibt. Jessica wird mit jedem Tag bewusster, dass das dicke Ende mit dem letzten Geschenk kommen wird – und dass ihr die Zeit davonläuft …

Einen Thriller geschickt zu verpacken ist wenigstens eine genauso schwierige Aufgabe wie das Schreiben desselben. Mit "Während du stirbst" (OT „Dying For Christmas“) hat der Blanvalet-Verlag in dieser Hinsicht alles richtig gemacht – schlichtes Cover, ansprechender Titel und vor allem ein reißerischer Klappentext, auch wenn Letzterer vielleicht ein bisschen zu dick aufträgt und der Inhalt des Buches tatsächlich nicht ganz so schrecklich ist wie angekündigt. Dennoch reichen diese Komponenten, um den Leser zum Buch greifen zu lassen, und schon die ersten Seiten beweisen, dass man sich als Genre-Fan richtig entschieden hat. Tammy Cohen zögert sich lange, sondern begibt sich mit der Protagonistin sofort ins Geschehen. In einer tagebuchähnlichen Erzählweise erfährt der Leser nicht nur von Jessicas Begegnung mit ihrem charismatischen Entführer, sondern auch von ihrem Martyrium. Dabei versteht die Autorin es nahezu perfekt, Dominics Handlungen anschaulich zu beschreiben, ohne dabei zu sehr ins verstörende Detail zu gehen. So gelingt es ihr, den Leser zu fesseln und durch die Seiten zu jagen, gemeinsam mit Jessica zu leiden und zu fiebern, ob und wie sie es aus den Fängen des Psychopathen schaffen kann. Unterbrochen werden diese an ein Tagebuch erinnernden Erzählungen durch eingeschobene Einblicke in die Ermittlungsarbeit von Polizistin Kim, die neben diesem Fall auch privat noch einige Baustellen zu bearbeiten hat. Leider behält man während der kompletten Geschichte den Eindruck, dass das Privatleben lediglich ein Versuch ist, das Geschehen weiter aufzubauschen und unnütz in die Länge zu ziehen, denn für den Aufbau sind diese Augenblicke völlig überflüssig.

Ähnlich überflüssig scheint auch der Bruch in der Geschichte zu sein, als Jessica schließlich aus ihrem Gefängnis ausbrechen kann und bei der Polizei gebeten wird, alles aufzuschreiben. Denn mit Beginn der anschließenden Ermittlungsarbeiten kommen zahlreiche Ungereimtheiten ans Licht, die irgendwie nicht so ganz ins Bild passen wollen. Für den Leser ist leider viel zu schnell klar, was am Ende des Buches stehen wird, denn obwohl Tammy Cohen sich redlich Mühe gibt, alles in ein gutes Zusammenspiel zu packen, wirkt der Teil nach Jessicas Flucht viel zu konstruiert – und an vielen Stellen leider auch unglaubwürdig. Als Leser fragt man sich, wie man sich als gestandene Polizistin derart verarschen lassen kann und ob es tatsächlich Menschen gibt, die so naiv und leichtgläubig sein können. Im Grunde gibt es im ganzen Buch nur zwei Charaktere, die tatsächlich interessant waren – zum einen Dominic, über den man lediglich aus Jessicas Erzählungen ein wenig mehr erfährt; und zum anderen jemand, den hier zu nennen wahrscheinlich unter Spoilern fallen würde.

Insgesamt lässt sich wohl sagen, dass "Während du stirbst" unglaublich stark anfängt, die Spannung auch relativ lange aufrecht erhalten kann, jedoch spätestens im Laufe der ersten ernsten Gespräche zwischen Jessica und Kim sehr nachlässt. Leider schafft es der zweite Teil auch nicht, das Ruder wieder herum zu reißen und an das Lesevergnügen des ersten Abschnittes anzuknüpfen. So bleibt der Leser trotz des vielversprechenden Einstiegs am Ende doch etwas enttäuscht zurück und fragt sich, ob hier ein frühzeitiges Abbrechen nicht doch besser für diesen Thriller gewesen wäre.

Fazit:

"Während du stirbst" lässt den Leser sehr zwiegespalten zurück. Denn während Tammy Cohen im ersten Teil alles liefert, was einen richtig guten Psycho-Thriller ausmacht, wirkt der zweite Teil fast so, als hätte ihn jemand anderes geschrieben. Ein kompletter Bruch in der Geschichte, der mit nahezu jeder Seite unglaubwürdiger wird. Auch wenn letztlich alle roten Fäden irgendwie zusammenfinden, macht dieser wirre, konstruiert wirkende zweite Abschnitt leider das positive Lesegefühl zu einem großen Teil kaputt. Trotzdem sei dieser Thriller eingefleischten Genre-Fans ans Herz gelegt, denn mit überraschenden Wendungen weiß er definitiv zu fesseln und zumindest zum größten Teil zu überzeugen.

Wertung: dreieinhalb von fünf Schwertpaaren

Handlung: 4 / 5
Charaktere: 3.5 / 5
Lesespaß: 3 / 5
Preis/Leistung: 3.5 / 5

Die Handlung plätscherte vor sich hin ...

Von: Lesenlieben Datum : 02.03.2016

https://lesenlieben.wordpress.com/


Obwohl ich eigentlich kein großer Fan von Psychothrillern bin, habe ich dieses Buch trotzdem gekauft. Das tolle Cover, als auch der Titel und Klappentext haben mich neugierig gemacht und ich musste das Buch einfach lesen. Vorne weg direkt: Ich habe das Buch auf Seite 160 abgebrochen.
Zu Beginn war die Geschichte irgendwie noch ganz reizvoll, ich war gespannt, wie es dazu kommt, dass Jessica entführt wird und was es mit den Geschenken, die sie bekommt auf sich hat. Mir standen an einer Stelle auch kurzzeitig die Nackenhaare zu Berge, als Dominic Jessica küsst und ihr sagt, dass sie keine Angst haben müsse, er würde die Situation nicht ausnutzen. «<Sex ist nicht so mein Ding.>», sagt er. Und das aus dem Mund eines Mannes. Spätestens da wusste ich, dass Dominic Lacey, salopp gesagt, ein Psycho ist.
Das war aber auch die einzige Stelle auf den ersten 160 Seiten, die mich “zusammenschrecken” ließ. Ansonsten plätscherte die Handlung so vor sich hin. Am meisten gestört hat mich, dass Jessica, als sie noch die Chance gehabt hätte, sich zu wehren bzw. abzuhauen es einfach nicht getan hat. Sobald sie den ersten Schritt in Dominics Wohnung setzte, wusste sie, dass irgendwas nicht stimmt und das sie schleunigst wieder gehen sollte. Aber anstatt die Beine in die Hand zu nehmen und aktiv zu werden, zu kämpfen o.ä. verhält sie sich passiv und fragt ihn nach ihrer Handtasche oder sagt ihm lediglich, das sie gehen sollte.
Auch im Verlauf der Handlung verhält sie sich sehr passiv und macht brav alles, was er sagt. Sie ist zwar Vegetarierin, aber als er ihr Fleisch vorsetzt und sie “bittet” es zu essen tut sie es. Auf den ersten 160 Seiten passiert meiner Meinung nach auch nicht sonderlich viel. Er lockt sie in seine Wohnung, isst mit ihr gemeinsam, guckt mit ihr zusammen Filme, setzt sich mit ihr auf den Balkon oder spielt Gesellschaftsspiele mit ihr und kettet sie abends in ihrer Hundehütte an.

Ich habe das Buch jetzt erstmal in eine Kiste gepackt und werde ihm vielleicht im Sommer nochmal eine Chance geben. Mir hat einfach die Spannung gefehlt und es gab keine Anreize das Buch weiterzulesen.

Während du stirbst

Von: Eskimo Datum : 25.01.2016

www.dvd-fan.net

„Während du stirbst“ ist der erste Thriller von Tammy Cohen und ich bin, das kann ich schonmal verraten, total begeistert.
Das Buch ist in zwei Teile unterteilt und die Story wird aus zwei unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Da ist zum einen Jessica Gold, die Hauptprotagonistin, eine absolut durchschnittliche Frau und etwas verpeilt, die allerdings auch psychische Probleme hat. Jessica wird von einem sehr gut aussehenden Mann im Cafe angesprochen und sie begleitet ihn in seine Wohnung. Dass das ein riesen Fehler ist und es die 12 schlimmsten Tages ihres Lebens werden, ahnt sie nicht. Des Weiteren wird aus der Sichtweise von Kim erzählt, einer Polizistin, die alles für die Beförderung macht. Ihre Familie bleibt dabei auf der Strecke und es scheint so, als sei ihr die Karriere wichtiger als die beiden Kinder und ihr Mann.

Das Buch beginnt mit dem Satz „Es kann gut sein, dass ich schon tot bin, wenn sie das hier zu Ende gelesen haben.“ Diese ersten Wörter wecken die Neugierde beim Leser. Ich muss sagen, man wird wirklich nicht enttäuscht. Die Spannung hält sich das gesamte Buch über, es kommen Wendungen vor, mit denen ich nie gerechnet hätte. Die Autorin hat zudem die Figuren sehr gut heraus gearbeitet. Man lernt Jessica Gold gut kennen, fühlt ihre Qualen und durchlebt die schlimmsten Tage ihres Lebens mit ihr. Der Leser befindet sich mittendrin im Geschehen. Ich konnte zudem sehr gut nachvollziehen, warum sie mit dem attraktiven Mann mitgegangen ist. Auch Kim wurde sehr gut beschrieben und so konnte ich mich auch in ihre Lage perfekt hinein versetzen und vollkommen verstehen, dass ihr ihre Karriere wichtig ist und sie etwas in ihrem Leben erreichen möchte, auch wenn ich zum Teil anders gehandelt hätte. Das alles führte dazu, dass ich das Buch ziemlich schnell ausgelesen hatte.

Fazit: „Während du stirbst“ von Tammy Cohen ist ein grandioser Debut-Thriller mit reichlich Spannung, die sich über die ganze Zeit zieht, vielen Wendungen und interessanten Charakteren. Jedes Mal, wenn man sich nur annähernd sicher ist, wie dieses Buch weitergeht, wird man aufs neue überrascht. Grandios! Absolute Kaufempfehlung!!!

Tammy Cohen – Während du stirbst (Blanvalet) +++Rezension & Interview+++

Von: Christian Funke Datum : 19.01.2016

www.wewantmedia.de/

Tammy Cohen
Während du stirbst
(Blanvalet)


"Sehr wahrscheinlich werde ich TOT sein, bevor Sie das hier zu Ende gelesen haben."

Drei Dinge gibt es über Jessica Gold zu wissen: Sie ist neunundzwanzig Jahre alt, sie hat eine Knopfphobie, und sie wurde entführt. Von einem Fremden, der sie zwölf Tage lang in seiner Wohnung gefangen hält, sie mit perfiden Grausamkeiten quält, sie angekettet in einer Hundehütte am Fuß seines Bettes schlafen lässt. Und jeden Tag überreicht er seinem Opfer ein Geschenk – eines grausamer als das letzte –, bis Jessica am zwölften Tag sicher weiß: Der Mann wird sie töten. Doch Jessica hat ein Geheimnis, von dem niemand etwas ahnt…

Tammy Cohen arbeitet als freie Journalistin für verschiedene Zeitschriften und Magazine, u.a. für »Cosmopolitan« und »Woman and Home«. Auch wenn sie das Schreiben fiktionaler Texte erst spät für sich entdeckte, hat sie bereits vier Romane veröffentlicht. Sie lebt mit ihrem Partner, ihren drei (fast) erwachsenen Kindern und einem sehr ungezogenen Hund im Norden Londons.

© Blanvalet & Woman & Home/Liz McAulay

Meinung zur Veröffentlichung:

Jessica Gold ist eine junge, psychisch labile Frau, die von einem attraktiven jungen Mann namens Dominic kurz vor Weihnachten im Café angesprochen wird. Doch Dominic erweist sich als sadistischer Psychopath, der sie entführt, um sein perfides Spiel mit ihr zu treiben… Mehr will ich hier jedoch nicht verraten, denn das würde den Spaß verderben.

Genau von diesen Überraschungsmomenten lebt der neue Roman Während du stirbst der Autorin und Journalistin Tammy Cohen. Die Geschichte startet ohne einen großen Vorlauf, so dass man als Leser direkt ins Geschehen gezogen wird. Gegliedert in zwei Teile erleben wir hier den Part der vor und während der Gefangenschaft spielt, während Teil zwei die Zeit danach behandelt. Der Autorin gelingt dabei ein unglaublicher Spannungsaufbau und zahlreiche inhaltliche Wendungen, die selbst Vielleser überraschen dürften. Hier allerdings liegt jedoch auch der Haken, denn einige der Twists wirken ziemlich konstruiert und fügen sich nur schwer in die an sich stimmige Grundgeschichte ein. Dadurch fällt der zweite Teil des Buches meiner Meinung nach inhaltlich etwas ab. Letztendlich ist der Gesamteindruck jedoch auf positive Weise herrlich böse und gut lesbar!

Während du stirbst erscheint als Taschenbuch mit geprägter Klappenbroschur in einer Übersetzung von Bernd Stratthaus bei Blanvalet (Originaltitel: Dying for Christmas, 416 Seiten, €9,99). Zudem sind aber auch das Hörbuch zum Download und das eBook erhältlich.

Während du stirbst ist ein unglaublich stark beginnender Thriller, der dieses hohe Niveau zwar nicht komplett halten kann, aber solide und wendungsreich zu unterhalten vermag.

Interview mit Tammy Cohen zu »Während du stirbst«

Wussten Sie, dass Tammy Cohen unter einer Knopfphobie leidet?

Liebe Tammy Cohen, wollen Sie uns etwas aus Ihrem Leben erzählen?

Ich bin in Ibadan, Nigeria, zur Welt gekommen, wo mein Vater, ein Ethnologe, Feldstudien betrieb. Obwohl ich schon nach ein paar Wochen nach Großbritannien zurückkam, war ich hocherfreut, als ich mich vor kurzem auf Goodreads auf einer Liste der besten nigerianischen Schriftsteller wiederfand. Man nimmt, was man kriegen kann! Abgesehen von dem ein oder anderen Jahr, das ich im Ausland verbrachte, wenn mein Vater gerade ein Freisemester hatte – ich bin sowohl in Sierra Leone als auch in Kalifornien zur Schule gegangen, kenne also die ganze Bandbreite dessen, was man in seiner Ausbildung erleben kann –, bin ich zum überwiegenden Teil im Großraum London aufgewachsen. Der Fixpunkt meiner Teenagerzeit war die letzte U-Bahn, die noch nach Hause fuhr. Nachdem ich in Manchester Amerikanistik studiert hatte, und zwar ausschließlich aus dem Grund, damit ich ein Jahr in den USA verbringen konnte, arbeitete ich ein Jahr lang als Englischlehrerin in Spanien. Zurück in London nahm ich einen Job als Sekretärin an und schrieb nebenher journalistische Artikel, die ich dem Zeitschriftenverleger um die Ecke zukommen ließ. An dem Tag, an dem der erste dieser Texte angenommen wurde, ließ ich meinen Job sausen und erklärte mich zur freiberuflichen Journalistin, und das blieb ich im Großen und Ganzen für die folgenden zwanzig Jahre. Ich schrieb weiter Artikel für überregionale Zeitschriften und Zeitungen, bevor ich mich ans Bücherschreiben wagte – zuerst nur Sachbücher, schließlich aber auch Romane. Heute lebe ich mit meinem Partner, drei (fast) erwachsenen Kindern und einem sehr schlecht erzogenen Hund im Londoner Norden. Wir haben alle zusammen auch mal im Ausland gelebt – vier Jahre in Spanien –, und bis heute lebe ich mit der Furcht, dass die Leute das herausfinden und mich irgendwas auf Spanisch fragen könnten, das ich peinlicherweise immer noch sehr schlecht spreche. Wenn ich nicht gerade schreibe – oder vielmehr: wenn ich mal wieder beim Schreiben versage –, lese ich für gewöhnlich, esse indische oder libanesische Speisen oder zerre den Hund zu einer weiteren nutzlosen Trainingsstunde.

Warum haben Sie sich entschieden, Schriftstellerin zu werden?

Ich habe mich im Alter von ungefähr fünf Jahren entschlossen, Autorin zu werden, also ist es eigentlich lächerlich, dass ich dann noch vierzig Jahre gebraucht habe, um dieses Ziel zu erreichen.

Woher nehmen Sie die Inspiration für Ihre Romane?

Ich plündere schamlos die Lebensgeschichten meiner Freunde für meine Geschichten aus – sie pflegen inzwischen ihre Anekdoten mit folgenden Worten zu beenden: „Und wehe, das taucht in einem von deinen Büchern wieder auf!“ Viele Ideen finde ich auch in Zeitungen. Ich bin immer auf der Suche nach besonderen oder eigenartigen Geschichten. Ein großer Teil der Kriminalliteratur scheint den Realitätssinn der Lesenden hart auf die Probe zu stellen, doch ich bin eigentlich der Meinung, dass die Realität selbst oft tausend Mal unglaublicher ist.

An welcher Geschichte arbeiten Sie zurzeit?

Gerade habe ich ein neues Buch begonnen. Ich habe eine Grundidee und spiele ein bisschen mit ihr herum, versuche ihr irgendeinen Lebensfunken einzuhauchen. Ich wünschte, ich wäre eine dieser Autorinnen, die die ganze Handlung auf Millionen kleiner Post-its ausbreiten, bevor sie zu schreiben beginnen, doch meine Bücher entwickeln sich sehr viel organischer, indem ich mit einer bestimmten Situation oder Szene beginne und dann schaue, was sich aus ihr ergibt. Mein neues Buch wird ein Psychothriller, in dem sehr düstere Sachen passieren, doch mehr kann ich im Moment noch nicht verraten.

Wer sind Ihre Lieblingsautoren?

Ich habe Joseph Heller Catch-22 als Teenager gelesen, und ich breche immer noch vor Lachen zusammen, wenn ich es lese, obwohl das irgendwie nicht political correct ist. Ich bin voller Ehrfurcht für Autorinnen wie Anne Tyler und Ann Patchett, die es schaffen, Charaktere mit Fehlern und in schwierigen Situationen, dabei aber immer noch mit viel Herz und Wärme zu beschreiben. Donna Tartts Bücher sind wie Naturgewalten – sie saugen dich ein, tragen dich irgendwohin, spucken dich am Ende wieder aus, und man ist sich nie sicher, was eigentlich passiert ist, weiß aber, dass es auf jeden Fall großartig war.

Welche Bücher haben Sie kürzlich gelesen?

Ich habe Louise Doughtys Ein Schritt zu weit geliebt, das sowohl ein toller Kriminalroman als auch wunderbar geschrieben ist. Emily St. John Mandels Das Licht der letzten Tage und Miriam Toews‘ All My Puny Sorrows fand ich ergreifend, zugleich sind es aber auch lebensbejahende Bücher (und in Toews‘ Fall außerdem noch zum Brüllen komisch), was eine sehr schwierige und große Leistung ist. Dieses Jahr habe ich außerdem noch Elena Ferrante, die geheimnisvolle italienische Autorin, für mich entdeckt und ihre Neapel-Serie verschlungen. Ich liebe außerdem sehr Patrick Gales A Place Called Winter – das ist Geschichtenerzählen auf höchstem Niveau.

Was ist Ihr Lebensmotto?

Als jemand, der von Natur aus faul ist und gern in einen Trott verfällt, muss ich mich immer wieder daran erinnern, etwas zu tun, zu handeln, zu verändern, also wiederhole ich mir selbst gegenüber – fast wie ein Mantra – die Worte der Dichterin Mary Oliver: „Sag mir, was du tun willst/Mit deinem einen wilden Leben?“ Etwas an diesen Zeilen treibt mich dazu an, mich immer weiter anzustrengen.

Was tun Sie, wenn Sie nicht schreiben?

Ich treffe mich mit Freunden – esse, trinke Rotwein, gehe spazieren, lese viel und habe eine Tendenz, exzessiv TV-Serien wie Breaking Bad oder House of Cards zusammen mit meiner Tochter anzuschauen.

Fünf Dinge, die wir noch nicht von Ihnen wussten …

1. Ich habe in einem Jugendorchester Horn gespielt.
2. Ich habe eine Knopfphobie.
3. Ich hatte mal eine Phase, in der ich nur gelbe oder orange Lebensmittel zu mir genommen habe.
4. Mir ist mal ein Reifen auf einer Schnellstraße geplatzt, und das Auto landete auf dem Dach. Eine Packung Babyreis platzte dabei, sodass weiße Flocken durch die Luft schwirrten und mein Partner Michael mich fragte: „Sind wir im Himmel?“
5. Ich hatte mal eine wöchentliche Zeitschriftenkolumne über das Familienleben – sie hieß „Tammys verrückte Welt“ –, bis meine Kinder alt genug waren, um sich dagegen zu wehren, im Grunde wöchentlich in einem Druckerzeugnis zum Deppen gemacht zu werden.

Wie würden Sie Ihren Roman Während du stirbst in einem Satz beschreiben?

Eine junge Frau wird beim Weihnachtseinkauf gekidnappt und von einem Mann gefangen gehalten, der ihr zwölf Geschenke macht – eins für jeden Tag der Weihnachtszeit –, von denen eines verstörender als das andere ist.

Was war für Sie die Inspiration zu diesem Roman?

Meine Lektorin fragte mich, ob ich irgendwelche Ideen für einen Roman mit einem Weihnachtsthema hätte, und ich musste sofort daran denken, wie toll es wäre, das traditionelle gemütliche Bild von Weihnachten zu nehmen und es in etwas Furchterregendes zu verwandeln. Es gibt also einen Weihnachtsbaum mit zwölf wunderschön eingewickelten Geschenken darunter, doch die Leser wissen, dass in jedem dieser Geschenke etwas steckt, was sie wirklich, wirklich nicht sehen wollen.

Wer ist Ihre Lieblingsfigur in dem Buch und warum?

Auf die Gefahr hin, dass die Leute von nun an die Straßenseite wechseln, wenn sie mir begegnen, muss ich sagen, dass Dominic Lacey meine Lieblingsfigur ist. Ich hatte noch nie zuvor aus der Sicht eines Psychopathen geschrieben und keine Ahnung, wie viel Spaß das macht. Dominic ist gebrochen und gefährlich und kennt überhaupt kein Mitgefühl, doch er ist auch charmant und sich selbst gegenüber immer aufrichtig. Er kennt keine Grenzen, das macht ihn zu einem Traum für jeden Autor.

Welche Szene war am schwierigsten zu schreiben?

Für mich war es am schwierigsten, über eine junge Frau zu schreiben, die von einem sexuellen Sadisten gefangen gehalten wird, und dabei den anspruchsvollen Balanceakt zu meistern zwischen dem zu unterscheiden, was Grusel erzeugt, und dem, was einfach nur noch grenzüberschreitend und ausbeuterisch ist. Trotz des Themas gibt es im gesamten Buch keine Beschreibungen von sexueller Gewalt, weil es schwer ist, sich nicht als Voyeurin zu fühlen, wenn man sie schreibt oder auch liest. Ich musste gewährleisten, dass Dominics Sadismus durch seine totale Herrschaft über alle Aspekte von Jessicas Leben herüberkommt – die Dinge, die er sie zu essen und zu tragen zwingt, und die Psychospielchen, die er mit ihr spielt –, ohne dass ich dafür auf explizite Gewaltszenen zurückgreifen musste.

Welche Leser, glauben Sie, werden Freude an Ihrem Roman haben?

Alle, die gern Thriller oder psychologische Spannung mögen oder die von knuffigen, herzerwärmenden Weihnachtsgeschichten genug haben und die es sich lieber mit etwas Grausigerem über die Weihnachtstage gemütlich machen wollen.

© Interview: Randomhouse


Christian Funke



Endlich mal wieder ein richtig guter Thriller mit unvorhersehbaren Wendungen!

Von: SecretOfTheBooks Datum : 13.01.2016

https://m.youtube.com/channel/UCxTtL6RcK294lQEiV4pAU5A

https://www.youtube.com/watch?v=py6fNePr_bs

Sehr spannender Psychothriller

Von: Drakonia Datum : 12.01.2016

drakoniasbuecherwelt.blogspot.de/

Tammy Cohen - Während du stirbst
Verlag: Blanvalet Verlag
Erscheinungsdatum: 16. November 2015
Format: Taschenbuch
Seiten: 416
Preis: 9,99 €

Klappentext:
Drei Dinge gibt es über Jessica Gold zu wissen: Sie ist neunundzwanzig Jahre alt, sie hat eine Knopfphobie, und sie wurde entführt. Von einem Fremden, der sie zwölf Tage lang in seiner Wohnung gefangen hält, sie mit perfiden Grausamkeiten quält, sie angekettet in einer Hundehütte am Fuß seines Bettes schlafen lässt. Und jeden Tag überreicht er seinem Opfer ein Geschenk – eines grausamer als das letzte –, bis Jessica am zwölften Tag sicher weiß: Der Mann wird sie töten. Doch Jessica hat ein Geheimnis, von dem niemand etwas ahnt …

Meine Meinung über das Buch:
In einem Einkaufszentrum lernt Jessica einen Mann kennen. Dominic setzt sich in einem Café zu ihr, nachdem sie an Heiligabend die letzten Geschenke gekauft hat und eine Pause einlegt.
Dominic schmeichelt ihr, und bietet ihr an erst zu ihm zufahren und später würde er sie nach Hause bringen.
Doch Jessica kommt nicht nachhause. Dominic hält sie gefangen.
Er hat sogar jeden Tag ein neues Geschenk für sie. Zwölf Tage lange. Am zwölften Tag öffnet Jessica ihr Geschenk...eine Urne, für ihre Asche.

Das Cover ist sehr gut aufgemacht. Es ist sehr dünster, mit einer glänzenden Schleife, ein Geschenk. Wenn man den Buchdeckel aufklappt, sieht man im Inneren Jessicas Urne "No.12 Für Jessica". So kann man schon erahnen, das es sehr pyscho wird.

Das Buch gerät sehr schnell in Fahrt. Es gibt keine ewig langen Vorgeschichten, bevor die Entführung passiert.
Am Anfang ist es dennoch etwas langatmig, aber nicht langweilig. Das Buch ist aus zwei Sichten geschrieben, einmal Jessica/Dominic bzw. Dominic/Jessica und aus der Sicht der Polizistin Kim. Was mir aufgefallen ist, dass die Sichten in unterschiedlichen Schriftarten abgedruckt wurden. So kann man schnell erkennen, wer gerade erzählt.
Ich fand das Buch sehr spannend und habe es verschlungen. Es geht wirklich sehr auf die Psyche. Vorallem weil es Überraschungen bereithält mit denen man nicht rechnet.

Ich gebe dem Buch 5 von 5 Büchern

Kaufempfehlung für alle die Psychothriller mögen !

ein Psychothriller mit Wow-Effekt

Von: Lesezauber Datum : 07.01.2016

steffis-und-heikes-lesezauber.blogspot.de

Meinung
Das etwas unheimliche Cover und der sehr interessante Klappentext machten mich neugierig auf dieses Buch. Ich war sehr gespannt und meine Meinung dazu: Anfangs spannend, dann etwas langatmig und nach gut der Hälfte schlug es ein wie eine Bombe. Für mich ein Buch, welches ich schon lange nicht mehr gelesen habe.

Zur Handlung selbst möchte ich eigentlich gar nicht viel sagen. Nur so viel, sie ist in zwei Handlungsstränge eingeteilt. Einmal aus Sicht Täter/Dominic – Opfer/Jessica und zum anderen aus Sicht von der Polizistin Kim. Das Besondere daran ist auch noch, dass diese Stränge in zwei verschiedenen Schriftarten abgedruckt worden sind. Das fand ich ziemlich klasse, denn somit konnte ich den Unterschied noch genauer merken.

Wie gesagt, ungefähr gut nach der Hälfte schlug die Bombe ein. Meine ganzen Gedankengänge, die ich mir schon ausgemalt hatte, wie alles sein könnte, wurden zerstört. Nie im Leben hätte ich gedacht, das dieses Werk so weitergehen und so für mich unwahrscheinlich enden würde. Ich war perplex und muss jetzt noch gestehen, so ein tolles und verzwicktes Buch habe ich schon lange nicht mehr gelesen.

Die Charaktere wurden mir sehr gut präsentiert. Eine gewisse reale Gefühlsebene zeigte sich mir auf und ich war immer zwischen Schock und Erleichterung, so gekonnt hat die Autorin damit gespielt. Alle Darsteller, egal ob Haupt- oder Nebenpersonen, strahlten ihre eigene persönliche Aura aus. Manche gut und manche richtig böse. Einfach genial. Auch die Umgebungsbeschreibungen wurden von Frau Cohen sehr realistisch dargestellt.

Der Schreibstil war für mich zwar einfach zu lesen, dennoch teilweise schockierend und nicht leicht zu verarbeiten. Das Buch selbst wurde in zwei Teile eingeteilt und diese wiederum in kurze Kapitel.

Cover
Ein düsteres Cover, das mich persönlich sofort angesprochen hat. Die schwarze Schleife ist gerippt und höher darauf gedruckt. Titel und Cover passen perfekt zum Inhalt des Buches.

Fazit
„Während du stirbst“ konnte mich sehr überzeugen. Ich kann nichts bemängeln und es ist definitiv ein Psychothriller mit Wow-Effekt. Spannung pur, tolle Charaktere und eine Geschichte, die nicht so ist, wie sie scheint. Es gibt von mir die volle Punktzahl von 5 Sternen und eine absolute Leseempfehlung.

Das hätte der perfekte Psychothriller werden können

Von: Christian Datum : 05.01.2016

bieberbruda.blogspot.de/

Endlich mal wieder ein richtig gelungener Psychothriller, bei dem die Begeisterung nur durch einen schwächeren zweiten Teil getrübt wird.

Die Story:
Die eher unscheinbare Jessica Cohen ahnt keine Gefahr, als sie von einem attraktiven Fremden im Café angesprochen wird. Sie lässt sich von ihm um den Finger wickeln und begleitet ihn letztendlich in seine abgelegene Penthouse-Wohnung. Dort muss sie jedoch feststellen, dass Dominic Lacey nicht der charmante und einfühlsame Mann ist, für den sie ihn gehalten hat. In den 12 Tagen von Weihnachten bis zum 6. Januar ist Jessica in der Gefangenschaft des Psychopathen, der immer neue perfide Spiele mit ihr spielt und vor ihr offensichtlich schon andere Frauen getötet hat...
Wird sie dieser Hölle entkommen können?

Meine Meinung:
"Während du stirbst" wird aus zwei unterschiedlichen Perspektiven erzählt: Man verfolgt die Geschehnisse aus der Sicht von Jessica und der Polizistin Kim, die nach der entführten Jessica sucht.
Das Buch hat mich sofort in seinen Bann gezogen und ich konnte es (zumindest in der ersten Hälfte) nicht aus der Hand legen. Die perfiden Spiele von Dominic und der langsame körperliche und seelische Verfall von Jessica waren einfach zu spannend! Dabei kommt das Buch fast durchweg ohne (körperliche) Gewalt aus und konzentriert sich auf den psychologischen Terror.
Leider geht das Buch dann jedoch in eine ganz andere Richtung und die Spannung war urplötzlich weg. Man ahnt schnell, dass vielleicht doch nicht alles so war, wie anfangs gedacht. Trotzdem plätschert das Buch gemächlich vor sich hin und die Entwicklungen wirkten zu konstruiert und unglaubwürdig. Ganz am Ende gibt es eine weitere große Überraschung, die jedoch nur Fragezeichen und einen etwas enttäuschten Leser zurücklässt. Schade, das Buch hätte ganz großes Kino werden können!

Fazit:
Die Hälfte des Buches ist der perfekte Psychothriller! Danach enttäuscht das Buch aber leider durch fehlende Spannung und einer arg konstruierten Geschichte. Ich vergebe dank des grandiosen ersten Teils aber trotzdem 4 Sterne.

Ein eindringlicher Thriller der das nackte Grauen zutage fördert

Von: Magische Momente Datum : 05.01.2016

www.magischemomentefuermich.blogspot.com

Wir kennen das ja alle. Man trifft sich in einem Cafe´, plaudert nett miteinander. Eins führt zum anderen und man landet in der Wohnung des anderen.
Eigentlich nichts besonderes.
Doch für Jessica Gold wird eine einzige Begegnung zu ihrem ganz persönlichen Alptraum.
Denn plötzlich findet sie sich in den Fängen eines Psychopathen wieder und das an Weihnachten.
Als ich Dominic und Jessica kennenlernte war ich sehr zwiegespalten.
Wirklich sympathisch waren mir beide nicht. Beide wirkten undurchsichtig, aber sie haben mich auch irgendwie fasziniert und nicht mehr losgelassen.
Im Laufe des Geschehen konnte ich auch immer mehr Emotionen entwickeln, was dem Grundgerüst der Story zu verdanken ist.
Jessica macht hierbei ein richtiges Martyrium durch, das an Perfidität kaum zu überbieten ist.
Mehr als einmal war ich wie gelähmt vor Entsetzen und Fassungslosigkeit.
Es war einfach erniedrigend und kaum zu fassen.
Dominik überreicht Jessica an diesen 12 Tagen jeden Tag ein Geschenk. Eins schlimmer als das andere und auch die Auswirkungen sind verheerend.
Mehr als einmal hab ich mich gefragt, wie kann ein Mensch sowas heil überstehen und die Frage ist natürlich, wird sie es überhaupt lebend überstehen?
Im Laufe des Buches lernen wir die beiden Hauptpersonen immer näher kennen und verstehen. Wobei verstehen wäre zuviel gesagt, aber man begreift nach und nach.
Man lernt ihr Umfeld kennen.
Auf sehr eindringliche Weise macht uns die Autorin auf ein sehr grausames Spiel aufmerksam, dessen Ende ungewiss ist.
Doch nicht nur Dominic und Jessica spielen eine zentrale Rolle.
Auch die Polizistin Kim ist eine weitere wichtige Person. Sie ist eine Frau mit spürbaren Ecken und Kanten. Sie hat ihr eigenes Päckchen zu tragen. Ich mochte sie und ihre Intelligenz.
Ihre Ermittlungsmethoden wurden dabei sehr gut und nachvollziehbar dargestellt.
Im Laufe des Geschehen gibt es spürbaren Entwicklungen, die nicht unberührt lassen.
Die Autorin hat hier einige Wendungen eingebaut, die mich doch ziemlich überrascht haben und die ich so nicht erwartet habe.
Man gerät in einen Strudel aus Gewalt, Macht und Ausweglosigkeit. Man ist gefangen zwischen Entsetzen und spürbaren Grauen.
Ich fand es so genial gestrickt, das es mich einfach überrollt hat.
Der Abschluss des Buches hat mich jedoch etwas zwiegespalten zurückgelassen. Einfach weil ich nicht weiß, ob die Geschichte jetzt zu Ende ist oder ob sie noch weitergeht.
Insgesamt ist es recht spannend gehalten. Mitunter entstehen jedoch auch ein paar Längen, die es etwas langatmig erscheinen lassen. Ich geb zu, das hat meinen Lesefluss etwas gestört. Trotz allem hat es mich jedoch fasziniert und nicht mehr losgelassen.

Die Charaktere wirken undurchsichtig und facettenreich. Man lernt immer wieder neue Seiten an Ihnen kennen. Sie wirken authentisch und berühren auf ihre ganz eigene Weise. Das fand ich doch recht erstaunlich, da sie mir im Kern eigentlich nicht wirklich sympathisch waren.
Ihre Handlungen und Gedankengänge waren jedoch stets gut nachvollziehbar gestaltet.
Die Handlung an sich ist gut durchstrukturiert und besticht durch gezielte Wendungen.

Hierbei erfahren wir die Perspektiven von Jessica und Kim. Was ihnen mehr Raum und Tiefe verschafft.
Das Buch ist in 2 Teile gegliedert, die einzelnen Kapitel haben eine normale Länge.
Der Schreibstil der Autorin ist eindringlich und stark einnehmend. Im Laufe des Geschehen löst das Buch einen ziemlichen Sog aus, dem man sich nicht entziehen kann.
Das ist wieder eins dieser Bücher die erst wirken müssen. Es beeindruckt nachhaltig.
Das Cover und der Titel passen gut zum Inhalt des Buches.

Fazit:
Ein eindringlicher Thriller der das nackte Grauen zutage fördert.
Er ist sehr facettenreich gestaltet und besticht durch einige Wendungen.
Ich denke, das ist wieder eins dieser Bücher wo sich die Meinungen spalten werden.
Die einen werden es lieben, die anderen nicht.
Eine klare Leseempfehlung.
ich vergebe 4 von 5 Punkten, da es noch Schwächen aufweist.

Der Psychothriller von Tammy Cohen wird seinem Genre vollkommen gerecht und überzeugt durch Charaktere, Handlung und viel Spannung

Von: BÜCHERLESER Datum : 04.01.2016

https://buecherleser.wordpress.com/

INHALT

Jessica Gold ist 29, lebt in London und hat eine Knopfphobie.

An Weihnachten verschwindet die junge Jessica Gold scheinbar mitten aus einem vollen Kaufhauscafé in Mitten von London. Sie wurde entführt. 12 Tage verbringt sie in den Fängen eines gestörten Mannes. 12 Tage, in denen sie weiß: er wird sie töten. 12 Tage, in denen Polizistin Kim ihr privates Glück opfert, um Jessica zu finden.
12 Tage, in denen Kim immer öfter der Verdacht kommt, dass da irgendwas nicht stimmen kann.
12 Tage, durch die Jessica bewusst wird: Natalie ist nicht zu trauen.

Wer spielt hier mit wem?

FAZIT

“Während du stirbst” von Tammy Cohen ist ein spannender Thriller, der mich an Anfang gepackt und erst am Ende wieder losgelassen hat. Tammy Cohen hat hier spannenden Nervenkitzel der Extraklasse geschaffen und mich nach der Hälfte des Buches völlig überrascht. Ich habe mit Jessica gelitten und gefiebert, mich gefragt, ob Kim sie wohl finden wird und dann…..
Tja, dann stand ich vor der Frage, wie weit der Mensch gehen darf, um sich selbst und andere zu schützen. Was ist moralisch vertretbar, was ist aber Selbstjustiz und sollte bestraft werden?

Neben den moralischen Fragen ist Tammy Cohen auch mit Jessica Gold gelungen mich zu überzeugen. Die unscheinbare, naive Jessica ist eine Antiheldin und in ihrer Unzulänglichkeit, die sich selbst gegenüber konstant empfindet, eine ungewöhnliche Protagonistin. Auf den ersten Seiten erinnerte sich mich an ein Charakter, der zwar das erste Opfer eines Serienkillers ist, aber nicht die Protagonistin. Im Laufe der Geschichte hat Tammy Cohen aber dafür gesorgt, dass Jessica als Hauptcharakter perfekt gepasst hat.
Zwischenzeitlich empfand ich die Geschichte als sehr konstruiert und fast lückenhaft, wer aber bis zum Ende weiterliest wird mit der Auflösung belohnt. Ich habe verstanden, dass die Autorin diese Momente nicht früher auslösen konnte, ohne zu viel zu verraten.
Highlight des Buches ist der flüssige Schreibstil von Tammy Cohen, der mit den gut gewählten Perspektivwechseln die Spannungskurve richtig in die Höhe treibt. Und der Autorin ist es mit ihrem Schreibstil gelungen, Jessica facettenreich darzustellen, obwohl der Leser trotz Ich-Perspektive von Jessica nicht in ihr Innerstes vordringt. Eine Distanz, die gekonnt gewählt ist, da sie typisch für Jessica ist.

Fazit: Wer Spannung mag, wird “Während du stirbst” lieben. Der Psychothriller von Tammy Cohen wird seinem Genre vollkommen gerecht.

Während du stirbst

Von: Hahn aus Haigerloch Datum : 04.01.2016

Meine Meinung: Das war endlich mal wieder ein Thriller, der den Namen auch verdient, spannend, fesselnd und ziemlich überraschend. Aus ihrem Tagebuch erfahren wir von Jessicas Martyrium, ihrer Entführung, den Misshandlungen durch ihren Entführer Dominic, ihren Selbstvorwürfen wie sie nur so dumm sein konnte, mit einem völlig Fremden in dessen Wohnung zu gehen, nur weil er gut aussieht und charmant ist, während sie doch eher unscheinbar und unauffällig ist und wir erfahren von ihrem unbändigen Willen zu überleben.
Als zweiten Handlungsstrang lernen wir die Polizistin Kim kennen, die hin und her gerissen zwischen Familie und Beruf fast ihren Mann und die Kinder verliert, da war ich zuerst skeptisch, denn meistens gefällt es mir nicht, wenn zu viele private Probleme der Ermittler in eine Handlung einfließen, in diesem Fall hat die Autorin das aber so geschickt gemacht das es sich fast um eine eigenständige interessante Story handelte.
Zurück zu Jessica, zurück zu Jessicas Geheimnis, dieses sorgt für eine fulminante Wendung im Buch, zu der ich allerdings nichts weiter verraten werde, sorgt doch gerade diese Wendung dafür das ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.
Das Buch ist nicht ganz so brutal und grausam wie der Klappentext vermuten lässt, vielleicht bin ich aber auch schon abgehärtet.
Der Schreibstil Tammy Cohens lässt sich sehr gut lesen, flüssig und nicht zu banal, macht das Buch richtig freude.
Eine absolute Leseempfehlung.

Während du stirbst

Von: Manuela Hahn Datum : 04.01.2016

Meine Meinung: Das war endlich mal wieder ein Thriller, der den Namen auch verdient, spannend, fesselnd und ziemlich überraschend. Aus ihrem Tagebuch erfahren wir von Jessicas Martyrium, ihrer Entführung, den Misshandlungen durch ihren Entführer Dominic, ihren Selbstvorwürfen wie sie nur so dumm sein konnte, mit einem völlig Fremden in dessen Wohnung zu gehen, nur weil er gut aussieht und charmant ist, während sie doch eher unscheinbar und unauffällig ist und wir erfahren von ihrem unbändigen Willen zu überleben.
Als zweiten Handlungsstrang lernen wir die Polizistin Kim kennen, die hin und her gerissen zwischen Familie und Beruf fast ihren Mann und die Kinder verliert, da war ich zuerst skeptisch, denn meistens gefällt es mir nicht, wenn zu viele private Probleme der Ermittler in eine Handlung einfließen, in diesem Fall hat die Autorin das aber so geschickt gemacht das es sich fast um eine eigenständige interessante Story handelte.
Zurück zu Jessica, zurück zu Jessicas Geheimnis, dieses sorgt für eine fulminante Wendung im Buch, zu der ich allerdings nichts weiter verraten werde, sorgt doch gerade diese Wendung dafür das ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.
Das Buch ist nicht ganz so brutal und grausam wie der Klappentext vermuten lässt, vielleicht bin ich aber auch schon abgehärtet.
Der Schreibstil Tammy Cohens lässt sich sehr gut lesen, flüssig und nicht zu banal, macht das Buch richtig freude.
Eine absolute Leseempfehlung.

Leider konnte ich den Charakteren im Thriller wenig Sympathie schenken!

Von: Floh Datum : 04.01.2016

www.lovelybooks.de/mitglied/Floh/

Ich bin begeisterte Thrillerleserin und wurde hier vom Titel „Während du stirbst“ und dem eindringlichen Klapptext zum Buch getrieben. Die Autorin Tammy Cohen ist mir ganz neu und umso größer war meine Vorfreude auf eine neue Thrillerentdeckung. Nachdem ich begeistert schon eine große Bandbreite und Themengebiete der Spannungsliteratur diverser Autoren und Gebiete gelesen habe, so war ich besonders auf den neuen Thriller der englischen Autorin gespannt.
Erschienen im blanvalet Verlag (http://www.randomhouse.de/Verlag/Blanvalet/1000.rhd)

Zum Inhalt:
""Sehr wahrscheinlich werde ich TOT sein, bevor Sie das hier zu Ende gelesen haben."
Drei Dinge gibt es über Jessica Gold zu wissen: Sie ist neunundzwanzig Jahre alt, sie hat eine Knopfphobie, und sie wurde entführt. Von einem Fremden, der sie zwölf Tage lang in seiner Wohnung gefangen hält, sie mit perfiden Grausamkeiten quält, sie angekettet in einer Hundehütte am Fuß seines Bettes schlafen lässt. Und jeden Tag überreicht er seinem Opfer ein Geschenk – eines grausamer als das letzte –, bis Jessica am zwölften Tag sicher weiß: Der Mann wird sie töten. Doch Jessica hat ein Geheimnis, von dem niemand etwas ahnt …"

Meinung:
Die Idee hinter diesem Buch fand ich so klasse, dass ich das Buch einfach haben musste. Der Einstieg hat mein Thrillerherz gleich höher schlagen lassen. Genau dass, was ich gesucht und erhofft habe. Doch leider währt diese Begeisterung nicht lang, denn schon nach der ersten Hälfte des Buches ebbt die Spannung und der Nervenkitzel stark ab und der Plot wirkt zäh, wiederholend und gar langatmig und unglaubwürdig. Sehr schade. Auch wenn die Handlung sehr gut durchdacht wirkt, und anfangs sehr komplex und intelligent wirkt, so stören mich hin und wieder Unverständlichkeiten und naive Handlungen. Der logische Menschenverstand würde einige Handlungen einfach schon verbieten und unterbinden. Im Grunde ist so etwas ja nicht schlimm und dient der Story, hier wirkt es jedoch manchmal einfach zu gekünstelt und weit hergeholt. Ab und an habe ich überlegt dieses Buch vorzeitig zu beenden…wäre nicht meine unstillbare Neugierde gewesen….

Schreibstil:
Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und gut umgesetzt. In zwei Handlungssträngen lässt sie uns mit Kim ermitteln und mit Jessica leiden. Leider war der Wechsel zwischen beiden Perspektiven immer sehr abrupt, so dass man an der Spitze der Story wieder rausgerissen wurde und zum anderen Ermittlungspunkt gelenkt wurde.

Charaktere:
Mit den Charakteren in diesem Thriller konnte ich leider wenig anfangen, da mir die Handlungen und Aktionen zu unschlüssig und unglaubwürdig erschienen. So konnte ich auch Jessicas Leid, so tragisch es auch ist, wenig teilen. Wäre ich ganz uncharmant, so würde ich ihr die Schuld an ihrer misslichen Lage selbst zusprechen. Warum auch musste sie zu diesem Fremden ins Auto steigen?
An Kim lasse ich leider auch kein gutes Blatt. Sie kommt mir zu egoistisch und erfolgsgierig vor. Niemand mit normalem Menschenverstand würde Kinder und Ehe nur wegen eines Jobs aufgeben, bzw. so gar nicht um ihre Familie kämpfen. Ihr war es schlichtweg egal, dass ihr Mann mit den Kindern ausgezogen ist und hat absolut nichts dagegen unternommen.



Fazit:
Alles in allem konnte mich das Buch trotz anfänglicher Begeisterung und Euphorie nicht gänzlich überzeugen. Ich habe zu viele störende Passagen gelesen und wurde leider auch nicht mit den Protagonisten warm. Daher möchte ich diesen Thriller mit nur 2,5 Sternen bewerten, da er mich persönlich nicht gefangen nehmen konnte.

Erster Teil super; zweiter Teil das Gegenteil...

Von: Daniel Allertseder Datum : 03.01.2016

weloboo.wordpress.com/

Meine Meinung

Während du stirbst von Tammy Cohen habe ich mir nach zahlreichen Empfehlungen Seitens Bloggern via dem Bloggerportal angeschafft. Letzter, ausschlaggebender Tipp war letztendlich der einer guten Freundin und Bloggerkollegin. Der Titel klang für mich schon sehr interessant; über das Cover braucht man gar nicht reden – das ist überaus gelungen!

Nun denn, die Handlung begann am Anfang nicht – wie in vielen Büchern – mit belanglosen Charaktervorstellungen oder Lebensläufe -; nein, es ging gleich los. Und das gefiel mir!

Der erste Teil war mit Spannung beladen, fantastisch und einfach extrem, wirklich! Ich dachte mir natürlich schon, warum Jessica so blöd war und mit diesem Typen mitgegangen war. Ich verstand das einfach nicht. Ich renne ja auch nicht jeder mysteriösen Frau hinterher, oder? Nein, also das war unverständlich und verwirrend. Aber, abgesehen von diesem ungläubigen Anfang, war das Buch bis zu Beginn des zweiten Teils wirklich toll! Mich interessierten die Hintergründe um Dominic sehr; die Geschenke und außerdem ekelten mich auch einige Szenen – wie die Kerze, die Urne oder das Tattoo.

Dann aber begann der zweite Teil, und – und so ging es wahrscheinlich Jedem – schlug die Wendung ein wie eine Bombe. Trotz dieser Bombe wurde ich immer verwirrter; verstand nicht wirklich den Hintergrund dieser Sache. Schleierhaft wurde erklärt, was Jessica mit Dominic wirklich angestellt hatte; und Spannung war da nicht wirklich vorhanden.

Fazit

Der erste Teil war super; der Zweite enttäuschte mich. Nachdem Jessica Dominic verletzt hatte, hätte Schluss sein sollen, und das Buch würde bei mir volle Sterne bekommen.

Bis zum zwölften Tag

Von: Belles Leseinsel Datum : 31.12.2015

bellexrsleseinsel.blogspot.de

Beim Weihnachtsshoppen trifft Jessica Gold auf den äußerst attraktiven Dominic Lacey, der sie mit Komplimenten überschüttet und scheinbar spontan in seine Wohnung irgendwo in London einlädt. Doch der Traum von einem Mann wandelt sich mit der Ankunft im Loft zu einem Alptraum. Der Unternehmer lässt Jessica angekettet in einer Hundehütte übernachten und jeden Tag überreicht er ihr ein Geschenk. 12 Stück sollen es bis zum Schluss sein, jeden Tag eines und damit verbunden jedes Mal eine äußerst perfide Geschichte. Jessica ahnt bald, dass sie den 13. Tag nicht mehr erleben wird.

„Es kann gut sein, dass ich schon tot bin, wenn Sie das hier zu Ende gelesen haben. …“ - So beginnt der erste Teil des Psychothrillers und man ahnt, dass man hier keine leichte Kost in Händen hält. Jessica ist gefangen in einem Loft über den Dächern Londons, ohne Chance, sich selbst befreien zu können. Sie ist 29 Jahre alt und hat mit ihrem Leben abgeschlossen, schwer verletzt schreibt sie die Erlebnisse der vergangenen Tage auf und beginnt mit dem ersten Zusammentreffen von ihr und Dominic in einem Café in der Oxford Street.

Dominic ist ein äußerst launischer Mensch, seine Stimmungsschwankungen bekommt Jessica schmerzvoll in den nächsten Tagen zu spüren und er ist ein absoluter Machtmensch, der die bedingungslose Kontrolle über einen Menschen haben muss. Mit jedem Geschenk, welches er Jessica überreicht, ist auch ein Geschehnis aus Dominics Vergangenheit verbunden, welches er Jessica bereitwillig erzählt. So lernt man nach und nach einen psychisch gestörten Menschen kennen, der unfähig ist, eine normale Beziehung zu einem anderen Menschen einzugehen und dem Tod in seinem Leben schon mehrmals begegnet ist.

Neben den Geschehnissen rund um Jessica, welche in der Ich-Form geschrieben sind, wird die Geschichte zudem aus dem Blickwinkel von Kim erzählt, die als Detective arbeitet, auf den Fall angesetzt ist und die Gratwanderung zwischen Beruf und Familie hinzukommen versucht. Kim verbeißt sich regelrecht in den Fall, ist sie doch davon überzeugt, dass der Freund von Jessica irgendetwas verschweigt. Doch das Augenmerk des Psychothrillers liegt klar bei den schrecklichen Erlebnissen, welchen Jessica ausgesetzt ist.

Der Verlauf der Story gestaltet sich packend, durchweg spannend und äußerst wendungsreich. Hier sind Tammy Cohen wirklich einige sehr überraschende und vor allem absolut unvorhersehbare Wendungen eingefallen. Auch wenn man sich dann ganz am Ende schon denken kann, auf was die Geschehnisse schlussendlich hinauslaufen sollten.

Fazit: Spannende, äußerst wendungsreiche Story mit überzeugend wie undurchsichtig agierenden Protagonisten.

Man sollte nicht zu viel erwarten

Von: Natalie77 Datum : 27.12.2015

mem-o-ries.de

Inhalt:
Jessica Gold ist anders, sie ist 29 Jahre alt, hat eine Knopfphobie und sie wurde von Dominic entführt. Dieser will sie 12 Tage lang gefangen halten und ihr jeden Tag ein grausames Geschenk machen. Sie muss hungern oder eklige Sachen in sich hinein stopfen. Außerdem muss sie in einer Hundehütte schlafen. Er versucht sie zu brechen. Ihr ist klar das sie sterben soll, doch niemand ahnt was nach den 12 Tagen kommt...

Meine Meinung:
Der Einstieg in das Buch fiel mir noch recht leicht. Erwartet habe ich einen recht grausamen Thriller, doch bekommen habe ich etwas anderes.

Man muss sagen, das sich hier wieder bewahrheitet was ich so oft eigentlich auch mache: Besser nichts erwarten und keine Rückentexte vorher lesen. Hier waren aber auch auf Grund der Werbemaschinerie meine Erwartungen doch recht hoch und ich freute mich riesig auf diesen Psychothriller. Die Betonung liegt ganz eindeutig auf Psycho, denn das macht diesen Thriller aus: Er geht an die Psyche. Man sollte sich vollkommen in Jessica versetzen um den höchstmöglichen Gruselfaktor zu erleben. Das gelang mir recht gut und doch kam ich immer wieder aus, denn neben der Handlung mit Jessica und Dominic gab es da noch die Ermittlungen zum Verschwinden von Jessica, die mir die Spannung etwas nahmen, mich aber auch mal durchatmen ließen.
Vielleicht wäre es anders besser gewesen, aber diese zwei Parallelen Handlungen gab es nun mal und ich konnte mich recht gut damit arrangieren.
Was mich ein wenig störte war das die angeblich laut Rückentext so grausamen Geschenke nicht grausam waren im eigentlichen Sinne, sondern eher wenn man die dazu gehörigen Geschichte las und da auch nicht bei jedem Teil.

Jessica hat in der Geschichte den größten Part. Sie wurde entführt und man hat wirklich Mitleid mit ihr. Sie muss einiges aushalten und schlägt sich dafür tapfer. Sie einzuschätzen ist aber recht schwer und das geht selbst der Familie so. Ihr Leben lang eine Außenseiterin, die ihren Platz im Leben zwar gefunden hat, aber viel verheimlicht.
Kim ist die Ermittlerin im Vermisstenfall und hat auf privater Ebene gerade auch sehr zu kämpfen. Ich bin eher der familiäre Mensch, weswegen ich ihre Handlungen nicht immer verstehen konnte.
Dominic, der Entführer. Außer die Erinnerungen zu den Geschichten erfährt man nicht viel von ihm. Er bleibt recht unscheinbar und auch im Nachhinein wüsste ich ihn nur schwer einzuschätzen.
Es gibt noch andere Figuren, die schon wichtig sind, aber wo es zu viel von der Handlung vorweg nehmen würde, würde ich näher auf sie eingehen.

Die Geschichte ist in zwei Teilen erzählt und für mich hätte nach dem ersten teil Ende sein können. Der zweite empfand ich als etwas zu langatmig und auch aufgesetzt. Es ist eine Wendung die ich so nicht erwartet hätte, die mir aber auch nicht wirklich gefällt.
Genauso wenig wie das Ende. Die Geschichte ist abgeschlossen, das ist durchaus positiv und doch ist es ein Ende was ich nur schwerlich gut finden kann.

Insgesamt kann ich Während du stirbst schon empfehlen, doch sollte man nicht zu viel erwarten und sich wirklich in Jessica rein versetzen, dann hat man denke ich die bestmögliche Spannung und das größte Lesevergnügen.

Ein spannender Thriller mit vielen Wendungen

Von: tamysbüecherwelt Datum : 20.12.2015

www.tamysbuecherwelt.wordpress.com

Allgemeines zu Buch und Autor

Die Autorin Tammy Cohen lebt mit ihrer Familie im Norden Londons und ist als freie Journalistin tätig, unter anderem zum Beispiel für die Cosmopolitan. Nach eigenen Angaben hat sie erst spät ihre Leidenschaft für das Verfassen von fiktionalen Texten entdeckt, hat aber dennoch bereits vier Romane veröffentlicht.

“Während du stirbst” hat mir grundsätzlich sehr gut gefallen, doch war ich leider sehr enttäuscht vom Ende, auch wenn ich eingestehen muss, das es trotzdem ein passendes Ende war.

Kritische Auseinandersetzung

Die Protagonistin Jessica Gold ist das Herzstück dieses Thrillers. Denn sie ist überhaupt nicht so, wie sie scheint, gleichzeitig weiß man aber gar nicht so genau, wie sie einem denn nun vorkommt, da der Leser nicht wirklich etwas über sie erfährt. Sie ist ein wenig seltsam und im Laufe des Buches erfährt man, dass sie nicht nur dem Leser seltsam vorkommt. Selbst nach der Lektüre dieses Buches kann ich nicht genau sagen, was ich von ihr halten soll. Jessica ist auf jeden Fall ein sehr unerwarteter Charakter und man keinen ihrer Schritte voraussehen, geschweige denn ihre ganze Geschichte erfassen und nachvollziehen. Mehr möchte ich hier gar nicht sagen, da ich euch sonst zu viel verraten müsste und das würde die große Überraschung dieses Buches kaputt machen.

Auch die anderen Charakteren finde ich sehr gut dargestellt, vor allem auch die Polizistin, die auf der Suche nach Jessica ist. Sie kommt mir sehr authentisch vor und sie scheint immer schon ein klein bisschen weiter zu sein, als der Leser. Diesen Wechsel der Sichten mag ich sehr gern, auch in anderen Büchern. Eine Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt, wirkt doch immer interessanter.

Der Thriller ist sehr spannend geschrieben und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, nicht zuletzt weil ich manche Dinge einfach seltsam und komisch fand und unbedingt wissen wollte, was dahinter steckt. Tammy Cohen nimmt den Leser auf eine Art Achterbahnfahrt mit, die einige Loopings vorzuweisen hat und ganz sicher einen Schrecken im Leser hinterlässt, bzw. dem Leser ein Offenstehen des Mundes beschert, denn man kann es kaum fassen.

Während des Buches habe ich mich oft gewundert, weil für mich einige logische Fehler da waren und ich einiges nicht in Zusammenhang bringen konnte, dies löst sich aber am Ende alles auf und man versteht, was dahinter steckt. Wie ich bereits erwähnte hat mir das Ende nicht so gut gefallen, aber da möchte ich jetzt nicht zu viel zu verraten, um es euch nicht kaputt zu machen. Diejenigen, die das Buch bereits gelesen haben werden wahrscheinlich wissen, was ich meine. Aber ich kann euch beruhigen, im Grunde passt es insgesamt schon, aber es ist einfach nicht richtig. Ich finde es jedenfalls nicht richtig.

Fazit

Grundsätzlich ein sehr spannender und vor allem gut durchdachter Thriller mit vielen Wendungen. Man kann das Buch wirklich kaum aus der Hand legen und ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt. Definitiv zu empfehlen :) .

Überraschend anders ....

Von: Angelika O. Datum : 19.12.2015

kaltefuesseundhaende.wordpress.com

Mädchen, warum steigst du zu einem Wildfremden in das Auto den du gerade erst kennen gelernt hast? Diese Frage stellt sich ziemlich zu Beginn der Geschichte. Denn man weiß durch den Klappentext bereits, wie das Ganze enden wird.

Jessica Gold wird über Weihnachten in der Wohnung von Dominic Lacy festgehalten. Wie ein Tier schläft sie in einer Hundehütte, wird mit Essen vollgestopft und erhält täglich ein seltsames Geschenk. Jeder Tag ist eine Qual, denn Jessica weiß hinter jeder Gaben verbirgt sich eine Geschmacklosigkeit. Eine extremer als die nächste. Hilfe ist nicht in Sicht, denn es gibt nur diese eine Wohnung in dem Haus, die Handys hat der Psychopath weggeschmissen und die Schlüssel zu den Türen trägt er immer bei sich. Jessica wird immer weniger, sie gibt sich bald selber auf, denn ihr wird klar, dass es für sie kein Überleben geben wird. Das Geschenk am zwölften Tag bestätigt ihre schlimmsten Vermutungen. Doch dann sammelt sie noch einmal ihre ganzen Kräfte und kämpft gegen Dominic an. Sie verletzt ihn schwer und kann ein Hilfssignal abgeben.

Zeitgleich sucht die Londoner Polizei, allen voran die ehrgeizige Kim, nach ihr. Sie und ihr Kollege sammeln Informationen über Jessica und befragen ihr engstes Umfeld. Während ihr Kollege der Meinung ist, sie sei abgehauen oder hätte sich selber etwas angetan, ist Kim von davon nicht überzeugt. Sie hinterfragt alles gerne genau. Besonders Trevor, Jessiacas Freund schein ein Geheimnis zu haben. Als Jessica gerettet wird, kniet sich Kim noch mehr in den Fall hinein. Welches Geheimnis verbirgt Trevor und was steckt hinter dem Martyrium von Jessica. Kim kommt der Wahrheit immer näher ….

….und wer wissen will, was sich hinter all dem verbirgt, der sollte das Buch unbedingt lesen! Man erlebt überraschendes, wirklich. Der Spannungsbogen baut sich erst allmählich auf. Besonders im ersten Teil ist das abschnittsweise etwas langatmig. Die kranke Seele von Dominic hat man bald durchschaut, und weiß, dass auf jedes Geschenk eine schmutzige Geschichte mit einer ebenso schäbigen Aktion seinerseits steckt. Doch die Entwicklung der Geschichte ist wirklich genial. Jessica erzählt aus ihrer Sicht die Geschehnisse. Manchmal kann man gar nicht glauben, was sich abspielt und fragt sich wie das möglich ist. Man hat seinen Täter, man empfindet Abscheu für ihn und ist froh dass die junge Frau das Martyrium übersteht. Doch erst allmählich entwickeln sich unglaubliche Wahrheiten, die Geschichte wendet sich einige male. Man hat immer wieder einen neuen Weg, den man beschreitet und es tun sich Ungeheuerlichkeiten auf.

Tammy Cohen hat mit ihrem ersten Psychothriller für Aufsehen gesorgt. Die Wendungen und Wahrheiten machen den Roman besonders. Sie arbeitet als freie Journalistin für diverse Zeitungen und Magazine und lebt mit ihrer Familie im Londoner Norden.

“Während du stirbst” spielt während der Weihnachtsfeiertage. Das Cover ziert eine Schleife und steht für die Geschenke, die Blutflecke ziehen die Aufmerksamkeit auf sich und deuten an, dass es alles andere als besinnlich werden wird.

Mein Fazit:

Auch wenn mir Teil 1 mitunter zu langatmig wurde, weil die Handlung zu überschaubar war, ist der Roman gut gelungen. Besonders ab Teil 2 hat mich die Geschichte gefesselt. Mit seinen Drehungen und Wendungen führte Tammy Cohen mich ganz gut an der Nase herum. Meine getroffene Erkenntnis musste ich so manches mal wieder über Bord werfen und neu überdenken. Und das ist es, was den Roman lesenswert macht. Die Spannung selber fand ich eher flach gehalten, aber der Verlauf und die Auflösung der Geschichte war richtig gut.

Ein genialer Psychothriller

Von: Biggi Friedrichs Datum : 18.12.2015

vergessenebuecher.blogspot.de/

Tammy Cohen hat mit "Während du stirbst" einen gut durchdachten Psychothriller mit richtig gemeinen Wendungen geschrieben.
Jessica Gold ist ein etwas eigenwilliger, verschrobener Charakter. Sie ist sehr verschlossen, sie hat kaum Kontakt zu ihren Kollegen, keine Freunde, hört manchmal Stimmen und wirkt oft sehr naiv. Die Frau ist schon lange mit ihrem Freund zusammen, in der Beziehung kriselt es, so dass sie mit einem gutaussehenden Fremden in seine Wohnung geht. Dort wird sie 12 Tage lang gefangen gehalten, erhält skurrile Geschenke und wird psychisch und körperlich gequält. Gleichzeitig muss sie sich die Lebensgeschichte von Dominic, so heißt der Mann, der sie gefangen hält, anhören.

Obwohl die Autorin nicht ins Detail geht, regt sie das Kopfkino des Lesers so an, dass dieser Psychothriller nichts für schwache Nerven ist.

Die Geschichte ist aus zwei Perspektiven erzählt. Jessica Gold berichtet aus der Ich-Perspektive, so dass wir ihr Martyrium hautnah miterleben. Der Erzählstil ist sachlich nüchtern, was zur Protagonistin sehr gut passt. Ein weiterer Handlungsstrang ist aus der Perspektive der Ermittlerin Kim geschrieben, die nach der Vermissten sucht und mit deren Freund Travis und ihrer Familie Kontakt hält. Kim befindet sich in einer Ehekrise, weil ihr ihre Karriere und dieser Fall wichtiger ist, als Familie und Kinder.

Dieser ganz besondere Psychothriller hat mir sehr gut gefallen. Er ist unglaublich böse, verstörend und nach ca. der Hälfte des Buches hält er so einige Überraschungen parat. Daher erhält er von mir 5/5 Sterne und meine absolute Leseempfehlung.

12 bloody days of Christmas

Von: Denise Datum : 12.12.2015

www.tapsisbuchblog.blogspot.de

Jessica Gold ist anders: ein bisschen naiv, ein bisschen verpeilt und irgendwie nicht so ganz von dieser Welt. Warum also spricht Dominic sie an? Der attraktive Mann sieht aus, wie aus einem Hollywood-Film entstiegen und flirtet mit der Endzwanzigerin, was das Zeug hält. Völlig um den Finger gewickelt, willigt Jessica ein, mit ihm zu gehen. Und ahnt dabei nicht, dass sie sich damit auf die 12 schlimmsten Weihnachtstage ihres Lebens eingelassen hat...

"Während du stirbst" ist der erste Thriller von Tammy Cohen und ich kann nur sagen: Oh mein Gott. Ich bin ja wirklich vieles gewohnt, aber hier hat mir die Autorin den Boden unter den Füßen weggezogen. Grandios!

Die Geschichte wird aus 2 Perspektiven geschildert. Zum Einen berichtet Jessica direkt von ihrem Martyrium bei Dominic. Sie schildert, was er mit ihr tut, was er verlangt und was es mit ihr macht. Zum anderen erfährt man von einem auktorialen Erzähler von der Polizeiarbeit, die anläuft, als klar wird, dass Jessica verschwunden ist. Dabei begleitet man die Polizistin Kim, deren Karriere wichtiger zu sein scheint als ihre Familie und ihre Kinder. Diese Mischung hat mich beeindruckt, zumal Tammy Cohen die Ermittler nicht glorifiziert oder überzeichnet. Das hat mir gefallen.

Die Figuren sind sehr gut ausgearbeitet. Vor allem Jessica hat mich da beeindruckt. Sie muss bei Dominic die schlimmsten Erniedrigungen erleiden und auch noch brav zuhören, wenn er aus seinem mehr als verkorksten Leben erzählt. Ich hatte mit ihr Angst, habe mich mit ihr geduckt, wenn Dominic den Raum betrat und mich gemeinsam mit ihr nach einer Fluchtmöglichkeit umgesehen. Ich war so tief in der Geschichte drin, dass ich nicht merkte, wie die Zeit voranschritt. Toll!

Die Story hat mich von Seite 1 an überzeugt und gefangen genommen. An einem Punkt dachte ich: "Wie jetzt? Wie will die Autorin da wieder raus kommen?" Und sie tat es. Einfach so, mit mega viel Spannung, mit einem Einblick in die menschliche Psyche, der tiefer nicht hätte sein können und mit einer Fortführung, die selbst mich eingefleischter Thrillerleserin das Schauern lehrte. Ich bin hin und weg.

Der Stil von Tammy Cohen ist sehr gut und flüssig zu lesen. Ihre Erzählweise ist direkt und dabei so alltäglich normal, dass die Grausamkeiten nur noch deutlicher zu Tage treten. Während ich mit Jessica mitleiden konnte, baute ich durch die veränderte Erzählweise zur Polizistin Kim eine Distanz auf. Einfach genial gemacht!

Fazit: blutige Weihnachtstage auf eine sehr harte Weise. Ich kann es nur empfehlen!

Psycho Thriller deluxe

Von: Katrin Roisz aus Wien Datum : 11.12.2015

Nach vier Kapiteln war ich voll genervt von der lieben Jessica Gold. Sie verhält sich im Buch zu Beginn nicht wie ein erwachsener Mensch sondern wie ein dummer Teenager. Obwohl sie in einer Beziehung ist, flirtet sie mit einem anderen Mann und geht dann auch noch in dessen Wohnung mit ohne jemanden Bescheid zu sagen wo sie ist. Wie bescheuert kann man eigentlich sein?
Als der Mann, Dominic, dann aber beginnt sie zu quälen, ihr Geschenke zu machen die teils wirklich grausam sind, und sie als Vegetarierin dann auch noch zwingt Fleisch zu essen, was ihr ständig wieder hoch kommt, tat sie mir zunehmend leid.

Der Beginn schleppt sich trotz allem aber dahin, erst als fünf oder sechs Tage vergangen sind wird es spannender. Immerhin fiebert man selbst schon dem Ende der zwölf Tage entgegen. Wird sie entkommen? Und wenn ja, wie. Was passiert im Rest des Buches? Denn immerhin ist man nach den zwölf Tagen gerade mal bei der Hälfte angelangt.

Dann beginnt der zweite Teil des Buches und ich muss gestehen: Ich bin vor Überraschung fast vom Hocker gefallen. Mit dieser Wendung hätte ich nicht gerechnet und sie blieb nicht die einzige im Buch, die ich so nie und nimmer erwartet hätte.

Mit einer Person bin ich allerdings im ganzen Buch nicht warm geworden: der Polizistin Kim. Vielleicht vor allem deshalb weil ihre Ansichten und meine meilenweit voneinander entfernt sind. Um ihre Karriere voran zu treiben stellt sie ihre Kinder und Familie hinten an. Selbst zu Weihnachten nimmt sie keine Rücksicht und geht jeden Tag arbeiten. Als sich ihr Sohn die Hand bricht rast sie nicht sofort ins Krankenhaus, sondern geht zuerst einen Verdächtigen befragen. Sie ist aber nicht gefühlskalt oder so, sondern sie sieht eben nicht ein warum immer nur die Frau beruflich zurück stecken muss. Diese Art zu denken ist mir aber dennoch fremd, von daher bin ich mit ihr nicht klar gekommen. Als Figur hat sie ihre Sache aber sehr gut gemacht.

Alles in allem ein wahnsinnig spannender Thriller, der vor allem im zweiten Teil noch einmal alles über den Haufen wirft was man zu wissen glaubt.

Tolles Debütt

Von: aus Ansbach Datum : 10.12.2015

Ein gelungenes Debüt von einem Psychothriller, der auch wirklich PSYCHO ist und diesen Namen verdient hat.
Ich finde Tammy Cohen hat mit ihrem ersten Buch einen tollen Start hingelegt, der trotz kleiner schwächen, wirklich lust zum lesen macht. Die Charaktere sind lebensecht getroffen und machen die Geschichte wirklich von der ersten Seite an lebendig. Einzig Kim ist mir ein bisschen zu blass vorgekommen, ihre Geschichte hätte ein bisschen mehr Farbe vertragen und etwas mehr Gefühl. Denn die Geschichte um einen Ermittler herum, das macht für mich schon einen großen Teil des ganzen aus. Dafür war die eigentliche Story wiederum von Anfang an so Spannungsgeladen, das es nicht ganz so aufgefallen ist, das Kim zu kurz weggekommen ist.

Das Buch ist in zwei völlig unterschiedliche Teile eingeteilt und im ersten Teil erfährt man als Leser die ganze Situation aus Jessicas Sicht, ihre Entführung und die ganze Gefangenschaft. Sie erzählt es in der Ich-Form und ihr ist es wirklich gut gelungen die ganze Lage sehr beklemmend zu erzählen. In dieser Ich-Form zu schreiben und dann diese Spannung aufzubauen, einfach Großartig.
Der zweite Teil ist dann ganz anders als erwartet und alle im ersten Teil gelesene Dinge werden noch mal auf den Kopf gestellt und es gibt so viele Wendungen, die für mich nicht vorhersehbar waren und eben auch ein paar winzige Logikfehler, die der ein oder andere vielleicht gar nicht merkt.

Der Schreibstil konnte mich wirklich überzeugen und ich würde mich freuen noch mehr von Tammy Cohen zu lesen. Dieser Weihnachts -Thriller macht wirklich Lust auf mehr und ich gebe eine klare Leseempfehlung, für alle die ein spannendes fesselndes Buch lieben.

Entführungsdrama mit überraschenden Wendungen

Von: Zank Datum : 10.12.2015

"Während du stirbst" von Tammy Cohen erzählt die Geschichte von Jessica Gold, einer jungen, optisch durchschnittlichen Frau mit psychischen Problemen, die von einem attraktiven Fremden namens Dominic im Café angesprochen wird. Nachdem sie ihn in seine Wohnung begleitet hat, will er sie nicht mehr gehen lassen. Zwölf Tagen von Weihnachten bis zum 6. Januar soll sie bei ihm verbringen - und diese Tage sollen für sie die Hölle werden. Jeden Tag quält er sie, überreicht er ihr ein Geschenk und enthüllt dabei immer mehr von seiner eigenen Vergangenheit...

Schon der erste Satz des Buches "Es kann gut sein, dass ich schon tot bin, wenn Sie das hier zu Ende gelesen haben" stimmt den Leser auf das ein, was noch kommen wird. Ob Jessica stirbt oder ihr Martyrium überlebt, verrate ich hier natürlich nicht. Allerdings war die Spannung in dem Buch sehr hoch - man konnte sich nicht sicher sein, was nach Ablauf der zwölf Tage passieren würde.

Ich muss jedoch sagen, dass ich am Anfang nicht richtig in die Geschichte reingekommen bin. Wortwahl, Satzbau, alles hat gepasst, aber die ersten 100 Seiten vergingen für mich sehr schleppend und das obwohl (oder vielleicht gerade weil?) die Handlung direkt begann und die Autorin sich nicht mit langen Vorgeschichten aufgehalten hat.

Danach ging es aber steil bergauf. Ich konnte das Buch irgendwann nicht mehr aus der Hand legen und wollte wissen, wie es ausgeht. Das Buch selbst besteht aus zwei Teilen, der erste spielt kurz vor und während Jessicas Gefangenschaft; der zweite erzählt, wie es danach weiterging. Und ohne zu viel zu verraten, kann ich nur sagen: Die Geschichte hält einige überraschende und unerwartete Wendungen bereit. Dinge, die zunächst unlogisch oder konstruiert wirkten, werden noch aufgelöst und am Ende passt alles zusammen. Manche Details waren vorhersehbar, aber auch das kann ja den Reiz eines Buches ausmachen.

Jessica als Protagonistin wirkt oft sehr naiv und unüberlegt. Auch das fügt sich später allerdings in das Gesamtbild ein. Ihre im Klappentext erwähnte Knopfphobie spielt übrigens absolut keine Rolle in dem Buch (darauf konnte ich auch gut verzichten).

Alles in allem ein spannender Thriller, den man entgegen des englischen Originaltitels "Dying for Christmas" das ganze Jahr über lesen kann. Auch wenn der deutsche Titel weniger aussagt, finde ich die Entscheidung, Weihnachten daraus zu verbannen sinnvoll. Besinnliche Stimmung kommt beim Lesen jedenfalls nicht auf. Nach einem schwachen Anfang hat mich das Buch durch seine unerwarteten Wendungen überrascht und begeistert, dafür gibt eine klare Leseempfehlung für alle Thrillerfans.

Psycho Thriller deluxe

Von: Katrin Roisz aus Wien Datum : 10.12.2015

Nach vier Kapiteln war ich voll genervt von der lieben Jessica Gold. Sie verhält sich im Buch zu Beginn nicht wie ein erwachsener Mensch sondern wie ein dummer Teenager. Obwohl sie in einer Beziehung ist, flirtet sie mit einem anderen Mann und geht dann auch noch in dessen Wohnung mit ohne jemanden Bescheid zu sagen wo sie ist. Wie bescheuert kann man eigentlich sein?
Als der Mann, Dominic, dann aber beginnt sie zu quälen, ihr Geschenke zu machen die teils wirklich grausam sind, und sie als Vegetarierin dann auch noch zwingt Fleisch zu essen, was ihr ständig wieder hoch kommt, tat sie mir zunehmend leid.

Der Beginn schleppt sich trotz allem aber dahin, erst als fünf oder sechs Tage vergangen sind wird es spannender. Immerhin fiebert man selbst schon dem Ende der zwölf Tage entgegen. Wird sie entkommen? Und wenn ja, wie. Was passiert im Rest des Buches? Denn immerhin ist man nach den zwölf Tagen gerade mal bei der Hälfte angelangt.

Dann beginnt der zweite Teil des Buches und ich muss gestehen: Ich bin vor Überraschung fast vom Hocker gefallen. Mit dieser Wendung hätte ich nicht gerechnet und sie blieb nicht die einzige im Buch, die ich so nie und nimmer erwartet hätte.

Mit einer Person bin ich allerdings im ganzen Buch nicht warm geworden: der Polizistin Kim. Vielleicht vor allem deshalb weil ihre Ansichten und meine meilenweit voneinander entfernt sind. Um ihre Karriere voran zu treiben stellt sie ihre Kinder und Familie hinten an. Selbst zu Weihnachten nimmt sie keine Rücksicht und geht jeden Tag arbeiten. Als sich ihr Sohn die Hand bricht rast sie nicht sofort ins Krankenhaus, sondern geht zuerst einen Verdächtigen befragen. Sie ist aber nicht gefühlskalt oder so, sondern sie sieht eben nicht ein warum immer nur die Frau beruflich zurück stecken muss. Diese Art zu denken ist mir aber dennoch fremd, von daher bin ich mit ihr nicht klar gekommen. Als Figur hat sie ihre Sache aber sehr gut gemacht.

Alles in allem ein wahnsinnig spannender Thriller, der vor allem im zweiten Teil noch einmal alles über den Haufen wirft was man zu wissen glaubt.

Geschenke, Geschenke und eine Knopfphobie?

Von: buecherfetischistin.de Datum : 07.12.2015

www.buecherfetischistin.de

Ausfallende Fingernägel und büschelweise Haare. Hautausschlag am ganzen Körper. Nervenschmerzen bis zur Erschöpfung. Kraftlos, müde und am Ende. Alles Zeichen einer Vergiftung der fiesesten Art.

Das über 12 Tage kontinuierlich zugeführt, zudem eingesperrt und angekettet, wünscht sich keiner zu Weihnachten. Und dazu Geschenke, o wie fein. Doch nicht wenn sie die perfide Geschichte des Fremden erzählen, in dessen Fängen du dich befindest und keinen Ausweg hast. O du fröhliche…

Kim, ermittelnde Polizistin, zweifache Mutter kleiner Kinder, ein aufstrebender Stern am Polizeihimmel. Doch schwierig zu meistern mit Schichtdienst, Erfolgsdruck und sich als Frau beweisen zu wollen. Ihre Ehe am Ende. Entscheidung steht aus – Karriere oder Familienleben?

Eine Wendung der Extraklasse ist hier inklusive. Spannungsgeladen mehr im ersten Teil, danach etwas plätschernd, aber nicht weniger interessant. Knopfphobie? Eine Erklärung gab es leider nicht :-(

Der Sprachstil konnte mich überzeugen, einfach fürs Auge zu erfassen, die Seiten fliegen nur so dahin. Zwei Erzählperspektiven runden das ganze Buch ab. Leseempfehlung erteilt.

Wer 'Gone Girl' mochte, wird von diesem Psychothriller begeistert sein

Von: Little Dragon's Library Datum : 05.12.2015

www.littledragonslibrary.de/

Mit dem Klappentext und der Aussage „Sehr wahrscheinlich werde ich TOT sein, bevor Sie das hier zu Ende gelesen haben“ hatte mich die Autorin sofort angetriggert, dass ich diesen Psychothriller unbedingt haben musste.

Das Cover finde ich sehr ansprechend mit der maserierten Schleife, die sich einmal um das gesamte Buch zieht. Die Farben sind passend gewählt. Vorne im Klappenumschlag sieht man eine rote Urne, ich möchte nicht verraten, was es damit auf sich hat. Aber ich konnte es kaum erwarten, das Buch zu beginnen.

Die 29jährige Jessica Gold bummelt kurz vor Weihnachten durch eine große Shoppingmall und erledigt ihre letzten Einkäufe als sie auf den charmanten und durchaus attraktiven Dominic Lacey trifft. Obwohl sie normalerweise eher schüchtern und in sich gekehrt ist, kommen sie schnell ins Gespräch und sie merkt ein erstes Kribbeln in seiner Nähe. Nach kurzem Plausch folgt sie ihm in seine Wohnung und in ihren eigenen Alptraum.

Dominic geht es keinesfalls um einen gemeinsamen Kaffee, er hält Jessica als Geisel an einer Fußkette. Sie muss in einer Hundehütte schlafen, sich erniedrigen und misshandeln lassen. Zwischendurch wird es noch bizarrer und er spielt mit ihr Scharade und feiert seine eigene Vorstellung von Weihnachten. Täglich überreicht er ihr grausame Geschenke, die man sich gar nicht ausmalen kann, noch schlimmer als die Geschenke an sich sind die Geschichten dazu.

Die Autorin Tammy Cohen erschafft mit einfachem aber unter die Haut gehenden Schreibstil eine packende Szenerie, in der die Atmosphäre zwischen Opfer und Entführer anfangs sehr zwischen Anziehung und Angst hin- und herschwankt. Dieses Katz- und Mausspiel mitzuerleben hat mir besonders gefallen. Jessica führt in ihrem normalen Alltag eine defekte Beziehung und ist der ungewohnten Aufmerksamkeit von Dominic anfangs nicht abgeneigt. Die Geschichte wird aus Jessicas Sicht erzählt; diese schrecklichen Erlebnisse und Situationen haben mir mehrfach eine Gänsehaut bereitet und häufig habe ich gedacht, hoffentlich wird mir so etwas niemals passieren. Trotzdem konnte ich das Buch zwischendurch nicht aus der Hand legen, ich musste erfahren, wie es mit dieser grausamen Tat weitergeht.

In einem zweiten Handlungsstrang wird Kim, eine engagierte Polizistin in die Geschichte eingeführt, die Zuhause mit den alltäglichen Sorgen zu kämpfen hat. Durch ihre vielen Überstunden auf dem Polizeirevier bleibt der Haushalt und die Kindererziehung auf der Strecke, sehr zum Missfallen ihres Ehemannes. Kim wird als Expertin zur Ermittlung des Falles um das Verschwinden von Jessica Gold beauftragt. Während der Ermittlungen ist sie dauerhaft verbissen an der Sache und stellt ihre Ehe und auch ihren Job auf die Probe, widersetzt sie sich sowohl ihrem Ehemann, in dem sie weiterhin nahezu besessen arbeitet, als auch ihrem Vorgesetzten, da sie seine Anweisungen ignoriert und ihrer Fährte folgt.

So detailreich die Autorin ihre Hauptfigur doch auch schildert, so richtig durchschauen kann man ihr Innerstes und ihre Handlungen oft nicht und das macht an diesem Thriller den Reiz aus. Jessica ist depressiv, wird von ihrer Familie nicht richtig ernst genommen und ist der typische Einzelgänger. Bis zum Ende gab es für mich kaum Vorhersehbares und ich habe das Buch in einem Rutsch weggelesen, da es mich so gefesselt hat. Wendungen ließen nicht lange auf sich warten und mit dem zweiten Teil der Geschichte hätte ich nicht gerechnet. Wahnsinn! Die Autorin setzt in ihrem Debütthriller besonders auf die charakterliche Entwicklung ihrer Protagonisten und führt damit den Leser mehrfach aufs Glatteis.

Fazit: Klare Leseempfehlung! Kann ich jedem Krimi- und Thrillerfan ans Herz legen.

Ein richtig guter Psychothriller mit einer überraschenden Wendung

Von: Lilly Datum : 04.12.2015

"Ich kann schon verstehen, wie du auf sowas kommst, aber weißt, deine Lügen haben uns ein ziemliches Stück zurückgeworfen, Jessica."Er machte eine Pause. "Es tut mir wirklich leid, aber mir bleibt nichts anderes übrig, als dich zu bestrafen."

Schon der Klappentext hat es versprochen, es wird spannend und genau das hat das Buch auch gehalten. gleich zu Anfang erzählt Jessica ihre schaurige Geschichte. Wir erfahren wie sie mit Dominic Lacey den sie beim Weihnachtseinkauf trifft in die Wohnung fährt, etwas das sie eher unscheinbare, junge Frau sonst niemals tun würde. Und auch sie ist wohl auch alles andere als das gewohnte Beuteschema von dem attraktiven Mann.

Was ihr dort widerfährt ist an Schrecklichem kaum zu überbieten. Sie wird angekettet und wenn sie ihm nicht folgt, bestraft er sie. Das es ihr dabei immer schlechter geht wird schnell klar, auch das Jessica wohl ein eigenes kleines Problem hat, denn sie hört Stimmen in ihrem Kopf. Bis zu dem Zeitpunkt war ich felsenfest der Meinung das es für Jessica kaum mehr eine Rettung gibt. Was dann im zweiten Teil des Buches kam hat mich jedoch total überrascht.

Was dabei immer wieder mit in die Handlung spielte waren die Ermittlungen die Polizistin Kim führt, über sie konnte man immer wieder Bruchstückhaft näheres aus Jessicas Leben vor ihrer Gefangenschaft erfahren. Auch über die Polizistin selbst.
Der zweite Teil hat mich dann allerdings total verblüfft. Ich kann hier leider nicht zuviel dazu sagen ohne zu Spoilern,, nur soviel: Ich lag komplett falsch und wurde wirklich perfekt auf eine ganz falsche Fährte geführt. Herrlich, ich liebe sowas.
Die Spannung war das ganze Buch über vorhanden und zog sich von Seite zu Seite. Auch im zweiten Abschnitt des Buches. Ein tolle Leistung für ein Debüt.
Die Charaktere:

Jessica; sie ist herrlich anders, hört Stimmen, wirkt auf eine faszinierende Art und Weise geheimnisvoll. Man merkt das hinter der Fassade der normalen, eher unscheinbaren Frau noch viel mehr steckt.

Dominic: sadistisch veranlagt, kann aber auch charmant sein. Trotzdem ist er meiner Meinung nach schwer gestört, sicher ein Psychopath der seine geheimen Neigungen gerne auslebt. Er ist teilweise kalt und sehr narzisstisch.

Trevis: Jessicas Lebenspartner ist für mich zu fahl und farblos, er kommt mir so vor als würde er ihr seine Liebe nur vorspielen, ob das tatsächlich so ist dürft ihr selber herausfinden.
Der Schreibstil:

Mit einfachen mitteln schafft es die Autorin den Leser gleich in die Geschichte hineinzuziehen und regelrecht an die Seiten zu fesseln. Die Sätze sind einfach gehalten, keine ermüdende Schachtelsätze, dafür geschickt eingewebte kleine Details um die Spannung zu halten.

Während du stirbst hat wirklich alles was man sich von einem guten Psychothriller wünschen kann, eine klasse durchdachte und überraschende Handlung mit vielen Wendungen, interessante Charaktere und einen einprägsamen Schreibstil der die Spannung die ganzen Seiten über hoch hält.

Erste Hälte: grandios! / Zweite Hälfte: okay

Von: Books and Biscuit Datum : 04.12.2015

booksandbiscuit.blogspot.de

Während du stirbst beginnt wie ein gewöhnlicher großartiger Thriller. Gewöhnlich in dem Sinne, dass man glaubt zu wissen, welche Geshcichte einen erwartet. Eine junge Frau wird in einem Café von einem attraktiven Mann angesprochen, er schmeichelt ihr, läd sie zu sich nach Hause ein. Schließt die Türen ab. Schmeißt die Handys weg. Kettet sie an. Ganze 12 Tage soll Jessica bei ihm bleiben, von Heilig Abend bis zum sechsten Januar. Jessicas Bericht beginnt, als sie schon mehrere tage dort gefangen ist und sie ist davon überzeugt, zu sterben. Irgendwann wird der Bericht in der Gegenwart ankommen. Und das ist der Punkt, an dem dieser Thriller nicht mehr gewöhnlich ist.

Mit dem Ende des Berichts von Jessica nimmt der Thriller einen völlig neuen Lauf und nichts ist mehr so, wie es anfangs schien. Zunächst ist diese Wendung richtig spannend und ich wollte den Thriller gar nicht mehr weglegen. War er vorher schon fesselnd, gab diese Wendung ihm noch einmal einen extra Kick. Allerdings flaut dieses neue Spannungsgefühl recht bald ab, weil er ab diesem Punkt recht gradlinig auf ein Ende zusteuert. In der zweiten Hälfte fehlt ein neuerlich unerwarteter Wendepunkt.

Die Erzählperspektive von Während du stirbst ist interessant. Während Jessica aus der Ich-Perspektive von ihren Erlebnissen erzählt, finden wir in der Polizistin Kim eine zweite Protagonistin. Für sie wurde ein personaler Erzähler gewählt. In ihrem Part geht es um ihre Ermittlungen im Fall Jessica und Dominic und um die Probleme, die sie durch ihre harte Arbeit mit ihrer Familie bekommt. Ihr Mann Sean ist die ewigen Überstunden leid und kann nicht verstehen, dass sie die Arbeit ihren kleinen Kindern und ihm vorzieht. Mir war dieser typische Krimianteil - Arbeits- und Privatleben der Ermittlerin - in der zweiten Hälfte zu groß. Generell hatte ich das Gefühl, dass Während du stirbst in der zweiten Hälfte von einem Psychothriller zu einem Krimi mutierte. Zwar habe ich ihn trotzdem an zwei Abenden gelesen, aber in der zweiten Hälfte hat er leider deutlich an Tempo verloren.

Kurz gesagt, Während du stirbst fängt grandios an, bietet eine völlig überraschende Wendung und verliert dann leider in der zweiten Hälfte an Tempo und Spannung.


Genialer Psychothriller mit zahlreichen Wendungen!

Von: Jessi Datum : 04.12.2015

in-buechern-leben.blogspot.de/

Schreibstil

„Während du stirbst“ beginnt sofort mit der Entführung von Jessica Gold und wir als Leser sind hautnah dabei. Der Schreibstil der Autorin ist einfach gehalten, aber dennoch eindringlich. Aus der Sicht von Jessica wird geschildert, was ihr widerfährt und sehr oft hatte ich eine Gänsehaut beim Lesen und musste erst einmal tief durchatmen, um das Grauen zu verarbeiten.

Besonders bemerkenswert fand ich bei diesem Psychothriller die Nähe zu der Protagonistin Jessica. Alles wird Stück für Stück aufgebaut, aber dann kommen Wendungen, die alles wieder über den Haufen werfen! Hier spielt Tammy Cohen mit ihren Lesern und das macht sie auf sehr hohem Niveau!

Mein einziger Kritikpunkt, den ich leider erwähnen muss, ist die Tatsache, dass der Schreibstil an einigen Stellen nicht ganz rund ist. Es schleichen sich die typischen Anfängerfehler ein, die für mich allerdings nicht schwer ins Gewicht fallen. Zwar wird es zum Ende hin besser, aber ich atte das Gefühl, dass es ein paar Probleme bei der Übersetzung gab! Trotzdem gibt die Autorin selbst mit ihrem Debütthriller hier aber ein sehr hohes Niveau vor, das andere Psychothriller erst einmal erreichen müssen!

Charaktere

Interessant bei diesem Buch fand ich, dass die Protagonistin nicht dieser 0815-Typ ist, sondern einen ganz eigenen Charakter besitzt, den wir im ersten Teil des Buch ergründen dürfen. (Oder denken wir das nur?) Jessica Gold ist eine schräge, junge Frau, die wohl überall anecken würde. Ich mochte sie, eben weil ich „normale“ Menschen meistens unsagbar langweilig finde!

„Während du stirbst“ setzt besonders auf Charaktertiefe und Charakterentwicklung. Wir haben im ersten Teil der Geschichte Jessica, die von Dominic entführt wird und in ein perverses Spiel gerät. Auf der anderen Seite haben wir ganz kurze Abschnitte über die zuständige Ermittlerin namens Kim. Positiv empfand ich hier, dass die Polizeiarbeit nur einen sehr geringen Teil der Geschichte einnimmt! Jessicas Entführung, ihre Qualen und sämtliche Hintergrunde stehen im Fokus dieses Thrillers!

Kim selbst ist nahezu besessen von ihrem Job und vernachlässigt ihre Familie immer mehr. Sie möchte den Fall um Jessica aufklären, denn sie merkt, dass irgendwas an der ganzen Geschichte nicht stimmen kann. Auch ihre Entwicklung und ihre Denkweisen fand ich sehr spannend!

Natürlich muss ich auch Dominic erwähnen, auch wenn ich zu ihm nicht zu viel verraten möchte, da sich die Geschichte besonders im zweiten Teil stark in eine andere Richtung entwickelt! Im ersten Teil hatte ich jedoch große angst vor ihm. Ja, die ganzen Schilderungen der Dinge, die er Jessica antut, waren für mich sehr schwer zu begreifen. Er legt es nicht darauf an, sie einfach zu töten, sondern es scheint, als würde er besonders Jessicas Qualen genießen, wenn sie zum Beispiel als Vegetarierin massenweise Fleisch in sich reinstopfen oder nachts in einer kalten Hundehütte schlafen muss!


Meine Meinung

Das Buch konnte mich trotz einiger stilistischer Schwächen gleich in den Bann ziehen. Mit Jessica konnte ich mich sehr gut identifizieren (nicht nur wegen dem Namen! ;)) und ich habe mit ihr mitgefiebert, denn die ganze Entführung und ihre Tortur in Dominics Wohnung haben selbst mich als eingefleischten Horror- und Thrillerfan schockiert!

„Während du stirbst“ ist ein waschechter Psychothriller, der mich als Leser an einigen Stellen wirklich schockiert zurückgelassen hat. Zum einen ist da Jessicas „Weihnachtsfest“ bei ihrem Entführer Dominic, der wirklich krank zu sein scheint! Jessica wird gezwungen, Weihnachten mit ihm zu verbringen und merkt schnell, in welcher Hölle sie sich da plötzlich befindet! Die ganzeQuälerei, die einzeln betrachtet vielleicht gar nicht so schlimm wäre, ergab für mich ein wahres Bild der Grausamkeit.
Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, obwohl ich stellenweise wirklich großes Mitgefühl mit Jessica hatte!

Jessica ist vom Charakter einfach sehr speziell und würde vermutlich von der breiten Masse als „verrückt“ oder „geistesgestört“ bezeichnet werden. Die Charakterwahl ist meiner Meinung nach die größte Stärke dieses Thrillers. Wir lernen hier nämlich nicht nur den „Täter“ kennen, sondern kommen auch dem „Opfer“ nahe, auch wenn nicht alles so ist, wie es auf den ersten Blick scheint!

Die zahlreichen Wendungen haben mich hier erstaunt. Das Buch ist in zwei Teile eingeteilt. Der erste Teil beschreibt Jessicas Gefangenschaft und im zweiten Teil geht es gleich weiter mit der Zeit danach. Ich möchte hier auch nicht zu viel verraten, denn diesen Thriller muss man einfach erleben! Die Wendungen haben mich teilweise schockiert, aber auch erstaunt, denn sie werfen noch einmal die ganze Geschichte um und erleuchten alles von einer anderen Seite! Hier hat die Autorin wahres Geschick bewiesen und mich von vorneherein auf eine falsche Fährte geschickt! Das liebe ich an Psychothrillern!

Auch das Ende war sehr überraschend und es ergab sich eine gut konstruierte und erschreckende Geschichte, die ich so zu Beginn des Buches sicher nicht erwartet hätte! Hier ein großes Lob an die Autorin und ich hoffe, sie wird noch viel mehr Psychothriller in diesem Stil schreiben!


Fazit

„Während du stirbst“ von Tammy Cohen ist für mich einer der besten Psychothriller, die ich in den letzten Jahre gelesen habe! Geniale Wendungen, atemlose Spannung und Charaktere fern des Mainstreams! So muss ein guter Thriller sein!

Starker Anfang...

Von: Librinchen Datum : 03.12.2015

librinchen.dennistusche.de/

Weihnachten steht vor der Tür und Jessica Gold schleppt sich schwer beladen durch die Einkaufsläden. Während einer kleinen Verschnaufpause in einem Cafe‘ lernt sie den charmanten Dominic Lacey kennen. Trotz einer festen Beziehung ist Jessica von dem Fremden fasziniert und lässt sich von ihm in seine Wohnung einladen. Dort angekommen wachsen Jessicas Zweifel und sie möchte die Wohnung umgehend verlassen. Dominic verweigert ihr allerdings diesen Wunsch und ihr wird klar, dass sie in der Falle sitzt. 12 Tage voller Schmerz, Erniedrigung und der Ungewissheit, ob man diese überleben wird.

Die Autorin erschafft im ersten Teil des Buches eine so düstere und beklemmende Atmosphäre, dass selbst mir ein Schauer über den Rücken lief. Aber nicht nur die Beschreibung von Laceys Wohnung, auch die Protagonisten strahlten diesen Zustand aus.

Jessica Gold als Hauptprotagonistin wirkte auf mich sehr seltsam. Die Mischung aus naiven Verhalten, psychischen Problemen und Unnahbarkeit, wirkten auf mich eher befremdlich. Anfänglich wirkte sie interessant, da sie nicht die typische Opferrolle einnimmt und eine starke Persönlichkeit mit vielen Geheimnissen offenbarte. Trotzdem konnte ich zu keiner Zeit der Geschichte, eine Bindung mit ihr aufbauen. Das traf aber auch auf die anderen Charaktere zu und zog sich wie ein roter Faden durch die Geschichte.

Dominic Lacey war mir von Anfang an suspekt und im Gegensatz zu Jessica fand ich ihn eher unheimlich als charmant. Sollte mir so ein Vogel mal begegnen, würde ich wohl eher die Beine in die Hand nehmen und Land gewinnen ;)
Die Idee, die hinter den 12 Geschenken und somit die Verbindungen zu seiner Vergangenheit herstellen, fand ich sehr gelungen.

Kim, die Ermittlerin im Fall „Jessica Gold“ versucht währenddessen einen Spagat zwischen Job und Familie zu finden. Ihr Ehemann Sean stellt sie vor die Wahl, sollte sie weiterhin an ihrer Karriere feilen, würde er sie verlassen und die Kinder mitnehmen.
Allgemein fand ich, dass die männlichen Protagonisten hier eher schlecht wegkamen. Alle wirkten generell kühl und unsympathisch.
War das so beabsichtigt, oder möchte die Autorin damit etwas Spezielles sagen? Man weiß es nicht ;)

Abschließend war es für mich ein sehr durchwachsenes Lesevergnügen, was eindeutig seine Stärken, wie aber auch seine Schwächen hatte. Wäre am Ende noch etwas gefeilt worden, hätte ich sicherlich weniger den Eindruck gehabt, dass die Autorin unter Zeitdruck den Roman beendet hat.

Fazit:
Stark beginnender Debütroman, der im Laufe der Geschichte immer mehr nachließ. Die fehlende Sympathie für die Protagonisten und die Auflösung konnten mich nicht überzeugen. 3 Blutsterne.

gelungener Psychothriller!

Von: Caröchen Datum : 01.12.2015

foodmeetsbooks.blogspot.com

Inhalt
Jessica Gold wird an Weihnachten von einem grausamen Psychopathen entführt und 12 Tage lang gefangen gehalten. Jeden Tag hat er ein Geschenk für sie, eins grausamer als das andere. Nach und nach enthüllt er ihr so seine abstoßende Geschichte. Doch auch Jessica hat ein Geheimnis, das besser nicht enthüllt werden sollte.

Eigene Meinung
Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt. Der erste spielt vor und während der Entführung und der zweite nachdem Jessica wieder frei gekommen ist. In einem Brief oder einer Aufzeichnung schildert sie all die Grausamkeiten, die ihr während der Gefangenschaft angetan wurden. Meine Nerven waren in diesem Teil zum zerreißen gespannt, immer hatte ich Angst, dass plötzlich der große Schock kommt und etwas noch schrecklicheres als vorher passiert. Dominic ist wirklich gut dargestellt, vor allem die Abwechslung von krankem Psychopathen und mitfühlendem Liebhaber ist Cohen super gelungen.

Wer denkt, nachdem Jessica befreit wurde, würde sich alles klären, der irrt. Hier fängt die Geschichte erst richtig an. Der Leser wird von einer Wendung zur nächsten gejagt und man blickt kaum noch durch. Stückchen für Stückchen setzt man die grauenhafte Wahrheit zusammen und kommt zu einem Schluss, der zum Ende hin immer übertriebener und konstruierter wurde. Ich hätte es schöner gefunden, wenn die Geschichte nur halb so verstrickt gewesen wäre.

Zwischendurch kommen immer wieder Passagen, die von der Polizistin Kim handeln. Sie ermittelt in dem Fall und ist ein sehr trauriges Beispiel dafür, dass man sich manchmal zwischen Karriere und Familie entscheiden muss. Ihre Abschnitte sind sehr bedrückend und haben mich richtig traurig gestimmt. Und besonders bei ihrer letzten Entscheidung hätte ich nicht mit ihr tauschen wollen.

Im Klappentext und zu Beginn des Buches wird die Knopfphobie von Jessica erwähnt. Im Laufe des Buches spielt sie jedoch absolut keine Rolle. Das hätte man meiner Meinung nach weglassen sollen, da es ein bisschen lächerlich wirkt. Wenn jemand schon vor so harmlosen Dingen Angst hat und es sogar erwähnt wird, sollte die Geschichte auch irgendetwas damit zu tun haben.

Fazit
"Während du stirbst" ist wieder einmal ein sehr gut gelungener Psychothriller, ein Thriller der das Wort "Psycho" davor wirklich verdient. Mehr als einmal nahm die Geschichte eine überraschende Wenung und erst sehr viel später wird dem Leser klar, welches Geheimnis Jessica hat und welche Rolle es in der Geschichte spielt.

Während du stirbst

Von: Thrillertantes Bücherblog Datum : 30.11.2015

www.thrillertante.blogspot.de

Es ist kurz vor Weihnachten und Jessica Gold ist in London unterwegs um Weihnachtseinkäufe zu erledigen. Wie gut, dass sie nach dem anstrengenden Shopping in einem Café noch einen freien Tisch ergattert. Ein Unbekannter, der sich ihr mit dem Namen Dominic Lacey vorstellt, fragt sie, ob er sich zu ihr setzen kann. Jessica ist fasziniert von dem gutaussehenden Mann mit den stechend blauen Augen und so entwickelt sich ein Gespräch zwischen den Beiden. Der Unbekannte fragt Jessica, ob sie ihn nach Hause begleitet um bei ihm noch etwas zu trinken. Jessica nimmt die Einladung an und fährt mit Dominic zu seiner Wohnung. Allerdings hat Dominic mit Jessica ganz andere Pläne und so hält er sie in seiner Wohnung fest. 12 Geschenke überreicht er der Neunundzwanzigjährigen und schon bald ahnt Jessica, dass sie die Wohnung nicht lebend verlassen wird....

Ich war sehr gespannt auf den Psychothriller, denn Cover und Klappenext hatten es mir sehr angetan und ich war gespannt, was mich erwartet.

Zur Story ist der Klappentext ausreichend, denn ich möchte auf gar keinen Fall spoilern und die Spannung verderben.

Jessica Gold ist ein schwieriger Charakter und ich wusste so gar nicht, was ich von ihr halten soll. Sie war mir nicht symphatisch, hat mich aber fasziniert. Ihre Knopfphobie wird nur am Rande erwähnt und hat mit der Story eigentlich gar nichts zu tun. Man erkennt allerdings an dieser Phobie schon ein wenig, dass Jessica anders ist. Verschroben, schrullig...seltsam, wie selbst ihre Brüder sie beschreiben.

Ebenso ging es mir mit dem Charakter Dominic. Er war mir ganz gewiss auch nicht symphatisch aber nicht weniger faszinierend als Jessica. Dominic möchte über Weihnachten nicht alleine bleiben und erzählt Jessica mit jedem Geschenk, das er ihr überreicht, ein bisschen mehr aus seinem Leben und seiner Kindheit. Der Psychothriller kommt mit recht wenig Blut aus, aber die Erzählungen Dominics, haben mir eine Gänsehaut nach der anderen über den Rücken gejagt. Sollte er mir leid tun? Erzählt er da eigentlich die Wahrheit oder ist dieser Mann einfach nur ein irrer Psychopath? Und natürlich war ich sehr gespannt auf das letzte Geschenk, das Jessica erhalten sollte und was danach geschieht...

Tammy Cohen hat mit "Während du stirbst" einen spannenden und subtilen Psychothriller geschaffen. Die Geschichte lebt von Wendungen, die sich absolut nicht vorausschauen lassen und ich habe mich sogar dabei ertappt, dass ich bei einer Wendung, mit der ich so absolut nicht gerechnet habe, kurz lachen musste. Nicht, weil es an den Haaren herbeigezogen war, sondern weil ich komplett überrumpelt war und mir erst mal nichts mehr dazu eingefallen ist. "Gibt`s doch gar nicht!" kam mir über die Lippen und ich musste damit leben, dass man mich mal kurz seltsam anschaute.

Das Ende der Story kam abrupt und wieder war ich überrumpelt. Irgendwie komme ich mit dem Ende nicht so gut zurecht und meiner Meinung nach, schreit dieses Buch geradezu nach einer Fortsetzung. Für mich blieben am Ende zu viele Fragen offen und ich hoffe sehr, dass "Während du stirbst" von Tammy Cohen weitergeführt wird. Ich wäre wahrscheinlich eine der ersten, die dieses Buch lesen würde.

Für Psychothrillerfans gibts von mir eine absolute Leseempfehlung. Unglaublich, mit wie vielen Boshaftigkeiten man literarisch um sich schmeißen kann - mir hat es sehr gefallen und ich möchte gerne mehr davon!