Leserstimmen zu
Flavia de Luce 4 - Vorhang auf für eine Leiche

Alan Bradley

Flavia de Luce (4)

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Mit Flavia ermitteln wir in einem dem kleinen Dörfchen samt de Luce Herrenhaus nahe London Ende der goldenen Zwanziger. Flavia, die viel gehänselte Jüngste der de Luce hat den Tot der Mutter immer noch nicht überwunden. Sie vergräbt sich in Mordermittlungen und plant in ihrem geheimen Labor diverse Gifttränke für ihre älteren Schwestern. Ihre Nase kann sie aus Geheimnissen kaum heraushalten und gerät dabei immer wieder in Gefahr. Dank ihrem treuen Butler Dodger schafft sie es, aus ihrer Einsamkeit, zum Leidwesen ihres Vaters, einen unwiderstehlichen Forscherdrang zu hervorzubringen. Flavia macht es einem einfach, sie zu mögen. Mit offenen Ohren und großem Herzen findet sie in jedem Menschen das Gute, hilft wo sie kann und bringt die Menschen zusammen. Ein Spaß für alle Krimifans der Nachkriegszeit, Freunde von Giftpflanzen und alten Apothekergläsern.

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Es weihnachtet auf Buckshaw, doch leider ist die weihnachtliche Besinnlichkeit nicht ungetrübt. Wegen der ewigen finanziellen Probleme sieht sich Colonel de Luce gezwungen, der Bitte einer Filmcrew nachzugeben - gegen Geld versteht sich - auf Buckshaw filmen zu dürfen. Außer dem Colonel und Dogger sind alle ziemlich angetan von diesem Trubel, schließlich kommen zwei sehr bekannte Schauspieler in das Herrenhaus. Flavia hat jedoch eigentlich etwas ganz anderes im Sinn. Sie will den Weihnachtsmann stellen, um ihren blöden Schwestern zu beweisen, dass es ihn wirklich gibt. Auch dieses Buch um Flavia ist sehr gelungen. Fast so als könnte man beim Lesen dieser Reihe nichts falsch machen. Zwar geht es etwas langsam los und man fragt sich, ob 11jährige tatsächlich noch an den Weihnachtsmann glauben (in den 50ern vielleicht), aber schnell entwickelt die Story ihren speziellen Flavia-Charme und alles ist gut. Etwas weniger gut ist es natürlich für die, die im Verlauf der Handlung zu Schaden kommen. Da hat der Autor mit viel Phantasie ein kleines Schauspieler-Drama erdacht, das mit großer Glaubwürdigkeit daher kommt. Doch auch Flavia kommt nicht zu kurz. Fast scheint es so, als stünde sie an der Schwelle einer Reife, die dem langsamen älter werden entspricht, was mir sehr gut gefallen hat. Und auch Buckshaw erhält eine neue Chance. Und den Weihnachtsmann gibt es vielleicht doch.....

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„nasskalte Nebelranken erhoben sich vom Eis wie gepeinigte Seelen, die ihre leibliche Hülle verließen.“ – Erster Satz Die Aufmachung: Das Cover ist typisch Flavia. Wir haben hier wieder einige Einzelheiten, die auf den Inhalt des Buches hinweisen, ohne irgendwas zu verraten. Wie immer steht Flavia im Mittelpunkt. Besonders nett sind hier so kleine Details, wie die gemusterte Tapete im Hintergrund oder der feine Schneefilm auf auf der Schrift. Das Setting: Anders als in den anderen Bänden ist Flavia diesmal nicht ermittlungstechnisch im Dorf Bishops Lacey unterwegs, sondern hat ein Heimspiel. Die Geschichte spielt ausschließlich auf Buckshaw, dem Anwesen der de Luces. Natürlich hat man schon vorher einige Einblicke in Flavias zu Hause gewinnen können, aber diesmal konnte man sich einen noch besseren Eindruck des Anwesens verschaffen. Der Plot: >> Im einst prächtigen, inzwischen jedoch ziemlich heruntergekommenen Herrenhaus der Familie de Luce mietet sich eine Filmcrew aus London ein. Doch kaum haben die glamourösen Dreharbeiten begonnen, geschieht das Unfassbare: Ein Mitglied des Ensembles wird tot nd damit entwickeln sich die Ereignisse ganz nach Flavia des Luces Geschmack. Die junge Hobbydetektivin ist davon überzeugt, dass sie den skrupellosen Mörder entlarven kann, und macht sich an die gefährlichen Ermittlungen...<< - Klappentext Erstmal möchte ich ein großes Lob aussprechen an die Verfasser dieses Klappentextes. Danke, das hier nicht gespoilert wurde, wer nun als Leiche herhalten musste, dass hätte nämlich ein ganzes Stück an Spannung gekostet. An diesem Band der Reihe hat mir besonders gut gefallen, dass nicht sofort mit der Tür bzw. Leiche ins Haus gefallen wurde. Alan Bradley baut erst ganz in Ruhe seine Geschichte auf und präsentiert dann unvermittelt das schreckliche Ereignis, sodass man als Leser schon fast wieder vergessen hat, worauf das Buch eigentlich abzielt. Ich war tatsächlich ein wenig entsetzt und habe umso mehr mitgefiebert, als die Ermittlungen losgingen. Flavia war als Hauptprotagonistin natürlich mitten drin und ist von einem Hinweis zum nächsten gestolpert. Auch schon bei den vorherigen Büchern hatte ich das Gefühl, dass die Gute manchmal mehr Glück als Verstand hat, wenn es darum geht Beweise zu finden. Und das will was heißen, bei so einem kleinen Genie. Die Auflösung kam für mich wieder etwas überraschend und ich hatte mal wieder bis zum Schluss keine Ahnung, wer der Täter ist. Die Protagonisten: Flavia ist eindeutig ein Unikat. Neben ihrer liebe zur Chemie und ihrer Freundschaft zum Haus... ja was eigentlich? Nennen wir ihn den guten Geist des Hauses "Dogger", ist sie wirklich außergewöhnlich schlau. Hat aber auch einen sehr ausgeprägten Drang zum makaberen. Noch beim ersten Band empfand ich Flavia etwas zu altklug, aber mittlerweile sind ihre Geschichten für mich zur Obsession geworden. Auch die Nebenfiguren sind durchaus alle Sympathiträger mit einzigartigen Schrullen. Egal ob Flavias Vater, der mit seiner Leidenschaft für Briefmarken auftrumpft oder ihrer ältesten Schwester Ophelia - kurz Feely -, die sich vor Verehren kaum retten kann. Ich mag Flavias Umfeld und fand es ganz spannend, wie sich auch die Nebenfiguren im Laufe der Bücher weiterentwickeln. Der Schreibstil und Umsetzung: Alan Bradley bedient sich eines trockenen Humors, denn man einfach nur als britisch Bezeichnen kann und lässt damit den englischen Landadel aus den 50er Jahren zum Leben erwachen. Ich bin sehr froh, dass er sich für diese Zeitepoche entschieden hat. In einem anderen Rahmen würden die Geschichten um Flavia nicht funktionieren. Zudem finde ich es faszinierend, wie er mich als Leser eingelullt hat und mir gleichzeitig eine überaus spannende Geschichte präsentiert hat. Fazit: Obwohl ich vom ersten Band eher minder begeistert war, muss ich zugeben, dass mich dieser Band regelrecht umgehauen hat. Diese Serie lohnt sich meiner Meinung nach nicht nur für Krimifans und solche die es werden wollen. Ich jedenfalls werde mich in aller Eile an den nächsten Band setzten und ihn verschlingen.

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Meinung: Auch dieser Teil der Flavia-Reihe hat mir wieder sehr gut gefallen. Dennoch war er meiner Meinung nach anders als die vorherigen Teile. Diesmal gibt es mehr Rahmenhandlung, es dauert ein bisschen länger, bis die Leiche auftaucht und auch Flavias Ermittlungen fallen knapper aus. Trotzdem hat mich dieses Buch wieder bestens unterhalten! Es hat den Flavia-typischen Humor, es geht ferner um Flavias chemische Experimente (mit denen sie diesmal versucht den Weihnachtsmann zu fangen) und man erfährt in diesem Band mehr über Dogger und Tante Felicity. Letztere soll wohl in den nächsten Bänden angeblich eine größere Rolle spielen. Die de-Luce-Schwestern sticheln sich immer noch gegenseitig an, verhalten sich aber - vielleicht wegen Weihnachten - diesmal nicht ganz so grausam. Die Charaktere sind also im Großen und Ganzen die der vorherigen Bände, nur dass diesmal auch ein Filmteam dazukommt. Spätestens ab diesem Teil sollte man aber die vorherigen Flavia-Bücher gelesen haben, weil hin und wieder Bezug zu ihren früheren Ermittlungen genommen wird. Vor kurzem habe ich irgendwo gelesen, dass der Autor Alan Bradley versucht, den Ermittlungen mehr Hintergrundgeschichte zu verleihen - es soll also nicht nur um die Ermittlungen gehen, sondern auch private Hintergründe und generell mehr Story enthalten und ich denke, das ist ihm gelungen. Fazit: Auch im 4. Teil der Flavia-de-Luce-Reihe, der in der Weihnachtszeit spielt, hat die Familie wieder große Geldsorgen. Diesmal kommt die finanzielle Rettung in Form eines Filmteams, das auf Buckshaw einen Film mit der weltberühmten Phillys Wyvern drehen möchte. Da das Kirchendach des Ortes eine Sanierung nötig hat, bittet der Vikar um eine Benefizvorstellung welche im Anwesen der de Luces stattfindet. Die ganze Umgebung besucht Buckshaw um einen Blick auf die berühmte Phillys Wyvern zu erhaschen und schon bald gibt es eine Leiche - erdrosselt mit einem Filmstreifen... Da Buckshaw durch einen sehr starken Schneesturm komplett von der Außenwelt abgeschnitten ist, macht sich Flavia schnell wieder selbst an die Arbeit und fängt an zu ermitteln... Ein Flavia-de-Luce-Krimi wie wir ihn kennen und lieben, diesmal aber mit mehr Story drum herum und weniger Ermittlungsarbeit. Ich fands wie immer gut - 4 von 5 Sternen!

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Ich hatte zuvor noch keinen anderen Band um Flavia de Luce gelesen. Hatte aber schon mal einige Bücher von diesen im Blickfeld. Dass ich noch keins gelesen habe, tat dem Buch aber keinen Abbruch. Dies ist eine eigenständige Geschichte für sich - so das ich sie gut verstehen konnte. Auch die Charaktere sind so beschrieben, dass man sie sich auch ohne Vorkenntnisse vorstellen konnte. Ich denke wenn man die anderen Bücher gelesen hat, hat man noch mehr Kenntnisse über die verschiedenen Protagonisten. Teilweise wurden auch kurze Anspielungen auf andere Fälle gemacht. Aber das fand ich nicht tragisch. Trotzdem kann ich mir vorstellen, auch vorher gegangene Bände noch zu lesen - ohne dass es ihnen an Spannung fehlt. Sprachlich ist dieses Buch relativ einfach gehalten. Die Sätze sind meist relativ kurz - und keine Schachtelsätze. Die Wortwahl ist so, dass eigentlich jede Erwachsene Person, dieses Buch verstehen kann. Zwischendurch gibt es Begriffe aus der Chemie, die aber eigentlich auch erklärt werden. Von daher fand ich auch diese nicht schlimm. Es war auch zum Glück nicht zu viel davon. Mehr hätte es meiner Meinung nach nicht sein dürfen, sonst wäre das Buch an diesen Stellen für mich zu langweilig geworden. Diese Begriffe, Erklärungen sind nicht unbedingt notwendig, ich denke auch wenn man den Bezug zur Chemie in dem meisten Fällen weg gelassen hätte, wäre das Buch trotzdem gut verständlich gewesen. Der Spannungsaufbau ist vorhanden. Zunächst lernt man erstmal die Umgebung, Charaktere kennen, danach fängt es dann Stück für Stück an spannender zu werden, bis es schließlich auch seinen Höhepunkt erreicht, der lange anhält. Ich denke es hätte schon zu Beginn ein wenig spannender sein können. Aber das tut dem Buch keinen Abbruch, denn sonst ist die Spannung vorhanden. Die Charaktere gefallen mir auch gut. Und ich habe Lust ein weiteres Buch über Flavia und ihre Fälle zu lesen.

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Aufmachung des Buches Wie bei allen Flavia de Luce-Romane sieht man Flavia selbst auf diesem Cover. Sie trägt ihre typischen geflochtenen Zöpfe und ein schwarzes Kleid. In einer Hand hält sie eine Filmklappe. Außerdem rollt ein Filmstreifen über das Bild und eine Kamera sowie Scheinwerfer sind auf Flavia gerichtet. Der Hintergrund ist dieses Mal in einem leichten Rotton gehalten und Schneeflocken sind angedeutet. Schließlich spielt dieses Buch auch an Weihnachten mit starkem Schneefall. Mir gefällt das Cover sehr gut und es spiegelt den Inhalt mit den genannten Elementen wider. Inhalt Das vierte Buch „Flavia de Luce – Vorhang auf für eine Leiche“ von Alan Bradley spielt dieses Mal zur Weihnachtszeit. Flavias Vater erlaubt es einem Filmteam über die Feiertage in ihrem großen Haus auf Buckshaw einen Film zu drehen. Dabei ist auch die berühmte Schauspielerin Phyllis Wyvern, die nach einer Überredung vom Vikar bereit ist eine kleine Sondervorstellung mit einem ihrer Schauspielerkollegen zu „Romeo und Julia“ darzubieten. Diese Aufführung findet auch auf Buckshaw statt und das halbe Dorf ist anwesend. Doch während der Vorstellung gibt es solch ein Schneefall, dass die Dorfbewohner bei Flavias Familie festsitzen und nächtigen müssen. Und dann geschieht auch noch ein Mord! Flavia beginnt wieder einmal zu ermitteln. Meine Meinung Nach wie vor kann ich einfach nur sagen, Flavia de Luce ist zu klug für ihr Alter ;-). So ein Wissen im Bereich der Chemie ist Wahnsinn und ihre Kombinationsgabe bei der Ermittlung eines Mordfalls ist beeindruckend. Ich bewundere sie für ihre Gabe. Chemie war nämlich ziemlich schnell nicht mehr mein Fall in der Schule. Ich verstehe manchmal nur römische Dörfer, wenn Flavia wieder mal über chemische Formeln und Zusammensetzungen spricht. Von daher sind diese Stellen im Buch für mich eigentlich nur zum Überfliegen da. Dies macht aber nichts im Gesamtverständnis des Inhalts aus. Und die Handlung ist auch dieses Mal interessant. Zwar spielt die Geschichte in diesem Roman nur auf Buckshaw und nicht sonst wo im Dorf, aber deshalb wird die Geschichte nicht langweilig. Ein Film soll in Flavias zu Hause gedreht werden. Dabei reist ein riesiges Filmteam mit Schauspielern an und so manch Charakter erweist sich als unangenehm. Dazu kommt auch noch, dass die Familie de Luce sich ab sofort nicht mehr überall im Haus aufhalten darf. Doch Flavia findet Mittel und Wege diese Regel zu Umgehen. Schließlich ist ja auch nicht jeden Tag so ein Auflauf auf Buckshaw! Lustig finde ich, dass Feely, Flavias Schwester, sich mehrmals vor Phyllis Wyvern zum Affen macht. Geschieht ihr schon ein wenig recht, denn sie und auch Flavias andere Schwester Daffy machen weiterhin Flavias Leben zur Hölle. Nett können die beiden nur selten zu ihrer kleinen Schwester sein. Flavia ist wieder in ihrem Element als ein Mord geschieht. Natürlich ist sie an erster Stelle und entdeckt Hinweise, die die Polizei übersieht. Flavia ist einfach Kult! Ich könnte mir gut vorstellen, dass sie im erwachsenen Alter eine gute Detektivin sein könnte^^. Dieses Buch ist etwas kürzer als die anderen habe ich den Eindruck und das Ende war dann doch sehr schnell da. Ein wenig mehr hätte ich mir dann doch noch gewünscht. Es kam mir zu abrupt die Auflösung. Allerdings wird es auch noch ein bisschen spannend als Flavia sich auf die Lauer nach dem Weihnachtsmann setzt… Dabei spielt Vogelleim eine größere Rolle. Da ich das letzte Buch schon vor über einem Jahr gelesen habe, habe ich manche Hintergründe schon wieder leicht vergessen. Es werden Dinge erwähnt, da musste ich dann doch nochmal kurz nachdenken, was nochmal geschehen ist. Mein Fazit Detektivin in spe Flavia de Luce erhält auch dieses Mal vier Sterne von mir. Ich bin gespannt, wie es mit der Familie de Luce weitergeht. Werden die Schulden getilgt? Mal schauen… Vielen Dank an Blanvalet für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.

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