Leserstimmen zu
Die Überlebenden

Alexandra Bracken

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Dies ist eine Rezension zur englischen Ausgabe! Worum geht's? In Amerika hat eine Seuche die Kinder aussterben lassen. Nur wenige sind übrig; was sie gemeinsam haben, sind übernatürliche Fähigkeiten, vor denen die Erwachsenen Angst haben. Deshalb hat man die Überlebenden in Lager gesteckt, aus denen niemand entkommen kann. Normalerweise. Ruby gelingt es jedoch und auf der Suche nach Kontrolle über ihre Fähigkeit, lernt sie das Trio Liam, Chubs und Suzume kennen. Sie reisen durch ein zerstörtes Land, jeder mit einem eigenen Ziel, aber trotzdem gemeinsam, bis sie schließlich den Safe Heaven erreichen, den einzigen Ort, an dem Kinder mit übernatürlichen Fähigkeiten vermeintlich sicher sind. Meine Meinung So viele verschiedene Aspekte, so viele offene Fragen - Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Die Idee war grundsätzlich klasse, auch wenn es scheint, als hätte die Autorin nicht zu Ende gedacht. Wenn alle Kinder aussterben und die Überlebenden weggesperrt werden, stirbt dann nicht auch automatisch die Bevölkerung aus? Ruby, die Protagonistin, gehört also zu jenen Überlebenden, die in einem Lager weggesperrt werden. Gleich zu Anfang erfahren wir etwas über ihre Fähigkeiten: irgendetwas mit Gedanken lesen und kontrollieren, eine genauere Definition als das, was wir lesen und wie sie eingeordnet wird, nämlich als Orange (nicht die Frucht, sondern die Farbe), erfahren wir leider nicht. Ist aber eigentlich auch in Ordnung, schließlich weiß Ruby ja selbst nicht, wieso sie mit ihrer Berührung sämtliche Erinnerungen über sich selbst in den Köpfen Anderer löschen kann. So weit, so gut. Mit Hilfe einer regierungsfeindlichen Gruppierung namens Children's League gelingt ihr nun also die Flucht aus dem Lager, doch dann findet sie heraus, dass sie auch dieser Gruppe nicht trauen kann und entkommt ihnen. Dabei trifft sie dann auf ihre drei Reisegefährten Liam, Chubs und Suzume, mit denen sie auf einen halsbrecherischen Roadtrip durch ein zerstörtes Land geht. Auch die drei haben Fähigkeiten, ihre werden aber nicht als so gefährlich eingestuft wie Rubys. Aus Angst davor, dass ihre Berührung die Erinnerung an sie löschen könnte, entwickelt sich auch die Liebesbeziehung zwischen Liam und Ruby nur langsam. Besonders als sie im Safe Heaven ankommen, ward Liam auf einmal kaum noch gesehen, da Ruby in der Zeit Besseres zu tun hat (Was, verrate ich hier natürlich nicht!). Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass der Funke bei mir nicht übergesprungen ist oder an etwas anderem, aber mir war die Liebesbeziehung nicht tiefgründig genug. Es war einfach zu plötzlich zu viel und das machte es für mich unglaubhaft. Insgesamt ging es gegen Ende plötzlich alles Schlag auf Schlag, so dass ich das Gefühl bekam, dass die Autorin unbedingt noch einen Cliffhanger einbauen wollte. Das hätte sie aber nicht gebraucht. Ein rundes Ende hätte gereicht, um den nächsten Teil in Angriff zu nehmen. Fazit Es ist schade, denn ich hatte hohe Erwartungen in das Buch, die es leider nicht erfüllen konnte. Die Idee ist klasse, ihr fehlte aber der Feinschliff, die Charakter sind tiefgründig (besonders Chubs hat es mir angetan), aber die Beziehungen sind ausbaufähig. Ein guter Auftakt für eine Trilogie, von der ich hoffe, dass sie in den nächsten Teilen mehr leistet.

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Meinung Was für ein unglaublich tolles Buchcover! Die Oberfläche von dem Buch ist entweder geprägt oder mit einer speziellen Schicht überzogen, denn sie fühlt sich sehr anders an. Spürbar anders. Im ersten Moment war es ziemlich ungewohnt, etwa wie bei Endgame. Einfach, weil man damit nicht gerechnet hat. Zunächst dachte ich, dass das beim Lesen vielleicht stören könnte, aber gar nicht. Es war angenehm und absolut jedes Mal aufs Neue faszinierend, das Buch zu streicheln. Gerade, weil man hier auch einen Tunnel sehen kann, hätte man vermuten können, man hat die steinige Oberfläche versucht nachzuahmen. Wobei ich ja noch hinzufügen möchte, dass mir das Bild für da Cover gar nicht so sehr gefällt, eben dafür die Aufmachung. Alexandra Bracken ist es gelungen, eine sehr spezielle Umgebung zu schaffen. Alles war kühl und distanziert. Jeder Raum und jede Ecke waren so befremdlich. Es war auf jeden Fall eine Stimmung in diesem Lager in Thurmond, die absichtlich so dargestellt wurde und auch gar nicht mal so schlecht war. Ohne jetzt zu viel vornweg zu greifen, will ich sagen, dass die Umgebungen und Situationen sehr gut beschrieben waren und man durchaus sehr realitätsnahe Bilder im Kopf hatte. Einige Beschreibungen waren so detailreich, aber nicht belastend und nervend sondern eher faszinierend. Die Charaktere sind auch so ein spezielles Thema, wo ich eigentlich nur zu viel verraten könnte. Ruby ist der Zentrale Punkt in der Geschichte. Man liest aus ihrer Sicht und genauso erfährt man alle Informationen, alles was sie Weiß, das weiß man auch. Die Perspektive finde ich gut und kann mir nicht wirklich einen anderen Winkel vorstellen, aus dem man die Geschichte betrachten könnte. Im weiteren Verlauf der Geschichte bekommt Ruby es mit sehr vielen Charakteren zu tun, sei es Nebenrollen, andere Hauptfiguren oder was auch immer. Gestört haben mich keine und Alexandra Bracken wusste genau, worauf es bei ihren Figuren ankommt und hat meiner Meinung nach nichts vergessen. Braken hat einen sehr einfachen Schreibstil, nichts Kompliziertes, wo man mehrfach drüber nachdenken müsste, bis man es versteht. Dennoch fand ich, das manches doch ziemlich unscheinbar war oder gar undurchsichtig. Zumindest bis zur Hälfte des Buches, weil dann auch die Handlung sich noch einmal stark verändert hat und sie da deutlich mehr Spaß beim Schreiben hatte. Ich fand die erste Hälfte irgendwie ziemlich flach und ich glaube auch, dass man das merkt, wenn man das liest. Vor allem wurden oft Abkürzungen benutzt, wo ich bis jetzt noch nicht weiß, ob ich deren Definitionen überlesen habe oder ob sie einfach nicht vorkommen. Klar, wusste ich in etwa, was es ist, aber wirklich wissen, was es heißt, weiß ich nicht. Nach der mühevollen ersten Hälfte des Buches fing die Geschichte richtig an, Fahrt aufzunehmen. Ab da hatte mich die Geschichte. Es war dann schwer nicht weiter zu lesen und dem Ganzen zu folgen. Doch im Gesamtüberblick gab es dann doch einiges was mir gut gefallen aber auch einiges wo ich mir denke: Eigentlich gefällt dir das ja weniger. Ich bin mir recht unschlüssig gewesen, was ich darüber denken soll. Nun bin ich mir aber doch ziemlich sicher, dass es nur ein Anfang von irgendwas war und wer weiß, wie es weiter geht? Wir werden es erfahren, wenn im Februar 2015 die Fortsetzung erscheint! (Voraussichtlich: 16.02.15!) Bewertung Das Buch war nicht wie alle, bediente sich aber dennoch an einigen Sachen, die mich gestört haben, aber auch aufgelöst wurden im Verlauf der Geschichte. Ich bin weder gehyped noch geflasht. Ich bin mittelmäßig überzeugt von diesem Buch aber vertraue auf das Potenzial der Geschichte und hoffe auf eine vielleicht bessere Fortsetzung. Somit vergebe ich drei von fünf Sternen, aber nur, da es keine halben Sterne bei mir gibt. Fazit Dieses Buch hatte mehr Potenzial, aber genauso die Geschichte. Da es eine Trilogie ist, vermute ich einen schwachen Auftakt mit hoffentlich mehr Feuer in der Zukunft. Es war keine Qual, es war schon Unterhaltung. Es ist nach meinem Geschmack halt wieder zu sehr in diese typische Teenager-Probleme-Sache gerutscht. Wann werden die mal vernünftig, diese Teenager? Ich weiß, dass ich kaum älter bin, aber ich wünsche mir manchmal ein Vorbild in einer Geschichte. :D

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Klappentext „Ruby hat überlebt. Doch der Preis dafür war hoch. Sie hat alles verloren: Freunde, Familie, ihr ganzes Leben. Weil sie das Virus überlebt hat. Weil sie nun eine Fähigkeit besitzt, die sie zur Bedrohung werden lässt, zu einer Gefahr für die Menschheit. Denn sie kann die Gedanken anderer beeinflussen. Deshalb wurde sie in ein Lager gebracht mit vielen anderen Überlebenden. Deshalb soll sie getötet werden. Aber Ruby hat nicht überlebt, um zu sterben. Sie wird kämpfen, schließlich hat sie nichts zu verlieren. Noch nicht ...“ Gestaltung Auf dem Cover sieht man ein Mädchen, das von hinten mit einem Licht beleuchtet wird und von dem man so nur einen Schattenumriss sieht. So wirkt es, als stände sie in einer Höhle oder als würde sie in eine hineinblicken. Zu einer optischen und vor allem auch haptischen Besonderheit wird die Gestaltung allerdings vor allem durch die raue Cover- sowie Buchrückenoberfläche. Es fühlt sich an wie sanftes Schmirgelpapier oder angeklebter Sand und macht „Die Überlebenden“ so zu einer Besonderheit auf dem Buchmarkt. Meine Meinung Nicht nur durch die Gestaltung ist „Die Überlebenden“ eine Besonderheit, auch der packende, actionreiche und spannende Inhalt fesselt den Leser und lässt sein Herz vor lauter Atemlosigkeit schneller schlagen. Die Idee und der wirklich düstere Zukunftsentwurf von „Die Überlebenden“ haben mich dabei besonders gepackt. Ein Virus hat die jüngsten Generationen befallen und die Jugendlichen sind in Folge dessen mit bestimmten Fähigkeiten „verflucht“. „Verflucht“ deshalb, weil Kinder mit solchen Fähigkeiten in Camps weggesperrt werden, da die Bevölkerung Angst vor ihnen hat. Die Idee mit Fähigkeiten erinnert ein wenig an X-Men und wer, so wie ich, die X-Men mag, der wird auch „Die Überlebenden“ lieben! Auch Protagonistin Ruby ist eine dieser Jugendlichen mit einer Fähigkeit. Die Geschichte wird komplett aus ihrer Sicht in der Form eines Ich-Erzählers berichtet. So kommt der Leser natürlich besonders dieser Figur sehr nahe und kann ihr Handeln sowie Denken sehr gut nachempfinden. Ruby ist dabei allerdings keine gewöhnliche 0815-Heldin, sondern wirklich besonders. In ihrer Kindheit musste sie viel durchmachen, ihre Fähigkeit ist gefährlich und schwer zu kontrollieren. Aber mit der Zeit lernt Ruby ihre Gabe einzusetzen und entwickelt sich zu einer selbstbewussten, taffen sowie starken Heldin. Rubys Freunde Liam, Chubs und Zuzume sind dabei auch ganz besondere Charaktere, vor allem dadurch, dass jeder von ihnen so unterschiedlich ist. Vor allem Liam und seine Beziehung zu Ruby waren für mich etwas ganz besonderes, da wir hier nicht das sonst so typische Klischee der Liebe auf den ersten Blick erleben. Bei diesen beiden Figuren gibt es keine Zweifel, keine Fragerei, kein „Wir können wegen dem und dem nicht zusammen sein“. Sie passen einfach zusammen und merken dies erst im Lauf der Geschichte, ebenso wie der Leser selber. “Die Überlebenden” ist seit langer Zeit mal wieder endlich ein Roman, der mich von vorne bis hinten komplett fesseln konnte. Dies lag nicht zuletzt auch an Alexandra Brackens grandiosem Schreib- sowie Erzählstil. Bildreiche Erzählungen, die allerdings auch sehr ins Detail gehen und somit manch einen Leser auch stören könnten, schalteten bei mir schon auf Seite 1 das Kopfkino ein und erst nach der letzten Seite wieder aus. Ich habe mich nicht ein einziges Mal gelangweilt, sondern war so in die Handlung vertieft, dass ich manchmal nicht bemerkt habe, wie ich vor Spannung die Luft angehalten habe. Vor allem das wirklich überraschende Ende mit der erstaunlichen Wendung haben mich wirklich atemlos gemacht, sodass ich es kaum erwarten kann, dass der Februar endlich kommt, damit ich Band 2 „Furchtlose Liebe“ endlich verschlingen kann. Fazit Ein Trilogie-Auftakt, den man einfach lieben muss, da er alles hat, was ein Leserherz begehrt: Action, Dramatik, Spannung, Herzrasen-Momente, Atemlosigkeit! „Die Überlebenden“ ist ein Feuerwerk, das auf der ersten Seite entfacht wird und auch auf der letzten Seite immer noch brennt. Einzig der detailreiche Schreibstil könnte manchen Leser stören. 5 von 5 Sternen! Reihen-Infos 1. Die Überlebenden 2. Furchtlose Liebe (16. Februar 2015) 3. In the Afterlight (engl. 28. Oktober 2014)

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die Autorin: Alexandra Bracken wuchs im US-Staat Arizona auf. Nach ihrem Studium am „College of William & Mary“ in Virginia zog es sie nach New York City, wo sie derzeit lebt und arbeitet. Ihren ersten Roman schrieb sie schon während des Studiums als Geschenk für eine Freundin. Die Liebe zu Büchern hat sie aber nicht nur dazu gebracht, selbst zu schreiben. Sie arbeitet außerdem bei einem großen amerikanischen Buchverlag und hat jederzeit eine Buchempfehlung parat. Klappentext: Ruby hat überlebt. Doch der Preis dafür war hoch. Sie hat alles verloren: Freunde, Familie, ihr ganzes Leben. Weil sie das Virus überlebt hat. Weil sie nun eine Fähigkeit besitzt, die sie zur Bedrohung werden lässt, zu einer Gefahr für die Menschheit. Denn sie kann die Gedanken anderer beeinflussen. Deshalb wurde sie in ein Lager gebracht mit vielen anderen Überlebenden. Deshalb soll sie getötet werden. Aber Ruby hat nicht überlebt, um zu sterben. Sie wird kämpfen, schließlich hat sie nichts zu verlieren. Noch nicht ... Charaktere: Ruby ist ein einsames, wurzelloses Mädchen, das sich selbst auf Grund ihrer Fähigkeit nicht annehmen kann. Sie ist von Schuldgefühlen durchzogen und fühlt sich minderwertig. "Nicht einmal daran, dass ich in der Lage war, die anderen zu beschützen, konnte ich glauben." -Seite 211 Ja, sie empfindet sich sogar als zu gefährlich für andere. "Denn jede Sekunde, die ich bei ihnen blieb, bot eine weitere Chance, dass sie herausfanden, dass Skiptracer und PSFs nicht die wahren Monster dieser Welt waren. Das Monster saß auf ihrem Rücksitz." -Seite 170 Liam trägt eine gutgelaunte Maske. Er ist ein hilfsbereiter Junge, der sich um andere sorgt und immer versucht für sie da zu sein. Nicht selten täuscht er seine gute Laune vor, oder versteckt seinen eigenen Kummer, um anderen Hoffnung und Zuversicht zu geben. Er ist immer bemüht, niemals Verzweiflung aufkommen zu lassen. "Und du kapierst nicht, worum es geht. Nicht darum, dass ich daran glaube, was Lee sagt, sondern darum, dass ich hoffe, dass er recht hat, denn was ist denn die Alternative?" -Seite 242 Er ist vertrauensselig und gutherzig, was in manchmal in unangenehme Situationen manövriert. Chups ist ein ruhiger, intellektueller Typ. Er steht auf Mathe, Bücher und vermisst die Schule. Oftmals hilft seine sachliche, kalkulierende Art, Probleme zu umschiffen. Auch er tut alles, um seine Freunde zu schützen. Suzume ist das Nesthäckchen. Sie schafft es auch ohne zu sprechen, die anderen für sich einzunehmen. Trotz ihrer Vorgeschichte auf Grund der Fähigkeiten, konnte sie sich ein Stück weit das Kind in sich bewahren. Dennoch ist sie sehr verängstigt und immer in Sorge, sie könnte anderen Schaden. Meinung: Die Überlebenden ist eine fesselnde Dystopie, die den Leser durchgehend in ihrem Bann hält. Die düstere Stimmung wird durch Umstände wie der Ungewissheit, wem man trauen kann und wem nicht und der damit verbundenen steten "Hab-Acht-Stellung" perfekt inszeniert. Selbst die Protas untereinander, schaffen es nicht, sich vollständig gegenseitig zu vertrauen. Alle haben Geheimnisse voreinander, wobei jeder vom anderen weiß, dass er nicht die Wahrheit spricht. Wer sind die anderen wirklich und was sind ihre Ziele? Unterstützt wird diese Stimmung noch von der Politik die außerhalb der Lager betrieben wird um den Leuten glaubhaft zu machen, dass alles nur zum Besten der Menschen geschieht. Man weiß irgendwann selbst nicht mehr, was man glauben soll. Wer sind die Bösen? Präsident Gray? Die Children´s League? Oder doch die Skiptracer? Auch die Vorgehensweise, dass man den Großteil der Geschehnisse und äußeren Umstände am Anfang gar nicht kennt und quasi mit Ruby und ihrem Wissensstand in die Geschichte hineinwächst, macht beim Lesen sehr viel Spaß. Aber mein GANZ PERSÖNLICHES Highlight, sind die Bezugnahmen und Zitate auf "Watership down". Jeder, der dieses Buch oder den Film dazu kennt und liebt wie ich es tue, wird an diesen Stellen noch ein Stück weiter in die Stimmung und das Geschehen reinkatapultiert werden... TOLL! Alles in allem eine fesselnde und sehr packende Dystopie, die Lust auf mehr macht. Ich freue mich schon sehr auf Band 2 :) Zumal das Ende einen echt sprachlos zurück lässt und jetzt muss ich doch tatsächlich bis Februar warten, bis ich ENDLICH erfahre, wie es weitergeht :(

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“Die Überlebenden” von Alexandra Bracken kommt mit einer tollen Ausgangssituation: Nachdem eine mysteriöse Krankheit die meisten Kinder in den USA getötet hat, bleiben die wenigen Überlebenden, darunter auch Protagonistin Ruby, mit beängstigenden Fähigkeiten zurück – so beängstigend, dass die Kinder von ihren eigenen Eltern in Rehabilitationscamps geschickt werden, denn sie sind eine Gefahr für die Menschheit. Leider hat mich dieses Buch irgendwie ein wenig verwirrt zurück gelassen. Einerseits fand ich das Konzept wirklich, wirklich super und fand es ziemlich leicht eine Verbindung zu den Charakteren aufzubauen – allen voran Protagonistin Ruby-, andererseits hatte ich aber irgendwie einfach das Gefühl, dass ich diesem Buch einfach viel zu wenig passiert ist und das obwohl es voller Action ist… Oder vielleicht gerade deswegen? Ruby ist ein netter, sympathischer Charakter, mit dem ich schnell warm geworden bin, obwohl ihre Vergangenheit irgendwie unklar und seltsam zu sein scheint, was von der Autorin leider nicht gerade gelungen umgesetzt wurde und eher nervig denn faszinierend und spannend ist. Die Idee hinter der Geschichte war an sich ebenfalls wirklich gut und hat mir prima gefallen aber auch hier hatte ich das gleiche Problem wie mit Ruby: Das Gefühl, dass die Autorin ein an sich gutes Konzept nicht so gelungen umgesetzt hat, wie es möglich gewesen wäre. Außerdem hatte ich immer wieder das Gefühl, dass zu wenig Erklärungen und Hintergrundinformationen geboten werden, was den Lesefluss für mich immer wieder unterbrochen hat. Und das zieht sich leider durchs gesamte Buch. Obwohl mir die einzelnen Elemente in Alexandra Brackens “Die Überlebenden” von der Idee her allesamt sehr gut gefallen haben, bin ich bei der Umsetzung immer wieder angeeckt. Das mindert natürlich den Spaß am Lesen und lässt mich einfach etwas zwiegespalten zurück. Trotzdem ein solides Jugendbuch, das mich irgendwie auch neugierig auf mehr gemacht hat.

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“Und ich gewisser Weise fühlte ich mich leer dabei – als hätte ich den Text meines Lieblingsliedes vergessen. Dieses Mädchen war für alle Zeiten dahin, und alles, was übrig war, war ein Produkt jenes Ortes, der es gelehrt hatte, die leuchtenden Dinge in seinem Herzen zu fürchten.” (Seite 249) Der Klappentext des Buches klang so überzeugend, dass ich es einfach jetzt lesen musste. Relativ langsam und sachte beginnt die Einführung in die Geschichte. Als Leser wird man mit Ruby und ihrem Leben im Lager Thurmond konfrontiert. Farben regieren hier. Die Jugendlichen werden anhand ihrer Fähigkeiten eingeteilt und es gibt fünf Farbklassifizierugen. Doch seltsamerweise werden die Gelben, Roten und Orangenen im Camp nach einer Zeit nicht mehr gesehen. Nur grün und blau finden sich dort. Wie Ruby ins Lager kam ist eine bedrückende Geschichte. Bedrückend ist die Stimmung die ganze Geschichte hindurch. Das hat Autorin Alexandra Bracken atmosphärisch sehr gut umgesetzt. Ruby als Protagonistin war mir recht sympatisch. Lediglich ihr fehlendes Rückgrat, das zu einem äußerst schwerwiegenden Verlust für sie selber geführt hat, hat mich genervt. Ich hätte ihr gerne etwas mehr Stärke gegeben. Sie hat in ihren jungen Jahren schon richtig viel Negatives erlebt, und das hat sie deutlich geprägt. In kleinen Flashbacks erfährt der Leser, was Ruby widerfahren ist, unmittelbar bevor sie ins Lager kam. Und dies war ein regelrechter Albtraum! Liam, Chubs und Suzume sind als Trio draußen unterwegs. Liam ist der smarte Kerl, der nett zu Ruby ist. Mit ihm versteht sie sich sofort gut, auch wenn sie anfangs recht misstrauisch und vorsichtig ist. Chubs ist da anders. Er ist ihr gegenüber unfreundlich und grob. Er macht keinen Hehl daraus, dass er sie nicht in der Gruppe haben möchte. Suzume, genannt Zu, ist die Geheimnisvolle. Sie ist ein recht quirliger Charakter, mit einer großen Besonderheit: sie spricht nicht. Das Gerüst der Geschichte ist gut. Die Idee der Autorin hat mich begeistert. Jedoch sorgten kleinere Längen dafür, dass ich nicht immer richtig im Lesefluss war. Glücklicherweise waren diese Passagen aber immer recht schnell “bezwungen” und ich konnte mich wieder besser in die Geschichte einfinden. Manche Handlungen konnte ich im ersten Moment nicht verstehen. Einiges löste sich später auf, ein oder zwei Antworte erhoffe ich mir im nächsten Teil. Es gibt eine Menge Charaktere, die mehr oder weniger große Rollen in der Geschichte spielen, und dann auch noch die ominöse “Children’s League”. Erscheint sie einem zuerst als Rettung, hinterfragt man diese dann im Laufe der Story doch. Das Ende ist für jeden, der weiß, dass es sich um eine Trilogie handelt, recht offen. Wüsste man es nicht, könnte man als Leser wohl damit leben. Aber: das Ende hat mir das Herz gebrochen. *schnief* Für mich war das nochmal eine Wendung, die mich emotional mitgenommen hat. Da wäre fast ein Tränchen aus meinem Auge gekullert… “Die Überlebenden” ist ein guter Trilogieauftakt, der mich mit einer zumeist packenden Handlungen und vielen emotionalen Wendungen und Erlebnissen überzeugen konnte, und mir so über kleinere Längen hinweg half. Die interessante Welt lässt mich nun sehnsüchtig auf Band 2 warten.

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Dieses Buch mit düsterem Cover aus dem Goldmann Verlag hatte es mir direkt auf den ersten Blick angetan. Der Titel ist nicht minder geheimnisvoll und machte mich nur noch neugieriger :) Die Idee hinter “Die Überlebenden” klingt an sich erst einmal hervorragend und auch jetzt wo ich das Buch in Händen gehalten habe, bin ich vom Cover noch immer restlos begeistert. Die ganze Aufmachung des Buches ist herrlich düster und geheimnisvoll. Wäre ich nicht schon sehr gespannt gewesen, dann hätte ich mich wohl spätestens jetzt für dieses Buch interessiert. >> Als das Weißrauschen losging, waren wir gerade im Garten beim Unkrautjäten. << Zitat S. 5 Der Einstieg ins Buch ist unvermittelt und schon etwas vorgegriffen. Erst später erfährt der Leser, wie es eigentlich zu dieser Situation gekommen ist. Es ist befremdlich und zunächst fand ich es etwas schwer in die Story hineinzukommen. Das lag an der seltsamen Situationen und den Charakteren. Es ist schwierig direkt eine Verbindung herzustellen, wenn man einfach so hineingeworfen wird. Schon nach wenigen Seiten jedoch, war ich mittendrin. Ruby ist ein 16 jähriges Mädchen, welches sich jedoch auf dem Wissenstand einer 10-jährigen befindet. Schuld daran ist die Gesellschaft, welche Kinder wie sie in Lager interniert. >> Sie hatten gar keine Angst vor den Kindern, die vielleicht sterben könnten, oder vor den Leerstellen, die sie hinterlassen würden. Sie hatten Angst vor uns – vor denen, die am Leben blieben. << Zitat S. 12 Aufgrund eines Virus stirbt ein großer Teil der Kinder vor ihrem zehnten Lebensjahr. Jene die überleben, entwickeln besondere Fähigkeiten. Aufgrund dieser Fähigkeiten werden sie in die Lager gebracht und nach verschiedenen Farben geordnet. Grün und Blau sind die vermeintlich ungefährlichen Farben. Kinder der Farben Gelb, Orange und Rot werden allerdings als gefährlich eingestuft und verschwinden bald wieder aus dem Lager. Ruby wurde als grün klassifiziert und verbringt mehrere Jahre in einem dieser Lager, bis sie plötzlich von Rebellen befreit wird. Das ist für sie eine seltsame Situation und so flieht sie abermals, nur um in eine Gruppe anderer Kinder und Jugendlicher hineinzurennen. >> Die Kinder mit grünem und blauem X durften sich frei bewegen, ihre Hände schwangen neben dem Körper. Die mit einem blassgelben, einem orangefarbenen oder einem roten X mussten sich in Hand- und Fußschellen aus Metall durch den Regen mühen; eine lange Kette fesselte sie zu einer Reihe aneinander. Diejenigen, die als Orangene gekennzeichnet waren, hatten diese komischen Maulkörbe vor dem Gesicht.<< Zitat S. 20 Ich muss sagen Brackens Schreibstil ist erschütternd. Fast unmerklich schafft sie eine Stimmung, die mich einfach mitgerissen hat. Obwohl ich mich zunächst nur schwer zurechtfinden konnte, hat mich Ruby schnell begeistert. Sie ist fast schon erwachsen aber gleichzeitig kindlich naiv. Dies ist nicht zuletzt ihrem bisherigen Leben geschuldet und so sehr gut umgesetzt worden. Sie ist nicht zu wissend und erwachsen. Sie hat eine schwere Zeit hinter sich, was sie merklich beeinflusst hat. Dennoch macht sie in ihrer Entwicklung nur kleine Schritte, sodass es auch für mich als Leser jederzeit sehr logisch und nachvollziehbar wirkte. >> “Ich kann doch nicht so tun, als wäre das nie passiert”, erwiederte ich. Noch immer spürte ich die Vibration des Elektrozauns unter der Haut. << Zitat S. 78 Ehrlicherweise muss ich sagen, dass ich während des Lesens zwischendurch auch mal den einen oder anderen Hänger hatte. Dennoch ist das Buch insgesamt äußerst gut und hat mich schon weit vor dem Ende begeistert. Die Handlung hat einen schönen Spannungsbogen, der den Leser bei der Stange hält. Die Spannung steigt auf den letzten 150 Seiten immer weiter an und führt zumindest für mich zu einem kleinen Herzschmerz-Finale. Das Ende war derart gut, dass es sämtliche leichten Schwächen zu Beginn ausgeglichen hat und ich daher begeisterte 5 Sterne vergebe. Ich freue mich schon jetzt auf den zweiten Band der Triologie, der übrigens im Februar des kommenden Jahres erscheint.

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Nachdem Ashes mich so geplättet hatte, wollte ich mich an mehr Dystopien versuchen. Ich stieß im Internet auf Die Überlebenden und was vollkommen hin und weg von dem Klappentext. Ich hab ja ein Fabel für düstere Stories und die hier schien wie geschaffen für mich. Ich muss wirklich sagen, dass die 544 Seiten sich eher lesen ließen wie 100, denn neben einem sehr flüssigen Schreibstil bietet dieses Buch auch eine Menge Spannung und wirft immer wieder so viele Fragen auf, dass man einfach weiterlesen muss. Zu Beginn lernt man Ruby kennen und die Umstände, unter denen sie und die anderen Kinder leben müssen, Ich muss wirklich sagen, dass diese Lager mich sehr an die Konzentrationslager erinnern. Denn die Überlebenden sind in primitiven Holzbaracken untergebracht, sind durch Zäune von der Außenwelt getrennt, müssen den ganzen Tag arbeiten oder werden in Laboratorien für diverse Tests missbraucht. Außerdem geht das Gerücht um, man würde die Gelben, die Orangenen und die Roten 'beseitigen'. Was die Bezeichnungen sollen? Die überlebenden Kinder haben unterschiedliche Fähigkeiten und werden nach ihrer 'Gabe' mit einer Farbe gekennzeichnet. Ruby ist eigentlich eine Orangene, was bedeutet, sie kann in die Köpfe anderer eindringen und ihre Gedanken und Erinnerungen sehen, ihnen aber auch andere Gedanken pflanzen. So hat sie es damals bei ihrer Ankunft in Thurmond, ihrem Lager, geschafft, dem Arzt weiß zu machen, sie sei eine Grüne. Ihr merkt wohl schon, dass die Grundidee des Buches eine ganz Neue ist und mir trotzdem irgendwie nicht zu absurd vorkam. (Zumal wenn man weiß, dass etwas derart Grausames in der Geschichte tatsächlich schon oft auf der Welt passier ist. Das Aussortieren von Menschen, meine ich.) Die Überlebenden hat mich wirklich von Anfang an gefesselt. Ruby ist ein sympatisches Mädchen, dass trotz ihres bisher so schief gelaufenen Lebens noch recht 'normale' Mädchenprobleme hat. Gefühle, Stress mit der besten Freundin und so. Auch die Action in diesem Buch ist... Nunja, anders. Die Story ist aufregend, aber trotzdem so ruhig, düster, verschlossen. Das ist unglaublich schwer zu beschreiben. Aber wer dieses Meisterwerk auch liest oder gelesen hat, wird wohl wissen, was ich meine. Die Action besteht eben kaum aus Kämpfen sondern eher aus Flucht. Und das fällt mir jetzt beim Schreiben wirklich auf... Eigentlich sind all die Figuren im Buch nur auf der Flucht, meiden möglichst Probleme. Die Überlebenden - Ein makelloses Buch das so grausam wie schön ist. Mit sympatischen Hauptprotagonisten und einer Handlung, die von Anfang an fesselt. Lesepflicht für Dystopiefans und die, die mal etwas Neues versuchen wollen!

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