Leserstimmen zu
Die Weimarer Republik

Uwe Klußmann, Joachim Mohr

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In diesem Werk widmen sich SPIEGEL-Autoren und Historiker verschiedenen Facetten der Weimarer Republik, die einen möglichst umfassenden Eindruck der Weimarer Republik vermitteln sollen. So werden viele kleinere Themengebiete den Kapiteln zugeordnet. Aufgrund einer kurzen Kapitel- und Unterkapitelbeschreibung zu Beginn des Werkes, erhält man bereits vorm Lesen eine erstaunlich genaue Vorstellung von dem, was einen bei der Lektüre erwartet. Auf mich wirkte es zudem so, als solle die Möglichkeit geboten werden, das Buch nicht von vorne bis hinten durchzulesen, sondern die für einen persönlich interessantern Texte auszuwählen.Die einzelnen Artikel sind sehr kurz und verständlich verfasst, sodass das Lesen keine Mühe bereitet.Mir persönlich fehlte jedoch die wissenschaftliche Unterfütterung, sodass bei mir der Eindruck entstand, die Zielgruppe sei eine andere. Und tatsächlich verstärkte sich dieser Eindruck im Verlauf der Lektüre: Es scheint, als sei das Buch für Schülerinnen und Schüler konzipiert, die sich etwas mehr leicht zugängliche Informationen über die Weimarer Republik wünschen als im Unterricht geboten oder ein Referat planen und nach thematischer Inspiration suchen.Ein Manko ist jedoch unabstreitbar das Fehlen von Quellen und der damit einhergehende Mangel an Belegen, was auch aufgrund der Tatsache, das derartige Angaben wesentlich mehr weiterführende Literatur aufzeigen würden als es so zum Schluss des Buches geschieht, schade ist.

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Klappentext: Die Zeit der Weimarer Republik war eine Epoche der Extreme. Auf die unruhigen Anfangsjahre der jungen Demokratie, die geprägt waren von bewaffneten Aufständen Aufständen, politischen Morden, Inflation und Massenelend, folgte der Rausch der Goldenen Zwanziger. Die kurze Blüte der Weimarer Republik wurde jedoch bald von der Weltwirtschaftskrise beendet. Warum in Deutschlands erster Demokratie der Weg in die NS-Diktatur alles andere als unausweichlich war, zeigen SPIEGEL-Autoren und Historiker im vorliegenden Buch. Sie entwerfen dabei das facettenreiche Bild einer Gesellschaft der vielen Möglichkeiten. Meinung: Die Zeit zwischen dem ersten und zweiten Weltkrieg: Die Weimarer Republik, die zunächst als nur gescheiterte Republik dargestellt wird. Aber gab es denn wirklich gar keine positiven Dinge in dieser Epoche, die uns bis heute prägt? Aufgeteilt in vier großen Abschnitten und kleinen Kapiteln beleuchtet dieses Buch nicht nur die wichtigsten Daten und Fakten, die man aus der Schule kennt, sondern beschreibt viel tiefer was genau und warum etwas genau so lief, wie es letztlich gelaufen ist. Hintergründe werden erklärt und man bekommt einen guten Einblick in diese kurze Epoche, die nicht einmal zwei Jahrzehnte standhielt. Der Anfang der Weimarer Republik wird selbstverständlich am Anfang des Buches erklärt. Danach wird durch Interviews und Aufsätze, die insgesamt keinen zusammenhängenden Text ergeben, die Zeit nach und nach abgearbeitet. Man erfährt wichtige Dinge, die sich während der Zeit zwischen 1918 und 1933 ereigneten. Dabei wird sehr deutlich, dass die Weimarer Republik auch viele positiven Seiten hatte. So wurde z.B. am 12. November 1918 das Wahlrecht für Frauen freigegeben, eine neue literarische Stilrichtung und Bauhaus entstanden... Dadurch, dass zu Beginn des Buches ein Inhaltsverzeichnis vorliegt, indem nicht nur die Überschriften der einzelnen Kapiteln, sondern auch der grobe Inhalt dieses Kapitel steht, kann man als Leser sehr leicht ein bestimmtes Thema finden, das einen interessiert oder einfach nochmal nachlesen, nachdem man das Buch schon gelesen hat. Demnach eignet sich dieses Buch vor allem für Schüler, die mehr über diese spannende Zeit erfahren möchten, als man in der Schule erfährt. Oder wird in der Schule erwähnt, dass ein Foto von Friedrich Ebert in Badehose für einen riesen Skandal verantwortlich war? Ebenso ein sehr interessantes Buch für alle anderen, die sich für die Geschichte Deutschlands interessieren. Schade finde ich allerdings, dass sich im Buch nur sehr wenige Bilder wiederfinden und dass es keine Quellenangaben gibt, die ich bei einem Sachbuch wie diesem sehr wichtig finde. Ansonsten empfand ich das Buch als sehr informativ und lesenswert, womit man sich schnell viel Wissen aneignen kann und nicht nur die Standardinformationen vermittelt bekommt.

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Die Weimarer Republik wird oftmals mehr als eine kurze Zwischenepisode betrachtet, die den Aufstieg des Nationalsozialismus ermöglichte. Natürlich sind fünfzehn Jahre, die mehrheitlich in innen- und außenpolitischen Krisen verbracht wurden, kein wirkliches Glanzstück für die deutsche Geschichte, doch war das System Weimar eben nicht nu schlecht oder von Vorneherein zum Scheitern verurteilt. In diesem Buch versammeln sich eine Vielzahl kurzer Artikel zu den verschiedensten Aspekten der Weimarer Republik. Keienr davon ist wirklcih lang und alle sind im Stil so leicht verständlich, dass man als Leser auch bei eher außergewöhnlichen Themen bei der Stange gehalten wird. Dabei werden sowohl Kultur als auch Wirtschaft und Politik erörtert, es gibt Informationen über Einzelpersonen und über gesellschaftliche Zusammenhänge. Was ich am Buch allerdings vermisst habe, ist eine eher wissenschaftliche Unterfütterung, insbesondere durch Fußnoten, und mehr Bildmaterial. Grade bei den Biografien war ich dann doch sehr häufig bei wikipedia unterwegs, um mal zu sehen, wer das überhaupt ist. Da könnte der Verlag wirklich noch nachlegen. Ansonsten aber ein ganz nettes Buch, mit dem man eine gute Einführung bekommt.

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Die Zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts. Sie sind so komplex, das man sie kaum in eine Schachtel stecken kann, geschweige denn in einem Buch. Doch die beiden Herausgeber Uwe Klußmann und Joachim Mohr haben dies wiedererwartend geschafft. Sie ziehen einen lebendigen roten Faden vom Ende des 1. Weltkrieges und deren Auswirkungen bis hin zum Anfang des Jahres 1933. Denn dies sind die Jahre, die die Weimarer Republik ausgemacht haben. Es gab nicht nur schrecklich grausames in dieser Zeit, es gab durchaus fortschrittliches und visonäres, was heute immer noch Standteil unseres Alltags ist. Die Tatsachen, die man als Jugendliche/r in der Schule gelernt hat wie Not, Gewalt und Revolution in dieser Ära werden entschlüsselt und aufgebrochen, so das man die Rückschlüsse und Gründe besser versteht warum dieses und jenes damals passiert ist. Das Buch ist in 3 Teile geteilt, was es anfangs etwas schwer macht die zeitliche Übersicht zu behalten. Doch je tiefer man in die Materie bzw. dieses Buches eintaucht um so schlüssiger wird es, das man dort einen Zeitsprung macht. Am Ende dieses Buch ist ein Anhang der neben einem Personenregister auch eine Chronik enthält. Hinzu kommen noch eine Liste sämtlicher Autoren, die die einzelnen Kapitel geschrieben haben. Jeder Teil (Neuanfang, Kultureller Aufbruch und Der Weg in die Diktatur) wird von mehreren Kapiteln begleitet. Ebenso sind einige Bilder, Zeitungausschnitte oder Tabellen zu sehen. Besonders beachtlich finde ich es, das man sich hier nicht nur auf die Politik versteift hat, sondern sich auch Themen widmet, die zu dem Gesamtbild der ersten Deutschen Republik gehört. So gibt es ein Kapitel über den deutschen Film der sehr beachtliche Erfolge erzielte in jener Zeit. Aber auch das Frauenwahlrecht, Arbeitslosenversicherung, die Bauhaus Epoche oder auch über das Modell der Frankfurter Küche. Ein wahrlich berauschendes aber auch kreatives Jahrzehnt. Das man nicht zuletzt als die Entstehung unserer heutigen Demokratie versteht, sondern auch ist! Denn nur dadurch, sind wir 1949 zur Bundesrepublik geworden.

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Das neueste Geschichtsbuch, das Spiegel-Redakteure und Historiker gemeinsam verfassten, beschäftigt sich mit Deutschlands erster Demokratie, der sogenannten Weimarer Republik. In verschiedenen Kapiteln werden Erfolge, Niederlagen und Krisen des ersten deutschen Demokratieversuchs beleuchtet, außerdem etwa der technische Fortschritt und die allmähliche kulturelle Blüte der Jahre vor 1933 behandelt sowie die sozialen und politischen Unruhen. Insbesondere wird zusätzlich nach den Ursachen für den schnellen Untergang der Weimarer Republik, der nach nur 15 Jahren der Aufstieg des Nationalsozialismus folgte, gesucht. Das Buch ist in vier Hauptkapitel unterteilt. Das erste („Neuanfang“) beginnt mit einem Art Einleitungskapitel von Eva-Maria Schnurr, in dem sie dafür plädiert, die Weimarer Republik nicht immer nur bloß als Krise und Vorläufer zur Nazidiktatur zu sehen, als die sie gemeinhin gedeutet wird. Es folgt ein Interview mit dem Historiker Wolfram Pyta über den Fehlstart unserer ersten Demokratie und auch die Ursachen ihres Scheiterns und einzelne Kapitel zur frühen Phase der Weimarer Republik, wie etwa über die gewaltsamen Auseinandersetzungen, die die junge Republik erschütterten, die Bedeutung des Versailler Vertrags und die Inflation und damit verbundene Wirtschaftskrise bis 1923 und über Friedrich Ebert, den ersten Reichspräsidenten. Das zweite Hauptkapitel („Trügerische Stabilität“) widmet sich grob den Jahren nach der Überwältigung der Hyperinflation 1923, Einzelkapitel beschäftigen sich mit dem wirtschaftlichen Aufschwung, Hugo Stinnes, einem der einflussreichsten Unternehmer, Deutschlands Wiederaufnahme in die Völkergemeinschaft unter Außenminister Gustav Stresemann, Konrad Adenauers Widerstand gegen Nationalsozialisten als Kölner Oberbürgermeister, Marie Juchacz, die als erste Frau vor einem deutschen Parlament sprach, und Paul von Hindenburg, der neuer Reichspräsident wurde. Der dritte Teil („Kultureller Aufbruch“) handelt von dem sich entwickelnden kulturellen Aufschwung der 1920er Jahre, Berlin mit seinen vielen verschiedenen Etablissements wird vorgestellt, wie auch der Wandel in der Schriftstellerszene, die Mode der Republik, das Bauhaus und die Entwicklungen in der Zeitungslandschaft, wobei ein Einzelkapitel dem Journalisten Theodor Wolff gewidmet ist, der im Berliner Tageblatt vor den Nationalsozialisten warnte. Das letzte Hauptkapitel („Der Weg in die Diktatur“) beschäftigt sich mit den Gründen für den schnellen Verfall der Weimarer Republik, auf die die nationalsozialistische Diktatur folgte. Einzelne Kapitel erläutern etwa die Entwicklung der NSDAP zur Volkspartei im Zuge der Weltwirtschaftskrise, die Helfer bei Hitlers Aufstieg, die Versuche der SPD, Hitlers Machtergreifung zu verhindern, die Rolle der KPD, Kurt von Schleicher, den letzten Kanzler der Weimarer Republik und zuletzt die Entwicklung des deutschen Films in der Weimarer Republik, die gemeinhin als beste Zeit des deutschen Films gilt. Man erhält somit einen umfangreichen Überblick über die politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Entwicklungen während der knapp 15 Jahre andauernden Weimarer Republik, die auch für Leser ohne viele Vorkenntnisse sehr verständlich verfasst wurden. Mir fehlten hin und wieder einige tiefergehende Erläuterungen zu den dargestellten Entwicklungen, die oftmals (nicht verwunderlich bei der knappen Seitenanzahl) recht oberflächlich geschildert wurden. Dies mag aber auch daran liegen, dass ich mich immer wieder mit einzelnen Aspekten der Geschichte der Weimarer Republik beschäftigt habe und somit für mich nicht viel Neues zu erfahren war. Demnach würde ich dieses Buch eher zum Einstieg in die Thematik empfehlen, um sich einen ersten Überblick zu verschaffen, mehr kann dieses Buch, so wie es angelegt ist, nicht leisten. Mir gefielen vor allem die Kapitel über Einzelpersonen, die zahlreiche neue Informationen für mich über diese Personen bereit hielten und die gelungen aufzeigen konnten, welche Lebensbrüche viele Menschen, die die Kaiserzeit, den Ersten Weltkrieg, die Weimarer Republik und dann auch den Aufstieg des Nationalsozialismus erlebten, durchleiden mussten, was insbesondere die große Unsicherheit der Menschen zu Beginn der jungen Republik stärker verdeutlichen kann. Auch der dritte Hauptteil über die kulturellen Entwicklungen in der Weimarer Republik war wirklich überzeugend, insbesondere da er sich etwas von den üblichen Themen, die einem meist bei Texten zur ersten deutschen Demokratie über den Weg laufen, entfernte (wie die politischen Unruhen, Inflation, Weltwirtschaftskrise, Nichtverhindern der Machtergreifung Hitlers…). Kapitel 1 und 4 hingegen bieten nicht viel Neues, die üblichen Gründe für den schweren Start der Demokratie und die üblichen Gründe für den Aufstieg des Nationalsozialismus werden erläutert. Der Anhang des Buches weist noch eine knappe Chronik der Jahre 1918-33 auf, gibt einige weiterführende Literaturhinweise und stellt die Autoren der Einzelkapitel ganz kurz vor. Fazit Ein gelungenes, angenehm zu lesendes Überblickswerk über die Weimarer Republik, das sich vor allem für Einsteiger in die Thematik eignet, da es wenig Vorkenntnisse voraussetzt und die wichtigsten Entwicklungen der Jahre 1918-33 in Deutschland darstellt. Für Leser mit Vorkenntnissen hält es immerhin einige Literaturtipps bereit, die eher zu empfehlen sind, wenn man sich tiefergehend für Deutschlands erste Demokratie interessiert.

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