Leserstimmen zu
Sag, es tut dir leid

Michael Robotham

Joe O'Loughlin und Vincent Ruiz (8)

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Der Psychologe Joe O’Loughlin möchte eigentlich nur ein paar entspannte Tage mit seiner Tocher verbringen, als ihn nach einer Zugfahrt die Polizei empfängt und um seine Mithilfe in einem Fall bittet. Das Buch startet mit einem Mordfall, der mit dem Klappentext und den beiden verschwundenen Mädchen auf den ersten Blick nicht viel gemein hat. Generell fand ich, dass der Einstieg, ziemlich schleppend verläuft. Bis die Handlung fahrt aufnimmt, vergehen schon einige Seiten und da ich es eher kurz und knackig mag, war mir das definitiv zu lahm. Aber auch als die Handlung endlich in Gang kommt, habe ich mich eher gelangweilt. In der ersten Hälfte des Buches ist für mich gefühlt nicht viel passiert und die geringe Ermittlungsarbeit dreht sich im Kreis. Erst in der zweiten Hälfte hatte ich langsam das Gefühl, dass die Ermittlungen voranschreiten und mal was passiert. Der Psychothriller wird in der zweiten Hälfte immer besser und die letzten 100 Seiten sind richtig spannend. Ab da konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. „Sag, es tut dir leid“ ist in zwei Handlungsstränge eingeteilt. Der erste Handlungsstrang schildert die Ermittlungsarbeit der Polizei und Joe O’Loughlin, der zweite Handlungsstrang wird von Piper Hadley erzählt. Der zweite Handlungsstrang hat mir dabei besser gefallen als der Erste. Als kleine Info: Obwohl das Buch Teil einer Reihe rund um den Psychologen Joe O’Loughlin ist, kann man problemlos zwischendrin einsteigen und braucht kein Vorwissen.

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Ein guter Roman braucht für mich drei Säulen, damit er sicher stehen kann: Erstens eine lückenlose Geschichte, denn ohne diese Basis kann kein Roman funktionieren. Zweitens lebendige Charaktere, denn wenn sie nicht überzeugen, fehlt einem Roman die Menschlichkeit und Realität. Drittens eine ausdrucksvolle Sprache, denn sie ist der einzige Weg, dem Leser die Geschichte zu vermitteln. Selbst wenn die Handlung und die Charaktere makellos sind, kann eine fehlende sprachliche Gewandtheit dazu führen, dass der Leser nichts von der eigentlichen Perfektion der Geschichte merkt. In "Sag, es tut dir leid" vereint Michael Robotham diese drei Säulen zu einem fantastischen Psychothriller, der einen kaum loslässt. Der Roman beginnt mit einem Doppelmord in einem alten Haus, bei dem Joe O'Loughlin zur Mithilfe herangezogen wird. Nach und nach entstehen Verbindungen zu einem zweiten Mord unweit dieses Hauses. Eine Leiche in einem zugefrorenen See, die als Natasha McBain identifiziert wird. Damit beginnt die rasante Suche nach dem Täter - ihrem Mörder und Entführer. Und nach Piper Hadley, von der niemand weiß, ob sie überhaupt noch am Leben ist. Michael Robotham erschafft eine real wirkende Spurensuche, die immer wieder in Sackgassen und schier ausweglosen Situationen mündet. Verdächtige werden verhaftet und wieder gehen gelassen, das persönliche Umfeld der beiden Mädchen wird (erneut) überprüft, Spuren werden entdeckt und wieder verworfen, weil sie die Ermittler nicht voranbringen. Bis zu diesem Punkt könnte "Sag, es tut dir leid" ein normaler, gut geschriebener Thriller sein, doch warum sollte man sich mit "gut" begnügen, wenn man das Beste daraus machen kann? So beschränkt sich Michael Robotham nicht einfach nur auf die Ermittlungen - die Suche nach dem Täter und nach Piper. Vielmehr beleuchtet er das Leben in der Kleinstadt Bingham und seine Veränderungen während der Suche. Er befasst sich mich Trauer, Hoffnung, Verzweiflung und Wut und mit dem, was aus diesen Gefühlen werden kann, wenn sie zu Auslösern für Handlungen werden. Er wechselt immer wieder die Perspektive - fort von der polizeilichen Arbeit und dem Psychologen Joe O'Loughlin, hin zu Piper, die in ihrem Verlies auf Rettung hofft. Er schildert ihre Vergangenheit, ihre Gedanken, ihre Ängste und Hoffnungen. Der Leser erlebt hautnah, was sie und Tash erleben mussten und was für Piper noch immer zur Realität gehört. Ein dritter Aspekt, der dieses Buch für mich zu etwas Besonderem macht, ist der Erzähler: Joe O'Loughlin, der den Großteil der Geschichte aus seiner (Ich-)Perspektive erzählt. Dabei erfährt man nicht nur, wie die Ermittlungen vorangehen, sondern kann auch vieles über den Charakter selbst und seine Wahrnehmung der Dinge herausfinden. Er ist Psychologe, was man oft bemerkt - er schildert haargenau, was er sieht, wie sich Leute verhalten und unter Umständen, was sich daraus erschließen lässt. Damit ist "Sag, es tut die leid" nicht nur ein Thriller, der die Polizei als Zentrum hat und ihr Vorgehen darstellt, sondern einer, der die Geschichte noch aus einem anderen Blickwinkel betrachtet, der sich des Öfteren von dem der Polizei abhebt. Fazit Lückenlose, spannende Handlung, lebendige Charaktere voller Facetten und eine ausdrucksvolle Sprache, die an unerwarteten Stellen mit unterschwelligem Humor glänzt - Michael Robotham gelingt auch nach sieben Romanen mit "Sag, es tut dir leid" ein fantastisches Werk, dass ohne Probleme als "Weltklasse" bezeichnet werden kann!

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„Sag, es tut dir leid“ geht von der ersten Seiten an spannungsgeladen los. Abwechselnd liest man aus der Sicht des entführten Mädchens Piper Hadley und dem Psychologen Joe O’Loughlin, der die polizeilichen Ermittlungen unterstützt. Dadurch wird es nie langweilig, wobei ich besonders gern die Passagen von Piper gelesen habe. Obwohl das Buch Band 8 einer Reihe rund um den Psychologen Joe ist, kann man problemlos einsteigen und braucht kein Vorwissen. Der Schreibstil von Michael Robotham überzeugt vor allem durch viele Gefühl und die gelungene Perspektivenwechsel. Die Spannung bleibt im gesamten Roman erhalten. Es werden verschiedene Tatverdächtige angeboten, die einem alle logisch und möglich erscheinen, sodass das Miträtseln auch zur Spannung beiträgt. Die eigentliche Lösung des Falls war jedoch für mich unvorhersehbar, aber nachvollziehbar. Fazit: „Sag, es tut dir leid“ von Michael Robotham konnte mich auf ganzer Linie überzeugen und ist der beste Thriller, den ich seit Monaten gelesen habe. Spannung, Gefühl und Logik überzeugen!

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Kurz vor Weihnachten wird ein Ehepaar brutal ermordet. Die Polizei von Oxford hat auch schnell einen Verdächtigen ausgemacht und bittet Professor Joe O’Loughlin bei dessen Befragung um Mithilfe. Bei der Vernehmung berichtet Augie von einem Unfall und plötzlich steht das rätselhafte Verschwinden der beiden damals 15-jährigen Teenager Piper und Tash von vor drei Jahren im Mittelpunkt des Mordfalls. Was die Polizei noch nicht weiß, Tash ist die Flucht gelungen und Piper wartet verzweifelt auf Rettung. Für sie läuft die Zeit davon, denn keiner weiß, wie der Entführer reagiert, wenn er Tashs Verschwinden bemerkt. Joe O’Loughlin soll in Oxford einen Vortrag halten, begleitet wird der Professor von seiner ältesten Tochter Charlie. Doch kaum ist der Vortrag beendet und die beiden sitzen beim Essen wird Joe um Mithilfe bei einem Doppelmord gebeten. DI Drury und sein Team haben den psychisch kranken Augie festgenommen. Dieser hätte ein Motiv, doch er bestreitet vehement, der Mörder des Ehepaares zu sein. Während der Vernehmung berichtet er von einer jungen Frau, die er meint angefahren zu haben. Und plötzlich rückt der Entführungsfall der Bingham-Girls Piper und Tash in den Mittelpunkt der Ermittlungen. Seinen achten Band der Reihe erzählt Michael Robotham mithilfe zweier Handlungsstränge. Zum einen verfolgt man aus der Ich-Perspektive erzählt die Ermittlungen, welche Joe im Auftrag der Polizei von Oxford unternimmt. Dabei wird er bald auch schon tatkräftig von Vincent Ruiz unterstützt. Zum anderen liest man die Tagebucheintragungen von Piper. Der Teenager wird zusammen mit ihrer besten Freundin Tash in einem Kellerloch festgehalten und dies schon seit rund 3 Jahren. Gerade der Erzählstrang um Piper und Tash wird von Michael Robotham sehr eindringlich geschildert. Piper ist eine begnadete Geschichtenerzählerin, lebhaft, zynisch, traurig und äußerst nahegehend sind ihre Aufzeichnungen. Verzweiflung und Hoffnung, Wut und unsagbare Angst wechseln sich immer wieder ab. Je länger die Entführung andauert und je schrecklicher die Erlebnisse werden, umso deprimierender und hoffnungsloser werden ihre Schilderungen. Doch dann keimt Hoffnung auf als Tash die Flucht gelingt. Nicht weniger intensiv und zudem von Anfang an hochspannend erzählt sind die Geschehnisse rund um Joe O’Loughlin. Der Doppelmord rückt bald immer mehr in den Hintergrund, die Entführung der beiden Mädchen nimmt immer mehr Raum ein. Alte Ermittlungsakten werden wieder durchgesehen, möglichen neuen Spuren wird nachgegangen, doch es lässt sich einfach kein Tatverdächtiger finden. Allerdings ist der Professor der festen Überzeugung, dass der Entführer einen hohen IQ haben müsste, um diese so präzise geplante Entführung über drei Jahre hinweg durchzuführen, doch wer soll der Entführer sein, dem die Mädchen den Spitznamen George gegeben haben? Michael Robotham lässt seine Leser bis zum Ende zappeln. Der Autor liefert nicht den kleinsten Hinweis, eigentlich kann der Entführer jeder sein und dessen unberechenbares Verhalten steigert zudem die Ungewissheit, wie es mit Piper nach Tashs Verschwinden weitergehen wird. Hierdurch und durch die zusätzlich wieder einmal äußerst vielschichtig angelegte Story und den hervorragenden Charakterzeichnungen gelingt es Michael Robotham hervorragend, die Spannung seines Psychothrillers bis zur allerletzten Seite auf einem sehr hohem Spannungsniveau zu halten. Fazit: Für mich der bisher beste Psychothriller der Reihe … komplex, unvorhersehbar und hochspannend.

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Ein neuer Versuch ein wirklich gruseliges Buch zu finden. Das Cover gefiel mir, der Titel klang gut. Die ersten Seiten machen Lust auf mehr. Da berichtet Piper selbst von ihrer Entführung und der Zeit als Gefangenen des Verrückten. Ihre Freundin Tash ist geflohen, doch sie wartet (bisher) vergebens auf die Rettung durch sie. Die Blickwinkel wechseln zwischen Piper und Joe O'Loughlin, was die Erzählung wirklich spannend macht. Die Geschehnisse laufen schnell ab und eine neue Erkenntnis jagt die nächste. Nach und nach erfährt man sowohl aus Pipers Erzählungen wie aus den Ermittlungen, was an dem betreffenden Tag wirklich geschehen ist, als die Bingham Girls entführt wurden. Besonders die letzten 100 Seiten sind mega spannend. Da war es ganz schön schwer morgens ein paar Seiten in der Bahn zu lesen und dann erst nach Feierabend weiter lesen zu können. Und abends auch noch Termine zu haben und nicht sicher zu sein, ob die Zeit reicht das Buch abends fertig zu lesen. Die Geschichte war auf jeden Fall sehr spannend und man konnte das Buch schnell lesen. Es kam definitiv keine Langweile auf. Allerdings war das Buch auch nicht so richtig gruselig. Ich hatte von einem Psychothriller doch etwas mehr Psycho erwartet. Danach suche ich aktuell. Es handelt sich also um einen guten Thriller, Krimi, wie auch immer man es nennen möchte. Aber mit Psycho hat nur die Tat an sich zu tun, für mich hätte die Geschichte dann noch mehr davon enthalten können. Sollte jemand also einen guten Tipp für einen wirklich psychotischen Psychothriller haben, nehme ich Ratschläge gerne entgegen!

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Drei Jahre sind sie bereits verschwunden, Piper Hadley und Tash McBain. Die Suche ist schon lange abgebrochen worden, gefunden wurden sie nie. Als ein Ehepaar brutal ermordet wird und kurz darauf die Leiche einer jungen Frau erfroren in einem See gefunden wird, ändert das schlagartig. Tash McBain war drei Jahre verschwunden, nun ist sie tot. Wo aber steckt Piper? Und wer hat die beiden Mädchen entführt? Der Psychologe Joe O’Loughlin hilft der Polizei, den wahren Entführer zu finden, was sich als schwierig erweist, da die Polizei ungerne sieht, dass sich jemand von aussen einmischt und die vergangenen Ermittlungen anzweifelt. Sag, es tut dir leid ist ein spannender Psychothriller, der alles in sich vereint, was man in diesem Genre erwartet: Die Figuren sind plastisch, die Schauplätze ebenso, der Plot stimmig, mit den nötigen Cliffhangers versehen, so dass man das Buch kaum aus der Hand legen mag. Die aktuelle Suche wechselt sich ab mit den Aufzeichnungen von Piper, welche erzählt, was mit ihr und Tash in all den Jahren passiert ist. Michael Robotham zeigt auch in seinem achten Thriller, dass er sein Handwerk beherrscht. Er versteht es, den Haupterzählstrang mit Nebensträngen anzureichern, ohne Längen entstehen zu lassen. Persönliches aus dem Leben der Figuren fliesst natürlich in den Lauf der Geschichte ein, ohne sie zu belasten oder zu bremsen, im Gegenteil, sie wird dadurch plastischer, menschlicher. Und über allem bleibt ein Spannungsbogen, der nie abreisst. Fazit: Spannung und Tiefe in eine packende Form gebracht. Ein Psychothriller, der alles hat, was man sich in dem Genre erhofft. Sehr empfehlenswert.

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Zwei Personen erzählen ihren Teil der Story jeweils in der Ich-Perspektive. Wir haben zum einen Piper, eines der vor 3 Jahren verschwundenen Bingham-Girls. Sie beschreibt Ihre Situation, Gedanken, Gefühle und Emotionen in ihrer misslichen Lage und wie es dazu kommen konnte. Ich habe mit Piper gelitten und hatte manchmal das Gefühl, dass ich mich an ihrer Stelle in dem Verlies befinde. Dann haben wir noch den durch Parkinson gezeichneten Psychologen Joe O'Loughlin. Er wird gerne zu Ermittlungen hinzugezogen, da er die Verbrechen aus einer anderen Sicht betrachtet als die Polizei. Die wechselnden Perspektiven zwischen Opfer- und Ermittlerseite, die am Ende zeitlich parallel laufen, erzeugen eine abwechslungsreiche Lektüre. Echt toll. Die Spannung wird hochgehalten. Ab einem gewissen Punkt meint man den Täter zu kennen. Doch ist es wirklich so gewesen? Um das herauszufinden müsst ihr das Buch lesen! Dies ist ein spannungsgeladenes Buch von der Ersten bis zur letzten Seite. Bisher kannte ich kein Buch von Michael Robotham und muss sagen, dass mir seine Schreibweise sehr zusagt. Seine Beschreibungen sind farbenfroh und ausdrucksstark. Fazit: Dies ist ein Buch bei dem ich nichts zu kritisieren habe. Die Spannung wird während der ganzen Story hochgehalten. Richtig klasse. 100%ige Weiterempfehlung!

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Das Buch wird einmal aus der Sicht der vor 3 Jahren entführten Piper Hadley geschrieben (kursive Schrift) und einmal aus der Sicht des Psychologen Joe O'Loughlin (recte Schrift). Dies ist nicht der erste Thriller von Michael Robotham, worin Joe einer der Protagonisten ist und dennoch fehlt dem Leser hier nicht die Vorgeschichte. Durch den Kurzbesuch seiner Tochter Charlie und den Telefonaten mit seiner Noch-Ehefrau Juliane bekommt man auch einen Einblick in seine persönlichen Verhältnisse. Aber warum wird ein Psychologe bei einer Mordermittlung benötigt? Ganz einfach: Dieser sieht den Fall und vor allem die Verdächtigen aus einer anderen Sicht als die Polizei. Seine Denkweise ist anders. So ist klar, dass er auch wegen eines Doppelmords hinzugerufen wird. Erst kurz davor sieht er durch das Zugfenster, wie eine Leiche aus einem gefrorenem Gewässer gezogen wird. Hier wird nicht nur Joe, sondern auch dem Leser relativ schnell klar, dass es sich um die zusammen mit Piper entführte Tash McBain handelt, die kurz vorher ihrem Entführer entfliehen konnte. Aus Piper ihrer Sicht erfahren wir, was in den drei Jahren seit ihrer Entführung alles so passiert ist. Natürlich finde ich Joe seine Sicht besser, denn mich interessieren in erster Linie die Ermittlungen, oder besser gesagt, wer George ist. Das Buch ist spannend ab der ersten bis zur letzten Seite. Zwei Verdächtige hatte ich im Augenschein, zweimal lag ich falsch und bis zum Schluss weiß man nicht, wer George wirklich ist. Ich konnte mich richtig im Buch wiederfinden, war sehr angespannt, weil die Neugier mich übermahnte und konnte meiner Phantasie z.B. über Schauplätze oder auch Stimmfarben freien Lauf lassen.

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