Leserstimmen zu
Das Seehaus

Kate Morton

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"Das Seehaus" von Kate Morton ist eine englische Familiensaga, die sich über 600 Seiten lang wie ein Krimi liest. Ein Kind verschwindet unter mysteriösen Umständen während einer Mittsommernachtsparty von dem Anwesen einer wohlhabenden Familie. Es taucht nie wieder auf. Erst siebzig Jahre später nimmt sich eine Ermittlerin des Falls wieder an und macht eine geheimnisvolle Entdeckung… "Das Seehaus" erzählt die Geschichte einer Familie, die von einem Schicksalsschlag schwer getroffen, jahrzehntelang in Ungewissheit und Zweifel lebt. Eine Geschichte, die mich unheimlich fesseln konnte und deren Auflösung so originell war, dass meine Erwartungen noch übertroffen wurden. Inhalt Eine Mittsommernacht in Cornwall im Jahr 1933 soll für die Familie Edevane alles verändern. Der jüngste Sohn verschwindet und für die Familie bricht eine Welt zusammen. Ist er weggelaufen? Wurde er entführt? Auf keine der Fragen erhalten sie eine Antwort. Siebzig Jahre später stößt die Polizistin Sadie auf ein verfallenes Haus am See, dem einstigen Anwesen der Familie Edevane. Es scheint, als habe die Familie nach dem Verschwinden des Jungen fluchtartig ihr Zuhause verlassen. Erst durch Sadies Hartnäckigkeit kommt ans Licht, was in jener Nacht wirklich geschah. Meine Meinung Kate Mortons Familiensagen schießen in regelmäßigen Abständen bei Veröffentlichung an die Spitze der Bestsellerlisten und sind damit ein Muss für jeden Fan von Generationenromanen. "Das Seehaus" war der zweite Roman nach "Der verborgene Garten", den ich von der Autorin gelesen habe und ich bin weiterhin sehr überzeugt von ihrer Professionalität und Originalität Geschichten zu schreiben! Der Roman wird überwiegend abwechselnd aus der Perspektive dreier Frauen erzählt und springt zwischen den Jahren 1911-1914, 1932-1933 und der Gegenwart im Jahr 2003 hin und her. Eleanor, Ehefrau und Mutter dreier Kinder, lebt 1932 mit ihrer Familie in Cornwall auf einem herrschaftlichen Anwesen, das direkt an einem See gelegen ist. Ihre sechzehnjährige Tochter, Alice ist ein Freigeist. Sie möchte Schriftstellerin werden und hat eine Schwäche für den jungen, gutaussehenden Gärtner. 2003: Sadie ist Polizistin und derzeit beurlaubt. Weil sie sich in ihrer Heimat zu sehr in einen Fall verbissen und gravierende Fehler gemacht hat, hat sie sich bei ihrem Großvater in Cornwall verkrochen und entdeckt das Haus am See und seine jahrzehntelangen Geheimnisse. Dies ist die spannende Ausgangssituation der Geschichte, die dem Leser die Möglichkeit gibt, die drei unterschiedlichen Frauen in ihrer jeweiligen Zeit näher kennenzulernen. Mir ist der Einstieg in die Geschichte sehr leicht gefallen, denn die drei Protagonistinnen sind in ihrer Persönlichkeit sehr unterschiedlich, was die Konstellation interessant und ansprechend macht. "Wolken verdeckten den Mond, so viel Glück hatte sie gar nicht verdient. So schnell sie konnte, bewegte sie sich durch die finstere Nacht […]. Etwas brach durch das Farndickicht, doch sie zuckte nicht zusammen, blieb nicht stehen." (S. 5) Die Handlung kann ich als sehr tiefgründig und spannend beschreiben. Dadurch, dass die Handlung des Romans in der Zeit springt, werden die Kapitel oftmals von Cliffhangern beendet, was mich als Leserin dazu animiert hat, weiterzulesen und an der Geschichte dran zu bleiben. Trotzdem konnte ich hier und da ein paar Längen in den Nebenhandlungen der Geschichte ausmachen, die auch etwas hätten gestrafft werden können. Generell kann man jedoch von einer sehr gut aufgebauten und ausgefeilten Storyline sprechen, die faszinierend vielschichtig ist, obwohl beispielsweise keine große Anzahl an Figuren involviert ist. Dennoch war ich sehr positiv von dem Ausgang der Geschichte überrascht und hätte eine Auflösung in der Art nicht erwartet. Das ist aber genau die Qualität an Kate Morton, die ich auch schon in Der verborgene Garten festgestellt habe: Ihre Familiensagen sind wie Kriminalromane aufgebaut und lesen sich ebenso zügig und mit der nötigen Neugier. "Wie sie kaum wahrnehmbar die Lippen spannte, wie sie die Fingerspitzen gegeneinander presste, was sie schon als Kind getan hatte, wenn sie aufgeregt war. […] Man nahm sich viel zu selten die Zeit, die Menschen genau zu betrachten, die einem vertraut waren." (S.184) Auch das Setting des Romans hat mich absolut überzeugt, denn die Atmosphäre hätte zwischen den Jahren 1914 und 2003 nicht gegensätzlicher und damit interessanter sein können. Im Jahr 1914 ziehen die Kriegswolken über England und verschonen auch das junge Paar Eleanor und Anthony Edevane nicht. Der Krieg spielt eine zentrale Rolle in der Geschichte, auch wenn er nie explizit wird, hat er großen Einfluss auf die Familie und damit auf die Handlung des Romans. Im Jahr 2003 sind die Erinnerungen an den Krieg längst verblasst und das Seehaus der Familie ist verwildert und verwahrlost, wie in einem verwunschenen Märchen. Die Beschreibungen dieses von Geheimnissen nur so strotzenden Ortes hat mich immer wieder beim Lesen fasziniert, denn die Autorin schafft ein sehr stimmungsvolles und märchenhaftes Bild von Cornwall und dem Schauplatz der Geschichte. "Ben ging durch das Rosenrot, und als er am Fischteich kurz stehen blieb, beschlich ihn eine Erinnerung wie ein dunkler Schatten. An dieser Stelle hatte Alice ihn zum ersten Mal aus ihrem Manuskript vorgelesen. Er konnte ihre Stimme hören, als hätten die Blüten und Blätter um ihn herum sie eingefangen und würden sie nur für ihn abspielen wie eine Schaltplatte." (S.226) Der Schreibstil von Kate Morton ist wunderbar eindringlich und lebhaft. Sie schafft es überzeugend und authentisch die Gedanken und Gefühle ihrer Figuren einzufangen und gleichzeitig ein stimmungsvolles Bild der Umgebung zu schaffen. Fazit & Bewertungen "Das Seehaus" von Kate Morton ist eine englische Familiensaga, die hält, was sie verspricht: tiefgründige Figuren, geheimnisvolle Settings, spannende Familienkonflikte, überraschende Verwicklungen und ein vielversprechender Ausgang der Geschichte. Mir hat der Roman und seine spannenden Wendungen sehr gefallen, sodass er sich einreiht in meine Liste der Leseempfehlungen. https://pantaubooks.wordpress.com/

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Im Jahre 1933 lebt Familie Edevane in Cornwall auf ihrem Anwesen am See. Gerade sind alle mit den Vorbereitungen zum alljährlichen Mittsommernachtsfest beschäftigt, nichtsahnend, dass am nächsten Tag schon das Unglück über sie hereinbrechen wird. Siebzig Jahre später stößt die junge Polizistin Sadie beim Joggen auf das ziemlich herunter gekommen Haus am See und ist sofort davon fasziniert. Fortan versucht sie herauszufinden, was damals dort geschehen ist. Angetan vom sehr interessanten und geheimnisvollen Klappentext des Buches, musste ich es endlich lesen und ich war wirklich überrascht, wie sehr es mich von sich überzeugen konnte. Kate Morton hat zwar einen sehr ausführlichen und bildlichen Schreibstil, doch fand ich kein einziges Wort überflüssig. Vielmehr ließ sich dieser Roman sehr schnell und einfach lesen und hat mich einfach in seinen Bann gezogen. Dabei ist die Sprache genau auf den Punkt und passt perfekt. Was die Handlung in diesem Buch angeht, so ist diese sehr umfangreich. Einerseits hat man es mit einer Familiensaga zu tun, andererseits aber auch mit einem Thriller, der den Leser an manchen Stellen den Atem anhalten lässt. Außerdem springt die Geschichte zwischen den Jahren hin und her und man bekommt immer wieder kleine Häppchen darüber hingeschmissen, was im Jahre 1933 auf dem Anwesen der Edevanes geschehen sein könnte. Immer wieder werden von Sadie neue Vermutungen aufgestellt und diese mit einem erneuten Blick in die Vergangenheit entweder bekräftigt oder widerlegt. Man konnte sich also nie sicher sein, was nun wirklich vorgefallen ist und so blieb die Geschichte bis zum Schluss wahnsinnig spannend. Dabei waren die Wendungen richtig gut inszeniert und bis ins kleinste Detail perfekt durchdacht. So konnte mich das Ende, obwohl ich selbst eine Vermutung hatte, die in diese Richtung ging, richtig überraschen und es hat mich durchaus zufrieden zurück gelassen. Ebenfalls waren die Charaktere allesamt richtig gut geschrieben. Leider kann ich aber nicht auf jeden einzeln eingehen, da es einfach zu viele wichtige Personen gab, einerseits die Familie Edevane mit Freunden und Angestellten, andererseits Sadie und die Menschen, mit denen sie zu tun hat. Dabei stehen aber vor allem Alice und Sadie als Protagonistinnen im Vordergrund. Beide sind durchaus sehr authentische und eigenständige Persönlichkeiten, deren Schicksale wahnsinnig interessant zu lesen waren. Ich kann nur sagen, dass mir dieses Buch außerordentlich gut gefallen hat. Ich fühlte mich zu keiner Zeit gelangweilt und wollte einfach immer weiter lesen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie die Geschichte ausgeht. Wer Familiensagas mag, der sollte auf jeden Fall zu diesem Buch greifen.

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Klapptext: Eine Mittwommernacht am See, die noch jahrzehntelang ihre Schatten wirft Cornwall 1933: Die junge Alice Edevane fiebert dem prachtvollen Mittsommernachtsfest auf dem herrschaftlichen Landgut ihrer Familie entgegen. Noch ahnt niemand, dass die Ereignisse dieser Nacht die Familie auseinanderreißen werden. Siebzig Jahre später stößt Polizistin Sadie auf ein verfallenes Haus am See. Und sie erfährt, dass damals ein Kind verschwunden sein soll. Die Suche nach Antworten führt Sadie tief in die Vergangenheit der Familie Edvance, zu einer verbotenen Liebe und tiefer Schuld ... Meine Meinung: Das Hörbuch war sehr kurzweilig und äußerst spannend. Ich konnte kaum noch aufhören es weiter abzuspielen. Esther Schweins hat eine angenehme Stimme, der ich stundenlang lauschen konnte. Die Geschichte ist eine perfekte Kombination aus Vergangenheit und Gegenwart und so spannend geschrieben wir ein Thriller. Ich gebe dem Hörbuch 4.5 von 5 Sternen, aufgerundet also 5 Sterne. Insgesamt sind es 6 CD's mit einer Gesamtspielzeit von 7 Std. 40 Min. Es ist eine gekürzte Lesung und erschien bei Random House Audio.

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Im Mai 2017 ist Kate Mortons 622 – seitige Familiengeschichte im Diana Verlag als Taschenbuch erschienen. Der Roman spielt auf verschiedene Zeitebenen (20, 30 Jahre 1910-12). Zeitenwechsel werden nicht angekündigt, sie passieren mitunter im Fließtext und ergeben sich in der Geschichte wie selbstverständlich. Zum Inhalt: Zentrale Figur ist Sadies, eine beurlaubte Londoner Polizistin. Ihr Chef denkt, sie bräuchte nach einem Fall, der sie sehr beschäftigt hat, mindestens 4 Wochen Urlaub. In eben jenem macht sie sich auf zu ihrem Großvater nach Cornwall (2003). Dort joggt sie mit den Hunden und entdeckt dabei am See ein Herrenhaus. Es sieht aus, als wären die Bewohner gerade noch da gewesen. Aufgeschlagene Bücher liegen aus, auf den Tischen ist noch Besteck. Jedoch ist überall eine dicke Staubschicht. Die Protagonistin will herausfinden, was in und mit diesem Haus los ist. Familie Edevane hat dort gelebt und deren kleinster Sohn ist verschwunden. Theo wurde früher aus seinem Babybett gestohlen. Sadie lenkt das bislang ungeklärten Unglück, das spurlosen Verschwinden des Kindes, von ihren beruflichen Problemen ab. Sie gräbt immer tiefer in der Familiengeschichte der Edevanes. Einen anderen Handlungsstrang in der Jetzt–Zeit dominiert Alice Edevane, eine von drei großen Schwestern von Theo. Sie liebt es, Rätsel zu lösen. Zurückgezogen lebt sie als Krimiautorin und zeigt einen sehr eigenen, eher verschrobenen Charakter. Für ihren Assistenten ist sie nur großartig. Sie erlebt der Leser 1933 als 16-Jährige beim Mittsommernachtsfest auf dem Landgut ihrer Familie und begleitet sie durch ihr Leben. Morton verwendet ein interessantes Stilmittel: Das Vorwissen von Lesern um die Geschichte der Titanic wird verwendet, um Spannung zu erzeugen. Immer wieder wird Zeitgeschichtliches gestreift, vor realen Hintergründen agieren die Figuren. Hier liegt ein leichter, gut zu lesender, eingängiger Roman vor, gute Unterhaltung. Eine zeitweise etwas „blumige“ Sprache transportiert die Optik des Covers. Trotz des beachtlichen Umfanges gibt es kaum Längen. Über die vielen Protagonisten muss man sich erst einmal einen Überblick verschaffen. Bei den Figuren der Vergangenheit zoomt sie sehr nah dran, wobei sie die Figuren der Gegenwart tendenziell nüchterner schildert.

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Dieser wundervolle Roman wird aus zwei Zeitebenen erzählt. Alice freut sich schon sehr auf das Mittsommernachtsfest. Doch in jener Nacht passiert etwas Furchtbares. Siebzig Jahre später stößt Sadie auf jenes Geheimnis von damals. Kate Morton schreibt wie immer sehr spannend und man kann sich als Leser alles recht bildlich vorstellen. Das Familiengeheimnis wird erst auf den letzten paar Seiten gelüftet!!

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Cover: Das Cover ist mit seinen kräftigen Farben, dem Haus im Hintergrund und dem See ausgewogen und abgestimmt. Der Klappentext erweckt die Leselust. Die Geschichte (Achtung: Spoiler!): Die Polizistin Sadie Sparrow ist zu Besuch bei ihrem Opa und stößt bei einem Spaziergang auf ein altes Anwesen und irgendwie packt sie die Faszination und die Anziehungskraft. Sie erfährt auf Nachfrage von einem schlimmen Ereignis, dass sich vor 70 Jahren dort zugetragen hat. Das Haus am See war 1933 der Lebensmittelpunkt der Familie Edevane und ihr kleiner Sohn Theo verschwand im Alter von 11 Monaten während einer Feier spurlos. Bis zum heutigen Tag weiß niemand der Familie was ihn passiert ist. Sadie beginnt zu recherchieren und wundert sich, dass dieser Fall nie aufgelöst wurde. Ihre Neugierde und ihre polizeiliche Spürnase veranlassen sie daraufhin leise und privat die Ermittlungen aufzunehmen. Sie erfährt viel über die Edevane, von verbotener Liebe und tiefer Schuld. Meine Meinung: Das Buch wurde von zwei Zeitebenen aus erzählt. Einmal die Geschichte rund um die Familie Edevane 1933 und dann um die Polizistin Sadie Sparrow, als diese 2003 das Haus am See entdeckt. Alle Figuren und ihre Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Sie waren mit ihren charakterlichen Schwächen und Eigenarten sehr gut ausgearbeitet. Die bildliche Darstellung der wunderschönen Landschaft lässt mich als Leserin dabei sein und teilhaben. Dabei wechseln öfters die Perspektiven und Zeiten, sodass die Geschichte abwechslungsreich fortschreitet, oder in nochmals andere Situationen hineinblickt. Sehr schön fand ich, dass die Zeitgeschichte mitberücksichtigt und eingearbeitet wurde. Der Schreibstil ist leicht und flüssig und die kriminalistische Komponente schafft zusätzliche Spannung und fordert auf mitzuraten, was wohl dem kleinen Theo passiert sein mochte. Einen kleinen Kritikpunkt habe ich allerdings noch. Ich fand die Geschichte ab und zu sehr ausschweifend und detailverliebt, gelegentlich war sie mit irgendwelchen Nebensächlichkeiten zugepackt. Da wäre an der einen oder anderen Stelle etwas weniger wohl mehr gewesen. Dass man bei so vielen Seiten manchmal ahnt, wie es weitergeht, und natürlich auch einmal ein Klischee bedient wird, tut niemanden weh. Es ist auf jeden Fall eine wunderschöne Familiensage, die uns das Leben und das Leiden von vier Frauen über drei Generationen und zwei Weltkriege näherbringt und uns an ihrem Schicksal teilhaben lässt. Ein wunderbares Buch. Es bekommt daher eine ausdrückliche Leseempfehlung. Friedericke von „friederickes Bücherblog“

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Zum Inhalt: Dieses Buch wird in zwei Zeitebenen erzählt. Zum einen spielt es im Jahr 1933, dabei geht es um die Familie Edevance, insbesondere um eine der Töchter der Familie, Alice, sowie um ihre Mutter Eleanor. Alice ist 16 Jahre alt, möchte Schriftstellerin werden und läuft mit neugierigen Augen durch die Welt. Zum Zeitpunkt der Handlung plant die Familie Edevance das alljährliche Mittsommernachtsfest und besonders Alice ist aufgeregt, da sie dieses Jahr zum ersten Mal richtig mitfeiern darf und bis zum Ende alles miterleben wird anstatt ins Bett geschickt zu werden. Der zweite Teil der Geschichte spielt rund 70 Jahre später, Anfang des 21. Jahrhunderts. Die Polizistin Sadie wird mehr oder weniger zu einer Auszeit von ihrer Arbeit gezwungen und lebt derzeit ganz in der Nähe der Villa von Familie Edevance. So kommt es dazu, dass sie beim Joggen auf ebendieses Anwesen trifft, das inzwischen seit langer Zeit verlassen dasteht. Sie beginnt mit ihrer Suche in der Vergangenheit und stößt dabei auf viele aufregende Ereignisse. Meine Meinung: Mich konnte dieses Buch leider nicht so richtig überzeugen. Zu keiner Zeit war es für mich wirklich packen, meistens habe ich es bereits nach wenigen Seiten wieder zur Seite gelegt und mich stattdessen mit einem anderen Buch beschäftigt. Ich hatte mir deutlich mehr erhofft, besonders da das wirklich wunderschöne und ansprechende Cover eine tolle Geschichte verspricht. Besonders der Anfang ist mir sehr schwer gefallen, ich hab keinerlei Bezug zu den Personen oder dem Ort der Handlung gefunden. Mit der Zeit wurde das zwar etwas besser, aber wie gesagt ist es mir leider nie wirklich gelungen einen richtigen Anschluss zu finden. Trotzdem muss ich sagen, dass mir die Darstellung der Charaktere sowie die Beschreibung der Umgebung und verschiedenen Situationen durchaus gut gefallen hat. Die Autorin hat sehr bildlich und in leuchtenden Farben (wie schon auf dem Cover angedeutet) die Handlungen und Eigenarten der unterschiedlichen Personen beschrieben. Eigentlich sollte man meinen, dadurch wie von selbst in die Geschichte hineinzukommen, ich weiß nicht, warum mir das einfach nicht gelingen wollte. Die auf zwei Zeitsträngen beruhende Handlung war trotz der großen Zeitsprünge gut nachvollziehbar und es kam nicht zu merkwürdigen Situationen in denen man sich gefragt hat wo genau und was genau da jetzt los ist. Das liegt wohl einfach daran, dass die verschiedenen Charaktere und die beiden Handlungsstränge zwar untrennbar miteinander verbunden sind, durch die Eigenheiten der Personen und die unterschiedlichen Situationen aber auch wieder komplett getrennt sind und scheinbar keine Verbindungen zwischen beiden bestehen. Das ist für mich wiederum ein großer Pluspunkt, da auf diese Weise immer Abwechslung bestand. Die gesamte Zeit über wurden die verschiedensten und teilweise wirklich spannenden Geheimnisse aufgedeckt und durch die ständigen Cliffhanger beim Wechsel der Perspektiven im Geschehen wurde so eine gelungene Spannung erzeugt. Auch wenn viele Sachen für mich immer wieder relativ offensichtlich waren - was wohl bei solchen Geschichten manchmal einfach dazugehört - war das für mich einfach schön dargestellt. Auch wenn ich einfach nicht überzeugt bin, vergebe ich gute 3 von 5 Sternen, da das Buch für Fans von solchen Geschichten bestimmt ein kleines Highlight darstellt.

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Titel: Das Seehaus Auto/in: Kate Morton Genre: Roman Erschienen am: 29.02.2016 Verlag: Diana Seiten: 601 Format: Gebundenes Buch/ eBook (epub)/ Taschenbuch (seit dem 10.04.2017) Preis: 22,99€/ 8,99€/ 9,99€ Kaufen? Hier! ISBN: 978-3-453-29137-9/ 978-3-641-13999-5/ 978-3-453-35946-8 Bewertung insgesamt: ***** Klappentext Eine Mittsommernacht am See, die noch jahrzehntelang ihre Schatten wirft Cornwall 1933: Alice Edevance fiebert dem prachtvollen Mittsommernachtsfest ihrer Familie entgegen. Nicht ahnend, dass in dieser Nacht ein Kind verschwinden und ihre Welt zusamenbrechen wird. Siebzig Jahre später stößt die Polizistin Sadie auf ein verfallenes Haus am See. Erst jetzt kommt ans Licht, was in jener Nacht wirklich geschah... >>Eine englische Familiensaga, die sich wie ein Psychothriller liest.<< Madame Inhaltsangabe aus dem Buch Cornwall 1933: Das Landhaus der Familie Edevance ist geschmückt und bereit für das langersehnte Mitt- sommernachtsfest. Alice Edevance, sechszehn Jahre alt und angehende Schriftstellerin, ist besonders auf- geregt. Sie hofft, den Mann wieder- zusehen, für den sie tiefe Gefühle hegt - und den sie nicht haben kann. Doch als die Uhr Mitternacht schlägt und ein Feuerwerk den Nachthim- mel erhellt, ist die Idylle auf dem Anwesen zerstört. Siebzig Jahre später stößt die junge Polizistin Sadie beim Joggen im Wald auf ein verlassenes Haus an einem verwunschenen See. Vorsichtig kämpft sie sich durch den verwilderten Garten und späht durch die Fenster. Auf dem verstaubten Tisch steht noch Geschirr, und es sieht so aus, als hätten die Bewohner vor vielen Jahren ihr Zuhause fluchtartig verlassen. Sadie ahnt, dass in diesem Haus etwas Schreckliches passiert sein muss. Eine packende Spurensuche beginnt, die für Sadie ungeahnte Folgen hat... Über die Autorin KATE MORTON, geboren 1976, wuchs im australischen Queensland auf, studierte Theaterwissenschaften in London und Englische Literatur in Brisbane. Ihre Romane erschie- nen weltweit in 32 Sprachen und 38 Ländern und eroberten ein Millionenpublikum. In Deutschland sind alle ihre Romane SPIEGEL- Bestseller. Kate Morton lebt mit ihrer Familie in Australien und England. Erster Satz 1 Cornwall, August 1933 "Es regnete heftig, und der Saum ihres Kleides war schlammver- schmiert." Meine Meinung Ich finde, dass das Cover für diese Geschichte besonders gut ausgesucht worden ist. Loeanneth (das Schloss) ist mit seinem riesigen Garten und dem See genauso, wie es in der Geschichte beschrieben bzw. erzählt wurde, dargestellt. Die schönen Farben machen zudem noch aufmerksam auf das Cover, was mir auch sehr gut gefallen hat. Ich dachte mir so: "Das Cover und der Titel passen einfach zusammen und dann auch noch der Klappentext! :D Ich MUSS das Buch einfach haben ;))" Bei der Geschichte kann ich einfach nur sagen, dass sie mich vollkommen überzeugt hat. Kate Morton -habe ich gehört und gelesen- ist bekannt für ihre Familiengeheimnis-Romane. Am Anfang war es ein bisschen komisch, in die Geschichte rein zu kommen, aber wenn man immer weiter gelesen hat, konnte man sich immer mehr in die Geschichte versetzen. Zudem fand ich spannend, wie sich die einzelnen Fäden in der Vergangenheit, mit denen in der Gegenwart, immer mehr und mehr miteinander verwoben haben. Mit jedem Wechsel der Zeiten, fühlte man sich gleichzeitig mehr und mehr mit der Familie Edevane und der ganzen Geschichte verbunden. Die Perspektiven, die in der dritten Person geschrieben wurden, wechseln häufiger, sodass ich von jedem Charakter eine andere Sicht bekam. Die Hauptpersonen wie Alice, Eleanor und Sadie haben für mich die perfekten Rollen eingenommen. Jede trägt ihren Part zur Auflösung der Geschichte bei. Nebendarsteller aus der Familie Edevane, die allesamt wesentliche Puzzlestücke zu Geschichte beitragen, tun ihr Übriges, um den Leser zu fesseln. Zum Schluss kann ich einfach nur sagen, dass ich toll fand, wie die Autorin das Wesen der einzelnen Personen beschrieben hat. Ich konnte mich sehr gut mit ihnen auseinandersetzen. Was ich am besten fand, war, dass man schon nicht mehr wusste, ob man schon alle Teile des Geheimnisses aufgedeckt hat, oder ob beim nächsten Umblättern eine erneute Wendung der Story auf einen wartet. Das hat die Geschichte nur noch umso spannender gemacht! Kate Morton hat zudem die Geschichte nicht total unrealistisch geschrieben, sondern genau perfekt, wie man sich das im realen Leben so vorstellen kann. Als Fazit kann ich sagen, dass mir die Geschichte super gefallen hat! Die verschiedenen Perspektiven haben einen nicht durcheinander gebracht, sondern alles ineinanderfließen lassen, sodass man es gut lesen konnte. Zudem hat Kate Morton super erzählt, wie es früher in dem Krieg war und auch nicht alles so toll war, wie es einem immer in den Fernsehfilmen gezeigt wird. Das man auch nicht so wie vor dem Krieg ist, sondern verändert wieder zurück nach Hause gekommen ist. Ein dramatischer, vielschichtiger und bewegender Roman. Also: Geschichte war top! Ich kann sie nur weiter empfehlen!! Ein großer Dank an das Bloggerportal und auch Dankeschön an den Verlag Diana für das Rezensionsexemplar! Eure Jacky

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