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Leserstimmen (98)

Marc Elsberg: BLACKOUT - Morgen ist es zu spät

BLACKOUT - Morgen ist es zu spät Blick ins Buch

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Taschenbuch, Klappenbroschur ISBN: 978-3-442-38029-9

Erschienen: 17.06.2013
Dieser Titel ist lieferbar.

Bestseller Platz 49
Spiegel Taschenbuch Belletristik

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Kundenrezensionen

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Erschreckend realistisches Szenario

Von: black nd beautiful Datum : 18.10.2017

https://blackndbeautiful.wordpress.com/

Cover:
Der gesamte Buchumschlag ist tiefschwarz, mit roter und weißer Aufschrift. Das Titelbild wird großflächig vom Buchtitel in roter Schrift bedeckt und in dem „O“ findet sind ein Power-On/Off-Symbol. Dieser schlichten Gestaltung gelingt es auf subtile Weise einen Zusammenhang zum Inhalt herzustellen. Nicht nur durch das dargestellte Symbol, sondern auch durch die rote Schrift auf schwarzem Hintergrund – mich erinnert diese stark an eine Notbeleuchtung.
Im Buchladen würde ich „Blackout“ definitiv in die Hand nehmen und mich näher damit befassen. Somit erfüllt das Cover genau seine Aufgabe.

Inhalt:
Das Buch ist in Hauptkapitel in Form von Tagen unterteilt und innerhalb der Tage in Unterkapitel. Diese tragen jeweils den Titel des Ortes oder der Stadt in der sie spielen und helfen so der Orientierung des Lesers. Sie sind sehr kurz gehalten (im Schnitt circa 5 Seiten), sodass man schnell in das typische „Ein-Kapitel-geht-noch“-Muster verfällt. Die Handlung beginnt mit Tag 1, dem Tag des Stromausfalls. Man steigt in das Geschehen durch verschiedene Figuren an verschiedenen Schauplätzen ein und erlebt den Ausfall so quasi hautnah mit. Dabei handelt es sich um Schlüsselpersonen, die später an der Krisenlösung beteiligt sind und auf die man dementsprechend im Buch immer wieder trifft. Auch den Protagonisten Piero Manzano lernt man gleich zu Beginn kennen und begleitet ihn von dort an bei seiner Entdeckung des Hackerangriffs bis hin zu seinem Versuch die Behörden und Unternehmen darauf hinzuweisen. Als er endlich Gehör findet, beginnen die Ermittlungen und der Kampf gegen den unbekannten Gegner. Manzano wird als externer Berater für diese Ermittlungen herangezogen und während man diese als Leser an den verschiedenen Orten begleitet, werden nach und nach die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Vorfällen in den Städten deutlich und die verschiedenen Akteure treten in Kontakt zueinander.
Zwischen den Unterkapiteln der verschiedenen Orte, gibt aus auch wenige aus der „Kommandozentrale“. Diese Kapitel geben Einblicke in das Handeln der Verursacher der Ausfälle, sind aber sehr kurz gehalten, sodass sie nur sehr wenig verraten.
Im Laufe des Buches spitzt sich die Lage immer weiter zu und die Folgen der Ausfälle werden immer dramatischer, wobei es keine Aussicht auf eine Besserung oder Behebung zu geben scheint. Darauf wie sich die ganze Lage genau entwickelt und ob und wie die verschiedenen Ermittlern den Attentätern auf die Spur kommen, möchte ich nicht weiter eingehen, da das wichtige Schlüsselmomente spoilern würde.

Der Schreibstil von Marc Elsberg ist sehr angenehm und erlaubt ein flüssiges Lesen. Aufgrund der Thematik gibt es viele Fachbegriffe, er schafft es jedoch diese geschickt einzubinden und zu erklären, sodass man auch als Laie zu keinem Zeitpunkt ratlos oder überfordert ist oder gar der Lesefluss dadurch gestoppt werden würde. Trotz der Länge von 800 Seiten, wird das Level an Spannung durchweg aufrechterhalten. Die Spannung rührt vor allem daher, dass alles so unwahrscheinlich nachvollziehbar und vorstellbar ist. Durch die reale Existenz der Schauplätze und die gut recherchierten Fakten, kommt man als Leser mehr als nur einmal an den Punkt wo man sich ernsthaft frägt „Was wäre wenn…?“.

Fazit:
Zu Beginn erschien mir der Einstieg etwas lang und zu ausführlich. Beim Lesen habe ich aber schnell gemerkt, dass dies notwendig ist, um alle Akteure ausreichend vorzustellen und den Leser an diese heranzuführen, sodass man auch im Laufe des Buches den Überblick behält und die Handlung nachvollziehen kann.
Nach diesem kurzen Zweifel, der schnell aus dem Weg geräumt war, hat mich das Buch dann sofort gepackt. Man steigt direkt in das Geschehen ein, somit herrscht von Anfang an Spannung. Man will unbedingt wissen wie es weiter geht und die kurzen Kapitel verwandeln das Buch zu einem absoluten Page-Turner. Hätte ich in letzter Zeit nicht so wenig Zeit zum Lesen gehabt, ich hätte das Buch innerhalb weniger Tage verschlungen. Man bekommt mehr als nur einen Anstoß sich Gedanken über die Welt zu machen in der wir leben und wie viele Dinge wir als selbstverständlich betrachten. Aufgrund dessen und mit dem Hintergrund, dass die Story von Blackout sehr realistisch ist und theoretisch so denkbar wäre kann ich hier eine absolute Leseempfehlung aussprechen.

Erschreckend real

Von: Magnificent Meiky Datum : 28.08.2017

magnificent-meiky.de/

Nachdem mir „Helix“ von Marc Elsberg wirklich gut gefallen hat, wollte ich mir gerne auch die anderen Bücher des Autors ansehen. Ich finde gerade den wissenschaftlichen Aspekt, die Andersartigkeit und die Spannung in seinen Büchern wirklich gelungen! Man merkt seinen Büchern an, dass viel Liebe zum Detail und sehr viel Recherche hinter ihnen steckt. Auch „Blackout“ klang für mich wirklich spannend und auch gruselig, denn die Vorstellung, dass so etwas in der echten Welt passieren kann, ist wirklich alles andere als schön. Trotzdem konnte mich „Blackout“ leider nicht so sehr mitreißen, wie „Helix“ das geschafft hatte. Trotzdem finde ich die Geschichte wirklich gelungen!
Ein großer Stromausfall betrifft nicht nur Deutschland, sondern auch viele weitere Länder in Europa. Es ist ein Total-Ausfall in vielen Ländern, der die Techniker und Wissenschaftler vor ein großes Rätsel stellt. Wieso betrifft ein Stromausfall ein so großes Netz? Und warum greifen die Sicherheitsmaßnahmen nicht? Schnell ist klar, dass da jemand seine Finger im Spiel gehabt haben muss und die Suche nach der Nadel im Heuhaufen kann beginnen. Die Geschichte um die Stromausfälle und die Arbeit an der Wiederversorgung wird aus vielen verschiedenen Sichten erzählt. Am spannendsten und auch am leichtesten wieder zu erkennen, war für mich Manzano, ein Mailänder Hacker, der auf der guten Seite steht. Manzano nutzt sein wissen, um Unternehmen zu helfen sich nach außen besser abzuschirmen. Und genau das ist der Grund warum er für diese Geschichte von so großer Bedeutung ist. Leider fiel es mir eher schwer die anderen Personen klar zu zuordnen. Mein katastrophales Namensgedächtnis ist von so vielen Sichtweisen leider oft schnell überfordert. Trotzdem fand ich es gerade spannend, in die verschiedenen Länder sehen zu können, die Fortschritte und auch die Übeltäter begleiten zu können. Hierdurch wurde die Geschichte nicht nur vielseitig, sondern auch spannend.
Nach einem spannenden und mitreißenden Start hat die Geschichte für mich leider etwas geschwächelt. Die Spannung konnte nicht aufrecht erhalten werden und es kam zu etwas langatmigeren Szenen. Vor allem aber ist für mich die Dramatik für die Bevölkerung nicht wirklich hervorgekommen. Mehrere Tage ohne Strom und keine Aussicht auf Besserung würden mir wirklich Sorgen bereiten. Es wurden zwar Probleme bei der Versorgung der Kranken, Beschaffung von Lebensmitteln oder Benzin angesprochen, aber für mich auf einer zu sachlichen Ebene. Etwas mehr Dramatik, die die Panik der Bevölkerung besser rüberbringt, hätte mich noch mehr mitgenommen! Nichtsdestotrotz ist die Geschichte und die Folgen des Stromausfalls natürlich erschreckend.

Sehr ernstes und interessantes Thema!

Von: applepiebooks Datum : 06.08.2017

applepiebooks.blogspot.com

Dies ist bereits das dritte Buch, das ich von Marc Elsberg lese. 'Helix' und 'Zero' haben mir wirklich sehr gut gefallen, weshalb ich gern auch sein drittes Buch lesen wollte. Der Schreibstil ist sehr nüchtern und berichtet meistens sehr sachlich vom Geschehen. Trotzdem wird es an einigen Stellen emotional und die Gefühle kommen nicht zu kurz. Ich persönlich mag den Stil ganz gern, er ist jedoch Geschmackssache. Was mich allerdings ein wenig gestört hat, ist, dass die Handlung scheinbar kein Ende findet. Rückblickend muss ich sagen, dass der Inhalt wirklich reichhaltig und gut war, eigentlich perfekt abgestimmt. Während des Lesens hatte ich jedoch den Eindruck, einfach nicht voran zu kommen. Das lag weniger daran, dass das Buch mir nicht gefallen hat, sondern daran, wie der Inhalt übermittelt wurde. Ich möchte Marc Elsberg dadurch keineswegs kritisieren, ich bewundere seine Werke sehr, aber anders als bei seinen anderen Romanen, konnte ich einfach keinen passenden Zugang finden.
Genug der Kritik, der Inhalt hat mir wirklich sehr gut gefallen. Marc Elsberg spricht mit seinen Romanen immer wieder Themen an, die sehr aktuell sind und uns unmittelbar betreffen. Mich bringen die Bücher immer sehr zum Nachdenken und ich grüble meist noch nach Wochen darüber. Dieser Roman zeigt uns, wie abhängig wir von Elektrizität sind und wie eine Welt ohne Strom aussehen würde. Die Auswirkungen sind katastrophal! Das sollte uns zu Denken geben.
Zu Beginn waren die vielen Perspektivwechsel etwas verwirrend, aber nach einer Weile war es relativ einfach, die Geschehnisse zu verbinden. Durch die vielen Perspektiven konnte man sich ein gutes Bild der Welt schaffen, wie sie nach dem Blackout aussieht.
Piero Manzano war mir auf Anhieb sehr sympathisch, was vielleicht daran liegt, dass ich mich selbst für Informatik interessiere und er Informatiker ist.
Für Menschen, die sich nicht so sehr für Technik interessieren, könnte der Roman an einigen Stellen etwas zu detailliert und langweilig wirken. Mich hat es aber nicht gestört, eher im Gegenteil.
Abschließend kann ich also festhalten, dass mir der Roman vom Inhalt wieder sehr gut gefallen hat! Jedoch konnte mich dieses Mal die Art und Weise, wie der Inhalt überbracht wurde, nicht ganz überzeugen.
Deshalb vergebe ich 3 von 5 Sternen.

Erschreckend realistisch

Von: fliegende_zeilen Datum : 05.08.2017

www.lovelybooks.de/mitglied/fliegende_zeilen/

Inhalt
In Europa brechen auf einmal die Stromnetzte zusammen. Was ersteinmal harmlos wirkt, wird schnell zur Katastrophe. Der Italiener Piero Manzano - Hobbyhacker - entdeckt einen Hackerangriff auf die Systeme.
Anfangs noch nicht ernst genommen, wird er später sogar als Mittäter verdächtigt. Zusammen mit Europol Komissar Bollard muss er dies wiederlegen und die Katastrophe versuchen zu beenden.

Bewertung
Ich hatte schon im Vorraus von Marc Elsbergs Büchern gehört, und auch davon wie gut sie sein sollten. Umso mehr freute ich mich, sein erstes Werk rezensieren zu dürfen.
Obwohl am Ende darauf verwiesen wird das BLACKOUT reine Fiktion ist, lässt mich der Gedanke nicht los, dass dies bald Wirklichkeit werden könnte. Immer mehr wird über das Internet gesteuert und so eröffnen sich ganz neue Wege. Leider auch nicht nur gute um es so spoilerfrei wie möglich auszudrücken.
Anfängliche Schwierigkeiten hatte ich mit den verschiedenen Handlungsträngen, da es doch sehr viele waren. Ausserdem waren sie im Spannungsaufbau manchmal schon fast anstrengend. Wollte man doch unbedingt wissen was man in Berlin gerade besprach, ging es schon wieder nach Den Haag. Doch genau das gefiel mir am Ende sogar. Die verschiedenen Perspektiven und Reaktionen.
Dagegen war das Ende nicht so meins, aber das ist einfach Geschmackssache und hat nichts mit den Fähigkeiten des Autors zu tun.

Fazit
Wer "Katstrophen" Bücher lesen kann, ohne sich danach in den Bau seines eigenen Notstromaggregators zu vertiefen, oder in Hamsterkäufen zu versinken, für den ist Marc Elsberg mit BLACKOUT die richtige Adresse.

extrem spannender Thriller - es kann jeden Tag passieren,Dieser Thriller regt sehr zum Nachdenken an

Von: Buchfeeteam Datum : 05.06.2017

www.buchfeeteam.blogspot.de

Inhalt:

Binnen weniger Stunden fällt in Europa der Strom aus. Anfangs für viele nur ein seltenes Ärgernis, wird schnell klar: Das Licht bleibt aus.
Die Netzbetreiber kommen nicht hinter den Fehler, und der Ausfall dauert an.

Piero Manzano, ein italienischer ehemaliger Hacker, bemerkt einen seltsamen Code auf seinem intelligenten Stromzähler. Er findet schnell heraus, das dieser Code eine gezielte Fremdabschaltung ist. Doch niemand bei den Behörden nimmt ihn ernst, als er versucht, sie darauf aufmerksam zu machen.

Doch das ändert sich bald, als auch andere Spuren auf eine willentliche Attacke auf das europaweite Stromnetz hindeuten. Doch die vermeintlichen Täter haben ihre Pfade gut verwischt.

Während sich die höchsten Ministerien und Stromlieferanten auf internationaler Ebene die Köpfe heiß diskutieren und versuchen, das Schlimmste zu vermeiden, bricht die öffentliche Ordnung immer weiter zusammen. Wasser, Lebensmittel, Benzin, Geld, alles wird Mangelware.

Die größte Bedrohung kommt von den Atomkraftwerken, an die zuerst niemand gedacht hat: Immer mehr drohende Kernschmelzen stehen bevor.

Die Welt steht am Abgrund, und scheinbar hat nur Piero Manzano den richtigen Anhaltspunkt gefunden, um der drohenden Katastrophe Einhalt zu gebieten. Wird er rechtzeitig jemand finden, der ihm Glauben schenkt - und genug Einfluß hat, um seine Informationen an die richtigen Ohren gelangen zu lassen?


Beurteilung

Einfach Wahnsinn. Dieses Buch hat mich persönlich extrem berührt - da ich selbst, vermutlich durch die Einflüsse der unglaublich negativen Meldungen der letzten Monate und Jahre in den Medien, seien es Naturkatastrophen oder Terroranschläge, versuche mich so gut wie möglich auf einen Ernstfall vorzubereiten.

In "Blackout" wird, unglaublich detailliert, recherchiert und für den laienhaften Leser sehr gut verständlich ein Szenario aufgebaut, das uns nicht nur sehr deutlich veranschaulicht, welche Folgen ein länger andauernder Stromausfall für unsere elektronikabhängige Gesellschaft hat, sondern auch sehr genau erklärt, wie der Strom erzeugt, gehandelt und geliefert wird, bevor er aus unserer Steckdose fließt.

An diesem Buch kann man wirklich noch etwas fürs Leben lernen. Bei der Lektüre wird einem erst klar, was eigentlich alles vom unsichtbaren Strom, über den keiner mehr bewusst nachdenkt, alles dranhängt.

Deswegen appelliere ich an Euch Leser: Es ist nie falsch, genügend Vorräte an Batterien, Kerzen, Wasser,, haltbaren Lebensmitteln und stromunabhängigen Kleingeräten wie Radios oder einem Campingkocher daheim zu haben, um im Ernstfall zumindest einige Tage durchhalten zu können.

Denns o beängstigend das auch klingt - ein solches Szenario ist keinesfalls Science Fiction. Es kann jederzeit über uns hereinbrechen.

Zum Buch selbst muss ich sagen, dass es unglaublich spannend aufgebaut ist und sich, trotz der Kompexität, des Detailreichtums und den sehr zahlreichen verschiedenen Sichten unterschiedlicher handelnder Personen, an seinen roten Faden hält und gut nachvollziehbar ist.

Der Handlungsverlauf ist nach Tagen des Stromausfalls aufgebaut, von Tag 1 bis Tag 14, und an jedem Tag steht die Menschheit ein bisschen näher mit dem Rücken zur Wand. Denn es ist nicht nur ein Land betroffen - sondern so gut wie alle, was Hilfe von außen fast unmöglich macht.

Das Buch wechselt zwischen den Sichten verschiedener Personen hin und her - mitgezählt habe ich nicht, aber wir befinden uns bestimmt im zweistelligen Bereich. Und trotzdem wird es nicht unübersichtlich, da es einfach extrem gut aufgebaut ist.

Ich bin total hin und weg und auch immer noch ein wenig erschüttert, wie wenig Zeit uns Menschen in so einem Fall doch bleibt. Und ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich bezweifle, dass die Koordination zwischen den einzelnen Ländern, Behörden und Ministerien auf nationaler und internationaler Ebene wirklich so funktioniert wie in diesem Buch beschrieben. Es bleibt nur zu hoffen, denn sonst wären wir wirklich noch viel schneller verloren.

Mein Fazit: Ein zukunftsweisendes Buch, dass für Laien gut verpackte Informationen in einen extrem spannenden, internationalen Thriller verbaut und noch lange im Kopf nachwirkt. Ich habe die 800 Seiten fast an einem Tag weggelesen. Etwas anderes als 5 Sterne kann man da einfach nicht vergeben. Lesen!!! ,Inhalt:

Binnen weniger Stunden fällt in Europa der Strom aus. Anfangs für viele nur ein seltenes Ärgernis, wird schnell klar: Das Licht bleibt aus.
Die Netzbetreiber kommen nicht hinter den Fehler, und der Ausfall dauert an.

Piero Manzano, ein italienischer ehemaliger Hacker, bemerkt einen seltsamen Code auf seinem intelligenten Stromzähler. Er findet schnell heraus, das dieser Code eine gezielte Fremdabschaltung ist. Doch niemand bei den Behörden nimmt ihn ernst, als er versucht, sie darauf aufmerksam zu machen.

Doch das ändert sich bald, als auch andere Spuren auf eine willentliche Attacke auf das europaweite Stromnetz hindeuten. Doch die vermeintlichen Täter haben ihre Pfade gut verwischt.

Während sich die höchsten Ministerien und Stromlieferanten auf internationaler Ebene die Köpfe heiß diskutieren und versuchen, das Schlimmste zu vermeiden, bricht die öffentliche Ordnung immer weiter zusammen. Wasser, Lebensmittel, Benzin, Geld, alles wird Mangelware.

Die größte Bedrohung kommt von den Atomkraftwerken, an die zuerst niemand gedacht hat: Immer mehr drohende Kernschmelzen stehen bevor.

Die Welt steht am Abgrund, und scheinbar hat nur Piero Manzano den richtigen Anhaltspunkt gefunden, um der drohenden Katastrophe Einhalt zu gebieten. Wird er rechtzeitig jemand finden, der ihm Glauben schenkt - und genug Einfluß hat, um seine Informationen an die richtigen Ohren gelangen zu lassen?


Beurteilung

Einfach Wahnsinn. Dieses Buch hat mich persönlich extrem berührt - da ich selbst, vermutlich durch die Einflüsse der unglaublich negativen Meldungen der letzten Monate und Jahre in den Medien, seien es Naturkatastrophen oder Terroranschläge, versuche mich so gut wie möglich auf einen Ernstfall vorzubereiten.

In "Blackout" wird, unglaublich detailliert, recherchiert und für den laienhaften Leser sehr gut verständlich ein Szenario aufgebaut, das uns nicht nur sehr deutlich veranschaulicht, welche Folgen ein länger andauernder Stromausfall für unsere elektronikabhängige Gesellschaft hat, sondern auch sehr genau erklärt, wie der Strom erzeugt, gehandelt und geliefert wird, bevor er aus unserer Steckdose fließt.

An diesem Buch kann man wirklich noch etwas fürs Leben lernen. Bei der Lektüre wird einem erst klar, was eigentlich alles vom unsichtbaren Strom, über den keiner mehr bewusst nachdenkt, alles dranhängt.

Deswegen appelliere ich an Euch Leser: Es ist nie falsch, genügend Vorräte an Batterien, Kerzen, Wasser,, haltbaren Lebensmitteln und stromunabhängigen Kleingeräten wie Radios oder einem Campingkocher daheim zu haben, um im Ernstfall zumindest einige Tage durchhalten zu können.

Denns o beängstigend das auch klingt - ein solches Szenario ist keinesfalls Science Fiction. Es kann jederzeit über uns hereinbrechen.

Zum Buch selbst muss ich sagen, dass es unglaublich spannend aufgebaut ist und sich, trotz der Kompexität, des Detailreichtums und den sehr zahlreichen verschiedenen Sichten unterschiedlicher handelnder Personen, an seinen roten Faden hält und gut nachvollziehbar ist.

Der Handlungsverlauf ist nach Tagen des Stromausfalls aufgebaut, von Tag 1 bis Tag 14, und an jedem Tag steht die Menschheit ein bisschen näher mit dem Rücken zur Wand. Denn es ist nicht nur ein Land betroffen - sondern so gut wie alle, was Hilfe von außen fast unmöglich macht.

Das Buch wechselt zwischen den Sichten verschiedener Personen hin und her - mitgezählt habe ich nicht, aber wir befinden uns bestimmt im zweistelligen Bereich. Und trotzdem wird es nicht unübersichtlich, da es einfach extrem gut aufgebaut ist.

Ich bin total hin und weg und auch immer noch ein wenig erschüttert, wie wenig Zeit uns Menschen in so einem Fall doch bleibt. Und ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich bezweifle, dass die Koordination zwischen den einzelnen Ländern, Behörden und Ministerien auf nationaler und internationaler Ebene wirklich so funktioniert wie in diesem Buch beschrieben. Es bleibt nur zu hoffen, denn sonst wären wir wirklich noch viel schneller verloren.

Mein Fazit: Ein zukunftsweisendes Buch, dass für Laien gut verpackte Informationen in einen extrem spannenden, internationalen Thriller verbaut und noch lange im Kopf nachwirkt. Ich habe die 800 Seiten fast an einem Tag weggelesen. Etwas anderes als 5 Sterne kann man da einfach nicht vergeben. Lesen!!!

Lange nicht getraut zu lesen ...

Von: Matthias aus Düsseldorf Datum : 17.05.2017

https://about.me/vonaufschnaiter

Von Blackout haben wir schon viele vorgeschwärmt und auch ein wenig gewarnt, man wird die Vorstellung und seine Folgen nicht mehr so richtig los ...

Ein triftiger Grund, warum ich das Werk lange auf dem Nachtisch habe liegen lassen. Will ich mich auf diese Vorstellungen einlassen? Wir wird es möglicherweise meinen Alltag verändern?

Irgendwann wurde mir klar, dass Achim Grunde schon mittendrin war, in den Vorstellungen und es mich auch schon gar nicht mehr los lass. Und das ganz ohne es tatsächlich gelesen zu haben!

Nun musste ich mich endgültig der Herausforderung stellen und begann zu lesen ...

Ich muss sagen, selten ein Buch so sehr verschlungen zu haben! Immer wieder kam ich auch ins Grübeln, ob es genauso vorstellbar wäre. In vielen Bereich scheinen wir in der Zwischenzeiten ein dem Erscheinen des Buches sogar noch abhängiger geworden von den Systemen. Und eine Zukunft mit ausschließlich Elektroautos soll noch kommen.

Die Auseinandersetzung mit diesen Themen hat erst gerade so richtig begonnen! Ein fiktiver Stoff der hoffentlich nicht Wirklichkeit wird.

Die Lektüre ist sehr zu empfehlen!

Gute Idee, teilweiße mangelhafte Umsetzung

Von: Atelier Maikind Datum : 29.04.2017

https://ateliermaikind.wordpress.com/?ref=spelling

Inhalt:
An einem kalten Februartag brechen in Europa alle Stromnetze zusammen. Der totale Blackout. Der italienische Informatiker Piero Manzano vermutet einen Hackerangriff und versucht, die Behörden zu warnen – erfolglos. Als Europol-Kommissar Bollard ihm endlich zuhört, tauchen in Manzanos Computer dubiose Emails auf, die den Verdacht auf ihn selbst lenken. Er ist ins Visier eines Gegners geraten, der ebenso raffiniert wie gnadenlos ist. Unterdessen liegt ganz Europa im Dunkeln, und der Kampf ums Überleben beginnt … (Quelle: Verlag)

Allgemeine Infos:
Verlag: Blanvalet / Seitenzahl:800 Seiten / Erschienen am: 17.06.2013 / Preis: (Taschenbuch) € 10,99 // Leseprobe

Dieses Buch
…ist schon mein zweites des Autors Marc Elsberg. Nachdem ich „Zero“ geliebt habe, dachte ich, dass dieses Buch ebenfalls eine gute Idee wäre. Außerdem hat mich das Thema interessiert. Wie bei „Zero“ geht es auch hier wieder um eine Katastrophe, die von Hackern ausgelöst wurde. Wobei es hier einen entscheidenden Unterschied gibt, den ich leider nicht verraten kann ohne zu spoilern.

Handlung & Charaktere
Die Handlung war Anfangs wirklich sehr anstrengend nachzuvollziehen. Diese ständigen Szenenwechsel waren wahnsinnig anstregend. Gerade war man noch in Berlin,da sprang der Schauplatz im nächsten Kapitel plötzlich zu Brüssel. In jeder Stadt gab es eine neue Person, aus deren Sicht wir alles erlebten und jede Person hatte andere Kollegen,Freunde, etc. Ihr könnt euch die Flut an Namen,die ich mir alle irgendwie merken musste, sicher vorstellen. Genau das ist auch mein größter Minuspunkt an diesem Buch: Unter dieser Flut an Charakteren hat der handlungsverlauf sehr gelitten. Gerade wurde es in Brüssel spannend, da ging es wieder nach Berlin, Paris oder DenHaag. Die hohe Spannung wurde immer wieder jäh unterbrochen. Vielleicht liegt es an diesem Punkt, dass ich für dieses Buch so endlis lange gebraucht habe. Mein Lieblingscharakter war ,mit viel Abstand, Piero Manzano. Ich mochte seine Art, die Dinge zu sehen. Mir hätte es besser gefalllen ,wenn der Großteil des Buches aus seiner Sicht geschrieben wurden wäre.

Das Cover
Ihr seht es sicher schon auf den Bildern- dieses Cover ist wieder perfekt gelungen. Mir gefällt es wirklich, wie gut sich dieses Buch an die anderen Buchcover von Marc Elsberg anpasst. Die Bucher sehen nebeneinander im Regal einfach perfekt aus. Am Besten hat mir dieser Off-Button gefallen. Die Idee passt einfach perfekt zum Inhalt.

Fazit
Dieses Buch hatte ein wirklich interessantes Thema, aber der ständige Wechsel der Sichtweiße hat den Spannungsbogen oft zerstört. Daher gibt es von mir nur 3 Sterne. Trotzdem freue ich mich darauf, bald wieder Neues von Marc Elsberg zu lesen.

Spannend und realistisch

Von: pbcat Datum : 24.02.2017

https://pbcat.wordpress.com/

Dieses Buch wohnte nun schon seit einiger Zeit in meinem Bücherregal und kam jetzt endlich mal an die Reihe, und ich muss sagen, es hat sich wirklich gelohnt.

Innerhalb von vier Tagen hatte ich diesen spannenden Wälzer verschlungen und mich während des Lesens mehr als einmal gefragt, wie wahrscheinlich dieses Szenario eigentlich ist und wie ich in manchen Situationen reagiert hätte.

Aber worum geht es eigentlich?

In Europa brechen die Stromnetze zusammen. Es beginnt in Italien und Schweden, aber schon kurz darauf gibt es nur noch vereinzelte Strominseln, während der Rest von Europa im Dunkeln sitzt. Und nicht nur das: Was eigentlich so alles von Strom abhängig ist, merkt man erst, wenn er nicht mehr geht. Nach und nach fallen immer mehr Dinge weg, die wir aus unserem normalen Alltag gewohnt sind, und die Zustände werden immer chaotischer.

Derweil suchen die Verantwortlichen bei den Stromversorgern, in den Kraftwerken und Regierungen nach den Ursachen für das Problem. Der italienische IT-Experte und /ehemalige?) Hacker hat schnell einen Verdacht – doch anfänglich will ihm keiner glauben und er wird sogar beschuldigt, selbst die Finger im Spiel zu haben …

Alles in allem ist der Thriller sehr spannend und glaubhaft geschrieben und regt außerdem noch zum Nachdenken an. Somit spreche ich meinen ersten Lesetipp des Jahres aus!

5 von 5 Glühbirnen

Weitere Infos auf http://www.blackout-das-buch.de, bei Amazon und Blanvalet.

Zieht euch warm an - es könnte jederzeit so kommen!

Von: Kerry Datum : 26.05.2016

www.lesendes-katzenpersonal.blogspot.de/

Plötzlich und unerwartet gibt es einen sogenannten Blackout in Europa, was heißt, dass mehr oder weniger das gesamte Stromnetz ausgefallen ist. Zunächst machen sich die Behörden und auch die Bevölkerung keine allzu großen Sorgen - was auch immer passiert ist, der Fehler wird sicherlich schnell behoben und das Stromnetz wieder hochgefahren. Doch alle Versuche scheitern - das Stromnetz kann nicht wieder aktiviert werden. IT-Spezialist Piero Manzano ist bereits zu Beginn der Stromausfälle ein Fehlercode innerhalb seines Stromzählers aufgefallen. Manzano, der selbst einst ein Hacker war, ahnt, dass da irgendwas nicht mit rechten Dingen vorgeht, doch als kurz darauf der Strom wieder funktioniert, erscheint das erst einmal nebensächlich - bis der Strom komplett ausfällt.

Innerhalb weniger Tage ist von der sogenannten Zivilisation nicht mehr viel übrig. Die Lebensmittel sind knapp geworden, Benzin kann mangels Strom nicht mehr gepumpt werden, die Wasserversorgung ist mangels Strom zusammengebrochen, ebenso die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung. Jeder ist sich nunmehr selbst der nächste und muss zusehen, wie er überlebt. Notstromgeneratoren gibt es nur wenige und diese stehen meistens nur noch Regierungsorganisationen zur Verfügung.

Derweil hat Manzano den Verdacht, dass die Krise, die Europa in die Knie zu zwingen scheint, irgendetwas mit den ominösen Code in seinem Stromzähler zu tun hat und er beginnt zu recherchieren. Tatsächlich kommt er dem Geheimnis rund um die Stromausfälle nah und zwar gefährlich nah, denn je mehr er über die möglichen bzw. wahrscheinlichen Umstände des Blackouts herausfindet, desto größer sind die Hürden, die er überwinden muss, um nicht in Gewahrsam genommen zu werden, denn die Regierung ist mittlerweile der Meinung, da Manzano so viel über diese Stromausfälle wüsste - muss er mit den Urhebern unter einer Decke stecken. Tatsächlich ist sein Leben in akuter Gefahr, je näher er der Wahrheit kommt ...


Zieht euch warm an - es könnte jederzeit so kommen! Der Plot wurde realistisch und spannend erarbeitet. Erschreckend war das Szenario, das der Autor erschaffen hat und hier lediglich über einen Zeitraum von 23 Tagen dargestellt wurde, denn ganz ehrlich, wer von uns würde in der heutigen Zeit 23 Tage lang ohne Strom überleben können? Ich gehe davon aus, dass die im Buch benannte Zahl der Todesopfer in der Realität noch weit höher wäre. Die Figuren wurden authentisch und facettenreich erarbeitet. Natürlich ist mir besonders Piero Manzano während der Lektüre des Buches sehr ans Herz gewachsen, denn gegen alle Widerstände macht er es sich zur Aufgabe, herauszufinden, was sich hinter dem unbekannten Code in seinem Stromzähler verbirgt und das auch nur auf Grund des Verdachts, dass diese Tatsache etwas mit dem Blackout zu tun haben könnte. Den Schreibstil empfand ich fesselnd zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch schöne Lesestunden bereitet hat.

Horrorszenario

Von: Thomas Lawall Datum : 03.04.2016

www.querblatt.com

Wie es zur Notabschaltung des Laufkraftwerkes Ybbs-Persenbeug an der Donau gekommen ist, wissen die Techniker. Ein großflächiger Stromausfall hat zur Folge, dass sich in den Netzen ein unkontrollierbarer Frequenzanstieg aufbaut. Um die Generatoren zu schützen, schalten Computersysteme deshalb Kraftwerke sofort ab.

Der Neustart eines solchen Kraftwerkes ist besonders einfach und deshalb am ehesten geeignet, die Stromversorgung langsam wieder aufzubauen. Das wäre auch bitter notwendig, denn in fast ganz Europa ist der Strom ausgefallen. Die nötigen Schritte werden eingeleitet, doch gleich zu Beginn gibt es Probleme. Der Computer meldet eine Kurzschlussgefahr. Alle Hoffnungen auf eine baldige Lösung des Problems sind damit zerstört.

Und nicht nur in den Kraftwerken Österreichs, sondern überall in Europa. Auch wenn die Stromversorgung kurzfristig wiederhergestellt werden kann, bricht kurz darauf das Netz wieder zusammen. Ungünstiger kann es die Bevölkerung kaum treffen, denn es ist Februar - wobei ein solches Szenario zu jeder erdenklichen Jahreszeit ein Fiasko wäre.

Piero Manzano, ein italienischer Informatiker, ahnt und entdeckt als erster Indizien, die im Zusammenhang mit "intelligenten Stromzählern" stehen, die in Italien und Schweden installiert wurden, und auf bewusste Manipulationen im Netz hindeuten. Bei den zuständigen Behörden stößt er zunächst auf taube Ohren, bis er auf Umwegen, die eine spontane Fahrt nach Österreich bedeuten, zuständige Stellen in Brüssel erreicht und schließlich bei "Europol" landet. Doch dort nehmen die Probleme erst richtig Fahrt auf ...

Marc Elsberg beginnt sein Horrorszenario sozusagen mit Vollgas. Im wahrsten Sinne des Wortes kracht es bereits auf der ersten Seite. Ein umständlich und künstlich ausgedehnter Prolog entfällt also völlig. Der Autor geht sofort in die Vollen, was der Thematik durchaus angemessen erscheint. Schließlich kündigt sich ein gemeiner Stromausfall auch nicht gemächlich an, sondern er geschieht augenblicklich. Im Fall von "Blackout" allerdings in einer ungewohnten Dimension.

Für Leserinnen und Leser stellt sich der ständige Wechsel der Schauplätze zunächst als ungewohnt dar, zumal sich diese etwas unruhige Perspektive durch das komplette Buch zieht. Relativ schnell hat man sich aber auch daran gewöhnt, zumal das permanente Umschalten auf andere Handlungsebenen die Spannungskurve langsam aber stetig nach oben schraubt.

Dem Umfang des Romans entsprechend nimmt sich Marc Elsberg auch sehr viel Zeit für die Charakterisierung seiner Haupt- und Nebendarsteller. Selbst einen gewissen Manuel Amirá dürfen wir genauer kennenlernen, auch wenn ihm in der Geschichte von "Blackout", aufgrund der gegebenen Umstände, lediglich knapp drei Seiten zugedacht sind.

Wem nicht genug Phantasie zur Verfügung steht, sich vorzustellen, was im Falle eines flächendeckenden Stromausfalls an Problemen und Komplikationen entsteht, der findet in diesem Roman Antworten. Egal, ob es sich um Produktions- und Lieferketten, Bestell- und Lagerwesen, Hygiene, Geldkreislauf oder Gesundheitswesen handelt: Es funktioniert nichts mehr. Die Abhängigkeit von Strom ist allgegenwärtig.

Spätestens wenn die Kühlkreisläufe von Atomkraftwerken ihren Dienst versagen und der Kraftstoff für die Dieselgeneratoren der Notstromversorgung ausgeht, stehen eine ganze Reihe weiterer Katastrophen an. Wie und ob man dieses verhindern kann, ist in "Blackout" mindestens genauso, fast unerträglich, spannend wie die Suche nach Ursachen und Verantwortlichen für das Desaster und dessen langfristige Folgen.

In jedem Fall stimmt die Story Leserinnen und Leser mehr als nachdenklich und nachhaltig sowieso. Wer nach dieser Lektüre einen Lichtschalter betätigt und Erfolg hat, wird diesen ungleich mehr zu schätzen wissen als vorher. Umgekehrt wird man beim nächsten Stromausfall im günstigsten Fall einem Anflug von Panik begegnen ...

[Rezension] Blackout. Morgen ist es zu spät

Von: Mareike Datum : 20.02.2016

buch-challenges.blogspot.de/

Anhand des Klappentextes war für mich klar, dass ich dieses Buch einfach lesen muss. Und so hab ich mich voller Vorfreude auf dieses Buch gestürzt, sobald es bei mir eintraf. Und was soll ich sagen? Ich bin absolut begeistert. Von der ersten bis zur letzten Seite gibt es keine Stelle, an der es trocken oder gar langweilig wäre. Die Katastrophe, an die zuvor niemand so wirklich geglaubt hat und über die ich persönlich noch nie näher nachgedacht habe, wird so realistisch dargestellt, dass es einem Angst und Bange bei dem Gedanken daran wird. Man merkt, dass extrem viel Recherche und Herzblut des Autors in diesem Buch liegen und es scheint fast unglaublich, dass dies ein Debüt sein soll.

Wenn es heißt Spannung von der ersten bis zur letzten Seite, dass ist auch genau das gemeint. Man wird nämlich direkt ins Geschehen geworfen und erlebt mit Piero Manzano die ersten Minuten des Black Outs. Manzano ist mit seinem Auto in Italien unterwegs, als plötzlich alles dunkel wird. Er wird in einen Unfall verwickelt, wie es wahrscheinlich viele geben würde, wenn mit einem Schlag alle Ampelanlagen und die Straßenlaternen ausfallen würden. Dennoch ist in diesen ersten Minuten nicht abzusehen, was im Endeffekt alles am Strom hängt. Ich hätte niemals damit gerechnet, dass man kein Wasser aus dem Hahn mehr bekommen kann oder die Toilette komplett ausfällt. Geldgeschäfte sind nur noch mit Bargeld möglich, Autos können nicht mehr betankt werden, weil das Benzin nicht hochgepumpt werden kann usw. Die Liste scheint endlos und man weiß lange Zeit nicht, welche weiteren Probleme sich nach und nach noch einreihen werden.

Gleich zu Beginn führt der Autor viele Figuren ein, die man erst nach und nach zuordnen kann. Mit dem Fortgang der Geschichte lernt man die Hauptfiguren richtig gut kennen. Vor allem Piero Manzano begleitet den Leser über weite Strecken des Buches. Der Informatiker aus Italien ist zum einen Zivilist und erfährt die direkten Auswirkungen am eigenen Leib. Auf der anderen Seite bringt er uns aber auch die verschiedenen Behörden näher, für die er arbeitet und die die Katastrophe auf andere Weise erleben, als die Bevölkerung. Neben Manano, der eine entscheidende Rolle in Blackout - Morgen ist es zu spät spielt, sind da vor allem Bollard von Europol und auch Michelsen im Lagezentrum in Berlin zu nennen. Mit diesen beiden Charakteren lernt man nach und nach eine Menge über die Auswirkungen des Stromausfalls und die Maßnahmen, die getroffen werden. Gerade Michelsen hat mit einer gelungenen Präsentation das Blut gefrieren lassen. Wenn man sich vorstellt, eine solche Katastrophe würde wirklich passieren, bekommt man es mit der Angst zu tun.

Marc Elsberg hat mit diesem 800 Seiten starken Roman ein ganz heikles Thema aufgegriffen und rüttelt die Menschen auf ohne belehrend zu wirken. Auch die Auswirkungen auf die Bevölkerung in Europa ist meiner Ansicht nach absolut realistisch dargestellt. Neben den Bemühungen der verschiedenen europäischen Behörden kann man die wachsende Verzweiflung der Menschen hautnah miterleben.

Bewertung
Blackout - Morgen ist es zu spät überzeugt mit einer spannenden und realistischen Thematik, wodurch schnell das Bedürfnis besteht, sich auf den Ernstfall - den tagelangen Stromausfall - vorzubereiten. Dies ist ein Buch, dass sich kaum mit einem Anderen vergleichen lässt und definitiv in ein gut sortiertes Bücherregal gehört.

spannend und beklemmend

Von: Fragmentage Datum : 24.01.2016

fragmentage.blogspot.com

einer kalten Februarnacht fallen in Europa flächendeckend die Stromnetze aus. Die verschiedenen Betreiber machen sich zunächst optimistisch an die Behebung des Störfalls, doch schnell wird klar, dass diesem Blackout nicht mit Routine beizukommen ist. Krisenstäbe werden gebildet und Notfallpläne ausgerollt, der Ernst der Lage ist dennoch nur wenigen bewusst. In Italien entdeckt der Informatiker Piero Manzano Hinweise auf einen groß angelegten Hackerangriff auf die Stromsysteme und vermutet ein terroristisches Motiv, doch weder Polizei noch Netzbetreiber wollen ihm zuhören. Als er es auf Umwegen endlich schafft, Europol zu kontaktieren, tauchen auf seinem Rechner Emails auf, die ihn selbst verdächtig machen. Nun auf der Flucht vor Europol und dem Bundesnachrichtendienst arbeitet Piero fieberhaft weiterhin daran, die Terrorzelle zu identifizieren und auszuschalten. Denn die Lage der Menschen in Europa ist längst kritisch, ohne Wasser, Strom und mit schwindenden Treibstoffreserven hat innerhalb weniger Tage der Kampf ums nackte Überleben begonnen.

Dieser spannende Thriller hat mich von Anfang bis Ende begeistert. Er ist so aufgebaut, dass man praktisch immer weiterlesen MUSS, weil sich Personen und Schauplätze ständig abwechseln und man derart in die Geschichte eintaucht, dass man den Zeitdruck und Stress der Beteiligten richtig zu spüren meint. Marc Elsberg hat sehr genau recherchiert und lässt auf eine unaufdringliche, plausible Art viele dicht geschilderte Informationen zur europäischen Stromversorgung in seine Geschichte einfließen. Eine tolle schriftstellerische Leistung, obwohl sie bei mir fast zu Beklemmung geführt hat, so realistisch wirkte das Szenario, das teilweise wie direkt aus einem Horrorfilm zu stammen scheint.

Elsberg Helden waren mir sympathisch und in ihren Handlungen für mich authentisch, obwohl zwischendurch das eine oder andere Klischee bedient wurde. Das gehört für mich zu einem spannenden Thriller aber auch dazu, ich will mich schließlich unterhalten, wenn die Rahmenhandlung schon so düster-realistisch ist.

800 Seiten in drei Tagen. Doch, ich kann wirklich sagen, dass dieser Roman mich in Atem gehalten und auch danach noch einige Zeit beschäftigt hat. Unbedingt zu empfehlen, wenn man starke Nerven hat und bereit ist, den Nachtschlaf für ein paar Tage stark einzuschränken. ;-)

Ein erschreckend realistischer Roman

Von: nef Datum : 19.08.2015

www.buchjunkies-blog.de

Inhalt:

Stellt Euch vor, Ihr seit gerade mit dem Auto unterwegs und plötzlich fallen alle Lichter aus.
Stellt Euch vor, Ihr steht in einem Fahrstuhl und plötzlich steht alles still und Ihr seht die Hand vor Euren Augen nicht.
Stellt Euch vor, Ihr sitzt im Flugzeug und unter Euch wird alles schwarz.

Solch ein Szenario beschwört Marc Elsberg in seinem Buch BLACKOUT. Morgen ist es zu spät.. In beinahe ganz Europa, ausgehend von Italien im Süden und Schweden im Norden, bricht das komplette Stromnetz zusammen und die Menschen stehen ohne alles da. In der heutigen Gesellschaft beinahe undenkbar. Was machen wir ohne Licht? Ohne den öffentlichen Nahverkehr? Und ohne Wasserversorgung?
Richtig, wir brechen in Panik aus.

Die Geschichte beginnt damit, dass am Tag 0 in Europa das Licht ausgeht und der Leser aus verschiedenen Städten einen kleinen Einblick erhält. Das ist erst einmal etwas verwirrend, da nach 2-3 Seiten immer wieder gewechselt wird. Da kann man leicht den Überblick verlieren. Aber schon nach 100 Seiten weiß man mit welcher Figur man sich in welcher Stadt und in welcher Einrichtung bewegt.

Die Hauptfigur ist der Italiener Piero Manzano, der durch den Stromausfall einen leichten Autounfall erleidet. Sein Wagen ist Schrott, doch er selbst noch so weit okay, dass er anderen helfen kann, die weniger Glück haben.
Nachdem er aus dem Krankenwagen entlassen wird, führt ihn sein Weg nach Hause. In seiner Wohnung ist alles still. Kein Kühlschrank der leise brummt, kein Wasserrauschen und auch kein Radio das läuft. Kurz nach seiner Ankunft steht sein Nachbar bei ihm vor der Tür und gemeinsam versuchen sie das Beste aus der Situation zu machen. Doch Manzano findet keine Ruhe und will seinen Stromzähler überprüfen. Schließlich haben sie nun einen ganz neuen Smart Meeter im Flur hängen - einen intelligenten Stromzähler. Dieser weist einen Code aus, den er noch nie gesehen hat. Da er ein IT-Experte ist und weiß wie es geht, klingt er sich kurzerhand in das Netz ein und startet seinen Zähler neu. Der Strom ist wieder da. Das gleiche machen sie in der Wohnung von Bondoni, seinem Nachbarn. Auch hier wird der Code angezeigt und Manzano sucht im Internet nach einer Erklärung. Doch der Wein macht sich nun bemerkbar und schickt ihn ins Land der Träume.

Als er nach einigen unbequemen Stunden auf der Couch wieder erwacht, ist der Strom erneut weg. Sein Laptop ist fast leer, doch er hat genug in Reserve um eine erneute Suche im Internet zu starten. Doch auch dieses Mal gibt es keine Ergebnisse. Niemand scheint diesen Code zu kennen, also hinterlässt er einen kurzen Beitrag.
Das kann doch nicht richtig sein, denkt er sich und macht sich auf den Weg zur Polizei. Die glauben ihm kein Wort und sind mit der Situation selbst völlig überfordert. Also kehrt er zurück zu seiner Wohnung. Völlig durchgefroren kommt er an und hat gleich wieder seinen Nachbarn vor der Tür stehen - er hat den Code wieder auf dem Display gesehen. Da ist irgendwas faul - aber keiner will ihm zuhören.
Es muss noch eine andere Lösung geben! Da macht ihm Bondoni den ultimativen, wenn auch völlig absurden, Vorschlag, zu seiner Tochter zu fahren. Diese befindet sich mit Freundinnen auf dem Weg in die Schweiz zum Winterurlaub, doch das sind höchstens 4 Stunden mit dem Auto. Das Interessanteste ist aber, dass sie für die Europäische Union arbeitet - ob sie ihm glaubt? Und selbst wenn, wie soll sie es ihren Chefs mitteilen?
So beginnt eine Odyssee durch Europa, die ihn so manches Mal nahe an seine physischen wie psychischen Grenzen bringt.

Meinung:
Dieses Buch wirft mit vielen technischen Details um sich, wie die Stromversorgung im Land funktioniert und auch, wie es zu Ausfällen kommen kann. Wenn man in dieser Materie nicht drin steckt, kann es natürlich auch etwas viel sein, aber mich hat es nicht gestört. Im Gegenteil, für mich war es thematisch sehr interessant.
Man beginnt beim Lesen unwillkürlich darüber nachzudenken: Was würdest du machen? Bist du vorbereitet? Wie lange würdest du ohne Strom auskommen?
Die Geschichte zeigt nebenher auch auf, wie sich die Menschen in Notsituationen verhalten könnten und das meiner Meinung nach sehr anschaulich. Da kriegt man als Leser manches Mal wirklich das grauen.

'BLACKOUT. Morgen ist es zu spät.' ist ein ziemlich umfangreiches Buch mit seinen 800 Seiten, aber es wird nie langweilig. Zudem sind die verschiedenen Charaktere sehr anschaulich dargestellt und der ständige Wechsel hält die Spannung zusätzlich aufrecht. Grundsätzlich hat es die volle Punktzahl verdient - allein von der Geschichte her - doch manche Sätze sind derart verunstaltet, dass sie falsch wirken. Das hat mich im Lesefluss häufiger Mal gestört.

Dieses Buch ist wirklich jede Leseminute wert und eine uneingeschränkte Empfehlung. Vielleicht sogar eine Pflichtlektüre...

Erschreckend realistisch

Von: Aglaya Datum : 11.07.2015

aglayabooks.blogspot.com

Ohne Warnung fällt der Strom aus. Nicht nur in einem einzelnen Haus oder einem kleinen Dorf, sondern in ganz Europa. Und nicht nur für ein paar Stunden, sondern längerfristig. Wer oder was steckt dahinter, kann das Problem behoben werden, bevor es im kalten Februar zum Massensterben kommt?

Der Anfang ist alles andere als leserfreundlich. Alle paar Seiten werden mit einer neuen Szene neue Personen eingeführt, neue Namen und neue Tätigkeiten. Wen davon man sich als Leser überhaupt merken muss, und wer ohnehin keine grössere Rolle in der Geschichte spielen wird, ist zu Beginn noch unklar. So gesellt sich zur von Beginn weg vorhandenen Spannung erst mal auch noch grosse Verwirrung dazu. Im Laufe der Geschichte werden einige Personen zwar zu alten Bekannten, doch es werden immer noch neue eingeführt. Die schiere Masse an Protagonisten führt leider dazu, dass alle ziemlich konturlos bleiben, da der Raum fehlt, die einzelnen Personen vertieft einzuführen. Der Autor Marc Elsberg nennt übrigens alle seine Charaktere konsequent nach der ersten Erwähnung nur noch beim Nachnamen, was bei selten vorkommenden Personen, die man nicht so gut im Kopf hat, (oder Ehepaaren) zu Verwirrung führen kann.

Der Schreibstil von Marc Elsberg lässt sich flüssig lesen. Beschreibungen setzt der Autor recht sparsam ein. Die einzelnen Kapitel sind eher kurz, teilweise sogar nur rund eine Seite, bei jedem neuen Kapitel werden der Handlungsort und die Perspektive gewechselt. Dies erinnert an einen Film mit schnellen Schnitten und kurzen Szenen. Im Allgemeinen erinnert „Blackout“ stark an einen (Fernseh-)Film, ob der Autor beim Schreiben schon an die Vermarktung der Filmrechte gedacht hat? Die schnellen Wechsel haben mich beim Lesen deutlich gebremst, da ich mich alle paar Seiten wieder auf einen neuen Handlungsort und neue Protagonisten umstellen musste.

„Blackout“ schildert erschreckend realistisch, wie kurz es wohl dauern würde, bis bei einem europaweiten Stromausfall Chaos ausbrechen würde. In mehreren anderen Rezensionen habe ich gelesen, diese Schilderungen seien total unrealistisch, aber das sehe ich anders. Ich denke, dass die meisten Leute heutzutage wirklich nicht länger als einige wenige Tage mit ihren Vorräten auskommen würden, vor allem, wenn fliessend Wasser und Strom zum Kochen (Pasta, Reis etc.) fehlen. Sobald die Leute Hunger haben, entsteht Angst. Und die führt bekanntlich zu Wut (und irgendwann zur dunklen Seite der Macht, aber dies ist eine andere Geschichte und soll ein anderes Mal erzählt werden…) und Aggressionen. Viele der vermeintlichen Logiklöcher wurden auch in kurzen Abschnitten erklärt. So behauptet „Blackout“ nicht, dass die Kühe nach wenigen Tagen verhungern oder erfrieren, sondern dass sie an geplatzten Eutern sterben, weil sie nicht gemolken werden können. Die Leute fliehen auch nicht aus ihren Wohnungen, weil ihr „Bett Strom bräuchte“, sondern weil die Wohnungen nicht geheizt werden können, sie keine Nahrung mehr haben und aufgrund Wassermangels die Hygiene nicht mehr einhaltbar wird. Vor allem in Städten kann oft auch nicht einfach so irgendwo draussen Wasser geholt werden, um damit die Toilette zu spülen. Dass Treibstoffmangel herrscht liegt auch nicht an leeren Lagern, sondern daran, dass der Treibstoff nicht zu den entsprechenden Stellen hingebracht werden kann. Staatliche Getreidevorräte nützen nicht viel, wenn das Getreide weder gemahlen noch weiterverwertet werden kann. Natürlich bleiben dennoch einige ziemlich unlogische Szenen übrig, aber mich haben diese nicht sonderlich gestört, schliesslich ist „Blackout“ ja ein Roman und kein Sachbuch.

Mein Fazit
Die Handlung ist spannend und erschreckend realistisch. Aufgrund der grossen Anzahl der handelnden Personen bleiben jedoch alle ziemlich blass, die häufigen Szenenwechsel bremsen das Lesetempo. Die (Über-)Länge des Buches erfordert Ausdauer. Eine Empfehlung an alle Thrillerfans, die gerne Ausflüge in die „was wäre, wenn…“-Richtung machen und auch mal ohne Serienmörder auskommen können. Ich werde jetzt mal meinen Vorrat an Trinkwasser aufstocken gehen…

Bedrohlich

Von: Leseengel Datum : 22.04.2015

leseengelsblog.blogspot.de/

Ich finde die Idee zu dem Buch sehr gut. Und ich kann mir schon vorstellen, dass so etwas ähnliches schon passieren könnte. Stellt euch doch mal ein Leben ohne Strom und Wasser vor, welche so ganz plötzlich über euch hereinbricht. Ich habe schon ziemlich zu Beginn des Buches drüber nachgedacht, irgendwie konnte ich gar nicht anders.

Das Buch wird auf keiner Seite langweilig, auch wenn technische Begriffe und welche aus dem IT-Bereich auftauchen von denen ich keine Ahnung hatte. Aber alles von dem ich so rein gar nichts wusste, wurde auch super erklärt, ohne das es durch diese Erklärungen langweilig oder so wurde. Ich fand das auf jeden Fall auch sehr interessant und habe mir vorgenommen mich ein bisschen weiter in die Materie einzulesen.
Während des gesamten Buches hatte ich das Gefühl, dass der Autor sich gut mit dem Thema befasst hat und alles gut durchdacht hat. Mir sind jedenfalls keine Schwachstellen am Buch aufgefallen.

Gut finde ich die Gliederung, zunächst ist die große Gliederung die nach Tagen. Innerhalb der Tage ist es in verschiedene Orte gegliedert. Ich kam mit dieser Gliederung gut zurecht und fand sie gut gewählt. Ich konnte alles gut nachvollziehen. Auch wenn recht viele Orte und Personen in dem Buch vorkommen, so konnte ich trotzdem gut den Überblick behalten.
Auch die Charaktere sind gut beschrieben und ich konnte mir diese gut vorstellen.

Das Buch ist super spannend und ich kann es auf jeden Fall weiterempfehlen.

Ein richtiger Hingucker ist schon das Cover, sowohl die Vorder- als auch die Rückseite.

So realistisch!

Von: Katzenflieder Datum : 10.04.2015

katzenflieder.blogspot.de/

Was passiert wenn Toiletten nicht funktionieren, wenn kein fließend Wasser mehr vorhanden ist? Was passiert, wenn Nahrung in den Supermärkten nicht mehr gekühlt werden kann, Tiere im Winter erfrieren? Was passiert mit den chronisch kranken Menschen und schwer Verletzten in Krankenhäusern, wenn die Ärzte nicht zur Arbeit gelangen und die Instrumente und Geräte nicht funktionieren? Ganz zu schweigen vom heißen Kaffee und der Scheibe Toast und dem Glas frischer Milch am Frühstückstisch? Was ist wenn Seuchen ausbrechen und Menschen randalieren und gewalttätig werden weil sie das letzte noch nicht vergammelte Schweinefleisch haben wollen?
Nach circa einer dreiviertel Stunde war fast das gesamte europäische Stromnetz zusammengebrochen. Ein totaler Blackout. Die Menschen, die nun seit einer Woche ohne Strom sind, fallen in Panik aus und vorbei ist es mit der Solidarität. Ein Wettrennen gegen die Zeit hat begonnen, denn schon längst hat der Stromausfall die Kernkraftwerke erreicht. Dann passiert das Unfassbare: Der Blackout betrifft nicht nur Europa!
Das Ende der Story ist gut geworden. Handlungen und Konflikte werden in dem Buch wunderbar aufgelöst.

Der Schreibstil ist super. Der Inhalt des Buches ist sehr genau recherchiert und viele Dinge beruhen auf realen Fakten. Jemand der absolut keine Ahnung vom Strom und der Vernetzung Europas hat, der wird hier auch noch sehr gut belehrt. Es ist alles verständig beschrieben, erklärt und sachlich dargestellt, dass auch jemand wie ich, der gar keine Ahnung von dieser Materie hat, das versteht und nachvollziehen kann. Der Sprachrhythmus ist angenehm und stilsicher.

Ich kaufte es ursprünglich für meinen Mann, aber dann habe ich das Buch angefangen selbst zu lesen und konnte es nicht aus der Hand legen.
Mir ist erst durch dieses Buch klar geworden, wie abhängig der Mensch heute bereits von der Technik ist und was das für ein fatales Ausmaß nehmen kann, wenn so ein Blackout bei uns eintreten könnte. Besonders die Verfolgungsjagd und die Szenen im Krankenhaus nachdem Manzano angeschossen wurde, hat mich sehr berührt und auch sehr gefesselt! Ebenso die Szene im Gefängnis.
Mängel sind mir jetzt nicht aufgefallen. Die Story ist schon sehr gut und stimmig. 800 Seiten sind jedoch echt viel. Da muss man schon eine Menge Geduld und Ausdauer mitbringen!
Insgesamt ein sehr geniales Buch das ich jedem weiter empfehlen kann, auch wenn er keine Ahnung von IT, Stromnetzen und Europa hat.

Dieses Buch beschreibt den absoluten SuperGAU

Von: Katja Koesterke Datum : 28.03.2015

www.kasasbuchfinder.de

Ich hatte vor dem Lesen schon öfter gute Stimmen zu diesem Roman vernommen, doch was mich hier erwartete, war so realistisch dargestellt, das einem nach dem Lesen, oder auch schon vorher bewusst wird, was das bequeme Leben eigentlich ausmacht, es sind oftmals einzelne Dinge, die mit hunderttausend Anderen gekoppelt sind.
Wer denkt schon dran, das, wenn kein Strom da ist, das sie Klospülung nicht mehr geht. Mittlerweile ist die Menschheit sehr technikversiert, alles läuft elektronisch.
Dieses Buch beschreibt den absoluten SuperGAU, den Albtraum eines jeden Mitmenschen.
Neben einer unheimlichen spannungsgeladenen Geschichte zeigt es vor allem wie abhängig wir Menschen uns mit der Zeit gemacht haben.
Wenn so ein Fall eintreten würde, käme das wohl einem SuperGAU gleich.

Sehr detailgetreu umschreibt Autor Marc Elsberg seine Geschichte, und die damit verbundene Behördenwillkür, die ihm auch in der eskalierenden Situation noch Steine in den Weg legt.
Beim Lesen bemerkt man das enorme Recherchearbeiten vorab erarbeitet worden sind, aber diese tollen Ausführungen im Buch machen die Geschichte total authentisch. Ich glaubte beim Lesen an das, was da im Buch passierte und hatte nicht das Gefühl, das auch nur winzige Teile ausgedacht sind.

Die Charaktere sind echt wiedergegeben und das wird auch immer durch einen entsprechenden Hintergrund (Vergangenheit) untermauert. Die menschlichen Züge sind nachvollziehbar. Auch die beschriebene aufkommende Panik wirkte sehr real.
Hier ist Gänsehaut vorprogrammiert.

Als Leser findet man in "Blackout" einen tollen Wissenschaftlichen Thriller, der viel Hintergrundwissen anbietet, genau erklärt, sodass auch Leser ohne jegliches technisches Verständnis, den Erklärungen gut folgen kann. Also sehr präzise und aufregend.

Fazit
Diesen Thriller muss man gelesen haben, er zeigt einem auf, was passieren kann, das trotz enormer Entwicklung, man nicht alles selbstverständlich nehmen sollte.

Absolute Leseempfehlung!

Beklemmend realistisch

Von: Martina Meyen Datum : 17.03.2015

www.eseloehrchen.de

Wer kennt nicht den Ärger, wenn der Strom mal für kurze Zeit ausfällt. Aber ich hatte bisher nicht die geringste Vorstellung davon, was es bedeutet, wenn der Strom für mehrere Tage oder Wochen ausfällt. Und nicht nur in meinem Landstrich, sondern in ganz Europa. Eine schreckliche Vorstellung! Und genau dieses Szenario beschreibt Marc Elsberg in seinem Thriller Blackout.

Dabei geht er nicht behutsam vor, sondern wirft mich sofort mitten in das Geschehen. Schon nach den ersten Seiten hatte ich heftiges Herzklopfen, aber das war erst der Anfang. Marc Elsberg eröffnet nach und nach wahnsinnig viele Schauplätze und führt mich an die verschiedensten Orte. Das macht er so versiert, dass ich nie die Orientierung verliere. Hilfreich sind dabei natürlich die Ortsüberschriften, mit denen er jeden neuen Abschnitt beginnt.
Beklemmend fand ich die Kennzeichnung der einzelnen Kapitel. Es beginnt mit Tag 0 und endet mit Tag 23. Und dazwischen liegen Tage voller Grauen, voller Bangen, voller Angst und Hoffnung. Ich hätte nie gedacht, was so ein Stromausfall alles nach sich ziehen kann. Da gibt mir Marc Elsberg auf sehr eindrucksvolle Weise Nachhilfe. So eindrucksvoll, dass ich mich einige Szenen bis in meine Träume verfolgten. Ich lese normalerweise immer vor dem Einschlafen. Das habe ich hier schnell gelassen. Dieses Buch musste ich tagsüber lesen, sonst hätte ich meine Nachtruhe vergessen können.

Ja, Blackout hat mich total umgehauen. Es ist zwar Fiktion, aber doch so nah an der Realität, dass es mir Angst macht und ich immer noch sehr viel darüber nachdenken muss. Ich fürchte, ich werde zukünftig keinen noch so kurzen Stromausfall erleben ohne an dieses Buch zu denken. Das Buch beschäftigt mich immer noch extrem, ich habe meine Vorratshaltung überdacht und die Gedanken, was ich in so einem Fall machen würde, werden mich noch eine Zeit lang begleiten.

Blackout bewegt, rüttelt auf und macht sehr nachdenklich.

Marc Elsberg versorgt mich mit wahnsinnig vielen Informationen rund um das Thema Strom. Vieles davon war mir völlig neu. Und obwohl ich in Technikfragen nicht sehr bewandert bin, habe ich alles gut verstanden und fand diese Ausführungen äußerst interessant.

Marc Elsberg führt mich an viele verschiedene Orte und so erlebe ich die Katastrophe aus vielen unterschiedlichen Perspektiven. Ich erlebe die verzweifelte Suche nach einer Lösung seitens der Stromversorger, der Regierungen und der Sondereinheiten. Ich erlebe den Kampf ums Überleben einzelner Menschen und das fand ich besonders schlimm. Die anfängliche Hilfsbereitschaft untereinander weicht schnell dem gesunden Egoismus, der fürs Überleben wichtig ist. Besonders diese Szenen hat Marc Elsberg sehr eindrucksvoll und anschaulich geschildert und ich wurde Zeuge von vielen Abscheulichkeiten. Die Verzweiflung der Menschen war unglaublich greifbar nah. Marc Elsberg hat nichts ausgelassen und manchmal hatte ich Angst umzublättern, weil ich nicht wusste, welche Hiobsbotschaft mich auf der nächsten Seite erwartete.

Die einzelnen Abschnitte sind recht kurz, die Ortswechsel rasant. Der Schreibstil ist präzise und fließend. Geschickt platzierte Cliffhanger ließen mich teilweise durch die Zeilen rasen. Die Spannung steigerte sich fast ins Unerträgliche. Und als es zu Ende war, hatte ich das Gefühl, dabei gewesen zu sein. Und war froh, dass alle meine Lichtschalter funktionierten!

Blackout ist eines der eindrucksvollsten Bücher, die ich in der letzten Zeit gelesen habe und vergessen werde ich es wohl nie.

ein spannendes Buch

Von: Mara Datum : 15.03.2015

mara-ladystyle.blogspot.de/

Kurzbeschreibung:

An einem kalten Februartag brechen in Europa alle Stromnetze zusammen. Der totale Blackout. Der italienische Informatiker Piero Manzano vermutet einen Hackerangriff und versucht, zu den Behörden durchzudringen – erfolglos. Als Europol-Kommissar Bollard ihm endlich zuhört, werden dubiose E-Mails auf seinem Computer gefunden. Selbst unter Verdacht wird Manzano eins klar: Ihr Gegner ist ebenso raffiniert wie gnadenlos. Unterdessen liegt Europa im Dunkeln, und die Menschen stehen vor ihrer größten Herausforderung: Überleben.
Erschreckend realistisch, genau recherchiert, mitreißend erzählt.

Meine Meinung:
Sofort zu Beginn der Geschichte wird der Leser in die Mitte der Ereignisse geworfen. Es gibt keine langsame Einführung, keine demonstrativ geschilderte Idylle oder zumindest normalen Alltag. Die erste Zeile des Buches spielt nur Sekunden nach Beginn des Stromausfalls und schildert eine Massenkarambolage in die auch der IT-Spezialist Piero Manzano verwickelt ist. Er ist eine der zentralen Figuren dieser Geschichte und so begleiten wir ihn auf seiner Irrfahrt durch das gelähmte Italien. Noch denkt sich niemand etwas dabei, einen solchen Ausfall gab es schon vor einigen Jahren. Keiner ahnt, dass sich in fast allen Ländern Europas zeitgleich ähnliche Szenarien abspielen.

Das heißt... keiner außer dem Leser. Durch häufigen Wechsel der Schauplätze und handelnden Personen erhält man einen guten Überblick wo sich überall Probleme ereignen und vor allem was die Folgen sind. Am Anfang mag die große Anzahl noch etwas verwirrend sein, doch etwa nach 100 Seiten hat es sich gut eingespielt und man kann die Personen und auch ihre Beziehungen zueinander richtig zuordnen.

Einer der größten Verdienste dieses Romans ist es sicher, ganz deutlich bewusst zu machen, was eigentlich alles von Strom abhängig ist (nämlich so gut wie alles!). Jedem sind die oberflächlichen Folgen eines normalen Stromausfalls bekannt, aber wer weiß schon, dass bei einem flächendeckenden Ausfall auch die Frischwasserver- und die Abwasserentsorgung versagen wird? Dass an Tankstellen kein Benzin mehr hochgepumpt werden kann?
Trotz des schaurigen Szenarios hat man aber nie das Gefühl, dass hier sensationsgieriger Katastrophenvoyeurismus betrieben wird. Im Gegenteil. Viele der Ereignisse werden betont sachlich und unaufgeregt geschildert und wirken wohl gerade dadurch so furchtbar realistisch.

Zentraler Dreh- und Angelpunkt dieses Buches ist der Stromausfall. Er ist der Hauptprotagonist und stiehlt allen die Schau. Es werden allerdings dazwischen auch leise, menschliche Dramen geschildert (Stichwort Krankenhaus, für diejenigen die es schon gelesen haben). Als kleine Kritik sei angemerkt, dass manche der Figuren etwas blass bleiben und hinter ihrer reinen Funktionalität als Informationsquelle für den Leser zurücktreten. Ich halte das aber bei einem Mammutwerk von 800 Seiten für durchaus verkraftbar. Zudem ist es bei einem so dicken Buch wirklich selten, dass man sagen kann, dass keine einzige Seite wie "Füllwerk" wirkte oder es sich an irgendeiner Stelle gezogen hätte. Für mich war es durchweg spannend und nur sehr schwer aus der Hand zu legen. Außer vielleicht an den Stellen, an denen man einfach mal auftauchen musste, um das gelesene für sich zu verarbeiten.
Denn leicht ist diese Lektüre nicht...

Fazit: Der Leser muss sich darauf gefasst machen, dass die Dinge die er in "Blackout" erfährt ihn verfolgen, ihn in seinem gewohnten, vertrauten Alltag immer wieder vor Fragen stellen werden und ein unterschwelliges Gefühl der Verwundbarkeit erzeugen. Man lernt begreifen, dass wahrer Luxus auch bei uns in Europa bedeutet, Wasser aus der Toilettenspülung kommen zu sehen und sich keine Gedanken machen zu müssen, womit man seine Familie satt bekommt. Eine ganz eindeutige Leseempfehlung!

Ein Hochkaräter, Marc Elsberg macht sich einen grandiosen Namen. TOP!

Von: Floh Datum : 12.03.2015

www.lovelybooks.de/mitglied/Floh/

Nachdem ich vor einigen Wochen Marc Elsberg neuestes hochgelobtes Werk "ZERO" gelesen habe, so hat mich natürlich sein erster Thriller "BlackOut - Morgen ist es zu spät" sehr neugierig gemacht und mich sehr gereizt. Die vielen Lobeshymnen um seinen ersten Cyber-Wirtschafts-Thriller "BlackOut" haben sich bewahrheitet, dieses Buch ist ein erschreckendes, intelligentes und fulminates Werk, welches dem Leser den Atem raubt und die mögliche Realität bitter vor Augen führt! Grandiose Umsetzung dieser spektakulären Thematik!
Erschienen im Blanvalet Verlag (http://www.randomhouse.de/blanvalet/)

Klapptext / Inhalt:
"An einem kalten Februartag brechen in Europa alle Stromnetze zusammen. Der totale Blackout. Der italienische Informatiker Piero Manzano vermutet einen Hackerangriff und versucht, die Behörden zu warnen – erfolglos. Als Europol-Kommissar Bollard ihm endlich zuhört, tauchen in Manzanos Computer dubiose Emails auf, die den Verdacht auf ihn selbst lenken. Er ist ins Visier eines Gegners geraten, der ebenso raffiniert wie gnadenlos ist. Unterdessen liegt ganz Europa im Dunkeln, und der Kampf ums Überleben beginnt …"

Zur Handlung:
BlackOut...der Titel ist hier Programm, und das in jeder Zeile und mit jedem Hauch an Normalität. Autor Marc Elsberg begibt sich mit seinem Thriller "BlackOut" in die Welt der großen Mogule, der Macht, der Wirtschaft, der Abhängigkeit und in die weitreichende Welt des World Wide Web. Elsberg behandelt die erschreckende Thematik des absoluten Stillstands, wie sie so leider tatsächlich möglich erscheint. Allein dieser Gedankengang beim Leser sorgt für Erschrecken, Schauer und Nervenkitzel. Gepaart mit Einblicken in die Hackerszene, Zukunftsvisionen der Technik und die sich ändernden Menschen und Persönlichkeiten, die in dieser bitteren Februarkälte ohne Strom und Wärme immer mehr um ihr Leben bangen und das Wort Solidarität Geschichte scheint... Mit Kommissar Bollard vom EuroPol, hat Marc Elsberg einen interessanten Ermittler geschaffen, der sich auf die Aussagen des ehemaligen Hackers Manzano aus Mailand verlassen muss. Auswirkungen der Möglichkeiten der Cyberwelt, der Geldgier, der menschlichen Moral und die Frage nach Richtig und Falsch, nach Gut und Böse... Keines falls belehrend, oder mahnend, nein: Der Leser bekommt sein eigenes Bild und wird qualvoll in Gewissenskonflike verstrickt...Dieser Thriller trägt starke Züge eines Psychothrillers und Autor Marc Elsberg glänzt mit bester Recherche und unglaublicher Komplexität in diesem Themenfeld. Verständlich und realistisch werden die Möglichkeiten der Zerstörung über digitale Ebenen und essentielle Machtmittel wie Strom und Wärme ausgearbeitet und in einem sehr packenden Thriller verwebt. Ein Thriller wie der schlimmste Albtraum....

Schreibstil:
Der Schreibstil des Autors hat mich auch schon bei seinem Werk "ZERO" sehr beeindruckt und gefesselt. Autor Marc Elsberg macht sich einen Namen, denn er überzeugt durch beste Recherche, Authenzität, Anspruch, hoher Intelligenz und unübertrefflichen Nervenkitzel durch seine einzigartige sprachliche Gewandtheit und menschliche Natur im Umgang mit Katastrophen und der Not das eigene Leben zu retten. Dadurch, dass die Thematik erschreckenderweise gar nicht so abwegig ist und auch in den Medien immer wieder als Schreckenszenario abgebildet wird, bekommt dieser Thriller durch die mögliche Tragik noch einmal ganz intensive Schärfe und Emotionen. Würde man wirklich so handeln, wie es die Protagonisten schlussendlich tun? Welchem Wert bemessen wir noch unseren Mitmenschen bei? Wo bleibt die Moral? Und gibt es noch Gerechtigkeit? Fernab von Geld und Macht? In diesem Buch behandelt Marc Elsberg eine gar nicht so ferne und keine unrealistische Thematik, er provoziert, erregt, erschüttert, regt zum Nachdenken hat. Trotz aller Provokation und Entsetzen, die Leser bekommen das, was sie suchen: einen erstklassigen (Psycho-)-Thriller mit hochkarätigen Elementen in seiner Umsetzung. Ein Thriller, der ebenso wie auch "Zero" lange unvergessen bleibt. Europa wird zum Schauplatz des Grauens und der Hilflosigkeit und Marc Elsberg nimmt seine Leserschaft genau dort mit hin. In die menschlichen Abgründe, dem Leid und der politischen Verstrickungen. Atemberaubendes Talent und verblüffendes Geschick, vom Autor Marc Elsberg Muss und möchte man zwingend mehr lesen!

Charaktere:
Die teilweise mir fremde Thematik und die Hintergründe aus Cyberwelt, Technik und Wirtschaft, hat der Autor mit wirklich gelungen durch seine gut geformten und speziellen Hauptprotagonisten nahe gebracht. Durch den hochintelligenten IT-Spezialisten mit einer düsteren Hackervergangenheit, wird mir die Welt der digitalen und vernetzten Welt mit all seinen kriminellen und zerstörerischen Möglichkeiten klar und verständlich, dennoch sehr intelligent und verblüffend dargestellt. Auch die europaweiten Ermittlungen der Behörde EuroPol sind sehr detailliert und authentisch umgesetzt. Bollard gibt Einblicke in die Do´s und Dont´s der behördlichen Regularien. Hindernisse, Knackpunkte und auch hier ein Spiel der Hierarchien und der Macht. Sehr intensiv und erhellend. Hier vergebe ich gerne weitere Sterne ich für die allumfassende und raffinierte Auswahl der Hauptprotagonisten, die vielen Vieze-Hauptprotagonisten und die schmückenden Nebendarsteller. Der Autor überlässt nicht dem Zufall.
Hier ist "Schubladendenken" sicherlich nicht angebracht, denn hier erlebt der Leser einige Überraschungen. Elsberg besticht hier mit sehr detailliert beschriebenen Charakteren, auch jene Nebendarsteller werden mit einer ganz besonderen Macke oder Eigenschaft in dem Geschehen platziert. Neben Beruf und Aufgabe in dem Buch, können wir die Protagonisten auch etwas privat kennenlernen und erhalten somit ein rundes Gesamtbild der Persönlichkeiten. Auch die Gedanken, die Not und die Änderungen in der Bevölkerung sind sehr eindringlich dargelegt und der Leser schließt sofort Verbundenheit und Tatendrang zum Fall, der ein Wettlauf um Leben und Tod darstellt.

Schauplätze:
Von Schweden, bis Italien ganz durch Europa....Marc Elsberg hat intensivste und facettenreiche Recherche auch betreffend seiner Schauplätze geleitet und gibt diese Kenntnis punktgenau an seine Leser wieder. Seine Kulissen, Orte und Schauplätze sind absolut stimmig, authentisch und erwecken zum Leben. Das kleinste noch so unscheinbare Detail wird plötzlich ungeheuer wichtig und prägnant. Die einzelnen Schauplätze sind so vielzählig wie die Charaktere in dem Buch. Bizarre Orte, tiefe Abgründe, neue Welten, entsetzliche Kulissen fast aller europäischen Länder und Regierungen. Der Autor bietet dem Leser einen Blick in die Welt von geschundenen Seelen und kranken Psychen, und in die Welt von moderner Technik und seinen Gefahren und den perfiden Spielen um Macht und Geld. Ein Wettlauf gegen die Zeit.... Diese schildert er authentisch, ohne zu übertreiben und geschmacklos zu wirken. Gewürzt werden die Handlungsorte mit einer Brise Schock und bitterer Wahrheit, aber auch mit den alltäglichen Normalitäten aus Wirtschaft, globalem Denken und Vertragsschlüsse, Einblicke in die Vergangenheit und Einblicke in eine beschattete Zukunft. Ich fühlte mich stets vor Ort und konnte immer genau diese entsprechenden Momente als Leser ganz intensiv nachempfinden und miterleben.

Meinung:
Dieses Buch lässt mich völlig begeistert, mitgenommen, geschockt und verblüfft zurück. Ein Thriller, der das ganze Nervengeflecht gereizt und stimmuliert hat, ein Thriller den man ungern aus der Hand legt, ehe man eine etwas ruhigere Ruheoase im fulminanten Ablauf gefunden hat.
Dieser Thriller und auch der Autor selbst verdienen es hoch gelobt zu werden. Modern, nah, aktuell, politisch, global und betreffend. Marc Elsberg hat mich zu 100% überzeugt und mit einer Komplexität, sprachlichem Niveau, Genialität, Brutalität, Abartigkeit, Nervenkitzel und einer ernsten Botschaft zum Sinnieren und Miterleben bewegt, so dass ich gar nichgt anders kann, als verdiente 5 Sterne zu vergeben.
Gerade wenn dann noch der Buchinhalt nachwirkt, dann hat der Autor mehr erreicht als einfach nur ein gutes Buch abzuliefern.
Ich jedenfalls bin absolut fasziniert, mit welchen Know How und Wissen der Autor die Szenerie in mehrere Handlungsstränge abarbeitet und am Ende einen Teppich aus vielen Handlungssträngen verwebt. Großes Talent, grandioses Werk. Unglaubliches Ende im packenden ShowDown.
Der Umstand, dass der Leser unfreiwillig die Augen öffnet, es mit Angst und Erkenntnis zu tun bekommt, sein Denken und Handeln in Frage stellt, die Moral erkennt und die Botschaft sieht, ist mir weiteres Lob wert.

Cover / Buch:
Das Cover wirkt prägnant, macht neugierig und verrät nichts. Eine stimmige Wahl und eine sachliche Optik. Es passt hervorragend auch zu Marc Elsberg zweites Werk. Das Buch ist sehr hochwertig und liegt absolut angenehm in der Hand. Das Schriftbild ist sehr kompakt, es könnte doch etwas größer oder lockerer wirken. Die Kapitel jedoch sind von angenehmer Länge und die Seiten fliegen nur so dahin.

Zum Autor:
"Marc Elsberg wurde 1967 in Wien geboren. Er war Kolumnist der österreichischen Tageszeitung »Der Standard« sowie Strategieberater und Kreativdirektor für Werbung in Wien und Hamburg. Heute lebt und arbeitet er in Wien."

Fazit:
Dieser Thriller weckt Emotionen, mahnt, erschreckt, schockiert, fesselt, informiert und unterhält in jeder Zeile. So MUSS ein 5 Sterne Thriller sein! Absolute Leseempfehlung!

Spannend & erschreckend, trotz einiger Schwächen

Von: Christian Datum : 02.03.2015

bieberbruda.blogspot.de/

Was geschieht, wenn die Lichter ausgehen? Mit Blackout präsentiert Marc Elsberg einen gut recherchierten und spannenden Bericht über das Leben ohne Elektrizität in der heutigen Gesellschaft.

Zur Story:
In Europa kommt es zu einem rätselhaften Stromausfall, der die Bewohner vollkommen unvorbereitet trifft. Während die Stromgesellschaften immer wieder beteuern, dass der Strom bald wieder fließen kann, entdeckt der Italienischer Hacker Piero Manzano einen Code am Stromzähler. Anfangs glaubt ihm keiner, dass hinter dem Ausfall eine Verschwörung stecken könnte, doch als dies offensichtlich wird, wird Manzano von Europol engagiert. Zusammen mit den besten Ermittlern soll er die Zusammenhänge aufdecken und den Stromausfall beheben. Doch die Aktivistengruppe weiß das zu verhindern: Als man Manzano als Mitverursacher deklariert flüchtet er durch halb Europa. Während die Gesellschaft auseinander bricht, versucht er, gemeinsam mit der Journalistin Lauren Shannon, die Verschwörung aufzuklären...

Meine Meinung:
Dieses Buch wurde mir von Insidern aus der Branche (EWR und AKW Biblis) sehr ans Herz gelegt. Herr Elsberg hat ausführlich recherchiert und beschreibt einen erschreckenden Roman über die Auswirkungen eines Lebens ohne Strom. Ähnlich wie die Gesundheit, ist Strom ist etwas, dass wir fast als selbstverständlich ansehen. Unsere heutige Gesellschaft verlässt sich vollständig auf die Elektrizität und wäre ohne Strom kaum undenkbar.
Die Thematik ist deshalb äußerst spannend. Das Buch ist zudem flüssig geschrieben und in viele kleine Kapitel eingeteilt, sodass man es - trotz der 800 Seiten - sehr schnell lesen kann.

Trotzdem gibt es einige Dinge, die mich beim lesen gestört haben:
Am Anfang war das Buch sehr detailliert. Am Ende wurde allerdings nur noch sehr wenig erklärt und nur noch oberflächlich beschrieben. Das Ende wirkte dann tatsächlich etwas abgehetzt.
Mir wurde das ganze hin- und her dann auch etwas zu viel. Manzano findet etwas Wichtiges heraus und wird festgenommen. Er kann fliehen, findet wieder etwas heraus und wird festgenommen etc.
Hier wäre weniger mehr gewesen - zumal die doppelte Flucht vom SEK etwas unglaubwürdig ist.
Es ist auch etwas übertrieben, dass nur Manzano die Täter aufspüren kann und dass die ganzen anderen Experten ständig im Dunkeln tappen sollen. Der Hauptprotagonist wurde mir etwas zu sehr als Held glorifiziert...
Die konkreten Auswirkungen und der Zerfall der Gesellschaft hätte mich etwas mehr interessiert. Das wurde an einigen Stellen zwar angerissen (platzende Euter, Sterbehilfe im Krankenhaus), ging aber nie über ein paar Beispiele hinaus.

Fazit:
Spannender Roman mit einem erschreckenden Szenario. Im Vergleich zu "Zero", hat mich BLACKOUT wirklich mitgerissen. Trotz einiger Schwächen gebe ich dem Buch deshalb 4 Sterne.

Bist du vorbereitet?

Von: Heide F. aus Neckartenzlingen Datum : 12.10.2014

Was für ein Buch! Was für eine Vorstellung! Aber mal schön der Reihe nach, obwohl mir das schwerfällt, weil ich noch immer schwer unter dem Eindruck des Buches stehe und außerdem so begeistert von Elsbergs Stil bin.

Der Strom fällt aus – das haben die meisten von uns schon mal erlebt. Vielleicht nur ein paar Minuten, was man meist nur am Blinken des Radioweckers merkt, vielleicht ein paar Stunden, in denen man sich ganz romantisch mit Kerzenlicht behilft. So weit so gut. Fällt der Strom für längere Zeit aus, überlegt man, ob man zu Freunden oder Verwandten fahren sollte. In „Blackout“ fällt der Strom über Tage aus, europaweit, fast flächendeckend. .. Keine Chance auf Hilfe vom Nachbarn….

Was mich besonders gefesselt hat, war der reportageartige Stil zu Beginn. Elsberg springt innerhalb Europas zu verschiedenen Schauplätzen, zeigt aus verschiedensten Perspektiven die ersten Auswirkungen des Stromausfalls. Da ist der unvermeidliche Unfall, weil die Ampeln nicht funktionieren. Ein paar Freundinnen sind unterwegs in den Skiurlaub und stranden an einer Tankstelle. Der Mitarbeiter im Kraftwerk bemerkt, dass mit „seinen“ Generatoren, die er kennt wie seine Westentasche, etwas nicht stimmt. Journalisten begeben sich auf die Suche nach Meinungen, Stimmungen und Einschaltquoten (die bald so nebensächlich sein werden). Politiker berufen Krisenstäbe ein, als ihnen zumindest das flächenmäßige Ausmaß des Ausfalls bewusst wird. Diese kurzen Abrisse fand ich unheimlich spannend.
Nach und nach verknüpft Elsberg all diese Handlungsstränge und Personen zu einem Ganzen – durch zufällige Begegnungen genauso wie durch bewusst herbeigeführte. Großartig!

Das Szenario ist erschreckend und ich glaube, die meisten haben sich noch nie wirklich mit den Auswirkungen solch einer Katastrophe befasst. Kein Strom? Dann hab ich Kerzen, Taschenlampen und vielleicht noch einen Campingkocher. Aber kein Strom heißt auch: kein Wasser - nicht zum trinken, nicht zum Kochen, nicht zum Waschen und nicht zum Toilette spülen. Und das tagelang. Ihr habt genug Wasserflaschen? Schön – wie lange reichen die, wenn es keinen Nachschub im Supermarkt gibt? Was esst ihr, wenn die Lebensmittel im aufgetauten Gefrierschrank verdorben sind?
Ich hatte noch nicht viele Kapitel gelesen, da verspürte ich den Drang, sofort loszufahren und Wasser und Konserven zu kaufen. Was ich dann am nächsten Tag auch getan habe. Und das ist es, was dieses Buch von vielen abhebt: man liest es nicht mit einem wohligen Schauer, sondern man überdenkt seine Lage und versucht, sich auf das Unvorstellbare wenigstens ein bisschen vorzubereiten.

Beim Lesen hab ich verschiedenste Gefühle durchlebt: zuerst das Erschrecken, wie schlecht vorbereitet wir sind, danach regelrechte Wut auf sensationsgeile Journalisten und planlose Politiker, die nicht sehen wollen, was nicht sein darf. Beinahe schon Hass auf die Terrorristen, die ihrer Ideen willen, Hunderte – nein, Tausende – sehend in den Tod schicken. So was nenn ich Menschenverachtend. Und dann – endlich – ein klein wenig Hoffnung. Ganz am Ende musste ich mir dann tatsächlich sogar noch ein Tränchen verdrücken.
Von mir gibt es unumschränkte 5 Sterne und die Empfehlung: Lesen und drüber nachdenken. Für alle die, denen Elsbergs Stil nicht zusagt hier ein ganz hilfreicher Link für Verhaltensweisen im Notfall. Und das ist wirklich kein PR-Gag, sondern ernst gemeint. Elsberg ist inzwischen von vielen Unternehmen und Behörden als Berater sehr gefragt. Und das mit Recht, denn er hat hervorragend recherchiert. Selbst die technischen Fakten (was das Verhalten der sensiblen Stromnetze betrifft genauso wie die Vorgänge im Kraftwerk) halten jeder kritischen Begutachtung stand. Und das macht es erschreckender!

Fazit:
Eins der wenigen Bücher, die zutiefst nachdenklich machen und Handlungsweisen beeinflussen (sollten). Großartig, aufrüttelnd und durch seine Realitätsnähe furchteinflößend!

Unglaublich und erschreckend

Von: Carina O. aus Kerpen Datum : 25.01.2014

Beschreibung:

Was geschieht, wenn es zu einem Stromausfall kommt, welcher nicht innerhalb von wenigen Minuten oder Stunden der Vergangenheit angehört? Was geschieht, wenn nicht nur unsere Stadt oder unser Land davon betroffen ist, sondern große Teile Europas? Genau dieses Geschehen ist da Thema dieses Buches. 
An einem Februartag kommt es zu einem Stromausfall in Europa. Durch einen Zufall kommt bei dem italienischen Informatiker Manzano der Verdacht auf, dass es sich hierbei um einen Hackerangriff handelt. Doch keine Behörde nimmt ihn ernst. Bis er durch Kontakte bei Europol und dem dort Angestellten Komissar Bollard landet. Wie es der Zufall so will, tauchen plötzlich E-mails auf Manzanos Laptop auf, die auf ihn als Drahtzieher hinweisen. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit...


Meine Meinung:

Bei diesem Roman handelt es sich schon um einen "Wälzer" (800 Seiten). Gerade bei solch langen Büchern kann es schnell passieren, dass es langatmig und langweilig wird. Doch dies ist hier absolut nicht der Fall. Wenn man sich einmal durch die ersten 60 Seiten gekämpft hat, gekämpft deshalb, da es hier doch sehr technisch war, kann man es nicht mehr weglegen. Das Buch lässt sich sehr gut lesen und regt einen zum nachdenken an. 

Dieses Buch scheint wirklich gut recherchiert zu sein. Diesen Eindruck bekommt man jedenfalls durch die vielen Handlungsorte und Personen, die sehr glaubhaft rüber gebracht werden.

Wer hat sich schon mal wirklich damit auseinander gesetzt, was wir ohne Strom wären? Ich war mir Anfangs gar nicht so bewusst, welche erschreckenden Konsequenzen ein Stromausfall mit sich ziehen würde. Ebenfalls interessant war es zu sehen, wie die Menschen mit einer solch drastischen Veränderung umgehen und was der bloße Überlebenswille mit einem anstellt.

Vor allem die Diskussionsrunden mit dem Bundeskanzler und den Ministern waren besonders gut gelungen. Hier wurde dem Leser die Auswirkungen sachlich vor Augen geführt, sodass man sich fragte, "was wäre, wenn sowas auch bei uns passieren würde. Wäre der Staat darauf vorbereitet? Oder hätte ich alles notwendige im Haus?"

Die kurzen Kapitel sind anfangs ein bisschen störend, da man noch nicht alle Charaktere genau zu ordnen kann. Nach den ersten 100 Seiten jedoch, macht dieses genau die Spannung des Buches aus. Denn man möchte von jedem wissen, wie es bei ihm ausgeht, wie er reagiert usw. Es hat eine Menge Spannung aufgebaut. 

Die Geschichte lebt hier nicht von den gründlich beleuchtenden Charakteren, die man sich direkt vorstellen kann, sondern wirklich von der Handlung, dem Geschehen. Dies hat mich aber in keiner Weise gestört, weil ich einfach total gefesselt war, als das ich mir darüber noch Gedanken hätte machen können.


Fazit:

Dieses Buch erhält von mir 5 Sterne, da es vom ersten Augenblick an spannend war und den Leser in Atem gehalten hat. Ich konnte das Buch nicht mehr weglegen, da es so erschreckend realistisch war. Nur zu empfehlen!