Leserstimmen zu
Die Strömung

Rolf Börjlind, Cilla Börjlind

Die Rönning/Stilton-Serie (3)

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„Die Strömung“ ist mein erster Kriminalroman von Cilla und Rolf Börjlind , aber schon der dritte aus der Rönning/Stilton-Serie. Das hat allerdings nie gestört, ich hatte nicht das Gefühl, dass mir Informationen gefehlt haben. Auffallend sind vor allem die wechselnden Perspektiven, aus denen das Buch erzählt wird: mal aus Sicht von Olivia Rönning, die an dem Mord an dem kleinen Mädchen arbeitet, dann aus der von Tom Stilton, der sich mit einem anderen (alten) Fall beschäftigt, aus der von Mette Olstätter vom Landeskriminalamt, dem Mörder, dem Ermittlungsleiter im Fall des usw. Die ersten 200 Seiten empfand ich diese Wechsel eher als störend, alles wirkte etwas abgehackt und ich hatte das Gefühl, es sind von den Autoren einzeln geschriebene Kapitel(teile) aneinandergereiht worden. Außerdem ging die Ermittlung nicht wirklich voran und die Spannung flachte spürbar ab. Doch als die Ermittlungen von Tom und Olivia dann wie erwartet endlich zusammenliefen und an Fahrt aufnahmen, gefielen mir die Perspektivwechsel richtig gut und haben zur Steigerung und Erhaltung der Spannung beigetragen, die sich bis zum Schluss durchzog. Die Protagonisten waren mir durchweg und von Anfang an sympathisch, allerdings hätte ich mir hier gerade am Anfang als die Spannung zu wünschen übrig ließ, noch etwas mehr Informationen gewünscht, um dieses Defizit auszugleichen. Da rächt sich vielleicht doch ein bisschen, dass ich die ersten beiden Bände nicht kenne. Der immer präsente Rassismus macht „Die Strömung“ zudem zu einer Lektüre, die erschreckende Einblicke in ein Gedankengut gibt, das für mich so überhaupt nicht und auch nicht mal in Ansätzen nachvollziehbar, in Zeiten der Flüchtlingskrise aber leider auch allgegenwärtig ist. Fazit: Ein im Endeffekt gelungener Schwedenkrimi des Autorenduos, der sicherlich nicht mein letzter gewesen sein wird. Ich vergebe 3,5 Sterne, die ich aufgrund der gelungen 2. Hälfte verdientermaßen auf 4 Sterne aufrunde.

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Auf diesen dritten Band der Reihe war ich total gespannt, da mir die beiden vorherigen Bände "Die Springflut" und "Die dritte Stimme" total gut gefallen haben. Man sollte diese beiden Bücher gelesen haben, beide sind sehr fesselnd und spannend geschrieben und man lernt Olivia und Tom Stilton, sowie einige andere Charaktere kennen. Das Autorenduo hat es auch hier wieder geschafft, mich von der ersten Seite an zu fesseln. Die Story hat einen topaktuellen Bezug, sie dreht sich rund um die Themen Rassismus und Fanatismus. Der Fall ist sehr mysteriös und interessant und lässt Ermittler und Leser ganz schön lange im Unklaren. Das Ermittlerteam ist sympathisch, Tom Stilton hilft hier bei der Klärung des Falles kräftig mit, die sympathische Mette ist auch wieder in den Fall involviert. Olivia gerät in den Focus einer Truppe verdächtiger Rassisten. Sämtliche Figuren in diesem Krimi sind interessante Charaktere, teilweise sogar ziemlich verschrobene Figuren. Viele verschiedene Erzählstränge verknüpfen sich ganz langsam zur Lösung des Falles. Die Autoren haben auch mit dem dritten Band einen Pageturner erschaffen. Dieser Krimi bekommt meine absolute Lesempfehlung.

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Vorweg wer das Buch lesen möchte, sollte unbedingt die ersten beiden Bücher lesen, da sich das Autorenpaar immer wieder auf die Vergangenheit der Hauptcharaktere bezieht. Die eigentlichen Fälle sind einzelne und abgeschlossene Geschichten, die Figuren wie Tom Stilton, Olivia Rönning und Mette Olsäter werden jedoch immer komplexer und ausgereifter. Die symphatischen und sehr gut entwickelten Charaktere machen die Geschichte so spannend und interessant. Mittlerweile kann man sich sehr schnell in sie hineinersetzen und mitfühlen. Man bekommt immer mehr das Gefühl, sie zu kennen. Der Fall selbst ist diesmal sehr beklemmend und sehr aktuell. Kinder werden ermordet und die verzweifelte Suche nach dem Täter beginnt. Die Suche deckt den schwedischen Rassismus und den aufkeimenden Rechtsextremismus auf und zeigt, wie sehr es unter der Oberfläche brodelt. Das Autorenpaar baut zuden "echte" Ereignisse und Namen mit ein. Dadurch wirkt die Geschichte noch realer, noch greifbarer und beklemmender. Auch diesmal werden mehrere Handlungsstränge (ein alter und ein neuer Fall) nach und nach miteinander verbunden. Die Spannung bleibt durch die gesamte Geschichte konstant erhalten und durch den sehr guten flüssigen Schreibstil kann man das Buch kaum aus der Hand legen. Für mich gibt es endlich wieder eine schwedische Krimi-Serie, die sich sehr gut lesen lässt und spannende Fälle beinhaltet. Der dritte Fall von Cilla & Rolf Börjlind war für mich bisher der interessanteste und beste Fall aus ihrer Serie.

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Die Geschichte: Olivia Rönning ist nach den vergangenen Erlebnissen nun doch bei der Polizei gelandet, allerdings ist sie nicht in Stockholm tätig, sondern auf einer kleineren Insel. Dort geschieht leider ein unfassbares Verbrechen: ein dreijähriges Mädchen wird am helllichten Tag im Sandkasten vor dem Elternhaus ermordet. Ihre Großmutter hatte sie nur für wenige Minuten aus den Augen gelassen und niemanden gesehen. Olivia vermutet schnell, dass die Tat rassistisch motiviert sein könnte, denn das Opfer war ein Adoptivkind aus Ghana. Eine rechtsradikale Gruppierung ist zudem sehr aktiv auf der Insel und hat dort viele Anhänger. Zunächst geht man von einem Einzelverbrechen aus, doch dann wird ein zweites Kind getötet und alles deutet auf den gleichen Täter hin. Allerdings konnte sich der Junge, der auf dem Schulweg überrascht wurde, noch kurz gegen seinen Angreifer wehren und so wurden DNA-Spuren sichergestellt. Die Ermittler stellen einen Zusammenhang her zu einem Mord an einer Prostituierten, der Ex-Polizist Tom Stilton nur allzu gut im Gedächtnis geblieben ist. Es war damals sein Fall und er konnte ihn nicht mehr aufklären vor seinem Zusammenbruch. Wird es ihm jetzt gelingen? Meine Meinung: Erst mal muss ich leider anmerken, dass der Klappentext einen Fehler enthält und so etwas sollte eigentlich nicht passieren: hier ist von einer “hochschwangeren Edelprostituierten” die Rede, obwohl die Frau erst im 3. Monat war. Es taucht später zwar wirklich noch eine Hochschwangere in der Story auf, aber man fragt sich schon, ob der Text von jemandem verfasst wurde, der das Buch gar nicht gelesen hat. Wer die Reihe um Olivia und Tom noch nicht kennt, sollte besser mit den ersten beiden Teilen beginnen. Das Privatleben der Ermittler spielt immer eine große Rolle und es ist oft von Vorteil, wenn man die Vorgeschichte kennt. Natürlich ist der zu lösende Fall davon größtenteils unabhängig, aber es wird schon häufig Bezug auf die Vergangenheit genommen. Für mich war es also ein Wiedersehen mit vielen bekannten Figuren, auf das ich mich schon sehr gefreut habe. Olivia, Tom, Mette, Abbas und viele andere Charaktere sind wieder mit von der Partie und es war mir ein Vergnügen, mit ihnen mitzufiebern. Olivia ist etwas erwachsener geworden, Tom hat sich gut von seiner Obdachlosenzeit erholt und Mette nimmt neuerdings ab. Die Protagonisten haben sich – mehr oder weniger freiwillig – weiterentwickelt und auch ihre lebendige Gefühlswelt trägt dazu bei, dass sie sehr authentisch und sympathisch wirken. Auch die Schauplätze in Schweden werden sehr gut beschrieben und man kann sich jederzeit alles bestens vorstellen. Das zentrale Thema “Rassismus” ist angesichts der Flüchtlingsströme leider wieder sehr aktuell und brisant. Die Autoren zeichnen ein sehr glaubwürdiges Szenario, das wirklich erschreckend ist. Obwohl in diesem Buch kaum ein Tropfen Blut vergossen wird, ist die Story hochspannend von Anfang bis Ende. Viele überraschende Wendungen sorgen für fesselnde Unterhaltung und ich habe diesen Krimi praktisch in einem Rutsch durchgelesen. Die Ermittlungsarbeit wird recht ausführlich dargestellt und wie immer helfen Außenstehende in großem Maß dabei, dem Täter auf die Spur zu kommen. In wie weit das realistisch ist, lassen wir mal dahingestellt. Mich störte es jedenfalls nicht. Was den Schreibstil betrifft: die Geschichte lässt sich wunderbar flüssig lesen und man merkt kaum, wie man die Seiten umblättert. Allerdings sind mir auch hier – wie schon im zweiten Teil – viele unschöne Wortwiederholungen aufgefallen, die man durchaus hätte vermeiden können. Das wirkt stellenweise etwas plump, aber was letztendlich zählt, ist die Story: und die ist prima! Mir hat auch der dritte Teil der Reihe wieder sehr gut gefallen und ich freu mich schon drauf, mehr von Olivia, Tom & Co. zu lesen. Hoffentlich ist dann auch Ove wieder dabei, er spielte dieses Mal leider gar keine Rolle. Fazit: Ein spannender Krimi, der eher wie ein Thriller wirkt. Wer die Reihe nicht kennt: unbedingt von vorne beginnen! Sympathische Protagonisten, die weitgehend unblutige, fesselnde Unterhaltung und eine bestens durchdachte Story sind gute Gründe für mich, dieses Buch gerne weiter zu empfehlen! Bewertung: 4,5 Sterne

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