VERLAGSGRUPPE RANDOM HOUSE - BERTELSMANN
Menü
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

Leserstimmen (89)

Cassandra Clare: Lady Midnight (Die Dunklen Mächte) (1)

Lady Midnight Blick ins Buch

Bestellen Sie mit einem Klick

oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler.

€ 10,00 [D] inkl. MwSt.
€ 10,30 [A] | CHF 14,50*
(* empf. VK-Preis)

Taschenbuch, Klappenbroschur ISBN: 978-3-442-48704-2

Erschienen:  18.09.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

Nichts verpassen und zum kostenlosen Buchentdecker-Service anmelden!

Anmeldung

Kundenrezensionen

5 Sterne
(56)
4 Sterne
(24)
3 Sterne
(6)
2 Sterne
(3)
1 Stern
(0)

Ihre Bewertung

Leserstimme abgeben

Voransicht

Fesselnd!

Von: leseliebe Datum : 13.09.2018

www.lese-liebe.com

Inhalt

Der Dunkle Krieg ist vorbei und der Kalte Frieden herrscht. Und trotz allem kann Emma Carstairs keine Ruhe finden, denn sie kann nicht glauben, dass Sebastian Morgenstern ihre Eltern getötet hat. Hinter dem Mord muss noch mehr stecken. Zusammen mit ihrem besten Freund, Seelenverwandten und Parabatai Julian Blackthorn begibt sie sich auf die Jagd nach einem mysteriösen Mörder, die gefährlicher nicht sein könnte. Doch nicht immer wartet die größte Gefahr außerhalb…
Wie hat’s mir gefallen

Ach ich bin mal wieder absolut verliebt in die neue Reihe der Autorin! Fans von „Chroniken der Unterwelt“ kennen zwar die Welt der Schattenjäger, doch nach dem Ende des Krieges hat sich so einiges geändert. Eine neue Ordnung lässt so manches strenger wirken, jedoch fühlte man sich direkt angekommen. Schon nach wenigen Seiten fühlte ich mich wohl und wie Zuhause! Dieses Mal steht nicht Clary Vordergrund, sondern Emma. Emma, die ihre Eltern verloren hat und nun bei Julian und seinen zahlreichen Geschwistern lebt. Und obwohl der Alltag eines Schattenjägers viel Zerstreuung mit sich bringt, so kann Emma der Gedanke an den Mörder ihrer Eltern nicht los lassen. Als dann weitere mysteriöse Morde geschehen, nimmt sie zusammen mit ihrem Parabatai Julian eine waghalsige Verfolgungsjagd auf sich.

Ich muss zwei Dinge zuerst und vor allem gemeinsam loben: es gibt unendlich viel Handlung und wunderbar viele mehrdimensionale und abwechslungsreiche Charaktere. Beides mag ich sehr! In diesen 848 Seiten ist unglaublich viel passiert! Actionreiche Szenen mit brutalen Kämpfen wechseln sich ab mit romantischen, ja herzzerreißenden Szenen, aber es gibt auch Kapitel voller Freundschaft oder aber auch Intrigen. Hier ist wirklich alles vertreten und die Autorin bietet dem Leser einen unglaublich gut gelungenen Mix aus allem an! Was bedeutet das? Es wird einem nie zu viel beim Lesen und doch kann man nicht aufhören. Kleine kapitelbedingte Cliffhanger machen aus dem Buch einen wahren Pageturner!

Ich konnte das Buch nur selten aus der Hand legen, was auch den wunderbaren Charakteren lag. Zuerst scheint es so, als stünde Emma im Vordergrund, aber die allesumfassende Erzählperspektive gibt dem Leser die Chance, sich in zahlreiche Charaktere hineinversetzen zu können. Die 17-Jährige Emma war mir zwar von Anfang an sympathisch, aber meine Aufmerksamkeit lenkte sich schnell auf Julian, der aufgrund seiner hohen Verantwortung sehr erwachsen wirkt. Er hat eine Anziehungskraft, der man sich nur schwer entziehen kann. Doch ich will euch nicht zu viel verraten, schließlich gibt es noch weitere Charaktere, die ich sehr in mein Herz schloss, wie z.B. Mark oder auch Cristina.Und dann gab es da noch kleine Wiedersehen mit uns bekannten Charakteren, wie Magnus, Clary, Jem oder Tessa. Hier habe ich mich besonders gefreut, da die Autorin die Handlungen geschickt miteinander verknüpft und alles wirklich rund erscheint.

Rund ist auch der fesselnde und jugendliche Schreibstil! Ich liebe den Wortwitz von Cassandra Clare, denn sie bringt einen nicht nur zum Schmunzeln, sondern auch dazu, dass man lauthals und schallend lacht! Aber sie bringt einen auch dazu, dass das Herz wie wild klopft und man sich wie wild nach einem Protagonisten verzehrt Und sie schafft es, dass man weint und schluchzt, sodass man keine Luft mehr bekommt und so verzweifelt ist, dass man nicht mehr weiterlesen kann. Aber man kann das Jugendbuch auch keineswegs aus der Hand legen!

Ihr seht: ich bin begeistert und kann es kaum erwarten, Band 2 zu lesen! Wer Jugendfantasy gemixt mit einer wunderbaren Liebesgeschichte mag, wird dieses Buch lieben! Nur das Ende, das werdet ihr hassen..

Gut zu wissen
1. Lady Midnight
2. Lord of the Shadows
Ich habe vorher die beiden Reihen „Chroniken der Unterwelt“ und „Chroniken der Schattenjäger“ gelesen und finde es auch empfehlenswert um sich selbst nicht zu spoilern. Eine Freundin allerdings hat das Buch gelesen und kannte vorher nur die „Shadowhunter“-Serie und kam ebenfalls gut in das Buch hinein (und liebt es). Dennoch rate ich euch: beschäftigt euch erst ein wenig mit dem Rest – es lohnt sich!

Für Fans von
* „City of Bones“ von Cassandra Clare
* „Clockwork Angel“ von Cassandra Clare

Fazit
Fans der Reihe müssen unbedingt lesen, denn das Suchtpotential steigert sich. Obwohl dieses Buch trotz sehr gutem Anfang und Ende, einige Längen hat, so konnte mich die Entwicklung der Liebesgeschichte sehr überzeugen.

Bewertung 5/5
Pageturner der Extraklasse! Fantasy-Fans sollten unbedingt zugreifen, denn man bekommt ein wunderbares Setting und eine magische und gut verwobene Handlung geboten. Der fesselnde Schreibstil konnte mich ebenso überzeugen wie diese wunderbare sehnsuchtsvolle Liebesgeschichte(n)!

Zurück in der Schattenjäger-Welt

Von: Nic Book Datum : 12.09.2018

https://www.facebook.com/jennicbooks

Handlung
Der dunkle Krieg liegt hinter den Schattenjägern und doch sind sie immer noch geschwächt. Feenwesen werden Opfer eines kaltblütigen Serienkillers, doch der kalte Frieden erlaubt es den Schattenjägern nicht den Feenwesen zu helfen. Doch Emma Carstairs sieht Gemeinsamkeiten zu dem Mord an ihren Eltern. Sie glaubt nicht daran, dass sie von Sebastian Morgenstern getötet wurden. Emma und die Blackthorn-Familie begeben sich gemeinsam auf die Suche nach dem Serienmörder, denn die Feenwesen machen ihnen ein Angebot, dass sie nicht ausschlagen können. Doch dabei begeben sie sich auf dünnes Eis. Sie handeln gegen die Anweisung des Rates und wissen gar nicht, wie nah sie dran sind einen schrecklichen Geheimnis aufzudecken.


Lesegrund
Es geht endlich wieder weiter im Shadowhunter-Universum. Nachdem ich "Die Chroniken der Unterwelt" beendet hatte, war ich schon ein wenig wehmütig. Als dann auch noch Netflix die Serie ausstrahlte wurde ich sofort zurück in die Welt der Shadowhunter gezogen und konnte es kaum erwarten neue Geschichten zu lesen. Und dann kam endlich der erste Band der neuen Reihe. "Lady Midnight" ist der Start in die neuen Reihe "Die Dunklen Mächte".


Protagonist
Emma Carstairs kennen vielleicht die ein oder Anderen schon aus dem letzten Band der Reihe "Die Chroniken der Unterwelt". Nun kehrt sie in der neuen Reihe von Cassandra Clare als Hauptprotagonistin wieder. Gemeinsam mit ihr erleben wir ein wirklich spannnendes Abenteuer und durchleben auch diverse Gefühlslagen. Wie auch Clary ist Emma eine starke Frau und nimmt die Heldenrolle ein, die ihr aber unglaublich gut steht. Emma wirklt einfach so autentisch, dass man ihre Geschichte gerne verfolgt.


Fazit
Ich habe seit langem kein Buch so sehr erwartet wie "Lady Midnight". Ich wurde als Fan des Shadowhunter-Universums wirklich nicht enttäuscht und genau davor hatte ich am meisten Angst. Wenn es um "Fortsetzungen" geht bin ich immer etwas skeptisch, doch hier merkt man gleich, wieviel Herzblut in der neuen Geschichte liegt.
Mit "Lady Midnight" ist Cassandra Clare ein spannender Einstieg in die neue Reihe "Die dunklen Mächte" gelungen. Wir leiden und kämpfen mit Emma Carstairs und der Blackthorn-Familie.
Doch ich warne jedoch jetzt schon vor. Wer den ersten Band durchgelesen hat, sollte lieber gleich den Nächsten griffbereit haben. Spannung pur.

Must-Read für Schattenjäger

Von: Madita Datum : 24.07.2018

https://lucciola-test.blogspot.com

Die Chroniken der Unterwelt habe ich verschlungen und zu allen Bänden auch bereits Rezensionen geschrieben. Die Chroniken der Schattenjäger fand ich zu Beginn etwas zäh, jedoch konnten die beiden letzten Bände mich dann ebenfalls überzeugen. Keines der Bücher, das ich je von Cassandra Clare gelesen habe, hat mich jemals so richtig enttäuscht, daher war sofort klar, dass ich auch Die Dunklen Mächte lesen muss. Besonders gespannt war ich natürlich auch darauf, ob man mehr über Clary, Jace, Tessa oder Jem oder all die anderen erfährt...

Lady Midnight spielt fünf Jahre nach den Geschehnissen aus City of Heavenly Fire. Daher sollte man auch diese Reihe zuerst lesen, ebenso ist es von Vorteil, die Chroniken der Schattenjäger bereits zu kennen. Man kommt sicherlich auch ohne diese Vorkenntnisse mit, aber es macht einfach viel mehr Spaß, wenn man die Hinweise auch richtig versteht und möglicherweise alte Bekannte wiedertrifft. Im Übrigen befindet sich am Ende des Buches ein kurzes Kapitel, welches nur von Clary, Jace, Izzy, Alec, Magnus und Simon handelt - es ist so toll, ein bisschen darüber zu erfahren, was mit ihnen nach Ende des Dunklen Krieges geschehen ist!

Emma Carstairs, die wir bereits im letzten Band der Chroniken der Unterwelt kennen gelernt haben, ist mittlerweile 17 Jahre alt und sie und ihr bester Freund Julian sind Parabatai. Emma hat nie überwunden, dass ihre Eltern ermordet wurden und glaubt nicht an die Theorie des Rates, dass Sebastian Morgenstern sie getötet hat. Stattdessen macht sie sich auf die Suche nach anderen Anhaltspunkten und Erklärungen. Und findet auch welche. In Los Angeles, die Heimat von Emma und den Blackthorn-Geschwistern, werden mehrere Leichen gefunden, die ähnliche Merkmale aufweisen wie die Leichen von Emmas Eltern. Mit ihren Nachforschungen bringt sie jedoch nicht nur sich selbst, sondern auch ihre Freunde in große Gefahr- und gerät in einen Strudel von Ereignissen, die sie nicht aus eigener Kraft aufhalten kann - und die alle gefährdet, die sie liebt.

Cassandra Clares Schreibstil ist wie immer sehr angenehm zu lesen und sehr detailverliebt. Manchmal auch etwas zu detailverliebt. Anfangs zieht sich die Geschichte etwas und ich hatte schon befürchtet, dass mich Lady Midnight doch enttäuschen würde. Doch Kapitel für Kapitel nahm die Story immer mehr Fahrt auf und am Ende konnte ich es gar nicht mehr aus der Hand legen. Der Cliffhanger ist einfach fies! Ich will SOFORT wissen, wie es weitergeht! Leider erscheint Band zwei voraussichtlich erst April 2017, Band drei vermutlich sogar erst 2019. Die Geschichte rund um Emma und Julian ist geprägt von einem ziemlichen Gefühlswirrwarr, Freundschaft, Liebe und viel Action. Emma kann wirklich überzeugen, sie ist eine sehr starke Persönlichkeit, sie ist aber auch hitzig und ihre unüberlegten Aussagen und Taten führen zu so manchen Problemen... Doch auch die anderen Charakter sind liebevoll und detailreich erzählt und entwickeln sich zu Persönlichkeiten, die einem im Laufe des Buches ans Herz wachsen.
Eine vielschichtig erzählte Geschichte rund um die Schattenjäger und Schattenweltler, die einen erneut in diese aufregende Welt entführt und einen nach anfänglichen Langatmigkeiten dann doch nicht mehr los lässt.

Fazit

Ein Must-Read für alle Freunde der Schattenjäger. Die Story ist abwechslungsreich und spannend, voller Emotion, Gefahr und Action. Ein grandioser und vielversprechender Auftakt, der Lust auf Mehr macht! Ich kann es jedenfalls kaum erwarten, weiterzulesen und würde am liebsten "Die Chroniken der Unterwelt" gleich wieder re-readen. Wenn da nicht so viele andere, tolle Bücher noch auf mich warten würden...

Nicht nur einen Blick wert!

Von: Daisy Datum : 16.06.2018

https://buch-reise.blogspot.com

Lady Midnight soll die neue Erfolgsserie von Clare rund um die Saga der Schattenjäger werden. Und das Potential ist vorhanden! "Die dunklen Mächte" Band 1 hat seinen Handlungsmittelpunkt im heutigen L.A. Clare hat die reale Stadt allerdings durch einige fiktionale Orte ergänzt bzw. bereichert. Zentrale Hauptfiguren der Handlung sind neben den Parabatei Emma Carstairs und Julian Blackthoren, die "Austausch"-Schattenjägerin Christina M. Rosales, Tutorin Diana und natürlich der Rest der Blackthorne Familie sowie der örtliche oberste Hexenmeister und langjähriger Freund der Familie B. Malcome Fade.

Die Geschichte beginnt eigentlich mitten drin und wir lernen zuerst Emma und Christina kennen. Die Blackthornes werden am Anfang nur durch Erzählungen Emmas vorgestellt und stoßen erst am "späteren Anfang" dazu.

Als junges Mädchen hat Emma ihre Eltern durch einen grausamen Mord verloren, welcher vom Rat Sebastian Morgenstern zugeschustert wurde. Doch Emma scheint mit die einzige zu sein, die nicht wirklich daran glaubt. Aus diesem Grund führt sie auch jetzt, knapp 5 Jahre nach dem Tod ihrer Eltern noch Ermittlungen durch um diesen aufzuklären. Durch diese Ermittlungen stolpern sie und ihr Freunde kurzerhand in eine viel größere Sache. Eine Angelegenheit, mit der sie als Schattenjäger sich aufgrund des kalten Friedens gar nicht beschäftigen dürften. Clare schafft es mal wieder alles miteinander zu vereinen: Liebe, Schrecken, Verlust, Spannung, Verschwörung... es ist alles dabei und doch von allem nicht zu viel.

Sie überzeugt außerdem mal wieder mit detaillierten Beschreibungen von Orten, Farben, Gerüchen usw. Man hat das Gefühl, mitten drin zu sein und mit Emma am Meer zu stehen oder direkt neben dem malenden Julian - in einem Raum der vom klassischen Geruch von Ölfarben und Terpentin erfüllt ist.

Dennoch haben mich ein paar Kleinigkeiten gestört, die ab und an des Lesefluss etwas gestört haben. Zum Beispiel die fast schon manische Verbissenheit von Emma. es war einfach irgendwie zu viel an manchen stellen.

Alles in allem aber mal wieder ein tolles Meisterwerk und ich bin sehr gespannt wie weit sie die Reihe ausbauen wird.

Ein überragender Reihenauftakt!

Von: Sarahs Leseliebe Datum : 30.04.2018

https://sarahsleseliebe.wordpress.com/

Immer wenn ich ein Buch von Cassandra Clare in die Hand nehme freue ich mich wahnsinnig, denn ich weiß ganz genau, dass das Buch richtig gut sein wird. Ich kann es dann kaum erwarten abends endlich nach Hause zu kommen, mir dieses Buch zu schnappen, es mir in meiner Lieblingsecke auf dem Sofa mit meiner Kuscheldecke und einer heißen Schokolade gemütlich zu machen und wieder in die Geschichte abtauchen zu können.

"Lady Midnight" ist der Auftakt einer neuen Trilogie aus der Welt der Schattenjäger.

Emma Carstairs hat ihre Eltern verloren als sie noch klein war und sinnt nach Rache, denn der Mörder ihrer Eltern ist noch irgendwo da draußen. Seit ihrem Tod sind bereits fünf Jahre vergangen und Emma hat Zuflucht im Institut der Schattenjäger in Los Angeles gefunden. Die Stadt wird von einer mysteriösen Mordserie heimgesucht, die sowohl die Menschen als auch die Unterwelt in Aufruhe versetzt. Die Leichen, die gefunden werden sind mit rätselhaften alten Schriftzeichen übersät – ähnlich den Schriftzeichen, die auch auf den Leichen von Emmas Eltern waren. Emma geht dieser Spur nach und begibt sich und auch ihren Parabatai und Seelenverwandten Julian Blackthorn in große Gefahr.

„Als der Rat Emma mitgeteilt hatte, sie müsse die Tatsache akzeptieren, dass ihre Eltern im Verlauf des Dunklen Kriegs gestorben waren, hatte man von ihr erwartet, dass sie das widerspruchslos hinnahm.

Aber das hatte sie nicht getan.“ S. 32

Zu diesem Zeitpunkt möchte ich einmal sagen, dass "Lady Midnight" fünf Jahre nach dem Ende der "Chroniken der Unterwelt" – Reihe spielt. Wer diese Reihe nicht gelesen hat und noch lesen möchte, sollte "Lady Midnigh"t nicht vorher lesen, denn das Buch enthält viele Spoiler und Anspielungen auf die sechs Bände der Unterwelt-Reihe und damit würde man sich die ganze Freude am Lesen dieser Bücher nehmen.

Wer die Bücher schon gelesen hat, dem kann ich "Lady Midnight" nur empfehlen. Man betritt wieder die Welt der Schattenjäger, Dämonen und Schattenwelter und begibt sich auf ein neues Abenteuer mit schon bekannten Personen und einigen neuen Charakteren. Ein bisschen hat es sich so angefühlt wie nach Hause zu kommen. Ich habe die "Chroniken der Unterwelt" und auch die "Chroniken der Schattenjäger" geliebt und fand es schön so viele bekannte „Gesichter“ wiederzutreffen. Zwar passt das Cover nicht mehr zu den alten Covern der Unterwelt-Bücher, sondern ist eher an die neuen Cover der Schattenjäger-Trilogie angepasst. Das ist wohl auch dem geschuldet, dass diese Reihe nicht wie die anderen Reihen im Arena-Verlag sondern nun im Goldmann Verlag erschienen ist. Das Cover hat einen schönen Farbton und schimmert leicht im Licht. Außerdem passt es sehr gut zum Inhalt von "Lady Midnight". Auch toll ist die Karte von Los Angeles, die im Einband zu finden ist. Noch eine Kleinigkeit, die ich nicht unerwähnt lassen möchte, die ich aber wirklich schön finde, ist, dass jedes Kapitel einen eigenen Titel bekommen hat. Diese entstammen alle aus einem Gedicht von Edgar Allen Poe. Cassandra Clare verknüpft die Handlung sowieso mit vielen Zitaten aus bekannten Schriftstücken und verbindet so alte und neue Literatur miteinander. Ein wirklich schönes Detail, wie ich finde – wenn man darum weiß.

Viele Handlungsstränge aus den Büchern der "Chroniken der Unterwelt" werden hier wieder aufgegriffen, perfekt in die Handlung mit eingebunden und weitergewoben – diese spielen jedoch eine kleine Nebenrolle. Das Buch hat seine ganz eigene dynamische Handlung und Magie und zieht den Leser in seinen Bann.

Dabei finde ich es wirklich bemerkenswert wie real die Charaktere hier wirken, die Cassandra Clare erschaffen hat. Alle Personen sind so tiefgreifend und bis zur Perfektion ausgearbeitet, dass ich manchmal das Gefühl hatte, dass die Autorin hier richtige Menschen geschaffen hat.

Vor allem die beiden Protagonisten sind mir gleich sympathisch gewesen und ans Herz gewachsen. Emma Carstairs ist eine liebendwürdige und kämpferische Person. Wenn sie ein Ziel vor Augen hat gibt sie nicht auf bevor sie es erreicht hat, egal wie schwer der Weg dahin auch sein mag. Sie würde alles für die Familie tun, die sie aufgenommen hat. Die Blackthorn-Geschwister sind nun ihre Familie und sie liebt jeden einzelnen von ihnen abgöttisch.

Besonders verbunden fühlt sie sich mit Julian Blackthorn – sonst hätte sie auch nicht den Parabatai-Bund mit ihm geschlossen. Auch Julian ist ein starker und tiefgründiger Charakter, der es nicht immer leicht hatte in seinem Leben. Die Entschlossenheit, die er an den Tag legt um die Menschen, die er liebt zu beschützen, ist sehr bemerkenswert. Der Zusammenhalt von Emma und Julian wird dabei immer in den Vordergrund gehoben und ist wirklich einzigartig – jeder sollte einen Menschen an seiner Seite haben, der so für einen einstehen würde.

„Emma konnte es in seinem Gesicht erkennen: Um sie zu retten, würde er jeden anderen in ihrer Nähe töten. Keine Sekunde würde er darüber nachdenken …“ S. 559

Auch wenn die Handlung aus Sicht der dritten Person erzählt wird, kann man alle Handlungs- und auch Gedankengänge der Personen komplett nachvollziehen. Dabei stehen entweder Emma oder Julian im Fokus der Erzählung. Auch alle anderen Nebencharaktere sind toll gestaltet und super in die Handlung eingebunden. Sie sind alle komplett unterschiedlich, aber jeder ist auf seine Weise besonders und unglaublich vielschichtig, authentisch und real gestaltet.

Ich habe die ganze Zeit über mit den beiden Protagonisten und auch allen anderen Charakteren mit gefiebert, denn es wird zu keiner Zeit langweilig. Das Buch ist ein wahrer Pageturner und man gelangt von einer spannenden Situation in den nächsten Kampf und von da aus in die nächste heikle Angelegenheit. Wirklich gut hat mir auch gefallen, dass die Handlung Krimi-Elemente enthält. Wenn Emma, Julian und die Blackthorn-Geschwister Beweise und Spuren sammeln um den Mörder von Emmas Eltern zu finden, hatte das schon etwas von einem Krimi an sich und hat die Handlung gleich noch viel fesselnder gemacht als sie sowieso schon war.

„Sie spürte eine eisige Kälte in den Adern – eine positive Art von Kälte, die eiskalte Ruhe des Kampfes, die von ihrem Bauch ausging und sich bis in jede Faser ihres Körper ausbreitete.“ S. 686

Durch die vielen Wendungen, gespickt mit viel Fantasy, einem leichten Hauch Liebesgeschichte und einer Würze Krimi erlebt man ein Wechselbad der Gefühle und kann das Buch nicht aus der Hand legen.

Fazit:

Toller Plot, spannende Handlung, außergewöhnlich tiefgründige Charaktere! Es wird einem zu keiner einzigen Zeit langweilig und man wird von der Geschichte mitgerissen. Ein absoluter Pageturner, der seinesgleichen sucht! Ich freue mich auf Band zwei! Dafür gibt es die volle Punktzahl – 5 Schmetterlinge!

Hatte mehr erwartet...

Von: paperlove Datum : 08.04.2018

https://mrspaperlove.blogspot.ch/

Inhaltsangabe:
Als ihre Eltern starben, war Emma Carstairs noch ein Kind, und um sie herum tobte der Dunkle Krieg. Die Wesen der Unterwelt kämpften bis aufs Blut gegeneinander, und die Schattenjäger, Erzfeinde der Dämonen, wurden fast völlig ausgelöscht. Aber Emma glaubt bis heute, dass ihre Eltern aus einem anderen rätselhaften Grund sterben mussten. Inzwischen sind fünf Jahre vergangen, und zusammen mit ihrem engen Freund und Seelenverwandten Julian Blackthorn hat die 17-jährige Emma Zuflucht im Institut der Schattenjäger in Los Angeles gefunden. Dort sorgt eine mysteriöse Mordserie für große Unruhe. Immer wieder werden Leichen gefunden, übersät mit alten Schriftzeichen – Zeichen, wie sie auch bei Emmas Eltern entdeckt worden waren. Emma muss dieser Spur nachgehen, selbst wenn sie Julian dadurch in große Gefahr bringt … (© Amazon / Goldmann)

Meine Meinung:

-- Achtung enthält Spoiler! --

Ich kann den Hype und die zahlreichen Lobeshymen um die The Dark Artifices Reihe leider weder teilen, noch wirklich nachvollziehen. Gründe dafür gibt es einige. Fangen wir mit den Kritikpunkten an:

Die Story: Der Hauptkritikpunkt besteht sicherlich darin, dass die Story um Lady Midnight recht dürftig ausfällt und innerhalb weniger Sätze erklärt werden kann: In Los Angeles geschehen geheimnisvolle Morde, die nicht durch Menschenhand verübt werden. Emma Castairs und die Blackthorne Kids erfahren bald, dass hinter den Morden eine Person steckt, die irgendeinen bösen Plan verfolgt. Und nun sollen sie herausfinden, wer dahinter steckt und was der Mörder vorhat. That’s it. Ein Buch mit über 800 Seiten lässt sich so kurz und knapp zusammenfassen. Und das nicht etwa, weil die Story so leicht verständlich war, sondern weil sie einfach wenig Fleisch am Knochen hatte.

Die Länge: Der zweite Kritikpunkt geht mit dem ersten einher: Das Buch war einfach VIEL zu lang. Gepaart mit der dürftigen Story wirkte die Handlung einfach unnötig in die Länge gezogen und schaffte es nicht, mich an irgendeiner Stelle zu packen. Die Geschichte hätte meiner Meinung nach mit halb so vielen Seiten deutlich spannender und kompakter erzählt werden können. Und das ohne, dass irgendein wichtiges, handlungsrelevantes Detail hätte ausgelassen werden müssen.

Die Wiederholungen: Auch dieser Kritikpunkt geht mit den vorherigen beiden einher, denn über 800 Seiten mit nur wenig Handlung müssen irgendwie gefüllt werden. Und das geht natürlich am besten, wenn man sich immer und immer wieder wiederholt. Ich konnte gar nicht mehr zählen, wie oft die Autorin erwähnen musste, dass Emma und Julian Parabatai sind und was dieser Umstand genau bedeutet. Genauso verhielt es sich mit den Beschreibungen von äusserlichen Attributen der Charaktere. Mit der Zeit kam ich mir allmählich veräppelt vor, denn ich musste mich unweigerlich fragen, ob CC ihre Leser für so dumm (oder vergesslich) hält. Ja, Mark Blackthorne hat Locken und ist der schönste Typ auf Erden – I got it!

Die Inkonsequenz der Namen: Zugegeben, bei diesem Kritikpunkt handelt es sich bloss um ein Detail, aber es hat mich so genervt, dass CC bei der Erwähnung der Namen der Blackthorne Kids so inkonsequent vorging. Fast alle Kinder haben einen aussergewöhnlichen Namen, der auf merkwürdige Weise abgekürzt wird und so jeder einen Rufnamen hat. Und trotzdem wechselte CC beim Schreiben immer wieder zwischen dem eigentlichen Namen der Charaktere und ihrem Rufnamen hin und her. Auf mich wirkte das so, als hätte die Autorin nicht bei zwei aufeinanderfolgenden Sätzen denselben Namen verwenden wollen und so eine direkte Wiederholung umgehen wollte. Und das ergab für mich einfach keinen Sinn, wieso sollte Julian seine Geschwister einmal mit dem vollen und einmal mit dem Rufnamen ansprechen?!

Das Ende: Das Ende war einfach nur dumm und diente einzig und allein dafür, künstlich Drama zu erzeugen. Emma findet heraus, dass die Liebe zweier Parabatai schwerwiegende Konsequenzen mit sich bringt, die sowohl für sie als auch für Julian lebensgefährlich werden könnten. Und deshalb können die beiden nicht zusammen bleiben. Statt ihm das einfach und nachvollziehbar zu erklären, entscheidet sich Emma dafür mit Julian Schluss zu machen und plant dann, ihm eine angebliche Beziehung mit Mark vorzugaukeln. WHAT THE FUCK?! Das ergibt überhaupt keinen Sinn, denn Julian hätte die eigentliche Erklärung sicher sehr viel besser nachvollziehen und akzeptieren können. So macht Emma das Ganze nicht nur unnötig kompliziert, sie entzweit dadurch auch zwei Brüder, die sich gerade erst wieder zueinander gefunden haben. Wie egoistisch und kurzsichtig kann man sein? Ich glaube eine dümmere Möglichkeit Drama zu inszenieren hätte CC sich nicht mehr einfallen lassen können.

Der Fanservice: CC hat es bestimmt nett gemeint und wollte ihre hartgesottenen TMI-Fans zufrieden stellen, aber die ständige Erwähnung von Clary, Jace & Co wirkten auf mich einfach erzwungen und deplatziert. Statt die Namen irgendwie schlüssig in die Erzählung einfliessen zu lassen, wird hier und da immer mal wieder ein Name der alten Crew fallen gelassen und auf irgendeine unglaubwürdige Weise eine Verbindung zu den neuen Charakteren hergestellt. Immer wieder schwärmt Emma wie toll und cool doch Clary und Jace sind, aber warum sie so denkt, wurde nur knapp begründet. Es war kaum übersehbar, dass die Erwähnungen lediglich als „Fan-Service“ dienen sollte. Wenn die alten Charaktere schon erwähnt werden, dann sollte das auch schlüssig und durchdacht erscheinen. Und das ist hier leider nicht gelungen.

Positiv hervorheben möchte ich aber zum Schluss auch noch einen Punkt:
Diversity: Ob POC oder Homo-/Bisexualität, auch diesmal hat die Autorin wieder Diversity bei der Auswahl ihrer Charaktere miteinfliessen lassen, was ich sehr schön fand.

Alles in allem ein viel zu langes Buch mit zu wenig Handlung, das deutlich kompakter und spannender hätte erzählt werden können. Die durchweg guten Bewertungen sind meiner Meinung nach nicht gerechtfertigt und für mich nur schwer nachzuvollziehen.

Ein weiteres Jahreshighlight

Von: Ann-Sophie S. - Reading is like taking a journey Datum : 31.12.2017

readingisliketakingajourney.blogspot.de/

Cover:
Ich mochte das Cover auf Anhieb. Es ist düster und geheimnisvoll gestaltet, was mich sofort neugierig gemacht hat und gleichzeitig mit den schlichten gewählten Elementen auch die Geschichte dahinter bildlich gut einfängt. Es ist im Regal sehr hübsch anzusehen und erfüllt gänzlich die Aufgaben eines gelungenen Covers.

Inhalt:
Ich liebe es! Das beschreibt am besten, was ich über die neue Geschichte über die Schattenjäger zu sagen habe.
Die Geschichte konnte mich von Anfang an in ihren Bann ziehen, da mich bereits die Szenen auf den ersten Seiten sehr neugierig machten. Wir befinden uns im Institut in Los Angeles und auch da passieren spannende Dinge rund um die Familie Blackthorn.
Die Handlung war von Anfang bis Ende gut durchdacht und begeisterte mit einem angenehmen Wechsel von spannenden Höhepunkten und Kämpfen und emotionalen Szenen.
Ich habe die Reihe "Chroniken der Unterwelt" von der Autorin nur teilweise gelesen, was sich aber nicht störend auswirkte. Man wird ausreichend über die vorherigen Geschehnisse informiert, die für diese Geschichte von Bedeutung sind, sodass man es auch ohne dieses Wissen sehr gut lesen kann. Vielleicht sollte man dennoch schon ein wenig von der Welt der Schattenjäger und auch von Clare und Jacke gehört haben, aber das Wissen aus den ganzen sechs Bänden sowie der weiteren Bücher ist nicht von Nöten.
Mich ließ das Buch restlos begeistert zurück. Dazu zählt ein befriedigendes Ende, aber trotzdem große Neugier auf den nächsten Band.



Charaktere:
Hinsichtlich der Charaktere ist dieses Buch wahnsinnig stark. Man lernt jeden Charakter sehr gut kennen, sodass sie sich im Verlauf der Geschichte immer mehr in mein Herz schlichen. Es ist, als würde man sie wirklich persönlich kennen.
Emma war für mich eine sehr angenehme Protagonistin, da ich mich sehr gut in sie hineinführen konnte. Ihr mutiger, draufgängerischer, aber auch liebevoller Charakter hat mich sehr begeistert.
Genauso erhält es sich mit ihrem Parabatai Julian. Er ist eine beeindruckende Persönlichkeit, deren Geschichte mir sehr ans Herz ging.
Man kann nicht anders, als die gesamte Familie Blackthorn ins Herz zu schließen. Vor allem die Geschwister sind so unterschiedlich und tragen jeweils ihren Teil zur Familie bei.
Auch alle anderen Charaktere wie zum Beispiel Christina überzeugten mich sehr!

Schreibstil:

Cassandra Clare (Quelle)
Glaubt mir, wenn ich euch sage, dass sich dieses Buch nicht wie ein 800-Seiten-Wälzer liest. Ich habe es aufgrund des angenehmen und leichten Stils geradezu verschlungen in wenigen Stunden. Es gelang Cassandra Clare, mich mit ihren Wirten zu verzaubern.
Schöne, aber knappe Beschreibungen, emotionale Gedankengänge, witzige Dialoge - "Lady Midnight" bot mir alles, was mein Fantasyherz begehrte.
Geschrieben ist die Geschichte aus der auktorialen Erzählperspektive. Das hat mir persönlich sehr gut gefallen, da man dadurch nicht nur Emma als Protagonistin sehr gut kennenlernen konnte, sondern die gesamte Familie Blackthorn. Dabei war ich nicht von den Figuren überfordert, sondern der Fokus wechselte immer sehr angenehm zwischen den einzelnen Charakteren.
Das fand ich sehr passend und sehr gut gewählt für die Geschichte.

Fazit:
Nachdem mich die Reihe "Chroniken der Unterwelt" nur bis zu einem gewissen Grad begeistern konnte, hat mich Cassandra Clare mit "Lady Midnight" total in ihren Bann gezogen! Ich hab die 800 Seiten geradezu verschlungen, weil mich die Geschichte so mitgenommen hat. Sowohl die Charaktere als auch die Handlung konnten restlos überzeugen. Ich kann es jedem Fantasy-Fan nur empfehlen. Auch denen, die mit der vorherigen Reihe nicht so ganz warm wurden wie ich. Man wird zwar gesponsert zu den "Chroniken der Unterwelt", aber man versteht das Buch auch so sehr gut, ohne alle Bände gelesen zu haben.
Für mich ist "Lady Midnight" definitiv ein Jahreshighlight.

Tolles Setting und tiefgründige Charaktere

Von: Lovelyceska Datum : 07.12.2017

https://lovelyceska.wordpress.com

»Liebe ist die Schwäche der Menschen, und dafür werden sie von den Engeln verachtet. Und auch die Nephilim verachten sie dafür und bestrafen deshalb jeden, der liebt. Weißt du, was mit Parabatai passiert, die sich ineinander verlieben? Weißt du, warum es verboten ist?«

Buchdetails:
Originaltitel: Lady Midnight (The Dark Artifices 1) – Autorin: Cassandra Clare – Verlag: Goldmann (17. Mai 2017) – Genre: Fantasy – Format: gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag – Buchlänge: 832 Seiten – Preis: 19,99 € – ISBN: 978-3442314225 – Erwerben: *Amazon / Goldmann

Über die Autorin:

Cassandra Clare ist eine internationale Bestsellerautorin. Ihre Bücher wurden über 50 Millionen Mal weltweit verkauft und in 35 Sprachen übersetzt. Die beiden Serien »Chroniken der Unterwelt« und »Chroniken der Schattenjäger« gehören zu ihren größten Erfolgen und stehen weltweit auf den Bestsellerlisten. Auch ihre neue Reihe, die »Chroniken der Dunklen Mächte«, wurde zum großen Bestellererfolg. Cassandra Clare lebt in Massachusetts, USA. (Quelle: Goldmann) Weitere Infos findet ihr auf Clares englischsprachiger Homepage. ♥

ACHTUNG: Obwohl „Chroniken der Dunklen Mächte“ eine eigene Reihe ist, spoilert sie die „Chroniken der Unterwelt„-Reihe erheblich, sodass in dieser Rezension ebenfalls Spoiler zu Chroniken der Unterwelt vorkommen können!

Klappentext:
Niemals wird sie den Tag vergessen, an dem ihre Eltern starben. Die 17-jährige Emma Carstairs war noch ein Kind, als sie damals ermordet wurden, und es herrschte Krieg. Die Wesen der Unterwelt kämpften bis aufs Blut gegeneinander, und die Schattenjäger, die Erzfeinde der Dämonen, wurden fast völlig ausgelöscht. Aber Emma glaubt bis heute nicht, dass ihre Eltern Opfer dieses dunklen Krieges wurden, sondern dass sie aus einem anderen rätselhaften Grund sterben mussten. Inzwischen sind fünf Jahre vergangen, und Emma hat Zuflucht im Institut der Schattenjäger in Los Angeles gefunden. Eine mysteriöse Mordserie sorgt für große Unruhe in der Unterwelt. Immer wieder werden Leichen gefunden, übersät mit alten Schriftzeichen, ähnliche Zeichen wie sie auch auf den Körpern von Emmas Eltern entdeckt worden waren. Emma muss dieser Spur nachgehen, selbst wenn sie dafür ihren engsten Vertrauten und Seelenverwandten Julian Blackthorn in große Gefahr bringt … (Quelle: Goldmann)

Vom Verlag gibt es auch diesmal einen Buchtrailer:


Meine Meinung:
Zunächst muss ich leider zugeben, dass ich die Chroniken der Unterwelt-Reihe bisher nicht gelesen habe. Aus der Buchbeschreibung ist mir leider nicht deutlich geworden, dass diese „eigenständige“ Reihe (Chroniken der Dunklen Mächte) die andere Reihe (Chroniken der Unterwelt) ziemlich heftig spoilert. Deshalb kann ich euch nicht empfehlen diese Reihe zu lesen, wenn ihr Chroniken der Unterwelt nicht kennt.

Nichtsdestotrotz habe ich Lady Midnight trotzdem gelesen, was mir zu Beginn erhebliche Schwierigkeiten bereitet hat. Anfangs, aber auch immer wieder zwischendurch, gibt es viele Rückblicke bzw. Bezüge zu den Geschehnissen aus die Chroniken der Unterwelt, was an sich eigentlich ganz gut ist, um die wichtigsten Ereignisse aufzufrischen, aber für mich war dies eine regelrechte Informationsüberflutung, wobei bei mir immer noch einige Verständislücken vorliegen. Ich brauchte ganze 200 Seiten, um mit dem Buch warm zu werden und endlich in das Geschehen eintauchen zu können…

Dann aber verlor ich mich immer mehr in die fantasiereiche Welt mitten in Los Angeles. Schattenjäger mit magischen Runen, welche ihnen besondere Fähigkeiten verleihen, dämonische aber auch engelsähnliche Gestalten, wilde Kreaturen und noch viele mehr tauchen in der Geschichte auf. Alle Wesen haben ihre eigenen Gesetze, Regeln und Sitten, welche spannend und interessant nach und nach offenbart werden. Das Zusammenspiel der vielen magischen Geschöpfe ist gut konstruiert.

»Die Vorstellung von Freiheit hatte etwas Wunderschönes an sich, aber sie war eine Illusion. Jedes menschliche Herz war deutlich durch die Liebe gefesselt.«

In dieser Geschichte geht es aber hauptsächlich um Nephilims, eine Kreuzung aus Menschen und Engeln. Die 17-jährige Schattenjägerin Emma sucht entschlossen den wahren Mörder ihrer Eltern, während ihr bester Freund und somit Seelenverwandter Julian endlich mit seiner Familie aus London zurückkehrt. Doch etwas an der Beziehung zwischen Julien und Emma hat sich verändert…

Ich habe in diesem Buch unglaublich viele Charaktere lieben gelernt. Jeder Charakter ist individuell und tiefgründig herausgearbeitet. Emma sucht entschlossen den Mörder, damit sie endlich wieder ruhen kann. Ihr Seelenverwandter Julian musste viel zu früh erwachsen werden und kämpft tagtäglich mit den Konsequenzen. Oder Tavvy, der den Lesern wunderbar zeigt, dass Eigenartigkeit etwas Wundervolles sein kann. All diese Charaktere und noch viele mehr schloss ich immer tiefer in mein Herz, bis es vollkommen um mich geschehen war. Ich verliebte mich wortwörtlich in die Geschichte und die einzigartigen Persönlichkeiten. Das Buch ist sehr gefühlvoll geschrieben, sodass ich mich perfekt einfühlen und die Denkweisen der Charaktere nachvollziehen konnte. Aber es gibt auch viele spannende und actionreiche Elemente, welche die Geschichte hervorragend abrunden. Mit über 800 Seiten finde ich die Handlung aber etwas in die Länge gezogen, was bei dem Umfang kein Wunder ist. ^^ Dafür gibt es wiederum auch viele Anhaltspunkte, die zum kritischen Hinterfragen anregen, was ich sehr schätze.

Der Schreibstil ist sehr umfangreich, die Umgebungen werden detailliert beschrieben, sodass ich mich gut hineinversetzen konnte. Schlagartig habe ich mich zurück in meinen diesjährigen Sommerurlaub u.a. in Los Angeles versetzt gefühlt. ^^ Das Geschehen wird aus mehreren Perspektiven geschildert, welche alle miteinander verwoben sind. Es gibt zwar keine sichtbare Trennung, aber es hat dennoch keineswegs den Lesefluss gestört, sondern ihm eher noch geschmeichelt.

Fazit:
Die Startschwierigkeiten habe ich mir ehrlicherweise selbst zuzuschreiben, sodass ich insgesamt festhalten kann, dass mich dieses Buch vollkommen überzeugen konnte. Ich habe mich in das Setting sowie in die Charaktere verliebt und möchte die Geschichte nicht so schnell wieder loslassen. Glücklicherweise liegt der zweite Band schon bereit, sodass ich gleich nach dieser Rezi weiterlesen kann. ♥ Den ersten Band bewerte ich mit der verdienten Note 1. ♥ Nachfolgend verlinke ich euch die entsprechende Leseprobe.