Leserstimmen zu
Die Brücke der Gezeiten 4

David Hair

Die Brücke der Gezeiten (4)

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Wow! Der vierte Band war wirklich großartig! Auf die Hintergründe der Geschichte einzugehen wäre zu umfangreich und ich möchte euch ja nicht spoilern! Aber es ist eine sehr detailliert durchdachte Welt mit vielen Auswirkungen aus der Vergangenheit und Verstrickungen in der Gegenwart - die Gezeitenbrücke, die zwei verfeindete Kontinente miteinander verbindet und die Protagonisten, die alle irgendwie in das Spiel um Macht und Intrigen hineingezogen wurden. Deshalb ist es auch so super, dass David Hair bei jedem Teil anfangs kurz umreißt, wie die Welt auf Urte beschaffen ist und auch auf den vorherigen Band eingeht, damit man schnell wieder den Faden aufnehmen kann. Der Autor schafft es, seine Protagonisten, die überall auf der Welt verteilt sind, perfekt ins Spiel zu bringen. Die Handlung verlagert sich ja immer mehr ins südliche Anitiopia, jetzt, nachdem die Gezeitenbrücke sich aus dem Meer erhoben hat und der Krieg "endlich" beginnt. Die ganzen verstrickten Fäden ziehen sich immer mehr zusammen und es hat einfach immens viel Spaß gemacht beim Lesen! Das Tempo ist auch hier wieder eher bedächtig und trotzdem war ich total gefesselt. Das liegt vor allem auch an den Charakteren, die ich so faszinierend finde. Jeder für sich entspricht weder dem Standard noch sind sie an den Haaren herbeigezogen - sie alle sind Getriebene auf irgendeine Art und Weise, weil sie in die Intrigen und Machtspielchen der Großen hineingezogen wurden. Trotzdem haben sie gewisse Ziele bzw. Überzeugungen, die sie durchsetzen und leben wollen und so ergibt sich ein immerwährender Kampf. Der Schreibstil zieht mich jedes Mal völlig in den Bann und man ist wirklich mitten im Geschehen. Egal wo auf der weiten Welt von Urte die Charaktere gerade in Schwierigkeiten stecken, man spürt den Fahrtwind, wenn sie mit einem Skiff durch die Lüfte schweben, man schmeckt die salzige Gischt, wenn sie an den Klippen des Gezeitenmeeres stehen und man schmeckt die Angst, wenn sich die Magi gefährliche Kämpfe liefern. Schlachten im großen und kleinen werden ausgetragen - dabei geht es hart und brutal zu, aber auch zarte Gefühle finden in der Geschichte ihren Platz. Natürlich nicht geprägt von ausschweifenden, romantischen Liebesbeziehungen, aber gerade genug, dass es dem ganzem nochmal einen feinfühligen Touch gibt. Durch die Perspektiven- und Ortswechsel hat man auch einen sehr guten Überblick, denn jedes Kapitel gibt die Ereignisse aus der Sicht eines anderen Charakters wider. Dadurch lernt man natürlich auch die Protagonisten immer besser kennen und macht total Spaß, ihre Entwicklung zu verfolgen. Besonders ans Herz gewachsen sind mir dieses Mal Elena und Kazim - und auch mit Justina konnte ich mich etwas besser arrangieren. Aber auch die Ereignisse bei den Dorobonen um Cera und Gyle werden ganz schön verstrickt und es gibt einige Überraschungen! Es sind ja recht viele Figuren, Titel und Orte, aber ich finde mich sehr gut zurecht. Gerade die Details hierzu mitsamt den Landschaften und auch der Natur und vor allem der Religion lassen das ganze total realistisch wirken und ich finde sogar, dass es in der Hinsicht ein bisschen an Game of Thrones hinkommt. Nur nicht ganz so weitschweifig in den Einzelheiten ;) Die Hintergründe zur Magie mit den Elementen ist sehr fundiert und es kommen immer wieder neue Aspekte dazu, die sehr gut ins Gesamtbild passen. Dabei bleibt alles in sich schlüssig wie auch die ganze Lage bzw. die Geschichte an sich; es ist ja doch sehr umfangreich und vielfältig, da ist es schon eindrucksvoll, dass alles so schön ineinandergreift. Ich hab mich jedenfalls zu jederzeit super unterhalten gefühlt und gegen Ende häufen sich auch die Cliffhanger an den Kapitelenden und es wartet ein mega geniales Ende mit viel Potenzial für den nächsten Band!

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"Die Waffen der Wahrheit" sind bereits der vierte Teil von David Hairs Saga um "Die Brücke der Gezeiten". Nur wenigen High Fantasy Werken insbesondere Reihen ist es gelungen, mich derart zu fesseln, bin ich doch im Großen und Ganzen kein High Fantasy Fan. Aber nach wie vor fasziniert mich die Welt, die David Hair geschaffen hat: Ein Mix aus realen Kulturen der Erde, verschiedenen Religionen, historischen Völkern, Magie und reiner Fiktion - das alles derart bildhaft beschrieben, dass man selbst mittendrin ist. Auch die Charaktere, die wir hier schon im vierten Teil begleiten waren bereits anfangs sehr tiefgehend charakterisiert, durch das Begleiten ihrer jeweiligen Reise und die unterschiedlichen Erfahrungen hat man als Leser aber das Gefühl, sie mit jeder Seite noch besser kennenzulernen - zumal mehr als eine Hauptfigur plötzlich ganz anders wird, als man es anfangs erwartete. Der Einstieg in dieses Buch fiel mir leicht, selbst wenn es einige Monate her ist, seit ich den dritten Band gelesen habe - dazu trug auch die Zusammenfassung der bisherigen Handlung bei, die es auch neuen Lesern ermöglicht, ohne Vorkenntnisse einzusteigen - allerdings ist davon auszugehen, dass diese später doch auch die ersten Bände lesen wollen - zu fesselnd ist diese Reihe, als dass man nicht den Wunsch hätte, immer mehr zu erfahren! Entsprechend gut war der Lesefluss - das Buch hätte auch doppelt so viele Seiten haben können und es wäre keine Langeweile aufgekommen. Durch die Perspektivenwechsel und die Verknüpfungen der einzelnen Handlungsstränge, ist Neugier und Spannung immer da! Die Fragen, die am Ende des letzten Bandes offen waren, werden beantwortet, die Handlung nimmt ihren Lauf - und wenn wieder alle Möglichkeiten offen sind, endet das Buch!! Cliffhanger par excellence....nur gut, dass der fünfte Band "Der Zorn des Propheten" bereits erschienen ist! Sehr detailliert ist auch der Anhang mit Erklärungen zu den unterschiedlichen Zeitrechnungen, Sprachen und näheren Informationen über diese spezielle Form der Magie und ihren Abstufungen. Zusammengenommen ist "Die Waffen der Wahrheit" die perfekte Fortsetzung der bisherigen Reihe!

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Hair liefert erneut ein Meisterstück ab. Seine unterschiedlichen Sympathieträger, die bestimmt verschiedene Leser ansprechen und das wohl auch tun sollen, erleiden und gestalten die Handlung. In jedem Kapitel steht ein jeweils anderer Träger im Mittelpunkt und das Kapitel endet "natürlich" immer dann, wenn der Held oder die Heldin in großer Gefahr ist. Während Negativfiguren wie die Mater Imperia oder Huriya als unmenschlich erscheinen, weil der Leser über sie kaum etwas erfährt, sieht das bei Malevorn und mehr noch bei Gyle anders aus. Sie sind schlechte Menschen, aber doch Menschen, weil wir über sie einiges erfahren. Allerdings: Wir erfahren über Urte nur wenig, weil die Handlung figurenzentriert ist und Kinder sollten diese Romane wegen des freizügigen Umgangs mit Sex nicht lesen

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Inhalt: Auf dem neuen Kontinent Antiopia erwarten Alaron und Cym grausame Feinde. Inquisitoren und sogenannte Seelentrinker zwingen die beiden zu einem fast aussichtslosen Kampf, denn jede Seite will dieses rätselhafte Artefakt haben, das die beiden bei sich führen. Doch kann niemand genau sagen ob das Artefakt eine der beiden Seiten zum Sieg führen kann oder es die beiden Kontinente, die durch die Brücke der Gezeiten miteinander verbunden sind, in Schutt und Asche legen wird. Meine Meinung: Endlich geht diese epische Geschichte weiter und ich kann wieder mit Alaron und den anderen magische Abenteuer erleben. Es gibt nicht viele Bücher die ich so herbeisehne wie die Teile dieser Reihe, denn es schaffen nicht viele mich so in ihren Bann zu ziehen. Der Autor schafft es von Teil zu Teil, immer wieder einen drauf zusetzen und den Leser an einem Abenteuer teilhaben zu lassen, das seinesgleichen sucht. Die Geschichte setzt dort ein, wo der Vorgänger endete. Man findet sich recht schnell wieder zurecht, denn es liegt auch nicht soviel Zeit zwischen den Teilen. Wie auch in den Vorgängern sind es wieder mehrere Geschichtsstränge, die erzählt werden. Wobei mich der Strang von Gyle und Cera diesmal am meisten faszinierte. Gurvon Gyle ist zwar einer der Charaktere, die ich absolut nicht leiden kann, aber er hat doch etwas an sich, das ich noch nicht einzuordnen weiß. Ganz besonders was Cera betrifft. Er ist ein absoluter Intrigant und tut nichts, was ihm keinen Vorteil verschafft. Sehr interessant finde ich auch die Geschichte um Elena und Kazim, auch wenn dort recht wenig passiert, außer dass sich die beiden näher kommen. Ganz besonders gegen Ende wurde ich von Kazim sehr überrascht. Am rasantesten sind die Geschichtsstränge von Alaron und Cym, sowie der von Ramon, denn dort spielt sich der Krieg ab. Alaron und Cym haben immer noch die Skytale und sind auf der Flucht vor der Inquisition. Im späteren Verlauf kreuzt sich der Strang mit dem von Ramita und Justina, die sich vor den Seelentrinkern versteckt halten. Ramon hat sich in einem der Vorgänger dem Kriegszug angeschlossen und in diesem Teil merkt man so richtig, dass es dort um richtigen Krieg geht. Wobei es anscheinend für die einzelnen Züge darum geht, soviel wie möglich zu plündern und in die eigene Tasche zu stecken. Ich finde es auch recht grausam was dort alles passiert. Wie auch bei den Vorgängern, konnte mich das Buch wieder ab der ersten Seite in seinen Bann ziehen und ich erwarte schon mit großer Sehnsucht den nächsten Teil. Ich hoffe, dass der Autor die Geschichte im selben Stil weitererzählt und noch einige Bände folgen werden. Mein Fazit: Wieder ein sehr lesenswerter Teil einer epischen Saga, die gerne noch einige Bände weitergehen kann, denn bisher wurde ich sehr gut unterhalten. Ein Leseerlebnis, das es nicht oft gibt.

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"Was zum...?"Ceras Anblick verschlug ihm den Atem. Sie war die Verkörperung erwachender Weiblichkeit, als wäre sie direkt seinen erotischen Fantasien entsprungen. "Meine Königin?" Spannend geht es weiter. Auch hier sind wieder die Figuren aus den Vorbänden wieder mit dabei. Ramita ist im Band vorher noch auf der Flucht, in diesem Teil kommt sie an und findet zunächst erstmal Unterschlupf auf der Glasinsel. Dort muss sie damit beginnen ihre Gnosis anzunehmen und den Umgang mit ihr zu lernen. Währenddessen gelingt es Alaron Cym aufzuspüren. Ohne Hilfe der Lamien wäre er jedoch Opfer der Inquisition geworden, die ihnen auf den Fersen sind.Auch Kazim und Elena, die sich zusammen ein Versteck teilen, sind wieder mit dabei. Sie trainieren um sich ihren Feinden stellen zu können. Dabei macht Kazim einen folgenschweren Fehler der sie viel kosten kann. Was mir hier in diesem Band sehr gefallen hat ist das die Handlung so komplex ist, die verschiedenen Handlungsstränge sind wie immer geschickt miteinander verwoben. Der Krieg hat noch nicht begonnen aber die Spannung ist da. Getragen von den verschiedenen Schauplätzen und den unterschiedlichen Schicksalen die alle miteinander verbindet, ist es spannend mehr von den einzelnen Charakteren zu erfahren. Der Schreibstil Wie schon erwähnt versteht es David Hair geschickt mit Worten eine tolle Handlung mit interessanten Figuren darin zu erschaffen. Nach dem man im ersten Band noch Probleme hatte in die Handlung rein zukommen, ist es jetzt echt leicht zu lesen. Für mich ist der vierte Band der bisher beste aus der Reihe. Es geht spannend weiter, die Figuren werden immer wieder an den Rand ihrer Möglichkeiten getrieben und immer wenn man beim Lesen denkt so das war es jetzt, geschieht etwas womit man so nicht gerechnet hätte.

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Wer sich dafür interessiert sollte unbedingt mit Band 1, »Ein Sturm zieht auf«, anfangen, es zahlt sich aus. Gleich am Anfang gibt es eine Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse. Hinten im Buch gibt es einen Anhang mit Erklärungen zur Zeitrechnung, Religionen, den magischen Künsten, die sie Gnosis nennen, Studien, Sprachen und handelnden Personen. Die Geschichte verfolgt hauptsächlich drei Charaktere; Alaron Merser ist an der Akademie gescheitert, weil er seine Abschlussarbeit über das Verschwinden des Skytale des Corineus geschrieben hat. Aus diesem Grund darf er keine Magie anwenden. Er befindet sich nun auf der Flucht vor den grausamen Inquisitoren, zusammen mit seiner (platonischen) Freundin Cym. Ramita war ein einfaches Mädchen, wurde aber gegen ihren Willen mit dem legendären Magus Antonin Meiros verheiratet und ist schwanger mit Zwillingen. Durch diese Schwangerschaft hat sie jetzt auch die »Gnosis«, also magische Kräfte. Ihr Ehemann wurde ermordet und sie versteckt sich zusammen mit ihrer Stieftochter Justina auf die Glasinsel, vor der Küste Antiopias. Elena befindet sich ebenfalls auf Antiopia und versteckt sich zusammen mit einer gewissen Kazim, beide müssen sich von einem Kampf erholen und ihre Kräfte wiederaufbauen. Kazim hatte sich einer Assassinengruppe angeschlossen und ist der Mörder von Antonin Meiros. Elena weiß nicht, dass Kazim auch ein Seelentrinker ist. Alaron, Ramita und Elena wachsen mir immer mehr ans Herz. Sie entwickeln sich, wachsen mit den Herausforderungen, die sie sich stellen müssen und kämpfen für das Gute. Inzwischen sind sie wie gute Freunde. Diese Welt ist mir mittlerweile sehr vertraut. David Hair hat nichts ausgelassen und alles bis ins Detail durchdacht. Diesmal spielt die Geschichte hauptsächlich auf dem östlichen Kontinent Antiopia, nachdem Alaron ebenfalls dorthin geflohen ist. Die Leviathanbrücke erhebt sich alle zwölf Jahre aus dem Meer und verbindet die beiden Kontinente Yuros und Antiopia. Yuros hat nun zum dritten Mal seine Armee und Schlachtmagi (Kampfmagier) über die Brücke geschickt um die Völker von Antiopia zu ermorden, berauben und versklaven. Wie ich bereits in meinen Rezensionen zu den ersten drei Büchern erwähnt habe, hat diese Welt vieles gemein mit unserer Welt. Verschiedene Klimazonen, Sprachen, Völker, Hautfarben, Religionen und natürlich Politik. Eine Religion ist dem christlichen Glauben ähnlich zu Zeiten der Inquisition, eine andere dem Islam, bis hin zur Verhüllung bei Frauen und Steinigungen. Was diese Welt von unserer unterscheidet, ist die Gnosis, also die magischen Kräfte, die erst mit dem Skytale des Corineus ihren Anfang genommen haben. Die Skytale war lange verschwunden und ist natürlich ein sehr begehrtes Artefakt. Magische Kräfte werden zwar vererbt, aber jene, die sie durch die Skytale erhalten, sind am stärksten und praktisch unbesiegbar. Die Gefahr, dass machthungrige, gierige und verdorbene Menschen die Skytale missbrauchen ist groß und muss um jeden Preis verhindert werden. Alaron muss am Ende einen sehr hohen Preis bezahlen. Diese Saga ist irgendwo zwischen »Game of Thrones« und »Herr der Ringe« anzusiedeln und braucht den Vergleich auch nicht scheuen. Von Band zu Band steigert sich die Geschichte und damit auch die Spannung. Politische Intrigen, entsetzliche Grausamkeiten, Kämpfe auf Leben und Tod, aber auch Liebe, Treue und Freundschaft, alles zusammen ergibt das eine äußerst spannende, fantasievolle Geschichte, die mich immer mehr fasziniert und in ihren Bann zieht. Gerade in diesem Band gibt es kaum Kapitel ohne eine rasante Handlung. Im dritten Band hat mich gestört, dass eine Stieftochter immer als Schwiegertochter bezeichnet wurde, das setzt sich hier leider auch fort. Ob das an die Übersetzung liegt oder auch im Original so ist, weiß ich nicht. Starke Charaktere, die sich von Band zu Band weiterentwickeln, eine interessante und komplexe Welt, die unserer nicht unähnlich ist. Magie, die für das Böse missbraucht wird, politische Intrigen und Machtspiele sorgen für packende Lesestunden. Jetzt heißt es leider warten auf Band 5, der erst im Mai 2016 erscheint.

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Ich bin nun beim vierten Band angekommen, nachdem ich fast non stop die vorherigen Bände gelesen habe, und ich muss sagen - ich kann die Wartezeit bis zum fünften Teil nicht leiden! "Die Waffen der Wahrheit" war, wie nicht anders zu erwarten, mal wieder ein kleines Highlight. Eine spannende und gut konstruierte Geschichte, ein epischer Kampf gespickt mit Intrigen, Verrat, Politikspielchen und Macht. Aber auch eine Geschichte um Freundschaften, Loyalität, unerwartete Allianzen und überraschende Wendungen. Schon im vorigen Band hat sich die Mondbrücke gesenkt und die beiden Kontinente vereint. Der Kampf hat begonnen und beide Seiten schenken sich nichts. Ramon erlebt das alles hautnah, sieht seine Chance aber gekommen und bedient sich des Schmuggelhandels. Man merkt dass die Handlungen nun brutaler werden, Kämpfe werden unzensiert geschildert und auch die Ausdrücke werden rauer. Wer aber Game of Thrones kennt, ist weitaus schlimmeres gewohnt. Mein Lieblingscharakter Alaron ist weiterhin auf der Suche nach Cym, diese ist mit einem mächtigen Artefakt verschwunden und nur ein Volk könnte Alaron hierbei helfen. Einstweilen trainiert Elena Kazim an einem abgeschiedenen Ort, während seine Ex Verlobte Ramita in großer Gefahr schwebt. Wo in den ersten Bänden noch vieles zu sehr an Reales erinnerte, ist dieser Band nun mehr Fantasy und die Vielzahl an Magier, Wesen, Wandler und Begabten nimmt zu. Wie auch schon in den vorigen Teilen wird die Geschichte aus wechselnden Perspektiven erzählt, dadurch dass man daher immer an anderen Schauplätzen teilnimmt, ist die Spannung natürlich groß. Wie ich finde, wurde es nie richtig langatmig, die Mischung stimmte einfach. Die Charaktere sind allesamt gut gezeichnet, jeder mit seinen Ecken und Kanten und das macht authentische Protagonisten aus. Noch immer sind viele Namen und Orte dabei, die man sich einfach nicht merken kann aber dafür gibt es ja wie immer das Glossar am Ende. Mal wieder 5/5 Rawr's und wer High Fantasy mag, der darf sich diese komplexe Saga nicht entgehen lassen.

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Die Geschichte: Im vierten Band (der ja eigentlich im Original die abschließende Hälfte des 3. Bandes ist) begleiten wir in wechselnden Kapiteln Ramon, Cera, Alaron und Cym, Ramita und Justina, sowie Kazim und Elena. Nachdem die Leviathanbrücke endlich passierbar ist, beginnt ein erbarmungsloser Krieg. Ramon ist als Schlachtmagus mitten im Geschehen und erlebt hautnah, zu welchen Gräueltaten Menschen fähig sind. Allerdings nutzt er die Situation auch für sich und verdient sich mit einem lukrativen Schmugglergeschäft ein Vermögen. Das Geld ist jedoch nicht sein Hauptziel, denn er will damit vor allem einflussreichen Leuten schaden, mit denen er noch eine Rechnung offen hat. Cera indes leidet noch immer unter dem Attentat auf ihre Familie. Ihr Bruder wird irgendwo gefangen gehalten und als Druckmittel gegen sie eingesetzt. Gurvon Gyle schmiedet weiterhin seine Pläne, doch bald steht er selbst auf der Abschussliste, was ihn in tödliche Bedrängnis bringt. Alaron ist derweil auf der Suche nach Cym, die mit der wertvollen Skytale flüchten konnte. Die Inquisitoren sind hinter ihnen her und nur ein Bündnis mit den Lamien (ein Schlangenmenschenvolk) kann Alaron retten. Die schwangere Ramita ist nach dem Tod ihres Ehemannes in größter Gefahr und kann mit Justina an einen geheimen Ort fliehen. Doch ihre Verfolger, allen voran Ramitas Blutsschwester Huriya, geben nicht so schnell auf und entdecken irgendwann eine Spur. Auch Elena und Kazim haben sich eine abgeschiedene Zuflucht gesucht, in der sie trainieren und sich näher kommen. Leider ist Kazim immer noch zu sehr von seinem Irrglauben eingenommen, so dass er schließlich einen beinahe tödlichen Fehler begeht. Meine Meinung: Wer die Saga um die “Brücke der Gezeiten” noch nicht kennt, sollte unbedingt von vorne beginnen und sich zuerst Band 1 bis 3 vornehmen. Auf den vierten Band mussten wir ja glücklicherweise nicht so lange warten, so dass die Eindrücke noch recht frisch waren. Sofort habe ich mich wieder ganz vertraut gefühlt mit den vielen liebgewonnenen Charakteren und der Welt, die David Hair mit oft sehr deutlichen Bezügen zur Realität erschaffen hat. Anfangs der Saga hat mich das noch etwas gestört, doch inzwischen hat man sich daran gewöhnt und nimmt es gar nicht mehr so deutlich wahr. Das könnte aber auch daran liegen, dass mittlerweile die Magie und die daraus entstehenden Geschöpfe einen großen Teil der Geschichte einnehmen. Die Zahl der Magi (Menschen, die über besondere Kräfte verfügen) wird immer größer, nicht zuletzt weil ein unterlegenes Volk sie gezielt “züchtet”, um sich im Krieg Vorteile zu verschaffen. Dann gibt es noch viele Wesen, die eigens mit Hilfe der Gnosis erschaffen wurden und die meistens auch nur dem Zweck dienen, sie im Kampf einzusetzen. Außerdem tauchen immer mehr Gestaltwandler auf, die natürlich eine besondere Gefahr darstellen, da sie den Körper vertrauter Personen nachahmen oder sich sogar in Tiere verwandeln können. David Hair versteht es, seinen Figuren glaubhafte Züge zu verleihen und sie wie Menschen aus Fleisch und Blut wirken zu lassen. Die Emotionen spielt dabei auch eine große Rolle und so kann man gar nicht anders, als mit den Protagonisten zu fühlen, wenn diese ihre täglichen Abenteuer bestehen müssen. Natürlich werden auch wieder einige von ihnen diesen Band nicht überleben, was manchmal wirklich schade ist. Doch es gibt immer sofort Ablenkung, so dass man nicht zu lange trauern kann. Meine Lieblingsfigur ist momentan Alaron, denn er schreckt vor fast nichts zurück, um andere zu beschützen und stellt seine eigenen Interessen meistens weit hinten an. Ein wirklich sympathischer Kerl, dem ich im nächsten Band endlich persönliches Glück wünsche, denn er hat es sich redlich verdient. An Spannung und Action fehlt es dieser Saga keinesfalls, was durch die häufigen Wechsel der Schauplätze noch verstärkt wird. Durch die zahlreichen Intrigen, die die komplexe Story noch undurchschaubarer machen, kommt es immer wieder zu Überraschungen und Wendungen. Oft bilden sich erschreckend schnell neue Allianzen, die vorher nicht erkennbar waren oder manche Figuren ändern ihre Haltung durch das Erlebte. Ein ständiger Fluss der Ereignisse, der den Leser schnell in seinen Bann zieht und so schnell nicht wieder loslässt. Einziger Kritikpunkt meinerseits: sexuelle Aspekte und Handlungen nehmen mir zu viel Raum ein, verbunden mit den entsprechenden Ausdrücken. Aber da sich David Hair doch sehr an unserer realen Welt orientiert, gehört das wohl einfach dazu und viele Leser werden sich hoffentlich nicht so daran stören wie ich. Fazit: Ein epischer Kampf um Macht, Glauben und Reichtum, der den Leser absolut fesselt und mitnimmt in eine Welt, die unserer zwar recht ähnlich ist, aber zunehmend von Magie beherrscht wird. Hoffentlich erscheint bald die Fortsetzung, ich freue mich schon sehr darauf! 4,5 Sterne

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