Leserstimmen zu
Die Liebe der Göttin

Aprilynne Pike

Die Göttin-Reihe (2)

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Obwohl mir der erste Band damals wirklich gut gefallen und vor allem auch positiv überrascht hatte, hat es mir grosse Mühe bereitet, hier in der Geschichte wieder Tritt zu finden. Ich realisierte, dass ich kaum noch etwas davon wusste, was in "Der Kuss der Göttin" geschehen war und so musste ich mich nach und nach wieder einlesen. Doch Aprilynne Pike ging mit Rückblicken leider sehr sparsam um und überhäuft den Leser von Anfang an mit Namen, die ich nicht einordnen konnte. Nur gut hat die Autorin einen flüssigen Schreibstil, so dass sich der zähe Einstieg etwas vereinfachte. Nachdem ich mir dann wieder ein Bild der Erdgebundenen, Reduciata und Curatoria gemacht und Tavia, Sonya, Rebecca, Logan, Benson und wie sie alle heissen zugeordnet hatte, konnte ich in die Geschichte eintauchen. Schnell nahm diese nämlich an Fahrt auf und geizte nicht mit Geheimnissen, Action, Intrigen und Gefühlen. Erzählt wird auch der zweite Band aus der Sicht von Tavia. Leider war sie mir nicht wahnsinnig sympathisch. Das begann mit ihrem anfänglich ungeschickten Auftreten und endete damit, dass sie doch mehrfach egoistische Züge an den Tag legte. Ihre innere Zerrissenheit machte es einem auch nicht ganz einfach. Es soll da etwas in ihrer Vergangenheit gegeben haben, womit sie die Welt vor dem Virus retten könnte, doch Tavia kann sich einfach nicht erinnern. Ihr Gehirn ist durch den Flugzeugabsturz derart stark verletzt, dass sie als Göttin ein grosses Handicap hat, doch auch der menschliche Teil von ihr, hat seine Probleme damit. Und dann sind da noch Benson aus dem aktuellen Leben und Logan, der in all ihren Leben ihr Seelenverwandter war. Klar, dass die Autorin daraus gleich ein Liebesdreick entwerfen musste, doch ich muss zugeben, dass es hier wirklich nachvollziehbar und auch spannend war - die zum Teil etwas kitschigen Szenen einmal ausgenommen. Doch auch dieses Mal hat Aprilynne Pike eine abwechslungsreiche Story entworfen und den Spannungsbogen immer mehr angezogen. Nach und nach bekommt Tavia einzelne Erinnerungsfetzen zurück und konnte mit uns zusammen das Puzzle Stück um Stück zusammensetzen, bevor das ganze in einem rasanten Showdown endete, bei dem mir leider alles ein bisschen gar schnell ging. Das Ende der Dilogie ist sehr offen gehalten und hat mich mit der einen oder anderen Frage zurück gelassen. Fazit: Nach einem zähen Einstig punktete "Die Liebe der Göttin" dann mit einer spannenden und unterhaltsamen Handlung, die in einem fulminanten Showdown endet, mich jedoch nicht ganz zufrieden zurück lässt. Trotzdem konnte mich Aprilynne Pike mit ihren Ideen überzeugen und überraschte mich ein ums andere Mal. So ist diese Dilogie nicht nur ein Augenschmaus sondern auch unterhaltsames Fantasy-Lesefutter.

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