Leserstimmen zu
Herzgift

Paula Daly

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Die Charaktere: Mit Natty Wainwright lernen wir unsere Hauptprotagonistin kennen. Sie ist eine äußerst geschäftige Ehefrau und Mutter und versucht es allen recht zu machen. Zusammen mit ihrem Ehemann Sean leitet sie ein Hotel. Für das Privatleben oder Sorgen um sich selbst hat sie wenig Zeit. Als ihre beste Freundin Eve ihr allerdings Sean ausspannt, erkennt sie, was wirklich wichtig im Leben ist. Zu spät realisiert sie, was sie falsch gemacht hat und dass sie ihre Ehe besser hätte pflegen müssen. Einst eine starke Frau, die sich nie unterkriegen lassen hat, wirft sie das Schicksal vollkommen aus der Bahn und lässt Wesenszüge zum Vorschein kommen, die sie lieber verdrängen möchte. Eve Dalladay ist die langjährige Freundin von Natty. Kennengelernt haben sie sich während des Studiums. Auch wenn Natty dachte, Eve sehr gut zu kennen, muss sie erkennen, dass sie sich schwer getäuscht hat. Eve ist die perfekte Schauspielerin. Sie weiß ganz genau, wie sie sich verhalten muss und was Menschen in diversen Situationen von ihr erwarten. Alles ist einhundertprozentig einstudiert und durchdacht. Sie hat erkannt, dass es nur so funktioniert. Sie krallt sich Sean, um ihn auszunehmen wie eine Weihnachtsgans. Eve ist eine absolut unsympathische Persönlichkeit, denn sie besitzt keine. Wer ist sie? Wie ist sie? Alles ist aufgesetzt und unecht - man weiß einfach nicht, wie sie wirklich tickt. Die Charaktereigenschaften sind wunderbar von Frau Daly dargestellt und konnten mich vollends überzeugen. Alle sind äußerst glaubwürdig und authentisch. Der Schreibstil: Die Autorin verliert sich manchmal in Ausschweifungen und dadurch wirkt die Geschichte stellenweise etwas zäh. Aber ansonsten ist der Schreibstil sehr flüssig und das Buch liest sich gut weg. Frau Daly stellt Natty in der 1. Person dar. Gerade zu Anfang spricht Natty direkt mit dem Leser, was ich bis dato noch nicht so häufig erlebt habe. Mir persönlich hat dies sehr gut gefallen. Es macht alles gleich viel persönlicher. Das Hauptaugenmerk liegt bei Natty, aber auch Eve und die Polizistin Joanne haben einige Parts bzw. Kapitel, in denen man ihre Sichtweise erfährt. Dies gibt einen guten Rundumblick. Das Ende: Schlicht und ergreifend kann ich hier sagen: Das Ende passt! Die Autorin bringt den Psychothriller zu einem überzeugenden Ende und der Plot wird dadurch abgerundet. Fazit: Ein flüssiger Schreibstil mit glaubwürdigen und überzeugenden Charakteren und einem Thema, das leider nie "aus der Mode" kommen wird. 4 1/2 von 5 Isis' litis-fabelhafte-welt-der-buecher.blogspot.de

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Die Charaktere: Mit Natty Wainwright lernen wir unsere Hauptprotagonistin kennen. Sie ist eine äußerst geschäftige Ehefrau und Mutter und versucht es allen recht zu machen. Zusammen mit ihrem Ehemann Sean leitet sie ein Hotel. Für das Privatleben oder Sorgen um sich selbst hat sie wenig Zeit. Als ihre beste Freundin Eve ihr allerdings Sean ausspannt, erkennt sie, was wirklich wichtig im Leben ist. Zu spät realisiert sie, was sie falsch gemacht hat und dass sie ihre Ehe besser hätte pflegen müssen. Einst eine starke Frau, die sich nie unterkriegen lassen hat, wirft sie das Schicksal vollkommen aus der Bahn und lässt Wesenszüge zum Vorschein kommen, die sie lieber verdrängen möchte. Eve Dalladay ist die langjährige Freundin von Natty. Kennengelernt haben sie sich während des Studiums. Auch wenn Natty dachte, Eve sehr gut zu kennen, muss sie erkennen, dass sie sich schwer getäuscht hat. Eve ist die perfekte Schauspielerin. Sie weiß ganz genau, wie sie sich verhalten muss und was Menschen in diversen Situationen von ihr erwarten. Alles ist einhundertprozentig einstudiert und durchdacht. Sie hat erkannt, dass es nur so funktioniert. Sie krallt sich Sean, um ihn auszunehmen wie eine Weihnachtsgans. Eve ist eine absolut unsympathische Persönlichkeit, denn sie besitzt keine. Wer ist sie? Wie ist sie? Alles ist aufgesetzt und unecht - man weiß einfach nicht, wie sie wirklich tickt. Die Charaktereigenschaften sind wunderbar von Frau Daly dargestellt und konnten mich vollends überzeugen. Alle sind äußerst glaubwürdig und authentisch. Der Schreibstil: Die Autorin verliert sich manchmal in Ausschweifungen und dadurch wirkt die Geschichte stellenweise etwas zäh. Aber ansonsten ist der Schreibstil sehr flüssig und das Buch liest sich gut weg. Frau Daly stellt Natty in der 1. Person dar. Gerade zu Anfang spricht Natty direkt mit dem Leser, was ich bis dato noch nicht so häufig erlebt habe. Mir persönlich hat dies sehr gut gefallen. Es macht alles gleich viel persönlicher. Das Hauptaugenmerk liegt bei Natty, aber auch Eve und die Polizistin Joanne haben einige Parts bzw. Kapitel, in denen man ihre Sichtweise erfährt. Dies gibt einen guten Rundumblick. Das Ende: Schlicht und ergreifend kann ich hier sagen: Das Ende passt! Die Autorin bringt den Psychothriller zu einem überzeugenden Ende und der Plot wird dadurch abgerundet. Fazit: Ein flüssiger Schreibstil mit glaubwürdigen und überzeugenden Charakteren und einem Thema, das leider nie "aus der Mode" kommen wird. 4 1/2 von 5 Isis'

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Wenn der Klappentext schwärmt, Paula Daly besagt die Gabe, „feinste psychologische Nuancen“ einzufangen, dann ist dies zumindest im Thriller selbst in dieser hohen Form wiederzufinden. Eher generalisierend und nur an wenigen Stellen bietet Daly dem Leser Erklärungsmuster und spinnt feinste, psychologische Fäden (in der ein oder anderen Verführungsszene oder wenn sich eine Mutter im Buch Gedanken über Narzissmus macht). Ansonsten verbleibt Daly in der Motivation des Handelns ihrer Personen eher ein Stück an der Oberfläche, bietet aber nichtsdestotrotz eine sehr geschickt und strategisch auf den punkt auftretende Frau, die nicht zeigt, was sie will, dies aber sehr genau weiß. Wie sie auch weiß, wie sie bekommt, was sie will. Wobei im Lauf der Ereignisse aus dieser einen trickreichen Frau durchaus zwei Frauen werden, denn Natty wird, nachdem sie erst einmal gründlich schockiert ist, danach gründlich in die Ecke getrieben sich wiederfindet und zudem alles beginnt, gegen sie zu sprechen, das Feld nicht kampflos räumen. Im Gegenteil, was das Ende des Thrillers angeht, erschauert der Leser fast vor dem, was an Härte auch in Natty liegt. Das hätte man von dieser hart arbeitenden, sich als Mutter aufopfernden Frau kaum gedacht. Zudem bietet der Verzicht auf seitenweise tiefe und psychologische Erläuterungen über mögliche „Krankheitsbilder“ einen zweiten Vorteil. Das Tempo im Buch wird durchgehend hochgehalten, die emotionale Nähe des Lesers bei den Beteiligten, vor allem für die beiden beteiligten Kinder wird immer wieder neu unterfüttert, so dass durchaus eine spannungsreiche Unterhaltung entsteht. Wer gewinnt, wer verliert, warum tun die, was sie tun und wer wird alles am Ende als Opfer im Raum stehen, das sind die Fragen, die Paula Daly von Beginn an mitschwingen lässt, die sie an den entsprechenden Stellen auch mit nachdrücklicher Härte umsetzt und den Leser darin immer wieder neu „aufschreckt“. In eher einfacher, schlichter Sprache und mit einigen doch eher unglaubwürdigen Verkettungen (wie schnell da der ein oder andere Mann mit glasigen Augen fast sabbert, wie wenig so manches an der Geschichte von Eve anfangs hinterfragt wird, wie schnell man scheinbar „aus dem Verkehr“ gezogen werden kann) entfaltet Daly so zwar nicht unbedingt hoch realistisch, aber dennoch hoch-spannend das Wirken einer „Femme Fatal“ und das Werden zu einer, zumindest in Teilen, einer eher burschikosen Frau zu einer ebensolchen „Femme Fatal“, wenn es um Schutz und Rettung ihres Lebensgebäudes geht. Auch wenn das ein oder andere nicht ganz auserzählt wirkt und manche Hintergründe ein Mehr an Erläuterungen verdient gehabt hätten, unterhaltsam und spannend ist das Buch allemal und auch in Kleinigkeiten (was die Schwiegermutter und deren Haltung zu Natty angeht) lassen Boshaftigkeiten hier nicht lange auf sich warten.

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