Leserstimmen zu
Christmasland

Joe Hill

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Rezension zu ,,Christmasland" von Joe Hill Der Fantasy-Thriller ,,Christmasland" ist mit 800 Seiten am 08. Dezember 2014 im Heyne Verlag erschienen. Inhalt: Charlie Manx ist ein sehr, sehr böser Mann mit einem sehr, sehr bösen Auto. Er entführt Kinder nach »Christmasland«, wo ewige Weihnacht herrschen soll. Die Kinder erwartet dort jedoch etwas Schreckliches, und es gibt keinen Weg zurück. Mit seinem Meisterwerk moderner Fantastik entführt uns der mehrfach preisgekrönte Bestsellerautor Joe Hill auf einen unvergesslichen Horrortrip. (Klappentext) Cover: Die Rolls-Royce Statue auf der Motorhaube eines Wraith ziert das Cover zusammen mit einem roten Nebel. Für mich ein gelungenes Cover und sehr passend zur Geschichte. Charaktere: Hauptperson ist Vic McQueen, die seit frühester Kindheit eine magische Gabe besitzt, die nicht jeder Mensch hat: Wenn sie mit ihrem Raleigh losfährt und in Gedanken bei einem Gegenstand oder Menschen ist, öffnet sich ihr eine Brücke, ihre sogenannte Shorter-Way-Brdige, über die sie fahren kann und dann am Zielort des jeweiligen Gegenstands ankommt. Doch Vic ist nicht die einzige, die eine solche Eigenschaft hat. Charlie Manx, ein böser Mann, besitzt die Gabe, in seinem Rolls-Royce Wraith ins Christmasland fahren zu können, wo er den Kindern für immer Weihnachten verspricht: Ohne Entkommen. Auch Vic kam in seine Fänge, doch befreite sich und nun ist sie erwachsen und besitzt einen Sohn, und Manx wartet nur darauf sich zu rächen... Meine Meinung: Was für eine interessante Idee! Und auch noch so passend zur Weihnachtszeit, sodass ich mit diesem Buch doch gleich an Weihnachten anfing. Zugleich war ich neugierig: Schafft der Sohn, was der Vater kann? Nämlich: Großartige Bücher zu schreiben? Ein Auto als Horrorelement zu benutzen ist nichts neues, in diesem Falle aber doch wieder etwas besonderes. Die Beschreibungen des Wraith sind gruselig, umso mehr noch, da sich das Auto auch gerne immer wieder verselbstständigt und kleine Kinder einsperrt. ,,Nathan schlug mit den Händen gegen die Windschutzscheibe und hinterließ dabei rostrote Abdrücke auf dem Glas. 'Hilfe!', schrie er, während warmes Blut über sein Gesicht lief. 'HILFE, HILFE, BITTE HELFT MIR!' Seltsamerweise grinsten die Kinder zurück, als würde er Faxen machen, und winkten eifrig zurück. Er begann zu schreien wie eine Kuh auf dem Schlachthof, die auf dem dampfenden Blut ihrer Artgenossen ausrutschte, bevor es ihr selbst an den Kragen ging." S. 276 Die Geschichte um Vic, wie sie groß wird und weitere Personen kennenlernt, die auch solche Gaben haben, fand ich interessant. Ein bisschen zu viel wurde es mir dennoch, da der Autor jeden Grashalm aus ihrer Vergangenheit erwähnen musste und die Geschichte damit unnötig streckte. Das hat den Spannungs-Effekt leider gedämpft. Interessant finde ich auch die Bezeichnung eines Thrillers, denn für mich glich das Buch eher einem Fantasy-Roman. Besonders diese Fantasy-Inhalte gefielen mir aber gut und Joe Hill hat diese auch gut und oft schaurig erzählt. Gruselig fand ich auch immer die Beschreibungen von Charlie Manx oder des Gasmaskenmannes. Gerade mehr solcher Horror-Elemente hätten dem Buch auch gut getan. ,,'Tief einatmen', sagte der Gasmaskenmann. 'Dann fühlst du dich besser. Entspann dich einfach. Die Sonne ist untergegangen, die Nacht hat angefangen. Gott ist tot, der Himmel rot.'" S.568 Fazit: Im Endeffekt hat mich das Christmasland überzeugt. So lange wie ich dort bleiben musste, würde ich zwar nicht noch mal hin wollen, aber es war sicher eine tolle Reise mit Vic und ihrem Relaigh. Ich bin gespannt, wie die anderen Bücher von Joe Hill so sind. Für dieses Buch gebe ich gerne 3 Sterne, für 4 war es mir dann doch ein wenig zu langatmig. ,,Die Fantasie war immer nur eine Realität, die darauf wartete, aktiviert zu werden" S.710

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Inhalt: Vic hat eine geheime Gabe. Schon als Kind entdeckt sie diese. Sie hat das Talent verlorene Gegenstände wiederzufinden. Dazu muss sie sich nur auf Ihr Fahrrad schwingen und über eine alte Holzbrücke in der Nähe fahren. Am anderen Ende der Brücke findet sie immer das, was verloren ging. Seltsam dabei ist jedoch, dass dies überall sein kann. Jedes Mal ist das Ende der Brücke an einem anderen Ort. Auch Charlie Manx ist schon als Kind begabt gewesen und kann mit seinem Gefährt, einem Rolls-Royce Wraith, zu einem Ort gelangen, der sich Christmasland nennt. Dort herrscht ewig Weihnachten. Da er Kinder liebt, entführt er sie dutzendweise und bringt sie an diesen geheimen Ort. Eines Tages findet Vic Charlie Manx, was eigentlich keine so gute Idee war. Sie kann ihm nur schwer entkommen. Jahre später ist Vic erwachsen und selbst Mutter. Charlie Manx hat Vic nie vergessen und er beschließt Vic’s Sohn Wayne mit ins Christmasland zu nehmen. Wird Vics Gabe ausreichen ihren Sohn wiederzufinden? Wird sie es schaffen Charlie Manx zu vernichten? Nur so kann sie vielleicht eines Tages in Ruhe leben. Ein erbitterter Kampf steht an…. IMG_2106 Meine Meinung: Die Geschichte entbehrt nicht einem gewissen Reiz. Joe Hill hat hier ein sehr spannendes Horrorszenario aufgebaut. Die Talente der beiden Hauptfiguren sind spannend und bietet jede Menge guten Stoff, den der Sohn von Stephen King auch gut umgesetzt hat. Doch obwohl mir die Geschichte um Vic und das Christmasland durchaus gefällt, sind es mir zu viele Sprünge und Szenenwechsel. Der Stil der Familie King strahlt von jeder Seite heraus, was ich jedoch als King-Fan durchaus mag. Jedoch ist mir die gesamte Story teils zu abstrus. Horror muss nicht logisch sein, schon gar nicht, wenn frei erfundene Fantasiegebilde darin auftauchen, aber doch sollte minimalste Logik darin enthalten sein. Nun kann ich dem Buch jedoch nicht vorwerfen, diese nicht zu haben, aber teils sind mir die Beweggründe zu banal, manche Wendung nicht wirklich überraschend. Dazu ist es an vielen Teilen langatmig und manche Szenenbeschreibungen mir zu wild, sodass ich dann gedanklich abschaltete. Das Buch wäre für mich im Schulnotensystem eine gute 3. Ich bereue die Lesezeit nicht, werde es aber nicht nochmal lesen. Dennoch mochte ich die Geschichte an sich und den Grundgedanken des Ganzen, weshalb ich mir auch den “Vorgeschichten-Comic” zulegte. Die Story lohnt, wenn man einen langen Atem hat und über Sprünge hinwegsieht. Wer alte King Bücher liebt, wird Christmasland mögen.

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Per Zufall fiel mir eigentlich vor vielen Jahren (es dürfte wohl irgendwann 2007 oder 2008 gewesen sein) das Erstlingswerk von Joe Hill in die Hände - es war ein Mitbringsel meines damaligen Freundes, der es auf der langen Zugfahrt gelesen hatte und keine Lust hatte, das Hardcover wieder mit nach Hause zu schleppen. Ratzfatz hatte ich "Blind" damals gelesen, für gut befunden - und festgestellt, dass hier eigentlich der Sohn von Stephen King schrieb. Dass ich das Buch gut fand, war also bei meiner Vorliebe für King wenig erstaunlich. Irgendwie sind mir allerdings die folgenden Werke durch die Lappen gegangen - bis ich vor Kurzem über "Christmasland" stolperte, das natürlich gerade zu Ostern eine Rezension bekommt. Muss ja auch nicht passen und ich hab' das Buch einfach kürzlich gelesen und will es jetzt nicht monatelang liegen lassen - und so wirklich weihnachtlich ist es auch nicht (hätte man beim kleinen King ja wohl auch nicht erwartet, oder?). In diesem Fall muss ich ja auch sagen, dass ich es sehr schlau finde, dass man im Deutschen nicht den Originaltitel "NOS4A2" gewählt hat - denn auf Deutsch ausgesprochen kommt man wohl nie drauf, dass sich hinter dem Kennzeichen Nosferatu verbirgt... Allerding ist Nosferatu auch durchaus ein wenig verwirrend - denn um Vampire geht es hier keineswegs, zumindest nicht um die klassische Variante, sondern eher um einen sehr symbolischen Vampirismus (wenn überhaupt). Da das Buch aber schon als Thriller gekennzeichnet ist, dürfte es auch klar sein, dass es nicht gerade harmlos wird und ich finde, in "Christmasland" merkt man schon ganz deutlich, dass hier der kleine King schreibt - es gibt zahlreiche Verweise auf die (frühen) Werke des Papas und insgesamt ist einfach die ganze Story aus meiner Sicht ziemlich typisch King. Das ist nun sicher nicht schlecht - aber ich fand es letztlich doch ein bisschen zu bekannt und zu wenig eigenständig... Die Protagonistin der Geschichte ist Vic, der wir schon in ihrer Kindheit begegnen und die eine besondere Fähigkeit hat - sie kann nämlich mit ihre Fahrrad verlorene Dinge wiederfinden, indem sie über eine Brücke fährt. Diese Brücke existiert aber gar nicht (mehr) in der Realität, wodurch schonmal das übernatürliche Element deutlich werden dürfte. Vic ist aber keineswegs die Einzige, die besondere Fähigkeiten hat - die hat nämlich auch Charlie Manx, der Fahrer von NOS4A2, der mit seinem Rolls Royce Wraith Kinder ins Christmasland bringt. Seiner Ansicht nach ein Paradies für jedes Kind, da dort die ganze Zeit Weihnachten ist, Glückseligkeit herrscht und nur Spiele gespielt werden. Die kurzen Einblicke ins Christmasland verraten uns aber, dass es sich keineswegs um klassische Spiele handelt, sondern einfach die etwas blutigeren und nicht gar so kindertauglichen Varianten davon und so ganz freiwillig folgen die Kinder Manx auch nicht... Als Erwachsene (jap, ein kleiner Zeitsprung) macht sich Vic auf die Jagd nach Manx, mit dem sie schon in ihrer Jugend aneinandergeraten war, da er ihren Sohn entführt hat. Das gestaltet sich aber nicht so leicht - einerseits, weil in der echten Welt niemand glauben kann, dass Manx noch lebt (mag daran liegen, dass er gestorben ist und einer Autopsie unterzogen wurde) und andererseits, weil Manx ein Bösewicht par excellance ist, der sich natürlich nicht einfach so geschlagen gibt. Die Handlung perlt eigentlich sehr kurzweilig vor sich hin, man kann dem Autor gut folgen und erhält ein wirklich gutes Bild von Vic sowie den anderen zentralen Personen - aber irgendwie ist bei mir der Funke nicht so richtig übergesprungen. Die Geschichte ist keineswegs schlecht, aber ich hatte von Joe Hill irgendwie mehr erwartet als einfach nur "böse" Gegenspieler - ich hatte eigentlich Spannung und Nervenkitzel erhofft, beides wollte aber nicht so recht aufkommen. Trotz der recht bildhaften Sprache, der man gut durch die Story folgen kann, und sicherlich dem einen oder anderen nicht gar so leckeren Ereignis, ist "Christmasland" für mich nicht das Highlight, das ich mir gewünscht hätte. Definitiv ist das ein grundsolider Wälzer, mit dem man problemlos einige Stunden zubringen kann und der einen auch in die Gedankenwelt im Christmasland mitnimmt - aber ein bisschen hat mir doch das Tüpfelchen auf dem i gefehlt, das ich bei "Blind" damals sehr deutlich gemerkt hatte. "Christmasland" wurde mir kosten- und bedingungslos von Heyne zur Verfügung gestellt.

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