Leserstimmen zu
Himmelschlüssel

Kristina Ohlsson

Fredrika Bergmann (4)

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Ein voll besetztes Flugzeug gleitet durch die Wolken. Noch ahnt niemand, dass an Bord eine Uhr tickt. Der Flieger darf sein Ziel nicht erreichen- und sollte er doch in New York landen, werden Hunderte Menschen sterben. Als erstes, ich mag dieses Buch nicht besonders. Ich habe mich so schwer mit dem lesen getan, dass ich mehrere Wochen , bis sogar Monate dran hing. Und sowas kann ich gar nicht an einem Buch leiden. Wenn nicht spätestens zur hälfte der Funke überspringt muss ich aufhören. Aber dieses Buch war ein Reziexemplar und ich wollte ihm schon noch die eine oder andere Chance geben. Aber leider, leider wurde das nix mit uns. Dieses Buch ist ja nun nicht mehr das neueste auf dem Markt. Jedoch ist das Thema immer aktuell. Denn von Terror sind wir alle umgeben, auch wenn viele es nicht wahrhaben wollen. Hier kann man nun lesen, was auch im Hinderrund passiert. Wir bekommen immer nur mit wenn jemand ein Flugzeug gekapert hat oder eine Bombe gelegt. Doch was machen die Behörden? Das beschreibt Ohlsson nicht schlecht. Vielleicht lag es auch daran das ich mir, mal wieder, ein Buch aus der Mitte gegriffen habe. Ich weis es nicht, es sind gute bis sehr gute Ansetze aber einfach nicht meins. Ihr müsst euch darüber eine eigene Meinung schaffen da dieses Buch auch ein sehr heikles Thema anspricht, über das jeder anders denkt. Ich für meinen Teil werde wohl erstmal die Finger von Thrillern lassen, deren Autoren ich nicht kenne.

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Ein vollbesetztes Flugzeug ist auf dem Weg von Schweden in die USA. Kurz nach dem Abflug wird der Besatzung klar, dass laut Drohung eine Bombe an Bord ist. Es gibt zwei sehr merkwürdige Forderungen. Nun sind mehrere Behörden in Schweden und den USA in höchster Alarmbereitschaft. Sie müssen herausfinden, wer dahinter steckt. Und sich auf ein Vorgehen einigen. Und mit dem schlimmsten retten. In Schweden ermitteln Fredrika Bergman, Alex Recht und Eden Lundell für unterschiedliche Behörden zusammen, um den Fall zu lösen, bevor das Flugzeug explodiert oder abgeschossen wird. Die Uhr tickt.. Stil, Machart, Meinung Ein richtig spannender Thriller, bei dem man mit jeder neuen Seite wieder die Uhr ticken hört. Die Geschichte ist durch kurze Kapitel, bei dem jeder neue Abschnitt mit der aktuellen Uhrzeit versehen ist, sehr spannend konstruiert. Durch verschiedene Perspektiven ist der Leser im Flugzeug und bei den verschiedenen Behörden dicht am Geschehen, während die Zeit für die Fluggäste immer weiter abläuft. Diese spannende Jagd nach dem Täter und vor allem nach einer unblutigen Lösung ist super gemacht. Und doch hat die Autorin den Augenmerk nicht ausschließlich auf die tickende Zeitbombe gelegt. Schon von Anfang an befassen sich die verschiedenen Personen wie Beispielsweise der Ermittler oder der Ministerpräsident mit ganz aktuellen gesellschaftlichen Problemen. Denn nach einem Terroranschlag in Schweden (den gab es wirklich) fordern viele Leute mehr Sicherheit, wollen den Preis dafür aber auch nicht zahlen. Und auf dieser Welle reiten auch die Rechtspopulisten, die durch solcherlei Dinge in Aufwind geraten und eine ganz andere Bedrohung darstellen. Gleich auf den ersten Seiten habe ich gedacht „Mensch, genau so ist es bei uns doch gerade“ und durch die Aktualität und auch der guten Beschreibung der Situation und der Handlungsmöglichkeiten auch diesen anderen Strang der Erzählung mit großem Interesse verfolgt. Auch die Handlungen im Flugzeug, beispielsweise Sicherheitsvorkehrungen wie beispielsweise Cockpittüren oder Security Checks, sind ja leider aktuelle Themen. Diese sicherheitspolitischen Punkte, die Bedrohung von Rechts und die Zusammenarbeit verschiedener Behörden mit ganz eigenen Intensionen finde ich hervorragend herausgearbeitet -und das gibt noch ein Bonus- Sternchen. Ich kann nicht mehr viel sagen, denn ich möchte nicht spoilern. Ein sehr spannender Thriller mit vielen interessanten Perspektiven, einem guten Plot, einem angenehmen, cleveren Schreibstil, viel Rätselei für die Ermittler und den Leser, einer überraschenden Aufklärung und einen realistischen Einblick in die Denkmuster der Sicherheitspolitik der heutigen Zeit. Es war auf keiner Seite langweilig und ich mochte das Buch zu keinem Zeitpunkt aus der Hand legen. Die Reihe Jetzt wird’s merkwürdig. Diese Geschichte ist Band 4 der Reihe um Fredrika Bergmann, Alex Recht und Eden Lundell. Ich hatte zuvor Band 5 „Papierjunge“ gelesen, ohne zu wissen das ich da mitten in eine erfolgreiche Reihe hieinstolpere. Band 5 hatte mir gefallen, und durch Zufall sprachen mich Cover und Story des 4. Bandes an. Als ich herausfand, dass es sich um Band 4 dieser Reihe handelt, habe ich gedacht ich probiere das ganze mal rückwärts. Man kann beide Bände definitiv unabhängig von der Reihe lesen, aber natürlich bin ich sicher das man Dinge verpasst, wenn man nicht chronologisch vorgeht. Ich kann diese Reihe definitiv empfehlen, wer noch keinen Teil kennt sollte es von 1-5 versuchen. Ohne das ich Teil 1-3 kenne, sind die Andeutungen zu vergangenen Fällen in den von mir gelesenen Bänden sehr verlockend. Ich fand aber auch mal die etwas unkonventionelle Leseart von 5 nach 4 interessant, da dramatische Ereignisse auf Band 5 mit beim Lesen von Band 4 wieder bedrohlich im Kopf umherschwirrten und sich auch einige Kleinigkeiten zu den Personen aus Band 5 dann durch die Lektüre von Band 4 erklären ließen. Vielleicht behalte ich dieses Vorgehen bei und lese dann demnächst Band 3.. man muss Dinge auch mal von hinten aufrollen. Fazit Ich gebe, man ahnte es eventuell, 5 Sterne! Wenn ich sofort in das Geschehen reingezogen werde und das Buch nicht beiseitelegen möchte, dann hat der Autor mich einfach gekriegt. Fertig. Der Aufbau des Plots, die durchgehende Spannung und der Einblick in die Entscheidungsprozesse verschiedener Partein mit aktuellem Bezug ist eine ganz wunderbare Mischung hat mich komplett abgeholt.

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Kristina Ohlsson hat auch diesmal wieder einen spannenden Thriller mit politischen Einschlag geschrieben. Obwohl das Buch bereits vor ein paar Jahren erschienen ist, sind die Themen (leider) aktueller denn je. Man merkt bei diesem Buch sehr stark, dass sich Kristina Ohlsson mit der Materie auskennt. Sie beschreibt so gut die Verstrickungen und die diplomatischen "Tänze", dass man die Spannungen zwischen den Einheiten und Ländern fast spüren kann. Alex Recht wird diesmal emotional stark belastet und auch Fredrika Bergman kommt ins Grübeln, ob ihre Entscheidung richtig wahr. Man erfährt wieder ein paar Stationen aus dem Leben der Hauptcharaktere, jedoch sind sie diesmal nicht so umfangreich, wie bei den Vorgängerbüchern. Trotz der guten Spannung und des sehr guten Schreibstils haben mich die Wiederholungen etwas gestört. Immer wieder werden bestimmte Details wiederholend erwähnt, was mich anfangs irritierte und dann nur noch störte. Jedoch nicht so sehr, dass ich das Buch aus der Hand legen wollte. Die Geschichte ist rund und flüssig erzählt, das Ende war anders als erwartet, aber wahrscheinlich sehr viel realistischer als man es sich wünscht. Aber aus meiner Sicht ist das Buch nicht so gut wie "Sterntaler".

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Nachdem ich vor einiger Zeit "Papierjunge" von Kristina Ohlsson gelesen habe, stand eigentlich sehr schnell fest, dass ich die anderen Bücher auch lesen muss. Also habe ich jetzt den 4. Teil der Fredrika Bergman Reihe gelesen und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Kurz nach dem Start des Fluges 573 nach New York findet eine Stewardess eine Bombendrohung auf der Bordtoilette. Fredrika Bergman hat 24 Stunden Zeit, die Entführer zu identifizieren und 400 Menschen zu retten. Auch ihr ehemaliger Partner Alex Recht ist an den Ermittlungen beteiligt und die Säpo, die unter der Leitung von Eden Lundell steht. Als feststeht, dass der Co-Pilot Erik Recht ist, der Sohn von Alex, werden die Ermittlungen für Fredrika hart und nervenaufreibend. Das Buch beginnt eigentlich recht langsam, man erfährt noch einmal einiges aus der Vergangenheit der Protagonisten und den verschiedenen Behörden, die an den Ermittlungen beteiligt sind. Auf der einen Seite ist dies zwar sehr interessant, doch es hat den Hang ins Langatmige zu driften. Doch die Spannung, die zwar ein wenig in den Hintergrund deswegen gerät, kommt mit dem Drohbrief mit voller Wucht zurück. Ab da gabt es für mich kein halten mehr und ich habe dieses Buch verschlungen. Durch die verschiedenen Perspektiven und immer wieder die Einblicke an Bord des Fluges 573 bekommt man einen schönen Einblick in den Fall und es hebt die Spannung. Auf der Ermittlungsarbeit liegt auch das Hauptaugenmerk in diesem Thriller. Es war spannend zu sehen, wie die Behörden versuchen zusammen zu arbeiten, aber auch was für ein Konkurrenzkampf dort herrscht. Alles nicht ganz so einfach. Es wurden Spuren untersucht, den kleinsten Hinweisen nachgegangen und immer wieder landet man in einer Sackgasse. Nichts ist in irgendeiner weise klar, auch wenn es noch so klar erscheint. Der Schreibstil lässt einen nur so durch die Seiten rauschen und am Ende konnte ich das Buch dann nicht mehr aus der Hand legen. Ich musste wissen, wie die vielen Puzzleteile zusammenpassen. Und Kristina Ohlsson beweist hier ein Händchen. So verwirrend wie es manchmal scheint, sie konnte alles logisch ordnen. Himmelschlüssel von Kristina Ohlsson ist ein gelungener Thriller mit einem Fall, wo es um jede Sekunde geht.

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„Himmelschlüssel“, der vierte Thriller der Schwedin Kristina Ohlsson, erschien in Deutschland 2014 im blanvalet-Verlag. Ich bin ein großer Fan skandinavischer Autoren und war daher recht gespannt auf das Buch. Die Covergestaltung finde ich durchaus ansprechend, wobei ich auf Anhieb keinen Bezug zwischen dem Titelbild und der Story herstellen konnte. Die Übersetzung des Titels ins Deutsche ist für mich sperrig, da ich automatisch mehrmals „Himmelsschlüssel“ gelesen habe, wie es meiner Meinung nach auch orthographisch korrekt heißen müsste. Es wird im Buch zwar kurz auf den Begriff „Himmelschlüssel“ eingegangen, mir erschließt sich die Bedeutung allerdings nach wie vor nicht. Ich muss aber dazu sagen, dass ich die Vorgängerbände nicht gelesen habe, vielleicht gibt es dort auch erklärende Hinweise. Die Geschichte in diesem Buch ist aber in sich abgeschlossen und lässt sich sehr gut ohne Vorkenntnisse lesen. Nun zum Inhalt – ich verzichte auf das Abtippen des Klappentextes, dieser ist für jedermann ersichtlich. War das Thema des Buches bei der Erstveröffentlichung bereits hochaktuell, ist es heute allgegenwärtig – nationaler und internationaler Terror. Mit den im Buch geschilderten Geschehnissen wurde das Rad jetzt zwar nicht neu erfunden, trotzdem liest sich die Story meist flüssig und abwechslungsreich. Warum ich hier „meist“ schreibe, wird aus dem nächsten Absatz ersichtlich. Beeindruckend finde ich im, dass obwohl die Geschichte fiktional ist, die Autorin im Gegensatz zu den allermeisten ihrer Kollegen einen massiven reellen Background zur Handlung hat. Vor ihrer Autorenkarriere arbeitete sie im schwedischen Außen- und Verteidigungsministerium, bei der Polizei und der OSZE. Dies merkt man auch an ihren Schilderungen, die zwar sehr fundiert sind, mir persönlich aber teilweise zu sehr ausufern. Dadurch hat das Buch leider einige Längen. Es hätte der Dramaturgie nicht geschadet, hier etwas zu straffen. Zu detaillierte Beschreibungen gewisser Situationen waren mir einfach too much und für die Geschichte absolut unerheblich. Die Charaktere finde ich gut herausgearbeitet, man vergibt als Leser schnell seine Sym- und Antipathien. Obwohl ich kein großer Fan davon bin, die persönlichen Lebensumstände der Protagonisten zu sehr in den Vordergrund zu stellen, stören mich hier die einzelnen „Hintergrundstorys“ nicht. Sie bereichern die Handlung in diesem Fall eher. „Himmelschlüssel“ hat mir im Großen und Ganzen gut gefallen und neugierig auf die bisherigen Bücher von Kristina Ohlsson gemacht. Ich empfehle das Buch durchaus weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

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Himmelschlüssel besticht durch eine herausragende Sprache, einen konsequenten Spannungsaufbau und unvorhergesehene Wendungen. Es handelt sich hierbei um einen Thriller, der die Geschichte einer Flugzeugentführung schildert. Zunächst habe ich dabei ein Buch erwartet, in dem es darum geht, was sich an Bord der von Terroristen entführten Maschine abspielt und wie sich die Passagiere verhalten und in Panik ausbrechen. Das war allerdings überhaupt nicht der Fall, der Hauptteil von Himmelschlüssel spielt auf dem Boden bei den Ermittlern der Spo und der Polizei. Das hat mich im ersten Moment etwas enttäuscht, da ich Bücher, in denen es um CIA, FBI & Co. geht, eigentlich eher nicht so gerne mag, insbesondere wenn auch noch Regierungsverhandlungen und politische Hintergründe wie in Himmelschlüssel eine Rolle spielen. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich das Buch vermutlich nie gelesen. Umso überraschter war ich, dass ich es trotzdem nicht aus der Hand legen konnte. Zunächst war es nur der sprachliche Stil, der mich so gefesselt hat, dass ich einfach immer weiterlesen wollte. Kristina Ohlsson ist es gelungen, durch einen abwechslungsreichen und klaren Wortschatz ein flüssiges Lesen zu ermöglichen, bei dem man die Geschichte geradezu in sich aufsaugen möchte. Es ist gerade die augenscheinlich einfache, tatsächlich wahnsinnig klug konstruierte Leichtigkeit ihrer Worte, die brilliert. Spätestens nach den ersten drei Kapiteln war ich dann aber auch inhaltlich so dermaßen gefesselt, dass ich das Buch in einem Zug durchgelesen habe und die Lesezeit wie im Flug verging. Man fiebert mit, rätselt, stellt Theorien auf, verwirft sie wieder und überlegt sich neue Handlungswendungen. Das Geniale an Himmelschlüssel ist, dass Ohlsson wie die meisten Thrillerautoren mit unerwarteten Pointen aufwarten kann. Allerdings ist es oft so, dass man solche Pointen bereits kennt und daher von Anfang an danach sucht, eine mögliche Wendung zu schlagen. Da sie allerdings die Option für mehrere Wendungen offenhält, wird man dennoch ständig aufs Neue überrascht. Auch das Ende und insbesondere das Nachwort der Autorin, das hier tiefer geht und mehr beinhaltet, als einfach eine Danksagung, haben mir sehr gut gefallen. Ich gebe zwar fast nie fünf Sterne, aber Himmelschlüssel hat sie sich definitiv verdient und erhält von mir das Prädikat "Buch des Monats Juli 2016".

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Der Flug

Von: wal.li

29.07.2016

Fredrika Bergman ist nicht mehr im Team von Alex Recht, das Team existiert nicht mehr. Alex führt eine andere Abteilung und Peder musste aus dem Polizeidienst entlassen werden. Fredrika ist im Ministerium. Eigentlich geht es ihr und ihrer Familie gut, doch manchmal vermisst sie die alte Zeit. Nun soll erstmals jemand, der in Schweden eine Aufenthaltsgenehmigung bekommen hat, abgeschoben werden. Und weitere Entscheidungen über das Asylrecht stehen an. Da wird die Stadt mit gleich mehreren Bombendrohungen überzogen, die sich allerdings als falsch herausstellen. Die Ermittler wissen nicht, was ihnen bevorsteht, als sie mit der Untersuchung beginnen. Schon am nächsten Tag wird ein Flugzeug entführt. Das Ziel lautet New York. Fredrikas Leben hat sich weiterentwickelt und sie ist froh, von den Morden weg zu sein. Dennoch genießt sie es mal wieder mit Alex Recht zusammen zu arbeiten. Die Zeit rennt allerdings. Sie haben nur so lange Zeit, die Forderungen zu erfüllen, wie der Flug dauert. Quälend langsam kommen nach und nach kleine Informationsteilchen ans Tageslicht. Ein Gesamtbild ergibt sich aber nicht. Die Ziele des Entführers werden nicht klar. Die Zusammenarbeit mit den amerikanischen Behörden gestaltet sich schwierig. Und über vierhundert Menschen schweben in größter Gefahr. Beim Lesen dieses Romans beginnt man nachvollziehen zu können, wie frustrierend es sein muss, wenn man unter extremen Zeitdruck steht, die Nachforschungen einfach dauern und zunächst auch nichts Greifbares zutage fördern. Die Öde, die Langsamkeit und auch die Hilflosigkeit. Man möchte alles beschleunigen, man möchte die bei einem so internationalen Fall beteiligten Staatsvertreter auf die Füße treten, wenn der Apparat so fürchterlich träge ist. Wenn die Zeit unendlich scheint und doch so schnell verrinnt. Ebenso nervenaufreibend ist der Fall an sich. Große Furcht herrscht vor solch einer terroristischen Tat, man mag es sich gerade vor den heutigen Ereignissen gar nicht ausmalen. Was wäre, wenn ein Bekannter im Flugzeug sitzt, ein Verwandter. Was kann eine solche Tat auslösen. Zum Ende hin immer spannender, ein brisanter Thriller in einer tollen Reihe, die man nicht verpassen sollte.

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Himmelschlüssel ist Band 4 einer Krimireihe um Fredrika Bergmann und der erste Thriller, den ich von Kristina Ohlsson gelesen habe. Auf den ersten Seite musste ich mich deshalb zunächst anstrengen, den Überblick über die handelnden Personen und deren familiären Hintergründe zu bekommen, die vermutlich alle bereits aus den drei vorangegangen Büchern bekannt waren. Fredrika Bergmann arbeitet nun nicht mehr bei der Landeskriminalpolizei, sondern im schwedischen Justizministerium und ist gerade mit einem Fall aus dem Ausländerrecht beschäftigt, in dem es um die Abschiebung eines vermeintlichen Islamisten in den Libanon geht, der von der SÄPO als Sicherheitsrisiko eingestuft wird. Zeitgleich mit dem Beschluss der Abschiebung sieht sich Stockholm mit vier Bombendrohungen konfrontiert. Diese waren offensichtlich nur ein Bluff, da einen Tag später in einem Flugzeug, das auf dem Weg nach New York ist, ein Drohbrief gefunden wird. In diesem wird die Aufhebung der Abschiebung von Khelifi gefordert sowie die Auflösung eines geheimen Gefangenenlagers der Amerikaner in Afghanistan. SÄPO mit der Chefin der Anti-Terroreinheit Eden Lundell sowie die Landeskriminalpolizei um den Ermittler Alex Recht versuchen, die Szenarien in einen Zusammenhang zu bringen. Doch ihnen rinnt die Zeit davon, da das Kerosin in wenigen Stunden aufgebraucht sein wird und Flug 537 wird von den USA keine Landeerlaubnis erhalten. Die Position der Amerikaner ist klar: Mit Terroristen wird nicht verhandelt, berührt der Jumboyet amerikanischen Luftraum wird er abgeschossen. Ein spannender Thriller, der in Zeiten von Terrorbedrohungen durch Islamisten und sich in der letzten Zeit häufenden Flugzeugabstürzen noch nie so aktuell war. Auch ergeben sich erschreckende Parallelen zum Absturz des Germanwings-Flugs 9525 im März 2015. Interessant war das Zusammenspiel zwischen Polizei, Nachrichtendienst und Ministerien sowie die schwierige Zusammenarbeit mit den Sicherheitsdiensten anderer Staaten, allen voran die USA, aber auch Deutschland, zu lesen. Einerseits galt es die über 400 Passagiere zu retten, andererseits war man intenisv bemüht, die Drahtzieher zu ermitteln, von denen es nur einen einzigen Drohbrief gab. Hat man sich erst einmal eingelesen und sich mit den Protagonisten vertraut gemacht, ist es nicht nötig, die drei Bände zuvor gelesen zu haben und so blieb "Himmelschlüssel" auch für mich packend bis zum Schluss.

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