Leserstimmen zu
Fifty Shades of Grey. Die Gesamtausgabe (Teil 1-3)

E L James

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Ich wollte mir mal wieder ein Hörbuch vorlesen lassen, und auch gern noch einmal die Geschichte von Ana und Christian beginnen, bevor ich eventuell vielleicht irgendwann einmal diese neue Version Grey aus Christians Sicht lese. Als ich dann gesehen habe, dass es die Gesamtausgabe als Hörbuch gibt, habe ich gleich mal zugegriffen. Kurzgefasst kann ich sagen, dass es sich wirklich lohnt, Merete Brettschneider zum Vorlesen einzuladen, aber es muss nicht unbedingt Shades of Grey sein. Die Geschichte kennt wohl mittlerweile jeder, und es gibt schon diverse Bücher, die der Grundidee sehr ähneln: Schüchternes unerfahrenes Mädchen trifft auf selbstbewussten, herrschsüchtigen und erfahrenen Mann, beide wickeln sich gegenseitig ein, ohne es zu wissen und zu wollen, und dann folgt nach einigem Hin und Her der große Showdown. (Um ein paar Beispiele für ähnliche Geschichten zu nennen: Crossfire, Driven. Die Rezensionen dazu könnt ihr über das Menü oben finden.) Und am Anfang war die Geschichte auch interessant, spannend, fesselnd, anrüchig und sowieso so außergewöhnlich, dass die ganze Medienwelt aufgeschrien hat und jeder wissen wollte, was der ganze Aufstand soll. Hat funktioniert, die Werbestrategie... :) Aber mittlerweile ist der Hype abgekühlt, es gibt vieles, das dem Buch gleich- oder nahekommt und die Außergewöhnlichkeit (Ist das ein Wort? Es sagt zumindest aus, was ich meine...) ist dahin. Die Luft ist einfach raus. Daher ist es zwar nett, sich dieses Buch / diese Bücher wieder einmal zu Gemüte zu führen, aber so richtig gepackt hat es mich hierbei nicht mehr. Die Hörbuch-Version ist ungekürzt, was ich sehr gut finde. Ich kann es gar nicht ausstehen, wenn eine Lesung gekürzt ist. Das ist dann ja nicht mehr das ganze Buch, und oft werden genau die Szenen herausgeschnitten, die mir mit am besten gefallen haben beim Lesen, weil sie die unwichtigen Nebenhandlungen betrafen. Daher ist es mir wichtig, dass es eine ungekürzte Version ist und auch wirklich alles erzählt wird, was im Buch beschrieben wurde. Außerdem verleiht Merete Brettschneider Ana eine samtige und manchmal unsichere Stimme, was wirklich sehr gut zu ihrem Charakter passt. Wenn sie sauer wird, kann man das Temperament aber auch deutlich heraushören. Die Wahl der "Vorleserin" ist also sehr passend. Es passiert jedoch manchmal, dass man nicht wirklich zwischen Gedachtem und Ausgesprochenem unterscheiden kann. Das liegt an der Schreibweise der Buchvorlage, aber auch daran, dass zwischen diesen beiden verschiedenen Textbestandteilen keine oder eine kaum erkennbare Stimmvariation besteht. Das ist manchmal verwirrend, aber darüber kann man meiner Ansicht nach auch hinwegsehen. Insgesamt finde ich das Hörbuch sehr gut gelungen - nur inhaltlich ist es einfach nicht mehr mein Fall. Fazit Ein wirklich sehr schönes Hörerlebnis einer Trilogie, die mich nicht mehr richtig anspricht.

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REZENSION ZU BUCH 1: Die Sprecherin: Die Stimme von Merete Brettschneider hat mir wahnsinnig gut gefallen. Natürlich habe ich im Moment noch keine Vergleiche und weiß ehrlich gesagt auch nicht, wie anderen Leuten ihre Stimme und ihre Art vorzulesen gefällt, doch ich finde sie spitze. Am Anfang war es meiner Meinung nach ein wenig überraschend, da ich mir für so ein Buch nicht so eine freundliche Stimme vorgestellt hatte, aber nachdem ich mich an sie gewöhnt habe, war ich mehr als zufrieden mit ihrer Leistung. Meine Meinung: Hm ... ich finde es wahnsinnig schwer, meine Meinung zu diesem Buch zu äußern. Ich finde, es war eine sehr gute Fanfiction, aber ein ziemlich schlechter Roman, wenn ihr versteht, was ich meine. Das Buch genügt in meiner Sicht einfach nicht den klassischen Anforderungen, die ein echter Roman mit sich bringen sollte. Die Sätze waren so simpel, es haben sich ständig Sachen wiederholt und ich wäre fast Anas post-koitalem Haar und ihrer inneren Göttin an den Hals gesprungen. Dann noch das Lippenbeißen und das Rotwerden, das alle zwei Minuten passiert. Es hat einfach wahnsinnig genervt. Doch zu meiner Überraschung hat mir das Ganze letztendlich dann doch besser gefallen, als zunächst angenommen. Und dieses Ende ... ich muss den zweiten Band haben, obwohl das ganz und gar nicht mein Plan war! Aber ich will wissen, was es mit Christian auf sich hat und wie es mit den beiden weitergeht, obwohl sie mich echt teilweise nerven und es so viele bessere Bücher als Shades of Grey gibt. Aber dennoch Hut ab, Frau E.L. James! REZENSION ZU BUCH 2: Meine Meinung: ... und die beiden kommen nach ner Stunde oder so wieder zusammen. Was für ein Zufall! Wie auch schon der erste Teil ist Gefährliche Liebe von der Geschichte her anspruchslos und nicht sehr kreativ: 1% Handlung, 4% Ich-Weiß-Nicht-Ob-Ich-Christians-Ansprüchen-Genüge-Geplänkel, 5% Christians dramatische Kindheit, 90% immer wieder gleich aufgebauter Austausch von Körperflüssigkeiten. Eigentlich hätte die Sprecherin dreißig Mal die selbe Sexszene vorlesen können, wäre auf das Selbe herausgekommen. Am schlimmsten am ganzen Buch fand ich jedoch den Anfang: Anastasia ist total am Boden zerstört, weil sie Christian "so ewig" nicht mehr gesehen hat. Ich dachte zunächst, dass nach ihrer Trennung vielleicht ein paar Monate vergangen sind, weil sie über die Ereignisse redet, als wären sie Ewigkeiten her. Aber nein! Es waren gerade einmal vier Tage. Was mich außerdem noch gestört hat, war wie schon beim ersten Teil, der Fakt, dass das hier eine echt gute Fanfiction, aber immer noch ein grässlicher Roman ist. Die Handlung ist einfach totaler Nonsense und einige Dinge, die hier passieren, würden so nie und nimmer im echten Leben stattfinden. Die ganze Geschichte hat mich nach einer Weile eher an eine meiner frühesten Johnlock-Fanfiction erinnert, wo der Plot total egal ist, hauptsache es gibt ganz viel Drama und Liebe. Ich schätze, am meisten an der gesamten Trilogie hasse ich allerdings, dass ich sie trotzdem irgendwie mag. Seit dem ersten Band verbindet mich eine Hassliebe mit Shades of Grey, die mich echt aufregt. Ich will die Bücher nicht mögen, aber letztendlich macht es doch Spaß, zuzuhören und zu erfahren, was als nächstes passiert. Auch wenn man das eigentlich schon weiß, weil sich eben alles ständig wiederholt. Trotzdem hat mich das nicht daran gehindert, dass ich jetzt im Moment den dritten Teil höre ... ich bin (leider) wirklich gespannt, wie es weitergehen wird. REZENSION ZU BUCH 3: Meine Meinung: Meiner Meinung nach war der letzte Band der Trilogie leider auch der schlechteste. Je länger ich der Geschichte von Anastasia und Christian zugehört habe, desto mehr kam sie mir wirklich wie eine mittelmäßige Fanfiction vor. Dinge, die hier passieren, passieren einfach nicht im echten Leben. Vor allem kam es mir extrem so vor, als hätte die Autorin auf Biegen und Brechen versucht, Anastasia als eine starke Frau/Protagonistin dastehen zu lassen, die Dinge in die Hand nimmt und nicht immer auf Christian angewiesen ist. Aber irgendwie hat das einfach nicht funktioniert und kam nicht glaubhaft herüber. Außerdem ist etwas vorgefallen, was mich ziemlich auf die Palme gebracht hat. Ohne zu spoilern: Anastasia hat vergessen, einen wichtigen Termin einzuhalten. Viermal. Und Sie macht einfach Ihre "Gehilfin" dafür schuldig, weil diese die Termine verschoben hatte. So wie Anastasia es wollte. Wenn Sie nicht in Ihren Terminkalender schauen kann, ist sie doch selbst schuld. Dazu war es eben auch noch ein sehr wichtiger Termin, den man normalerweise nicht so schnell vergessen sollte. Aber Anastasia hat eben nichts anderes im Kopf außer immer und immer wieder Körperflüssigkeiten mit Christian auszutauschen. Und wie schon im zweiten Band haben sich hier ständig Phrasen, Sätze und Handlungen wiederholt, was mich echt genervt hat. Ich möchte vorerst nie wieder den Satz: "Seine/Meine Stimme war kaum mehr als ein Flüstern" hören! Mal von den negativen Punkten abgesehen, gab es allerdings auch einige richtig schöne Momente. Wie auch im Vorgänger lernt man hier viel mehr über Christian und dessen Vergangenheit und diesmal war es nicht ganz so melodramatisch, sondern eigentlich echt ganz interessant. Ja, ich konnte an manchen Stellen sogar Mitgefühl (!) für ihn empfinden. Ansonsten war dieses Hörbuch auch erträglicher zu hören als die anderen, weil der Sex ein bisschen reduziert wurde. Nicht viel, aber immerhin genug, dass er mich nicht ständig genervt hat. Das war ein definitiver Fortschritt. Fazit zur gesamten Trilogie: Ich fand die Shades of Grey Trilogie nicht schlecht, aber auch nicht gut. Wie auch schon in meiner Rezension zum zweiten Teil erwähnt, verbindet mich zu diesen Büchern eine Hassliebe, die ich selbst nicht ganz erklären kann. Ich weiß nicht einmal, wieso sie mich so fasziniert. Den Sex habe ich ja nach einer gewissen Zeit übersprungen. Und die Melodramatik hat mich unendlich genervt. Sowie die Charaktere. Und manchmal haben mich Situationen, die dramatisch sein sollten, einfach zum Lachen gebracht. Das Hören der Trilogie war eine Achterbahn der Emotionen für mich, aber nicht in dem Sinne, wie es die Autorin wahrscheinlich eigentlich vorgesehen hatte. Ich würde die Bücher zwar nicht unbedingt weiterempfehlen, aber für zwischendurch sind sie ganz nett.

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