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Leserstimmen (54)

George R.R. Martin: Wild Cards - Das Spiel der Spiele (Wild Cards - 2. Generation) (1)

Wild Cards - Das Spiel der Spiele Blick ins Buch

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Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-7645-3127-0

Erschienen: 25.08.2014
Dieser Titel ist lieferbar.

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Kundenrezensionen

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Hab mir mehr Spannung erwartet

Von: Weltentaucherin Datum : 02.05.2017

www.weltentaucherblog.wordpress.com

Ich muss ehrlich sagen, dass ich bei diesem Buch nur auf den Autor gesehen habe: George R. R. Martin. Mir war egal um was es ging, ich wollte einfach wieder in den tollen Schreibstil des Autors eintauchen, den ich seit Game of Thrones sehr liebe. Erst zu Hause hab ich gesehen um was es wirklich ging: Jugendliche mit außergewöhnlichen Superkräften. Wir befinden uns in der Zukunft und ich war schon sehr gespannt darauf wie der Autor mit dieser Zeit umgehen wird. Bis ich dann genauer nachgelesen habe: George R. R. Martin ist nur der Herausgeber. Er hat mit glaub ich 9 anderen Autoren an diesen Büchern geschrieben. Von ihm kamen nur Bruchstücke. Das erklärt mir einiges…

1.Kriterium: Die Idee des Buches.

Ich finde die Idee hinter dem Buch bzw der Reihe sehr interessant. Es ist ein Zukunftsszenario, dass mich sehr angesprochen hat: auf der einen Seite bringt es diese außergewöhnlichen Personen hervor, was an sich ja gut ist. Und auf der anderen Seite ist dies aber auch schlecht und gar nicht so toll wie es am Anfang wirkt. Den ein Held zu sein hat auch Nachteile. Für jugendliche Helden ist das ganze dann noch schwieriger. Denn es ist, wie oben schon geschrieben, ein Virus. Ich finde die Aufmachung des ganzen auch sehr gut umgesetzt. Mit zum Beispiel diesen Spielkarten. Das macht das ganze noch interessanter. Das Buch bekommt von hier einen ganzen Weltentaucher.



2. Kriterium: Der Aufbau der Geschichte.

Ich war von der Idee schon sehr angetan und habe mich auf eine tolle Geschichte gefreut. Ich fand den Anfang dann aber doch ein bisschen langweilig um ehrlich zu sein. Ich habe lange gebraucht um in die Geschichte hineinzufinden, denn irgendwie wurde alles hinausgezögert. Es ist ein sehr umfangreicher Schreibstil und die Spannung ist erst sehr spät gekommen. Klar, durch dieses umfangreiche muss auch viel erklärt werden, aber es wurde nicht so geschickt eingebaut, sodass dabei keine Spannung entstanden ist.

Zwischendrin befinden sich besondere Highlights, zum Beispiel eine Landkarte. Ich fand es toll, so etwas zwischen dem normalen Text zu finden, weil es was außergewöhnliches ist und das lesen einfach spannender macht.

Ich vergebe hier einen halben Weltentaucher.



3. Kriterium: Die Charaktere.

Die Jugendlichen in diesem Buch sind ganz eigen. Sie verhalten sich dementsprechend und sprechen auch so. Auch die Namen fand ich sehr ungewöhnlich, und oft nicht so geschickt gewählt, weil ich mir mit der Aussprache schwer getan habe. Das führte dazu, das ich immer wieder beim lesen stockte und nochmal drüber las. Das fand ich schade. Ungewöhnlichen Namen finde ich normal sehr gut, jedoch sollten sie noch irgendwie nachvollziehbar sein, wenn ihr versteht was ich meine.

Ich habe zu den Charakteren aber eine gewisse Beziehung aufgebaut. Einige mochte ich und andere eben nicht. Das kam in diesem Buch sehr stark hervor.


4. Kriterium: Die Spannung bzw. ob mich das Buch gefesselt hat.
Hier bekommt das Buch nur einen halben Weltentaucher, weil der Anfang für mich sehr langweilig war. Die Spannung hat sich aber bis zum Ende hin gesteigert, was auch durch die Wechsel der Erzählperspektive hervorgerufen wurde.


5. Kriterium: Die Schreibweise.

Wie ich ganz oben schon erwähnt habe, habe ich mir mehr George R. R. Martin erwartet, aber ich hab wieder was gelernt: genauer lesen bevor ich mir das Buch hole! ;) Ich hab es aber auf keinen Fall bereut, denn der Schreibstil war im Buch auch wirklich gut. Wenn man sich an die Namen gewöhnt hat und mit den Perspektivenwechsel klarkommt, liest sich das Buch doch sehr schnell.

Das Buch bekommt von mir 3,5 von 5 Weltentaucher. Ich hab gedacht, dass mich das Buch mehr packen würde, weil die Idee einfach großartig ist. Ich wurde dann leider doch nicht ganz in die Geschichte hineingezogen, aber vielleicht ergeht es mir mit Band 2 besser.

Wild Cards- Das Spiel der Spiele

Von: _Laras_bookworlddreams_ Datum : 31.01.2017

bookworlddreamsandmore.blogspot.de/

Wild Cards- Das Spiel der Spiele



von George R.R. Martin erschien im Penhaligon Verlag, kostet 15 € und hat 539 Seiten.


Inhalt:


1-Teil

America´s next Superhero ist eine neue Castingshow in der verschiedene Leute mit Übernatürlichen Kräften gegeneinander antreten. Es geht um viel Geld und Ruhm für den größten Held der Show. Doch neben diesem ganzen Trubel erkennen die Mitspieler und Zuschauer viel zu Spät was wahrer Heldenmut ist.

Bewertung:


Ich finde das der Schreibstiel hervorragend und die Cover sind auch soo toll. An sich haben mir diese zwei Bände wunderbar gefallen, doch in die Geschichte rein zu kommen wahr etwas schwer, da die Aufmachung gewöhnungsbedürftig aus meiner Sicht ist. Von mir bekommen diese Zauberhaften Bücher 4/5*

Rezension zu Wild Cards Band 1

Von: MyFantasyStoryWorld Datum : 24.12.2016

my-fantasy-story-world.blogspot.de/

[Meine Meinung]
Ehrlich gesagt bin ich eher enttäuscht von dem Buch.Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, dachte ich, dass mir das Buch gefällt, aber ich bin im Buch einfach wirklich kein bisschen weiter gekommen. Ich hatte keine Lust weiter zu lese, da das Buch mich einfach nicht gepackt hat.
Zudem bin ich auch enttäuscht, da Wild Cards mein erstes Buch von George R.R. Martin ist, welches ich lese. Ich hab von vielen gehört, dass seine Bücher großartig sind, auch von meiner Mutter, aber leider hat mich Wild Cards nicht so überzeugt.

Wild Cards 1 - Das Spiel der Spiele

Von: Charlie Fitzgerald Datum : 26.10.2016

https://littlefreakblog.wordpress.com/

Eine der spannendsten und realistischsten Erzählungen über Krieg, Freundschaft und darüber, was wahren Heldenmut ausmacht; Der Roman „Wild Cards – Das Spiel der Spiele“, herausgebracht von George R. R. Martin, dem Erfolgsautor der beliebten Serie „Game Of Thrones“.

Du möchtest der neue amerikanische Held von Morgen sein? American Hero macht es möglich! Jeder, der besondere Fähigkeiten hat, darf sich dafür bewerben Und von denen gibt es etliche.. Es gibt Leute wie der Blogger Jonathan Hive, der sich in einen Wespenschwarm verwandeln kann oder Lohengrin. Der Gewinner der Sendung bekommt eine Million Dollar und genügend Ruhm für sein Leben lang. Doch was wahrer Heldenmut bedeutet und welche Opfer er mit sich bringen könnte, dass haben die meisten schon längst vergessen. Bis die die Lage eskaliert, die Möglichkeit sich bietet und alle vor einer Entscheidung stehen, die ihr Leben für immer verändern könnte.

Meine Meinung/Bewertung:

~ Sollte man mal lesen!

Sicherlich hat das Buch seine Höhen und Tiefen. Die Einführung in diese neue Welt war verständlich und nachvollziehbar, selbst, wenn man die Vorgeschichte noch nicht gelesen hat. Das Wichtigste bekommt man gesagt. Doch der Rest des Anfangs hat mich etwas verwirrt, weil ich noch nicht so wirklich wusste, was ich mit dem ersten wirklichen kapitel anfangen sollte, da es noch keinen sichtbaren Bezug auf die Geschichte nahm. Dennoch war es interessant, die Show zu verfolgen und das Leben in Hollywood, die Kandidaten und die ganzen Missionen. Es wurde genau überlegt, nachgedacht und obwohl die Kapitel von unterschiedlichen Autoren geschrieben wurden, so blieben die Charaktere der Asse (Der Name für die Menschen mit den Superfähigkeiten.) authentisch und nachvollziehbar, wenn nicht sogar einfach gleich. Hier gab es sehr gute Absprachen der Autoren, sobald eine Figur handeln sollte, die nicht ihrer eigenen Kreativität entsprungen sind. Zugeben musste ich allerdings auch, dass ich mir nur bei manchen den richtigen Namen, das Synonym bzw. den Heldennamen und deren Fähigkeiten merken konnte, weil es einfach zu viele Charaktere waren. Manche waren unwichtig, ja, aber man fragt sich einfach, wer es ist und was er kann, wenn er doch mal auftaucht. Ansonsten finde ich das Buch eindrucksvoll geschrieben. Der Spannungsbogen wird bis zum Ende durchgehalten, verliert kaum etwas und ich hatte praktisch den Drang, es lesen zu müssen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weiter geht. Auch der Krieg, der darin vorkommt, erscheint mir realistisch. Des Weiteren finde ich es gut, dass der Krieg auf unsere Gegenwart mit bezogen wird. Unter anderem werden hier auch die Probleme in den Gegenden wie Ägypten, in der heutigen Zeit eher Syrien, angesprochen. Es wird auf die Problematik eingegangen, warum so viele Flüchtlinge existieren, was sie dazu veranlasst hat und das etliche dabei ihre Leben opfern, nur um ein besseres Leben zu haben. Weil alles besser wäre, als dieses Leben, dass sie gerade führen. Ich weiß noch, dass ein Satz mich in diesem Spruch förmlich angesprungen hat, wie sonst noch nie in einem Buch. Weil er so passend auf die aktuelle Situation in unserer Welt zutrifft:

„Wenn ein Moslem den Präsidenten erschießt, sind dann alle Moslems böse? Wenn eine Jokerorganisation den Kalifen ermordet, bedeutet das, dass alle Joker schuldig sind?“ – Jonathan Hive auf seinem Blog; Seite 327

Moslems haben jetzt zwar nicht den Präsidenten ermordet, aber es spricht dennoch etwas wichtiges an, nur eben auf andere Art und Weise: Wenn eine Gruppe namens IS (Islamischer Staat) den Islam als Vorwand nimmt, sind dann alle Moslems böse Terroristen, die uns umbringen wollen? Denn ich habe ein wenig das Gefühl, dass das noch immer die Weltanschauung des Islams ist. Meiner Meinung nach könnte man die Joker, die gegen Buchende auftauchen, als die Moslems in unserer heutigen Zeit beschreiben. Sie sind die Joker in unserer Gesellschaft. In dem Buch werden die Menschen Joker genannt, die eine Mutation durchlebt haben und sich verwandelt haben. Besondere Fähigkeiten haben sie nicht, aber zum Beispiel könnten sie von einem Tag auf den Anderen einen Krokodilkopf haben, aufgrund des Virus. Bei uns zeichnen sich die Moslems meistens durch ihre Kopfbedeckung aus – wie die Joker ihre Mutationen als Erkennungsmerkmal tragen, so sind es hier die Kopfbedeckungen. Genug meiner Interpretationen – lies das Buch am Besten selbst und bilde dir deine eigne Meinung.

Cover:

Das Cover finde ich sehr schön gestaltet, um ehrlich zu sein. Mich hätte es allein schon angesprochen, weil George R. R. Martin ganz oben drauf stand. Ehrlich gesagt, habe ich es allein aus diesem Grund gekauft. In Wahrheit hat er gerade mal ein Kapitel für das Buch geschrieben, dafür um so wichtigere Figuren erfunden und gebaut. Die Person vorne darauf ist Lohengrin, der in dem Klappentext schon mal erwähnt wurde. So richtig Bezug auf das Cover nimmt man jedoch erst im mittlerem Teil des Buches. Da habe ich mir dieses erneut angeschaut und fand sowohl die Zeichnung als auch die Detailtreue extrem beeindruckend. Das Cover verspricht eine gute, spannende Geschichte – und der Inhalt liefert genau dies! Verrät nicht zu viel, aber weckt das Interesse – perfekt!



Fazit:

Das Buch ist lesenswert, sein Geld wert und packt einen am Anfang, schleift einen mit bis ans Ende und lässt einen zwischendurch entsetzte, erfreute, erheiterte und verwirrte Mienen aufsetzen, die alle anderen Menschen um einen herum irritieren können. Es ist nicht so, dass ich geweint habe, aber ich habe mit gehofft, gebetet, gebangt und mich mit der Realität des Buches verbinden können. Dank den guten Beschreibungen kann ich mich an vieles vom Inhalt erinnern und generell lief die ganze Zeit wie eine Art Film in meinem Kopf ab. Man kann demnach das Gelesene durchaus im Kopf visualisieren und realisieren, sodass es nicht allzu sehr an den Haaren herbeigezogen erscheint.

Eine absolute Enttäuschung!

Von: Katharina Datum : 04.02.2016

www.spinxx.de/home.html

Als ich den Klappentext des Buches gelesen habe, dachte ich mir nur, dass ich das Buch unbedingt haben muss. Jetzt im Nachhinein bereue ich diese Entscheidung zutiefst, denn dieses Buch ist einfach nur eine Niete.
Alles in allem war die Idee des Buches nicht unbedingt schlecht, bloß bei der Umsetzung mangelt es an vielen Dingen oder sie wurden einfach nur falsch gemacht. Eine Castingshow für Superhelden, das hört sich cool an, als ich das gesehen habe, dachte ich sofort: „Wow, ein Mix aus Castingshow und X-Men, das kann doch nur toll werden!“, aber weit gefehlt. Naja, man kann ja nicht immer nur tolle Bücher erwischen, die fünf Nieten im Jahr gehören einfach dazu. Leider ist es ziemlich unwichtig, wie viele gute Bewertungen das Buch bekommen hat und wie bekannt der Autor bzw. die Autoren ist/sind. Die eigene Meinung kann halt niemand wirklich vertreten und das ist auch der einzige Grund, warum ein Buch, dass andere hoch loben einem selbst komplett missfallen kann.
Ich fand die Idee von einem ganzen Team voller Autoren am Anfang eigentlich gar nicht so doof, allerdings haben mich hinterher die verschiedenen Perspektiven der Figuren gestört, da jede Figur ihren eigenen Autor hatte und somit jedes Kapitel eine andere Schreibweise hatte. Teils hat mir der Schreibstil des jeweiligen Autors gefallen, meist eher nicht. Auch doof finde ich, dass als einziger George R. R. Martin auf dem Cover abgedruckt ist, obwohl er eigentlich einen der kleinsten Parts in diesem Buch übernimmt. Aber gut, das ist jetzt ja nicht so dramatisch.
Auch blöd fand ich, dass der eine Typ dann zwischendurch noch einen Blog schreibt und die Szenen teils einfach generell ziemlich durcheinandergewürfelt waren und ich manchmal gar nicht so ganz genau wusste, an welchem Platz mit welchen Figuren ich mich gerade befand.
Im Buch "Die Romantherapie" wird unter anderem ein Leseleiden beschrieben, das sich dadurch äußert, dass der Leser das Buch, sei es auch noch so schlecht, nicht zur Seite legen kann und zu Ende lesen muss. Koste es, was es wolle. Dieses "Syndrom" hat mich hier wohl ereilt.
Insgesamt fand ich das Buch nämlich einfach nur grausig und werde es in die tiefsten, dunkelsten Ecken meines Bücherregals verbannen.

Aktuell, spannend, mitreißend!

Von: Juju Datum : 02.02.2016

jujusbuecherkiste.blogspot.de

Wow! Lange bin ich um dieses Buch geschlichen, weil ich Angst hatte es müsste es mit Game of Thrones aufnehmen. Aber es ist etwas ganz anderes und ich dachte keine einzige Sekunde an einen Vergleich.

Der Schreibstil verwirrte am Anfang, denn man muss sich erst daran gewöhnen dass hier unterschiedliche Autoren am Werk sind. Aber nach einer kurzen Aufwärmzeit merkt man dies kaum und es erscheint einem wie eine ganz normale Aufteilung nach Kapitels als nach Autoren.
Diese Kapitel wiederum sind nach unterschiedlichen Charakterperspektiven aufgeteilt. Mal ist es ein anderer Blickwinkel auf das Selbe geschehen und mal ist es ein gänzlich anderes Geschehen. Ab und an gibt es auch Blogeinträge, die jedoch durch andere Schrift dargestellt werden. Insgesamt ist es sehr spannend und interessant geschrieben.

Die Charaktere sind sehr unterschiedlich und teilweise sehr gut ausgearbeitet. So gibt es als wichtigste Figur Jonathan Hive, der über das was er erlebt in einem Blog schreibt. Er ist an allen Geschehnissen mehr oder minder beteiligt. Er ist kein sympathischer Kerl, sondern eher ein egoistischer A@%#h. Aber genau das macht es irgendwie besonders interessant, denn wer reagiert beim Wettbewerb nicht egoistisch. Außerdem kann man seine Handlungen und Bedenken gut nachvollziehen. Interessanter ist jedoch seine Fähigkeit, mit der er überall gleichzeitig sein kann.
Auch andere Charaktere sind interessant. Auffällig ist dass sie alle irgendwie auf eine bestimmte Art unsympathische Seiten haben. Das ist selten, schmälert aber das Lesevergnügen hier nicht. Es wirkt eher echt, als würde diese Show ganz normal im Fernsehen laufen, wie zb Dschungelcamp.

Die Geschichte ist sehr aktuell, denn solche Formate laufen dauernd im Fernsehen. Das macht das ganze sehr faszinierend, denn man kann sich alle Szenen sehr gut vorstellen. Tiefgründig wird das ganze erst durch die Gespräche über den Sinn ihrer Fähigkeiten und den Konflikt im Ägypten. Manche zeigen Heldenmut, manche nicht. Rundum eine gelungene Geschichte!

Insgesamt eine sehr spannende und absolut aktuelle Geschichte in der es um Ruhm oder Heldenmut geht - Beides kann man nicht haben! Die Charaktere sind sehr realistisch und reißen gerade dadurch sehr mit. Absolute Leseempfehlung!

Einschaltqouten vs. die Wirklichkeit

Von: Teddy Datum : 03.01.2016

teddys-little-world.blogspot.de

Bei diesem Buch fällt es mir unglaublich schwer Worte für meine Rezension zu finden, denn s etwas in der Art habe ich noch nie gelesen. Deswegen habe ich das Buch auch monatelang mit mir herumgeschleppt. Seit geschlagenen 4 Wochen versuche ich nun eine Rezension zu verfassen und jedes mal aufs Neue lösche ich einfach alles wieder. Und ich Honk weiß nicht mal warum:)
Denn ich fand das Buch eigentlich ziemlich gut. Es hat seine Schwächen und manchmal musste ich mich auch ganz schon durchkämpfen, aber jetzt im Endeffekt bin ich wirklich froh es gelesen zu haben, denn ich finde es a) total aktuell und schildert gut die Situation der Welt und b) stecken da drin so viele Aussagen, dass es einfach nur zum Nachdenken anregen kann. Denn ehrlich mal. Wir alle verschließen doch ab und zu mal die Augen vor den Problemen der Welt. Wir schauen uns lieber nette Unterhaltung im Fernsehen an als das wahre Leben. Die Politiker diskutieren über zweitrangige Geschichten anstatt an den wirklichen Problemen zu arbeiten. Ich will hier nicht den Moralapostel spielen, denn ich bin selber keinen Dreck besser, ich schalte die Nachrichten lieber weg, denn sie sind mir zu deprimierend dafür schaue ich mir lieber realitätsfremde Sachen an oder lese lieber Bücher, bei denen ich auch entspannen kann und nicht am Ende mit einem dicken Kloß im Hals dasitze. Einfach weil es bequemer ist. Einfach weil es leichter ist so zu leben wie wir es hier können, ohne sich Gedanken um den Rest der Welt zu machen. Einfach weil es einen gut geht und man sich denken kann: "Es kann auch jemand anderes hinsehen und den Leuten helfen." Und was passiert, wenn jeder so denkt?
Entschuldigt, das musste ich jetzt einfach alles mal loswerden, denn das hat mich während des Buches so beschäftigt, dass ich es niederschreiben musste. So nun wieder zum eigentlichen Thema: Dem Buch.
Besonders interessant fand ich hier außerdem, dass so viele Autoren hier an dem Werk mitgeschrieben haben. Das kannte ich noch gar nicht und ich war gespannt darauf, ob es in der Umsetzung funktioniert. Und das tut es. Alle Schreibstile fand ich durchweg gut, auch wenn es kein Buch ist, welches man einfach so mal schnell lesen kann. Man muss sich schon sehr konzentrieren und zumindest ich habe so bedeutend langsamer gelesen als normal. Ebenso anstrengend war es anfangs sich die ganzen Charaktere einzuprägen, da es ständig wechselt und ich manchmal oder eher oft nicht so genau wusste wer wer ist. Trotzdem war es dadurch besonders interessant das ganze Geschehen aus so vielen Sichtweisen zu erleben. Das Problem dabei ist nur, dass zumindest ich nicht alle Charaktere mochte und die Kapitel mit den für mich uninteressanten Figuren sich so zogen. Es gab auch insgesamt nur einen Charakter den ich durchweg mochte. Ich habe auch keinen wirklich gehasst, denn sie haben alle ihre Stärken und Schwächen, aber manche gingen mir schon auf den Geist.
Von der Story her war das Ganze auch sehr interessant, denn es war sehr stark in 2 gegensätzliche Teile gesplittet. Auf der einen Seite hat man da die Casting Show (Die Unwirklichkeit) und auf der anderen Seite den Krieg in Afrika (Die Wirklichkeit). So die Gegensätze zu sehen war wirklich toll, allerdings hatte ich erst einige Umstellungsschwierigkeiten als diese 2. Thematik dann mehr in den Vordergrund geriet. Vielleicht lag es aber auch einfach an meiner Leseflaute, die ich zu der Zeit hatte. Wer weiß:(
So gesehen hat mir das insgesamt wirklich gut gefallen, allerdings ist da auch Luft nach oben. Mal sehen ob der 2. Band das noch toppen kann!

[Rezension] Wildcards. Das Spiel der Spiele von (Hrsg.) George R. R. Martin

Von: Sarah von ZeilenSprung - Literatur erleben Datum : 29.11.2015

zeilensprung-literatur-erleben.blogspot.de/

PRODUKTDETAILS:

Titel: Wild Cards. Das Spiel der Spiele
Reihe: Wildcards #1
Autor: Daniel Abraham, Melinda M. Snodgrass, Carrie Vaughn, Michael Cassutt, Caroline Spector, John Jos. Miller, George R. R. Martin, Ian Gregillis, S. L. Farrell
Genre: Science-Fiction im Superheldengenre
Herausgeber: George R. R. Martin in Penhaligon (Verlag der Verlagsgruppe Random House GmbH)
Erscheinungstermin: 25. August 2014
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-7645-3127-0
Format: Paperback
Seitenzahl: 544 Seiten

PRODUKTINFORMATIONEN:

Kurzbeschreibung:
The World's next SUPERHERO!
Seit sich in den Vierzigerjahren das Wild-Card-Virus ausgebreitet hat und Menschen mutieren lässt, gibt es neben den normalen Menschen auch Joker und Asse. Joker weisen lediglich körperliche Veränderungen auf, während Asse besondere Superkräfte besitzen. Da ist zum Beispiel Jonathan Hive, der sich in einen Wespenschwarm verwandeln kann, oder Lohengrin, der eine undurchdringliche Rüstung heraufbeschwört. Doch wer ist Amerikas größter Held? Diese Frage soll American Hero, die neueste Casting Show im Fernsehen, endlich klären. Für die Kandidaten geht es um Ruhm und um so viel Geld, dass sie beinahe zu spät erkennen, was wahre Helden ausmacht.

Der Verlag über das Buch:
-


DIE BEWERTUNG

Meinung:
Den verschiedenen Autoren gelingt es sehr gut mit verschiedenen Charakteren eine Welt zu schaffen, deren Anfang eigentlich wo anders begann.

Das Cover/Die Gestaltung:
Ein Mann in Rüstung, der eine Karte hochhält, auf welcher er ebenso abgebildet ist. Mehr sieht man nicht auf diesem Cover und dies hat vor allem mit der goldenen Namensprägung des gefeierten Bestsellerautors eine unwiderstehliche Wirkung. Wie so üblich in diesem Genre wird somit eine prägende Figur gezeigt, auch wenn in diesem Buch mehr als eine spricht. Somit lädt es nicht nur Liebhaber der Reihe an (die wohl eher nicht so begeistert sind, dass es mit diesem Band beginnt), sondern macht auch eine neue Zielgruppe auf sich aufmerksam.
1,5/2,0 Punkten

Die Sprache/Der Satzbau:
Die verschiedenen Autoren haben keinen einheitlichen Stil. Wenn man sich die Entstehung dieser Serie anschaut, wird einem auch bewusst, wieso dies so ist. Dementsprechend schwer hineinzukommen wird es für diejenigen unter den Lesern, die eher aufeinander abgestimmte Stile in einem Buch haben wollen. Für alle anderen wird es ein Experiment. Eines, das sich durch diese vielen Autoren und deren Stil als äußerst unterhaltsam erweisen wird. So bekommt man neben einem beschreibenden Stil auch knallharte Fakten, Action und auch der Stil, der sich nur auf das Nötigste beschränkt. Mit dieser Mischung bleibt man am Ball, weil jede Figur nun einmal auch andere Gedanken hat, sich anders ausdrückt und die Welt anders erlebt.
2,0/2,0 Punkten

Die Figurentiefe/Die Figurenentwicklung:
Aus den kurzen Passagen, in denen viele Figuren zu Wort kommen, erhält man kurze Momentaufnahmen der Figuren. Man kann sie sich vorstellen und gerade wenn man sich an eine Person gewöhnt hat, kommt die nächste an die Reihe. Was für viele eher anstrengend wirkt, lässt aber auch Interpretationen zu, die bei einem durchgängigen Konzept eher untergegangen wären. Somit sind die Charaktere vielfältig und breit gefächert, sodass man viele verschiedene Sichten hat und sich durch Kleinigkeiten (auch aus anderen Perspektiven) ein Bild von ihnen macht.
2,0/2,0 Punkten

Der Plot/Der Geschichtsverlauf:
Dieser Band (wenn auch nicht der ursprüngliche erste Band aus dieser Reihe), hält viele Wendungen bereit. Viele Schicksalsschläge, die die Charaktere prägen. Viele Momente, in denen auch der Leser dazu aufgefordert wird zu überlegen. Dementsprechend ist diese gesamte Reihe nicht nur gute Unterhaltung, sondern auch etwas fürs Köpfchen. Durch diese Kombination wird einem schon alleine nicht durch die Actionszenen langweilig. Oben erwähnte ich schon, dass die Figuren sich abwechseln. Es ist nicht so, dass jeder noch so kleine Schritt dokumentiert wird, sondern es werden von bestimmten Elementen erzählt, die die Figur brauchen um an sich zu wachsen oder an sich zu scheitern.
2,0/2,0 Punkten

Der Aufbau/Die Nachvollziehbarkeit:
Mit den verschiedenen Figuren (wo so mancher vielleicht den Überblick verlieren mag), die sich auch durch Kleinigkeiten auszeichnen und somit zu lebendigen Figuren werden, bleibt der Plot nicht stehen und baut sich somit Stück für Stück auf. Details werden in ein anderes Licht gerückt, sodass man andere Sichtweisen erkennt oder kleine Merkmale herausbekommt, die bei einer Figur anders ausgeprägt ist wie bei den Mitprotagonisten.
1,5/2,0 Punkten

Fazit:
Mit 9,0 von 10,0 Punkten vergebe ich all denjenigen die Leseempfehlung, die nicht nur die Serie seit Ende der 80iger Jahre mitverfolgen, sondern die auch durch den Game of Throns Erfindern einmal neue Wege einschlagen wollen. Denn gewiss ist, dass dieses Gemeinschaftsprojekt mehr ist als ein aufgeschriebenes Rollenspiel. Es sagt vieles aus, über was der Leser nachdenken kann und unterhält hierbei ebenso gut wie Fragen zu stellen.

Die neuen X-Men

Von: ralfreitze Datum : 27.10.2015

https://feinerbuchstoff.wordpress.com/

Erst einmal: Das ist KEIN neues Buch von George R.R. Martin, auch wenn dieser prominent in dicken Lettern vorne auf dem Buchtitel steht. Doch: Wer dieses Buch kauft, wird es nicht bereuen!

Wild Cards ist eine Serie von Science Fiction Geschichten mehrerer US-amerikanischer Autoren, von denen George Martin zurzeit eben der bekannteste ist. Sein Beitrag in dem Buch beschränkt sich auf 40 Seiten und ist noch nicht einmal der beste Beitrag. Hauptsächlich wird die Serie doch unter anderem von ihm herausgegeben, insofern steht sein Name vielleicht doch zu Recht vorneweg.

Dieser Band ist der erste der sogenannten neuen Generation der Wild Cards, nachdem Tor Books die Rechte an der Serie aufgekauft hat. Neun Autoren haben daran mitgewirkt, deren Stile sich aber wunderbar ergänzen und es sind KEINE Kurzgeschichten sondern ein abgeschlossener Roman.


Worum geht es? Nach der Freisetzung eines außerirdischen Virus starben 90% der Erdbevölkerung, die anderen haben entweder mehr oder weniger abstoßende Mutationen (Hundeköpfe etc.) oder sind sogenannte Asse mit Superkräften (und sind zusätzlich von Mutationen entstellt). Diese manchmal sinnlosen Kräfte entwickeln sich im Verbund mit anderen Assen zu nützlicheren Fähigkeiten. So ist z. B. ein Mensch, dessen Körper sich komplett in Wespen verwandeln lässt, als Angriffskraft nicht sehr stark, als millionenfacher Augenspion jedoch sehr nützlich.

Dieses Konzept der verschiedenen wahllosen Mutationen wurde schon bei Marvels X-Men, oder im französischen Comic von Arleston auf dem Planeten Troy thematisiert, hier ist eine typisch amerikanische Note, das Showbiz, eingepflegt. Wie bei den X-Men kämpfen die Menschen mit ihren Fähigkeiten und wissen sie nicht so recht und sinnvoll einzusetzen. American Heroes ist die amerikanische Supershow, die das beste Ass küren soll, vier Parteien, Pik, Herz, Kreuz und Karo mit jeweils sieben Mitstreitern kämpfen um die Krone, die nur ein Ass erhalten kann. Die Fernsehkamera ist immer dabei. Zeitgleich wird in Ägypten derweil der Kalif von einem Ass ermordet, was zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen führt.

Die verschiedenen Autoren erzählen aus den Perspektiven der verschiedenen Asse, die anfangs in der Fernsehshow kämpfen. Die Ausgeschiedenen beziehen die ‘Luschenvilla’, die nach und nach immer voller wird und wo es zu Reibereien kommt. Interessant sind die Innenansichten der Asse, die mental mit der Beherrschung ihrer Superkräften kämpfen, teilweise noch Teenager sind und recht unsicher mit dem Umgang mit anderen. Es bilden sich Liebschaften, Streitigkeiten und manchmal recht skurrile Kämpfe untereinander und die Kamera ist immer dabei.

“Wir sind die coolen Typen. Die Helden. Wir werden gefeiert. Und nicht wegen dem, was wir denken oder was wir machen. Sondern wegen dem, was wir sind. Ich glaube es gibt kein schlimmeres Gift. Gefeiert – oder verdammt – zu werden wegen dem, was man ist, nicht wer man ist. Wir sind Asse. Und manche von uns sind kleine Arschlöcher. Und manche von uns sind anmaßende Großkotze. Manche von uns können mit den Herausforderungen über sich hinauswachsen, andere können das nicht.”

Nach einiger Zeit wird der Bürgerkrieg in Ägypten interessanter als die Show und viele Asse sehnen sich danach, etwas Sinnvolles mit ihrer Zeit anzufangen.

Den Autoren ist eine interessante Fortsetzungsgeschichte gelungen, in der die Stile zwar unterschiedlich sind, sich aber insgesamt sehr gut ergänzen. Hauptaugenmerk in dem Buch ist eher eine bunte comicartige Darstellung – keine fundierte literarische Gesellschaftsbetrachtung. Doch nur Krach, Bumm, Peng (gerade im zweiten Teil verstärkt) ist es nun auch nicht, die einzelne Charakterisierung geht wesentlich tiefer. Amazing Bubbles bei der Diskussion mit Curveball über ihr Erscheinungsbild:

“Du hast über tonnenweise E-mails von Schwulen und Lesben bekommen. Die meisten von Ihnen möchten sich bei Dir bedanken, dass Du so ein tolles Vorbild bist – und manche möchten auch Dinge mit Dir tun, die bestimmt in allen fünfzig Bundesstaaten verboten sind. Sie sind total begeistert davon, dass du nicht verheimlicht hast, dass Du lesbisch bist. Und dass Du keinen Hehl daraus gemacht hast, dass Du etwas von Tiff willst. So sieht ein Vorbild aus. Und das ist ziemlich heldenhaft.”

Über die Kritik, die sich vereinzelt regt, dass dieses Buch ja mitten in der Serie anfängt und nicht Buch eins, sondern strenggenommen Buch achtzehn ist: Ich habe die früheren Bände nicht gelesen, man muss das auch nicht um hier neu anzufangen. Man erhält ein spannendes, witziges, knallbuntes und manchmal auch nachdenkliches Comic-Buch (ohne Bilder), das einfach Spaß macht und über die verschiedentlich auftretenden Holprigkeiten hinwegsehen lässt.

Wild Cards, Das Spiel der Spiele

Von: Büchernerd Datum : 30.08.2015

buechernerd.blogspot.de/

Allgemeines:
Titel: Wild Cards: Das Spiel der Spiele
Originaltitel: Wild Cards 1. Inside Straight
Autoren: George R.R. Martin et. al.
Übersetzer: Simon Weinert
Verlag: Penhaligon
Quelle (gilt ebenso für Cover und Klappentext)


Einleitung:
Als es neu raus kam entdeckte ich es im Bücherregal, das Cover sprach mich an und der Klappentext klang auch nicht schlecht. Ein paar Tage später fand dann eine Lesenacht bei Ines statt, wobei das Buch von min. 2 Teilnehmern gelesen wurde und beide begeistert waren. So landete es dann auf meiner Wunschliste. An meinem Geburtstag war dann auch dieses Buch dran und mittlerweile habe ich es dann auch gelesen.

Cover:
(Der rote Aufkleber ist leider auch auf meinem Exemplar aufgeklebt)
An sich finde ich das Cover erst mal sehr gut. Es hat irgendwie einen Spannung erregenden Charme und kann mich begeistern.
Abgebildet ist ein Charakter, der zwar sehr wichtig ist, allerdings erst nach ca. dem ersten Drittel wirklich in Erscheinung tritt. Vielleicht hätte man hier einen Charakter wählen können, der das ganze Buch über präsent ist aber das ist wahrscheinlich auch ein bisschen Geschmackssache.
Schade fand ich allerdings, dass Lohengrin auf den Cover mit fast schwarzen Haaren abgebildet ist, im Buch selbst allerdings mit blonden Haaren beschrieben wird. Dies hat leider nicht wirklich zusammen gepasst.

Inhalt:
"Seit sich in den Vierzigerjahren das Wild-Card-Virus ausgebreitet hat und Menschen mutieren lässt, gibt es neben den normalen Menschen auch Joker und Asse. Joker weisen lediglich körperliche Veränderungen auf, während Asse besondere Superkräfte besitzen. Da ist zum Beispiel Jonathan Hive, der sich in einen Wespenschwarm verwandeln kann, oder Lohengrin, der eine undurchdringliche Rüstung heraufbeschwört. Doch wer ist Amerikas größter Held? Diese Frage soll American Hero, die neueste Casting Show im Fernsehen, endlich klären. Für die Kandidaten geht es um Ruhm und um so viel Geld, dass sie beinahe zu spät erkennen, was wahre Helden ausmacht."

Anfangs dreht es sich, ein kleines Unterkapitel ausgenommen, nur um die Fernsehshow und ihre Teilnehmer. Hierbei wechselt stets die Erzählperspektive, was auf eine gelungene Art und Weise geschieht.
Den Teil fand ich jetzt nicht schlecht, hatte etwas von aufgeschriebenem „Reality TV“ war aber doch ein bisschen besser als selbiges.
Danach fing dann langsam die richtige Handlung an, wobei man dort als Leser immer schon eine grobe Vorahnung hat, was als nächstes passiert, auch wenn man dazu noch nichts genaues weiß bzw. erahnen kann.
Es gibt immer wieder kleine Überraschungen aber insgesamt empfand ich die Story ab ca. der Hälfte des Buches relativ linear, da es keine großen Plottwists mehr gab.
Insgesamt war die Idee aber mal was anderes und auch insgesamt sehr gut geschrieben, wodurch auch nicht groß aufgefallen ist, dass das Buch von mehreren Autoren geschrieben wurde.

Charaktere:
Ich werde mal nicht auf die einzelnen Charaktere eingehen, da es allein durch die Show so einige gab. Insgesamt waren aber die verschiedensten Charaktere mit verschiedener Tiefe präsent. Teilweise beruhten sie zwar auf Archetypen aber durch den Mix hat es sich wieder ausgeglichen. Manche hatten noch ein paar mehr Geheimnisse als man eigentlich vermutet hätte.
Durch ihre Fähigkeiten als Asse waren die Charaktere alle einzigartig und auch die anderen wichtigen Charaktere die keine Asse waren, hatten meist ihre eigene Geschichte.
Was mir beim Lesen nicht direkt aufgefallen ist, ich jetzt aber beim Schreiben merke, ist dass es kaum Charaktere von außerhalb gibt.
Mehr Details im Spoiler:
Als sie am Ende in Ägypten sind und ca. 1 Million Leute Bugsys Blog lesen, machen sich natürlich nur die Asse aus der Gameshow auf den Weg und kein anderes Ass aus Amerika oder von irgendwo anders. Ist dies wirklich so unrealitisch? Ich denke, dass sich da wohl auch der eine oder andere mit solchen Fähigkeiten angeschlossen hätte. Schade, dass diese Chance nicht genutzt wurde. Aber vielleicht sehe ich das ja auch nur so und ihr seht das anders?

Kritik:
Die Problematik der „Isolation“ der Charaktere habe ich ja eben schon beschrieben.
Hinzu kam, dass es fast ganz am Anfang ein Kapitel gab, welches auf den nächsten 200 Seiten genau nichts mit der Handlung zu tun hatte und komplett aus dem Kontext gerissen schien. Ab der Mitte des Buches fügt es sich dann zwar doch wieder zusammen aber bis dahin hat es sich ein bisschen komisch angefühlt, da man nicht wusste, was dieses Kapitel bezwecken soll. Ist aber eher nur leichte Kritik.
Insgesamt hätte es aber am Anfang gerne schon ein bisschen mehr Dampf haben können, auch wenn dies großteils durch den gelungenen Stil überdeckt wurde.

What else?:
Ich musste feststellen, dass dieser „erste Band“ egtl. bereits der 18. ist, welcher durch ein Revival der Serie entstanden ist. Man merkt es der Geschichte zwar nicht an und es lässt sich super ohne das Vorwissen lesen, dennoch finde ich es irgendwie befremdlich, mit dem 18. Band zu beginnen, da sich die Autoren ja wohl doch irgendwas dahinter gedacht haben und seien es auch nur irgendwelche Anspielungen, die man jetzt dadurch überliest.
Ich finde es also insgesamt eher unschön, kann aber an der Entscheidung des Verlags natürlich nichts ändern. Ob es einen stört oder nicht, muss wohl jeder selbst wissen.

Fazit:
An sich ein sehr schön zu lesendes Buch, welches mich vor allem am Ende begeistern konnte, auch wenn es dort einen kleinen Kritikpunkt gab.
Abzüge gibt es für den Anfang, an dem es ein bisschen entspannter zugeht und die nach meinem Empfinden relativ lineare Handlung.
Insgesamt also ein sehr gutes Buch, mit leichten Schönheitsfehler.
Somit ergibt sich die Wertung:
4 von 5 Punkte mit einem dicken Plus

Wild Cards, Das Spiel der Spiele

Von: Büchernerd Datum : 30.08.2015

buechernerd.blogspot.de/

Allgemeines:
Titel: Wild Cards: Das Spiel der Spiele
Originaltitel: Wild Cards 1. Inside Straight
Autoren: George R.R. Martin et. al.
Übersetzer: Simon Weinert
Verlag: Penhaligon
Quelle (gilt ebenso für Cover und Klappentext)


Einleitung:
Als es neu raus kam entdeckte ich es im Bücherregal, das Cover sprach mich an und der Klappentext klang auch nicht schlecht. Ein paar Tage später fand dann eine Lesenacht bei Ines statt, wobei das Buch von min. 2 Teilnehmern gelesen wurde und beide begeistert waren. So landete es dann auf meiner Wunschliste. An meinem Geburtstag war dann auch dieses Buch dran und mittlerweile habe ich es dann auch gelesen.

Cover:
(Der rote Aufkleber ist leider auch auf meinem Exemplar aufgeklebt)
An sich finde ich das Cover erst mal sehr gut. Es hat irgendwie einen Spannung erregenden Charme und kann mich begeistern.
Abgebildet ist ein Charakter, der zwar sehr wichtig ist, allerdings erst nach ca. dem ersten Drittel wirklich in Erscheinung tritt. Vielleicht hätte man hier einen Charakter wählen können, der das ganze Buch über präsent ist aber das ist wahrscheinlich auch ein bisschen Geschmackssache.
Schade fand ich allerdings, dass Lohengrin auf den Cover mit fast schwarzen Haaren abgebildet ist, im Buch selbst allerdings mit blonden Haaren beschrieben wird. Dies hat leider nicht wirklich zusammen gepasst.

Inhalt:
"Seit sich in den Vierzigerjahren das Wild-Card-Virus ausgebreitet hat und Menschen mutieren lässt, gibt es neben den normalen Menschen auch Joker und Asse. Joker weisen lediglich körperliche Veränderungen auf, während Asse besondere Superkräfte besitzen. Da ist zum Beispiel Jonathan Hive, der sich in einen Wespenschwarm verwandeln kann, oder Lohengrin, der eine undurchdringliche Rüstung heraufbeschwört. Doch wer ist Amerikas größter Held? Diese Frage soll American Hero, die neueste Casting Show im Fernsehen, endlich klären. Für die Kandidaten geht es um Ruhm und um so viel Geld, dass sie beinahe zu spät erkennen, was wahre Helden ausmacht."

Anfangs dreht es sich, ein kleines Unterkapitel ausgenommen, nur um die Fernsehshow und ihre Teilnehmer. Hierbei wechselt stets die Erzählperspektive, was auf eine gelungene Art und Weise geschieht.
Den Teil fand ich jetzt nicht schlecht, hatte etwas von aufgeschriebenem „Reality TV“ war aber doch ein bisschen besser als selbiges.
Danach fing dann langsam die richtige Handlung an, wobei man dort als Leser immer schon eine grobe Vorahnung hat, was als nächstes passiert, auch wenn man dazu noch nichts genaues weiß bzw. erahnen kann.
Es gibt immer wieder kleine Überraschungen aber insgesamt empfand ich die Story ab ca. der Hälfte des Buches relativ linear, da es keine großen Plottwists mehr gab.
Insgesamt war die Idee aber mal was anderes und auch insgesamt sehr gut geschrieben, wodurch auch nicht groß aufgefallen ist, dass das Buch von mehreren Autoren geschrieben wurde.

Charaktere:
Ich werde mal nicht auf die einzelnen Charaktere eingehen, da es allein durch die Show so einige gab. Insgesamt waren aber die verschiedensten Charaktere mit verschiedener Tiefe präsent. Teilweise beruhten sie zwar auf Archetypen aber durch den Mix hat es sich wieder ausgeglichen. Manche hatten noch ein paar mehr Geheimnisse als man eigentlich vermutet hätte.
Durch ihre Fähigkeiten als Asse waren die Charaktere alle einzigartig und auch die anderen wichtigen Charaktere die keine Asse waren, hatten meist ihre eigene Geschichte.
Was mir beim Lesen nicht direkt aufgefallen ist, ich jetzt aber beim Schreiben merke, ist dass es kaum Charaktere von außerhalb gibt.
Mehr Details im Spoiler:
Als sie am Ende in Ägypten sind und ca. 1 Million Leute Bugsys Blog lesen, machen sich natürlich nur die Asse aus der Gameshow auf den Weg und kein anderes Ass aus Amerika oder von irgendwo anders. Ist dies wirklich so unrealitisch? Ich denke, dass sich da wohl auch der eine oder andere mit solchen Fähigkeiten angeschlossen hätte. Schade, dass diese Chance nicht genutzt wurde. Aber vielleicht sehe ich das ja auch nur so und ihr seht das anders?

Kritik:
Die Problematik der „Isolation“ der Charaktere habe ich ja eben schon beschrieben.
Hinzu kam, dass es fast ganz am Anfang ein Kapitel gab, welches auf den nächsten 200 Seiten genau nichts mit der Handlung zu tun hatte und komplett aus dem Kontext gerissen schien. Ab der Mitte des Buches fügt es sich dann zwar doch wieder zusammen aber bis dahin hat es sich ein bisschen komisch angefühlt, da man nicht wusste, was dieses Kapitel bezwecken soll. Ist aber eher nur leichte Kritik.
Insgesamt hätte es aber am Anfang gerne schon ein bisschen mehr Dampf haben können, auch wenn dies großteils durch den gelungenen Stil überdeckt wurde.

What else?:
Ich musste feststellen, dass dieser „erste Band“ egtl. bereits der 18. ist, welcher durch ein Revival der Serie entstanden ist. Man merkt es der Geschichte zwar nicht an und es lässt sich super ohne das Vorwissen lesen, dennoch finde ich es irgendwie befremdlich, mit dem 18. Band zu beginnen, da sich die Autoren ja wohl doch irgendwas dahinter gedacht haben und seien es auch nur irgendwelche Anspielungen, die man jetzt dadurch überliest.
Ich finde es also insgesamt eher unschön, kann aber an der Entscheidung des Verlags natürlich nichts ändern. Ob es einen stört oder nicht, muss wohl jeder selbst wissen.

Fazit:
An sich ein sehr schön zu lesendes Buch, welches mich vor allem am Ende begeistern konnte, auch wenn es dort einen kleinen Kritikpunkt gab.
Abzüge gibt es für den Anfang, an dem es ein bisschen entspannter zugeht und die nach meinem Empfinden relativ lineare Handlung.
Insgesamt also ein sehr gutes Buch, mit leichten Schönheitsfehler.
Somit ergibt sich die Wertung:
4 von 5 Punkte mit einem dicken Plus

Enttäuschend

Von: wassollichlesen Datum : 26.07.2015

www.wassollichlesen.blogspot.de

Wir kennen und lieben sie alle: X-Men, Avengers oder einfach abgefahrene Superhelden wie Wolverine, Spiderman oder Iron Man (okay, der ist vor allem clever und ziemlich cool).

Als ich den Klappentext gelesen habe, dachte ich "Wow, eine Castingshow für Superhelden in spe, das klingt interessant und vor allem kreativ". X-Men meets das Supertalent (mir fällt gerade kein besseres Beispiel ein..) Und dann auch noch herausgegeben von George R.R. Martin, der mir gezeigt hat, dass auch eine in einer Art Mittelalter spielende Story gar nicht schlecht sein muss. Jedenfalls im Fernsehen. Gelesen habe ich ehrlich gesagt keins seiner Bücher aus der "Das Lied von Feuer und Eis"- Reihe. Und auch keins der "Wild Cards"- Reihe. Ich bin also völlig unbelastet an das Buch gegangen.
Und das Buch beginnt auch innovativ, nämlich mit einem Blog-Eintrag von einem der Kandidaten, der hauptberuflich Journalist ist. Im Verlauf der Geschichte wird es mehrere davon geben. Zunächst werden die Kandidaten und die Teams, in denen sie gegeneinander antreten, vorgestellt. Ich mag solche "Vorstellrunden". Außerdem gibt es gesellschaftskritische Aspekte, die mir sehr gut gefallen haben und sehr zutreffend sind. Fast schon satirisch. Das sind dann aber auch schon alle positiven Aspekte, die ich in dem Buch finden konnte.

Die Sprache ist einfach gehalten. Ebenso die Fähigkeiten der vermeintlichen Superhelden. Die sind nämlich eher absurd und langweilig. Die Charaktere, wenn man sie denn so nennen möchte, sind an sich ziemlich flach. Es fehlt an allen Ecken und Enden an Charme. Dazu kommt eine Story, die völlig vorhersehbar ist. Und auch noch kitschig und pathetisch. Ich habe schlicht und ergreifend etwas anderes erwartet. Ich habe mehr erwartet. Mehr Spannung. Und vor allem mehr Kreativität. Zumindest Kreativität, die mir zusagt. Die Möglichkeiten in solch einem "Helden-Universum" sind doch eigentlich unermesslich (siehe Marvel). Vielleicht bin ich auch einfach nicht die Zielgruppe für so ein Buch. Vielleicht sollte ich einfach bei Thrillern bleiben.. Aber unterm Strich hat mich das Buch eher an FreeTVNachmittagsprogramm erinnert, als an einen Kinoabend mit den Avengers. In 3D.

Fazit

Im Buch "Die Romantherapie" wird unter anderem ein Leseleiden beschrieben, das sich dadurch äußert, dass der Leser das Buch, sei es auch noch so schlecht, nicht auf Seite legen kann und zu Ende lesen muss. Koste es, was es wolle. Dieses "Syndrom" hat mich hier wohl ereilt.
Das Buch hat mich von vorne bis hinten enttäuscht. Punkt. An dem Buch bzw. an den Geschichten haben viele Autoren gearbeitet. Da passt in meinen Augen der gute, alte Spruch "Viele Köche verderben den Brei" ganz gut.

Toller Auftakt einer Reihe, aber es ist noch ein bisschen Luft nach oben offen!

Von: Sophies Bücherwelt Datum : 20.07.2015

https://www.youtube.com/channel/UC28Rf-fYthYm1_l5tu5ClYA

Wild Cards – Das Spiel der Spiele
Autoren: Daniel Abraham, Melinda M. Snodgrass, Carrie Vaughn, Michael Cassut, Caroline Spector, John Jos. Miller, George R.R. Martin, Ian Gregillis, S.L Farrell
Erscheinungsdatum: 25. August. 2014
Verlag: Penhaligon Verlag
Seitenanzahl: 544 Seiten
Inhalt: Seit sich in den Vierzigerjahren das Wild-Card-Virus ausgebreitet hat und Menschen mutieren lässt, gibt es neben den normalen Menschen auch Joker und Asse. Joker weisen lediglich körperliche Veränderungen auf, während Asse besondere Superkräfte besitzen. Da ist zum Beispiel Jonathan Hive, der sich in einen Wespenschwarm verwandeln kann, oder Lohengrin, der eine undurchdringliche Rüstung heraufbeschwört. Doch wer ist Amerikas größter Held? Diese Frage soll American Hero, die neueste Casting Show im Fernsehen, endlich klären. Für die Kandidaten geht es um Ruhm und um so viel Geld, dass sie beinahe zu spät erkennen, was wahre Helden ausmacht.
Cover: 5 Herzchen
Also das Cover gefällt mir wieder einmal sehr gut. Es spricht einen an und es macht einen neugierig auf den Inhalt.
Geschichte: 4 Herzchen
Zuerst kannte ich mich bei dem Erzählten nicht aus. Doch nach ein paar Seiten hatte ich so halb den Durchblick.
Die Idee der Geschichte gefällt mir wirklich sehr gut, aber bei der Umsetzung habe ich ein paar Sachen zu bemängeln. Das erste ist, dass ich finde, dass die Kapitel viel zu lange sind. Ich habe nichts gegen längere Kapitel doch diese waren mir zu extrem lange. Außerdem wurden oft Sachen beschrieben, von denen ich keinen Schimmer hatte und wenn diese Beschreibungen dann über ein paar Seiten gehen, dann beginnt man sich ein bisschen zu langweilen.
Ich fand es außerdem schade, dass nicht so viel von der Fernsehshow berichtet wurde, denn das war eigentlich das Thema was mich interessiert hat. Der andere Erzählstrang hat mich nach der Zeit auch interessiert, doch trotzdem wollte ich mehr von der Show im Buch haben.
Figuren: 4 Herzchen
Es ist schwer etwas zu den Figuren zu sagen, dass es so viele gibt. Deshalb gehe ich auf keinen direkt ein. Im Großen und Ganzen war jeder Charakter interessant auf seine eigene Weise. Und es war wirklich spannend sie alle kennen zu lernen und hinter ihre Köpfe blicken zu können. Ich finde es überragend, welche Fähigkeiten sich die Autoren ausgedacht haben und kann dafür nur meinen imaginären Hut ziehen.
Blöd fand ich nur, dass ich mit den vielen Namen oft durcheinander kam oder erst gar nicht wusste von wem gesprochen wird, weil fast jede Figur zwei Namen hat.

Spannung: 4 Herzchen
Die Spannung hat nie wirklich einen Höhepunkt finde ich persönlich. Oft fand ich aber, dass es sehr zäh war und man musste sich wirklich durch die Seiten quälen.
Eigentlich bin ich eine schnelle Leserin doch bei diesem Buch brauchte ich für meine Verhältnisse wirklich lange.
Fazit: 4 Herzchen
Toller Auftakt einer Reihe, aber es ist noch ein bisschen Luft nach oben offen!

The World's next SUPERHERO!

Von: Weinlachgummi Datum : 11.07.2015

weinlachgummis.blogspot.de/

Die besten Geschichten beginnen mit" Einmal waren wir total besoffen, und....." Seite 257

Gekauft habe ich es weil das Marketing mit dem Namen Georg R. R. Martin auf dem Buch bei mir gut funktioniert, und weil ich den Herrn auf dem Bild sehr ansprechend fand. Das es ein Science-Fiction Roman ist, der von vielen unterschiedlichen Autoren geschrieben wurde und Georg R. R. Martin nur einer von vielen ist, war mir vorher klar. Doch da ich dem Genre nicht so viel abgewinne kann, hat es fast 1 Jahr gedauert bis ich zum lesen kam und dies auch nur, weil nun Band 2 raus kommt. Ich bereue, so lange mit dem lesen gewartet zu haben, das Buch hat mir überraschend gut gefallen.

Ich glaube, es gibt kein schlimmeres Gift. Gefeiert - oder verdammt - zu werden wegen dem, was man ist, nicht wer man ist. Seite 538

Dass das Buch von verschiedenen Autoren geschrieben ist fällt zwar auf, aber nicht so stark wie ich vermutet hätte. Es gab aber für mich auch Unterschiede, von manchen habe ich nicht so gerne gelesen. Ob dies aber an dem Schreibstil oder der Person, der der Autor leben ein gehaucht hat liegt, kann ich schlecht sagen. Lange hat mir ein Sympathie Träger gefehlt, jemanden den ich mögen kann. Doch dann tauchte endlich die Sahneschnitte vom Cover auf und ich mochte ihn gleich. Nicht nur weil er ein ehrenwerter Ritter aus Deutschland ist, sondern auch noch weil seine Kapitel von Georg R. R. Martin geschrieben werden. Welch ein Zufall, ganz nebenbei erkenne ich charakterliche Merkmale von Ned Stark wieder.

Manchmal geht es vielleicht einfach bloß darum, dass man einen denkwürdigen Abgang hinlegt. Seite 12

Leider hatte ich ein bissl das Gefühl mir würde etwas fehlen, da es sich um Band 20 einer Reihe handelt ist dies aber kein großes Wunder. Personen und Ereignisse werden als gegeben dargestellt, so als wüsste doch jeder was da passiert ist bzw. er dies und jenes ist. Nun, ich leider nicht. Die 3 Bänder 20, 21, 22 sollen auch unabhängig zu den anderen zu lesen sein, dies finde ich zwar grob schon, aber es fehlt mir trotzdem etwas.

Zu Beginn geht es stark um die Casting Show "American Hero" aber später tritt der Ägypten Konflikt stark in den Vordergrund. Leider muss ich zu meiner Schade sagen, dass mir zu erst die Casting Show gefehlt hat, mit der ganzen Ägypten Sache konnte ich zu erst wenig anfangen. Doch dann hat Jonathan Hive es geschafft mir deswegen ein schlechtest Gewissen zu machen und ich habe mich mehr mit den Geschehnissen in Ägypten auseinander gesetzt und gegen Ende hat mir auch dieser Handlungsstrang gefallen.


Fazit:
Das Buch hat eine ganz tolle Botschaft,
ich mag es wenn Bücher nicht nur unterhalten sondern auch den Leser zum Reflektieren bringen.
Ich lese eigentlich kein Science-Fiction, doch hier hat es mir gefallen.

Ein Ass entdeckt

Von: Denise Datum : 02.07.2015

leserattespencer.blogspot.de/

Wer R.R.Martin sucht wird feststellen, dass er den geringsten Schreibanteil an dem Buch hat und eher die Rolle des Herausgebers einnimmt. Ich finde, dass kann man gut verschmerzen, denn die Autoren, welche an dem Buch gearbeitet haben, verstehen ebenfalls ihr Handwerk und hey, vielleicht besteht die Chance, dass der Leser nicht 100 Jahre auf eine Fortsetzung warten muss, sondern dass es hier zügig voran geht…Wer kennt es nicht das Schreibtempo von R.R.Martins. Eine Katastrophe, vor allem für Fans vor der Fernsehserie.

Ich muss sagen, die wechselnden Autoren haben mir besonders gut gefallen. Es ist einfach mal was Neues. Beim voranschreiten des Buches ist mir dann aber gar nicht mehr aufgefallen, dass es variiert und ich hatte habe nicht einmal mehr auf die Namen geschaut. Ich war mit allen zu frieden. Da ich das ganze politische Drumherum auch sehr spannend fand habe ich mich auch bis zum Schluss nicht gelangweilt, sondern das Buch konnte mich von der ersten bis zur letzten Seite gut unterhalten.

Mir hat die Geschichte also wirklich gut gefallen. Ich mochte die versteckten kritischen Botschaften, die sich in diesem Buch befanden.
Es stand immer wieder die Frage im Raum, "Was einen zu einen Helden macht?" und wie weit muss man gehen, um ein Held zu werden. Falls man überhaupt einer werden will.
Außerdem habe ich einen totalen Fable für Superhelden und erst recht für solche die gar nicht genau wissen ob sie welche sein wollen oder eine so verkorkste Art haben dass sie besser keine wären. In diesem Buch findet man wirklich jede Art von Held, aber natürlich alle mit den wunderbaren Schwächen die auch die normalen Menschen so ausmachen. Das Buch ist voller Helden, Antihelden und Leuten, die gerne eins von beiden wären. Es gibt eine sehr vielfältige Anzahl von Charakteren. Einige von ihnen sind besser bzw. mehr ausgearbeitet als die Anderen, aber das lässt Platz für die darauf folgenden Bücher bzw. gibt es ja schon eine ganze Reihe an Büchern und Spielen und bald auch eine Serie und und und. Die Superhelden mit ihren individuellen Fähigkeiten fand ich eigentlich fast alle recht amüsant. Da sind einige richtige unsympathische Typen bei. Echt herrlich.
Am liebsten mochte ich aber Jonathan Hive. Vor allem seine Blog Einträge, welche man zwischendurch immer wieder findet, fand ich total genial gemacht.



Fazit: Ich muss sagen ich war ein bisschen schockiert als ich festgestellt habe wie viele negative Rezensionen das Buch enthalten hat. Mich hat es von seiner ersten Seite an in seinen Bann gezogen, aber ich bin auch ein großer Superheldenfan und Antihelden mag ich sogar noch viel lieber… Bin mal gespannt ob es dazu wirklich bald eine Serie geben wird

Nicht nur für Fans von George R.R. MArtin!

Von: Fräulein Lesen Datum : 30.06.2015

fraeuleinlesen.blogspot.de

Inhalt
Seit sich in den Vierzigerjahren das Wild-Card-Virus ausgebreitet hat und Menschen mutieren lässt, gibt es neben den normalen Menschen auch Joker und Asse. Joker weisen lediglich körperliche Veränderungen auf, während Asse besondere Superkräfte besitzen.

Der Großteil der islamischen Länder Arabiens hat sich zu einem Kalifat zusammengeschlossen. Offenbar ist dem britischen Geheimdienst daran gelegen, einen neuen Kalifen an die Macht zu bringen, denn eines seiner Agentenasse verübt in Bagdag einen Mordanschlag auf den derzeitigen Herrscher. Die Tat wird Jokerterroristen in die Schuhe geschoben. Die Joker Ägyptens haben den Glauben an das antike ägyptische Pantheon wiederbelebt und sind den Islamisten ohnehin ein Dorn im Auge. Jetzt kommt es zu zahlreichen Übergriffen auf sie.

Währenddessen startet in den USA die Castingshow American Hero. In speziell inszenierten Prüfungen müssen die Kanditaten ihre Heldenhaftigkeit unter Beweis stellen, und nach jeder Aufgabe sitzt eine Promi-Jury Gericht. Das Siegerteam bleibt ungestraft, die anderen Mannschaften sind gezwungen, eines ihrer Mitglieder rauszuwählen, bis am Ende der American Hero übrig bleibt. Doch ist er ein wahrer Held?
Meinung
Direkt zu Anfang muss ich sagen, dass ich an diesem Buch etwas länger gelesen habe. Viele denken irrtümlicherweise dieses Buch wäre von George R.R. Martin geschrieben worden, doch dieser hat es nur herausgegeben und ein Kapitel geschrieben. Generell sind an diesem Buch insgesamt 28 Autoren beteiligt und manche von ihnen dürften ein oder zwei Kapitel schreiben. Jedes Kapitel wird aus der Sicht einer anderen Person erzählt und davon kommen hier ganz schön viele vor. Allein die Show American Hero hatte sehr viele Teilnehmer und die waren nicht die einzigen, die eine wichtige Handlung in der Geschichte hatten. Das hat mich leider oft durcheinander gebracht. Dieses Buch hat ein paar wirklich sehr einprägsame Charaktere, von denen ich schnell ein klares Bild im Kopf hatte und die auch so schnell nicht mehr für mich verschwanden, aber die fehlen Nebenfiguren, die manchmal auch ein sehr langes Kapitel für sich hatten, blieben für mich undurchsichtig und ich konnte mir nicht mal wirklich ihre Namen oder ihre Kräfte merken. Das Buch steigt mit der Casting-Show American Hero ein, die ich wirklich interessant fand und die mich an Big Brother erinnert. Für mich hatte das Buch zwei Teile. Der erste bestand aus American Hero und widmete sich etwas politischen Ereignissen in Ägypten und der zweite spielte in Ägypten und widmete sich dann nur noch ab und zu der Casting-Show. Ab dem Teil, der in Ägypten spielt, ging es sehr stark um Politik, also um die Machtführung in Ägypten und die Verfolgung der Joker in Ägypten. Hier kamen dann auch nicht mehr ganz so viele Personen vor und wenigstens dieser Aspekt wurde für mich verständlicher. Das Einzige, was mich dann immer noch aus dem Lesen brachte, war der Wechsel der Autoren und somit des Schreibstils. Die Kapitel sind alle recht lang und man gewöhnt sich an einen Schriebstil und daran die Sicht eines gewissen Charakters zu haben, doch ich wurde nach jedem Kapitel wieder aus dem Konzept gebracht und musste eine Pause machen und mich dann neu einlesen. Manchmal wollte ich einfach nur wissen, wie es mit einer gewissen Person weitergeht, doch ihr Kapitel war zu Ende und man bekam ihre Geschichte nur noch durch andere Charaktere mit und manchmal dann nur noch am Rand. Das hat mich manchmal wirklich verrückt gemacht. Doch es soll hier jetzt nicht klingen als würde ich das Buch schlecht reden. Die Idee dahinter ist grandiös und sehr anspruchsvoll. Auf der einen Seite die Casting-Show, die erst unterhaltsam lesen lässt und dann immer mehr zum nachdenken anregt und dann auf der anderen Seite Ägypten und die politischen Geschehnisse, bei denen man genau lesen muss, um sie auch zu verstehen und bei denen man sich seine eigene Meinung bilden muss. Ein weiterer Grund warum ich lange an diesem Buch gelesen habe, war also auch, dass ich mich wirklich konzentrieren musste und mir selbst eine politische Meinung bilden musste. Natürlich hatte Geore R.R. Martin hier ein gutes Gespür und etwas Gutes veröffentlicht. Das Ende war natürlich nicht abgeschlossen und ich werde den zweiten Teil auf jeden Fall holen, weil ich wissen muss, wie es mit meinen Lieblingshelden weiter geht. Man weiß ja, dass George R.R. Martin gerne mal Lieblings-Charaktere sterben lässt! ;)

Fazit
Keine leichte Lektüre, aber es lohnt sich! Nicht nur für Fans von George R.R. Martin!

Konnte mich leider überhaupt nicht überzeugen

Von: Glitzerfees Buchtempel Datum : 19.06.2015

www.buchtempel.net

Inhalt:

Die Castingshow American Hero will den größten Helden finden. Es gibt einige Kandidaten dafür mit außergewöhnlichen Fähigkeiten. Wer wird dieser Held und bekommt somit viel Ruhm und Ansehen? Vielleicht Lohengrin, der eine undurchdringliche Rüstung heraufbeschwören kann? Oder doch Jonathan Hive, der sich in einen Wespenschwarm verwandeln kann? Man kann gespannt sein.

Meine Meinung:

An „Wild Cards – Das Spiel der Spiele“ haben neun Autoren mitgewirkt. Meiner Meinung nach einfach zu viele. Man merkt, dass jeder seinen eigenen Schreibstil hat. Was natürlich gut ist, da jeder individuell ist und man als Leser merkt, dass es eben verschiedene Autoren sind. Bei manchen habe ich aufmerksam gelesen, klebte an den Seiten. Die unterschiedlichen Charaktere fand ich sehr gut ausgearbeitet. Doch leider konnte mich die Mehrheit der Geschichte nicht fesseln. Ich habe automatisch unaufmerksamer gelesen, vielleicht somit auch wichtige Teile überlesen. Manchmal fand ich es sogar unheimlich langweilig und war kurz davor das Buch abzubrechen.

Wie ihr merkt, konnte mich „Wild Cards – Das Spiel der Spiele“ nicht überzeugen. Es begann alles mit einer Castingshow, als Leser lernt man die Personen mit ihren außergewöhnlichen Fähigkeiten kennen. Die Helden werden in Teams aufgeteilt und wohnen zusammen. Sie müssen Aufgaben bestehen und die Zuschauer sind natürlich dabei. Danach wurden immer wieder welche rausgewählt. Diese wohnten nach der Show ebenfalls zusammen.

Die Aufgaben, welche die Teams erfüllen mussten, waren manchmal spannend. Andere dagegen haben mich kaum interessiert und waren in meinen Augen bescheuert. Ich fand es sehr gut, wie die Fähigkeiten bei diesen Aufgaben zur Show gestellt wurden. Doch wirklich mitreißen konnte mich keiner dieser Aufgaben.

Gegen Ende hin wird es sehr politisch, auch wenn die Fähigkeiten dann wenigstens sinnvoll benutzt wurden. Es gab endlich einen richtigen Grund dafür. Hier wurde es natürlich etwas spannender. Doch in meinen Augen viel zu spät. Denn bis man da angekommen ist, befinden wir uns eben nur in einer Castingshow, die schon im realen TV langweilig und nervig sind.

Fazit:

„Wild Cards – Das Spiel der Spiele konnte mich leider nicht begeistern. Ich habe oft überlegt das Buch abzubrechen. Es gibt bestimmt viele Leser, denen es gefallen wird. Meinen Geschmack hat es leider nicht entsprochen.

Was macht Helden aus?

Von: Lisa Heß Datum : 19.06.2015

traeumenvonbuechern.blogspot.de/

Klappentext: Seit sich in den Vierzigerjahren das Wild-Card-Virus ausgebreitet hat und Menschen mutieren lässt, gibt es neben den normalen Menschen auch Joker und Asse. Joker weisen lediglich körperliche Veränderungen auf, während Asse besondere Superkräfte besitzen. Da ist zum Beispiel Jonathan Hive, der sich in einen Wespenschwarm verwandeln kann, oder Lohengrin, der eine undurchdringliche Rüstung heraufbeschwört. Doch wer ist Amerikas größter Held? Diese Frage soll American Hero, die neueste Casting Show im Fernsehen, endlich klären. Für die Kandidaten geht es um Ruhm und um so viel Geld, dass sie beinahe zu spät erkennen, was wahre Helden ausmacht.

Cover: Das Cover zeigt Lohengrin mit einer Spielkarte, auf der er abgebildet ist. Soll das seine "Wild Card" darstellen?

Meine Meinung: Das erste Mal habe ich "Wild Cards" bei einer LovelyBooks-Leserunde gesehen, mich aber nicht dafür beworben. Seitdem schleiche ich um dieses Buch herum, bis ich es jetzt vom Bloggerportal als Rezensionsexemplar bekommen habe.
George R. R. Martin ist übrigens nicht der Autor, sondern der Herausgeber des Buches. Es wurde von verschiedenen Autoren (unter anderem George R, R. Martin) geschrieben. Deshalb wird uns die Geschichte von verschiedenen Figuren erzählt, was Abwechslung in die Story bringt.
Im ersten Teil der Story begleiten wir die Protagonisten durch die Casting Show "American Hero". Diesen Teil fand ich sehr spannend und interessant, da man viel über die Gefühlswelt der Figuren erfährt und hinter die Kulissen amerikanischer Shows blicken kann.
Doch dann müssen sich die "Helden" einer wahren Herausforderung stellen und zeigen, dass sie echte Helden sind.
Der zweite Teil war zwar ebenfalls spannend, aber ich fand ihn leider ein bisschen zu kompliziert. Ich musste teilweise Seiten mehrmals lesen, um alles zu verstehen.
Die Figuren hatten alle ihre Stärken und Schwächen. Dadurch, dass die Geschichte aus der Sicht verschiedener Figuren erzählt wird, lernt man sie besser kennen, was mir sehr gut gefallen hat. Natürlich hatte ich meine Favoriten, aber davon erzähle ich euch nichts, ihr sollt euch ja eure eigene Meinung bilden.

Fazit: "Wild Cards" ist ein großartiges Buch darüber, was Helden ausmacht. Dadurch, dass mehrere Autoren beteiligt waren, ist es besonders interessant. Leider wurde es zum Ende etwas kompliziert.
4 von 5 Sternen!

Sehr gelungene Mischung aus Fantasy, Action und Superheldenstory

Von: Gabis Laberladen Datum : 12.06.2015

https://laberladen.wordpress.com/

Darum geht’s:

Der nach dem Ende des 2. Weltkrieges verbreitete Wild-Card-Virus verändert die Menschen. Viele sterben. Manche weisen körperliche Mutationen auf, man nennt sie die Joker und inzwischen sind sie überall anzutreffen. Wer Glück hat zieht ein Ass, bekommt besondere Fähigkeiten und kann sich z. B. in einen Wespenschwarm verwandeln, regeneriert sich auch von den schlimmsten Verletzungen innerhalb von Stunden oder teilt sich in immer mehr kleinere Ausgaben von sich selbst. Nun veranstaltet ein US-Fernsehsender eine Castingshow, in der der Beste unter ihnen, der “American Hero”, gefunden und mit einer Million Dollar belohnt werden soll. Doch nicht nur in dieser Fernsehshow, sondern auch an Krisenherden der Welt werden die speziellen Fähigkeiten der Asse gebraucht.

So fand ich’s:

Dieses Buch hat viele Autoren und der Herausgeber George R. R. Martin ist nur einer davon. Doch es ist keine Sammlung von Kurzgeschichten zum gleichen Thema, sondern erzählt eine fortlaufende Geschichte in Kapiteln, die eben von verschiedenen Autoren geschrieben wurden, aber trotzdem ein harmonisches Ganzes ergeben und gut ineinander greifen. Am Ende des Buches gibt es eine Übersicht, der Fantasie welchen Autors die einzelnen Helden entsprungen sind. Dieses Konzept war für mich neu und ich muss sagen, für meinen Geschmack ist dieses Experiment sehr gut gelungen.

Die Kandidaten der Superhelden-Show müssen in Teams verschiedene Aufgaben lösen, wobei sie ihre besonderen Fähigkeiten manchmal einsetzen können, manchmal aber auch nicht, sie müssen sich gegenseitig aus der Show herauswählen oder Allianzen bilden. Und die Kameras sind immer dabei. Das Ganze erinnert an die verschiedenen Shows, die auch üppig im deutschen Fernsehen geboten werden und da ich mich gerade mit „Promi Big Brother“ amüsiert habe, als ich das Buch las, fand ich jede Menge Dinge daraus sehr gut wiedergegeben. Dieses Fernsehformat wird dabei aber nicht verherrlicht, sondern die eine oder andere Maske fällt und man kann darüber schmunzeln oder sich tatsächlich kritisch damit auseinander setzen.

Obwohl es eine Gruppe von Personen gibt, auf die man sich konzentriert, statt durchgehend einem einzelnen Erzähler zu folgen, hatte ich überhaupt keine Probleme damit, die individuellen Perspektiven und Personen auseinander zu halten. Wahrscheinlich war es da sogar von Vorteil, dass mehrere Autoren am Werk waren, die sich auf ihre Figuren konzentrierten. Außerdem hilft es, dass unsere Helden ein buntes Völkchen von teilweise skurrilen Charakteren sind, deren Wettkämpfe und das, was sie hinter den Kulissen treiben, hohen Unterhaltungwert haben.

Doch die schillernde Fassade der Fernsehkulisse und die politischen Ereignisse in Ägypten vermischen sich und so muss jeder der Aktuere entscheiden, welche Art Held er sein will. Aus dem spielerischen Wettkampf wird eine todernste Angelegenheit, was die Spannung nur noch weiter ansteigen lässt und die Truppe von allzu menschlichen „Superhelden“ in einen bombastischen Showdown schickt.

Diese Mischung aus Fantasy, Action und Superheldenstory hat mich von Anfang bis Ende hervorragend unterhalten.

Ein tolles Buch, trotz kleiner Startschwierigkeiten

Von: InsiEule Datum : 31.05.2015

dieinsieule.blogspot.de/

Darum geht es:

Als in den vierziger Jahren das sogenannte Wild Card Virus ausbricht, beginnt die Menschheit sich zu verändern. Wen allerdings diese Veränderung betrifft, ist genau wie bei einem Karten- oder Glücksspiel, nicht vorherzusehen. Joker verändern sich nur äußerlich, Asse besitzen außergewöhnliche Fähigkeiten. TV-Produzenten wollen mit diesen besonderen Menschen eine Reality-TV-Show drehen: American Hero. Da wären zum einen der Blogger Jonathan Hive, der sich in einen Wespenschwarm verwandeln kann oder Drummer Boy, ein 6-armiger Joker aus einer berühmten Rock Band, dessen Körper mit Trommelfellen bedeckt ist und noch vielen anderen unglaublichen Personen. Doch die eigentliche Frage, die man sich stellen muss: Was macht einen wahren Helden eigentlich aus? Und kann eine Fernsehshow diese Frage wirklich beantworten?


So fand ich es:

Nach anfänglicher Skepsis musste ich mir erst mal ein paar Meinungen einholen und da diese überwiegend gut ausfielen ist das Buch schließlich auf meinen Kindle gewandert. Nicht nur weil George R.R. Martin seine Finger im Spiel hat, sondern auch weil die Geschichte sehr ungewöhnlich und reizvoll klang.

Ich muss aber gestehen, dass ich am Anfang nicht gut in das Buch reingekommen bin. Ich fand es ein bisschen verwirrend und erst als es mit der Show American Hero losging, bin ich erst mit dem Buch warm geworden, da waren aber die ersten 50 Seiten, oder sogar noch mehr, verstrichen. Auch war ich mir am Anfang noch nicht ganz sicher wie es sein würde ein Buch zu lesen, dass von so vielen Autoren geschrieben wurde. Aber als ich dann so richtig in die Geschichte abgetaucht bin, gab es kein Halten mehr und ich war überrascht wie gut es nach den anfänglichen Schwierigkeiten noch geworden ist. Die unterschiedlichen Schreibstile der Autoren - die quasi jeder einem Protagonisten zugeordnet sind, aus dessen Sicht sie dann ein Kapitel schreiben – waren dem Lesefluss überhaupt nicht hinderlich sondern haben im Gegenteil alles noch etwas aufgepeppt. Ich fand es sehr interessant und spannend zu sehen, wie die einzelnen Stile auch zum jeweiligen Charakter passen und sich in die Geschichte einfügen.

Ich finde es nur irgendwie schade und irreführend, dass auf dem Cover nur George R.R. Martins Name steht. Er hat im Buch glaube ich nur ein einziges Kapitel und ist der Herausgeber des Ganzen, aber ich finde, die anderen Autoren hätten auch mehr Aufmerksamkeit verdient, denn was sie geleistet haben ist ebenso großartig. Und ich habe auch schon oft gelesen, dass Leute das Buch für ein neues Meisterwerk vom Herrn Martin hielten und es dann als Mogelpackung bezeichnet haben, weil es ganz anders ist als sie erwartet haben.

Ich war jedoch darauf vorbereitet und je tiefer es ins Detail ging und auch in die Vergangenheit der einzelnen Charaktere und ihre Aufnahme in die Show, wuchsen sie mir auch immer mehr ans Herz. Sie sind keine typischen Helden, einige sogar richtige Antihelden, Leute mit Ecken und Kanten, einige eingebildet ob ihrer Fähigkeiten, andere wiederum sehr bodenständig und alles zusammen hat eine perfekte Mischung ergeben. Natürlich gab es unter den Kandidaten der Show auch Reibereien, denn das ganze ist eine Mischung aus Big Brother und der Aufgaben die die Teams (selbstverständlich eingeteilt in die Farben der Spielkarten: Herz, Pik, Kreuz und Caro) bewältigen müssen um der American Hero zu werden. Demnach hocken sie ständig aufeinander und da sie so unterschiedlich sind und jeder andere Ambitionen und Meinungen hat, gab es auch einige interne Konflikte. Und es sind dabei auch nicht eben wenige Charaktere, ähnlich wie bei 'Das Lied von Eis und Feuer' von George R.R. Martin, da muss man sich erst einmal zurecht finden und orientieren. Ich habe mindestens die Hälfte der Namen schon wieder vergessen. Aber ich weiß, dass ich Lohengrin, Anna und Bubbles sehr mochte. Drummer Boy konnte ich jedoch absolut nicht ausstehen.

Neben der Show gibt es dann noch einen Handlungsstrang der hauptsächlich in Ägypten spielt. Der britische Geheimdienst will einen neuen Kalifen an die Macht bringen und daraufhin wird von einem Ass ein Mordanschlag auf den alten Herrscher verübt. Die Schuld daran bekommen jedoch Joker-Rebellen und diese wehren sich natürlich dagegen. Es gibt einen Aufruhr und letztendlich einen Bürgerkrieg deswegen. So gänzlich verstanden habe ich diese politische Thematik nicht, das war eines dieser Dinge, die ich etwas verwirrend fand und innerhalb der Geschichte vielleicht auch etwas unglücklich platziert und allgemein ein eher trockenes Thema. Was dann aber zum Schluss daraus gemacht wurde, hat mir wiederum sehr zugesagt und dann wurde letztendlich doch ein Schuh draus.


Mein Fazit:

Wenn man über die ersten Seiten hinweg ist, kann man wunderbar in die Geschichte mit ihren unterschiedlichen Superhelden eintauchen. Die Autoren haben hier eine schöne Leistung vollbracht und sorgen für Abwechslung ohne den Lesefluss negativ zu beeinträchtigen. Ich habe das Buch dann doch noch lieb gewonnen und die Charaktere haben mich wirklich überzeugen können. Ich empfehle allen Fans von Superhelden und ungewöhnlichen Geschichten mal in das Buch reinzuschnuppern, ich habe es nicht bereut.

Superhelden in Schriftform

Von: Books on PetrovaFire Datum : 31.05.2015

booksonpetrovafire.blogspot.de/

Erster Satz
"Wer zur Hölle war Jetboy?"

Gestaltung
Das Cover zeigt den Charakter Lohengrin,
welcher ein deutsches Ass ist, dessen Begabung es ist
eine Ritterrüstung und Schwert aus dem Nichts herbei zu "zaubern".
Ich persönlich, hätte eher Bugsy aka Jonathan Hive auf das Cover gesetzt,
da er die heimliche Hauptfigur ist. Jedoch wird Lohengrin von
George R.R. Martin persönlich geschrieben, so dass es widerrum auch
eine gewisse Logik ergibt.
Sonst ist das Buch in schwarz gehalten und broschiert, wie jedes Buch von
George R.R. Martin, welches er geschrieben oder herausgegeben hat,
im deutschen Sprachraum.
Im Inneren trägt jedes Kapitel seinen eigenen Namen,
welcher in dicker Schrift gedruckt wurde,
während darunter der Autor des Kapitels vermerkt wurde.
Die Blogbeiträge wurden jeweils auch wie welche gestalten,
also mit Überschrift, Datum und so weiter.
Eine Besonderheit von Charakter Jonathan Hive ist,
dass er jedem Beitrag auch einen Song zu ordnet.
In Kapiteln und zwischen Sinnesabschnitten,
werden meist kleine Piks gesetzt.
Insgesamt gefällt mir die Gestaltung gut,
da sie den Charakter des Buches dezent unterstreicht.

Meine Meinung
Der Klappentext erinnerte mich sofort ein wenig an den momentanen
Superhelden-Hype und ich selbst liebe unteranderem auch das
Marvel Cinematic Universe.
Doch "Wild Cards" ist noch mal eine ganz andere Hausnummer.
Im Deutschen beginnt die Reihe erst mit Band 18.
Man versteht zwar schon alles, da die Referenzen nochmal erklärt werden,
aber einige eben jener machten mich neugierig auf den Beginn des
Wild Card-Zeitalters und die Hintergrundgeschichte einiger Charaktere.
In "Das Spiel der Spiele" begleitet man in jedem Kapitel,
die teilweise ziemlich lang sind, einen anderen Charakter,
welche alle unterschiedliche Charakterzüge und Eigenschaften besitzen.
Nicht jeder war mir sofort sympathisch.
So hatte ich die ersten 30 Seiten Probleme in die Geschichte hineinzufinden,
war danach aber davon begeistert und musste wissen wie es weiter geht.
Toll fand ich ebenfalls, dass gewisse Clichées aufgegriffen und
wieder verworfen oder hinterfragt wurden.
Die eingeschobenen Blogeinträge von Jonathan Hive empfand ich
als eine kleine Auflockerung und irgendwie schlug dort auch
das Bloggerherz höher...zumindest ein wenig.
Interessant fand ich, dass die Welt eigentlich wie die unsere war,
nur eben mit Wild Cards und was für einen Einfluss diese
eben auf die Geschichte nahmen.
Die Schreibstile aller mitwirkenden Autoren gefielen mir eigentlich
recht gut, es war keiner dabei, welcher mich umhaute,
aber auch kein unerträglicher, was ich einen guten Schnitt finde.

"Das Spiel der Spiele" ist ein gelungener "Reihenauftakt",
welcher das Superhelden-Genre aus Comics und Filmen
gelungen in die geschriebene Welt überträgt.
Für alle Fans von vielschichtigen Charakteren und
indirekter Gesellschaftskritik ein definitiver Must-Read.

Ursprünglich veröffentlicht auf Books on PetrovaFire

... Wild ...

Von: Levenya (Levenyas Buchzeit) Datum : 31.05.2015

levenyasbuchzeit.blogspot.de/

Wild Cards
- Das Spiel der Spiele

1/3
George R.R. Martin, 1948 in Bayonne/New Jersey geboren, veröffentlichte seine ersten Kurzgeschichten im Jahr 1971 und gelangte damit in der Science-Fiction-Szene zu frühem Ruhm. Gleich mehrfach wurde ihm der renommierte Hugo Award verliehen. Danach arbeitete er in der Produktion von Fernsehserien, etwa als Dramaturg der TV-Serie "Twilight Zone", ehe er 1996 mit einem Sensationserfolg auf die Bühne der Fantasy-Literatur zurückkehrte: Sein mehrteiliges Epos "Das Lied von Eis und Feuer" wird einhellig als Meisterwerk gepriesen. George R.R. Martin lebt in Santa Fe, New Mexico.
(Quelle :
http://www.randomhouse.de/Paperback/Wild-Cards-Das-Spiel-der-Spiele/George-R-R-Martin/e445191.rhd?mid=10&serviceAvailable=true#tabbox).

Die Serie wurde von einer Gruppe von Autoren aus New Mexico ins Leben gerufen und wird hauptsächlich von George R. R. Martin herausgegeben. Seit 1987 wurden bisher 22 Anthologiebände und Romane durch verschiedene Verlage veröffentlicht. Zu den beteiligten Autoren gehören George R. R. Martin, Melinda Snodgrass, Roger Zelazny, Lewis Shiner, Walter Jon Williams, Pat Cadigan, Howard Waldrop, Leanne C. Harper, Chris Claremont, Victor Milán und John J. Miller.
(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Wild_Cards).

„Wild Cards - Das Spiel der Spiele“ ist der Auftakt zu einer Trilogie.

Erster Satz:
„Wer zur Hölle war Jetboy?“

Klappentext:
The World's next SUPERHERO!

Seit sich in den Vierzigerjahren das Wild-Card-Virus ausgebreitet hat und Menschen mutieren lässt, gibt es neben den normalen Menschen auch Joker und Asse. Joker weisen lediglich körperliche Veränderungen auf, während Asse besondere Superkräfte besitzen. Da ist zum Beispiel Jonathan Hive, der sich in einen Wespenschwarm verwandeln kann, oder Lohengrin, der eine undurchdringliche Rüstung heraufbeschwört. Doch wer ist Amerikas größter Held? Diese Frage soll American Hero, die neueste Casting Show im Fernsehen, endlich klären. Für die Kandidaten geht es um Ruhm und um so viel Geld, dass sie beinahe zu spät erkennen, was wahre Helden ausmacht.

Cover:
Das Cover ist dunkel und darauf zu sehen ist ein Charakter aus den Büchern, Lohegrin, der ein Ass in der Hand hält. Sehr schlicht, aber wie ich finde sehr eindrucksvoll und aussage kräftig. Mich hat es auf jeden Fall sofort angesprochen und neugierig gemacht. Ich bin mal gespannt, ob das Design sich durch die übrigen Bände ziehen wird. Das würde mir sehr gefallen. Dennoch hat mich das Cover gleich angesprochen und neugierig gemacht!

Leseprob:
http://www.randomhouse.de/Paperback/Wild-Cards-Das-Spiel-der-Spiele/George-R-R-Martin/e445191.rhd?mid=4&exc=441405&showpdf=true#tabbox

Buchtrailer:
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Meinung:
An dieser Stelle meinen herzlichsten Dank an Penhaligon und natürlich Blogg dein Buch für diese tolle Chance und das wunderbare Rezensionsexemplar.

Wild Cards ist eine bis jetzt 22 Bände umfassende Serie von Science-Fiction-Kurzgeschichten und Romanen mehrerer US-amerikanischer Autoren, die dem Superhelden- und Alternativweltgeschichte-Genre zugeordnet wird.
Eigentlich ist „Wild Cards - Das Spiel der Spiele“ der 18. Band der Wild Cards-Reihe "Inside Straight" (Originaltitel). Heyne brachte die ersten 6 Originalbücher in den 90er Jahren in insgesamt 10 Taschenbüchern auf den Markt. Penhaligion hat nun nach meinen Informationen die Rechte an den Bänden 18-20 erworben. Diese bilden eine Trilogie und können auch ohne Wissen der Vorgängerbände gelesen werden. Trotzdem schade, dass zumindest aktuell noch nicht erkennbar ist, dass es sich um den 18. Band einer Reihe handelt. Aber vielleicht tragen die Verkäufe dieses Buches dazu bei, dass man sich auch den älteren Büchern noch einmal widmet. Martin selbst ist in diesem Band auch als Autor tätig der Auftakt zur bis jetzt dreiteiligen Reihe. Darüber hinaus gibt es noch ein Prequal zu der Reihe.

Ausgangspunkt des gemeinsamen fiktiven Universums der Serie ist die Freisetzung eines außerirdischen Virus über Manhattan im Jahr 1946, das 90 % seiner Opfer tötet, neun Prozent mit abstoßenden Mutationen zeichnet , die "Joker", und einem Prozent Superkräfte verleiht , die "Asse".
(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Wild_Cards).

Als großer Fan von X-MEN, Superhelden und übersinnlichen Fähigkeiten war ich ganz gespannt darauf, dieses Buch zu lesen!

Das Buch wird uns aus verschiedenen Sichten erzählt. Abwechselnd erzählen uns die unterschiedlichen Autoren ihre Sicht der Geschichte mit ihren sehr individuellen und abwechslungsreichen Charakteren. So haben wir zum einen die Attentäterin Lillith, Jonathan Hive, Drummerboy, Bubbles, Lohengrin oder Earth Witch, um nur einige zu nennen. Hinten im Buch befindet sich eine tolle Übersicht darüber, welcher Autor welche Charaktere erschaffen hat.
Gleich auf den ersten Seiten merkt man dem Buch an, dass es etwas ganz anderes ist und auch von den „typischen“ George R. R. Martin Büchern abweicht. Laut Leseprobe und Klappentext hatte ich mich auf eine Castingshow eingestellt und war positiv überrascht, über einen Anschlag auf einen ägyptischen Kalifen zu lesen. Meine Neugier war augenblicklich geweckt und ich musste unbedingt erfahren, ob noch mehr dahintersteckt.
Kaum verweilt man noch in Ägypten, werden wir nach Amerika geschickt, wo wir, wie auf dem Klappentext angekündigt, von der Castingshow „American Hero“ erfahren. Auf den ersten hundert Seiten war ich etwas verwirrt und musste ziemlich konzentriert lesen, um den Zusammenhang zu verstehen, aber es lohnt sich! Die einzelnen Charaktere, welche von den verschiedenen Autoren eingeführt werden, berichten uns davon, welche Erfahrungen sind mit dem Virus gemacht haben, welche Beweggründe sie haben, um an der Castingshow teilzunehmen und wie sie diese erleben. Bei der Castingshow werden alle Teilnehmenden in vier Teams, welche die Farben der Spielkarten - Herz, Pik, Kreutz, Karo - tragen. Dadurch bekommen wir einen tollen Überblick über alle Teams, einen Blick hinter die Kulissen der Show und natürlich Einblicke in die einzelnen Charaktere.
Ganz besonders mochte ich Lohengrin, Earth Witch und Bubbles. Obwohl ich sagen muss, dass sich wirklich alle Autoren sehr viel Mühe mit dem Kreieren der Charaktere gegeben haben. Alle sind von Grund auf verschieden, ihre Fähigkeiten sehr kreativ und unterschiedlich, alle sind sehr facettenreich, mehr oder weniger charmant und bei allen ist eine Entwicklung zu bemerken. Jeder Charakter wächst mit dem nächsten Kapitel und das tolle ist, dass wirklich für jeden Leser mindestens ein Charakter dabei ist, den er sympathisch findet.
Nach der Hälfte des Buches werden die politischen Ereignisse in Ägypten immer präsenter und es kristallisiert sich ganz schnell heraus, dass die Castingshow eigentlich nur Mittel zum Zweck ist, um von anderen Ereignissen abzulenken und die Menschheit ruhig zu stellen. Eine für mich sehr überraschende und positive Wendung, die zu Beginn des Buches schon leicht anklang.

Leider haben mir nicht alle Schreibstile gleich gut gefallen und manche haben sich für meinen Geschmack zu sehr hingezogen. Aber es waren nur einzelne Autoren, die mich nicht ganz überzeugen konnten und die, wenn man die Gesamtheit des Buches betrachtet, dennoch sehr gut hinein passen. Man kann halt nicht jeden mögen.
Die Mitte des Buches war für mich ein wenig anstrengend zu lesen, da ich das Gefühl hatte, wir würden uns leicht im Kreis drehen. Dagegen nimmt die Geschichte im letzten Drittel noch mal so richtig an Fahrt auf und die Ereignisse überschlagen sich förmlich. Ich hätte mir gewünscht, dass für das letzte Drittel mehr Raum gewesen wäre. Das ist allerdings reine Geschmackssache.

Für mich blieben leider viele offene Fragen zurück und nicht alle Zusammenhänge sind mit klar geworden. Aber ich blicke mal ganz optimistisch auf den nächsten Band. Vielleicht wird mir dann alles etwas klarer.

Alles in allem hat mich das Buch mit seiner doch sehr politischen Note überrascht, aber auch überzeugt. Als großer Fan von X-MEN, Superhelden und Co ist dieses Buch genau das Richtige für mich gewesen und regt noch dazu zum Nachdenken an. Das Buch kann ich allen empfehlen, die abwechslungsreiche Charaktere mögen und gerne eine sehr vielschichtige Geschichte erleben wollen.

Lg
Levenya
http://levenyasbuchzeit.blogspot.de/

Hier kaufen:
http://www.randomhouse.de/Paperback/Wild-Cards-Das-Spiel-der-Spiele/George-R-R-Martin/e445191.rhd?mid=14&serviceAvailable=true#tabbox
Vielen DANK für ein Rezensionsexemplar!

Fakten:
Broschiert: 544 Seiten
Verlag: Penhaligon Verlag (25. August 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3764531274
ISBN-13: 978-3764531270
Originaltitel: Wild Cards - Inside Straight
Preis: 15 €

Das Spiel der Spiele

Von: funne Datum : 14.05.2015

funneswelt.blogspot.de

Sechzig Jahre ist es her, dass das Wild Cards Virus erstmals umging. Seitdem ist die Welt eine andere, als wir sie kannten: Manche Menschen änderten ihr Aussehen; man nennt sie Joker. Und manche blieben äußerlich dieselben, doch nun haben sie Fähigkeiten jeglicher Art; sie sind Asse. Und sie sind es, die die neue Reality-Show „American Hero“ braucht. Wer ist Amerikas nächster Superheld? Asse aus aller Welt duellieren sich gegeneinander, um den Stärksten unter ihnen herauszufiltern.
Doch nur wenige von ihnen durchblicken das Netz der Oberflächlichkeit: Was wirklich zählt und was sie wirklich zu Helden macht, sind keine künstlich erstellten Duelle, sondern die Realität: In Ägypten werden unschuldige Menschen abgeschlachtet um einen machtgierigen Kalifen an der Macht zu halten. Die Asse wissen: dies ist ihre wahre Mission.

Meine Meinung:
Klingt ziemlich abgedroschen, finde ich auch. Man wird nicht einfach zum Helden weil man irgendeine Fähigkeit hat wie zum Beispiel Blasen werfen zu können, und man reist auch nicht einfach mal nach Ägypten weil sich der beste Freund in eine altägyptische Göttin verwandelt und einen auffordert, mit ihm einen Bürgerkrieg zu verhindern. Ganz abgesehen von der völlig absurden Geschichte, auf der das Buch basiert: Außerirdische griffen die Erde an. Irgendein Typ fand ein Alienvirus in einem ihrer Raumschiffe und erpresste Manhattan damit. Das Virus wurde freigesetzt und im Laufe ihres Lebens deckt nun jeder Mensch seine Wild Cards auf und erfährt ob er stirbt, mutiert oder ein Held wird. Und wie gesagt, dies ist nur die Basis dieser neuen Reihe, die von insgesamt neun Autoren gemeinsam geplant und geschrieben wird.
Das zur Kritik. Es ist absurd und abgedroschen. Andererseits kann ich nicht sagen, dass mich das stört. Es ist eine Mischung aus Science-Fiction und Zukunftsroman, und trotz aller Irrwitzigkeit sehr unterhaltsam; wenn nicht gerade deswegen. Tatsächlich ist eine sarkastische Ader nicht zu leugnen, was mich insgesamt an eine Komödie à Die nackte Kanone erinnerte: Dieses sinnlose Schlussfolgern und Handeln. Ob das beabsichtigt war, kann ich aber nicht sagen. Fakt ist jedoch, dass es nicht nur unterhaltsam, sondern auch sehr packend und spannend war und dass ich es quasi an einem Tag verschlungen habe. Auch die Idee, dass das Buch aus den Kurzgeschichten von neun verschiedenen Autoren zusammengesetzt ist, finde ich interessant und… anders. Was kompliziert klingt, wurde jedoch sehr gut umgesetzt: Zwar bemerkt man die andere Schreibweise, doch ist alles schlüssig und nahtlos miteinander verknüpft. Auch die vielen Sichtwechsel haben das Buch spannender und vielseitiger gemacht, jeder Charakter „gehört“ einem anderen Autor, sodass quasi jeder Charakter eine völlig andere Persönlichkeit hat; mehr noch als ein einzelner Autor hätte hinbekommen können.
Nicht zu vergessen in dieser Geschichte sind die Botschaften und die Kritik, die sie an uns und der gesamten Welt äußern: Während wir hier in unseren wohlhabenden Ländern vor dem Fernseher sitzen und inszenierten Missionen zuschauen müssen, um uns zu unterhalten, sterben überall auf der Welt unschuldige Menschen und es interessiert uns doch nicht – irgendwo auf der Welt ist ja immer Krieg. Aber das bedeutet nicht, dass es uns sonst wo vorbeigehen sollte.
Für die, die Tatsächlich an nichts glauben, was da draußen geschieht und was nur teilweise in den Nachrichten gezeigt wird, weist das Buch auf die harte Realität hin und versucht, von der Verblendung des TV zu erlösen.
Nicht zu vergessen das Übliche… was ist wahrer Heldenmut? Was macht einen wahren Helden aus?
Dass Teamwork wichtig ist, Freundschaft auch, und dass man das Wohl vieler manchmal über sein eigenes Wohl stellen muss… und dass auch ganz normale Menschen etwas in unserer Welt bewegen können; dass es nämlich nicht unbedingt irgendwelcher außergewöhnlicher Fähigkeiten bedarf, um ein Held sein zu können.
Insgesamt kann ich nur sagen, dass mir das Buch trotz aller Absurdität mehr als gut gefallen hat und ich mich damit sehr unterhalten und amüsiert habe. Ich bin beeindruckt von der Idee mehrerer Autoren und der Umsetzung dieser Idee. Den nächsten Band dieser zukünftigen Reihe kann ich kaum erwarten! :)

Sehr enttäuschend

Von: Nadys-Bücherwelt Datum : 27.04.2015

www.nadys-buecherwelt.jimdo.com

Klappentext:
Americas‘s next Superhero!
Kandidaten mit außergewöhnlichen Fähigkeiten gibt es viele. Da ist zum Beispiel Lohengrin, der eine undurchdringliche Rüstung herausbeschwört, oder Jonathan Hive, der sich in einen Wespenscharm verwandeln kann. Doch welcher von ihnen ist der größte Held?
Diese Frage soll American Hero, die neuste Castingshow im Fernsehen, endlich klären. Für die Teilnehmer geht es um Ruhm und um sehr viel Geld. Dadurch erkennen sie beinahe zu spät, was wahrer Heldenmut ist.

Meine Meinung:
Cover: Wenn man das Cover nur kurz betrachtet, erwartet man einen Roman in dem es um Ritter geht. Dies ist aber nicht der Fall. Der Ritter auf dem Cover wirkt düster und unheimlich.
Inhalt: Nach dem 2. Weltkrieg hat sich ein Virus, der Wild Card-Virus, ausgebreitet. Viele Menschen sind gestorben und einige mutierten zu Joker oder Asse. Joker zeigen nur körperliche Veränderungen, aber Asse entwickeln besondere Superkräfte. In der USA startet eine neue Fernsehshow. Es handelt sich um die Castingshow „American Hero“. Die Kandidaten werden in fünf verschiedenen Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe muss Aufgaben erfüllen und dadurch ihre Besonderheiten und Stärken unter Beweis stellen. Nur eine Gruppe kann, pro Aufgabe, siegen, die anderen Gruppen müssen einen Kandidaten aus ihrem Team heraus wählen. Zum Schluss bleibt nur noch einer übrig: der American Hero.
Fazit:
Ich habe von George R.R. Martins Reihe „Game of Thrones“ sehr viel gutes gehört. Und so habe ich mich gefreut, als mir der Penhaligon Verlag dieses neue Buch von ihm zur Verfügung gestellt hat. Dann stellte sich jedoch heraus, dass George R.R. Martin nur einen ganz kleinen Betrag zu diesem Roman geleistet hat und eigentlich nur als Herausgeber diente. Geschrieben wurde der Roman von mehreren Schriftstellern, die abwechselnd für verschiedene Protagonisten zuständig waren. Am Anfang fand ich den Roman mehr als verwirrend. Als auch noch ein Kapitel in Arabien spielt und der britische Geheimdienst versucht, dort jemanden an die Macht zu bringen, wurde es noch schlimmer. Dann beginnen die Kapitel mit den verschiedenen Protagonisten, die eben bei dieser Fernsehshow teilnehmen.
Für mich gestaltete sich das Lesen sehr schwierig, da jeder Schriftsteller seinen eigenen Schreibstil hat, kam für mich keine Harmonie zustande. Es gibt unheimlich viele verschiedene Charaktere, die mal mit dem Vornamen, mal mit dem Nachnamen oder ihrem Heldennamen angesprochen werden, so dass ich immer überlegen musste, wer war das den nun und was hat derjenige noch mal für Fähigkeiten? Ich kam unheimlich schleppend voran und empfand mit der Zeit nur noch eine Unlust, dieses Buch zur Hand zu nehmen. Die Idee des Buches finde ich nicht schlecht und die Szenen, als die Gruppen eine Aufgabe zu erfüllen hatten, waren zwischendurch echt spannend. Es konnte mich aber einfach nicht überzeugen. Schließlich habe ich es nach 252 Seiten abgebrochen.

Sterne: 1,5 von 5

Was neues, spannend

Von: Leseengel Datum : 22.04.2015

leseengelsblog.blogspot.de/

Bisher habe ich von George R. R. Martin noch nichts gelesen gehabt. Klar hab ich schon viel über ihn gehört, aber gelesen nein. Doch das wird sich nach diesem Buch ändern. Mir hat dieses Buch nämlich alles in allem sehr gut gefallen. Die Idee ist super, und ich bin sehr auf die anderen Bände gespannt und werde diese mit ziemlich großer Sicherheit auch lesen.
Das Buch ist durchweg spannend. Auch wenn es zu Beginn etwas viel war erstmal alle Charaktere kennen zu lernen. Da kam ich manchmal schon durcheinander. Aber das hat sich recht schnell gelegt und da wusste ich dann wer wer ist, und was diese Person kann.
Es sind lustige Helden dabei, die mich mit ihren Fähigkeiten doch eher zum Grinsen gebracht haben und welche die ich sehr mochte und die ich toll fand. Begeistern konnten sie mich irgendwie alle.
Das Buch lässt sich vom Schreibstil her gut lesen.
Die Spannung steigt schnell und hält dann an.
Auch die Techtelmechtel unter den Helden haben mich teilweise zum Grinsen gebracht und irgendwie fand ich sie auch toll.

Alles in allem ein super Buch, welches ich auf jeden Fall weiter empfehlen kann.

Unterhaltend, aber kein Überflieger

Von: Buecher Loewe Datum : 10.04.2015

buecherloewe.de

Ich kenne viele Leser die absolute George R.R. Martin Fans sind. Ich persönlich habe bisher noch kein anderes Buch von ihm gelesen. Allerdings habe ich nicht wirklich sofort geschnallt dass das Buch nicht von ihm alleine geschrieben wurde. Hier waren einige Autoren am Werk. Zusammen mit Daniel Abraham, Melinda M. Snodgrass, Carrie Vaughn, Michael Cassutt, Caroline Spector, John Jos. Miller, Ian Tregillis und S.L. Farrell ist der Auftakt dieser neuen Serie entstanden.

Als erstes ist mir hier das Titelbild ins Auge gefallen…hm, es hat mich echt angesprochen und ich wollte unbedingt wissen um was es in dieser Geschichte geht :-)

Was erwartet uns nun mit den Wild Cards?

Dieses Buch ist recht umfangreich, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Dadurch dass hier verschiedene Autoren an dieser Geschichte schreiben, jeder der Autoren schreibt eine eigene Passage die sich nahtlos in das große Ganze einfügt. Allerdings legt jeder sein Hauptaugenmerk auf ein anderes Detail der Geschichte. Das macht die ganze Sache auf der einen Seite sehr interessant und spannend, aber auf der anderen Seite eben auch sehr umfangreich und vielschichtig. Ich muss gestehen ich hatte an dem einen oder anderen Punkt immer mal Schwierigkeiten den roten Faden nicht aus den Augen zu verlieren …

Grundsätzlich hat mich die Store ein wenig an die heutigen TV Shows erinnert ;-) Da wird “der” Superheld gesucht. Nachdem die Bevölkerung durch ein außerirdisches Virus infiziert wurde und es nunmehr einige “veränderte” Menschen gibt, welche besondere Fähigkeiten besitzen werden einige von ihnen um den Titel des Superhelden kämpfen. Grundsätzlich gefiel mir die Idee für den Plot recht gut, aber ich gebe zu, dass mir die einzelnen Passagen zum Teil doch zu abgedreht waren. Allerdings kann dieses Gefühl bei dem einen oder anderen ja auch ganz anders sein…was mir zu abgedreht erschien, ist für andere Leser vielleicht noch viel zu normal?

Wir haben es bei diesem Buch mit sehr vielen verschiedenen Protagonisten zu tun, einige werden sehr ausführlich und eingehend beschrieben, der eine oder andere bleibt eher knapp umrissen. An sich ist dies eine gelungene Mischung, ich denke nicht zu jeder Figur muss man alles aus der Vergangenheit wissen.

Die Schreibstile ( denn es hat doch ein jeder Autor so seine ganz eigene Art, auch wenn man es hier im Gesamtkonzept gut miteinander verwoben hat) sind leichtgängig und gut zu lesen.

Ich denke viele Leser werden total in das Buch verliebt sein, bei mir reichte es leider nur zu guter Unterhaltung, die mir aber wahrscheinlich nicht wirklich lange in Erinnerung bleiben wird.

Der letzte Funke hat gefehlt

Von: Jen Datum : 05.04.2015

jensreadablebooks.blogspot.de

Inhalt:
Die Welt hat sich verändert, denn es gibt den Wild-Card-Virus. Bei den meisten Menschen passiert nichts aber bei einigen lässt er sie zu so genannten Jokern oder Assen werden. Das heißt das sich die Menschen körperlich verändern, mutieren - die Joker. Und wenn zusätzlich noch besondere Fähigkeiten dazukommen spricht man von Assen. Dabei handelt es sich um ganz unterschiedliche Fähigkeiten, so kann sich beispielsweise Jonathan Hive in einen Wespenschwarm verwandeln oder Earth Witch, den Erdboden beherrschen. Und nun soll eine neue Unterhaltungsshow produziert werden, American Hero. In dieser Show müssen sich verschiedene Asse in Teams beweisen um am Ende den einen American Hero zu kürieren.
Doch nebenher wird in der wirklichen Welt ein Held gebraucht und so stellt sich die Frage: Was macht einen Helden wirklich aus?!

Meinung:
Das Cover ist einfach nur genial. Es ist mir sofort ins Auge gesprungen und es prägt sich richtig ein. Es ist auch deshalb so klasse weil es super zum Inhalt passt. Man denkt an einen Krieger und durch die Karte an ein Kartenspiel, was zum Virus passt. Und nachdem ich das Buch gelesen habe, würde ich mir Lohengrin so in etwa vorstellen.
Was ich bei dem Buch besondern interessant finde sind die verschiedenen Autoren. Auf den ersten Blick geht man davon aus das dieses Buch George R. R. Martin verfasst hat aber er hat es mit 8 weiteren Autoren geschrieben. Das Buch ist Kapitelweise von den einzelnen Autoren geschrieben weshalb man immer mal wieder die Perspektive der Geschichte wechselt und auch verschiedene Sichten auf die verschiedenen Charaktere hat. So ist der Stil der Autoren auch unterschiedlich was in meinen Augen aber wundervoll auf den jeweiligen zu erzählenden Abschnitt abgestimmt ist. Das ist einfach nur faszinierend und ein wirklicher Geniestreich. Aber das hat auch zu ein paar Widersprüchen geführt. Und gerade der Anfang war dadurch erst einmal schwierig. Man wusste noch nicht so richtig wo das alles hinwill und es waren sehr viele verschiedene Figuren. Ich fand auch das dass Virus und die Unterscheidung zwischen Joker und Asse nicht so wirklich gut rübergebracht wurde.
Was richtig cool war, waren die Beschreibungen zur Fernsehshow. Das hat einfach nur Spaß gemacht. Ich muss auch sagen das ich den Blog-Stil aus Jonathan Hive richtig toll fand. Die habe ich mit am liebsten gelesen und ihn fand ich irgendwie wirklich sympathisch. Als es dann zu den Ausschreitungen in der realen Welt kam, nahm die Geschichte richtig an Fahrt auf. Und da kam auch wieder die zentrale Frage ins Spiel: Was ist ein Held und was macht ihn aus? Das veränderte die komplette Geschichte des Buches und war so unerwartet. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet und ab da trat die Fernsehshow in den Hintergrund. Ich fand es schade das die Fernsehshow dann nicht mehr relevant war weil mir diese wirklich gefallen hat. Andererseits war der Verlauf der Geschichte richtig spannend. Man kannte da dann auch die vielen Charaktere und hatte zu ihnen bereits eine Beziehung aufgebaut. Ich fand aber auch das durch die vielen Charaktere bei allen nur die Oberfläche angekratzt werden konnte. Den Einzigen der ein wenig Tiefe bekommen hat war Jonathan Hive weshalb ich diesen vermutlich auch besonders ins Herz geschlossen habe. Durch die fehlende Tiefe der Charaktere blieb ich auch mehr der Beobachter und war nie voll im Buch integriert, einer von ihnen.
Das Buch war ein guter Anfang und ich bin auf mehr gespannt denn das Potenzial ist gegeben. Alles in allem ist es eine spannende und unterhaltsame Geschichte, die jedoch noch ausbaufähig ist.

Superheldencasting und Nahostkonflikt

Von: BlueNa Datum : 26.03.2015

www.bluenaversum.de/

In Amerikas größtem Casting Event der Neuzeit soll der „American Hero“ gefunden werden. Den größten Superhelden, unter der Vielzahl an Superhelden, die die USA bevölkern und dem ein saftiges Preisgeld winkt. In den 1940er Jahren ist ein Alienraumschiff auf die Erde gestürzt und hat das Wild Card Virus freigesetzt, von dem die gesamte Menschheit betroffen ist. Die Verlierer starben sofort, die Joker verwandelten sich zu merkwürdigen Kreaturen und die Asse bekamen plötzlich Superkräfte. Einige der interessantesten Asse dürfen sich nun bei der Reality Show „American Hero“ messen. Doch nicht alle Asse sind oberflächliche Mediensternchen, sondern sie greifen in einen laufenden Nahostkonflikt ein und versuchen das Blatt für die betroffene Minderheit von Jokern zu wenden.

Vorweg ist zur „Wild Cards“-Reihe zu sagen, dass dies keinesfalls der erste Band der Reihe ist, wie ich zuerst auch irrtümlich glaubte. Es handelt sich bei „Das Spiel der Spiele“ um die Übersetzung des 18. Bandes „Insight Straight“, an dem George R.R. Martin nur einen relativ kleinen Anteil hat. Ich finde, man kann das Buch trotzdem gut lesen, auch ohne die Vorgängerbände zu kennen, auch wenn ich ab und zu mal das Gefühl hatte, dass hinter der Story noch mehr steckte, als ich in diesem Buch lesen konnte. Viele verschiedene Autoren haben diese Geschichte geschrieben, wobei jeder Autor einen eigenen Charakter entwickeln durfte. Sehr gut gefallen haben mir die Kapitel, die aus Jonathan Hives‘ Sicht geschrieben wurden, einem Ass, dass sich in tausende Wespen verwandeln kann, ebenso wie ich mich mit Earth Witch, einer Erdverformerin, sehr gut identifizieren konnte.

Den Schreibstil kann man nicht pauschal abhandeln. Da hier einige Autoren am Werk waren und jeder seine Eigenarten hat, die mir mal besser mal weniger gut gefallen haben, kann ich insgesamt sagen, dass das Buch sehr gut zu lesen war. Keiner der Autoren hat mich total abgeschreckt, aber z.B. der Autor der Jonathan Hives-Figur ist mir durch seine humorvolle Art sehr gut im Gedächtnis geblieben. Andere Autoren konnten mich jetzt nicht so mitreißen, aber ich habe das gesamte Buch sehr gerne gelesen und ich vor allem die starke Charakterentwicklung der Figuren hat mir sehr gut gefallen!

Die starken Charaktere waren eindeutig dem Umstand geschuldet, dass jeder der neun Autoren eine Figur entwickelt und dann die Kapitel aus der Sicht dieser Figuren beigesteuert hat. Wie schon oben erwähnt mochte ich Earth Witch und Jonathan Hives am Liebsten, Drummer Boy war der typische Musikstar und ein richtiger Weiberheld. Jonathan Hives ist jetzt zwar nicht der Typ, auf den die Frauen stehen, doch er ist Blogger und berichtet sehr humorvoll über die Show. Auch die anderen Figuren sind eingängig und es macht Spaß ihre Beweggründe zu erfahren.

Das Cover der Klappbroschur ist relativ düster und geheimnisvoll gestaltet. So hat das Buch auch meine Aufmerksamkeit erregt. Auf dem Cover ist das deutsche Ass Lohengrin vor einem schwarzen Hintergrund zu sehen, denn er trägt eine Ritterrüstung und hält eine Karte mit seinem Namen in der Hand. Lohengrin kommt zwar in der Geschichte vor, doch ist keine Hauptfigur, weshalb ich die Wahl als für nicht ganz so geglückt halte. Trotzdem ein gutes Cover!

Fazit: „Wild Cards: Das Spiel der Spiele“ von George R.R. Martin et al. ist ein spannendes Projekt und ich rechne den Autoren ihre Leistung hoch an, nicht nur starke Charaktere entwickelt zu haben, sondern auch die unterschiedlichen Kapitel so in den großen Erzählstrang einfließen zu lassen, dass keine Plottholes oder Ungereimtheiten entstanden sind. Mir hat das Buch großen Spaß gemacht und ich werde auf jeden Fall an dieser Reihe drann bleiben! Ich vergebe fünf von fünf Sternen!

OMG - nach 20 Jahren gehts endlich auf deutsch weiter. DANKEEEEEEEEEE!

Von: Demise Datum : 26.03.2015

Alles klar, ich kenn die 10 Bände von Heyne aus den 90ern. Und ich habe sie GELIEBT. Manche mehr (Stories mit dem Astronom oder Demise) andere weniger, aber selbst die waren noch super. Vor allem, daß da zig Leute dran schreiben und jeder Charakter eben seinen Schöpfer hat.
Die Idee einer Castingshow für Asse ist genial um viele Asse unterzubringen, und ein paar alte "Freunde" sind auch noch da, Peri (ihr Sohn von Fortunato ist erwachsen), Golden Boy wenn auch nur kurz und der Nur al Allah aus Asse im Einsatz. Schade daß meine Favorites Demise, Astronom und Mackie Messer wohl wegen Tod nicht wieder auftauchen, aber trotzdem hoffe ich auf weitere Fortsetzungen und darauf, daß der Name G.R.R Martin ein gutes Zugpferd ist, diese ENDGEILE Buchserie auch hier einer größeren Gemeinde schmackhaft zu machen! Und mit gutem Umsatz läßt sich hoffentlich der einzige Minuspunkt (handwerklicher Natur) reduzieren: Die Übersetzung könnte ein wenig besser sein & umfangreicher. Meiner Meinung kann man - sogar mehr als Heyne in den 90ern - auch Eigennamen doch gut übersetzen. Tolkien Herr der Ringe zeigts doch. Herr Beutlin PASST eben, wie Baggins im Original! Und Der Astronom hört sich gut an, besser als Astronomer inmitten von Deutsch. Curveball kann auch Schmetterball sein und wenns eben garnicht geht, dann läßt man es. Jonathan Schwarm ginge doch gut, bei "erstaunliche Blase" sollte man doch beim Englischen bleiben.
Soviel zur minimalen Kritik, noch die Empfehlung an alle: KAUFEN; LESEN, sich die alten 10 Bände ausm Antiquariat besorgen und in eine coole Welt abtauchen, die mit Dune und Mittelerde mithalten kann!
Ein RIESENDANK nochmal an den Verlag, endlich wieder was übersetzt zu haben - ich HOFFE auf ein paar Vorgängergeschichten. Denn nach Dead Mans Hand sind englische Bücher als zu anstrengend erledigt - nimmt zuviel Spaß =(
In diesem Sinne: ASSE HOCH !

Hatte mehr erwartet

Von: Janina Datum : 19.03.2015

www.diebuecherfreaks.blogspot.de

Bei diesem Werk bin ich zwiegespalten. Leider kam ich nicht in das Buch rein und hatte es zwischenzeitlich abgebrochen. Dies liegt wahrscheinlich daran, dass ich mir mehr erwartet habe. Das Cover und die Inhaltsangabe versprechen eigentlich viel Spannung, doch ich habe mich teilweise sehr gequält. Den Anfang fand ich gut, wusste nur nicht was dies mit dem Klappentext zu schaffen hat, dies klärt sich aber im weiteren Verlauf. Von den Charakteren konnte mich auch keiner so wirklich überzeugen, mir waren sie einfach zu Pessimistisch, Naiv oder teilweise zu Arrogant.

Da die Autoren sich bemüht haben und ich das Cover mag,vergebe ich


3 von 5 Katzenaugen

Interessante Story, spannender Plot aber mir fehlte das Hintergrundwissen leider

Von: Sarah Rawrpunx Datum : 05.03.2015

rawrpunx.blogspot.co.at

Gleich vorweg: Wild Cards ist eine mehrteilige Serie, die schon Ende der Neunziger erschienen ist. Dieses Buch ist also mitten aus der Reihe und man muss die Vorgänger nicht gelesen haben, aber natürlich wäre es sehr von Vorteil. Die Vorgeschichte wird kurz im Vorwort abgehandelt, man ist also grob auf dem Laufendem aber man merkt im Laufe des Buches, dass einem doch manche Hintergründe einfach fehlen.

Anfangs übernimmt das große Superhelden - Casting die größte Handlung, man lernt ein wenig die Spieler kennen und deren Fähigkeiten. Da George R.R Martin nur ein Autor von vielen ist, wird jedes Kapitel eines Spielers aus einer anderen Sicht geschrieben. Das bringt nicht nur Abwechslung sondern macht das ganze auch aus, es sprudelt hier sozusagen vor Ideen. Dieser Teil hat mir auch am besten gefallen, das Casting war interessant zu verfolgen und die Charaktere wirkten faszinierend.

Durch ein Virus mutieren manche Menschen auf unterschiedliche Weise, je nach dem welche Wild Card man zieht. Bei gewissen Karten kann man fliegen, schneller laufen, stärker werden und einige besondere Karten verleihen dem Spieler auch echte Verwandlungskünste. Das Casting kommt einem natürlich bekannt vor, es werden Geschichten über die jeweiligen Spieler erzählt, untereinander kommen Gefühle wie Neid, Eifersucht, Missgunst auf aber auch Freundschaft und Liebe kommen ins Spiel. Die Charaktere sind unterschiedlich, einige stachen besonders hervor andere waren eher durchschnittlich gezeichnet.

So circa ab der Hälfte wird die Handlung dann schlagartig beklemmend. Von der Castingshow zum nahen Ost und damit zum Krieg, ist ein schneller Wechsel mit dem man eigentlich nicht rechnet. Leider war das auch der Part, der mir langatmig vorkam. Mag sein, dass ich einfach nur nichts damit anfangen kann, wenn es zu sehr gewollt kritisch wirkt. Der Politische Aspekt hat mir einfach nicht gefallen, aber nicht weil er nicht realitätsnah war, sondern weil er es meistens doch war.

Ich muss zugeben, dass mich das Buch nur interessiert hat, weil es eben mitunter von George R.R Martin geschrieben wird. Da ich Game of Thrones gelesen und gesehen habe, war ich neugierig auf andere Werke von dem Autor. Der Rückentext des Buches klang interessant und nach meinem Geschmack. Dass es sich hier nicht um den ersten Band handelt, war mir anfangs auch nicht klar, aber ich habe mich dennoch darauf eingelassen. Grundsätzlich war die Geschichte nicht schlecht, aber durch das fehlende Hintergrundwissen und die schwere Thematik am Ende, kann ich nur 3,5/5 Rawr's vergeben.

Big Brother meets Heroes

Von: Krissy M. Datum : 05.03.2015

withherownwords.blogspot.de/

Inhalt:
Big Brother meets Helden - so könnte man es kurz beschreiben. Amerika sucht seinen nächsten Superhelden. Angefangen hat es in den 40ern mit dem Wild Cards Virus der 90 % der Menschheit auslöschte, 9 % der Menschen wurden zu Joker, die furchtbar entstellt wurden und die restlichen 1% sind die Asse, die Superhelden, die Menschen mit besonderen Fähigkeiten. Da wäre Jonathan Hives, der sich in einen Schwarm Wespen verwandeln kann. Lohengrin der eine undurchdringliche Rüstung heraufbeschwören kann. Earth Witch, die mit reiner Gedankenkraft die Erde um sich herum beherrschen kann. Curveball, die mit ihrer Kraft Dinge die sie schleudert steuern kann. Die kleine elfjährige Dragon Girl, deren Kuscheltiere sich in echte Tiere verwandeln können - und noch viele weitere. All diese Asse wollen der nächste Superheld von Amerika werden. Castings folgen und zum Schluss bleiben 28 über die in 4 Gruppen eingeteilt werden und dementsprechend zusammen in Häusern wohnen und sich täglichen von Kameras begleiten lassen.
Wer wird "Americas next Superhero"?
So wird das Buch beschrieben, allerdings werden einige Asse auch vor reale Probleme gestellt. Ist es schon zu spät zu zeigen das in ihnen wahrer Heldenmut steckt?

Meine Meinung:
Ich bin am Anfang wirklich schwer in Buch gekommen, da es mit einem Kapitel angefangen hat das für mich gar kein Sinn machte. Es beginnt total unvermittelt und ich brauchte meine Zeit um hineinzufinden. Wenn man dann allerdings in der Geschichte drin ist, liest es sich ziemlich schnell trotz 544 Seiten ;) Im Endeeffekt klärt sich dann noch auf was es mit dem Kapitel auf sich hat.
Die Story ist echt genial, etwas das ich noch nirgends gelesen hab. Erst im Nachhinein hab ich herausgefunden das es diese Helden schon sehr lange als Kurzgeschichen, Comics etc. gibt und jeder Autor andere Helden erfunden hat. Teils irritiert das im Buch, man merkt schon das viele versch. Autoren am Werk waren durch Perspektivenwechsel und Ausdrucksweisen. Allerdings stimmt hier der Spruch "Viele Köche verderben den Brei" so gar nicht. Die Geschichten gehen schön ineinander über und man erfährt immer mehr über die einzelnen Asse. Sowohl die bereits ausgeschiedenen als auch die, die noch im Rennen sind.
Ähnlich wie bei den uns bekannten Castingshows ist da doch immer mal einer oder zwei bei den man mehr mag und dem Sieg gönnt.
Interessant war zu erfahren wie sich manche Charaktere durch die Show entwickelt haben, wie sie ihre Kräfte besser einsetzen und was sie wirklich damit bewirken können. Man erhält allerdings auch einen Blick hinter die Kulissen und wie es abgeht und man kann sich wirklich vorstellen das es bei den unsbekannten Show auch so sein könnte. Man macht sich Gedanken, genauso wie die Protagonisten, ob es nicht doch was wichtigeres auf der Welt gibt als sich durch eine Castingshow zu publizieren. Und so rücken auch die wirklichen Probleme in den Vordergrund.
Allerdings muss ich sagen das mir das Kapitel von George R. R. Martin am wenigsten gefallen hat, es war etwas konfus geschrieben und strotzte nur so vor Kommas. Das gefällt mir nicht wirklich und ich bemängel es bei einigen Bücher immer wieder, aber das ist natürlich eine persönliche Einstellung ;) Für mich zog es sich in dem Moment total in die Länge und ich wollte schon fast gar nicht mehr weiter lesen.
Das Buch endet ganz anders als gedacht, ich war der Meinung das es fast ausschließlich nur um diese Casting Show geht aber weit gefehlt. Zum Ende hin geht es nochmal richtig zur Sache und unsere Helden können ausserhalb von American Hero zeigen was wirklich in ihnen steckt.
Da es mich nicht total überzeugen konnte gibt es von mir nur 4 von 5 Herzchen für Wild Cards.

Comic-Story in Buchformat

Von: Shosatsu Datum : 04.03.2015

shosatsu.de

Die Story hört sich sehr interessant an, normalerweise würde so etwas eher als Comic geben, da finde ich die Buchform mal sehr spannend. Man merkt nicht das mehrere an diese Buch gearbeitet haben, die Kapitel lesen sich flüssig und sind gut aufeinander Abgestimmt. Eine Meisterleistung, wo man doch immer sagt: “Zu viele Köche verderben den Brei” Hier ist es gelungen.
Was ich sehr Schade finde ist, das nirgends die anderen Autoren erwähnt sind, auch das die WildCard Reihe schon länger gibt und das “Das Spiel der Spiele” Band 18 ist! Man kann ihn zwar ohne Vorwissen lesen, aber ich finde sowas hätte man schon erwähnen sollen. Aktueller Verlag ist der Randomhouse/Penhaligon/Blanvalet Verlag und auch auf Facebook zu finden. Dieser hat nun die Rechte an Band 18-20 und soll diese als Trilogie rausbringen. Was ich jedoch sehr spannend finde ist das Im Oktober 2011 Syfy Films die Film- und Fernsehrechte an Wild Cards erworben hat, da hoffe ich echt drauf, da mir die Story an sich sehr gefällt.
Alles in allen dennoch ein gelungenes Buch und definitiv lesenswert. Mein Freund ist auch begeistert, es ist Fantasy durch und durch, aber man sollte bedenken es NICHT mit “Das Lied von Eis und Feuer” zu vergleichen. Es sind zwei unterschiedliche Storys und unterschiedliche Werke, wen das eine gefällt muss das andere nicht gleich mögen. Mir sagte DLvEuF nicht zu, aber Wild Cards definitiv.

Die etwas andere Castingshow...

Von: FrauWolkenweiss Datum : 27.02.2015

American Hero ist eine Castingshow der besonderen Art. 28 Personen, die in vier Teams – Pik, Herz, Karo und Kreuz, eingeteilt werden und keine gewöhnlichen Menschen sind. Sie gehören einer Minderheit an, die mit dem Wild Card Virus infiziert wurde. Für die meisten Infizierten endet das Virus tödlich, denn ähnlich wie bei einem Pokerspiel, kann entweder eine Pik Dame gezogen werden, was zum Tod führt, eine Joker Karte, die einen mutieren lässt, oder ein Ass, das einen mit Superkräften ausstattet. Bei American Hero treten die vier Teams in Missionen gegeneinander an und müssen, falls sie die Mission nicht erfolgreich abschließen, immer einen aus ihrer Gruppe herauswählen. Am Ende kann schließlich nur einer American Hero werden und eine Million Dollar gewinnen. Wie von einer typischen Castingshow gewohnt, gibt es auch hier Intrigen, aufkeimende Freundschaften und harten Konkurrenzkampf. Das Ganze wird von vielen Kameras, ganz im Sinne von Big Brother, aufgezeichnet und verweigert den Kandidaten, die in “Teamhäusern” wohnen, jegliche Privatsphäre. Parallel zur Castingshow wird in Ägypten der aktuelle Kalif kaltblütig ermordet und die Schuld einer in Ägypten ansässigen Jokerterrorgruppe zugeschoben. Dies führt bald zu einem internationalen Einsatz, bei dem auch die American Hero Asse eine große Rolle spielen.

“Das Phantomgebilde hat etwas für sich, aber die Realität ruft dir erst so richtig ins Bewusstsein, wie berauschend solche Träume sein können. Ich bin von der Stadt des Überflusses direkt in die Stadt des hoffnungslosen Mangels geraten.” (S. 325)

“Wild Cards” ist ein spezieller Roman. Er wurde von insgesamt 9 Autoren geschrieben, die die Geschichte aus der Perspektive von jeweils einem Charakter erzählen. Obwohl jeder Autor einen anderen Schreibstil hat, fällt dies während dem Lesen kaum auf. Zwar schreibt manch einer flüssiger und einnehmender als ein anderer, aber letztlich ähneln sich die Schreibstile doch sehr. Die Idee hinter diesem Buch fand ich wirklich genial und auch die verschiedenen Fähigkeiten der Asse sind sehr interessant. Obgleich der Sinn der ein oder anderen Fähigkeit fraglich ist, gibt es auch tolle Superkräfte, die von den Charakteren während der Show weiterentwickelt werden. Der Aspekt, dass sich jede Person in seinen Fähigkeiten noch steigern kann und diese nicht fertig entwickelt sind, fand ich besonders bemerkenswert. Die Show an sich wirkte sehr klischeehaft aufgebaut und jeder, der schon einmal eine Castingshow gesehen hat, kann diesen Eindruck sicherlich bestätigen. Es fehlte leider auch eine gewisse Tiefe, die an manchen Stellen etwas Spannung in die Show hätte bringen können. Wie auch im echten Leben sind alle typischen Casting-Stereotypen in “American Hero” vertreten: vom von sich selbst überzeugten Musiker, zur Showschönheit bis zum ruhigen Mädchen von nebenan. Dadurch, dass die Charaktere sich so stark voneinander unterscheiden, entwickelt man als Leser schnell Präferenzen für ein gewisses Team oder eine spezielle Person. Problematisch ist hierbei nur, dass lieb gewonnene Charaktere im nächsten Kapitel nur noch am Rand auftauchen und der Fokus auf einen anderen gesetzt wird. Dies ist in meinen Augen einer der größten Kritikpunkte an diesem Buch. Man lernt einen Charakter samt seiner Hintergrundgeschichte kennen, findet ihn sympathisch und wird im nächsten Kapitel dazu gezwungen einen neuen Charakter von der Pike auf kennenzulernen. Diese stetigen Kennenlernphasen und das Entreißen dieser bekannten Person haben mich und den Lesefluss sehr gestört. Wäre die Geschichte nur aus einer oder maximal zwei Perspektiven erzählt, könnte man sich besser in die Geschichte hineinfinden und über die ein oder andere Länge hinwegsehen.

“Das Problem mit Klischees ist, dass sie in der Wahrheit wurzeln. Wenn du also tief gräbst und kämpfst und dich abrackerst und blutest und gelegentlich vielleicht sogar stirbst, um die Wahrheit zu finden, dann stehst du am Ende manchmal – nicht immer aber manchmal – mit etwas da, das du auch als weisen Spruch auf einer Postkarte hättest kaufen können.” (S.538)

Desweiteren entwickelte sich der Roman in eine von mir nicht erwartete Richtung. Von der etwas oberflächlichen, dennoch unterhaltsamen Castingshow mitten in ein Kriegsgebiet mit Mord und Totschlag. Meine anfängliche Begeisterung für das Buch wich immer mehr der Frage: “Wann ist dieses Buch endlich aus?”. Leider traf das Buch während dieses Handlungsumschwungs gar nicht mehr meinen Geschmack und ich war desöfteren davor es abzubrechen. Ich empfand es wirklich als störend, dass “George R.R. Martin” größer als Titel & Co geschrieben sind. Dieser Umstand suggeriert dem ahnungslosen Käufer sofort, dass es sich um Martins neustes Werk handelt. Erst bei näherem Hinsehen offenbart das kleingedruckte “Herausgegeben von”, dass er nur daran beteiligt war. Wie man dieses Vorgehen bewertet, bleibt jedem Selbst überlassen. Ich finde es allerdings sehr irreführend und schlichtweg werbetreibend. Andererseits glaube ich kaum, dass das Buch dieselbe Resonanz erhalten hätte, wenn einer der anderen 8 an diesem Buch beteiligten Autoren, das Buch veröffentlicht hätte.

Fazit

Ein Buch, das mich sehr zwiegespalten zurücklässt. Eine sehr interessante Idee mit durchschnittlicher Umsetzung, die sich in eine andere Richtung entwickelte, als ich zunächst annahm. Kein Mainstream Buch, das in jedem einen potenziellen Leser finden würde.

~ Science Fiction mal anders. Modern, flott und außergewöhnlich ~

Von: Sasija Datum : 18.01.2015

sasija.blogspot.de

~ Schreibstil ~
Wild Cards wurde von vielen unterschiedlichen Autoren verfasst und hinterlässt 31 Handschriften, von denen 6 aktiv am erzählen sind.
Obwohl so viele verschiedene Autoren mitgewirkt haben, fällt es einem nicht schwer vom einen Schreibstil in den nächsten zu hüpfen. Wir Leser werden sowieso einfach in die Fakten hineingeworfen und merken es nicht einmal, wenn wir es in der Überschrift nicht gelesen hätten, dass der Autor gewechselt hat.

~ Der erste Satz ~
Wer zur Hölle war Jetboy?

~ Die Geschichte und meine Meinung ~
Durch das Wild-Crads-Virus, das in den 40ern ausgebrochen ist, mutiert die Menschheit auf unterschiedliche Weise. Je nachdem welche Karte man zugespielt bekommt! Zieht man ein Ass, so bekommt man eine besondere Fähigkeiten, wie fliegen, extrem stark sein oder schneller als der Wind laufen. Bei einem Jocker hingegen mutiert der Körpers zu fremdartige Wesen, die besondere Merkmale wie acht Arme oder das aussehen eines Tieres mit sich bringt.

Ich dachte sogleich an X Men und der Mutantenwelt. Ein bisschen Ähnlichkeit hat das ganze damit schon. Denn wie Storm den Wind beherrschen kann, so kann es auch ein Charakter in Wild Cards. Doch die Ideen der außergewöhnlichen Fähigkeiten macht Wild Crads wieder einzigartig und gut.

Johnatan Hive kann sich in kleine grüne Wespen verwandeln und an viele, weit entfernte Orte gleichzeitig sein. Oder Ana, die kleine Unscheinheilige hat eine Kraft in sich, mit der sie die Erde beherrscht und zum beben bringen kann. Die Charaktere sind wunderbar ausgedacht und prima ausgearbeitet, was es uns Lesern einfacher macht, die vielen Protagonisten und deren Namen zu Beginn auch zu behalten und vor allem zuzuordnen. Denn in Wild Cards haben wir nicht nur die realen Namen, sondern auch die Pseudonyme, mit denen sich die Asse bzw. Jocker in der Show präsentieren. Das war nicht immer einfach, doch durch die unterschiedlichen Erzählweisen der einzelnen Charaktere, lief das wunderbar.

Das jeder Charakter einen Teil der Geschichte erzählt, liegt auch daran, das unterschiedliche Autoren die Texte verfasst haben. So schreiben 31 Personen, an den Personen und der Story, die die einzelnen Texte zu einem Buch werden lassen. Davon erzählen 6 Autoren - G. R.R. Martin eingeschlossen - aktiv die Geschichte und wir bekommen so, aus den verschiedenen Blickwinkel, ein wunderbares Sci-Fi-Schauspiel geboten.

Im Vordergrund der Geschichte, ist die Talentshow "America's next Superhero", die tatsächlich so aufgemacht ist, wie wir sie aus unseren Fernsehsendungen kennen. Die Asse und Jocker gehen zu Castings und stellen dort, vor einer dreiköpfigen Jury, ihr Können unter Beweis. Danach werden sie in vier Gruppen eingeteilt und müssen nun, gemeinsam als Team, bestimmte Herausforderungen meistern. Wer nicht passt oder Bockmist baut, wird rausgewählt. Bis eben nur noch zwei im Finale stehen. Ob das im Showbusiness wirklich so Hero-Like ist, sei mal dahingestellt... für die Zuschauer ist es auf alle Fälle ein Spektakel. (Panem-Déjà-vu :-) )

Unter den Teilnehmern bei "Amerikan's next Superhero" erfahren wir auch, Liebe, Freundschaft, Missgunst, Neid und Mobbing. Das ganz normale Rivalenleben von Jugendlichen eben :D
Doch trotz der Show und dem viel Gespielten, stechen einzelne Personen heraus, die wahrhaft heroisch sind und wirklich etwas in der Welt in der sie leben, auch dank ihrer Fähigkeit, ändern wollen.

In der Geschichte wird auch von Aufständen, Hunger, Leid und Krieg in Ägypten erzählt, wovor ich mich etwas fürchtete. Politische Aspekte sind nie so mein Fall. Hier in Wild Cards aber, wird dieses ganze Drumherum, richtig gut in eine Story von Heros verpackt, so das man einfach mittendrin ist und im Kampf mit fiebert bzw. mehr Hintergrund erfahren will, um besser zu verstehen. Dabei hilft uns auch Johnathan und seine Blogpost wunderbar. Der stetige Wechsel von Live-Geschehen-Erzählung zu seinen Presseberichten auf seiner Website, wirkte für mich sehr interessant.

Einen kleinen Schwächeanfall hatte ich beim Schreibstil von Michael Cassutt. Seine Erzählform, hat mich sehr verwirrt, da sie sehr schnell wechselnd ist und seine Story Mitten im Geschehen anfängt. Da erst mal auf den Trichter zu kommen, war nicht so leicht. Dafür war der AHA-Effekt um so besser :D

~ Fazit ~
Das Buch konnte mich von Anfang an fesseln. Alleine schon, dass wir einen Blogpost von Jonathan Hive, dem Journalisten in der Runde, lesen dürfen, find ich toll und wunderbar modern.

Wir lernen zu Beginn sehr viele unterschiedliche Charaktere auf einmal kennen. Normalerweise bringt das den Leser gerne durcheinander oder verwirrt ihn durch zu viele Namen. Da aber die Kapitel aus den verschiedenen Charakteren erzählt und gezeigt werden, finden wir Leser wunderbar in die Person hinein und erleben die Ereignisse auf unterschiedlicher Weise.

Alle Autoren schreiben sehr modern und Zeitgerecht, was sicherlich viele junge Leser lieben werden.
Sie verpacken in Wild Crads den politischen Aspekt wunderbar in eine spannende und rasante Herogeschichte, so das wir nichts befürchten müssen.

Die Idee mit dem Casting und der anschließenden Show und Fights sind Zeitgemäß und klasse erzählt. Das interessiert uns.

Darfs ein Lieblings-Hero sein? Welcher is deiner ;-)

Castingshow unter Superhelden 

Von: Sonja aus Hannover Datum : 27.11.2014

kleeblatts-buecherblog.blogspot.de/


INHALT:
Als durch ein Virus die Menschheit mutiert, wird alles anders. Es gibt ab sofort Menschen mit besonderen Fähigkeiten und Superkräften: die sogenannten Asse. Einige nutzen die Kräfte, um zu helfen und andere versuchen, ihren Vorteil daraus zu ziehen. Eine handvoll Asse kommt bei einer Castingshow zusammen, denn Amerika sucht "The world's next super hero". Hier treffen Schönheit, Intelligenz und Außenseiter aufeinander und dann....kommt alles anders als gedacht.

FAZIT:
Als erstes oute ich mich mal als Unwissende. Unwissende? Ja, ich habe noch kein Buch der Games of Throne Reihe gelesen und auch noch keine TV-Minute gesehen.

Als ich dann die Zusammenfassung des Buches las, wurde ich bezüglich des Autors doch neugierig. Denn ich oute mich gern an dieser Stelle als Marvelfan. Zu gern habe ich damals die Comics gelesen und im TV gesehen. Daher war ich gespannt, wie eine Castingshow unter Superhelden wohl ablaufen würde.

Tja, eigentlich genauso wie im echten Leben. Ein paar spannende Szenen, Tränen, Intrigen, Freundschaften. Nichts Besonderes. Die Handlung plätscherte so dahin. Man lernte eine Vielzahl an Helden mit tollen Fähigkeiten kennen, aber spannend war es nicht. Ich gebe zu, ich war versucht aufzugeben, aber irgendwas hielt mich, Gott sei Dank, denn auf einmal kam es für die Asse ganz anders. Etwas Großes geschah und ab dem Moment (leider erst nach 2/3 des Buches) konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen.

Die Konflikte und Konfrontationen enthalten hier durchaus versteckte Gesellschaftskritik und Potential für weitere Bände, so dass die lange Durststrecke wohl einfach als lange Einleitung einer interessanten neuen Reihe zu werten sein dürfte.

Der Schreibstil lässt sich leicht und locker herunterlesen.

Aufgrund der neuen Elemente, der Ideen und der Wendung vergebe ich 4 von 5 Punkten!

http://kleeblatts-buecherblog.blogspot.de/2014/10/george-r-r-martin-wild-cards-das-spiel.html