Leserstimmen zu
Die vergessenen Worte

Liz Trenow

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„Die vergessenen Worte“, ein Roman über ein Familiengeheimnis, welches auf zwei bzw. drei Zeitebenen erzählt wird. Zum einen offenbart die alte Dame Maria Romano aus ihrem Leben, welches im Jahre 1911 in einem Waisenhaus nach dem Tod ihrer Mutter ihren Lauf nimmt. Fast hundert Jahre später, im Jahr 2008, räumt Caroline im Haus der Mutter auf, um Platz für Renovierungsarbeiten zu schaffen. Dabei findet sie in einem alten Koffer einen sehr alten Quilt. Bei näherem Betrachten fallen ihr zwei Zeilen, mit mit Kreuzstich eingestickt waren, auf. Diese Patchworckdecke war schon vom ersten Anblick etwas ganz besonderes. Die Liebe zum Detail und die sorgsam ausgesuchten Stoffe waren erkennbar. Der Quilt war von ihrer Großmutter und deren Wunschwar, dass dieser in Carolines Besitz geht. Zitat S. 42 „Hab diesen Quilt gestickt mit all meiner Liebe, voller Stolz, mit Hingabe und Herz. Du bist fort, nur ich muss bleiben, doch durch ihn bist du bei mir, das lindert den Schmerz.“ Diese beiden Sätze wecken Carolines Neugier und werfen logischerweise Fragen auf. Welche Geschichte verbirgt sich dahinter? Sie beginnt mit ihren Nachforschungen. Dabei behilflich ein Bekannter und sie finden heraus, dass die Materialien früher für die Aussteuer der Prinzessin Maria von Teck, die den Sohn von Königin Victoria heiraten sollte, verwendet wurden. Aber wie kam so etwas Königliches in den Besitz der Großmutter? Während ihrer Nachforschungen stößt Caroline auf ein Interview auf Tonbandcassetten, aufgenommen von einer Studentin ihres Vaters im Jahre 1970 mit Maria Romanow. Maria, die im Helena Hall Hospital, einer psychiatrischen Einrichtung lebte. Gefühlvoll und lebendig bringt die Autorin das frühere Leben der Maria Romanow zu Papier. Maria und ihre beste Freundin haben großes Glück, denn sie besitzen ein großes Talent. Ihre Nähereien werden bewundert und so kommen sie in den königlichen Haushalt des Buckingham Palace. Dort arbeiten sie ab sofort in der Näherei. Vergangenheit und Gegenwart werden durch den Quilt miteinander verbunden. Und während sich die Geschichte entfaltet, öffnet sich langsam das Geheimnis und die Bedeutung um die kostbare Patchworkdecke. Das Buch fängt die Stimmung der damaligen Zeit in England hervorragend ein. Ich habe mich wirklich in die Gegebenheiten versetzt gefühlt. Es geht hier um das Leben und Leiden der Maria, aber auch um das von Caroline. Doch lest selbst. „Die vergessenen Worte“, eine ergreifende Geschichte, die von verlorener Liebe, einer berührenden Freundschaft, der nicht standesgemäßen Liebe handelt. Sehr schön und interessant geschrieben durch die unterschiedlichen Sichtweisen.

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