Leserstimmen zu
Der Winter der schwarzen Rosen

Nina Blazon

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Magisch

Von: Jessica S.

05.11.2018

Inhalt: In einer Festung, geschützt durch dunkle Magie, suchen die Zwillingsschwestern Tajann und Liljann Zuflucht vor ihren Verfolgern. Die Liebe der einen Schwester wird zur Obsession werden und die der anderen wird eine wahre Liebe sein. Denn mit den dunklen Mächten spielt man nicht und etwas lauert in den Mauern, etwas Unberechenbares, etwas Böses ... Fazit: Die Geschichte ist gut jedoch hat es etwas gebraucht bis sie mich erreicht hat. In der Story geht es um liebe, Intrigen, Wut und Kampf an sich alles was ein guter Roman braucht - jedoch kam ich mit den unterschiedlichen Sichtweisen etwas durcheinander, da für mich kein eindeutiges Schema erkennbar war, deswegen sind es "nur" 4 Sterne ❤

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Tajann und Liljann sind Zwillinge und könnten doch unterschiedlicher nicht sein. Während die erstgeborene Liljann ruhig und in sich zurückgezogen ist, ist Tajann die wildere und vor Energie strotzende Person. Die Zwillinge leben in einer Welt, in der der Erstgeborene in eine vorgegebene Richtung gehen muss, um dort Land zu erobern. Erst dann ist das zweitgeborene Kind frei und kann entscheiden, wohin es möchte. Tajann kann es kaum erwarten, ihr eigenes Leben zu beginnen, denn sie möchte in die Zirtadelle zur Lady und hat sich außerdem in Janeik verliebt. Doch Liljann macht es ihr nicht gerade einfach - denn sie möchte nicht gehen! Und gemäß dem Gesetz darf Tajann ihr Elternhaus nicht verlassen, bevor Liljann das tut. Sie schmiedet einen Plan, doch was sie damit ins Rollen bringt, hätte sie nie voraussehen können... Magie. Liebe. Verrat. Und das alles in einer sehr düsteren Umgebung. Nina Blazon gelingt es, eine düstere Welt zu erschaffen, die etwas Besonderes und Eigenes ist und einen sofort in ihren magischen Bann zieht. Der Schreibstil der Autorin ist fließend und angenehm zu lesen, wenn auch sehr poetisch. Anfangs muss man sich an die detaillierte und etwas ausschweifende Erzählung gewöhnen, doch dafür braucht man nicht lange. Durch den Erzählstil wirkt die Geschichte wie eine Art Märchen, roh, dunkel und verschlingend. Die Story selbst ist sehr abwechslungsreich und spannend. Es wird abwechselnd aus den Perspektiven der beiden Zwillingsschwestern erzählt, sodass man sich in beide hineinversetzen kann. Liljann fand ich persönlich die nettere der beiden, doch auch Tajann konnte man irgendwie verstehen. Wer will schon für immer daheim eingesperrt sein, wenn man eigene Träume hat? Wir erhalten hier gleich zwei bittersüße und träumerische Liebesgeschichten gepaart mit viel Verrat, Traurigkeit, Mystik, Magie, düsteren Entwicklungen und einem sehr faszinierten Gesellschafts- und Weltenentwurf. Erst nachdem ich das Buch fertig gelesen hatte, habe ich gelesen, dass es noch weitere Bücher in dieser Welt gibt. Man kommt jedoch auch wunderbar mit, ohne diese Bücher zu kennen, denn es ist ein eigenständiger Band. Die Geschichte entwickelt sich sehr langsam und bedächtig und nimmt erst später an Fahrt auf. Dennoch wird es nie langweilig und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Das Ende ist auf den ersten Blick erschreckend - und durchaus unvorhersehbar. Aber gerade deswegen gefällt es mir sehr gut, denn es ist bittersüß und konsequent. Fazit Ein Rausch der Sinne und ein perfekter Fantasyroman. Düster und bitter und doch so wunderschön. Die Geschichte hat alles, was ein Fantasyroman braucht: eine gute Story, Spannung, Liebe, Magie, eine fantastische und detailliert ausgearbeitete Welt und vielseitige Charaktere. Außerdem ist die Story wirklich mal etwas Anderes und nicht der xte Aufwasch einer altbekannten Geschichte... Und damit wäre auch geklärt, dass das nicht mein letzter Nina Blazon Roman bleiben wird.

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Zugegeben, anfangs hatte ich mit der Geschichte so einige Probleme. Die ersten 100 Seiten lernt man die beiden Schwestern kennen, ihre Sehnsüchte und Ängste. Abwechselnd erzählt Tajann in der Gegenwart, Liljann in der Vergangenheit ab dem Zeitpunkt, an dem sie zum Roten Fest der Lady gerufen werden. Beide lernen hier geheimnisvolle Männer kennen und man gewinnt den Eindruck, dass sie die Liebe des Lebens gefunden haben. Wenn da nicht die äußeren Umstände wären. Liljann hat bereits als Kind ihren Weg als Erstgeborene gewählt, fernab der Heimat im barbarischen Grauland. Alles in ihr sträubt sich gegen ihr Schicksal. Doch bleibt ihr nichts anderes übrig, wenn sie dem Leben ihrer Schwester nicht länger im Weg stehen will. Die Geschichte an sich gefiel mir zu diesem Zeitpunkt schon sehr gut, jedoch hätte ich auf den - für meinen Begriff vielen - Schmalz und Herzschmerz verzichten können. Als Liljann nun endlich mit Volok ins Grauland aufbricht und Tajann in die Burg der Lady darf, beginnt die Geschichte an Tiefe zu gewinnen. Der Verrat der Schwester sitzt tief und allgemein erzählt das Buch von sehr viel Verrat. Man weiß nie, wem man wirklich vertrauen kann und darf. Liljanns Geschichte ging mir persönlich näher als die ihrer Schwester, da sie lange Zeit allein mit ihren Geheimnissen ist. Doch auch Tajann konnte mich irgendwann für sich und ihre Sache einnehmen und so flogen die Seiten nur noch so dahin. Es ist eine wundervolle Mischung aus fantastischen und märchenhaften Elementen, verflochten in einer magischen Geschichte. Auch das Ende konnte mich überzeugen, denn auch wenn es die ganze Zeit so scheint: Es endet anders, als angenommen. Und das fand ich gut, denn das wog den Jugendschmalz der ersten Seiten wieder auf. Ein wenig schade ist natürlich, dass man nicht alle Fäden bis zum Ende hin verfolgen konnte, denn dank der Perspektiven der Schwestern blieben die Ereignisse außerhalb ihres Wirkens etwas blass und unscheinbar. Fazit Eine märchenhafte Reise in ein fernes Land, das irgendwo hinter unserem liegt. Eine Geschichte voller Verrat, Liebe und mit einer Prise Magie. Eine Geschichte, bei der es sich lohnt, am Ball zu bleiben.

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Das Cover entspricht total meinem Geschmack. Es strahlt eine gewisse schlichte Eleganz aus und die Gestaltung passt einfach wunderbar zum Inhalt des Buches. Inhalt: Tajann und Liljann sind Schwestern und leben in einer magischen und düsteren Welt, die von einer machtgierigen Königin beherrscht wird. Liljann ist die Erstgeborene und muss nach ihrem siebzehnten Geburtstag wegen einer alten Tradition ihre Heimat verlassen, damit auch Tajann frei wird. Tajann und Liljann verlieben sich beide, doch nur eine Liebe ist echt. Die andere ist eine gefährliche Besessenheit. Um ihre Freiheit zu erlangen, lässt sich Tajann auf einen düsteren Pakt mit der Königin ein, der ihr Leben und das ihrer Schwester gefährdet... Einstieg: Dieses Buch hat mich schon eine ganze Weile interessiert und nun ist es endlich als Taschenbuch erschienen. Die vielen Seiten haben mich zuerst etwas abgeschreckt, aber man kommt schon am Anfang sehr schnell durch und nach einer kleinen Eingewöhnungsphase bin ich auch damit zurechtgekommen, dass das Buch aus der Sicht beider Schwestern geschrieben ist. Schnell ist man in dieser magischen Welt gefangen. Tajann ist impulsiv, leidenschaftlich, selbstbewusst, abenteuerlustig und sehnt sich in vollen Zügen nach Freiheit. Endlich möchte sie ihren Vater zurücklassen und an den königlichen Hof gehen. Man merkt ihr dabei auch an, dass sie eine skrupellose und listige Seite hat, doch sie vergisst nie ganz ihre Familie. Ihr Charakter ist wirklich wunderbar ausgearbeitet; mit Ecken und Kanten; und wirkt daher sehr realistisch. Sie macht Fehler, was sie unheimlich menschlich macht. Liljann ist in vielerlei Hinsicht das Gegenteil ihrer Schwester und doch haben die beiden viel gemeinsam. Man merkt ihnen beiden an, dass sie einander lieben, auch wenn sie, wie es bei Schwestern ja auch üblich ist, oft voneinander genervt sind. Liljann ist eher zurückhaltend und man hat das Gefühl, sie lebt in ihrer eigenen Welt, denn im Gegensatz zu ihrer Schwester hat sie sich der Magie zugewandt. Sie hat eine sehr gefühlvolle Seite und weiß sich durchzukämpfen. Insgesamt ist auch sie ein wirklich gut ausgearbeiteter Charakter, den man einfach gernhaben muss. Auch auf die Ausarbeitung der Nebencharaktere wurde in diesem Buch viel wert gelegt, weshalb man vielen facettenreichen Personen begegnet, die man nicht sofort entschlüsseln kann. Man weiß auch nie, wem man nun vertrauen kann und wem nicht... Die Welt wirkt alles in allem realistisch und detailreich. Der einzige Kritikpunkt, der mir da einfällt, ist, dass der Horizont im Buch eher begrenzt ist und man über die anderen Königreiche nur wenig bis gar nichts erfährt, was ich etwas schade fand, da so das große Ganze fehlt. Sonst ist die Welt allerdings gut aufgebaut und auch die magischen Wesen, die auftreten, sind super konzipiert und alles hängt in gewisser Weise miteinander zusammen. Auch über die Geschichte hinter der Entstehung dieser Welt erfährt man in diesem Buch einiges. Die Story hat sich meiner Meinung nach unheimlich spannend angehört und ich war wirklich gespannt, ob das Buch meinen Erwartungen gerecht werden würde. Dadurch dass man nie weiß, wer in diesem Buch nun ein falsches Spiel spielt oder wer ernste Absichten verfolgt, wird eine gute Grundspannung erzeugt, die durch den magischen Aspekt nochmals ausgeweitet wird. Auch das ewige Spiel um Leben und Tod macht das Buch schlichtweg sehr interessant. Zwischendurch gab es dennoch auch mal ein paar Längen, was im großen und ganzen aber nicht allzu schlimm war. Der Wechsel der Perspektiven zwischen den beiden Schwestern empfand ich zunächst als etwas störend, aber man gewöhnt sich daran und die Idee dahinter ist natürlich auch super, denn so weiß man, was gerade im Leben beider passiert und was beide fühlen und denken. Der Schreibstil hat mir insgesamt sehr zugesagt, da man dem Geschehen gut folgen konnte und alles detailreich beschrieben wurde, sodass man sich ein ausführliches Bild der jeweiligen Situation machen konnte. Fazit: Ein tolles Buch für alle Fantasy Fans, das von einer gut ausgearbeiteten Welt und klasse Charakteren zeugt! Bewertung: 4,5 von 5 Sternen Vielen Dank an den cbt Verlag und das Bloggerportal für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!

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Sehr spannend geschrieben! Tajann und Liljann schlagen zwar unterschiedliche Wege ein, treffen aber im Laufe der Geschichte wieder aufeinander. Diesmal aber unter anderen Voraussetzungen, da Liljann um ihr Überleben kämpft, da sie von einem Monster, mit dem sie durch ihre Schwester verheiratet ist, verfolgt wird. Tajann ist mit Janeik auf der Flucht vor dessen Mutter, da Janeik eigentlich mit einer anderen Frau verheiratet werden soll. Die Festung, in der sie sich verstecken, wird von Magie geschützt. Diese wird von ihnen genutzt, obwohl sie nicht wissen, was sie damit auslösen. Fazit: Man ist sich ja als geneigter Leser so sicher, wer in dieser Geschichte die Guten und wer die Bösen sind. Aber ist alles wirklich so? In diesem Buch ist nichts so, wie es scheint. Also heißt es auch beim Lesen: Vorsicht! Wer weiß, wem du gerade dein Vertrauen schenkst. Das Cover: ein Hingucker! Die Autorin: wie immer klasse! Hab ich schon erwähnt, dass ich ihre Bücher liebe? Ja? Macht nichts. Kann man nicht oft genug sagen. Wie immer ein Leseerlebnis der besonderen Art! Vielen Dank, Nina!

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Endlich habe ich dieses Buch beendet. Ich bin eigentlich immer sehr begeistert von den Büchern der Autorin gewesen, aber mit „Der Winter der schwarzen Rosen“, habe ich mich leider sehr schwer getan. Ich musste es mehrfach erneut anfangen und hatte auch nachdem ich den Einstieg gefunden habe, öfter Pausen gebraucht. Man kann wohl schlicht und ergreifend sagen, dass dies einfach nicht mein Buch war. Die zweite Hälfte des Buches konnte ich dann jedoch in einem Rutsch beenden, was mir die Bewertung des Gesamtwerkes auch unglaublich schwer macht. Die beiden Schwestern Tajann und Liljann kommen in dem Buch beide relativ abwechselnd zu Wort. Es wird stetig aus beiden Perspektiven geschildert und dieser Wechsel wurde einem optisch in der Schriftart und manchmal durch Überschriften näher gebracht. Trotzdem hatte ich am Anfang enorme Schwierigkeiten ständig die Perspektiven zu wechseln und kam öfter durcheinander. Das hat meinen Lesefluss deutlich gestört und dadurch kam ich auch einfach nicht in die Geschichte rein. In der ersten Hälfte des Buches gab es einige Längen, die ich kaum ausgehalten habe und als sehr langweilig empfunden habe. Oft hatte ich einfach keine Lust weiterzulesen. Der Schreibstil von Nina Blazon hat mir allerdings wie immer sehr gefallen, daran hat es wirklich absolut nicht gelegen. Ich denke, es war einfach nicht meine Geschichte und anderen Lesern wird es vielleicht durchaus gefallen. Die geschaffene Atmosphäre hat mir nämlich sehr gut gefallen. Tajann und Liljann sind mir beide nicht sonderlich nah gegangen und ich bin froh, dass das Buch ein abschließendes Ende bekommen hat. Die schwesterlichen Gefühle der beiden wurden gut rübergebracht, allerdings habe ich einige Aktionen nicht nachvollziehen können. Auch die anderen Charaktere haben es mir einfach nicht angetan. Es gab nicht einen unter ihnen, von dem ich gern mehr erfahren hätte. Das Cover und die Umschlaggestaltung ist ein Traum und passt perfekt zu dem Inhalt, hier kann man wirklich ein großes Lob aussprechen. Da ich schon einige Bücher von Nina Blazon gelesen habe, die mir durchaus gefallen haben, werde ich ihr sicher nochmal eine Chance einräumen und ich bin auf ihre nächste Veröffentlichung gespannt. Abschließend kann ich sagen, dass mich dieses Buch einen sehr langen Zeitraum begleitet hat und mir die Geschichte dadurch wohl auch noch lange Zeit in Erinnerung bleiben wird. Fazit: Keine Empfehlung. Die Autorin hat in meinen Augen schon bessere Bücher geschrieben!

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Denke ich an meine Teenie- Lesejahre zurück, dann ist NINA BLAZON mit ihren wunderbaren magischen Büchern nicht wegzudenken. Wenn ich jetzt zu ihren Büchern greife, dann ist das immer wie nach Hause zu kommen. Jedes Mal nimmt sie mich wieder gefangen mit ihren wunderbaren Weltenentwürfen. Aber ganz wichtig: Nina Blazon ist (für mich) ALL AGE. Egal wie alt, ihre Bücher versprühen diesen besonderen Zauber, der einen in jeder Lebenslager zu begeistern schafft. Also nicht von dem Etikett "Jugendbuch" abschrecken lassen und sich entführen lassen in den WINTER DER SCHWARZEN ROSEN... MAGIE. LIEBE. VERRAT. und DÜSTER. Liljann und Tajann sind Zwillingsschwestern und doch so wie Tag und Nacht. Liljann ist das Helle, das in sich Zurückgezogene, das, was liebt und verzeiht. Sie lebt mit einem Fuß im Jenseits, sieht Feen und scheint manchmal nicht von dieser Welt zu sein. Tajann hingegen liebt das Leben und bestreitet es voller Energie und Wünsche. Sie ist das Düstere, das aus Leidenschaft nur an sich denkt und dazu neigt die zu verraten, die sie lieben sollte. Und trotzdem ist es die schüchterne Liljann, die als Erstling, wie die Erstgeborenen in der Welt der Zwillinge genannt werden, die nach dem Gesetz ihres Landes an ihrem siebzehnten Geburtstag das Haus ihres Vaters verlassen muss, um neue Lande zu erkunden und zu erobern. Doch drei Wochen vor diesem einschneidenden Ereignis werden die beiden unterschiedlichen Mädchen zu einem Fest an den Hof der gefährlichen & tyrannischen Lady geladen. Nicht nur sie hat ihre eignen Pläne mit Liljann und Tajann, sondern auch die beiden Männer, die die beiden in dieser Nacht kennenlernen. Auf ihrer Flucht vor einem fremdbestimmten Schicksal werden die beiden getrennt und müssen feststellen, dass dort draußen etwas viel größeres, magisches und dunkles lauert. Im Winter der schwarzen Rosen hat Nina Blazon wieder eine meisterhafte Welt geschaffenen, die so eigen und besonders ist in ihren Regeln und Entwürfen, dass man nicht anders kann, als sich von ihr in ihren magischen Bann ziehen zu lassen. Es ist ein Märchen aus uralten Zeit, aus einer längst vergessenen Vergangenheit, das noch nicht weichgespült worden ist. Kein Vergleich zu den "modernen" Versionen von Cinderella oder Die Schöne & das Biest. Das hier ist roh, dunkel und verschlingt einen. Es ist archaisch und man kann der Magie noch nachspüren, auch wenn die Lady auf grausame Weise versucht diese auszurotten. Beim Lesen weiß man genau, dass es ein Happy End geben könnte, aber genau so gut könnte Liljanns und Tajanns Geschichte vollkommen von der dunklen Magie der schwarzen Rosen verschlungen werden. Die Spannung ist auf jeder einzelnen Seite spürbar. Ich habe 2016 viele gute Bücher gelesen, auch einige sehr gute. Aber von dieser Sorte, die man beim besten Willen nicht aus der Hand legen kann, waren nur eine handvoll dabei. Und dieses ist eines davon. Die Autorin hat diese ganz spezielle Weise zu erzählen, die etwas poetisches an sich hat. Sie macht aus ihren Geschichten Märchen. Märchen mit Gut und Böse, in denen die Grenzen aber nach und nach verschwimmen. Jedes Buch und somit jedes Märchen hat ihre eigenen Motive, Regeln und Welten. Und jedes ist einzigartig und besonders. Ihr Schreibstil ist wahnsinnig bildlich und entführt in fremde Welten, die man sich auf den ersten Seiten des Buches zunächst noch erschließen muss. Besonder schön dabei ist, dass Blazon es versteht ihre Leser in die Irre zu führen und man sich nicht immer auf das verlassen kann, was da schwarz auf weiß vor einem steht. Alles in allem kann ich nur sagen: LESEN! Dieses Buch hat alles, was eine gute Geschichte braucht: Ein wunderbarer Schreibstil, charakterlich stark ausgearbeitete Charaktere, Liebe & Magie und zuguterletzt eine wunderbare fantastische Welt, in der wir Liljann und Tajann begegnen. Das ist einer dieser Roman, die uns an nichts erinnern, was wir schon einmal gelesen haben. Weil es so wunderbar anders ist!

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Endlich hab ich mein erstes Buch von Nina Blazon gelesen und ich bin total begeistert! Ich konnte mich lange nicht entscheiden, aber das wunderschöne Cover hat mich überzeugt, es mit dem Winter der schwarzen Rosen zu versuchen. Schon allein der Schreibstil hat mich von der ersten Seite an gefangen genommen. Sehr bildhaft und mit leisen, stimmungsvollen Tönen erzählt die Autorin die Geschichte aus der Sicht der beiden Schwestern. Immer abwechselnd erlebt man die Gefühlswelten, die unterschiedlicher nicht sein können. - Liljann van Torra ist ein eher schüchternes, in sich gekehrtes Mädchen. Voller Zweifel und in ständiger Angst, dass jemand ihr Geheimnis entdeckt oder dass ihr Vater sie endlich freigibt. Denn die Erstgeborenen müssen noch in jungen Jahren fort von zu Hause und neue Länder erkunden. - Tajann van Torra dagegen sprüht geradezu vor Lebendigkeit. Sie ist von fröhlicher Natur, aber auch ehrgeizig und egoistisch. Als Zweitgeborene ist sie erst frei, wenn Liljann fortgeschickt wird und die Grenzen, die sie an ihr karges Zuhause binden, lassen sie alle Moral über Bord werfen. Auf dem schicksalhaften Fest zur Roten Nacht lernen beide jemanden kennen, der ihr Leben von Grund auf ändern und den Weg bestimmen wird, den sie weiterhin gehen. Alle wichtigen Figuren hier haben ihre Geheimnisse, und eine Sehnsucht, die sie vorantreibt. Sehr differenziert ausgearbeitet, auch wenn man natürlich nicht bei jedem sofort ahnt, was hinter seinen Impulsen steckt, ist mir (fast) jeder Charakter doch irgendwie ans Herz gewachsen. Vor allem die beiden Schwestern, die scheinbar gefangen sind in ihren Gefühlen, die sie erst noch verstehen lernen müssen - jede auf ihre ganz eigene Art - und damit auch zu sich selbst finden. Anfangs war ich noch etwas hin- und hergerissen, denn nicht immer war alles sympathisch, was die beiden gedacht und gemacht haben; aber wie auch im wirklichen Leben ist die eigene Sichtweise objektiv und die eigenen Emotionen rechtfertigen für sich genommen alles, was man tut. Von der Welt, auch wenn sie teilweise nur am Rande beschrieben wird, bekommt man einen guten Eindruck. Ich habe ja leider erst beim Lesen erfahren, dass dieser Band zu einer Art "Reihe" aus der Faunblutwelt gehört - die zwar unabhängig voneinander zu lesen sind, aber eben alle in dieser Welt spielen sollen. Ich werde mir hier auch die anderen Bücher holen und freu mich schon darauf, mehr darüber zu erfahren! Besonders auch die Magie und deren Wesen zeugten von einigen neuen Ideen, die mir wirklich gut gefallen haben. Überhaupt gibt es viele schöne Impulse und Gedanken, die Nina Blazon hier in ihre Geschichte mit eingebracht hat. Der Verlauf der Handlung war für mich immer überraschend, weil ich nicht einschätzen konnte, wohin das ganze führen wird und vor allem gegen Ende ist die Spannung mehr und mehr gewachsen. Bei einigen anderen Rezensionen hab ich gelesen, dass man mit dem Schluss nicht zufrieden war, aber ich fand es genau richtig und stimmig für diese Geschichte. Der Kampf um das eigene Leben und die Erfüllung innerer Sehnsüchte steht groß im Vordergrund - um was es dabei geht und wie es erreicht wird, das ist natürlich so vielfältig wie das Leben selbst: Liebe - Hass, Hoffnung - Enttäuschung, Angst - Sehnsucht, Vertrauen - Verrat ... Das alles lässt uns Grenzen überschreiten, unsere eigenen und auch die von anderen, und für jeden ist etwas anderes wichtig, für das es sich zu kämpfen lohnt. Fazit Eine sehr berührende und in sanften Tönen erzählte Geschichte über zwei Schwestern, deren starkes Band das Schicksal zu zerreißen droht. Mit viel Gefühl erzählt, voller Magie und Spannung und mit einigen verblüffenden Wendungen, die mich sehr überrascht haben.

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