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Leserstimmen (88)

Paula Hawkins: Into the Water - Traue keinem. Auch nicht dir selbst.

Into the Water - Traue keinem. Auch nicht dir selbst. Reinhören

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€ 25,95 [D]* inkl. MwSt.
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Hörbuch Download ISBN: 978-3-8371-3751-4

Erschienen:  24.05.2017
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Kundenrezensionen

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Düster

Von: Lavender Datum : 16.08.2018

https://lavendercoriander.wordpress.com/




Nach dem sensationellen Erfolg, den das erste Buch der Autorin „Girl On The Train“ erfahren hat, waren natürlich alle auf das nächste Buch der Autorin gespannt. Ich bin ziemlich beeindruckt, das die Autorin nicht in ihre eigene Falle getappt ist und etwas Ähnliches geschrieben hat. Denn dieses Buch ist ganz anders. Es ist weniger Mainstream, erst recht nicht anbiedernd. Paula Hawkins hat ihren Erfolg offenbar dazu benutzt, ihren eigenen, eigenwilligen Stil weiter zu entwickeln. Das ist schon einmal ziemlich bemerkenswert.


Über den Inhalt möchte ich gar nicht so viel sagen. Das sollte man einfach auf sich zukommen lassen als Leser. Aber so viel sei doch gesagt: es gibt einen Haufen Figuren, aus deren Sichtweise man die Story sieht. Das fand ich eine geraume Weile sehr verwirrend. Wer war Erin nochmal? Oder Nicky? Aber der Wechsel hat auch seinen Reiz. Zu Anfang sieht man die Dinge durch mehrere Augen und somit die Figuren aus anderen Blickwinkeln. Schon schnell ist klar, dass hier jeder Geheimnisse und ein gewisses Problempotential hat. Im Verlauf der Geschichte lernt man langsam all die Namen, aus deren Sicht man einen Blick auf die Handlung wirft. Die Autorin entwirft hier ein sehr düsteres Bild einer englischen Kleinstadt. Hier wird viel unter den Teppich gekehrt. Der unglückselige Fluss mit seinem Selbstmordpool ist fast eine eigenständige Figur. Eine sehr dunkle und düstere Stimmung schwebt über der ganzen Story. Lebenslügen und Geheimnisse prägen die Charaktere. Eine selbsterfüllende Prophezeiung lässt offenbar einige Frauen, die in dem Ort lebten, ihren Tod in diesem Fluss finden. Die Zurückgebliebenen suchen nach Erklärungen, aber dabei betrügen sie sich selber. Erinnerungen sind trügerisch und oft nicht wahr oder einfach nur subjektiv. Mit diesem Thema spielt Paula Hawkins auf sehr glaubwürdige Weise.


„Into the Water“ ist ein sperriges Buch. Es hat viele Erzähler, die alle etwas verbergen oder einfach nur ihre Version der Geschichte erzählen. Ich bin mir nicht sicher, ob alle Leser, die „Girl on The Train“ gut fanden, auch dieses Buch mögen würden. Denn die Autorin bedient offenbar bewusst nicht die Erwartungshaltungen. Das finde ich schon mal ziemlich cool. Dieses Buch ist noch wesentlich ungeschmeidiger als ihr erstes. Hawkins ist eine frische Stimme im Thriller-Genre, die sehr eigenwillig erzählt und einen sehr individuellen Schreibstil hat. Dieses Buch ist düster, unbequem und etwas schwierig. Es hält einiges in der Hinterhand und löst nicht alles auf. Es hat ausschließlich unsympathische Figuren, die auch nicht unbedingt logisch, dafür aber sehr menschlich, agieren. Ich empfinde großen Respekt für Hawkins‘ eigenwilligen Schreibstil. Sie entwickelt ihre Story konsequent ungeschmeidig. Ich bin nicht in jedem Punkt mit ihr konform. Ihre Figuren tun doch oft Dinge, die sie anderen als negativ ankreiden. Sie sind sozusagen konsequent inkonsequent. Auch wenn ich dadurch das Lesen als etwas anstrengend empfand, ist es doch gleichzeitig faszinierend gewesen. Auch die Story besticht durch ihre Düsterheit. Ein durch und durch ungewöhnliches Buch, das weitab vom Mainstream ist und einen als Leser etwas fordert. Es ist kein Pageturner und keine Easy-Read, dafür bleiben die Figuren und die Story umso länger haften. Ein ungewöhnliches Leseerlebnis.

Mein Fazit zu "Into the Water"

Von: Calipa Datum : 23.07.2018

www.calipa.de

Es ist Spannend, Geheimnisvoll und man möchte unbedingt wissen wie es ausgeht. Das beschreibt für mich „Into the Water“. Gerne hätte ich mir noch etwas mehr „Grusel“ und „Gänsehaut“ gewünscht. Man kommt in einen guten Lesefluss, wenn man sich selbst die Zeit nimmt und gibt, die einzelnen Charaktere auseinander zuhalten, und dessen verschiedenen Ansichten etc. Auch das schreiben aus den verschiedenen Charakteren kann das Buch erschweren wenn man total neu ist in dieser Art des Lesens. Das Ende war schlüssig, und vorallem hinterließ es nur wenige „offene“ Fragen dessen Antwort man sich aber durchaus denken kann.


Von mir bekommt "Into the Water" von Paula Hawkins

4.7/5 Sternen!

spannend, atmosphärisch erzählt und überraschend anders als erwartet

Von: mrs-lucky Datum : 20.03.2018

Mit „Into the water“ hat Paula Hawkins meiner Meinung nach erneut einen spannenden und faszinierenden Roman verfasst. Auch wenn es hier um einen, oder auch mehrere Todesfälle geht, sehe ich in diesem Buch keinen Krimi sondern eher eine feinsinnige Gesellschaftsstudie über die Rolle der Frauen heute und in früheren Zeiten, aber auch über Freundschaft, Loyalität und Vertrauen.

Angesiedelt ist die Geschichte in der englischen Stadt Bedford, in der ein Großteil des Lebens sich rund um den Fluss abzuspielen scheint, der diesen Ort umrahmt. Dieser Fluss hat schon vielen Menschen das Leben gekostet, in früheren Zeiten unter anderem als Schauplatz für Hexenproben, aber auch als Ziel einiger Selbstmörder. Zuletzt ist im sogenannten „Drowning Pool“ Nel Abbott tot gefunden wurden, die seit ihrer Jugend von dem Fluss fasziniert war und an einem Buch über die Geschichten der Menschen gearbeitet hat, die in ihm ihr Leben lassen mussten.

Während Nels 15-jährige Tochter Lena von einem Selbstmord ihrer Mutter überzeugt ist, glaubt Nels Schwester Julia, dass diese auf gar keinen Fall gesprungen sein kann. Aber wie gut kennt Julia ihre Schwester noch nach all diesen Jahren? Seit einigen Vorfällen in ihrer Jugend lehnt Julia den Kontakt zu Nel ab und hat deren Nachrichten, in denen sie um Hilfe angefleht wird, ignoriert.

Der Roman spielt geschickt damit, dass Wahrheiten und Erinnerungen sich im Laufe der Zeit verändern können. Was ist wirklich passiert? Was glauben wir, dass passiert sein könnte? Was haben andere uns erzählt, dass unsere Erinnerung beeinflusst?

In wechselnden Perspektiven erzählen unterschiedliche Protagonisten aus der Gegenwart und aus der Vergangenheit ihre Sichtweise der Ereignisse. Dabei geht es nicht nur um Nels Tod, sondern auch um frühere Todesfälle und ihre Beziehung dazu. Nel hat mit ihren Nachforschungen über die Historie des Drowning Pools einige alte Wunden aufgerissen und sich mit ihren Spekulationen im Ort nicht beliebt gemacht.

Im Hörbuch lassen drei verschiedene Sprecher die Figuren lebendig werden, jeder muss mehreren Personen seine Stimme leihen, was alle drei über Nuancierungen der Erzählweise wunderbar zu verdeutlichen wissen. Außerdem wird über die Kapitelüberschriften jeweils klar, wer gerade aus welcher Zeit erzählt, so dass man beim Hören nicht den Überblick verliert.

Die Schilderungen der unterschiedlichen Charaktere passen nicht immer zusammen, viele Andeutungen säen beim Lesen beziehungsweise Hören Zweifel an der Darstellung einiger Ereignisse und lassen über die tatsächlichen Abläufe und Hintergründe spekulieren. Einiges war vorhersehbar, andere Wendungen kamen überraschend, insgesamt hat mir das Hörbuch einige unterhaltsame Stunden beschert.

bewegende Geschichte - anfangs ein wenig zäh

Von: Talk nach Aacht Datum : 11.02.2018

frauenpanorama.de/

Die Geschichte ist allerdings äußerst komplex. Der Roman lässt sich nicht einfach nebenbei zügig weglesen, sondern erfordert Durchhaltevermögen und Geduld. Raffinierten und äußerst gut durchdachten Plot, es geht um Freundschaft, Loyalität, verdrängte Erinnerungen. Mir hat das Buch gefallen, obwohl ich die kritischen Stimmen nachvollziehen kann.

Weniger ist manchmal mehr

Von: analog 2.0 Datum : 11.02.2018

www.analogzweinull.de/

Ich habe leider mehrere Anläufe gebraucht um mich mit diesem Buch zurecht zu finden. Die Geschichte entwickelt sich sehr langsam und zieht sich im letzen drittel sogar sehr. Das könnte an dem Schreibstil der Autorin liegen die Geschichte aus aus vielen Sichten und auf mehreren Zeitebenen zu erzählen. Ich habe lange gebraucht um auch nur eine wage Vorstellung von der eigentlichen Geschichte zu bekommen. Durch die vielen Perspektivenwechsel konnte ich den roten Faden einfach nicht halten.

Das ist auch der Grund warum ich an dieser Stelle nicht mal erzählen könnte um was es genau geht. Es ist absolut nichts hängen geblieben.

Die Charaktere haben mir leider auch nicht besonders gefallen. In meinen Augen war wirklich keiner richtig spannend, charismatisch oder in irgendeiner Weise einzigartig.

Auch wenn ich gerne würde, ich kann „Into the Water“ leider nicht ohne weiteres weiter empfehlen, die Geschichte konnte mich einfach nicht überzeugen. Manchmal ist weniger einfach mehr.

Sehr gute Grundidee, leider schlecht umgesetzt

Von: Conny G. Datum : 07.02.2018

fanti2412.blogspot.de

Julia und Nel sind Schwestern, haben jedoch seit einem Ereignis in ihrer Jugend keinen Kontakt mehr. Nun hinterlässt Nel ihrer Schwester eine Nachricht, die einem Hilferuf gleich kommt, aber Julia reagiert nicht. Dann ist Nel plötzlich tot, angeblich hat sie sich durch einen Sprung in den „Drowning Pool“, eine gefährliche Flussmündung, selbst getötet. Julia kann das nicht glauben und sie kehrt in ihren Heimatort und ihr Elternhaus zurück, auch um sich um Nels Tochter Lena zu kümmern. Da stößt sie aber erst mal auf Ablehnung.

Ich hatte mir eine spannende Story erhofft, die sich um die mysteriösen Todesfälle am Drowning Pool und die Aufklärung von Nels Tod dreht.
Leider wurde ich enttäuscht, denn wirklich fesselnde Spannung ist bei mir nicht aufgekommen. Die Geschichte beginnt schon ziemlich zäh und man wir schon zu Anfang mit ziemlich vielen Personen konfrontiert, was erst Mal Verwirrung stiftet. Aber all diese Figuren tragen mit ihrer Sichtweise zur Handlung bei und das in häufigen schnellen Wechseln. So konnte ich kaum etwas Nähe zu den Figuren aufbauen. Nur Julia lernt man etwas besser kennen und verstehen, aber ihre häufigen stillen Unterhaltungen mit ihrer toten Schwester haben mich irgendwie genervt.
Dazu kommen Auszüge aus Nels Buchmanuskript, in dem sie sich mit den Todesfällen am Drowning Pool beschäftigt und viel Rückblicke in die Vergangenheit.
Das liefert zwar einiges an Informationen und Anhaltspunkten, stiftet aber auch weitere Verwirrung, weil manchmal einfach nicht klar wird, wozu diese Informationen nötig bzw. wichtig sind. Da gab es nach meinem Empfinden einige Längen und weniger wäre besser gewesen.
Durch die häufigen Perspektivwechsel kann man an keinem Handlungsfaden länger dran bleiben, was dazu führt, dass mich die Story nie richtig packen konnte.
Dadurch habe ich sie leider als ziemlich zäh empfunden und stellenweise sogar langweilig.
Ich habe das Buch aber nicht abgebrochen sondern mich durchgekämpft und gehofft, dass es noch ein spannendes Finale mit einer spektakulären Auflösung gibt.

Insgesamt hat mich die Geschichte leider nicht überzeugt. Die Grundidee ist sehr gut aber die Umsetzung hat mir nicht so gefallen. Es war einfach alles zu verwirrend und kompliziert aufgebaut und Zusammenhänge stellten sich oft nicht eindeutig dar, was alles zu Lasten der Spannung geht.
Schade, denn aus der Grundidee hätte man mit ein bisschen mehr Struktur sicher mehr machen können!


Fazit: 3 von 5 Sternen

Hat mich super unterhalten

Von: Suse Datum : 31.01.2018

https://m.facebook.com/Buchverrueckt/?ref=page_internal

Der neue Spannungsroman von Paula Hawkins nach dem internationalen Nr.-1-Bestseller Girl on the Train.

»Julia, ich bin’s. Du musst mich anrufen. Bitte, Julia. Es ist wichtig …« In den letzten Tagen vor ihrem Tod rief Nel Abbott ihre Schwester an. Julia nahm nicht ab, ignorierte den Hilferuf. Jetzt ist Nel tot. Sie sei gesprungen, heißt es. Julia kehrt nach Beckford zurück, um sich um ihre Nichte zu kümmern. Doch sie hat Angst. Angst vor diesem Ort, an den sie niemals zurückkehren wollte. Vor lang begrabenen Erinnerungen, vor dem alten Haus am Fluss, vor der Gewissheit, dass Nel niemals gesprungen wäre. Und am meisten fürchtet Julia das Wasser und den Ort, den sie Drowning Pool nennen …

Die Autorin:
Paula Hawkins wuchs in Simbabwe auf. 1989 zog sie nach London, wo sie bis heute lebt. Sie arbeitete fünfzehn Jahre lang als Journalistin, bevor sie mit dem Schreiben von Romanen begann. Ihr erster Spannungsroman "Girl on the Train" wurde zu einem internationalen Phänomen. Der Roman wurde in über 40 Sprachen übersetzt, eroberte weltweit die Bestsellerlisten und wurde 2016 mit Emily Blunt in der Hauptrolle verfilmt. Paula Hawkins' zweiter Spannungsroman "Into the Water" erscheint im Mai 2017.

Meine Meinung:
Die Autorin ist ja bereits bekannt durch den Roman „Girl on the Train“, den ich allerdings nicht gelesen habe. Ich war also total unvoreingenommen und daher super gespannt wie mir dieses Buch von ihr gefällt, den bereits bei „Girl on the Train“ gingen die Meinungen ja sehr auseinander. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut, er ist flüssig und schnell zu lesen. Allerdings muss ich wirklich gestehen, das ich am Anfang des Buches noch so meine Schwierigkeiten hatte in die Geschichte zu kommen. Dieses Problem legte sich aber schnell. Die Autorin hat eine eigenwillige Art ihre Geschichten zu erzählen und man muss ehrlich sagen, das man diese Art mögen muss. Ich hatte wie gesagt kein großes Problem damit. Die Charaktere sind nicht ganz so anschaulich beschrieben wie vielleicht in anderen Büchern aber dennoch konnte ich sie mir alle sehr schön vorstellen. Die Handlung der Geschichte fängt ganz sachte an. Schon am Anfang fragt man sich immer mal wieder, was soll das jetzt? Am Ende jedoch wird alles aufgeklärt, was ich auch immer sehr wichtig finde.

Ein Buch was mich doch sehr überraschen konnte. Eine Handlung die Spannung hatte und die ich gerne verfolgt habe. Ich spiele mit dem Gedanken, mir auch ihr anderes Buch anzuschaffen. Mich konnte das Buch absolut überzeugen auch wenn es nicht die vollen Sterne bekommt. Ich würde es auf jeden Fall weiterempfehlen.

Viele Fäden miteinander gewoben

Von: Bücherparadies Datum : 20.12.2017

buecherparadies.eu

Nach ihrem Erfolg des Buches "Girl on the train" hat die Autorin Hawkins einen neuen Thriller vorgelegt. In diesem geht es etwas mystisch zu, denn an einem Fluss sterben immer wieder Frauen, die sich vorgeblich darin fallen lassen, also Suizid verüben. Auch die Schwester der Protagonistin Jules hat sich dem Fluss zugewandt und so kommt Jules wieder an den Ort, welchen sie seit Kindheit gemieden hat...

Jules ignoriert jede Anrufe und Kontaktaufnahmen ihrer Schwester Nel seit Kindheitstagen, nach einem für sie tragischen Ereignis. In den letzten Tagen vor ihrem Tod ruft auch hier Nel wieder die Schwester Jules an, doch Jules ignoriert auch diesen Anruf, was ein Hilferuf war. Es heißt, Nel sei in den Fluss gesprungen. Daraufhin kehrt Jules nach Beckford zurück, um sich um die Tochter ihrer Schwester zu kümmern. Doch der Ort macht ihr Angst, eigentlich wollte sie nie mehr zurückkehren. Die Erinnerungen an diesem Ort machen ihr Angst, das Haus am Fluss und auch die Gewissheit, dass Nel nie gesprungen wäre. Am meisten fürchtet sie aber das Wasser, den Drowning Pool....

Ich muss sagen, dass der Einstieg in das Buch etwas schwer ist. Man bekommt gleich einen Haufen Leute vorgeworfen und muss sich erst zurechtfinden, wer hier wer ist. Nach und nach bekommt man die Puzzleteile der verschiedenen Charaktere zusammen und was sie miteinander zu tun haben. Die Story ist trotz allem gut geschrieben, man bekommt immer wieder Happen zugeworfen, was zur Lösung des Rätsels führt.

Die Autorin hat ja schon mit ihrem Debüt "Girl on the Train" einen verwirrenden, aber spannenden Psychothriller vorgelegt. Auch hier verwirrt sie den Leser oft und führt so viele Puzzleteile ein, dass man ab und an nicht weiß, wo hinten und wo vorne ist. Geschickt eingeführt hat sie aber wie alles zusammenpasst und einen Sinn ergibt. Der Schreibstil und auch die kurzen wechselnden Perspektiven, sei es in Ich-Form oder in der dritten Form erzählt, lassen einen von Kapitel zu Kapitel springen. Und auch so wächst die Spannung, wenn es dem Höhepunkt entegegen geht, zur Auflösung.

In diesem Roman ist wirklich alles vorhanden, auch eine schrullige Alte, die mit den Toten redet und hellsehen kann - scheinbar! Ob es stimmt oder nicht, sei dahingestellt. Es sind einige Geschichtsstränge miteinander verwoben, bei denen man denkt, es könnte etwas damit zu tun haben und dann doch wieder nicht. Man wird also auch in die Irre geschickt.

Für mich war dies ein gelungenes zweites Buch der Autorin. Sie kann die Feder gut schwingen und ihre Leser fesseln, indem sie Verwirrspiele geschickt einfädelt und mit der Lösung überrascht!

hohe Erwartungen gehabt, aber leider enttäuscht worden

Von: bumblebeesworld Datum : 08.10.2017

bumblebees-world.blogspot.de/

Zum Inhalt:

Es geht um Jules Abbott, die von der Polizei vom Tod ihrer älteren Schwester in Kenntnis gesetzt
wird. Daraufhin reist sie zurück in die alte Heimat, in der ihre Schwester gelebt hat. Bei ihrer Ankunft lernt sie als erstes Lena kennen, die Tochter von Nel. Aufgrund des angespannten Verhältnisses zwischen den beiden Schwestern gab es keinen Kontakt mehr und Jules konnte ihre Nichte zuvor nicht kennenlernen. Lena ist die einzige, die darauf beharrt, dass anders als von allen angenommen kein Selbstmord vorliegt. Sie ist fest davon überzeugt, dass ihre Mutter sich nicht von der Klippe gestürzt hätte, um sich umzubringen. Bei der Leichenschau stellt Jules dann fest, dass das Armband, dass ihre Schwester ununterbrochen getragen hat, fehlt. So wird auch ihr langsam klar, dass es sich nicht um einen Unfall oder Selbstmord handeln kann. Sie beginnt auf eigene Faust zu ermitteln.

Meine Meinung:

Ich hatte sehr hohe Erwartungen an dieses Buch/Hörbuch, da ich bereits 'Girl on the Train' wahnsinnig gemocht habe und mir nun von diesem Werk ähnliches erhofft habe. Leider wurden diese Erwartungen in keinster Weise erfüllt.
Zunächst fand ich die Geschichte sehr spannend, ein als Mord getarnter Selbstmord, der privat aufgeklärt werden soll. Eigentlich nichts neues, wenn es gut geschrieben und umgesetzt ist, aber toll zu lesen und eine fesselnde Geschichte.
In diesem Fall habe ich jedoch leider nie richtig in die Geschichte hineingefunden. Ich konnte weder die Probleme von Jules oder ihrer Nichte nachvollziehen noch waren die parallel ablaufenden Handlungsstränge aus der Gegenwart oder der Vergangenheit gut verständlich. Mein größtes Problem waren die zeitgleich erzählten Geschehnisse aus der Vergangenheit von Nel und Jules, die zudem auch noch aus verschiedenen Sichtweisen erzählt wurden. So bekam man zwar einen ordentlichen Überblick über die Gesamtheit der Probleme der Personen, jedoch fiel es mir sehr schwer die unterschiedlichen Perönlichkeiten einzuordnen. Wer ist gut, wer ist böse und wer steht auf wessen Seite? All diese Fragen fielen mir schwer zu beantworten, das kann zwar für eine gewisse Spannung sorgen, wenn man es jedoch nicht schafft, irgendeine Person irgendwie einzuordnen bringt ihre Geschichte auch nichts positives für den Verlauf des Hörbuches mit sich. Oftmals wurde zwischendurch die Perspektive von der Gegenwart in die Vergangenheit gewechselt, ohne dass es mir direkt aufgefallen ist, so dass ich immer etwas verwirrt war. Als ich die Sprünge dann verstanden habe, fand der nächste Perspektivwechsel innerhalb der Vergangenheit statt oder es ging zurück in die Gegenwart. Durch die wirklich häufigen Wechsel zwischen für mich sehr vielen unterschiedlichen und schwer zu verstehenden Charakteren konnte ich dem Verlauf des Hörbuches nicht folgen und habe häufig mit einem großen Fragezeichen im Gesicht versucht die unterschiedlichsten Informationen miteinander zu verknüpfen um die Gesamtheit nachvollziehen zu können.
Es kann natürlich sein, dass es zum Teil an der gekürzten Fassung des Hörbuches liegt, bei den vielen Unklarheiten kann ich es mir jedoch kaum vorstellen. Zusätzlich war für mich die Vertonung nicht so gut gelungen, es gab zwar zwei Sprecher, allerdings sehr viel mehr Charaktere, die beim Hören alle sehr ähnlich klangen und nicht zu unterscheiden waren. Jeder Charakter wurde in einer sehr ähnlichen Art und Weise und Tonlage gesprochen, wodurch es einen eintönigen Klang hatte und man schnell mit den Gedanken abschweift.
Ich vergebe deshalb leider nur 2 von 5 Sternen für ein Buch, das für mich großes Potential hatte, das jedoch meine Erwartungen absolut nicht erfüllt hat.

Sehr spannend, wenn auch zutiefst verwirrend

Von: Myrcella Datum : 26.09.2017

kaiserinvivien.blogspot.de/

Persönliche Meinung



Das Cover:

Das vorwiegend in Blautönen gehaltene Buchcover hat mir hier richtig gut gefallen zur Geschichte. Für einen Thriller dieser Art war das Cover richtig gut gestaltet und würde mich dazu verleiten, den Klappentext durchzulesen.


Die Handlung:

Die eigentliche Handlung zu beschrieben, fällt mir hier ein bisschen schwer, das es mehrere Handlungsstränge und sehr viele Charaktere gibt und zudem der Inhalt auch ein wenig komplex ist.

Julia Abbott ist alles andere als begeistert, als sie der Tod ihrer Schwester Nel zurück in ihren Heimatort Beckford führt. Mit ihm - und auch ihrer Schwester - verbindet sie Erinnerungen an eine unglückliche Kindheit und ein schreckliches Ereignis. Die Erklärung der Polizei, dass Nel Selbstmord begangen haben soll, kann und will sie nicht glauben. Trotz Nels Faszination für den Ort, der sich Drowning Pool nennt und der in der Vergangenheit immer wieder ein Ort war, an dem Frauen starben, sieht sie keinen Grund für einen Selbstmord ihrer Schwester. Eher scheint ihr da schon Nels Satz passend, dass der Drowning Pool ein Ort sei, um unbequeme Frauen loszuwerden. War Nel eine solche Frau? Ehe Julia sich versieht, steckt sie mittendrin in den Ereignissen, die zu Nels Tod geführt haben und die jede Menge dunkle Geheimnisse und zerstörerische Emotionen nach oben spülen, die besser verborgen geblieben wären...


Die Autorin hat das sehr geschickt angestellt, mehrere Handlungen zu einem großen Ganzen zu verweben und den Leser mehrmals auf den Irrpfad zu führen.

Viele Erzähler wechseln sich hier in schnellen Intervallen ab manche berichten in der ersten Person, andere in der dritten Person, was ich persönlich manchmal recht anstrengend fand.

Der Roman spielt geschickt damit, dass Wahrheiten und Erinnerungen sich im Laufe der Zeit verändern können. Was ist wirklich passiert? Was glauben wir, dass passiert sein könnte? Was haben andere uns erzählt, dass unsere Erinnerung beeinflusst?
In wechselnden Perspektiven erzählen unterschiedliche Protagonisten aus der Gegenwart und aus der Vergangenheit ihre Sichtweise der Ereignisse. Dabei geht es nicht nur um Nels Tod, sondern auch um frühere Todesfälle und ihre Beziehung dazu. Nel hat mit ihren Nachforschungen über die Historie des Drowning Pools einige alte Wunden aufgerissen und sich mit ihren Spekulationen im Ort nicht beliebt gemacht.

Es wird absichtlich mit der Psyche des Lesers gespielt, um diesen geschickt immer wieder sprachlos zu machen und zu verwirren.
Die meisten Charaktere waren mir durchweg unsympathisch jedoch kamen diese trotzdem sehr authentisch rüber. Der Schreibstil ist wie von der Autorin erwartet wieder mal richtig genial, wenn auch manchmal recht anstrengend und verwirrend.


Fazit:
Da mir das Buch „The Girl on the Train“ schon sehr gut gefallen hatte, musste ich dieses Buch aus der Feder selbiger Autorin natürlich lesen. Meine Erwartungen waren groß, jedoch wurden sie auch erfüllt. Mit „Into the Water“ schafft es die Autorin erneut, uns Lesern einen sehr komplexen Thriller mit viel Spannung und nervenaufreibenden Szenen zu bieten. Ganz klar meine Leseempfehlung hierfür mit 5 von 5 möglichen Büchersternchen.

ich hätte mir mehr erwartet

Von: Karin Schrempf-Güttinger Datum : 24.09.2017

einblicke-in-karins-welt.blogspot.co.at/

Irgendwie habe ich mir etwas mehr erwartet. Die Geschichte selbst ist nicht so richtig rüber gekommen. Vielleicht weil ich diese nicht in einem durchgehört habe.

Die Erzähler haben mich auch nicht so richtig auf das Geschehen mitnehmen können.

Das Ende war etwas „undramatisch“, da hätte ich mir schon was anderes beim Genre „Thriller“ vorgestellt.

Alles in allem war es eine gute Geschichte, die abwechslungsreich aus verschiedenen Sichten der jeweiligen Personen erzählt wurde.

Gut aber nicht überragend

Von: Ein Hauch von Bücherwind Datum : 08.09.2017

https://www.facebook.com/Ein-Hauch-von-Bücherwind-827547944058668/

Ich muss sagen, dass "Girl on the train" von der Autorin mich trotz guter Idee nicht zu hundert Prozent mitreißen konnte, aber ich fand das Cover und den Klappentext von "Into the water" wirklich interessant, so dass ich mich sehr auf das Buch gefreut habe. Leider merkt man schon am Anfang, dass auch hier die verschiedenen Charaktere, trotz Bemühungen, sehr unnahbar sind. Die Geschichte wird aus vielen Perspektiven erzählt, was Abwechslung bietet, für manche aber verwirrend sein könnte. Vielleicht hätte man besser ein oder zwei Charaktere weggelassen und den übrigen mehr Leben eingehaucht. Die Spannung ließ ziemlich schnell nach, ich hätte größere Enthüllungen gegen Ende erwartet, aber leider konnte man sich ziemlich schnell alles zusammenreimen. Schade, denn man hätte viel mehr rausholen können. Am Schreibstil habe ich aber nichts auszusetzen, der war sehr angenehm zu lesen. Das Buch ist ein netter Zeitvertreib, der einem schöne Lesestunden bereiten kann, einen Bestseller sehe ich aber wie schon beim vorherigen Buch von Paula Hawkins nicht in "Into the water".

Für alle, die ihre Romane gern mit mehr eindringlicher Würze mögen

Von: Bröselchen Datum : 04.09.2017

www.broesels-buecherregal.de

Nach dem erfolgreichen Weltbestseller „Girl on the Train“ tritt Paula Hawkins mit ihrem neuen Spannungsroman „Into the Water“ erneut ins Rampenlicht.

Nel Abbott rief in den letzten Tagen vor ihrem Tod ihre Schwester Julia an: „Julia, ich bin’s. Du musst mich anrufen. Bitte, Julia. Es ist wichtig …“. Nun ist Nel tot, angeblich sei sie gesprungen. In den Drowning Pool, in dem Ort, der so viele Erinnerungen begraben hält. Julia hat Angst, muss aber zurück nach Beckford um sich um ihre Nichte zu kümmern und der Gewissheit nachzugehen, dass ihre Schwester Nel niemals gesprungen wäre.

Als persönlicher Fan von „Girl on the Train“ habe ich mich sehr auf die Erscheinung des neuen spannenden Roman der aus Harare (Simbabwe) stammenden Autorin gefreut. Hier zeigt Paula Hawkins eine etwas andere Seite ihres bisher üblichen Stils, denn insgesamt erzählen alle Kapitel abwechselnd mehr als nur von einer Handvoll Menschen, was zu Irritationen führen kann. Es kann jedoch auch ausbleiben, wenn man die Kapitel einfach wegliest, dazu bietet es sich nämlich trotzdem sehr gut an.

Unterschiedliche Sichtweisen einer Geschichte werden miteinander verwoben, aus verschiedenen Perspektiven erzählt und bekommen letztlich doch wieder einen ungeahnten Twist – diese Raffinesse ist das, was ich an Paula Hawkins‘ Büchern so schätze.

Auch wenn der Plot an der ein oder anderen Stelle überzeugender hätte sein können, mag ich den düsteren Gruselfaktor, das Spielen mit Wahrnehmung und Wahrheit und dass sich die mehr als 400 Seiten nie so anfühlen, weil sie nur so zwischen den Fingern hindurchrinnen. Für Thriller-Fans ist „Into the Water“ vielleicht etwas zu mild, aber für alle, die ihre Romane gern mit mehr eindringlicher Würze mögen, ein passender Begleiter.

Vertraue keinem...

Von: Michele F Datum : 29.08.2017

https://www.instagram.com/buechereulen_/

Ich habe das Buch Teilweise als Hörbuch und teilweise als Buch gelesen, da mich anfangs keins von den beiden wirklich überzeugen konnte auch wenn es nach einiger Zeit etwas besser wurde. Meiner Meinung nach gibt es in dem Buch keine wirkliche Handlung, was dazu führt das irgendwie alle total durch einander ist und verwirrend ist. Das Buch hatte trotzdem seine höhen und tiefen und ich fand es an manchen stellen auch wirklich richtig gut, was leider nicht lange anhielt. Ich habe mich Anfangs wirklich total auf das Hörbuch bzw. Buch gefreut, wurde aber leider enttäuscht. Da ich einfach mehr vom Buch erwartet hatte. Das Buch würde ich selbst nicht noch einmal lesen, aber es ist auch vielleicht nicht mein Geschmack gewesen.

»Julia, ich bin’s. Du musst mich anrufen. Bitte, Julia. Es ist wichtig …« In den letzten Tagen vor ihrem Tod rief Nel Abbott ihre Schwester an. Julia nahm nicht ab, ignorierte den Hilferuf. Jetzt ist Nel tot. Sie sei gesprungen, heißt es. Julia kehrt nach Beckford zurück, um sich um ihre Nichte zu kümmern. Doch sie hat Angst. Angst vor diesem Ort, an den sie niemals zurückkehren wollte. Vor lang begrabenen Erinnerungen, vor dem alten Haus am Fluss, vor der Gewissheit, dass Nel niemals gesprungen wäre. Und am meisten fürchtet Julia das Wasser und den Ort, den sie Drowning Pool nennen …

Besser als erwartet!

Von: hellomybook Datum : 20.08.2017

hellomybook.wixsite.com/hellomybook

In keinem Buchhandel ist man um dieses Buch herumgekommen. Überall wurde groß angeprangert: „Der neue Spannungsroman der Nr.1-Bestsellerautorin von The Girl On The Train!“ Und dann kamen die ersten Blogger-Reaktionen zu dieser Neuerscheinung: langweilig, dahinplätschernd wie der Fluss, in dem es in diesem Buch geht, belanglos. Schlecht. Ich habe mich dieses Buches bemächtigt, meine Erwartungshaltung drastisch heruntergeschraubt, mit der Warnung im Hinterkopf, dass es sich hier eher um ein Familiendrama handelt als ein Roman mit Thriller-Elementen, wie man nach dem Klappentext hätte erwarten können. Und was ich letztendlich von diesem neuen Spannungsroman der Nr.1-Bestsellerautorin von The Girl On The Train halte, erfahrt ihr in der folgenden Rezension.

Der Leser wird ohne große Hintergrundinformationen in das Szenario geworfen, um das einmal bildlich auszudrücken. Was erst für große Irritation sorgte, machte später große Freude: zu beobachten, wie sich die verschiedenen Geschichtenstränge langsam miteinander verweben und verbinden, bis sie auch für den Leser ein vollständiges Bild ergeben. Und das tun sie, denn glücklicherweise bleiben nach dem Roman keine großen Fragen mehr offen. Das Buch ist geprägt von einer sehr ruhigen Erzählweise, die die stimmige, beklemmende Atmosphäre gelungen untermalt. Die Autorin präsentiert uns zahlreiche, plastische Charaktere, die einem im Laufe des Romans beinahe vertraut werden, sodass man zunehmend das Gefühl bekommt, sich auf bekanntem Terrain zu bewegen. Herauszuheben ist meiner Meinung nach auch, dass mit unterschiedlichen Figuren auch unterschiedliche Schreibstils an den Tag gelegt werden, was ich bemerkenswert finde und einen gelungenen Effekt hervorruft. Nachteil an dieser Schreibweise ist, dass das Buch keine wirklichen Höhepunkte aufzuweisen vermag, was beim Lesen nicht sonderlich negativ auffällt, lässt man das Buch aber einige Tage auf sich wirken, so hat es durch diesen stetigen Fluss keine Substanz, da es keine hervorstechenden und sich ins Gedächtnis grabende Elemente gibt. Der Roman kommt also sehr unscheinbar daher, aber wenn man tatsächlich von Beginn an von einem Familien-, oder besser gesagt Dorfdrama ausgeht, kann man mit „Into The Water“ gut beraten sein, da das geboten wird, was man erwartet. Der Roman ist zwar nicht tatsächlich fesselnd, aber gelungene Unterhaltung bietet er allemal. Und den fast durchweg negativen Rezensionen schließe ich mich hiermit nicht an.

„Into The Water“ ist also ein Roman, der ein gelungenes Szenario in den Raum wirft und es für den Leser spannend ist, zu beobachten, wie die verschiedenen Charaktere mit der Situation umgehen, und wie sich die verschiedenen Geschichtenstränge miteinander verbinden. Da mich das Buch nach den negativen Meinungen im Vorfeld dann doch positiv überraschen konnte, löse ich das Dilemma, bei welchem ich zwischen drei und vier Sternen bei der Gesamtwertung schwanke, zugunsten des Buches, dem neuen Spannungsroman der Nr.1-Bestsellerautorin von The Girl On The Train.

Nichts ist, wie es scheint...

Von: buch-leben Datum : 19.08.2017

buch-leben.blogspot.de

Ich gebe zu, in dieses Buch bin ich richtig schwer hineingekommen. Die Handlung setzt unvermittelt ein, ohne dass man die Personen kennenlernt. Das geschieht erst nach und nach. Auch die Perspektiven ändern sich ständig und man braucht eine Weile, bis man die Beziehungen der Personen untereinander versteht und Verbindungen herstellen kann. Etwas verwirrend war auch, dass Nels Sicht in der Ich-Form verfasst ist, genauso wie die ihrer Nichte. Allerdings hilft es, dass auf jeder Seite unter der Name steht, von wem gerade berichtet wird. So lassen sich die größten Verwirrungen vermeiden.

Nach etwas 80 Seiten habe ich das Buch erstmal für knapp zwei Wochen pausiert. Ich kam einfach nicht wirklich rein und war von der Geschichte nicht gefesselt. Ich wollte der Geschichte aber noch eine Chance geben und muss sagen, es wurde immer besser, nachdem sich der Nebel gelichtet hatte und ich langsam in die Geschichte hineinkam.

Allerdings hatte die Story auch Längen, in denen es nicht wirklich vorangeht. Man baut auch nicht wirklich Beziehungen zu den einzelnen Personen auf, selbst die Protagonistin Nel war mir zu unnahbar, als dass ich wirklich mitgefiebert hätte.

Zum Schluss geht es dann recht schnell und es wird sehr viel aufgeklärt, aber auch einiges offen gelassen. Sehr schön fand ich, dass man am Ende nochmal allen Personen, die für die Handlung wichtig waren, begegnet und einen Blick auf ihre Zukunft erhält.

Insgesamt war das Buch in Ordnung und zwischendrin konnte es mich auch fesseln. Allerdings hätte ich mehr Spannung und Action erwartet, die Längen und auch der undurchsichtige Anfang konnte mich nicht überzeugen. Aus diesem Grund gibt es von mir 3 Sterne.

Rezension zu Into the Water

Von: Bücherhexen - Hexe Sasi Datum : 18.08.2017

https://buecherhexenwelt.blogspot.de

Hallo ihr Lieben!

Erstmal danke an Randomhouse, blanvalet und an das Bloggerportal, dass ich das Buch lesen durfte.
Ich habe mich unendlich darauf gefreut. Einfach weil ich so viel Gutes davon gehört habe. Viele Rezensionen erzählten über ein mysteriöses Ende, unerwartet und sehr geheimnisvoll. Außerdem liebe ich das Cover einfach.

Cover:
Wie oben schon erwähnt, hat mich das Cover so mitgerissen und ich liebe es auch immer noch. Es ist so schön. Allein das Blau und das Foto der Wellen, die auftreten, wenn ein Tropfen oder ein Stein auf Wasser auftrifft. Dazu dieser geheimnisvolle Untertitel: Traue keinem. Auch nicht dir selbst. Erst beim zweiten Hinsehen habe ich gesehen, dass sich im Wasser zusätzlich etwas spiegelt (ich verrate es mal nicht, für den Fall, dass noch jemand am Anfang auf den Schlauch steht so wie ich).
Das Cover regt also definitiv zum Lesen an! So muss das sein!

Schreibstil:
Der Schreibstil ist etwas anstrengend. Ich habe mich sehr durch das Buch gequält…
Dabei weiß ich nicht mal woran das lag. Aber es kam einfach keine Spannung hoch. Dazu kam einfach die Perspektive.
Es wird insgesamt aus verdammt vielen Sichten geschrieben (dazu komme ich gleich) Aber vor allem wird bei einer Person so geschrieben: Ich sah dich wie du dies machtest. Wie du das machtest. Wie du dies. Wie du...
Wenn ihr so einen Schreibstil hasst… Ich hatte echt Schwierigkeiten damit.

Charaktere:
Kommen wir zum schwierigen Teil des Buches… Die Charaktere… Und nun kommen wir zum wirklichen schweren Teil der Rezension. Ich kann euch nichts zu denen sagen.
Ja ich habe das Buch gelesen. Und ja, zu einigen ist was hängen geblieben. Zu Jules, Lena, Helena und Patrick und Sean. Das waren für mich persönlich die wichtigsten Charaktere. Aber es gab noch weitere Charaktere. Viel zu viele. Aus deren Sichten wurde auch erzählt. Viel zu viel erzählt. Zu uninteressant für die Geschichte. Zu langweilig. Jeder hatte seine Geschichte. Manche Charaktere hatten zwar eine kleine Entwicklung. Aber sonst? Es gab nicht wirklich ein Punkt wo ich sagen konnte: Ja mit der oder dem kann ich mich identifizieren. Den oder die mag ich. Sie waren mir alle gleichgültig.

Inhalt:
Der Inhalt. Ja der Inhalt. Was soll ich euch dazu sagen? Ohne euch zu verraten um was es geht?
Ist der Inhalt logisch aufgebaut? Vielleicht. Warum vielleicht? Für einige ist er das. Für einige nicht. Für mich nicht. Ich habe keinen richtigen Sinn dahinter gefunden. Für mich war das alles ein durcheinander. Ich habe das Ganze als ein willkürliches Schreiben empfunden. Hauptsache irgendwie Verwirren ohne irgendeinen Sinn dahinter. Klar, es gab einen Anfang, es gab eine Handlung, es gab ein Ende. Aber es baute so unnatürlich unsinnig aufeinander auf. So langweilig. Es war keine Achterbahnfahrt. Es war nicht so, dass ich gesagt hätte: Wow was passiert jetzt?
Dazu die gefühlt 1000 Sichtweisen. Was will ich mit so vielen?
Leider taten die dem Buch so gar nicht gut.

Fazit:
Es ist jetzt zwei Tage her, seitdem ich das Buch beendet habe. Zwischendurch habe ich mich gefragt: Hast du zu lange gebraucht? Hast du viel zu viel Zeit verstreichen lassen zwischen den Leseabständen? Ist es deswegen so?
Ich habe mir vorgenommen, dass Buch irgendwann zu rereaden. Bis dahin gebe ich dem Buch 1 Stern.
Weil es mich einfach so gar nicht umhaut. Außerdem verstehe ich so üüüberhaupt nicht, warum einige sagen, dass man selbst am Ende nicht weiß, wer der Mörder ist ^^´´

Viel besser, als ihr Debütroman. Spannend bis zum Schluss!

Von: printbalance Datum : 06.08.2017

printbalance.blogspot.de/

Inhaltsangabe:
In dem Hörbuch geht es um Nel Abbott, die am 10. August 2015 in ihrem Heimatort Beckfort von Hunden eines Spaziergängers tot aufgefunden wurde. Zu Beginn der Ermittlungen glauben sowohl die Anwohner als auch die örtliche Polizei an eine Suizidtat, da die Spur des Leichnams zum berühmten "Drowning Pool" führt.

Diese idyllische Umgebung mit ihren zwei Gesichtern ist für die einen ein wahres Bade- und Wohlfühlparadies und für die anderen, verzweifelten und glücklosen Menschen ein Ort des Todes. Die Tiefe des Wasser birgt viele Gefahren, nämlich die schroffen Felsen die das Fleisch aufschneiden können sowie die heimtückischen Schlingpflanzen- die den Körper nicht mehr freigeben. Alle, die trotz dieser Gefahr sich von der Provokation der hohen Klippe leiten lassen, wollen absichtlich ihr Leben beenden und stürzen sich in die unsichtbaren Gefahren des Sees.

Als Jules Abbott umgehend vom Tod ihrer älteren Schwester benachrichtigt wird, war die Trauer zu Beginn verhalten, da die beiden Geschwister sich nicht sonderlich gut seit Kindesalter verstanden haben. Nel war schon immer die beliebte, schlanke Schwimmerin, während Jules in ihrer Schulzeit wegen ihrer Körperfülle immer wieder gemobbt wurde. Dennoch fährt Jules an ihren verhassten Heimatort zurück, bei dem ihr während der Fahrt alle schrecklichen Erlebnisse in den Kopf kommen die sie dort durchstehen musste.

Beim Betreten des ehemaligen Elternhauses schließt sie schnell Bekanntschaft mit Nel's 15-jähriger Tochter Lena, die über ihre Ankunft nicht sonderlich glücklich ist. Es stellt sich heraus, dass Nel seit Jahren immer wieder versucht hat Kontakt zu ihrer jüngeren Schwester aufzunehmen, in dem sie ihr regelmäßig auf den Anrufbeantworter gesprochen hat- ohne je eine Antwort zu erhalten. Wie auch in jener Nacht, als Nel den Tot an der Klippe fand.

Bei der Leichenschau stellt Jules fest, dass Nel's geliebtes Armband fehlt, dass einst die Mutter der beiden getragen hat- bis nach deren frühen Tod Nel sich dieses angeeignet hat. Ebenfalls wird ihre beschädigte Kamera ohne Speicherkarte an der steilen Klippe gefunden. Langsam wird immer klarer, dass der vermeidliche Selbstmord nur getarnt war-, denn Danielle Abbott wurde von der Klippe gestoßen. Bei den Ermittlungen stellt sich heraus, das die leidenschaftliche Fotografin und auch Autorin ein Buch in Planung hatte in dem sie über das Phänomen des Ertrinkens am "Drowning Pool" berichten wollte. Das Ganze sollte mit realen Geschichten der Anwohner untermalt werden. Je weiter sie mit ihren Recherchen voran schritt, desto mehr brachte sie eine Lawine ins Rollen. Was hat der Englischlehrer Mark Hendriks damit zu tun? Oder die ehemalige beste Freundin von Nel? Auch der Ortspolizist hat etwas zu verheimlichen und die tote Nel ist der Schlüssel zur Wahrheit

Eigene Meinung:
Paula Hawkins war mir nicht ganz unbekannt. Ich habe bereits ihr erstes Buch "Girl on the Train" gelesen und war nicht sonderlich begeistert. Dennoch wollte ich ihr eine zweite Chance geben und dieses Mal hat mich die Autorin regelrecht umgehauen. Die Geschichte war wieder in die einzelnen Protagonisten aufgeteilt worden, in der jeder aus seiner Sicht erzählt, aber dennoch war alles sehr stimmig und absolut nachvollziehbar. Die Autorin hat oft eine Situation geschildert die ich selbst als beklemmend befand und durch die drei Synchronsprecher war es wirklich ein absolutes Hörvergnügen.
Vom Anfang bis zum Ende war eine Spannung aufgebaut- und was ich besonders schätze: Die Autorin hat jeden Protagonisten ein eigenes Ende vergeben, sodass für mich alle offenen Fragen am Schluss aufklärt wurden.
Meine Bewertung: 5 von 5 Sternen

Leider eher wie ein schlechter Tatort als ein guter Thriller. Schade!

Von: somethoughtsonbooks Datum : 02.08.2017

www.somethoughtsonbooks.com

Ich habe mich tierisch darüber gefreut, dass endlich das zweite Buch von Paula Hawkins rausgekommen ist, nachdem mich „Girl on the Train“ so begeistert hatte. Nach den ersten fünfzig Seiten habe ich allerdings sehr schnell gemerkt, dass die Story für mich nicht ansatzweise an ihr Thriller-Debüt rankommt. Das Buch lebt vom Perspektivenwechsel, ein Schreibstil den ich zu schätzen weiß, wenn er nicht im Überfluss genutzt wird. Jules, Josh, Nickie, Lena, Mark, Louise - und das sind nur ein paar der Figuren, die ihre Gedanken auf den ersten fünfzig Seiten mit mir teilen und es mir schwer machen in die Geschichte einzusteigen. Neben den Perspektivenwechseln gibt es Zeitsprünge in die Vergangenheit des Opfers und dessen Schwester, oder es werden Seiten aus dem Schriftstück „The Drowning Pool“ wiedergegeben. Sprich viele verschiedene Perspektiven, die es mir erschwert haben, in die Story reinzukommen.
Zwischenzeitlich hat mich der Erzählstil außerdem sehr an "Wer war Alice" erinnert - ein Buch, das mich ebenfalls nicht ganz begeistern konnte.
Zu Beginn hatte ich noch die Hoffnung, dass es nur etwas Zeit braucht, damit das Buch mich begeistert. Bei „Girl on the Train“ war es ähnlich, die Hauptperson hat mich zu Beginn mit ihrer Trägheit sehr aufgeregt, am Ende war es allerdings vergessen, weil die Story mich einfach gepackt hat. Leider hat „Into the Water“ das nicht geschafft. Die Charaktere wirkten auf mich alle eher etwas „verrückt“, wie z.B. die alte Nickie, die mit Toten spricht oder auch Erin, die in keinster Weise das ausstrahlt, was eine Polizistin ausstrahlen sollte. Mir fehlte in diesem Buch zumindest eine Person die Profil, Persönlichkeit und Stärke beweist. Auch das Ende überraschte nicht wirklich und war für mich ernüchternd.

Was mir besonders gefiel:
Mir fiel es schwer das Buch zu Ende zu lesen und ich war kurz davor es wegzulegen. Einen richtig positiven Punkt kann ich demnach leider nicht nennen.

Was mir fehlte:
Mir fehlt eine Spannungskurve - wann sollte der tatsächliche Höhepunkt der Geschichte sein? Außerdem fehlen mir Charaktere mit Profil. Jede Person hat seine eigene Last oder Vergangenheit mit sich zu tragen. Das Opfer Jules scheint mir die stärkste Person zu sein, die aber deshalb ihr Leben geben musste.

Mein Gesamteindruck:
Das Buch kommt für mich in keinster Weise an „Girl on the Train“ ran und ist für mich absolut enttäuschend. Der Untertitel „Traue keinem. Auch nicht dir selbst.“ gibt für mich nicht die Geschichte wider. Es scheint mir eher wie ein schlechter Tatort als ansatzweise ein Thriller zu sein.

Verwirrspiel ohne richtige Handlung

Von: Cross Datum : 31.07.2017

www.upsidedownkingdom.net/

Über zehn Charaktere, aus deren Sicht erzählt wird (wobei bei bestimmten die Ich-Erzählform, beim Rest der auktoriale Erzähler angewandt wird), eine in der Gegenwart spielende Handlung verknüpft mit Rückblenden und ein bewusst verworrenes Konstrukt - Paula Hawkins machte mir den Einstieg in ihren zweiten Roman "Into The Water" alles andere als leicht. Einigen Rezensionen entnahm ich bereits vorab, dass viele aufgrund der immens vielen Namen verständlicherweise Probleme damit hatten, die Charaktere auseinander zu halten und schon vor den ersten 100 Seiten das Handtuch schmissen. Aufgrunddessen legte ich mir tatsächlich eine Namensliste mit kurzen Stichworten zu, um bei Bedarf während des Lesens einen Blick darauf werfen zu können. Dieser Entschluss stellte sich als goldrichtig heraus, denn dieses simple, aber effektive Hilfsmittelchen zog ich tatsächlich bis etwa zur Hälfte des Buches zu Rate. Bei dieser Art der Erzählung darf man als Leser, der sich erst in der Geschichte zurechtfinden muss, wahrlich nicht leicht zu frustrieren sein. Dank Hawkins' Schreibstil kam ich dennoch flott voran, merkte jedoch bald, dass in dem ganzen Verwirrspiel aus Namen und Erzählsträngen ein ganz wichtiger Aspekt fehlt: die Handlung. Ein Spannungsbogen wurde somit nicht aufgebaut und beim Beenden des Buches fühlte ich nur eines: Ernüchterung und Erleichterung, dieses Wirrwarr hinter mir zu haben.

Fazit: "Into The Water" hat von allem ein wenig zu viel - zu viele Charaktere, zu viele Erzählstränge und zu viele Andeutungen und falsche Fährten. Was letztendlich auf der Strecke blieb, ist leider eine richtige Handlung, die wohl irgendwo zwischen dem dreißigsten und vierzigsten Perspektivenwechsel verloren gegangen sein dürfte.

Leider eine Enttäuschung

Von: SophieNdm Datum : 31.07.2017

sophies-leseecke.blogspot.de/

Inhalt:

»Julia, ich bin’s. Du musst mich anrufen. Bitte, Julia. Es ist wichtig …«

In den letzten Tagen vor ihrem Tod rief Nel Abbott ihre Schwester an.
Julia nahm nicht ab, ignorierte den Hilferuf.
Jetzt ist Nel tot.
Sie sei gesprungen, heißt es.
Julia kehrt nach Beckford zurück, um sich um ihre Nichte zu kümmern. Doch sie hat Angst. Angst vor diesem Ort, an den sie niemals zurückkehren wollte.

Vor lang begrabenen Erinnerungen, vor dem alten Haus am Fluss, vor der Gewissheit, dass Nel niemals gesprungen wäre. Und am meisten fürchtet Julia das Wasser und den Ort, den sie Drowning Pool nennen.


Meine Meinung:

Paula Hawkins erstes Buch "Girl on the Train" hat mich von der ersten Seite an komplett gefesselt und total begeistert.
Daher bin ich hier mit ähnlichen Erwartungen an das Buch ran gegangen, wurde aber leider etwas enttäuscht.

Schon den Einstieg in die Geschichte fand ich durch die vielen verschiedenen Perspektiven wirklich schwer und umständlich.

Man kennt noch keine der Personen oder die Handlung der Story und bekommt so viele verschiedene Blickwinkel auf einmal. Das hat mich ziemlich durcheinander gebracht.

Wenn man im Laufe der Story mal herausgefunden hat wer die ganzen Personen, aus deren Sicht das Geschehen geschildert wird, überhaupt sind, bekommt man einen ganz guten Überblick über die Handlung und die Beziehungen der Charaktere zueinander.

Trotzdem bleibt es verwirrend, da viele unnötige Details und Beziehungen behandelt werden.
Daher wären ein bisschen weniger Sichtweisen/ Handlungsstränge für meinen Geschmack besser gewesen.

Der rote Faden der Geschichte ist das Leben und der Tod von Nel Abbott, zeitweise wechselnd mit der Frage um Katies Selbstmord.
Sie war nahezu besessen von dem Fluss und den Klippen und findet dann ausgerechnet dort ihren Tod. Zufall? Wohl kaum.

Zudem Spielt auch ihre Schwester Jules eine Hauptrolle. Sie kommt nach Nels Tod zurück nach Beckford und muss sich ihrer Vergangenheit stellen.

Julia wird anfangs als ziemlich kaltherzig und abweisend beschrieben, wobei aber auch Gründe für ihr Verhalten angeführt wurden.
Dennoch war sie mir zu keinem Zeitpunkt wirklich sympathisch, genauso wie Lena, Nels Tochter.

Fazit:

Die Geschichte dreht sich viel zu sehr um unnötige Beziehungen zwischen nicht relevanten Personen, es gab fast keine Spannung und die Auflösung wirkte auch sehr konstruiert.
Leider eine Enttäuschung für mich, sehr schade!

Ein Spannungsroman, den ich so noch nicht gelesen habe!

Von: Sophie Datum : 30.07.2017

www.sophiessofa.blogspot.com

Ist sie gesprungen, oder wurde sie gestoßen? War sie depressiv, verwirrt, wütend? Auf jeden Fall ist Nel Abbott eines – tot.
In den letzten Tagen vor ihrem Tod rief Nel Abbott ihre Schwester an. Julia nahm nicht ab, ignorierte den Hilferuf. Jetzt ist Nel tot. Sie sei gesprungen, heißt es. Julia kehrt nach Beckford zurück, um sich um ihre Nichte zu kümmern. Doch sie hat Angst. Angst vor diesem Ort, an den sie niemals zurückkehren wollte. Vor lang begrabenen Erinnerungen, vor dem alten Haus am Fluss, vor der Gewissheit, dass Nel niemals gesprungen wäre. Und am meisten fürchtet Julia das Wasser und den Ort, den sie Drowning Pool nennen.
Ihr lest, schon, der Klappentext klingt verdammt spannend, aber auch irgendwie verwirrend. Eine Leiche wird gefunden und daran hängen viele weitere Handlungsstränge, aus vergangenen Jahrhunderten, aber auch aus der Gegenwart. Ob Nel Abbott wirklich gesprungen ist, ist nach einiger Zeit nicht mehr die zentrale Frage in Paula Hawkins Spannungsroman. Vielmehr vermischen sich Geschichten zu einem riesigen Konstrukt aus ungeklärten Fragen, das sich immer weiter aufbaut und zu weiteren Fragen führt.
„Into the Water“ von Paula Hawkins ist ein ganz spezieller Spannungsroman, einer in der Art, in der ich noch keinen gelesen habe. Der Roman ist aus der Sicht vieler verschiedener Personen geschrieben, die alle das Dorf Beckford bewohnen oder dort als Polizisten vor Ort sind. Jeder hat seinen Blick auf das Geschehen, jeder hat andere Erinnerungen oder hat sich seine Erinnerungen ausgedacht. Da kommt schnell Verwirrung in die Personenkonstellation und auch in den Handlungsstrang, die nicht so einfach aufgehoben werden kann. Wer nicht konzentriert liest, ist schnell raus.
Die Geschichte selbst hat bei mir nicht so eine Faszination ausgeübt, wie andere Krimis oder Thriller. Hier geht es um die verstrickten Schicksale mehrerer Frauen, die allesamt in einem Tümpel in einem Fluss ertrinken. Die Grundidee ist natürlich spannend, aber es geht ihr schnell vom Hundertstel ins Tausendstel. Letztendlich werden drei Todesfälle auf einmal aufgeklärt, wobei der von Nel Abbott der zentrale Fall ist. Und irgendwie hängt doch alles zusammen. Für meinen Geschmack war das ein wenig viel Zusammenhang, die Idee finde ich aber wunderbar.
Auch der Schreibstil passt zu den jeweiligen Personen, selbst wenn man mal nicht auf die Unterzeile mit dem Namen geschaut hat, erfasst man recht schnell, aus welcher Sicht geschrieben wird.
Insgesamt finde ich „Into the Water“ einen gelungenen Spannungsroman, aber nicht spannend genug, um ihn ein zweites Mal zu lesen.

http://www.sophiessofa.blogspot.com

Rezension Into the water

Von: beauty_and_dm_suchti Datum : 24.07.2017

https://beautyanddmsuchti.wordpress.com

Hallo meine Lieben,



Endlich konnte ich auch Into the Water beenden. Wer mich auf Instagram (beauty_and_dm_suchti) verfolgt weiß, dass ich dieses Buch echt nicht mochte und dann auch sehr froh war als ich es fertig gelesen hatte..

Autor: Paula Hawkins

Verlag: Blanvalet

Seiten: 473 Seiten

Preis: 14,99€

Inhalt: »Julia, ich bin’s. Du musst mich anrufen. Bitte, Julia. Es ist wichtig …«

In den letzten Tagen vor ihrem Tod rief Nel Abbott ihre Schwester an. Julia nahm nicht ab, ignorierte den Hilferuf. Jetzt ist Nel tot. Sie sei gesprungen, heißt es. Julia kehrt nach Beckford zurück, um sich um ihre Nichte zu kümmern. Doch sie hat Angst. Angst vor diesem Ort, an den sie niemals zurückkehren wollte. Vor lang begrabenen Erinnerungen, vor dem alten Haus am Fluss, vor der Gewissheit, dass Nel niemals gesprungen wäre. Und am meisten fürchtet Julia das Wasser und den Ort, den sie Drowning Pool nennen …

Idee: 3/5

Umsetzung: 2/5

Schreibstill: 3/5

Cover: 4/5

Fazit: 3/5

Ich mag die Bücher von Paula eigentlich echt gerne.. Leider fande ich dieses total schlecht. Mit dem Schreibstill kam ich eigentlich immer sehr gut klar, diesmal fand ich ihn einfach nur verwirrend. Ständig musste ich überlegen, wie die Person mit den Toten in Verbindung stand oder was die Person beruflich macht. Es waren einfach viel zu viele Personen. Ich wusste auch echt lang nicht, wie ich dieses Buch bewerten sollte..

Eure Stina♥

* Diese Buch wurde mir netterweise vom Randomhouse/Bloggerportal zur Verfügung gestellt.

Puh...also wohnen möchte ich da nicht...

Von: Yvonne Datum : 23.07.2017

https://yvonneschwarz.wixsite.com/wonnisbucherparadies

Titel: "Into the Water"
Autor: Paula Hawkins
Verlag: blanvalet
Seitenzahl: 475

Cover:
Der Kracher schlecht hin, es sieht fast so aus als würde man aus dem Wasser schauen…und am Rand sieht man eine Person…vielleicht das nächst Opfer? Es ist ein Softcover, so dass man sich richtig gut „daran festhalten kann“. Schlägt man das Buch auf, entdeckt man hinten Werbung für „Girl on the Train“ und vorne wieder diesen schönen düsteren See...

Schreibstil:
Es war mein erstes Buch von Frau Hawkins und es gefiel mir vom ersten Satz an…ich war erschrocken das ich es so schnell durchgelesen hatte. Sie schreibt herrlich leicht, verständlich und „unverblümt“. Geschrieben wird aus der ich und allgemeinen Perspektive, ebenso erwähnenswert ist die „Aufteilung“. Denn hier wird nicht in Kapiteln, sondern in Personen geschrieben…man wird quasi mit in die Ermittlungen genommen, ohne das es verwirrt.

Inhalt:
»Julia, ich bin’s. Du musst mich anrufen. Bitte, Julia. Es ist wichtig …« In den letzten Tagen vor ihrem Tod rief Nel Abbott ihre Schwester an. Julia nahm nicht ab, ignorierte den Hilferuf. Jetzt ist Nel tot. Sie sei gesprungen, heißt es. Julia kehrt nach Beckford zurück, um sich um ihre Nichte zu kümmern. Doch sie hat Angst. Angst vor diesem Ort, an den sie niemals zurückkehren wollte. Vor lang begrabenen Erinnerungen, vor dem alten Haus am Fluss, vor der Gewissheit, dass Nel niemals gesprungen wäre. Und am meisten fürchtet Julia das Wasser und den Ort, den sie Drowning Pool nennen …

Meinung
Wahnsinn, echt… Dies war mein erstes Buch von Paula Hawkins, Girl on the Train wartet schon im Regal auf mich. Ich fand es echt grandios, man wurde von Anfang mit hineingezogen in die Ermittlungen, so dass man mehr als einen verdächtigen hatte und bis zum Schluss blieb alles offen! Die Charaktere im Buch, oh mein Gott (ich verrate nichts!) passten zusammen, obwohl sie mehr als unterschiedlich sind.
Dass man keine Kapitel hat, sondern das immer aus verschiedenen Sichtweisen geschrieben wurde, habe ich ja schon erwähnt…und ich könnte es mir auch gar nicht anders vorstellen, denn so wurde nicht nur aus einer anderen Perspektive erzählt, sondern man hatte auch Spielraum für Überlegungen…es wurden dadurch neue Intrigen, geheimnisse und Indizien aufgedeckt.

Ich finde es mehr als lesenswert. Danke dafür.

Ein richtig spannender Roman!

Von: juleisreading Datum : 22.07.2017

juleisreading.blogspot.de/

Meine Meinung:

Cover: Das Cover von "Into The Water" spricht mich sehr an, denn es sieht wirklich sehr mysteriös und geheimnisvoll aus. Und ich habe immer wieder neue Dinge auf dem Cover entdeckt, wie zum Beispiel die Frau weiter oben, die ins Wasser schaut. Außerdem sieht das blau richtig toll aus und blau ist meine Lieblingsfarbe und es passt sehr gut zum Titel des Buches.

Schreibstil: Das war das erste Buch, das ich von der Autorin gelesen habe. Ich wollte schon seit langem "Girl on the Train" lesen, aber kam nie dazu und deshalb ist "Into The Water" nun mein erstes Buch von Paula Hawkins geworden. Ich kann diese Frau nur loben! Ihr Schreibstil ist wirklich grandios, man fliegt als Leser nur so über die Seiten und ich konnte dieses Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, weil es mich so gefesselt hat. Was ich auch richtig toll fand war, dass das Buch in vielen Sichten geschrieben wurde, sodass man jeden einzelnen Charakter besser kennenlernen konnte. Auch die Kapitel waren relativ kurz, was ich aber wirklich sehr gerne mochte, denn am Ende von jedem Kapitel, gab es immer einen kleinen überraschenden Moment und deshalb hatte man immer die Motivation weiterzulesen. Ich werde definitiv mehr von ihr lesen, ihr Schreibstil ist wirklich großartig.

Charaktere: Wie schon gerade erwähnt, ist dieses Buch aus vielen verschiedenen Sichten von verschiedenen Charakteren geschrieben, die alle eine gewisse Rolle in diesem Buch spielen. Jeder einzelne Charakter hat seine Geschichte und das finde ich wirklich toll. Man lernt so viel über deren Hintergrund kennen und man lernt viele Charaktere lieben, manche aber auch hassen. Was ich vielleicht zu kritisieren habe ist, dass ich manchmal mit den ganzen Namen durcheinander kam und nicht wusste, wer wer ist, aber das war jetzt nicht ganz so schlimm, denn man kam immer wieder in die Geschichte rein und hat dann auch alles verstanden.

Inhalt: Ich möchte jetzt eigentlich nicht viel zum Inhalt sagen, denn ich möchte niemandem spoilern. Ich kann nur sagen, dass ich wirklich immer von der Geschichte gefesselt war und es keinen Moment gab, an dem ich kein Spaß an diesem Buch hatte, oder an dem dieses Buch langweilig war. Ich, als Leser, habe immer selbst mitgerätselt und wollte immer wissen, was in Beckford los ist und wieso so viele Frauen "verschwinden". Also wer sich für so eine Geschichte interessiert und gerne etwas mysteriöses möchte und miträtseln möchte, da ist dieses Buch perfekt! Ich kann es nur empfehlen, ich habe selten so ein gutes und spannendes Buch gelesen.

Guter Anfang, aber zu viele Erzählstränge.

Von: Eori Datum : 22.07.2017

https://www.instagram.com/_bookish_cat_/

Auf dieses Buch habe ich so hin gefiebert. Vielleicht konnte es deswegen meine Erwartungen nicht erfüllen. Vielleicht aber auch wegen der vielen Erzählstränge und Personen. Aber von vorne:

Optisch ist das Buch ein absoluter Hingucker! Der Titel verschwimmt im Wasser und der Name der Autorin ist Reliefartig hervorgehoben. Auf der Rückseite ist der Blick von oben in ein Gewässer. Am Rand Schatten von kahlen Bäumen, richtig unheimlich. Im Inneren sind die Kapitel aus der Sicht verschiedener Personen geschrieben. Sehr positiv anzumerken ist, dass unten neben den Seitenzahlen immer der „Erzähler“ steht. Ansonsten wäre ich vermutlich noch mehr durcheinandergekommen. Und das bringt mich auch gleich zu meiner negativen Kritik: Viel zu viele Personen, deren Geschichte irgendwie zusammenhängt. Es wurde meiner Meinung nach viel zu schnell unübersichtlich, wer nun wann mit wem einmal was zu tun hatte. Auch hat mir tatsächlich die Spannung gefehlt. In keinem Teil der Geschichte konnte die Autorin so wirklich richtig in die Tiefen gehen, da es so viele Erzählstränge gab, und das hat die Spannung kaputt gemacht. Nichtsdestotrotz ist der Schreibstil und die Wortwahl gut. Außerdem enden viele Kapitel mit einer Anspielung auf Wasser, einer negativen, was wirklich faszinierend gut passt.

Empfehlen kann ich dieses Buch besonders denen, die mit vielen Erzählsichten und -personen keinerlei Probleme haben.

Lieblingszitat:
S. 345: Alles war möglich. Wer Hufschläge hört, hält nach Pferden Ausschau. Trotzdem kann man nie ausschließen, dass es am Ende Zebras sind.

S. 431: [G]ering war immerhin besser als nichts. Gering war immerhin eine Möglichkeit.

Schwieriger Einstieg, aber durch und durch ein spannendes Buch!

Von: Michelles Booklove Datum : 21.07.2017

michelles-booklove.blogspot.de/

Titel: Into the Water - Traue keinem. Auch nicht dir selbst.
Autor/in: Paula Hawkins
Genre: Roman, Krimi
Verlag: Blanvalet
Ersterscheinung: 2017
Seitenanzahl: 480 Seiten
Preis: 14,99€ (Broschierte Ausgabe)

Julia Abott lebt abgeschottet von ihrer Familie alleine in London. Zu ihrer Schwester Danielle hat sie seit Jahren keinen Kontakt mehr, diese wohnt nämlich immer noch in der alten Heimat Beckford, in die Julia um keinen Preis wieder zurückkehren möchte. Julia ignoriert sämtliche Anrufe ihrer Schwester, doch als Nel in einem davon um Hilfe bittet ahnt Julia nicht, welche Folgen es hat diesen Anruf zu ignorieren.Kurz darauf ist ihre Schwester Nel nämlich tot und sie muss zurück nach Beckford, um auf ihre 15-jährige Nichte aufzupassen. Es heißt Nel wäre gesprungen, doch daran will Julia nicht wirklich glauben.

Dieses Buch hat mein Interesse aus verschiedenen Gründen geweckt. Zum einen habe ich bereits "Girl on the Train" von der Autorin Paula Hawkins gelesen, das mir ganz gut gefallen hat. Zum Anderen klingt aber auch diese Story super spannend und das Cover überzeugt einen bereits von der ersten Sekunde.
Zu Beginn des Buches fiel es mir schwer in die Geschichte hineinzufinden, da, wie auch schon im vorherigen Buch der Autorin, ein häufiger Sichtwechsel stattfindet und man somit viele Personen auf einmal kennenlernt. Sich den Zusammenhang der Charaktere zu merken ohne sie wirklich zu kennen ist daher sehr schwer. Außerdem ist der Schreibstil wechselhaft und daher ebenfalls gewöhnungsbedürftig. Als ich aber in das Buch hineingefunden habe, hat mich die Story gefesselt. Auf jeder Seite ist es spannend und man findet immer neue Indizien, die einen jedes Mal auf eine andere Spur verleiten.
Verdächtige hat man im Verlauf der Geschichte reichlich. Manchmal fragt man sich aber doch, ob es nur ein ungewollter Unfall war. Als Leser rätselt man ganz klar mit und das gefällt mir immer so an diesem Buchgenre.
Schwierig war es den Überblick zu behalten, da man sehr auf jedes kleine Detail achten muss, davon aber so viele vorkommen, dass es einem echt schwer gemacht wird. Es lohnt sich aber dranzubleiben.
Die Charaktere waren einem teilweise sympathisch, dann aber wieder nicht. Bei den ständigen Perspektiv- und Schreibstilwechseln ist es nicht einfach einen Charakter wirklich dauerhaft zu sympathisieren. Dennoch ist es spannend jeden einzelnen Charakter zu entdecken.
Die Geschichte rund um "Into the Water" ist von meiner Seite aus klar zu empfehlen, denn auch nach ihrem ersten Topbuch, schafft es Paula Hawkins das nächste wundervolle Buch auf den Markt zu bringen. Daher vergebe ich 4/5 Sterne.

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar :)

Spannung pur im typischen Hawkinsstil

Von: Nur noch eine Seite Datum : 20.07.2017

nurnochneseite.blogspot.de/

Inhalt:
Nel ist tot, ertrunken im Drowning Pool wie so viele vor ihr. Ihre Schwester Jules kann es nicht fassen. Sie hinterlässt ihr rebellische Tochter Lena und ihre Arbeit, ein Manuskript über die toten Frauen vom Drowning Pool. Damit hatte sie so einige Bewohner vom kleinen Örtchen Beckford verärgert. Ein Unfall ist ausgeschlossen sagt die Polizei, Nel wäre betrunken gewesen und gesprungen heißt es. Jules hatte seit Jahren keinen Kontakt mehr mit ihrer Schwester, ignoriert ihre Anrufe, die perfekte Schwester, die doch in allem so viel besser war. Aber eins weiß Jules, sie wäre nie gesprungen.

Meinung:
Nach dem Erfolg von Girl on the Train, reicht Paula Hawkins nach.
Im typischen Hawkinsstil wird auch hier wieder zwischen den Charakteren gewechselt, was manchmal etwas verwirrend ist, aber einen guten Blick beschert. Sehr spannend und düster, ein bisschen wie Inspektor Barnaby nur wesentlich dunkler. Wenn man sich eingelesen hat kann man es nicht wieder weglegen!
Empfehlung für regnerische Tage, nichts für schnell zwischendurch.

Bewertung: 4/5 ⭐⭐⭐⭐ sehr gut

Gänsehaut und grausame Geschichte

Von: Olga Matika Datum : 19.07.2017

https://olgamatika.blogspot.de

Das Buch ist echt spannend. Jedes Kapitel habe ich meine Meinung gewechselt, ob Nel selbst gesprungen ist oder jemand hat ihr umgebracht. Ich habe in deisem Buch mindesten 4 Verdächtige.
Jedes Abschnitt(Kapitel) wird von Gesicht verschiedenen Personen geschrieben. (Ungefähr 13 Personen) In meinem Fall ist das einzige Minus vom Buch, weil ich nicht so gerne möge, wenn die Ansichtperspektive geändert wird. Aber In diesem Buch musste so sein, weil Gedanken und Aktivitäten verschiedener Personen für uns ganzes Bild vorstellen.
Die Personen sind gut beschrieben. Ich könnte mir ganz gut so kleine Stadt vorstellen, wo alle alles über einander wissen. Es ist immer sehr spannend darüber lesen. Jede Familie hat eigene Geheimnise. Und in diesem Buch gibt es richtig viele Heimlichkeiten.
Mir hat sehr gefallen, wie die Autorin durch die Gedanken von Jules uns ihre Geschichte erzählt.

Gute Idee, aber verwirrende Umsetzung

Von: catching.wordsss Datum : 17.07.2017

catching-wordsss.blogspot.de/

Allgemeines

Titel: Into the Water
Autorin: Paula Hawkins
Verlag: blanvalet
Genre: Roman (Thriller)
ISBN: 978-3-7645-0523-3
Seiten: 476
Preis: 14,99€

Buch kaufen
(Klappbroschur.
erschienen am 24.05.2017)

Klappentext

"In den letzten Tagen vor ihren Tod rief Nel Abbott ihre Schwester an. Julia nahm nicht ab, ignorierte den Hilferuf. Jetzt ist Nel tot. Sie sei gesprungen, heißt es. Julia kehrt nach Beckford zurück, um sich um ihre Nichte zu kümmern. Doch sie hat Angst. Angst vor diesem Ort, an den sie niemals zurückkehren wollte. Vor lang begrabenen Erinnerungen, vor dem alten Haus am Fluss, vor der Gewissheit, dass Nel niemals gesprungen wäre. Und am meisten fürchtet Julia das Wasser und den Ort, den sie Drowning Pool nennen..."

Cover

Das Cover ist wirklich richtig toll und sehr passend zum Buch.
Dieses blau ist einfach richtig toll und fällt auf jeden Fall sofort auf.
Dieser See, der da abgebildet ist - wirklich passend. Im Spiegelbild der Wasseroberfläche kann man sogar einen Menschen sehen. Rund herum sehr dunkel, was alles schon eine mystische Atmosphäre um das Buch kreiert.


Schreibstil

Der Schreibstil war sehr unterschiedlich. Teilweise ließ es sich super einfach und schnell lesen. Dann wurde es wieder unverständlich, was auch an den vielen Perspektivenwechseln lag.
Es wurde aus so vielen Sichten erzählt und dann sogar bei einer Person verschiedene Erzählperspektiven verwendet, dass es manchmal wirklich schwer war, dem Ganzen zu folgen.
Auch Zeitformen wurden manchmal sehr merkwürdig verwendet, was das Lesen noch etwas mehr erschwerte.

Charaktere

Als ersten fällt auf, dass es wirklich viele Charaktere gibt.
Aus jeder Sicht wird das eine oder anderen Kapitel erzählt. Doch leider lernt man niemand so richtig gut kennen. Man weiß, wer welche Rolle in der ganzen Geschichte spielt, aber keiner bekommt wirklich mehr Tiefe - Identifikation mit den Charakteren ist dadurch eigentlich gar nicht möglich.


Meine Meinung

Ein guter aber verwirrender Thriller, bei dem es wirklich dauert, bis man wirklich in die Handlung eintauchen kann.

Der Anfang ist wirklich sehr schnell. Man wird in das Geschehen geworfen, bekommt auf den ersten 50 Seiten viele Menschen vorgestellt und weiß eigentlich gar nicht, um was es so richtig geht.

Im Klappentext wird von einem Tod gesprochen, der aufgeklärt werden soll. Doch mit der Zeit gibt es mindestens 5 verschiedene Tode, aus verschiedenen Jahrzehnten, die irgendwie miteinander verbunden sein sollen oder auch nich.
Es ist wirklich sehr verwirrend für den Leser die verschiedenen Charaktere den verschiedenen Geschichten und Todesumständen zuzuordnen, die aufgeführt werden.

Atmosphärisch hat das Buch einiges zu bieten, denn die ganze Gegend von Beckford bekommt einen schaurigen Beigeschmack und man möchte auf keinen Fall in die Nähe des Ortes und des Flusses kommen.
Die düstere, geheimnisvolle Atmosphäre wurde sehr gut aufgebaut und hat sich durch das ganze Buch gezogen.

Vom Plot war ich nochmal ziemlich überrascht.
So ein Plottwist im letzten Kapitel hatte ich nicht erwartet, auch wenn einem noch kleine Ungereimtheiten in der ganzen Geschichte auffallen können und man mit der einen oder anderen Frage zurückgelassen wird.

Dennoch hat mich dieser Roman von Paula Hawkins nicht vollständig überzeugt, da einfach zu viele einzelne Geschichten mit eingebracht wurden, die wirklich getrennt zu betrachten waren und die ganze Geschichte unnötig verkomplizierten.

Psychologisch gut austarierter Krimi

Von: Silke Schröder, hallo-buch.de Datum : 17.07.2017

www.hallo-buch.de

Aus verschiedenen Perspektiven erzählt Paula Hawkins ihren neuen Krimi “Into the water”. Da ist Sean, der Ortspolizist, Josh, Katies Bruder, Lena, Nes Tochter, Jules, die Schwester der Ermordeten, deren Nichte Lena und eine Ermittlerin, die gerade erst aus London ins nordenglische Beckford strafversetzt wurde und wenig Lust hat, aus dem Selbstmord- einen Mordfall zu machen. Alle berichten peu à peu aus ihrer Vergangenheit und den Entwicklungen der Gegenwart, so dass sich ganz allmählich ein völlig anderes Bild der Ereignisse ergibt, als anfänglich erwartet. Das macht die Autorin genauso geschickt, wie bereits in ihrem Erstlingswerk “Girl on the train”. So ist “Into the water” ein unterhaltsamer, psychologisch gut austarierter Krimi, der sich auch mit ernsten Themen wie Gewalt gegen Frauen, Vergewaltigung Minderjähriger und Missbrauch Schutzbedürftiger auseinandersetzt. Die Sprecher und Sprecherinnen Britta Steffenhagen, Simon Jäger und Marie Bierstedt erzählen den Plot eindringlich und atmosphärisch dicht.

Eine sehr bewegende und komplexe Geschichte, die mich trotz des recht zähen Einstiegs überzeugen konnte

Von: Claudia Bett Datum : 16.07.2017

www.claudiabett.com

Inhalt:

Julia Abbott hat seit fünfzehn Jahren keinen Kontakt mehr zu ihrer Schwester Nel, die alleine mit ihrer fünfzehnjährigen Tochter Lena noch immer in ihrem Elternhaus in der kleinen englischen Gemeinde Beckford lebt. Julia hatte sich in London inzwischen ihr eigenes Leben aufgebaut, wollte einfach nur in Ruhe gelassen werden und Beckford und Nel für immer vergessen. Deshalb ignoriert die auch Nels Hilferuf auf ihrer Mailbox, denn sie wollte die Stimme ihrer Schwester einfach nicht hören und war sich sicher, dass Nel ohnehin nur wieder dramatisiert. Doch nun ist Nel tot, und Julia muss nach Beckford zurück und sich um ihre Nichte kümmern. Aber sie hat Angst vor dem Ort, den sie noch immer mit ihren schlimmsten Erinnerungen verbindet, vor dem alten Haus am Fluss und der Flussschleife, die die Dorfbewohner nur den „Drowning Pool“ nennen.
An dieser besonders tiefen Stelle des Flusses ereignen sich schon seit Jahrhunderten mysteriöse Todesfälle. Einst wurden der Hexerei verdächtige Frauen zum „Drowning Pool“ gebracht und dort der Wasserprobe unterzogen, aber auch Engelsmacherinnen, Mörderinnen, Ehebrecherinnen und zahlreiche Selbstmörderinnen haben an der Flussbiegung auf rätselhafte Weise den Tod gefunden oder sich von den Felsen in die Fluten gestürzt. Erst vor Kurzem ist ein junges Mädchen, das eng mit Lena befreundet war, hier ins Wasser gegangen. Nel war geradezu besessen von den Frauen, die im „Drowning Pool“ gestorben sind, hat ihre Geschichten gesammelt und aufgeschrieben und war davon überzeugt, dass Beckford ein Ort ist, um unbequeme Frauen loszuwerden. Nun starb Nel selbst an dieser Stelle des Flusses, aber obwohl alle im Dorf sicher zu sein scheinen, dass sie Selbstmord begangen hat, weiß Julia mit Gewissheit, dass ihre Schwester niemals gesprungen wäre…

Meine persönliche Meinung:

Mit ihrem Debüt "Girl on the Train" hat Paula Hawkins 2015 auf Anhieb einen Bestseller vorgelegt, der auch erfolgreich verfilmt wurde. Während der Film überwiegend positiv aufgenommen wurde, wurde die Buchvorlage sehr kontrovers diskutiert. Vielen Lesern war "Girl on the Train" zu langatmig, und auch die Protagonistin, eine schwer alkoholabhängige Frau, deren Wahrnehmungen man nicht immer trauen konnte, stieß auf wenig Sympathien. Mich hingegen hat "Girl on the Train" restlos begeistert, was nicht zuletzt an der ruhigen Erzählweise der Autorin, der düster-tristen Grundstimmung und den grandios ausgearbeiteten Figuren lag. Umso mehr habe ich mich natürlich nun auf ihren neuen Roman "Into the Water" gefreut. Allerdings habe ich schon kurz nach dem Ersterscheinungstag die ersten Verrisse gelesen. Selbst viele, die von Paula Hawkins Erstlingswerk begeistert waren, sind von ihrem aktuellen Roman nun sehr enttäuscht, was meiner Neugierde allerdings keinen Abbruch tat.
Inzwischen kann ich die kritischen Stimmen jedoch durchaus nachvollziehen, denn die Autorin verlangt dem Leser sehr viel Geduld, Durchhaltevermögen und Konzentration ab. Man kann es eigentlich niemandem verdenken, wenn er zwischendurch den Faden und auch das Interesse verliert. Nachdem ich mehr als hundert Seiten gelesen hatte, wollte auch ich schon aufgeben und das Buch abbrechen, denn der Einstieg in die Geschichte ist leider äußerst zäh und gleichzeitig auch sehr verwirrend.
Der Roman wird aus nicht weniger als elf Perspektiven erzählt – da fällt es mitunter schwer, den Überblick zu behalten. Manche Protagonisten schildern ihre Erlebnisse und Gedanken aus der Ich-Perspektive, anderen hingegen folgt man aus der Sicht der personalen Erzählinstanz. Auch Passagen aus dem Manuskript der kürzlich verstorbenen Nel wurden in die Geschichte eingeflochten und gewähren einen Einblick in das Schicksal all der Frauen, die im „Drowning Pool“ den Tod fanden. Eine Hauptfigur gibt es nicht, und auch die Suche nach einem Sympathieträger erweist sich als sehr schwierig. Die vielen Zeitsprünge, die in die Vergangenheit reichenden Vorgeschichten und auch die vielen Nebenschauplätze, die auf den ersten Blick nichts mit der Haupthandlung zu tun zu haben scheinen, verleiten dazu, manche Passagen nur zu überfliegen, was man allerdings tunlichst vermeiden sollte. Stattdessen kann ich nur dazu raten, jede scheinbar noch so kleine Nebensächlichkeit aufmerksam zu lesen, denn sonst wird es im weiteren Verlauf der Handlung schwierig, die Zusammenhänge und Verwicklungen noch zu überblicken. Das erfordert außerordentlich viel Geduld, weil im ersten Viertel des Romans eben recht wenig passiert. Diese schier unüberschaubare Menge an Protagonisten, die ständigen Perspektivwechsel und auch der recht ereignislose und langatmige Einstieg in die Geschichte, führte leider auch bei mir dazu, dass es mich irgendwann eigentlich gar nicht mehr interessierte, ob Julias Schwester Nel nun Selbstmord begangen hat, ermordet wurde oder ihr Tod ein tragischer Unfall war. Trotzdem habe ich durchgehalten und bin auch sehr froh darüber, denn nachdem diese anfängliche Durststrecke überstanden war, konnte mich die Geschichte dann doch packen und hat mir auch ausgesprochen gut gefallen.
Allerdings melden sich die Protagonisten weiterhin nur sehr kryptisch zu Wort, man weiß nie, wer lügt und wer der die Wahrheit sagt, und offenbar hat auch jeder in diesem kleinen Örtchen Beckford etwas zu verbergen. Wie bereits in ihrem ersten Roman, macht es Paula Hawkins dem Leser auch hier nicht gerade leicht, ihre Figuren zu mögen. Mir gefällt es allerdings, wenn Charaktere ambivalent angelegt sind und man nicht weiß, ob man sie nun lieben oder hassen soll. Obwohl mir außer Julia, die mit traumatischen Kindheitserinnerungen zu kämpfen hat, niemand so recht ans Herz wachsen wollte, waren alle Protagonisten sehr überzeugend und glaubwürdig ausgearbeitet.
Die Autorin hat ihr Buch allen unbequemen Frauen gewidmet, und unbequem waren nicht nur die Frauen, die seit Jahrhunderten an besagter Flussbiegung in Beckford den Tod fanden und deren Geschichten hier ebenfalls sehr eindrücklich erzählt werden, sondern eben auch die Protagonistinnen, die Paula Hawkins in ihrem Roman zu Wort kommen lässt. Auch Nel war eine unbequeme Frau, denn sie hatte es sich zur Aufgabe gemacht, die Geschichten all dieser Frauen aufzuschreiben und sich damit nicht gerade Freunde gemacht. Der Verdacht liegt nahe, dass sie deshalb sterben musste, denn zumindest ihre Schwester Julia ist davon überzeugt, dass Nel niemals gesprungen wäre und beginnt daraufhin, sich ebenfalls mit den Geschichten dieser unbequemen Frauen zu beschäftigen. Unbequem sind auch Nickie, eine recht verschrobene Alte, die glaubt, mit Toten sprechen zu können, Erin, die Ermittlerin, eine Fremde und Außenseiterin im Dorf, die an der Wahrheit interessiert ist, und Lena, die fünfzehnjährige Tochter von Nel, ein aufmüpfiges Mädchen, das sehr störrisch und voller Wut und Trauer ist. Sie hat nicht nur ihre Mutter verloren, sondern auch ihre beste Freundin, eine ebenfalls unbequeme junge Frau, die erst vor Kurzem Selbstmord begangen hat, weil sie einen Mann liebte, den sie nicht lieben durfte.
Die Schicksale all dieser unbequemen Frauen sind miteinander verwoben und waren teilweise sehr berührend. Stück für Stück gilt es die Zusammenhänge herauszufinden und die einzelnen bruchstückhaften Splitter zu einem stimmigen Ganzen zusammenzufügen. Ich will nicht behaupten, dass dieser Roman besonders spannend ist, wer einen rasanten Thriller erwartet, kann eigentlich nur enttäuscht sein, aber trotzdem entwickelte die Erzählung nach dem recht zähen Einstieg einen Sog, dem ich mich nicht mehr entziehen konnte. Das lag nicht nur an dem angenehmen Schreibstil der Autorin, sondern auch an dem raffinierten und äußerst gut durchdachten Plot, der am Ende zu einem runden Ganzen führt. Die Geschichte ist allerdings äußerst komplex. Der Roman lässt sich nicht einfach nebenbei zügig weglesen, sondern erfordert eben ein bisschen Durchhaltevermögen und Geduld.

Belohnt wird man aber mit einer sehr tiefgründigen und bewegenden Geschichte, um Freundschaft, Loyalität, verdrängte Erinnerungen, um lange zurückliegende Missverständnisse, die zu spät erkannt werden, und um eine verbotene Liebe mit verheerenden Folgen. All das hat Paula Hawkins in "Into the Water" zu einer äußerst komplexen und ergreifenden Erzählung verwoben, die mich trotz massiver Startschwierigkeiten dann doch noch überzeugen konnte.

Into the water

Von: Nici Datum : 13.07.2017

nici.onw.at

Inhalt:

Julia Abbott hat ihre Schwester Nel seit fünfzehn Jahren nicht mehr gesehen, als der Anruf aus Beckford kommt. Nel ist tot. Es heißt, sie hätte sich im Fluss selbst ertränkt. Julia kehrt nach Beckford zurück, an den Ort, den sie am meisten fürchtet, weil sie schlimme Erinnerungen hat. Doch eines weiß Julia über ihre Schwester: Nel wäre nicht von alleine in den Fluss gesprungen.

Meinung:

Bei diesem Roman habe ich mir etwas ganz besonderes vorgestellt. Ich habe schon viel positives über Paula Hawkins gehört. -Sie ist so gut- oder-Lies ihre Bücher und du wirst süchtig- So habe ich mich sehr über dieses Exemplar gefreut und habe es sofort angefangen. Der Klappentext und das Cover haben mich sehr angesprochen. Das Buch kam mir eher schon wie ein Thriller oder ein Krimi rüber und ich habe mich wahnsinnig gefreut endlich wieder eine spannende Geschichte zu lesen, leider kam es ganz anders. Nun möchte ich euch das Buch etwas genauer vorstellen:
Anfangen möchte ich gerne mit dem Schreibstil. Paula Hawkins schreibt ganz besonders und das war mir anfangs nicht ganz so sympathisch. Die Geschichte wird von so vielen Personen und von so vielen Zeiten erzählt, dass ich den Überblick verloren habe. Ich hatte keine Ahnung wer wer war und was die Figur mit dieser Geschichte zu tun hatte. So las ich das Buch und hatte keine Idee, was die Autorin damit ausdrücken möchte( um ehrlich zu sein, ich weiß es bis jetzt noch immer nicht) "Into the water" ist für mich persönlich etwas schwierig zu beschreiben. Die Orte und Gefühle der einzelnen Personen werden zwar ziemlich detailliert beschrieben, jedoch konnte ich mich nicht in die Geschichte hineinfühlen. Ich konnte die Handlungen mancher Personen einfach nicht verstehen und so war ich öfters etwas neben der Spur. Richtig fesseln konnte mich das Buch leider nicht, schade, da ich mich schon richtig auf einen Thriller gefreut hätte. Ich brauchte eine gefüllte Ewigkeit mit dem Buch und war dann froh, als ich es beendet hatte.Leider konnten mich auch die vielen, wirklich vielen, Figuren kaum überzeugen. Laut dem Klappentext geht es um unsere Hauptprotagonistin Julia, doch würde mich jetzt jemand fragen, ich könnte sie kaum beschreiben. Leider konnte ich sie im Laufe des Buches gar nicht kennenlernen und so habe ich mich gefragt "Wer ist den Julia Abbott überhaupt?" Was genau ist an ihr so besonders? Irgendwie ist es mir so vorgekommen, als interessierte sich Julia gar nicht für Nels Tod. Ich persönlich hatte, wie bereits oben schon erwähnt, richtige Probleme mit dem lesen dieses Buches. Ich wusste einfach nicht wie viele Personen die Geschichte erzählten, geschweige dem wer sie überhaupt waren. Das Ende war ziemlich vorhersehbar. Aber Paula Hawkins legte noch einen zu und mir wurde das Buch wirklich zu kompliziert. Jetzt schrieben auch noch die vielen Personen aus verschiedenen Zeiten. Ein weiteres Problem für mich. Was war wann und überhaupt mit wem und wer war diese Figur? Ich konnte keine der vielen Personen kennenlernen, was ich schade finde.
Zum Schluss muss ich noch sagen, dass ich leider von diesem Buch enttäuscht wurde. Jedoch würde ich das Buch an jeden und jeder Leser/in trotzdem weiterempfehlen. Jeder hat einen anderen Geschmack und das ist gut so. Also dem buch würde ich einmal eine Chance geben. Meiner Meinung nach hat sich Paula Hawkins hier zu viele Personen ausgesucht, die sie leider nur sehr wenig bis gar nicht erklärt hat, hätte sie einige Personen weggelesen, hatte das Buch mehr Potenzial.

Fazit:

Leider konnte mich dieses Buch hier nicht sonderlich überzeugen und ich möchte dem Buch gerne 2 von 5 Sterne vergeben.

Es fehlte die Spannung

Von: Buchschatzjägerin Datum : 13.07.2017

https://buchschatzjaegerin.blogspot.de/

WORUM GEHT ES?
Der Tod der jungen Mutter und Schriftstellerin Nel Abbott versetzt die Stadt Beckford in Aufregung, denn Nel ist nicht die erste Frau, die in dem Fluss, dem Drowning Pool, wie er genannt wird, ihr Leben beendet. Doch ist sie wirklich selbst gesprungen oder wurde sie vielleicht nicht sogar geschubst?
Als sie vom Tod ihrer Schwester erfährt, reist Julie zurück nach Beckford, in die Stadt, in die sie eigentlich keinen Fuß mehr setzen wollte. Doch ihre Nichte Lena braucht sie nun, denn außer ihr gibt es keine Verwandten mehr.
Anfangs deutet Nels Tod auf einen Suizid hin, doch im Laufe der Ermittlungen tauchen immer neue Erkenntnisse auf, die nicht nur Nels Fall, sondern auch den der anderen Frauen, die in dem Fluss ums Leben kamen, völlig auf den Kopf stellen. Was hat es mit diesem Fluss bloß auf sich?


REZENSION
Eine Besonderheit des Romans von Paula Hawkins ist, dass er aus mehreren verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Es bleibt also nicht nur bei Jules, Nels Schwester als Erzählerin, von der auf dem Klappentext die Rede ist. Es kommen im Laufe der Geschichte immer neue Charaktere hinzu, die ihre ganz persönlichen Ansichten schildern und so nochmal ganz andere Sichtweisen und Aspekte in die Geschichte mit einbringen. Gerade das hat mir an dem Roman gut gefallen, auch wenn ich auf den ersten 100 Seiten wirklich Schwierigkeiten hatte, zu zuordnen, wer nun wer war. Sobald ich da aber einen Durchblick hatte, gefiel mir diese Art von Erzählung wirklich gut und fand sie sehr abwechslungsreich.

Into the Water ist in vier Teile unterteilt. Jeder dieser Teile behandelt eine Episode der gesamten Handlung. Ist ein Teil vorbei, geht die Geschichte in einer anderen Richtung weiter. Das ist ein durchaus gutes Konzept für diesen Roman, denn so wurden bestimmte Begebenheiten nicht länger fokussiert und analysiert, als es notwendig war, sondern die Ermittlungen gingen weiter und somit auch die Geschichte.

Der Tod von Nel Abbott scheint in dem Roman ein großes Mysterium zu sein, denn so glasklar, wie der Suizid anfangs scheint, ist er wohl doch nicht. Die Geschichte nimmt sehr viele Wendungen, aber nicht nur in Bezug auf Nels Fall, sondern auch auf vorangegangene Fälle. So geht es also irgendwann nicht mehr nur um Nel, sondern um noch viel mehr.
Der Roman zeigt ganz deutlich auf, was passieren kann, wenn jemand nicht die Wahrheit sagt oder etwas ganz einfach verschweigt, aus Selbstschutz oder weil es vielleicht unwichtig scheint. Manchmal sind es kleine Details, die unwichtig scheinen, aber dann, wenn sie ans Licht kommen, alles auf den Kopf stellen.
Ein wenig enttäuscht bin ich allerdings schon, denn leider waren für mich viele der Wendungen irgendwie vorhersehbar oder haben bei mir nicht den Effekt erzielt, den sie vermutlich sollten. Es gab eigentlich nichts, was mich total schockiert oder überrascht hat. Mir hat eindeutig die Spannung gefehlt, die ich mir so sehr gewünscht habe.

Das Konzept um den Fluss, den Drowning Pool, wie er genannt wird, fand ich dagegen durchaus interessant. Obwohl ich noch immer nicht ganz dahinter gekommen bin, wieso Nel so besessen davon war. Dafür waren ihre Recherchen zu dem Thema interessant, wenngleich ich auch da nicht so sicher bin, ob die nicht auch größtenteils nur Nels Fantasie oder Wunschdenken entsprangen oder ob sie sich wirklich so abgespielt haben. Der Fluss gilt jedenfalls als Verbindung zu den Toden und Morden, die in Beckford passiert sind.

Leider habe ich aber auch jetzt nach dem Ende des Romans nicht das Gefühl, die Charaktere wirklich zu kennen. Aufgrund der Menge an Figuren lernt man sie meist nur oberflächlich kennen. Es gibt wenige, die ein wenig Tiefe bekommen haben und die zu kurz gekommen sind.
Eine Sache hat mich jedoch immens gestört und das war, wie Erin Morgan als einziger homosexueller Charakter hingestellt wurde. In meinen Augen ist die Autorin dieses Thema wirklich unsensibel und vor allem undurchdacht angegangen. Es wirkt auf mich so, als wollte sie ihr damit einen "Makel" verpassen, was ich eher unangebracht finde. Im Roman wird dies leider als Beleidigung benutzt und als wäre es nicht schon schlimm genug, wird diese Beleidigung einfach unter den Teppich gekehrt. Das hat mich als Leserin sehr enttäuscht! Meiner Meinung nach hätte Paula Hawkins dieses Thema besser integrieren können. So klingt es eher abwertend und das gefällt zumindest mir gar nicht.

Allerdings gefällt mir das Frauenbild in dem Roman im Allgemeinen nicht, denn die Frauen wirken allesamt so, als würden sie entweder von Männern unterdrückt werden oder sich selbst unterdrücken. Die Einzige, die da tatsächlich heraus sticht, ist Nels Tochter Lena, die dafür von den anderen Einwohnern aber eben auch direkt schlecht gemacht wird. Dabei hat Lena vor allem am Ende etwas so Wahres über Frauen und Schuldzuweisungen gesagt. Es ist sehr schade, dass es nur leider im Gesamtkontextes des Romans total untergeht.


FAZIT
Fans der Autorin werden diesen Roman sicherlich mögen, ich für meinen Teil bin allerdings enttäuscht worden. Ich habe mir mehr von der angepriesenen Spannung erhofft und vor allem mehr unerwartete Überraschungen und Schockmomente gewünscht, auf die ich leider vergeblich gehofft hatte. Alles in allem ist Into the Water kein schlechter Roman, aber er hat nun mal nicht meine Erwartungen erfüllt, weshalb es nur drei von fünf Sternen gibt.

Weniger wäre mehr gewesen

Von: Elke Heid-Paulus Datum : 13.07.2017

www.lovelybooks.de/mitglied/Havers/rezensionen/

Paula Hawkins, die Autorin, die mit ihrem Debüt „Girl on the train“ sämtliche Bestsellerlisten sprengte, versucht mit dem Nachfolger „Into the water“, vor kurzem in der deutschen Übersetzung erschienen, an den Erfolg ihres Erstlings anzuknüpfen. Ob ihr das gelingt, scheint mir aber eher fraglich.

Zum Inhalt: In Beckford, einer Kleinstadt in der englischen Grafschaft Northumberland, sind seit Jahrhunderten außergewöhnlich viele mysteriöse Todesfälle zu verzeichnen, die alle mit einer ganz besonderen Stelle im Fluss, dem „Drowning Pool“ in Zusammenhang gebracht werden können. Und immer sind es ganz besondere Frauen, die dort ums Leben kommen. Frauen, die sich außerhalb der Grenzen bewegen, die ihnen die jeweilige Gesellschaft setzt. Selbstbewusste, intelligente Frauen, die unbequeme Fragen stellen. Wie die Fotografin Danielle Abbott, kurz Nel, die nach Beckford gekommen ist, um deren Geschichten zu sammeln und zu verbreiten. Aber dann geschieht das Unerwartete, und Nel wird selbst ein Opfer des Drowning Pools. Sie hinterlässt eine Tochter, um die sich nun ihre Schwester Julia kümmern soll, aber von der Rückkehr nach Beckford ist diese so überhaupt nicht begeistert. Denn dort lauern die Geister der Vergangenheit…

Wenn ich das Buch in einem Wort zusammenfassen soll, fällt mir nur zäh ein. Das erste Drittel ist heillos mit unzähligem Personal überfrachtet, jeder erzählt irgendetwas und wirkt mal mehr und mal weniger schuldig. Überfordert hat mich diese Vielzahl der Perspektiven nicht, eher gelangweilt. Und Spannung kommt hierbei auch nicht wirklich auf, da die Charakterisierungen der Personen zum einen sehr oberflächlich sind und nicht überzeugen können, zum anderen allen Klischees entsprechen, die man sich nur vorstellen kann. Dazu das zwanghafte Bemühen der Autorin, permanent eine unheilvolle Atmosphäre durch abgegriffene Beschreibungen zu kreieren, was irgendwann den Leser nur noch nervt. Dabei fand ich die Grundidee des Plots gar nicht schlecht, aber an der Umsetzung hat es definitiv gehapert. Weniger wäre mehr gewesen, und zwar in allen Bereichen!

Ein verwirrender Thriller

Von: Krimine Datum : 11.07.2017

krimines-buecherblog.blogspot.de/

Als Julia einen verzweifelten Hilferuf von ihrer Schwester Nel erhält, reagiert sie nicht. Schließlich haben die beiden Schwestern seit einem verhängnisvollen Ereignis in ihrer Jugend keinen Kontakt. Doch kurz darauf ist Nel tot und Julia macht sich auf den Weg in ihr Heimatdorf, um ihrer Nichte Lena beizustehen. Dort angekommen, muss sie erfahren, dass sich Nel durch einen Sprung in den Fluss selbst getötet hat. So jedenfalls lautet die offizielle Version, die aber kaum jemand glauben mag. Denn in den letzten Jahren sind einfach zu viele Frauen dem Wasser zum Opfer gefallen und so besteht der Verdacht, dass mehr als nur die Sehnsucht nach dem Tod dahinter steckt.

„Into the Water – Traue keinem. Auch nicht dir selbst.“ ist nach „Girl on the Train – Du kennst sie nicht, aber sie kennt dich.“ der zweite Roman von Paula Hawkins, einer britischen Autorin, die es versteht, mit abgründiger Spannung zu fesseln. Gleich zu Beginn wird der Leser Zeuge, wie eine junge Frau von Unbekannten gequält, in einer Flussmündung stirbt. Eine bewegende Szene, die mit knappen Worten ein unvorstellbares Martyrium beschreibt. Deshalb ahnt der Leser gleich, dass eine perfide Verbrechensserie im Mittelpunkt der Handlung steht, die bisher noch nicht aufgeklärt worden ist. Danach allerdings braucht das Buch einige Zeit, bis es die gewünschte Wirkung entfalten kann. Denn viele Figuren, unzählige Rückblicke in die Vergangenheit und dramatische Vorfälle am Fluss werden wie Puzzleteile durcheinander gestreut und müssen erst geordnet werden.

Paula Hawkins hat einen bildhaften Schreibstil und nutzt die Fantasie des Lesers, um ihre ungeheuerliche Geschichte zu erzählen. Dazu verbindet sie das Schicksal verschiedener Personen, streut ausreichend Zwistigkeiten und Vermutungen in ihre Beziehungen ein
und kombiniert das Ganze mit einer Reihe an Todesfällen, die nach eingehender Untersuchung als Selbstmord zu den Akten gelegt worden sind. Doch obwohl die Idee, die hinter dem Roman steckt, ein packendes Lesevergnügen verspricht, vermag das Buch nicht zu fesseln. Zu schwerfällig kommt es in Fahrt, zu gemächlich ist dessen Handlungsverlauf, zu verworren sein Plot. Nur das Ende weiß zu überzeugen, wie auch die Atmosphäre, die wunderbar mysteriös in Erscheinung tritt.

Fazit:
In ihrem zweiten Roman hat Paula Hawkins einfach zu viel gewollt und damit die Spannung gekillt. Schade, denn sie hat schon einmal bewiesen, dass sie es besser kann. Deshalb bleibt die Hoffnung, dass der nächste Roman wieder an ihren erfolgreichen Erstling anknüpfen kann.