Leserstimmen zu
Kräuter der Provinz

Petra Durst-Benning

Die Maierhofen-Reihe (1)

(61)
(43)
(15)
(1)
(0)
€ 9,99 [D] inkl. MwSt. | € 10,30 [A] | CHF 14,50* (* empf. VK-Preis)

Bürgermeisterin Therese liebt ihre schwäbische Heimat- Wiesen mit sattgelben Löwenzahn, ein paar sanft geschwungene Hügel und mittendrin Maierhofen. Doch die jungen Leute ziehen weg, und der Dorfplatz wird immer leerer. Als Therese krank wird und das Dorf kurz vor dem Aus steht, raufen sich alle Bewohner zusammen- seien es die drei Greisen, die immer auf der Bank sitzen, der linkische Metzgermeister Edi oder die schüchterne Christine. Und sie haben nur noch ein Ziel: ihre schöne kleine Stadt zu retten und das erste Genießerdorf entstehen zu lassen- einen Ort, an dem der echte Geschmack King ist! (Quelle: Klappentext) Petra Durst- Benning ist für mich eine dieser AurorInnen, bei denen ich blind nach einem Buch greife, weil ich mir sicher sein kann, dass es wieder ganz großartig sein wird. Kräuter der Provinz ist der erste Nicht-Historische Roman der Autorin, den ich gelesen habe. Vielleicht liegt es an dem anderen Genre. Oder einfach daran, dass Autoren auch nur Menschen sind. Die können ja gar nicht immer wunderbar sein. Die dürfen ja mal was schreiben, was mir nicht gefällt. Und ihr Unterhaltungsroman Kräuter der Provinz war etwas, was mir nicht recht zusagen konnte. Die Idee an sich ist nicht unbedingt neu, realistisch schon gar nicht, aber etwas zum wegträumen. Es geht um den eigenen Weg ins Glück und die Bedeutung von Zusammenhalt und der Kraft einer Gemeinschaft. Besonders schön daran: Maierhofen ist ein kleines Dorf inmitten von Bergen und duftenden Wiesen. Da kommen Erinnerungen an meine Kindheit auf, die es mir möglich machten mich sofort heimisch und geborgen zu fühlen. Die Beschreibungen der Landschaft und des süßen und idyllischen Dorfes sind authentisch. So, als würde man beim Lesen selbst auf den saftigen Wiesen stehen. Im Gegensatz zu dem wunderschönen Setting, hat es die Geschichte selbst nicht geschafft mich zu packen. An diese Stelle muss ich gestehen, dass ich Durst-Bennings Roman nicht komplett gelesen habe, das entspricht gar nicht meiner Art. Nach dem ersten Drittel des Buches habe ich einige Stellen teilweise grob überflogen. Ich vermute das liegt bestimmt daran, dass ich mich beim Lesen "zu jung" gefühlt habe in diesem Dorf, das hauptsächlich aus Frauen und Männern zwischen vierzig und sechzig besteht. Ich kann mich in die Gedanken und Probleme dieser Generation nur schwer hineinversetzen, weil mir die Erfahrung fehlt, die man in diesem Alter hat. Deshalb hatte ich mehr die Rolle eines Zuschauers inne, statt mich auf dem Maierrhof'schen Marktplatz im Geschehen zu tummeln. Natürlich lese ich viele Bücher, die aus Sicht eines Protagonisten geschrieben sind, die deutlich älter sind als ich. Aber hier hatte ich das Gefühl, dass das Alter und die damit einhergehenden Umstände sehr wichtig für die Handlung waren. Ich glaube diese Rezension ist extrem subjektiv. Das sind Buchbesprechungungen natürlich immer in einem gewissen Grad, aber ich möchte schlichtweg nicht sagen, dass das Buch schlecht ist. Meiner Meinung nach bin ich einfach die falsche Zielgruppe. Ich vergebe für diesen Roman zwei vom fünf Schmetterlingen, werde den nächsten historischen Roman der Autorin aber mit Sicherheit trotzdem lesen.

Lesen Sie weiter