Leserstimmen zu
Gretchen

Einzlkind

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Gretchen Morgenthau begegnet dem Leser keineswegs als tattrige, alte und Zerbrechliche Oma, trotz ihrer 75 Jahre. Sie verträgt harten Alkohol, hat eine unfassbar große Klappe und ist trotzdem so sympatisch und alterslos, wie es selten eine andere Figur in einem Buch, das ich gelesen habe, war. Gretchen ist eine recht kurzlebige Geschichte, lässt sich schnell "weglesen" und behinhaltet trotzdem genug Details, um sich in Gretchens Gedanken einfinden zu können. Des Öfteren musste ist schmunzeln und muss auch zugeben, dass ich diese Frau auch gern persönlich kennegelernt hätte. Als Gretchen auf Island landet, spürt man, wie zwei Welten gewaltig aufeinanderprallen, sich mit der Zeit jedoch, wenn auch zaghaft, befreunden. Diese ganze neue Welt lernt man durch Gretchens Augen kennen. Andere Personen beschreibt sie einfach herrlich und ihr Auftreten, wenn auch großkotzig, ist einfach fabelhaft. Sie ist ein Charakter, den man einfach lieben muss, wie ein Lied, das man so lange hört, bis man es mag, auch wenn man es zu Beginn ganz furchtbar fand. Auch der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Das Ganze ließt sich wie Gedanken. Teilweise nur kurz aufeinanderfolgende Worte, keine ganzen Sätze, dann wieder monologartige Gedanken. Was ich auch besonders gut fand war das Ende, Gretchens Abgang. Ihrer Würdig legt sie eine wenn auch schlichte, sehr theatralische Show hin.

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