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Leserstimmen (65)

David Lagercrantz: Verschwörung (Millennium ) (4)

Verschwörung Reinhören

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€ 6,95 [D]* inkl. MwSt.
(* empf. VK-Preis)

Hörbuch Download (gek.) ISBN: 978-3-8371-3136-9

Erschienen:  27.08.2015
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Wirklich gutes Hörbuch

Von: Bücherzauber Datum : 18.05.2018

https://buecherzauber.wordpress.com

Allgemeine Infos
Titel: Verschwörung
Autor: David Lagercrantz
Verlag: Random House
Laufzeit: 9 h 10 min gekürzte Lesung
Sprecher: Dietmar Bär
Preis: 9,99 €
ISBN: 9783837131352

Worum geht’s?
Mikael Blomkvist steht vor einer Entscheidung. Böse Zungen behaupten, er sei nicht länger der Journalist, der er einst war. Lisbeth Salander hingegen ist aktiv wie eh und je. Die Wege kreuzen sich, als Frans Balder, einer der weltweit führenden Experten für künstliche Intelligenz, ermordet wird. Kurz vor seinem Tod hatte er Mikael Blomkvist brisante Informationen versprochen. Als Blomkvist erfährt, dass Balder auch in Kontakt zu Lisbeth Salander stand, nimmt er die Recherche auf. Die Spur führt zu einem amerikanischen Softwarekonzern, der mit der NSA verknüpft ist. Mikael Blomkvist wittert seine Chance, die Enthüllungsstory zu schreiben, die er so dringend braucht. Doch wie immer verfolgt Lisbeth Salander ihre ganz eigene Agenda.

Meine Meinung
Verschwörung ist der 4. Teil aus der Millennium Reihe von Stieg Larsson, diesmal aber von David Lagercrantz geschrieben.
Nachdem ich die ersten Bücher von Stieg Larsson regelrecht verschlungen habe, war es ein Muss auch den 4. Teil zu hören.
Den 4. Teil kann man meiner Meinung nach auch hören, wenn man noch nicht die ersten 3 Teile kennt. Zwar sind ab und zu mal Hinweise auf die Vorgänger, aber wenn man es nicht weiß, ist es nicht so schlimm, denn es wird alles ausführlich erklärt.
David Lagercrantz konnte mich von Anfang an in seinen Bann ziehen. Man fiebert mit den Protagonisten mit und überlegt wer der Täter sein kann.
Spannung bis zum Schluss.
Die Stimme von Dietmar Bär ist sehr angenehm zu hören. Durch seine facettenreiche Stimme hat er in gut und böse den Personen ihren Charakter gegeben.


Fazit
Auf jeden Fall sehr hörenswert. Durch die angenehme Stimme von Dietmar Bär der auch die Spannung des Buches gut mit seiner Stimme rüberbringen konnte, ein Muss für jeden Fan der Millennium-Saga.

„Millenium“

Von: Literaturwerkstatt-kreativ / Blog Datum : 18.02.2018

www.literaturwerkstattkreativblog.wordpress.com

Literaturwerkstatt- kreativ“ stellt vor
„Verschwörung (Hörbuch) nach Stieg Larsson“ von David Lagercranz

Die Zeitung „Millenium“ geführt von Erika Berger und Mikael Blomkvist kämpft seit längerem mit Umsatzeinbußen. Ihnen fehlt eine gute Titelstory, denn Starjournalist Mikael Blomkvist hat längere Zeit nichts weltbewegendes zu Papier gebracht und manche bösen Stimmen behaupten, seine Zeit wäre vorbei.

Blomkvist wittert jedoch seine Chance, als der renommierte Forscher Franz Balder ihn anruft und zu einem Treffen in sein Haus einlädt. Balders Forschungsgebiet ist „Künstliche Intelligenz“ und ihm ist anscheinend gerade ein phänomenaler Durchbruch gelungen. Als Mikael bei Balder ankommt wurde dieser von einem unbekannten Täter erschossen. Balders autistischer Sohn August hat den Mörder jedoch als einzigster gesehen. Doch August spricht nicht.

Als Mikael herausbekommt das Lisbeth Salander und Franz Balder sich kannten, wird auch er hellhörig und beginnt zu recherchieren. Und auch Lisbeth schaltet sich ein. Sie will wissen wer hinter dem Mord steckt und stößt dabei auf ihre hinterlistige und gewalttätige Zwillingsschwester Camilla. Die beiden hassen sich seit ihrer Kindheit abgrundtief und Camilla trachtet Lisbeth nach dem Leben und natürlich auch August Balder, der schließlich Augenzeuge wurde. Doch Lisbeth, die dies ahnt schützt August und setzt ihr Leben dabei aufs Spiel.


Fazit:

Zehn Jahre nach dem Tod von Stieg Larsson hat David Lagercrantz den Auftrag von Larssons Vater erhalten, die „Millennium - Reihe“ fort zu führen. Dies hat zu kontroversen Diskussionen weltweit geführt und Lagercrantz hat es von Anfang an natürlich nicht leicht gehabt in die gewaltigen Fußstapfen von Stieg Larsson zu treten. Ich habe die ersten 3 Teile „Verblendung - Verdammnis – Vergebung“, leider nicht gelesen, - lediglich die Verfilmungen gesehen - und war von den beiden Hauptprotagonisten Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist sehr angetan. So habe ich mich gefreut, dass deren Geschichte weitergeht.

Ich habe mich diesmal für das Hörbruch entschieden und wurde bei weitem nicht enttäuscht. Auch wenn das Vermächtnis von Stieg Larsson groß ist, konnte mich Lagercrantz mit seiner Geschichte von Anfang an fesseln. Geschickt nahm er die alten Fäden wieder auf und hat auf seine eigene Art plausibel und feinfühlig weiter erzählt. Er schafft es eine düstere Atmosphäre aufzubauen und mit hervorragenden Spannungsmomenten zu punkten. Auch ist es ihm bestens gelungen, die altbekannten Charaktere Blomkvist und Salander weiterzuführen und zudem an ihren Profilen weiter zu feilen. Die gewählten Themen „Künstliche Intelligenz und das Savant-Sydrom“ (diese außergewöhnliche Inselbegabung) fand ich hochinteressant. Dies war – neben dem Thriller – ein informativer „Nebeneffekt“. Gerade das Zusammentreffen zwischen Lisbeth Salander und August Balder und dessen Inselbegabung fand ich hervorragend vom Autor dargestellt und sehr feinfühlig umgesetzt. Sehr hervorragend gemacht !

Dietmar Bär als Sprecher dieses Hörbuches hat mir mit seiner harmonischen Stimme die Geschichte gewohnt gekonnt vorgetragen, sodass das Hörbuch mir zu einem großen Genuss wurde.

Der 5. Teil liegt bei mir bereits griffbereit und ich kann sagen, dass ich mich sehr freue das es bald weiter geht.

Für mich hat David Lagercrantz seine Feuertaufe bestanden. Es gibt bestimmt an der ein- oder anderen Stelle noch Luft nach oben, aber Lagercrantz hat ja auch gerade erst begonnen.


Von mir eine Absolute Hör - Leseempfehlung !


Besten Dank an den „Random House Audio Verlag“ für das Rezensionsexemplar.


Gelungene Fortsetzung der Stieg Larsson Trilogie

Von: Kerstin C. Datum : 27.10.2017

kerstinskartenwerkstatt.de

Das Cover ist einfach und schlicht. Auf einem schwarzen Hintergrund prangt auf der rechten Seite von unten her ein weißer Drache ins Bild. Oben Links sind Autor und Titel genannt und das wars. Ein Cover was mich zum Kauf motiviert. Wobei Stieg Larsson der Hauptgrund für meinen Kauf war.

Es ist jetzt schon etwas her, dass ich die Trilogie von Stieg Larsson gelesen habe. Ich war jedoch schon nach den ersten Worten schnell wieder mit Lisbeth und Mikael vertraut. Für mich ist David Lagercrantz ein würdiger Vertreter der Stieg Larsson Idee.

Mich hat der Roman von Anfang an gefangen genommen. Die Stimme von Dietmar Bär sorgt dafür, dass man einfach zuhören muss. Ich kann ihm stundenlang zuhören und freue mich immer wieder auf ein gutes Hörbuch mit ihm.

Ich habe lange überlegt, ob ich den 4. Teil der Millennium Reihe lesen bzw. hören möchte. Denn die Kritiken besonders am Anfang waren groß. Deshalb habe ich erst mal eine ganze Zeit verstreichen lassen. So konnte ich David Lagercrantz eine Chance geben, ohne 100 %ig die ersten Romane von Stieg Larsson noch im Kopf zu haben. Für mich war es ein schönes Hörvergnügen und ich freue mich schon auf den 5. Teil. Der warten auf dem Nachttisch schon auf mich.

Solide Unterhaltung

Von: Missappledome Datum : 22.10.2017

missappledome.wordpress.com

Inhalt:
Mikael Blomkvist steht vor einer Entscheidung. Böse Zungen behaupten, er sei nicht länger der Journalist, der er einst war. Lisbeth Salander hingegen ist aktiv wie eh und je. Die Wege kreuzen sich, als Frans Balder, einer der weltweit führenden Experten für künstliche Intelligenz, ermordet wird. Kurz vor seinem Tod hatte er Mikael Blomkvist brisante Informationen versprochen. Als Blomkvist erfährt, dass Balder auch in Kontakt zu Lisbeth Salander stand, nimmt er die Recherche auf. Die Spur führt zu einem amerikanischen Softwarekonzern, der mit der NSA verknüpft ist. Mikael Blomkvist wittert seine Chance, die Enthüllungsstory zu schreiben, die er so dringend braucht. Doch wie immer verfolgt Lisbeth Salander ihre ganz eigene Agenda.

Über den Autor:

David Lagercrantz, 1962 geboren, debütierte als Autor mit dem internationalen Bestseller »Allein auf dem Everest«. Seitdem hat er zahlreiche Romane und Sachbücher veröffentlicht, unter anderem die virtuos geschriebene Lebensgeschichte Zlatan Ibrahimovićs. 2013 wurde er vom schwedischen Originalverlag und Stieg Larssons Familie ausgewählt, die Folgeromane der Millennium-Reihe zu schreiben. Lagercrantz ist verheiratet und lebt in Stockholm.

Meine Meinung:

Die Messlatte für diesen Roman liegt unvorstellbar hoch, denn Stieg Larsson hat mit seiner Millennium-Trilogie, Werke hinterlassen, die einzigartig in ihrer Mach- und Tonart sind. Ein großes und mutiges Unterfangen also, in diese Fußstapfen zu treten und die Geschichte rund um den Journalisten Blomkvist und die Hackerin Salander weiterzuführen. Letztendlich finde ich, ist Lagercrantz eine spannende und überaus lesenswerte Geschichte gelungen. Ich bin froh, dass Larssons Werk fortgesetzt wurden, obwohl das im Vorfeld ja durchaus kontrovers diskutiert wurde. Der Plotaufbau gefällt mir gut und er wird auch durchaus in Sachen Komplexität und den zahlreichen Handlungssträngen den drei ersten Bänden gerecht. Allerdings merkt man, das die beiden Autoren eine andere Sichtweise auf die Welt haben. Larssons Welt ist eine düstere, kältere und oft auch härtere. Sein Erzählstil ist sachlicher. Aber ich finde dennoch gut, dass Lagercrantz dem Thema seinen eigenen Stempel verliehen hat. Alles andere wäre vielleicht auch unglaubwürdig. Natürlich hat sich in meine Leseempfinden auch etwas Enttäuschung eingeschlichen, denn es ist nunmal merklich ein anderer Autor verantwortlich. Dennoch sollte man dem Werk eine Chance geben, denn für sich genommen ist es eine solide und gute Unterhaltung.

Zu hohe Erwartungen

Von: Daniela U. Datum : 31.05.2016

www.literaturschock.de

Ich habe die Millennium-Trilogie von Stieg Larsson vor einigen Jahren geradezu verschlungen. Die Geschichte war für mich zwar gut beendet, dennoch war es natürlich schade, dass es keine weiteren Bücher des Autors mehr geben wird.

Als dann „Verschwörung“ herauskam, war ich ziemlich neugierig, was ein anderer Autor aus den Figuren machen und wie er eine Fortsetzung schaffen wird.

Das Buch habe ich also direkt nach Erscheinen gespannt begonnen – und wieder abgebrochen. Der Beginn war dermaßen langweilig und uninteressant, ich konnte mich nicht überwinden, weiterzulesen.

Irgendwann, Monate später, habe ich dem Buch dann doch nochmal eine Chance gegeben, mich noch einmal durch den zähen Anfang gekämpft, mich großteils von meinen Erwartungen gelöst und so getan, als wäre es eine völlig neue Geschichte, als hätte es keine Vorgeschichte gegeben. Und so ging es dann. Der Anfang war zwar immer noch nicht spannender, aber nachdem ich da mal durch war, gefiel mir das Buch zunehmend besser, die Spannung erhöhte sich, das Tempo nahm zu.

Die Charaktere erreichen allerdings das ganze Buch hindurch nicht die alte Form und konnten mich nicht mehr überzeugen wie in den Ursprungsbänden. Mikael Blomkvist ist ein Schatten seines früheren Selbst, Lisbeth Salander hingegen inzwischen eher ein weiblicher James Bond, selbst schwer verletzt gelingt ihr immer noch alles.

Die Story, die sich nach und nach enthüllt, hat mich nicht wirklich fesseln können, auch wenn der Autor versucht hat, aktuelle Themen einzubauen. Das ganze technisch-mathematische ist einfach nicht mein Ding.

Das Ende lässt vermuten, dass hier durchaus noch weitere Fortsetzungen auf uns zukommen könnten – ich persönlich muss diese aber nicht unbedingt lesen!

Verschwörung, vorsicht Spoiler

Von: Splashbooks Datum : 18.05.2016

www.splashbooks.de

Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist kämpfen auch in dem vierten Band der Millenniumreihe wieder gegen die Korruption und Intrigen der Gesellschaft, welche nur allzu oft keine Grenzen zwischen staatlichen Behörden und kriminellen Machenschaften ziehen. In diesem Band rückt jedoch die Gegenwart mehr in den Blickwinkel und damit ein hochaktuelles Thema: inwieweit dürfen Geheimdienste alle abhören und was passiert, wenn der Mensch etwas erschafft, dass intelligenter ist, als er selber?

David Lagercrantz hat diese Fortsetzung der Romane von Stieg Larsson geschrieben, welcher 2004 leider an einem Herzinfarkt verstorben ist. Bevor man sich mit dem Inhalt dieses Buches beschäftigt, bleibt die Frage, ob es richtig war einen weiteren Roman zu schreiben. Larssons langjährige Lebensgefährtin versuchte sich vehement dagegen zu wehren, da ihrer Meinung nach Larsson dies so nie gewollt hätte und es auch bereits ein Manuskript für den vierten Teil von ihm selber gäbe. Larssons Bruder und Vater stimmten einem Weiterführen der Geschichte hingegen zu, da die Romanreihe ursprünglich 10 Bände umfassen sollte.

Das Buch ist spannend, man möchte es nicht aus der Hand legen. Es ist durch und durch ein guter Thriller und es ist auf jeden Fall wert ihn zu lesen. Er ist super geschrieben, er lässt sich super lesen und eigentlich gibt es nichts zu beanstanden.

Dennoch hat man als Leser das Gefühl, dass etwas fehlt. Es ist die Düsternis, die verdorbene Welt und das Kämpferische, welches sich in Larssons Romanen immer in den Vordergrund drängte. Dieses etwas Unperfekte, dieses Hinweisen auf eine andere, eine Schattenwelt in der Gesellschaft, die unsere heile Welt bedroht wenn wir nicht etwas dagegen tun.

In Lagercrantz Fortsetzung geht es auch nach Amerika und in die NSA. Trotz all der öffentlichen Kritik und der Angst vor dem Ausspionieren, stellt Lagercrantz diese Behörde mehr als guten großen Bruder da und sogar der schwedische Geheimdienst, welcher die Verbrechen von Lisbeths Vater erst ermöglichte, wird auf einmal ganz nett. Das kann zum einen damit zu tun haben, dass die Schweden ein anderes Verhältnis zum Datenschutz haben (Bargeldloses Bezahlen mit dem Handy ist normal - und keiner macht sich Gedanken über Datenklau), zum anderen damit, dass Lagercrantz im Gegensatz zu Larsson aus der Oberschicht der Gesellschaft kommt.

Stieg Larsson war ein Kämpfer gegen den Rechtsextremismus und dies wurde auch in seinen Romanen deutlich. Bei Lagercrantz fehlt diese lodernde Flamme.

Eine würdige Fortsetzung der “Millenium”-Trilogie

Von: Silke Schröder, hallo-buch.de Datum : 28.02.2016

www.hallo-buch.de

Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist sind zurück. Natürlich ist es ein schweres Erbe, das der schwedische Autor David Lagercrantz hier angetreten hat, denn immerhin wurden die drei “Millenium”-Thriller des verstorbenen Erfolgsautors Stieg Larsson gefeiert und gelesen wie kaum ein anderer Krimi-Dreiteiler. In “Beschwörung (Millenium 4)” verwebt Lagercrantz die altbekannt-ungewöhnlichen Ermittlungsmethoden seiner beiden Helden mit einer Story um aktuelle Comic-Popart und neueste Entwicklungen in der Computer- und Internettechnologie. Dabei erzeugt er bis zur letzten Seite eine überzeugende Spannung und treibt mit hohem Tempo durch seine gut durchdachte Geschichte. So ist “Beschwörung (Millenium 4)” eine würdige Fortsetzung der “Millenium”-Trilogie, auch wenn die Figuren im Vergleich zum Original ein wenig blass bleiben. Gut also, dass Dietmar Bär die Story sehr authentisch liest und den Charakteren ein unverwechselbares Charisma verleiht.

Guter Thriller, aber doch nicht ganz ein Stieg Larsson

Von: pbcat Datum : 16.02.2016

https://pbcat.wordpress.com/

Die Bände der Millennium-Trilogie von Stieg Larsson habe ich wie viele andere damals verschlungen (und mir auch die Filme angesehen), daher war ich natürlich sehr neugierig auf die Fortsetzung von David Lagercrantz, in der die Geschichte von Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist fortgesetzt wird. Nachdem es zu dem Buch sehr zwiespältige Meinungen gab, bin ich jetzt endlich dazu gekommen, es zu lesen …

Worum geht’s?

Mikael Blomkvist steckt in einer Krise. Die Stimmen mehren sich, dass seine große Zeit als Journalist vorbei ist, und ihm ist irgendwie die Freude an seiner Arbeit abhanden gekommen – was auch daran liegen kann, dass es bei »Millennium« ebenfalls kriselt und sich die Zeitung aus finanziellen Gründen mit dem Einstieg des Serner-Konzerns abfinden muss, was natürlich einige Änderungen mit sich bringt.

Frans Balder, ein weltweit bekannter Experte für künstliche Intelligenz, hat hingegen ganz andere Probleme. Er ist erst vor Kurzem aus den USA nach Schweden zurückgekehrt, unter anderem, weil er sich endlich um seinen autistischen achtjährigen Sohn August kümmern will, den er bisher sträflich vernachlässigt hat, sodass ihm sogar das Sorgerecht aberkannt wurde. Doch Frans hat außerdem ein Geheimnis, und er weiß, dass man hinter ihm her ist und seine Forschungsergebnisse heiß begehrt sind …

Als sich Mikael widerwillig mit einem Informanten trifft und schon gar nicht mehr daran glauben will, dass dieser eine handfeste Story zu erzählen hat, erfährt er auf einmal von einem Hack in der Computerspielindustrie, der von einer Hackerin aufgedeckt wurde, die ihm doch sehr bekannt vorkommt – seiner Meinung nach kann es sich bei ihr nur um Lisbeth Salander handeln, von der er schon lange nichts mehr gehört hat.

Dann bekommt er auch noch mitten in der Nacht einen Anruf von Frans Balder, der um sein Leben fürchtet und zwar unter Polizeischutz steht, seine Geschichte aber dennoch schnellstmöglich erzählen will, und so stimmt Blomkvist zu, sich sofort auf den Weg zu dem Wissenschaftler zu machen. Im Laufe der Nacht und bevor Mikael den Mann erreicht treffen jedoch noch einige andere Besucher dort ein und ein geheimnisvoller Mann nutzt das Chaos aus, bringt Frans Balder um und stiehlt dessen Laptop, auf dem er dessen Forschung vermutet. Der einzige Mordzeuge ist sein Sohn August, der in seiner eigenen Welt lebt, nicht spricht, gern puzzelt, aber, wie Frans kurz zuvor herausgefunden hat, auch überragend zeichnen kann …

Und so überschlagen sich danach die Ereignisse, erst recht, als August Balder ins Visier des Killers und seiner Auftraggeber gerät, und die Wege von Mikael und Lisbeth kreuzen sich erneut, wenngleich zuerst nur virtuell über seinen Rechner, den sie regelmäßig hackt.

Meine Meinung?

Lässt man mal außer Acht, dass der vierte Band von einem anderen Autor geschrieben wurde als die ersten drei (Stieg Larsson ist ja bedauerlicherweise 2004 gestorben), dann hat man mit Verschwörung vor allem einen handfesten, gut recherchierten Thriller vor sich, der spannend geschrieben ist und sich richtig gut lesen lässt.

Im Laufe des Romans tauchen viele aus früheren Büchern bekannte Personen auf, was einen netten Wiedersehenseffekt beschert, und die Verwicklungen, die bis nach Russland und zur NSA reichen, ergeben einen recht verwickelten Plot, der überzeugen kann. Auch Mikael Blomkvist und Lisbeth Salander wurden gut weiterentwickelt und verhalten sich so, wie man es erwarten würde.

Natürlich gibt es Punkte, bei denen man merkt, dass einiges anders ist als zuvor, beispielsweise kamen mir die Vorgänger deutlich brutaler vor und auch Andrei Zander wird mir viel zu romantisch verklärt beschrieben. Ob es sprachliche Veränderungen gibt, ist aus meiner Sicht schwer zu sagen, da ich die ersten drei Bände vor mehreren Jahren gelesen habe und dieser Roman noch dazu von Ursel Allenstein übersetzt wurde und nicht wie die ersten drei von Wibke Kuhn.

Fazit

Ich kann verstehen, dass viele Kritiker sagen, man habe keinen echten Stieg Larsson in den Händen, aber im Großen und Ganzen ist es ein handfester, spannender Thriller mit altbekannten und neuen Gesichtern, der mir gut gefallen und mir packende Lesestunden beschert hat.

Einige Ungereimtheiten und kleinere Kritikpunkte (u.a.: Musste es ausgerechnet die NSA sein? Wieso gibt es einen derart offensichtlichen Cliffhanger?) lassen die Endwertung daher auf 4 von 5 Punkten sinken, aber der Roman ist dennoch eine klare Leseempfehlung!

Millenium - Verschwörung (David Langercrantz)

Von: Poldi Datum : 03.02.2016

www.poldis-hoerspielseite.de

Millenium, die Zeitung von Mikael Blomkvist, hat mit schweren Umsatzeinbußen zu kämpfen, eine große Titelstory ist es, was die Auflage wieder steigern würde. So kommt es ihm gerade recht, dass der renommierte Forscher Franz Balder ihm für ein Interview über sein Forschungsgebiet, die künstliche Intelligenz, zru Verfügung steht. Doch kurz vor dem Zusammentreffen wird Balder erschossen. Sofort klemmt sich Blomkvist hinter den Fall – und muss feststellen, dass auch Lisbeth Salander eine Beziehung zu Balder hatte...

David Langercrantz hat ein schweres Erbe angetreten, der erfolgreiche Schriftsteller wurde dazu auserkoren, die Millenium-Trilogie des mittlerweile verstorbenen Stieg Larsson fortzusetzen. Große Fußstapfen, die auszufüllen schwierig sein würde – so viel stand schon von Anfang an fest. Insgesamt halten sich Licht und Schatten zwar die Waage, an das Original kann er nicht heranreichen. Das liegt insbesondere an den Charakteren, die Langercrantz viel zu blutleer geschaffen hat. Bestes Beispiel hierfür ist Lisbeth Salander, die in den ersten Romanen eine sehr tiefgründige und vielschichtige Persönlichkeit war, hier jedoch zur platten Superheldin verkommen ist. Reihenweise schaltet sie Bösewichte aus, und das mit einer selbstverständlichen Lässigkeit, die sonst nur James Bond bietet. Und auch die übrigen Charaktere sind ähnlich platt gestrickt und haben nur noch die Äußerlichkeiten mit den Figuren von Larsson gemeinsam, da nützen auch einige Auftritte von alten Bekannten nichts.

Dennoch gibt es auch vieles Positives zu berichten, denn Langercrantz schafft einen durchaus spannenden Plot. Dabei verknüpft er verschiedene Handlungsstränge, die ineinander verschlungen sind und ganz unterschiedliche Themen aufgreifen. Die dargebotene Vielfalt passt dabei überraschend gut zusammen, allerdings bleibt der Autor manchmal zu sehr an der Oberfläche und vertieft die Themen nicht genügend. Spannung kommt dabei immer wieder auf, die vielen kleinen Bögen sind ebenso gut geschlagen wie der über das gesamte Buch. Dabei kopiert Langercrantz den Schreibstil von Larsson nicht, sondern geht dabei eigene Wege.

Langercrantz greift interessante Themen auf, verknüpft diese gelungen miteinander und schafft eine spannende und düstere Atmosphäre, die auch durch zahlreiche Schockmomente punkten kann. Leider sind die Charaktere dabei deutlich zu flach geraten und können diesen sehr prägenden Zwiespalt aus den vorigen Romanen nicht aufrecht erhalten. Hier hätte ich mir weniger Plattitüden und mehr Mut zur Eigenständigkeit erwartet, denn gerade die wunderbare Lisbeth kommt hier gar nicht mehr zur Geltung.

seicht

Von: NA Datum : 30.01.2016

https://www.youtube.com/watch?v=w7AV66Jydd0

Zwischendurch tauchen alte Bekannte aus den Vorgängerromanen auf - ein bisserl namedropping halt, damit wir wieder daran erinnert werden, wo wir uns befinden.
Warum musste es ein Millenium-Roman werden? Das ganze wäre problemlos mit anderen Namen gelaufen nur halt nicht so publicityträchtig.
Die Charaktere sind zu lieblos, oberflächlich und - ja, langweilig (wer hätte gedacht dass Lisbeth langweilig sein könnte?). Es fehlt an Tiefe, genau dem, was die Romane von Stieg Larsson ausgezeichnet hat.
Mittelmass eben.

David Lagercrantz - Verschwörung (Heyne)

Von: Christian Funke Datum : 13.01.2016

www.wewantmedia.de/

David Lagercrantz
Verschwörung
(Heyne)

nach Stieg Larsson...

Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist haben Millionen Leser begeistert. Weltweit erstürmte die Millennium-Trilogie die Bestsellerlisten und sprengte mit mehr als 80 Millionen verkauften Exemplaren alle Dimensionen. Ein Welterfolg, der seinesgleichen sucht. Nun geht die Geschichte weiter.

Mikael Blomkvist soll sich mit dem Computer-Programmierer Franz Balder Treffen, welcher hochbrisantes Material für ihn hat. Balder ist weltweit führend in der Entwicklung künstlicher Intelligenz. Unmittelbar bevor Blomkvist zum Treffen erscheint, wird Balder ermordet. Sein schwer autistischer Sohn hat die Tat zwar gesehen, aber er redet nicht. Schnell wird klar das Franz Balder viele Feinde hat. Feinde deren Fäden bis in die höchsten Regierungskreise reichen.

David Lagercrantz, 1962 geboren, debütierte als Autor mit dem internationalen Bestseller »Allein auf dem Everest«. Seitdem hat er zahlreiche Romane und Sachbücher veröffentlicht, zuletzt die virtuos geschriebene Lebensgeschichte Zlatan Ibrahimovićs. Im Dezember 2013 wurde er vom schwedischen Originalverlag und Stieg Larssons Familie ausgewählt, den vierten Band der Millennium-Romane zu schreiben. Lagercrantz ist verheiratet und lebt in Stockholm.

© Heyne & Magnus Liam Karlsson

Meinung zur Veröffentlichung:

Triff ihren schwächsten Punkt – sei ein Krieger.
(Lisbeth Salander)

Dem schwedischen Journalisten und Schriftsteller Stieg Larsson gelang mit seiner Thriller-Reihe um den Journalist Mikael „Kalle“ Blomkvist und die Hackerin Lisbeth Salander ein weltweiter Erfolg, den der Autor jedoch nicht mehr miterleben konnte, da er im Jahr 2004 an den Folgen eines Herzinfarktes verstarb. Die drei fertigen Romane wurden erst posthum veröffentlicht. Geplant waren insgesamt zehn Romane, wovon bereits Fragmente und Entwürfe der Bücher vier bis sechs vom Autor erstellt wurden. Auch wenn Larssons Erben eine Nutzung und Beendigung der schon begonnen Romane nicht zustimmten, gewährten sie 2013 dem ebenfalls aus Schweden stammenden Journalisten und Schriftsteller David Lagercrantz („Ich bin Zlatan Ibrahimović“), eine freistehende Fortsetzung mit den Romanfiguren zu konzipieren. Diese ist nun, mehr als zehn Jahre nach dem Tod Stieg Larssons unter dem Titel Verschwörung bei Heyne erschienen.

In dem vierten Band der Millennium-Reihe wird Mikael Blomkvist in den Mord eines der führenden Forscher im Bereich der Entwicklung künstlicher Intelligenzen verwickelt. Da der Forscher kurz vor seinem Tode auch im Kontakt mit Lisbeth Salander stand, beginnt Blomkvist mit seinen Recherchen. Die Spur führt zu einem US-amerikanischen Softwarekonzern, der mit der NSA verknüpft ist. Blomkvist hofft, hier eine Verschwörung aufdecken zu können, die ihm die dringend benötige Enthüllungsstory bescheren würde…

Lagercrantz gab zu, dass er nach einem ersten Schock, als er von der Möglichkeit erfuhr, einen vierten Millennium-Roman schreiben zu dürfen, der Versuchung nicht wiederstehen konnte. Jedoch ist Verschwörung ein Roman, der sich als Hommage an die Trilogie versteht und sich am Ideal des kunstvollen, vielschichtigen Erzählens Larsson orientiert. Dabei verwendet er nicht nur die bekannten Figuren, er entwickelt sie auch weiter. Die Breitseite der Anfeindungen, die der Autor für die Fortführung der Reihe erfahren musste, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Es ist ein bekanntes Prinzip, Buchreihen auch über den Tod des ursprünglichen Autors weiterzuführen. Lagercrantz gibt sich erstaunlich Mühe, keinen spürbaren Stilbruch oder eine Änderung der Erzählstruktur zuzulassen, so dass wir hier einen spannenden, inhaltlich faszinierenden und schematisch sich gut in die Reihe einfügenden Roman, der kurzweilig unterhält.

Verschwörung (Originaltitel: „Det som inte dödar oss“, 2015) erscheint in einer Übersetzung aus dem Schwedischen von Ursel Allenstein als gebundene Ausgabe mit Prägeeinband bei Heyne (608 Seiten, €22,99). Im Anhang des Buches befinden sich eine Danksagung des Autors und eine Stockholm-Karte.

David Lagercrantz gelingt mit Verschwörung ein spannender Thriller, der gut geschrieben und geschickt aufgebaut zu fesseln vermag… wenn man sich als Leser mit dem Gedanken anfreunden kann, einen eigenständigen Baustein der grandiosen Stieg Larsson-Reihe zu lesen.


Christian Funke



Gelungene Fortsetzung

Von: Donatz aus Solingen Datum : 05.01.2016

leseratte1969.blogspot.de/

Story
Milsel Blomkvist soll sich mit dem Computer-Programmierer Franz Balder Treffen, welcher hochbrisantes Material für ihn hat. Balder ist weltweit führend in der Entwicklung künstlicher Intelligenz. Unmittelbar bevor Blomkvist zum Treffen erscheint, wird Balder ermordet. Sein schwer autistischer Sohn hat die Tat zwar gesehen, aber er redet nicht. Schnell wird klar das Franz Balder viele Feinde hat. Feinde deren Fäden bis in die höchsten Regierungskreise reichen.

Anmerkung:
2005 erschien der erste Teil der Millennium Reihe um den Journalisten Mikael Blomkvist und der ständig übel gelaunten, aber hoch genialen Computer Spezialistin Lisbeth Salander. Die Reihe war auf 10 Bände ausgelegt. Noch vor der Veröffentlichung des ersten Bandes starb Larsson an den Folgen eines Herzinfarktes (Workerholic,60 Zigaretten am Tag). Mit über 60 Millionen verkaufter Bücher hat sich eine große Fangemeinde gegründet. Und schnell wurde spekuliert ob und wie es weitergeht. Hatte Larson doch mehr Titel fertig, wenn ja, wie viele? Spekulationen reißen auch nach der Veröffentlichung des vierten Romans, der von den Erben (Vater und Bruder) autorisiertem Band, nicht ab. Zuletzt will seine Lebensgefährtin drei Titel auf Larson Laptop gefunden haben.

Schreibstil:
Die große Frage die sich stellt, kann David Lagercranz Stig Larsson Schreibstill nachahmen? Macht er etwas Eigenes? Ich finde man muss schon sehr genau hinsehen, um Unterschiede festzustellen. Für mich muss es auch nicht 100 % identisch sein. Die Geschichte muss stimmen und das tut sie. Das Buch ist leicht lesbar und es kommen wieder, wie schon in den ersten Teilen, viele Erzzählstränge zusammen.

Charaktere:
Die Charaktere werden wie immer sehr genau beschrieben. Selbst ein Taxifahrer bekommt eine halbe Seite gewidmet, in der, der Leser, alles Wissenswerte über den Charakter erfährt. Lisbeth Salander ist wieder der Charakter. an dem sich alle Geister scheiden ,ob man sie mag oder nicht, muss der Leser für sich ausmachen.

Mein Fazit:
Das Romane von anderen Schriftstellern weiter geschrieben werden, ist nicht neu. Für den Leser stellt sich die Frage, ob der Autor dem gerecht wird. Ich finde David Lagercrantz hat eine gelungene Fortsetzung geschrieben, nicht besser, aber sehr gut lesbar, auch für Quereinsteiger. Die Geschichte hat viele Handlungsstränge. Wie schon in den ersten Teilen geht es nicht nur um die Geschichte des ermordeten Programmierers, aber genau das macht die Serie aus. Es geht sehr viel um Computer-Spionage. Hacken von Computern. Es kann durchaus sein, dass das einigen Lesern nicht gefällt. Auf Grund der in die Geschichte eingebauten Erklärungen ist es aber für jeden verständlich, das gilt auch für die Erklärungen rund um den autistischen Sohn. Ein gelungener Auftakt, der aber mit den ersten teilen nicht mithalten kann, aber vielleicht muss man dem Autor eine Chance geben. Wie und ob es weiter geht, wir werden sehen. Ich vergebe 3,5 von 5 Sternen.

leider kein Stieg Larrson

Von: 123sarah321 Datum : 29.12.2015

https://buechermops.wordpress.com/

Meinung:
“Das Buch hat eine gute Marketingstrategie.”

Wir beide haben die ersten drei Bände dieser Milleniumssaga geliebt. Stieg Larsson kann erzählen und hat einen sehr komplexen Schreibstil. Immer wieder wurden Handlungsstränge und Informationen hineingeworfen, die dann später verwendet wurden und das macht diese ersten 3 Bände so wahnsinnig gut. Nichts ist vorhersehbar und man wieder immer wieder überrascht. Es sind interessante und vielschichtiger Thriller in unseren Augen.

Doch dieser Fortsetzungsband ist ganz anders im Vergleich zu den vorherigen Büchern. Mein Vater meinte, dass es sehr künstlich konstruriert wirkt und die Geschichte relativ unspektakulär war. Die Geschichte um das autistische Kind war nun ja nicht ganz so sinnig in seinen Augen. Er vermutet, dass hier versucht wurde mit Gewalt die Reihe fort zu setzten, da die vorigen Bände so gut angekommen und verkauft wurden. Dieser neue Fall konnte ihn nicht wirklich überzeugen.

Die Charaktere wirken auch nicht ganz so überzeugend. Lisbeth ist zwar so cool wie immer, jedoch wirkt sich nicht so authentisch wie “früher”. Michael hingegen befindet sich in diesem Band in eine Sinnkrise und mein Vater hat das als ein wenig langweilig empfunden. Kurz zusammen gefasst: die alt bekannten Charaktere sind da, aber nicht mehr so authentisch, wie in den vorherigen Büchern, was sehr schade ist.

Am Ende hat er sogar drüber gelesen, da ihm die Auflösung eigentlich nicht mehr interessiert hat. Er hat zu mir gemeint, sollte es noch einen fünften Band geben, wird er die Reihe nicht mehr weiterlesen. Deshalb breche ich die Reihe nach dem dritten Buch ab. Eigentlich waren mehr Bücher als die ersten Drei von Steig Larsson geplant, jedoch ist der Autor frühzeitig verstorben.

Fazit:

Der 4 Band der Reihe war nicht sehr spektakulär und wir hätten es auch überlebt, wäre dieser Band nicht veröffentlicht worden. Mein Vater meint, mehr wie 3 Sterne darf ich nicht vergeben, also gibt es für das Buch die Bewertung von 2 Herzen. Ich für meinen Teil erspare es mir mal lieber.

Falls ihr jedoch an den ersten 3 Bänden interessiert seid und gerne Thriller/Krimis liest, kann ich euch die Bücher sehr gerne weiter empfehlen. Mir haben die ersten Bände super gefallen und ich habe die damals verschlungen wie nichts. Ich werde mir die neuen Ausgaben wahrscheinlich auch noch holen für mein Bücherregal, also die ersten 3 Bände vom Original, Stieg Larsson. ;)

Guter Thriller aber leider kein Larsson

Von: Paloma Pixel Datum : 27.12.2015

palomapixel.blogspot.de

Ich wollte dieses Buch das uns als Teil 4 der Millennium Trilogie präsentiert wurde zuerst nicht lesen. Es erinnerte mich an Nachahmung und Fanfiction und ich konnte mir einfach nicht vorstellen das es gut für die Geschichte ist. David Lagercrantz ist eben nicht Stieg Larsson und Larsson's Stil ist schwer zu kopieren. Trotzdem entschloss ich mich einen Blick zu wagen, nachdem viele Kritiken und Rezensionen so extrem unterschiedlich ausfielen. Manch einer war furchtbar enttäuscht und riet nachdrücklich von dem Buch ab, ein anderer feierte Lagercrantz als würdigen Nachfolger und war total begeistert. Was trifft denn nun aber zu ? Nun um das heraus zu finden muss man das Buch wohl doch lesen und sich seine eigene Meinung bilden. So auch ich.

Lagercrantz Geschichte setzt nicht an der Stelle an, an der der dritte Band von Larssons endet. Er lässt doch einige Jahre verstreichen in denen Blomkvist und Salander keinen Kontakt haben. Erst als ein führender schwedischer Wissenschaftler ermordet wird, tritt Salander wieder in Erscheinung. Der Wissenschaftler forschte an intelligenten Supercomputern und war noch dazu ein verschrobener Eigenbrötler. Sein autistischer Sohn musste den Mord mit ansehen, kann der Polizei aber nichts sagen, da er nicht spricht. Die Polizei ist mehr Behinderung den Hilfe, haben sich dort undichte Stellen aufgetan und Blomkvist kann auch zunächst wenig Licht ins Dunkel bringen. Erst ein hoher Mitarbeiter der NSA bringt ihn auf eine Spur. Salander agiert viel im Hintergrund am Computer, tritt aber in entscheidenen Dingen in Aktion. Denn die Mörder sind nun auch hinter dem Sohn, ihr und Blomkvist her. Wird es Ihnen gelingen die Verschwörung die hinter all dem steckt auf zu decken ?

Das Buch fackelt doch so einige Themen ab, bleibt dabei aber ein spannender Thriller. Es bewegt sich sowohl im Bereich der Industriespionage als auch des internationalen Verbrechens. Selbst das Thema Whistlblower wurde aufgenommen und auch ganz gut eingebaut. Leider verliert Lagercrantz sich oft in langen Erklärungen die den Drive ein bisschen aus dem Buch nehmen aber nicht uninteressant sind. Was mir gar nicht gefallen hat sind seine endlosen Rückblicke auf bereits Geschehene Ereignisse über Salander in früheren Büchern. Salander ist ein so herausragender Charakter, da sind jedem Larsson Leser diese Dinge mehr als geläufig und er wiederholt sie mehr als einmal. Auch das hochstilisieren von Salander zur selbsternannten Superheldin passt für mich nicht zur komplexen disharmonischen und zwiegespaltenen Person Salander, wie sie Larsson gezeichnet hat. Die Familiengeschichte und altbekannte Personen aus früheren Büchern sind allerdings ganz stimmig eingebaut.
Trotzdem, würde man die Namen Salander und Blomkvist im Buch austauschen, hätte man einen sehr guten Thriller, aber eben keine Millennium Trilogie. Eben diese Austauschbarkeit lässt die Figuren verblassen. Bei Larsson waren es aber genau diese zwei Antihelden, die die Handlung voran trieben. Bei Lagercrantz stolpert Blomkvist durch das Buch. Dieser Millennium Stempel auf Lagercrantz Buch macht es leider für den Leser schlechter als es wirklich ist, denn es ist ein guter Spionagethriller. Er ist spannend, hat Überraschungen parat und auch eine tiefgründige aktuelle Geschichte dahinter. Er versucht auch wirklich die Geschichte im Sinne Larssons fortzusetzen. Nur gelingt es ihm in Bezug auf Larssons Hauptfiguren leider nicht. Für mich war das Buch wirklich in Ordnung es hat mir auch mein vorheriges Bild der Protagonisten nicht zerstört aber es war eben im Vergleich mit Larsson nur ok.

Ich hoffe immer noch inständig das sich Larsson's Erben endlich einigen und wir vielleicht doch noch in den Genuss des von ihm fast fertig geschriebenen, wirklichen vierten Teil kommen ansonsten wäre ich dafür alles weitere unangetastet zu lassen.

Von: henry Datum : 24.12.2015

sorry volks
aber das ist wohl ein buch das man besser nie geschrieben hätte larson würde sich im grabe umdrehen
ich habe alle bücher von stig gelesen ud war immer begeistert von der story aber hier versuche ich nun seit 273 seiten etwas rein zu kommen und hoffe es wird etwas besser schade habe ich nicht ein besseres buch fur xmas ausgewählt hoffentlich gibt es nie mehr eine folge geschichte

Fortsetzung der Millenium-Triologie

Von: Catherine Datum : 14.12.2015

www.buchlingreport.blogspot.de

Irgendwie hatte es das Jahr 2015 ganz schön in sich, was Aufreger-Bücher angeht. Neben Harper Lees "Gehe hin, stelle einen Wächter", den neuen Bücher von Salman Rushdie und Umberto Eco stand natürlich auch David Lagercrantz "Verschwörung" ganz oben auf der Liste. Nicht umsonst. Denn Lagercrantz Roman ist die Fortsetzung von Stieg Larssons Millenium-Triologie rund um den Journalisten Mikael Blomkvist und die eigenwillige Hackerin Lisbeth Salander. Schon bevor das Buch auf den Markt kam, sorgte es deshalb für viel Aufregung. Schließlich starb Larsson, der die außergewöhnlichen Charaktere Blomkvist und Salander geschaffen hatte, 2004 an einem Herzinfarkt, nachdem er die ersten drei Bände verfasst hatte. Ursprünglich war die Reihe auf zehn Bände angelegt, aber selbst die Veröffentlichung der ersten konnte der geniale Autor Larsson nicht mehr erleben.
Darüber, wie es mit dem geistigen Erbe von Larsson weitergehen sollte, entbrannte ein bitterer Streit zwischen Stieg Larssons Vater und seinem Bruder auf der einen und seiner Lebenspartnerin Eva Gabrielsson auf der anderen Seite. Vater und Bruder - die angeblich ein unterkühltes Verhältnis zu Larsson hatten (dazu gibt es auch einen spannenden Artikel vom Tagesspiegel), beauftragten schließlich dennoch den Autor David Lagercantz, der sich nach einem ersten Schock doch dazu entschied die Reihe weiterzuführen. Der Aufschrei war natürlich groß! Von Leichenfledderei und Grabplünderung ist die Rede. Der Bestseller-Autor Jussi Adler-Olsen rief sogar dazu auf, die Bücher von Lagercrantz nicht zu kaufen. Und ehrlich gesagt war auch mein erster Gedanke: Ob das nicht einfach nur Geldmacherei ist? Schließlich brachten es Larssons Bücher auf eine weltweite Auflage von über 80 Millionen Exemplaren. Da steckt natürlich eine Menge Geld dahinter. Und die zweite Überlegung: Warum ausgerechnet Lagercrantz? Mal ehrlich? Was hatte der davor groß geschrieben? Eine Biografie über den Fussballer Zlatan Ibrahimovic. Schön, der denkt zwar, dass er mit Gott gleichzusetzen ist - also der Fussballer. Aber macht es seinen Biografen dann zum richtigen Nachfolger für Stieg Larsson? Kann da wirklich etwas gutes bei rauskommen?

Trotz allen Bedenken - meine Neugier war stärker. Irgendwie wollte ich dann doch eher wissen, ob dieses Buch etwas taugt. Und wenn nicht - dann kann man wenigsten fundiert begründen, warum es das nicht tut. Gesagt getan. Also stürzte ich mich wieder in ein neues Abenteuer mit Salander und Blomkvist:

Der Anfang verlief noch etwas schleppend, aber schnell fand ich mich wieder in die gewohnte Millenium-Atmosphäre ein. Blomkvist, einst von allen gefeiert, scheint seinen journalistischen Biss und den guten Riecher für Stories verloren zu haben. So munkelt man zumindest hinter seinem Rücken. Und natürlich steckt Millenium mal wieder in einer finanziellen Krise. Ein Medienkonzern hat die ersten Aktien des Magazins aufgekauft und übt schnell Druck auf die gesamte Belegschaft aus. Eine richtig gute Geschichte muss also her! Und zwar schnell! Da kommt es ganz gelegen, dass Mikael eines nachts plötzlich einen Anruf erhält von Frans Balder. Dieser ist ein Genie, Wissenschaftler für Künstliche Intelligenz und scheint in eine verstrickte Geschichte verwickelt zu sein. Er will Mikael alles erzählen! Sofort! Doch als Mikael bei Balder zu hause eintrifft, ist dieser ermordet worden. Einziger Zeuge: Balders autistischer Sohn. Und was ist mit Lisbeth? Die versucht in der Zwischenzeit sich in die Computer der NSA einzuhacken, bleibt aber dabei nicht unbemerkt. Über Umwege ist sie natürlich auch in die Geschichte mit Balder verwickelt. Und so arbeiten Mikael und Lisbeth wieder beide an einem Strang. Letztlich wird Lisbeth im Laufe der Geschichte erneut von ihrer Vergangenheit eingeholt...

Ihr merkt vielleicht schon an dieser kurzen Zusammenfassung, dass es hier einige lose Erzählstränge gibt, die von Lagercrantz nach und nach ineinander geflochten werden, sodass sie am Schluss ein ganzes ergeben. Lagercrantz ist natürlich kein Larsson - und so ist sein Erzählstil eben auch ein anderer. Nicht ganz so tiefgründig und intensiv für meinen Geschmack - vor allem im Vergleich zu Larsson. Aber auch nicht schlecht geschrieben, wie so mancher Kritiker behauptet. Was mich dagegen gestört hat, war, dass Mikael irgendwie ziemlich untätig war, nicht wirklich viel Charakter gezeigt hat - wie man es sonst von ihm kennt. Natürlich fühlt man sich durch die wiederkehrenden Charaktere gleich wieder in die Millenium-Redaktion zurückversetzt und holt das altbekannte Flair und die Atmosphäre von der damaligen Lektüre zurück. Wobei ich aber auch das Gefühl hatte, dass es genau aus diesem Grund ein ganz gezieltes "Name dropping" gab. So kehren auch diverse Nebenfiguren wieder in der Handlung auf. Kein Wunder also, dass wir beim Lesen denken: "Ach, den kenne ich doch. Ist ja wie früher."

Viel schlimmer fand ich jedoch, dass für mich ehrlich gesagt ziemlich schnell klar war, wer hinter den Machenschaften steckt, die Mikael und Lisbeth hier aufdecken. Das hatte mich schon etwas enttäuscht. Für mich war das ganze super schnell durchschaubar, die Auflösung dann konsequenterweise überhaupt keine Überraschung mehr. Bei Stieg Larsson wartete irgendwie immer noch ein "Aha-Effekt" auf einen beim Lesen. Das fiel hier total flach und hat mir schon etwas die Lesefreude genommen. Und genauso schnell wie das Ende war deutlich: Das wird nicht der letzte Band von Lagercrantz Millenium-Fortsetzung sein. Und prompt hieß es: Band fünf soll 2017 erscheinen, Band sechs 2019. Angeblich hat es Lagercrantz einfach zu viel Spaß gemacht diese Geschichte zu schreiben und er glaubt sehr an seine Story - und was noch logischer ist: ein Cliffhanger am Ende des Buches sorgt dafür, dass die Leser auch den nächsten Band wieder haben wollen. Denn wenn man es soweit geschafft hat, will man ja schließlich wissen, wie das ganze nun ausgeht. So sichert man sich ganz geschickt weitere Verkaufszahlen.

Alles in allem kann ich nach der Lektüre daher sagen: Ein solider Roman, der nicht schlecht geschrieben ist, Aber vor allem durch seine beliebten Protagonisten funktioniert. Ob Lagercrantz ohne diese den selben Erfolg gehabt hätte? - Ich glaube es nicht. Also zumindest nicht in dem Ausmaß, wie er ihn jetzt hatte. Und auch wenn die Lektüre sehr kurzweilig war, blieb für mich doch immer etwas Beigeschmack beim Lesen dabei. Wobei ich befürchte, dass ich beim nächsten Band auch früher oder später wieder meiner Neugierde nachgeben werden.

Toller Thriller, aber leider nicht passend zur Millenium-Reihe

Von: Susy Bücherjunkies Datum : 27.11.2015

www.bookdibluempf.blogspot.de

Wenn man die Millenium Reihe um Mikael und Lisbeth kennt, konnte man schon erahnen, dass, obwohl der Autor Stieg Larsson verstorben ist, es einen weiteren, bzw. weitere Bände geben wird. Denn wie man weiß, hatte der Autor eine große Reihe hierzu geplant. Bis alles um sein Erbe und seine begonnenen Manuskripte geklärt wurde, musste man als Fan von Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist lange warten. Und obwohl seine Witwe, soweit ich darüber gelesen habe, seine Exposes und Manuskripte nicht herausgibt, haben sie dem Autor David Lagercrantz erlaubt den nun endlich ersehnten Teil 4 "Verschwörung" zu schreiben.

Ich bin bereits mit einer gewissen Erwartung an das Buch herangegangen. Wie schreibt der neue Autor über solch bereits berühmte Protagonisten. Charakterisiert er sie wie in den Bänden davor? Wird man einen Unterschied an der Vorstellung der Charaktere und ihrem Handeln erkennen oder hat er sich so an die alten Bände gehalten, sodass man kaum einen Unterschied erkennt?

Hervorheben möchte ich, dass es ein wirklich guter Thriller ist. Ein durchdachter Thriller, bei dem man das Gefühl hat, man befindet sich mitten im Geschehen, in den Geheimnissen, lässt sich von der Spannung und den Wendungen hinreißen.

Aber es ist für mich kein Buch der Millenium-Reihe. Es hat für mich nichts außer den Namen und Teilen der Charaktere mit den Vorgängern gemeinsam. Vielleicht lag es daran, dass man den Stil durch die drei Bücher einfach gewohnt war und nun wieder genau das gleiche lesen möchte. Vielleicht gefällt gerade deswegen manchen das 4. Buch, da sie mal etwas neues und einen neuen Stil zu lesen bekommen.

Es wurden auch Charaktere aus den Vorbänden erwähnt, die aber nicht allzu viel damit zu tun hatten. Die Geschichte an sich ist toll, gut ausgearbeitet und interessant, hat aber für mich nicht unbedingt etwas mit der Reihe zu tun. "Verschwörung" hätte durchaus als eigenständiger Thriller herhalten können, ohne Mikael und Lisbeth, eben mit neuen Namen.

Danke an Herrn Lagercrantz, dass Sie sich daran getraut haben, und für einen tollen und spannenden Thriller. Für mich waren die Gedanken an die früheren Bänden leider zu groß und ich konnte mich mit der etwas neuen Art noch nicht so anfreunden. Bin jedoch gespannt, ob und wann es doch noch weitere Bände geben wird.

Kommt an Larsson nicht ganz ran

Von: Leseengel Datum : 19.11.2015

leseengelsblog.blogspot.de/

Ich bin mit sehr hohen Erwartungen an dieses Buch ran gegangen, was vorallem da ran liegt, das Stieg Larsson einfach ein Meisterwerk geschaffen hatte - natürlich ist mir klar, das hier nicht Larsson selbst schreibt, sondern die Geschichte einfach nur fortgesetzt wird. Dennnoch blieben die hohen Erwartungen bei mir. Diese wurden jedoch enttäuscht.

Das Buch ist gut, keine Frage, aber lange nicht so gut wie die von Stieg Larsson selbst. David Lagercrantz versucht den Schreibstil von Larsson aufzugreifen, zumindest erscheint es mir so, aber so ein Meisterwerk wie Larsson hat er damit trotzdem nicht geschaffen.

Die Idee, diese Geschichte weiterzuschreiben, gefällt mir klar - es ist immer schön zu wissen wie es mit den Protagonisten weitergeht. Auch wie sie weitergeht gefällt mir irgendwie, der Bereich in dem ermittelt wird, passt auch zu Larsson in gewisser Weise. Und ich denke auch hier ist ein Thema aufgegriffen, welches doch sehr aktuell ist und vermutlich irgendwann in unserer Gesellschaft einen hohen Stellenwert einnimmt - künstliche Intelligenz. Die Forschung geht immer weiter, das ist klar. Was Lagercrantz schreibt wirkt gar nicht so unwahrscheinlich. In wie weit davon einiges schon möglich ist, kann ich natülich nicht sagen, daher kann ich auch nicht beurteilen wie sehr er das Thema recherchiert hat.

Die Protagonisten sind auch gut gestaltet, einige Charaktere kannte ich logischerweise schon recht gut. August der Sohn von Frans hat mich positiv überrascht, er ist Autist. Ich finde sein Charakter ist gut dargestellt, es wirkt nicht so übertrieben, wie es in manch anderen Büchern der Fall ist. Mit diesem Thema hat sich Lagercrantz schon gut auseinander gesetzt und viel Liebe in ihn gesteckt, also in seine Erschaffung. Seine Verhaltensweisen empfinde ich als logisch und gut durchdacht. Auch wie sich Frans Balder zunächst verhält ist für mich zumeist plausibel.
Lisbeth fand ich schon immer genial und finde sie auch in diesem Buch total klasse, ich mag es wie sie dargestellt wird, einfach auch weil sie doch anders ist als andere und dies oft zum Vorschein kommt. Doch da hätte ich mir noch ein wenig mehr gewünscht, mehr über sie zu erfahren. Auch mit dem Verhältnis Mikael und ihr hätte man noch ein bisschen mehr machen können - und damit meine ich jetzt keine Liebesgeschichte oder so, man hätte das aber noch bedeutender hochziehen können.

Alles in allem ist das Buch gut, jedoch kein Meisterwerk und es kommt an die Millenium Bücher von Larsson nicht richtig ran.

Leider nichts für mich

Von: Shelly Datum : 26.10.2015

www.heart-books.org

Cover:

Das Cover des Hörbuches ist, wie bei den anderen Teilen, in Schwarz gehalten. Vorne sehen wir in einem reflektierenden Silber einen Drachen. Die Schrift „Verschwörung“ hebt sich im Gegensatz dazu in Gelb ab.


Meine Zusammenfassung und Meinung:

Zunächst möchte ich einmal klarstellen, das ich selbst vorher noch keinen Krimi gelesen habe, einfach weil mir Dystopien, Romane und Fantasystorys eher liegen. Leider wurde mir dies auch bei diesem (Hör-)Buch bestätigt, denn das Hörbuch war so gar nichts für mich. Stieg Larsson ist fast jedem ein Begriff, natürlich vor allem den Krimi-Fans. Mir ist natürlich klar, dass ich vorher die anderen Bücher hätte lesen sollen und das, wie ich rausgehört habe, dieser Teil von jemand anderem weitergeführt wurde!?

Für mich war die Story eher langweilig, da ich die Bücher davor ja wie gesagt leider nicht kenne, kann ich nicht wie andere davon mitreden, dass die liebgewonnenen Charaktere in diesem Teil recht vorgeführt worden sein sollen. Was mir sehr aufgefallen ist, ist, dass die Charaktere alle sehr hervorgehoben wurden. So reichte meist nicht der Begriff „gut“, nein, es war immer sowas wie „der Beste“. Ein Beispiel etwa: „Eine schöne Frau betritt den Raum“, dann war es in diesem Fall: „Die wunderschönste Frau der Welt betrat den Raum.“ Es war alles sehr pompös aufgebaut und wirkte etwas überzogen.

Zur Story kann ich nur sagen, dass Lisbeth Salander in diesem Buch die absolute Superheldin darstellt, mit Kind an der Hand Bösewichte ausschaltet und dabei natürlich auch noch „super mega überirdischschön“ aussieht. Michael Blomquist scheint dagegen zwar zunächst die Fäden in der Hand zu halten, doch tut er in diesem Buch fast gar nichts. Für mich persönlich ein sehr schwaches (Hör-)Buch, das ich nur Lesern der ‚Millennium‘-Trilogie oder richtigen Hardcorefans empfehlen kann. Ich bleibe dann lieber doch bei meinen alten Genres.


Bewertung:

Für mich leider gar nichts, doch für den super Sprecher gibt’s noch 2 Sterne

Big Brother, Sisterhood und ein Savant - wer kann der kann!

Von: aus Wiebelsheim Datum : 21.10.2015

Ja, er hat es getan - dieser Herr David Lagercrantz - einfach mal so eine Fortsetzung zu der Triologie schlechthin geschrieben. Stieg Larssons "Millennium " ist und bleibt einzigartig, aber während die Einen ihre Hände voller Empörung nach oben reißen und zetern was das Zeugs hält " wie kann man nur....", tun die Anderen das aus Freude und Jubel, ich gehören zu denen die jubeln.

Hatte ich nach dem Bekanntwerden der Existenz um Band 4 erst zögernd, dann abwartend und letztendlich doch glücklich reagiert um endlich zuzugreifen und zu lesen.

Lisbeth is back und Big Brother is watching you - like never before!

Ja er hat es getan und er hat es gut gemacht.Zwar gibt es viel zu lesen auf diesen 600 Seiten und nicht alles hat sich mir sofort erschlossen, dafür gibt es aber zum Glück ja Informationsdienste deren man sich bemächtigen kann.
Herrje, ob da einer mitgelesen hat? Denn das ist mitunter das Thema im Buch, abhören, überwachen, hacken, korrumpieren und auf Teufel komm raus alles verschleiern.
Wer will sich schon nachsagen lassen, die eigene IT sei zu schwach?

Lisbeth ist in bekannt bester Stimmung, wer sie verärgert hat ein Problem und wer sie gar bedroht ein noch viel größeres.
Sie kommt eher durch Zufall einer Sache auf die Spur und damit direkt zu Mikael Blomkvist, dem es im Moment alles andere als zum lachen zumute ist. Seiner Zeitung geht es schlecht, seinem Ruf noch schlechter.
Ein Tipp bringt ihn aber wieder auf die Spur und seinen Ehrgeiz, sein investigatives Gewissen damit wieder auf volle Leistung.

"Wer das Volk überwacht, wird eines Tages selbst vom Volk überwacht." So hat sich Lisbeth ausgedrückt und macht ihrem Alias Wasp alles Ehre und diejenigen rasend denen sie ein böses Schnippchen geschlagen hat. Wieder mal nicht aus Gier oder Selbstsucht, sondern um einer Sache auf die Spur zu kommen. Ihre Vergangenheit holt sie mal wieder ein. Zalatschenko und Co. treten wieder auf den Plan, oder zumindest die Erben.

Das hat mir besonders gefallen, diese Altbekannten, die noch irgendwo bei mir abgespeichert waren und mit den Neuen ergänzt wurden, darunter so manche Überraschung.
August ist so einer, ein kleiner Junge, dem alle nachsagen er sei beschränkt aufnahmefähig, stellt sich als ein Savant raus, ein Authist mir einer besonderen Begabung, bei ihm sind es aber gleich mehrere, selten aber genial beschrieben.

Wer die Vorgänger Bände nicht kennt, wird hiermit auch gut zurecht kommen. Es gibt immer wieder Rückblicke, Erklärungen, Aufklärungen.
Manchmal waren mir gerade diese etwas zu langatmig, aber ich kenne die Vorgänger halt.

Tiefsinnig ist der Autor nicht vorgegangen, er hält sich eher an Fakten, dadurch könnte der Flair den diese Lisbeth Salander normalerweise verbreitet etwas untergegangen sein.
Aber es liest sich gut und schnell.
Der Zeitraum in dem dieses Geschichte spielt umfasst gerade einmal 13 Tage, in denen allerhand geschieht.
Spannung? Durchaus, oft sogar, nur hat der Autor die Kunst genau dann abzuschweifen und Dinge zu erzählen die zwar dazugehören aber mich in dem Moment so gar nicht interessierten. Wollte ich doch vielmehr wissen was just da geschieht.

Die Thematik ist gut recherchiert, der Plot macht Sinn und die Protagonisten einfach nur Spaß.
Der Originaltitel "Was uns nicht umbringt....." hätte ich besser gefunden und ja, wenn es einen weiteren Band gibt, werde ich den auch lesen.

Für David Lagercrantz 'Verschwörung' vergebe ich 4 von 5 Sternen
c)K.B. 10/2015

Gute und spannende Fortsetzung der Millenium-Reihe

Von: Conny G. Datum : 20.10.2015

fanti2412.blogspot.de

Der vorliegende 4. Teil zur „Millenium-Reihe“ von Stieg Larsson wurde schon vor seiner Veröffentlichung heftig diskutiert. Es ging u. a. darum, ob ein anderer Autor in der Lage sein würde, die Reihe in der Qualität von Stieg Larsson fortzusetzen oder ob es nur ein Versuch wird, an den Erfolg der Reihe anzuknüpfen und damit weiteren Umsatz zu generieren.
Da ich die „Millenium-Reihe“ sehr mochte, konnte ich mich dem Buch nicht entziehen, denn ich war neugierig, was der Autor aus den bekannten Figuren Mikael Blomkvist und Lisbeth Salander gemacht hat.
David Lagercrantz ist es hervorragend gelungen, Mikael und Lisbeth zu charakterisieren und glaubhaft und schlüssig weiter zu entwickeln.
Ich hatte schnell das Gefühl, als wären die beiden nie weg gewesen.
Auch gab es ein Wiedersehen mit weiteren bekannten Figuren, wie der Millenium Chef-Redakteurin Erika Berger oder Kommissar Bublanski. Auch diese Figuren hat der Autor gut getroffen und sie wie etliche neue Nebenfiguren gut und facettenreich gezeichnet.
Besonders gelungen fand ich die Figur des 8-jährigen August, des autistischen Sohn von Protagonist Frans Balder. Einfühlsam und sachlich werden die Einschränkungen und die besonderen Fähigkeiten des kleinen Jungen dargestellt und die Figur entwickelt. Auch das Zusammenspiel zwischen Lisbeth und dem kleinen August hat mir gut gefallen und mir an manchen Stellen auch ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.

Die Themen, die der Autor in seinem Roman verarbeitet, sind modern und aktuell, wie künstliche Intelligenzen, Quantencomputer, die NSA und Spionageaffären, Datenschutz und weitere komplexe IT-Themen.
Lagercrantz hat es geschafft, die fachlichen und speziellen Seiten dieser Themen so darzustellen, dass auch der Laie folgen kann.

Wie es auch schon bei Larsson vorkam, legt Lagercrantz am Anfang seines Buches viele Grundlagen für die Story und sie kommt nur langsam in Schwung. Aber durchhalten und weiter lesen bringt nicht nur eine Menge Informationen sondern lohnt sich auch. Die Geschichte nimmt mehr und mehr Fahrt auf und wird von Seite zu Seite spannender.
Allerdings hat es mir ein bisschen zu lange gedauert, bis das brillante Zusammenspiel zwischen Lisbeth und Mikael begonnen hat, denn genau das macht für mich einen großen Teil des Reizes der Bücher aus. Aber auch hier lohnt sich das Warten.

David Lagercrantz hat gar nicht versucht, den Schreibstil von Stieg Larsson zu kopieren, sondern präsentiert uns seinen eigenen frischen und strukturierten Stil. Er hat mit dem vorliegenden Buch etwas Eigenes geschaffen und den bekannten Figuren Mikael und Lisbeth neues Leben eingehaucht und ihnen wieder eine Bühne gegeben.
Die Geschichte ist sehr komplex, gut durchdacht und recherchiert und bietet an den richtigen Stellen Rückblicke, die für das Verständnis wichtig sind.
Einige Dinge waren mir etwas zu detailliert und ausführlich beschrieben, aber die steigende Spannung und das furiose Ende entschädigen dafür.
Und nach der Auflösung gibt es dann noch einen Moment zum Innehalten, der aber auch Ansätze für eine weitere Fortsetzung zeigt.

Mir hat dieser spannende und undurchsichtige Krimi gut gefallen und Lust darauf gemacht, mehr aus der Feder von David Lagercrantz zu lesen!

Fazit: 4 von 5 Sternen

Nicht das Original, aber ...

Von: Michael Seiler Datum : 20.10.2015

michiseiler.blogspot.de

Das Ableben eines Autors ist bekanntlich noch lange kein Grund, seine Figuren nicht weiterleben zu lassen. Im Falle von Stieg Larsson, dessen bekannte Millenium-Trilogie ohnehin erst nach seinem Tod veröffentlicht wurde, blieb es lange spannend. Insgesamt zehn Bände sollen ursprünglich geplant gewesen sein. Nun haben Larssons Erben endlich einem weiteren Band zugestimmt, der jedoch nicht auf den Originalentwürfen basiert. Dennoch gibt es ein Wiedersehen mit Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist.
Der Journalist Blomkvist hat es nicht leicht. Sein Herzensprojekt, die Zeitschrift "Millenium", wurde von einem Konzern aufgekauft, der gerne bei den Inhalten mitreden möchte. Darüber hinaus munkelt man in der Öffentlichkeit, der einstige Starreporter habe seine besten Tage hinter sich und stecke in einer Krise. Währenddessen zieht es den schwedischen Programmierer Frans Balder nach einem längeren Auslandsaufenthalt wieder nach Schweden. Er will endlich wieder mehr Zeit mit seinem autistischen Sohn August verbringen, doch die Wiedersehensfreude währt nur kurz. Balder wird in seinem eigenen Haus ermordet und seines Computers beraubt. Blomkvist findet bald heraus, dass Balder an einer hochentwickelten künstlichen Intelligenz gearbeitet hatte, die so einigen Mächten gute Dienste leisten würde. Auch Lisbeth Salander scheint in die Sache verwickelt zu sein. Unversehens sehen sich die beiden in eine mörderische Verschwörung verwickelt, in die auch der amerikanische Geheimdienst NSA involviert ist. Auch August befindet sich in Gefahr, denn der bisher sehr verschlossene Junge offenbart ein Talent, das manches Geheimnis enthüllen könnte.
Der neue Larsson, der ja streng genommen keiner ist, schließt in vielen Dingen an die bereits veröffentlichten drei Originalbände an. Wenn man mit Namen wie Zalatschenko, Wennerström und Co. absolut nichts anfangen kann, dann empfiehlt zunächst sich die Lektüre der vorangehenden Bücher oder zumindest die erweiterte Ausgabe der schwedischen Verfilmung. Darüber hinaus kann Verschwörung auch für sich gelesen werden, denn einen entscheidenden Unterschied zum Rest der Trilogie gibt es: Das Buch ist ein klein wenig gewöhnlicher. Vermutlich trieben unterschiedliche Motive die Autoren zum Schreiben. Stieg Larssons Energie und Weltverbesserungsideen fehlen an vielen Stellen. Seine Buchreihe war nicht einfach nur ausgeklügelte Unterhaltungsliteratur, sondern auch die knallharte Abrechnung eines hauptberuflichen Enthüllungsjournalisten mit den verkrusteten Strukturen der schwedischen Politik und Gesellschaft. Sein Nachfolger weiß diese Themen für sich zu nutzen, reicht aber nicht genug an das Vorbild heran, um den Übergang wirklich nahtlos zu machen.
Am Ende hat man durchaus das Gefühl, einen soliden skandinavischen Thriller gelesen zu haben. Auch die vertrauten Charaktere wiederzutreffen macht Freude und zeigt, was Salander und Blomkvist noch so alles draufhaben. Mit dem Thema der allgegenwärtigen Internetüberwachung, Bespitzelung und Wirtschaftsspionage durch Geheimdienste, trifft Lagercrantz den Nerv vieler Leser. Die unrühmliche Rolle der USA wird ebenso wenig ausgeklammert wie deren Zusammenarbeit in dieser Sache mit Schweden und anderen westlichen Nationen. Soviel investigatives Gefühl darf sein. Die plötzlich aus Lisbeths Vergangenheit auftretende unvorhergesehene neue Bedrohung wirkt trotz Einbindung in den Kanon eher wie ein normales Thrillerelement, weil eben eins gebraucht wird. Kann man machen, muss man aber nicht.
Das bisher eher durchwachsene Feedback der einschlägigen Larsson-Fans zeigt, dass David Lagercrantz wie vermutet ein schweres Erbe angetreten hat. Manch einer verwünscht ihn dafür, andere nicken anerkennend. Es stimmt, die Fortsetzung ist nicht so vielschichtig wie das Original. Dem kurzweiligen Lesevergnügen tut das aber keinen Abbruch. Von mir aus darf es gerne weitergehen.

Originaltitel: Det som inte dödar oss (Das, was uns nicht umbringt)
Seitenzahl: 608
Format: 13,5 x 21,5 cm
Verlag: Heyne

Leider fehlt das gewisse Etwas...

Von: Nicoles Bücherwelt Datum : 18.10.2015

nicolesbuecherwelt.blogspot.de/

Mit Band 4 die Fortsetzung von Stieg Larssons bekannter Millennium Trilogie

Nachdem Mikael Blomkvist erfolgreich einige Skandale aufdecken konnte, scheint seine Zeit als gefeierter Journalist nun vorbei zu sein. Zumindest behaupten das einige böse Zungen in den großen Netzwerken. Doch dann bekommt er eine Möglichkeit, sein Können erneut unter Beweis zu stellen: Unerwartet nimmt Frans Balder -der berühmte Professor und Entwickler eines ganz speziellen Programms- Kontakt mit ihm auf. Dieser ist vor einiger Zeit aus den USA nach Schweden zurückgekehrt und möchte mit einem großen Geheimnis nun an die Öffentlichkeit. Doch dazu kommt es nicht mehr: Kurz bevor Mikael bei ihm eintrifft, wird Balder ermordet. Wer wollte um jeden Preis wollte diese Veröffentlichung verhindern? Mikael beginnt mit seinen Nachforschungen. Dabei findet er auch heraus, dass seine frühere Weggefährtin Lisbeth Salander einst von Balder für einen Auftrag engagiert wurde und schon bald kreuzen sich ihre Wege erneut. Lisbeth ermittelt auf ihre ganz eigene Art und findet Brisantes heraus...

Mein Fazit: Auch wenn die Fortsetzung der Millennium-Trilogie ja leider nicht mehr von Stieg Larsson stammt, war ich doch neugierig, wie es mit Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist weitergeht. Der Klappentext hat eine spannende Geschichte versprochen, die es leider nur teilweise gab. Den Anfang fand ich etwas schleppend, doch später kommt langsam etwas Fahrt in die Geschichte. Leider bleibt aber die Spannung nicht durchgehend erhalten. Manche Beschreibungen sind einfach zu lang und die Charaktere etwas farblos. "Verschwörung" sollte man nicht mit den Vorgängern vergleichen, da diese kaum zu übertreffen sind. Dennoch ist David Lagercrantz' Fortsetzung kein völliger Flop, es gab durchaus auch interessante Passagen. Insgesamt betrachtet fehlte aber das gewisse Etwas, das einen guten Thriller ausmacht. Schade! Von mir gibt es 2,5 Sternchen.

Hälfte Larsson, Hälfte Lagercrantz

Von: Lasszeilensprechen Datum : 18.10.2015

lasszeilensprechen.blogspot.de/

Unmittelbar nach der Rückkehr des renommierten Mathematikers Frans Balder wird dieser tot aufgefunden. Interessant ist sein Tod insofern, dass er an einem wichtigen Forschungsprojekt zur künstlichen Intelligenz arbeitete und offensichtlich seine Erfolge nicht mit der Firma teilen wollte, bei der er zuvor in den USA arbeitete. Mikael Blomkvist, dessen Karriere praktisch vor dem Aus ist, ist plötzlich an einer großen Story dran: Frans Balder hatte ihn direkt vor seinem Tod kontaktiert, um geheime Infos preiszugeben. Nun da jegliche Spur fehlt, fällt Blomkvist nur eine Kontaktperson ein, die er kontaktieren kann. Und so hinterlässt er eine kryptische Nachricht an Lisbeth Salander auf seinem PC. Diese hat gleichzeitig die NSA in höchste Aufregung versetzt, nachdem ein(e) Hacker(in) in ihr Netz eingedrungen ist…

Balders autistischer Sohn August wird Zeuge des Mordes. Er spricht zwar nicht, kann aber sehr wohl Personen zeichnen – und damit auch den Täter – und ist sehr begabt, was Mathematik angeht. Leider gibt es in den Ämtern, die sich um August Schutz kümmern sollen, ein paar offene Stellen, und so sieht sich Lisbeth gezwungen, sich der Obhut des Jungen anzunehmen.

Als bekennender Fan der Millennium-Trilogie schaffte es „Verschwörung“ gleich auf meine Wunschliste. Ich war ziemlich gespannt, auch wenn ich keine 1:1 Kopie erwartete. Ich muss sagen, dass ich den ersten Teil absolut gelungen fand. Wie in den bereits vorherigen Teilen baut sich die Geschichte allmählich auf, es werden nach und nach Verbindungen geschaffen und auch die Rolle von Mikael Blomkvist und Lisbeth Salander ist glaubwürdig. So steht Millennium mal wieder kurz vor der Pleite und nur noch eine Riesenstory kann wohl ein Comeback bringen. Schwierig für Blomkvist, der sich doch vor technischen Erneuerungen sträubt, welche nun genau für den Aufschwung sorgen sollen. Währenddessen lebt Lisbeth wieder für sich zurückgezogen und zieht als „Wasp“ wieder ein paar Fäden in der Hackergemeinde. Nachdem sie wieder mal Mikaels PC ausspioniert, erhält sie so seine Anfrage um Mithilfe.

Nun zu den Punkten, die mir nicht so gut gefallen haben: Es werden viele Personen eingeführt, ja beinahe sogar zu viele. Bei einigen von ihnen habe ich mich letztens Endes gefragt, wozu sie dienten, da sie irgendwie keinen weiteren Zweck erfüllten. Die Mitte des Buches habe ich regelrecht als Cut empfunden. Vor allem Lisbeths Motive ändern sich allmählich von rein persönlichen Rachegelüsten zu recht politischen. Das passt nicht zu der Lisbeth, die mir aus der Trilogie bekannt ist. Generell wirken die beiden etwas glatter und das Geschehen weniger düster als sonst. Das zentrale Thema zur künstlichen Intelligenz und Industriespionage, verbunden mit Verschwörungen innerhalb der NSA, war mir dann doch etwas zu abgehoben. Das Ende ist mir leider viel zu sachlich. Haben Blomkvist und Salander eine Menge aufgedeckt, bleiben doch viele Fragen erst offen. Diese werden dann einfach so „abgearbeitet“ und von anderen Figuren erzählerisch beantwortet. Hier fehlte mir der investigative Part der beiden, der sonst so eine zentrale Rolle spielt.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass man im ersten Part wirklich einen Stieg Larsson in den Händen hält und seine lieb gewonnen Protagonisten Mikael Blomkvist und Lisbeth Salander noch einmal erleben darf. Die zweite Hälfte ist dann vor allem weniger gesellschaftskritisch und von menschlichen Abgründen durchdrungen als sonst der Fall. Das Ende war für mich recht unbefriedigend, daher vergebe ich 3 Sterne.

Teuer verkaufte Fan-Fiction

Von: Fabian Neidhardt Datum : 17.10.2015

www.mokita.de

Es war abzusehen, dass es irgendwann einen neuen Band in der Millenium-Reihe gibt, läuft doch seit damals ein Rechtsstreit wegen des Erbes von Stieg Larsson. Larsson hatte damals eine Reihe von zehn Romanen geplant, neben den drei vollendeten Manuskripten gibt es anscheinend einen fast vollendeten vierten Band und mindestens die Exposés für Band fünf und sechs. Diese liegen aber auf einem Laptop im Besitz von Larssons ehemaliger Lebensgefährtin und diese rückt sie nicht raus, solange die Erbschaftsfrage nicht geklärt ist.

Ich hatte eigentlich gedacht, irgendwann legt sich der Streit bei und wir bekommen das vierte Buch von Larsson. Stattdessen aber kam es zu keiner Einigung und Larssons Familie beauftragte David Lagercrantz mit dem Schreiben des vierten Bandes.

Wahrscheinlich wäre nichts an die Erinnerung des Gefühls rangekommen, das Larsson damals mit seinen Büchern bei mir ausgelöst hat. Aber Lagercrantz ist ziemlich weit weg davon. Ja, es ist ein ganz guter Thriller, ein spannender Roman, den man gut runterlesen kann. Aber er fühlt sich nicht nach einer echten Geschichte von Lisbeth und Mikael an. Die Geschichte hätte auch ganz eigenständig funktioniert. Wahrscheinlich hat sie das ursprünglich auch. Die Geschichte liest sich, als ob Mikael und Lisbeth später eingebaut worden sind, und dass noch nichtmal sauber, nicht so zwiespältig, wie die Beiden in der Trilogie sind. Sondern viel gemäßigter, angepasster, ohne ihre Ecken und Kanten. Dadurch wird das Ganze zu einer ziemlich teuer verkauften Fan-Fiction, die man lesen kann, die aber nicht wirklich was mit Lisbeth und Mikael zu tun hat.

Spoiler-Alarm!

Bemerkenswert ist, dass das Buch keine Spuren in der Figurenkonstellation der alten Trilogie hinterlässt. Es stirbt keiner der bekannten Figuren. Jeder, der stirbt, wurde erst in diesem Buch eingeführt. Falls es irgendwann zu einer Einigung kommt, kann man alles noch von Larsson selbst existierende einfach hinterherschieben, ohne große Veränderungen vornehmen zu müssen.

Lagercrantz hat es geschafft .....

Von: Marion Brunner aus Hamminkeln Datum : 17.10.2015

https://buchwelten.wordpress.com/

Kurz nach seiner Rückkehr aus den Vereinigten Staaten wird der bekannte schwedische Mathematiker, Informatiker und führende Experte für künstliche Intelligenz, Frans Balder, ermordet. Unmittelbar vor seinem Tod hat Balder Kontakt zum Journalisten Mikael Blomkvist aufgenommen. Denn Balder hatte hochbrisante Informationen, die er an die Öffentlichkeit bringen wollte. Blomkvist soll nicht mehr erfahren, um was es sich handelt, denn er kommt zu spät.

Aber als Mikael herausbekommt, dass auch seine alte Freundin und Weggefährtin Lisbeth Salander Kontakt zu Balder hatte, ist seine Neugier natürlich erst Recht geweckt. Er beginnt zu recherchieren und stößt auf Balders ehemaligen Arbeitgeber, einen Softwareriesen, der irgendwie mit der NSA verknüpft zu sein scheint. Und genau hier scheint Lisbeth eine Rolle zu spielen.

Mikael geht den ersten Schritt und schreibt eine Notiz, nur eine kurze, in Lisbeths Kasten ….

***

Natürlich waren alle Fans der Millenium-Reihe von Stieg Larsson nicht nur hocherfreut, als sie hörten, dass die Reihe fortgesetzt wird, sie waren auch extrem neugierig, ob der Nachfolger den Anforderungen und Erwartungen gerecht wird.

David Lagercrantz heißt er, der Autor, der von Larssons Familie ausgewählt wurde, sein Erbe weiterzuführen. Ich selbst habe noch nie etwas von ihm gehört, geschrieben hat er allerdings schon einiges. Darunter auch mehrere Biographien.

Was soll ich groß drumherumreden? Lagercrantz hat eine absolut würdige Geschichte geliefert, die mich total überzeugt hat. Er hat die wichtigen, uns so ans Herz gewachsenen Figuren von Blomkvist, Salander, Berger, Palmgren und vielen anderen so gut „gezeichnet“, dass mir als Leserin nicht auffiel, dass den Stift nicht mehr Stieg Larsson geführt hat. Es war ein tolles Wiedersehen und ich war gefesselt vom Anfang bis zum Schluss.

Die Story geht teilweise sehr tief in die Mathematik, Informatik und auch Physik. Aber auch wenn ich der ein oder anderen Gleichung nicht folgen konnte, so hatte ich nie ein Verständnisproblem. Die Handlung ist verzwickt, verworren, verschworen – wie der Name sagt – und geht wie der dritte Teil der Reihe sehr ins Detail.


Was mir besonders gut gefallen hat, kann ich eigentlich gar nicht schreiben, ohne zu viel zu verraten. Aber es gibt da eine ganz ganz wichtige Nebenrolle und eine altbekannte Lisbeth, diese Kombination ist einfach nur der Wahnsinn. Wir erfahren in diesem vierten Teil sehr viel über Lisbeths Vergangenheit, Kindheit und ein weiteres hochinteressantes Detail. Stichwort: WASP, auch dass fand ich ziemlich interessant.

Einige kleine Unterschiede zwischen Larsson und Lagercrantz habe ich bemerkt, die ich ruhig schildern darf, ohne zu spoilern :) Larsson-typisch waren viele belegte Brote und dass seine Figuren nie ins Bett gingen, sondern „zwischen die Laken“ gekrochen sind. Das tun sie nicht mehr. Dafür lesen sie. Blomkvist liest zum Beispiel Elisabeth George Krimis und eine weitere Figur u.a. den Friedhof der Kuscheltiere von Stephen King. Das kannte ich von Larsson hingegen nicht.

Ein kleines bisschen traurig war ich darüber, dass der Autor kein Nachwort geschrieben hat. Mich hätte doch sehr interessiert, wie er sich gefühlt hat, als man ihn fragte, ob er die Millenium-Reihe weiterschreiben möchte. Sicher war das für ihn selbst auch etwas Besonderes. Aber hierfür hat der Verlag als Entschädigung ein Interview auf der Homepage, in dem Lagercrantz genau darüber spricht. Ich habe es unten eingestellt und es ist sehr interessant und zeigt einen sympathischen Autor.

Mein Fazit: Für mich ist dieser 4. Teil der Millenium-Reihe, der beste „Larsson“ seit dem ersten Teil „Verblendung“. Auch wenn dieser es nicht selbst geschrieben hat, so wird das Buch der Reihe absolut gerecht, fesselt, macht Spaß, lässt den Leser hoffen und fiebern und ganz wichtig: zurückkehren an die Seite von Lisbeth und Mikael. Agieren sie endlich wieder richtig gemeinsam? Tja, findet es heraus …..

Eine gute Cover-Version

Von: Zombiac Datum : 08.10.2015

https://zombiac.wordpress.com

Wie ich schon vor einiger Zeit berichtet habe, ist inzwischen der vierte Teil der Millenium-Reihe "Verschwörung" erschienen und wie zu erwarten sofort an die Spitze der Bestseller-Liste geschossen.
Heute will ich endlich den Unentschlossenen unter euch erzählen, ob sich die Anschaffung trotz des neuen Autors lohnt bzw. den Besitzern des aktuellsten Werks meine Meinung kundtun und sehen ob sie sich mit eurer deckt.

Zunächst mal muss ich sagen, dass ich vermutlich wie die meisten Fans der Original-Reihe ein gewisses Misstrauen gegenüber der Ankündigung des neuen Buches hatte. Wie würde sich der Schreibstil verändern? Erkenne ich die mir bekannten Figuren wieder? Solche und viele weiteren Fragen kreisten in meinem Kopf bis zu dem Tag an dem ich das auch visuell aufgefrischte Werk in den Händen hielt.
Mit dem silbernen Drachenmuster auf schwarzem Grund soll wohl auch optisch ein Cut entstehen um den Lesern auch unterbewusst die Veränderung näher zu bringen. Inhaltlich finden wir uns jedoch glücklicherweise in bekannten Gefilden wieder, die immer wieder Bezug auf die legendäre Trilogie und ihre Ereignisse nehmen und sogar die aktuelle Handlung teilweise stark beeinflussen.

Wenn man jedoch zu lesen beginnt, lässt einen auf den ersten Seiten das Gefühl nicht los, dass es sich um Fan-Fiction handeln muss, da Larsson (offensichtlich) keinen Einfluss auf Verlauf und Inhalt hatte. Man kann sich bildhaft vorstellen, wie ein Puppenspieler seine Fäden einem anderen in die Hände drückt. Es bleiben die selben Figuren aber irgendwas scheint anders zu sein.
Wie wir doch alle wissen, verschwimmt bei einem guten Buch irgendwann die Grenze zwischen der analytischen Herangehensweise über die ersten 1-2 Kapitel und dem Eintauchen mit Kopf und Seele in die Handlung. Ein bisschen so, als hätte man ein paar gute Freunde für mehrere Jahre nicht gesehen und müsse sich erstmal wieder annähern bevor alles so ist, wie es früher einmal war.

Nun aber zum eigentlichen Geschehen, dem wir im Laufe der knapp 600 Seiten begegnen. Nicht nur in der Realität des Lesers, sondern auch im Leben des Mikael Blomkvist sind die Jahre ins Land gezogen und die Gesellschaft hat sich spürbar verändert. Während Hacking in den früheren Werken ein exotisches Phänomen war, halten nun NSA, soziale Medien, abhörsichere Handys, Shitstorms und das Darknet Einzug in den Alltag der Figuren. In dieser Umgebung gilt der Starjournalist plötzlich als altbacken und abgehängt. Selbst als ihm der berühmte Informatiker Frans Balder einige brisante Informationen zukommen lassen will, ist er zunächst abgeneigt, da die Materie in diesem Bereich den Mann überfordert.

Erst als sich herauszukristallisieren beginnt, dass Blomkvists alte Bekannte Lisbeth Salander in der Geschichte eine Rolle spielt, sagt er zu, der Sache nachzugehen. Die Gedanken an die Erlebnisse mit der Soziopathin samt Drachen-Tattoo lassen ihn auch nach all der Zeit nicht los. Als kurz darauf ein folgenreicher Mord verübt wird, beginnt die eigentliche Geschichte, die vor überraschenden Wendungen nur so strotzt, neue Gesichter einführt, die wir vermutlich in Nachfolgebänden wieder treffen werden, sich alter in der einen oder anderen Form entledigt und uns bis zu den letzten Seiten raten lässt wie sich alles auflösen wird.

Dabei werden interessante Themen wie Autismus samt Inselbegabungen, organisierte Kriminalität oder der gläserne Bürger geschickt mit der Handlung verwebt und bis zu einem gewissen Grad realistisch aufbereitet. Dies ist kein Wunder, da dem Autor mehrere Profis aus den einzelnen Gebieten mit Rat und Tat zur Seite standen. Darüber hinaus ist es ganz nützlich seine ersten Schritte im journalistischen Milieu als Kriminal-Reporter getätigt zu haben und damit einen realistischen Blick auf die Schattenwelt der Gangster zu haben. Diese haben wie schon angedeutet den Bereich der klassischen Verbrechen á la Menschenhandel, Drogen und Gewalt zum Nebenschauplatz erklärt und das Internet als Umschlagplatz und Schlüssel für allerlei Machenschaften für sich entdeckt. Ein geschickter Kniff um Lisbeth Salander, das Cyber-Genie, als ebenbürtige Gegnerin aufzustellen, die es nicht nur mit Kriminellen sondern auch mit legal agierenden Akteuren wie Regierungsorganisationen aufnimmt. Dabei schrammt der Inhalt oft an Kitsch und Überzeichnung vorbei, überschreitet dabei jedoch nie die Grenze, die das Ganze zur Popcorn-Unterhaltung kippen lassen würde.
Ab hier ist es schwierig weiter auf das Geschehen einzugehen ohne zu viel Vorweg und damit die Spannung zu nehmen. Alles in allem kann man sich das vorliegende Buch als eine verdammt gute Cover-Version eines erfolgreichen Songs vorstellen, der plötzlich wieder die Charts stürmt. Vielleicht ist es bloss das Bewusstsein, dass nicht mehr Stieg Larsson federführend ist oder es ist tatsächlich ein veränderter Schreibstil, den man sich eventuell auch nur einbildet. Am Ende ist es tatsächlich der Beginn eines gänzlich neuen Kapitels der Millennium-Saga, den man als gelungen bezeichnen kann. Puristen werden sich abwenden, doch der Erfolg gibt dem Buch vollkommen recht und sichert den Fans von Lisbeth und Co. eine Zukunft auf die man sich freuen kann.

würdiger Nachfolger der Millenium-Trilogie......

Von: Lesezauber Datum : 08.10.2015

steffis-und-heikes-lesezauber.blogspot.de

Meinung
Die Millenium-Trilogie von Stieg Larsson habe ich verschlungen und auch die DVD`s dazu angeschaut. Sie gehört zu meinen liebsten Reihen und deshalb habe ich mich sehr auf den vierten Band „Verschwörung“ gefreut und wurde nicht enttäuscht. Ich fand ihn genauso gut wie die Vorgänger und war einfach begeistert. Ich finde der Autor, David Lagercrantz, hat dies ganz gut gemacht und kann durchaus in die Fußstapfen von Stieg Larsson treten. Dennoch hat er seinen eigenen Stil und kopiert nichts vom „Meister“.

Die Handlung beginnt von der ersten Seite an spannend und ich war sofort wieder mitten drin in der Geschichte. Viele verschiedene Handlungsstränge wurden freigelegt, es entstand Raum zur eigenen Interpretation und dann führten am Ende alle zusammen. Trotz dass diese unterschiedliche Themen aufgriffen, fügten sie sich perfekt zusammen und ergaben ein großes Ganzes. Eine düstere und manchmal grausige Atmosphäre wurde dadurch geschaffen.

Mir persönlich hat ganz gut die Weiterentwicklung der Charaktere gefallen. Lisbeth und Mikael, sowie auch einige Nebendarsteller, welche in den Vorgängerbänden mit dabei waren, haben sich gut weiterentwickelt und erschienen mir sehr authentisch. Gut, der Part von Lisbeth hätte nach meinem Geschmack noch mehr erscheinen können. Ihre Anwesenheit im Buch war etwas wenig, ich mag ihren Charakter sehr, aber wie gesagt, das ist Geschmackssache. Die Umgebungsbeschreibungen sind dem Autor auch sehr gut gelungen. Mein Kopfkino habe ich genossen.

Nach vielen unerwarteten Wendungen gab es einen Schluss, der es in sich hatte. Es wurden zwar alle meine Fragen beantwortet, dennoch hoffe ich auf eine Fortsetzung. Wäre echt schön.

Der Schreibstil des Autors war für mich fesselnd, sehr emotionsgeladen und an manchen Stellen richtig grausam. Das Buch selbst ist in drei Teile aufgeteilt und diese wiederum in kurze Kapitel.

Cover
Ich finde das Cover richtig klasse. Schwarzer Hintergrund und darauf ein silberner Drache. Auf jeden Fall ein Hingucker in jedem Bücherregal.

Fazit
„Verschwörung“ konnte mich auf jeden Fall überzeugen. Ich habe nichts auszusetzen und finde, dass dieses Buch ein würdiger Nachfolger der Millenium-Trilogie ist. Er hat alles, was ein guter Thriller haben sollte. Von mir gibt’s die Höchstpunktzahl von 5 Sternen.

Es war mir ein Vergnügen!

Von: Numinala Datum : 06.10.2015

numilesemaus.blogspot.de/

Das Buch 'Verschwörung' hatte ich Euch ja vor kurzer Zeit bereits vorgestellt:
http://numilesemaus.blogspot.de/2015/09/rezension-verschworung-von-david.html

Da ich mir ja schon mal gerne das Bügeln mit einem Hörbuch erträglicher gestalte und ich das Buch wirklich gut fand, hab ich doch glatt noch einmal dazu gegriffen und dem Ganzen - gelesen von Dietmar Bär - gelauscht.

Trotz der gekürzten Fassung ist der Inhalt weiterhin logisch und konsequent. Es wird nichts wirklich Wichtiges einfach weggelassen, obwohl ich natürlich froh bin, die gesamte Geschichte gelesen zu haben - ich möchte ja nicht wirklich auf eine Minute mit Lisbeth und Mikael verzichten.

Von Dietmar Bär wusste ich, dass er als Schauspieler tätig ist, aber dass er so eine tolle Stimme hat, war mir nicht bekannt. Man kann die unterschiedlichen Charaktere sehr gut heraus hören - ohne dass sich die Stimme verstellt anhört. Er kann Spannung erzeugen, Emotionen zeigen, traurig machen und zum Lachen bringen.

Fazit
Es hat mir sehr gut gefallen dem Buch, wenn auch in gekürzter Form, zu lauschen. Es war mir ein Vergnügen!

Viele Grüße von der Numi

David Lagercrantz:

Von: Benjamin Neumaier aus Abensberg Datum : 06.10.2015

www.live.mittelbayerische.de/Event/bennis_wuehlkiste

Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist haben Millionen Leser begeistert. Weltweit erstürmte die Millennium-Trilogie die Bestsellerlisten und sprengte mit mehr als 80 Millionen verkauften Exemplaren alle Dimensionen. Ein Welterfolg, der seinesgleichen sucht. Nun geht die Geschichte weiter.

Es ist der Sog, der einen richtig guten Krimi ausmacht. Wenn man so sehr wissen will, wie es weitergeht, dass man Verabredungen ablehnt, den Badesee vergisst und noch den dicksten Schmöker aufgeschlagen mit in die Bahn schleppt – dann hat er einen gepackt.

Ist das bei David Laagercrantz "Verschwörung", der Fortsetzung der Millenium-Trilogie von Stieg Larsson auch so?

Die Fragen an dieses Buch sind dann auch erst in zweiter Linie inhaltlich: Braucht man das überhaupt, den vierten Teil einer Trilogie? Und dann obendrein auch noch von einem lebendigen Autor, in keinem Keller, keinem versteigerten Koffer sensationsgefunden und auch aus keiner doppelten Schrankrückwand herausgebrochen?

Und tatsächlich, schon nach wenigen Seiten ist es passiert, der Autor David Lagercrantz stürzt "Millennium" in die Krise! Das Magazin, an dessen vorderster Front der Starreporter Mikael Blomkvist lange Zeit für sensationelle Enthüllungen sorgte, steht vor dem finanziellen Ruin. In der breiten Öffentlichkeit ist es als altmodisch verrufen, genauso wie Blomkvist selber. Lisbeth Salander ist abgetaucht und lebt ihr Leben als subversive Erforscherin des Internets. Der IT-Spezialist Frans Balder, der unter geheimnisvollen Umständen aus den USA nach Schweden zurückkehrt, um sich um seinen autistischen Sohn zu kümmern, trifft auf seine zugedröhnte Exfrau – und nichts Dramatisches geschieht. Novemberstimmung eben.

Es dauert ein bisschen, ehe der Roman Fahrt aufnimmt und die Figuren untereinander verknüpft werden. Auch als die NSA, vertreten durch mehrere rivalisierende Figuren, und die russische Mafia mit ins Spiel kommen, steigt die Spannung noch nicht rasant. Selbst Lisbeth Salanders sphinxartige Zwillingsschwester, die auch bei Stieg Larsson schon als Hintergrundfigur angelegt war, fesselt den Leser nicht zwangsläufig. Interessanter wird als Figur zumindest in Ansätzen der kleine Autist, der sich als Savant entpuppt, und um den sich die Krimihandlung entspinnt.

Eine gute Geschichte, teils etwas langatmig, teils zu technisiert. Das Thema künstliche Intelligenz ist interessant, Lagercrantz hat wohl gut recherchiert, teils ist das aber schwer zu verstehen.


Das Fazit überlasse ich Julia Jakob (ndr.de), die ihre ganz eigene Analyse anstellt: "Der dänische Erfolgsautor Jussi Adler Olsen hatte zum Boykott des Buches aufgerufen, weil er es als respektlos empfindet, dass das Werk eines Autors nach dessen Tod weiter kommerziell ausgeschlachtet wird. Und auch die Freundin von Larsson hatte sich gegen eine Fortsetzung der Millennium-Reihe ausgesprochen. Die Motivation der Familie, des Verlages und auch von Lagercrantz bleibt fragwürdig. Ginge es ihnen um eine Würdigung des Toten, dann könnten sie seiner Freundin Tantiemen zukommen lassen - doch das passierte ja bereits bei der erfolgreichen Trilogie zuvor nicht. So riecht das Ganze ein wenig nach Geldmacherei. Aber davon abgesehen: Wäre Lagercrantz eine sensationelle, weil hochspannende Fortschreibung gelungen, dann dürfte man getrost von einer Verneigung sprechen. Doch so beschleicht einen beim Lesen das Gefühl, dass der Name Stieg Larsson benutzt wurde. So überwiegt bei "Verschwörung" das Geschmäckle von kommerzieller Ausschlachtung - und das begleitet den Leser durchs ganze Buch."

Kein Meisterwerk, aber durchaus spannend

Von: Michael (Influenza Bookosa) Datum : 04.10.2015

influenza-bookosa.de/verschwoerung-david-lagercrantz/

„Verschwörung“ von David Lagercrantz ist ein guter Thriller. Punkt. Ob man ihn jetzt schreiben durfte/sollte/musste, sollen andere entscheiden. Ich für meinen Teil wurde über 600 Seiten toll unterhalten und kann den Roman jedem Thriller-Fan, der mit dem nerdigen Touch (Hacken, Darknet, Überwachung, technische Details, etc.) etwas anfangen kann, wärmstens empfehlen.

Kein würdiger Nachfolger

Von: hessen liest Datum : 02.10.2015


Für mich war die Millennium Reihe eigentlich abgeschlossen und somit war ich dem vierten Band mit einem neuen Autor gegenüber ziemlich skeptisch, aber auch zu neugierig um das Buch nicht zu lesen.
Mein Fazit ist das ich dieses Buch nicht gebraucht hätte, meine Lieblingsfigur aus den ersten Bänden, Lisbeth Salander erscheint hier nur am Rande und ist für ihre Verhältnisse zu zahm. Mit der Millennium Reihe hatte das ganze Buch recht wenig zu tun und war stellenweise sehr langatmig, so dass ich nur quer gelesen habe.
Die Themen wie NSA und M15 wurden zu sehr ausgeschlachtet und detailliert beschrieben. Zweifellos kann Langercrantz schreiben, es kam sogar immer mal wieder Spannung auf und es hat mir gefallen wie er das Thema Autismus angegangen ist, nur eben hätte er ein eigenes Buch daraus machen sollen, nur wäre er damit bestimmt nicht gleich in die Bestseller Liste gekommen.
für mich bestätigt sich nun wieder das es noch nie gut war wenn ein anderer Autor eine Reihe fortsetzt. Mit dem Tod eines Autors sollte man auch die Serie sterben lassen.
Bei Larson hat man in jeder Zeile gespürt wie viel Zeit er für Recherche aufgewendet hat, bei Langercrantz wirkt alles nur angekraatzt und herunter gespult.

Nicht so spannend

Von: Sonja LovinBooks Datum : 01.10.2015

lovinbooks4ever.blogspot.de



Puh, endlich habe ich das Buch beendet. Ich habe echt lange dafür gebraucht. Immer wieder habe ich es weggelegt und andere Bücher zwischendurch gelesen. Und das obwohl ich absoluter Blomkvist und Salander Fan bin. Ich habe Stieg Larssons Trilogie verschlungen und wirklich geliebt.
Ich war auch ehrlich skeptisch: Soll ich das Buch lesen oder nicht. Die Meinungen gehen hier ja wirklich sehr weit auseinander...
Ich muss sagen ich wünschte ich hätte es nicht gelesen. Und wäre es kein Rezensionsexemplar gewesen, dann hätte ich auch bereits nach 200 Seiten aufgegeben.

David Lagercrantz Schreibstil ist so ganz anders als der von Stieg Larsson. Natürlich war mir vorher bewusst, dass es nicht gleich sein wird. Wie soll es auch? Es sind ja zwei unterschiedliche Menschen. Allerdings ist mir Lagercrantz Schreibstil viel zu sachlich und viel zu detailliert. Mich interessiert nicht bis ins kleinste Detail wer was wann und warum getan hat. Wie Autismus sich äußert. Wenn ich das wissen wollen würde, würde ich mir ein Sachbuch drüber kaufen.
Durch diese ausschweifende und kleinliche Schreibart hat mich Lagercrantz wirklich an den Rand meiner Verzweiflung gebracht. Immer wieder habe ich mich dabei erschwischt wie ich die Seiten nur so überflogen habe und meine Gedanken abschweiften. Ich konnte keine Bindung zu Salander und Blomkvist aufbauen.
Es geht auch gar nicht darum, dass er schlecht schreibt. Bestimmt nicht. Das Buch ist mit Sicherheit sehr anspruchsvoll und kann wahrscheinlich auch die Zahlen und Fakten Menschen unter uns bestens unterhalten. Ich jedoch, bin ein absoluter Gefühlsmensch und brauche das auch in den Büchern, um Spaß beim Lesen zu haben.





Eine solide Fortsetzung, die in meinen Augen aber bei weitem den Originalen nicht das Wasser reichen kann. Der Schreibstil war mir zu sachlich und detailliert. Mich konnte das Buch leider nicht überzeugen. Jedoch denke ich, dass das hier absolut Geschmackssache ist.

Für mich reicht es jedoch nur für 3 von 5 Punkten

Kein Larsson, aber ein guter Thriller

Von: chrissieskleinewelt Datum : 01.10.2015

Kaum ein Buch ist dieses Jahr mehr in aller Munde als die Fortsetzung der von Stieg Larsson verfassten Millennium-Trilogie rund um die Protagonisten Mikael Blomkvist und Lisbeth Salander. David Lagercrantz wurde von der Erbengemeinschaft Larsson auserkoren die Geschichte weiter zu erzählen, was umstritten aufgenommen wurde.

Zu Beginn des Buches haben sich Blomkvist und Salander schon eine geraume Zeit nicht mehr gesehen oder kontaktiert. Die Zeitschrift Millennium musste aus wirtschaftlichen Gründen eine Teilhabe eingehen, die sie immer mehr beeinflussen möchte und Mikael wird in den Medien als verbraucht und längst über seinen Zenit hinaus verrissen. Er fragt sich tatsächlich, ob es nicht an der Zeit wäre, die Zelte abzubauen und weiterzuziehen.

Genau in diese Tage hinein fällt der skrupellose Anschlag auf einen der klügsten Köpfe Schwedens. Frans Balder ist wie kein anderer als Koryphäe im Bereich der KI-Technologie, also der künstlichen Intelligenz, bekannt. Zufällig ist Mikael genau zur Tatzeit vor Ort und wird so in eine Verschwörung hineingezogen, die Millennium retten könnte, in dessen Mitte aber auch der autistische Sohn Balders sitzt und in höchster Gefahr schwebt. Nur gut, dass auch Lisbeth Salander aus ihren eigenen Gründen Interesse an dieser Geschichte hat und bald im Geschehen mitmischt. Nur sie scheint mit ihren nicht immer legalen Methoden das Blatt wenden zu können. Doch wird sie es auch schaffen?

David Lagercrantz hat sich ausführlich mit der Vorgängertrilogie von Stieg Larsson auseinandergesetzt und nimmt in “Verschwörung” viele offene Erzählstränge wieder auf und spinnt sie auf seine eigene Art und Weise weiter. Im Gegensatz zum Schöpfer dieses Universums erzählt der in Schweden sehr bekannte Autor aber eine weichere, weniger gewalttätige Geschichte. Natürlich kommt es auch in diesem Thriller zu schlimmen Szenen und spannenden Sequenzen, jedoch eckt Lagercrantz hier nicht so gekonnt an wie Larsson und überschreitet ebenfalls keine wirklichen Grenzen. Die Story wird mit einem konstanten Spannungsbogen erzählt, man fühlt sich fast wie in einem amerikanischen und nicht wie in einem skandinavischen Thriller.

Die Charaktere, allen voran die von vielen geliebten Protagonisten, sind gut eingefangen und wiedergegeben worden, wobei man auch hier anmerken muss, dass bei Larsson alles etwas rauer, eckiger und ruppiger erschien, was für mich einen besonderen Reiz ausgemacht hat. Man hat auch hier einen Mikael Blomkvist als Womanizer, exzellenten Enthüllungsjournalisten und loyalen Mitarbeiter und Freund geschildert. Ebenso wurde Lisbeth wieder auf ihre eigene Art und Weise beschrieben, vor allem ihr Hass gegenüber Männern, die Frauen hassen. Mir erschien es aber so, dass hier Ecken abgerundet, Charaktere in dem für sie möglichen Maße gemäßigt wurden. Alles wirkt wie einmal durch den Weichspülgang gejagt.

Positiv empfand ich, dass Lagercrantz konstant spannend zu erzählen wusste und es nicht wie bei Larsson für mich hin und wieder zu gewissen Längen kam.
Als eher negativ muss ich anmerken, dass Larssons Geschichten weitaus komplizierter gestrickt, raffinierter Verwoben und damit für den Leser viel interessanter geschildert wurden. Dort fühlte man sich wirklich in ein tiefes Geheimnis eingeweiht, aus dem es kein Entrinnen zu geben schien, dass einen gnadenlos traktierte und bei dessen Wendungen einem manchmal der Mund offen stehen blieb. Dies habe ich hier schlichtweg vermisst. Zudem fragt man sich als Leser, ob Larsson die Geschichte rund um Millennium und Salander wirklich in diese Richtung getrieben hätte, ob dieser Weg der wirklich gedachte war. Ich wage es zu bezweifeln.

“Verschwörung” ist ein durchweg spannender, gut erzählter Thriller, den man losgelöst von seinen Vorgänger sehr gut genießen kann. Im Vergleich jedoch hat der Schöpfer von Salander und Blomkvist wirklich ein Meisterwerk erschaffen, an dass dieser vierte Teil leider nicht anknüpfen kann.

Echt fesselnd

Von: Stephienchen Datum : 29.09.2015

www.stephienchen.de

Inhalt: Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist werden in einen neuen spannenden Fall verwickelt. Franz Balder, ein führender Experte für künstliche Intelligenz, wird ermordet und hatte kurz vor seinem Tod Kontakt von zu beiden von ihnen. Also beginnen die beiden wieder zu ermitteln allerdings jeder mit seinen eigenen Zielen….
Rezension: Ich muss sagen, dass ich die ersten Bücher von Stieg Larson nicht gelesen habe, weil sie mir zu „krass“ waren. Doch trotzdem hat dieses Hörbuch irgendwie mein Interesse geweckt. Es hat mir auch wirklich sehr gut gefallen und mich unzählige Stunden gefesselt. Die Protagonisten waren sehr vielschichtig und ihre Geschichte unglaublich spannend. Allerdings muss ich schon sagen, dass ich sehr viele Anspielungen nicht verstanden habe. (Da ich die drei Bände davor nicht kennen.) Außerdem kann ich auch nicht beurteilen, ob diese Geschichte eine „angemessene“ Fortsetzung der Millennium Saga ist. Empfehlen kann ich es aber unabhängig davon auf jeden Fall.

Spannend und gute Unterhaltung

Von: Ritja Datum : 29.09.2015

buchstabenfestival.blogspot.de/

Eine Fortsetzung der bekannten Trilogie von Stieg Larsson erschien mir fast als unmöglich. Ich habe die drei Bände verschlungen und fand sie sehr gelungen. Für mich war auch die Geschichte zu Ende erzählt, aber nun sollte es eine Fortsetzung geben.

Ich habe sie mir von Dietmar Bär erzählen lassen und kann nur sagen, es ist nicht Stieg Larsson, aber ein ziemlich guter Lagercrantz.

Er hat es geschafft, dass man sehr schnell wieder Zugang zu den alten Figuren findet und fast die gleichen Gefühle hegt wie bei den ersten drei Büchern. Es gibt nur wenige Rückblenden und nur am Rande werden die Verstrickungen erzählt. Wer die ersten drei Bände nicht kennt, wird vielleicht die ein oder andere Bemerkung nicht so richtig nachvollziehen können.

Die Geschichte um Lisbeth, Mikael und den autistischen Jungen August ist temporeich und sehr gut erzählt. Die vielen kleinen Verstrickungen der einzelnen Personen mit den verschiedenen Behörden, Instituten und Familien machen die Geschichte spannend und interessant. Jedoch fand ich die Geschichte rund um Lisbeths Familie (mehr möchte ich lieber nicht verraten) etwas an den Haaren herbeigezogen und nicht so gelungen. Auch ohne die Verbindung wäre die Geschichte sehr gut geworden. Zudem hatte ich das Gefühl, dass Lagercrantz teilweise seine Figuren sehr viel erklären lässt, was wahrscheinlich an den brisanten Themen bzw. Behörden (NSA) lag. Diese Tracks waren dann etwas zäh und die Spannung flaute ab. Jedoch schaffte er es jedes Mal, die Spannung wieder anzuheben und die Jagd voranzutreiben. Lisbeth und Mikael haben meine Erwartungen wieder erfüllt und ich war wieder begeistert von den beiden Charakteren. Da war es dann auch nicht mehr ganz so dramatisch, dass andere Figuren eher blaß wirkten.

Insgesamt fand ich die Fortsetzung von Lagercrantz ganz gelungen. An Stieg Larsson kommt er, meiner Mainung nach, nicht ganz heran. Aber dies ist ein supjektives Empfinden, denn für Spannung und gute Unterhaltung hat auch Lagercrantz gesorgt. Falls es eine Fortsetzung geben sollte, würde ich sie wahrscheinlich wieder anhören oder selber lesen.