Leserstimmen zu
Die Falle

Melanie Raabe

(71)
(49)
(4)
(1)
(2)
€ 19,99 [D] inkl. MwSt. | € 20,60 [A] | CHF 28,90* (* empf. VK-Preis)

Langweilig

Von: Christine aus Baldham

03.09.2019

Ich habe das Buch im Urlaub gelesen und kann nur sagen selten so ein langweiliges und zähes Buch gelesen zu haben. Vielleicht liegt es aber daran das mir persönlich der Schreibstiel überhaupt nicht gefallen hat.

Lesen Sie weiter

Frau Minichmayr hat bei diesem Hörbuch eine überragende Leistung erbracht! Ihre Stimme, die Betonungen – es hat einfach immer perfekt zur Situation gepasst, ich hätte ihr noch tagelang weiter zuhören können! Zum Inhalt: Die Protagonistin Linda „Conrad“ zieht sich nach dem ungelösten Mord an ihrer jüngeren Schwester zurück und lebt allein in ihrem großen Anwesen, welches sie nie verlässt. Linda veröffentlicht unter ihrem Pseudonym Jahr für Jahr Bücher – Romane. Zumindest bis zu dem Zeitpunkt an dem sie vermutet, den Mörder ihrer Schwester im Fernseher gesehen zu haben. Da beginnt sie ihren ersten Thriller zu schreiben – die Niederschrift der Ermordung ihrer Schwester. Ich will gar nicht mehr zum Inhalt verraten, da man dadurch schnell etwas vorweg nehmen könnte daher gleich zu meiner Bewertung: Ich bin der Meinung, dass mir dieser Thriller als Buch nicht so gut gefallen hätte, da es teilweise sehr langatmig erscheint, niedergeschrieben könnte ich mir das ermüdend vorstellen – zumindest habe ich die Vermutung (was ich an dieser Stelle natürlich nur spekulieren kann). Dafür hat es mir als Hörbuch um so besser gefallen, was natürlich nicht zu Letzt der Sprecherin bzw. den Sprechern zu verdanken ist. Dadurch, dass einem gehörtes nicht so lange im Gedächtnis bleibt wie gelesenes habe ich auch kleinere „Fehler“ quasi überhört. Die Teile von Birgit Minichmayr haben mir nochmal mehr gefallen als die von Devid Striesow, aber auch hier war die Abwechslung sehr wohl angenehm und diente dem Spannungsaufbau. Das Hörbuch kann ich definitiv weiter empfehlen, weil es einfach sehr gut gelesen wird und allein deswegen schon hörenswert ist. Da die Story an sich aber immer wieder so „dahinplätschert“ gibt es von mir ein Stern Abzug. 4 Sterne

Lesen Sie weiter

Meine Meinung Nachdem ich »Die Wahrheit« von Melanie Raabe gelesen habe und restlos begeistert war, musste natürlich auch ihr erstes Buch her, »Die Falle«. Melanie Raabe hat einen ganz besonderen, erdrückenden Stil zu schreiben. Das ist mir nach dem Lesen von »Die Falle« erneut klar geworden. Das Buch war sensationell, wenn es auch einen kleinen Kritikpunkt gibt. Im Mittelpunkt von »Die Falle« steht, genauso wie bei »Die Wahrheit«, eine einsame Frau, die stark wirkt, für sich alleine gut sorgen kann und mit ihrem Leben im weitesten Sinne zufrieden ist. Mir gefallen Plots mit starken Frauen im Vordergrund, die mit einem Konflikt konfrontiert werden, den sie alleine bewältigen müssen. Genauso wie bei »Die Wahrheit« war dieses Buch eine Art Psychothriller, da er sehr stark an die Psyche des Lesers geht. Frau Raabe besitzt einen sehr spannenden Schreibstil. Sie wiederholt des Öfteren bereits gesagte Dinge, bzw. Linda, die Hauptperson, tut es, was und den Eindruck vermittelt, dass Linda geschunden und labil ist. Sie muss schließlich dem vermeintlichen Mörder ihrer Schwester eine gemeine Falle stellen. Sie bereitet sich vor, baut Kameras und Aufnahmegeräte in ihre Villa ein und trainiert für die Gegenüberstellung mit Victor Lenzen, dem Mann, der ihre Schwester vor elf Jahren getötet hat. Die Story, der Konflikt ist genial, und es ist eine wahre Kunst, 350 Seiten mit eben diesem Konflikt zu füllen. Sehr angenehm fand ich die kurzen Kapitel und der – wie schon gesagt – sehr spannende und flüssige Schreibstil. Auch toll fand ich, dass sich Frau Raabe wirklich nur auf »Die Falle« fokussiert hat – keine überflüssigen Nebenhandlungen, keine kitschige Liebesgeschichte, wirklich nur der Thrill um die Falle – bewundernswert! Auch lobenswert fand ich die fast 100-seitige Unterhaltung zwischen Lenzen und Linda, die auch einen sehr wichtigen Teil im Buch eingenommen hat. In diesem Teil erhalten wir von Lenzen einen unschuldigen Eindruck. Die Autorin vermittelt uns durch sein Benehmen seine Lebensumstände und seine Auslandsreisen, außerdem erfahren wir von seinem wasserfesten Alibi in der Tatnacht – hah! Hättest wohl so gedacht: Melanie Raabe führt uns in die Irre, wir stellen Vermutungen an, haben Theorien, manche erweise sich als richtig, manche als falsch. Die Autorin spielt mit uns, und das hat mir sehr gefallen! Ich liebe Thriller, die einen hinter’s Licht führen, bei dem nicht von vorne herein klar ist, wer der Gute und wer der Böse ist – well done, Frau Raabe! Was mich im Buch ein wenig gestört hat waren die Romanauszüge. Da ja Linda ihr Trauma durch einen Roman verarbeitet, der Lenzen dazu bringen sollte, in ihre Falle zu treten, finden wir im Buch sehr viele Ausschnitte aus eben diesem Roman. Diese allerdings, so habe ich nach einigen Auszügen festgestellt, haben mich nicht sehr interessiert, und schnell habe ich mir angewöhnt, diese nur noch lapidar zu überfliegen. Die Story aber um Linda und den Versuch, ein Geständnis von Lenzen zu kriegen, war eine Irrfahrt in die menschliche Psyche und eine wahre Herausforderung für mein gesundes, geistiges Denken! Genauso wie bei »Die Wahrheit« hat mich Melanie Raabe in ihre Fänge genommen und mich mit ihrem stillen, aber doch extremen Roman überzeugt! ​ Fazit Eine klare Empfehlung! Frau Raabe ist eine Künstlerin, eine Erschafferin von einem mit Spannung pulsierenden Buch. Grandiose Story, flüssiger Schreibstil und eine Charakterin, die stärker ist als sie rüberkommt.

Lesen Sie weiter

Zunächst einmal vielen Dank an das Bloggerportal und den btb-Verlag für die Zusendung eines Exemplares dieses Buchs! "Die Falle" war mein erstes Buch von Melanie Raabe und "Die Wahrheit" wird definitiv noch gelesen! Cover und Klappentext Das Cover des Buches empfinde ich eher als unaussagekräftig, aber vielleicht kann ich einfach nur nicht genug hinein interpretieren. Der Klappentext ist kurz und knackig gehalten, sodass man einen ungefähren Einblick in die Grobhandlung bekommt, aber nicht zu viel verraten wird. Der Umfang des Buches, sowie die Länge der Kapitel, die Schriftart etc. ist wirklich angenehm zu lesen. Figuren Die Protagonistin, Linda, empfand ich zunächst als wirklich seltsam und konnte sie, aufgrund der außergewöhnlichen Lebensumstände nicht unbedingt einschätzen. Aber genau das hat mich wieder in den Bann gezogen und mein Interesse geweckt. Die Vorstellung der Figur erfolgt erst in Kapitel 3, weshalb ich mir bis dato schon eine eigene bildliche Vorstellung ihrerseits zurechtgelegt hatte. Der Mann, der als der mögliche Täter ins Buch eingebracht wird, wirkte auf mich sehr ambivalent und nicht einzuschätzen. Ich konnte mich nicht entscheiden, ob ich ihn als aufrichtig verwirrt oder als beabsichtigt dumm einstufen sollte. Dies blieb bis zu den letzten 100 Seiten, deswegen möchte ich nicht zu viel verraten und jedem seine eigene Einschätzung lassen. Schreibstil und Inhalt Das erste Kapitel wirkte auf mich etwas "schwaflerisch" und ich hatte die Befürchtung ein Buch anzufangen, das von Umschreibungen und lang verschachtelten Beschreibungen nur so strotzt. Dies ist Gott sei dank nicht eingetreten! Das Buch ist quasi in 2 Bücher aufgeteilt: "Die Falle" von Melanie Raabe und "Blutsschwestern" von Linda Conrads. Man liest abwechselnd, wobei der Anteil des eigentlichen Buches natürlich größer ist. Teilweise findet man als Leser einen sehr angenehmen Schreibstil vor, teilweise gibt es aber auch Kapitel mit sehr abgehackten und in sich wiederholenden Sätzen, was aber, wenn man es im Nachhinein genauer betrachtet, situationsbedingt Sinn macht. Schwierig zu lesen war es dennoch. Allgemein gibt es einige Wiederholungen in diesem Buch. Ob es Namen sind, die 3 mal unmittelbar hintereinander genannt werden, Dopplungen von Sätzen, die nicht nötig sind (Beispiel: "Das Schlimmste ist der Zweifel. Ein kleiner Zweifel bleibt immer zurück. Das ist das Schlimmste." "Die Falle" von Melanie Raabe, Seite 232), oder die Tatsache, dass es in den letzten 11 Jahren der Protagonistin viel Zeit zum Lesen gab. Manche mögen es belustigend finden und als Running Gag einstufen, ich empfinde es aber als durchaus störend. Zu Beginn des Buches wurde ich außerdem mit der Frage konfrontiert, inwiefern man wirklich ein derart isoliertes Leben führen kann. Was ist mit Behördengängen? Operationen können auch nicht auf dem heimischen Esstisch vollzogen werden... Wird man als Autor wirklich erfolgreich, wenn man sich in der Öffentlichkeit kaum präsentiert? und noch vieles mehr hat mich an der Authentizität dieses Buches zweifeln lassen. Dennoch konnte ich mich immer mehr mit den Erklärungen innerhalb der Handlung anfreunden, da einige Fragen ebenfalls beantwortet wurden. Eins ist mir aber bis heute nicht recht: Wieso hat man einen Hund, wenn man niemals das Haus verlässt? Natürlich für sich selbst, damit man nicht vereinsamt, aber für das Tier tut es mir wirklich leid. Kleine Runden mit einer Assistentin oder mal nen Ausflug in den Wintergarten sind doch nichts für einen Hund! An sich empfand ich die Handlung als spannend geschildert. Nicht immer rasant, aber eine unterschwellige Spannung war immer vorhanden. Und sei es nur, weil man sich einfach nicht entscheiden kann, wer nun Wahrheit und wer die Lüge spricht. (Was mir, nebenbei erwähnt, ziemlich schwierig fiel. Ich glaube ich habe meine Meinung im Laufe des Buches an die 5 Mal revidiert.) Allerdings ist dies ein wichtiger Aspekt, der für mich bei keinem Thriller fehlen darf: Unwissenheit und Geheimnisse bis zum bitteren Ende! Es gibt nichts schlimmeres, als ein absolut vorhersehbares Buch. Und "Die Falle" ist definitiv keines! Von mir gibt es 4/5 Sternchen für ein gelungenes, packendes Buch, das etwas mit der Psyche und dem Einschätzungsvermögen des Lesers spielt.

Lesen Sie weiter

Linda Conrads schottet sich bereits seit mehr als elf Jahren von der Außenwelt ab. Die erfolgreiche Autorin veröffentlicht zwar Jahr für Jahr Bücher, die zu Bestsellern werden, lebt aber völlig zurückgezogen und verlässt ihre Villa nie. Die Medien spekulieren über eine mysteriöse Krankheit, doch den wahren Grund kennt nur sie selbst: Linda wird von Ängsten und einer schrecklichen Erinnerung gequält, denn vor vielen Jahren hat sie ihre jüngere Schwester Anna ermordet aufgefunden – und den Mörder flüchten sehen. Eines Tages flimmert genau dieses Gesicht über ihren Fernseher - es gehört Victor Lenzen, dem neuen Reporter einer Nachrichtensendung. Und Linda fasst einen mutigen Entschluss... Die Autorin beginnt zu recherchieren, schreibt statt ihrer üblichen Romane schließlich einen Thriller, in dem sie genau die Tatumstände schildert, die in der Vergangenheit den Mord an ihrer Schwester betrafen. Kurz vor der Veröffentlichung des Thrillers gewährt Linda nach Jahren des Schweigens einem Reporter ein Interview - in ihrer Villa. Victor Lenzen ist der Auserwählte, das Buch bekam er vor dem Interview zu lesen, und Linda ist gerüstet. Das Duell kann beginnen... Nachdem ich doch etliche begeisterte Rezensionen zu diesem Thrillerdebüt von Melanie Raabe gelesen hatte, bin ich mit hohen Erwartungen an das Hörbuch herangegangen. Sehr überrascht hat mich sofort die Langsamkeit der Erzählung, was durch die Lesung durch Birgit Minichmayr noch verstärkt wurde - bedingt durch den Tonfall erhielt die Geschichte dazu noch einen deutlich depressiven Touch. Die Spannung dagegen ließ auf sich warten und wurde durch die Langatmigkeit der Szenen oftmals überlagert. Für mich ist dieser als Debütthriller bezeichnete Roman eher ein langatmiges Kammerspiel, das zuweilen subtile Spannungselemente aufweist. Vor allem lebt die Inszenierung von der Frage, wer vor vielen Jahren Lindas Schwester tatsächlich umgebracht hat und was nun der Realität entspricht bzw. was dagegen den möglichen Wahnvorstellungen der angstgestörten Autorin. Kleine Psychospiele, Zweifel und Rätsel - dies reicht leider nicht aus für eine spannenden Thriller. Unlogische Elemente, die über weite Strecken fehlende Spannung, unsympathische Charaktere, eine unglaubwürdige und für mich unnötige Liebesgeschichte, ein ziemlich lahmes Ende und dazu noch ein einfacher Schreibstil mit zahlreichen Wiederholungen in der Ich-Perspektive - hier gab es für mich einfach zu viele Schwachpunkte. Gelungen fand ich dagegen die Idee, die eigentliche Thrillerhandlung mit Szenen aus Lindas neuem Buch abwechseln zu lassen (angenehm gelesen von Devid Striesow), da so die Ereignisse der Vergangenheit rund um den Mord an Lindas Schwester gut in die Geschichte integriert werden konnten. Alles in allem war dieses Thrillerdebüt ebenso wie die Lesung der vollständigen Fassung (10 h 24 min) für mich eher eine Enttäuschung. Schade. © Parden

Lesen Sie weiter

Guter Debütroman von Melanie Raabe

Von: Diana

10.04.2017

Die Falle von Melanie Raabe ist am 9. März 2015 im btb Verlag erschienen. Die gebundene Ausgabe hat 352 Seiten und kostet 19,99 €. In dem Roman geht es um die erfolgreiche Schriftstellerin Linda Conrads, die seit über 10 Jahren in einer Villa am Starnberger See lebt und keinen Fuß vor die Tür gesetzte hat, damit ist sie ihren Fans und der Presse ein großes Rätsel. Niemand weiß, dass sie vor vielen Jahren ihre jüngere Schwester Anna tot vorgefunden hatte und den Mörder flüchten sehen. Der Mörder wurde nie gefasst und sein Gesicht verfolgt sie in ihren Träumen, deshalb ist sie über alle Maßen geschockt, als sie SEIN Gesicht nach all der Zeit im Fernsehen sieht - einen bekannten Journalisten. Linda schmiedet einen Plan um dem Mörder eine Falle zu stellen. Sie schreibt ihren ersten Krimi und beschreibt darin die Bluttat an ihrer Schwester und versucht nun den Mörder in ihr Haus zu locken um ihm ein Interview - das erste seit vielen Jahren - zu ihrem neuem Buch zu geben um ihn in eine Falle zu locken. Melanie Raabe hat einen flüssigen Schreibstil und ich war mit den 352 Seiten schnell durch mit dem Lesen. Außer der eigentlichen Handlung wird auch teilweise die aus dem neuen Buch der Protagonistin erzählt, die die Mordnacht ihrer Schwester wiedergibt. Somit erfährt man mehr Einzelheiten und bekommt einen guten Einblick in das Gefühls- und Seelenleben von Linda Conrads. Verwirrend und nicht so ganz nachvollziehbar war für mich, dass Linda plötzlich von jetzt auf gleich ihr Haus verlässt, nach all den Jahren, in denen sie sich verschanzt hatte, ich persönlich hätte mir das schwieriger vorgestellt... Am Ende hätte ich mir etwas mehr Spannung erhofft... Trotzdem kann ich den Thriller von Melanie Raabe weiterempfehlen.

Lesen Sie weiter

Die Falle

Von: alina

25.02.2017

Die Autorin Linda Conrads hat vor 12 Jahren die Leiche ihrer Schwester gefunden und dabei auch den Täter angetroffen. Doch dieser konnte nie gefasst werden. 12 Jahre später sieht sie genau diesen Mann im Fernsehen und sie ist wild entschlossen ihm ein Geständnis zu entlocken. Die 38-jährige Autorin Linda Conrads lebt gemeinsam mit ihrem Hund in einem Haus am Starnberger See. Seit dem Tod ihrer Schwester Anna hat sie sich fast komplett von der Außenwelt abgekapselt. Ihre wichtigsten und einzigen Bezugspersonen sind ihr Verleger und das Hausmädchen. Linda hat sehr viele Selbstzweifel und Ängste, was vor allem nach "der Falle" zum Ausdruck kommt. Der Schreibstil von Melanie Raabe war am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig. Doch nach ein paar Seiten habe ich mich auch daran gewöhnt. Mir hat vor allem der Wechsel zwischen der Gegenwart und den Rückblenden in Form von Linda Conrads Buch Blutsschwestern gefallen. So hat die Autorin immer wieder für neue Spannung gesorgt. Man merkt, dass Melanie Raabe für das Buch sehr viel über Verhörtechniken recherchiert haben muss, was ich als super interessant empfunden habe. Mir hat der Thriller sehr gut gefallen, weil es nicht nur um Blut und Gewalt ging, sondern eher um ein Psychospiel. Das hat Melanie Raabe sehr gut verarbeitet.

Lesen Sie weiter

Inhalt: Linda Conrads ist Bestsellerautorin und hat seit elf Jahren das Haus nicht mehr verlassen. Sie lebt zurückgezogen und bekommt selten Besuch. Als sie im Fernsehen glaubt den Mörder ihrer Schwester zu sehen, will sie ihn in ihr Haus ködern. Was ist da besser als ein Interview anzubieten, was sie schon ewig nicht mehr getan hat?! Meine Meinung: Nachdem ich so viele begeisterte Leserstimmen gelesen habe, musste ich mich unbedingt selbst von „Die Falle“ von Melanie Raabe überzeugen. Was soll ich sagen? Wer gerne Thriller liest, sollte dieses Buch auf keinen Fall verpassen. Melanie Raabe weiß von Anfang an, wie sie den Leser ans Buch fesseln kann. Schon allein die Protagonistin Linda Conrads ist interessant und nicht die typische Figur. Sie lebt seit dem Mord an ihrer Schwester allein in einem großen Haus, das sie nie verlässt. Durch ihre Bücher hat sie genug Geld und lässt sich Essen bringen, hat einen Gärtner und einen Verlag der nichts von ihr verlangt, außer weitere Bücher zu schreiben. Nur sehr selten empfängt sie Besuch. Für ihr Interview mit Victor Lenzen, dem für sie geglaubten Mörder ihrer Schwester, bereitet sich Linda Conrads genau vor. Sie recherchiert im Internet sein Leben, lässt sich von einem Verhörtechniker alles genau erklären und kleidet ihr Haus mit Kameras und Wanzen aus. Hier sind einige Situationen, die leider zu Ungereimtheiten führen, aber das hat mein Lesefluss nicht gestört. Immer wieder fragt man sich als Leser, war es Victor Lenzen oder bildet sich Linda Conrads vielleicht alles nur ein? Linda bringt gute Argumente, dass er der Mörder ist, aber Victor ebenfalls, warum er es nicht sein kann. Es ist ein Katz und Maus Spiel, leider muss ich aber auch sagen, dass ich das Interview streckenweise anstrengend fand. Trotzdem konnte ich das Buch nur schwer zur Seite legen. Melanie Raabe setzt hier nicht auf Gewalt und Blut, um den Leser zu fesseln. Sie spielt lieber ein Psychospiel mit uns, und das hat sie gut hinbekommen. Immer wieder bekommen wir Bruchstücke zugeworfen, was damals passiert sein muss. Wie die Mordnacht abgelaufen ist und wie schwer das alles für Linda war. Umso mehr man erfährt, umso verwirrter ist man. Wer ist wirklich der Mörder? Allgemein hat Melanie Raabe einen beeindruckenden Schreibstil. So bald es spannend wird, hat man das Gefühl die Autorin spielt mit kurzen schnellen Sätzen. So liest man die Szenen auch schneller. Sobald es ruhiger wird, werden die Sätze wieder länger und insgesamt in der Wortwahl ruhiger. Das fand ich genial. Fazit: „Die Falle“ von Melanie Raabe glänzt mit einem Schreibstil, der einfach genial ist. Trotz einiger Ungereimtheiten konnte ich mich kaum vom Buch trennen. Immer wieder schwirrt die Frage im Kopf, wer ist der Mörder? Und diese Frage muss schnell beantwortet werden. Eine ganz klare Leseempfehlung von mir.

Lesen Sie weiter