Leserstimmen zu
Einsam, na und?

Maximilian Dorner

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Von der Entdeckung eines Lebensgefühls 24 Kapitel Einsamkeit. Aus verschiedensten Blickwinkeln betrachtet, gelingt es dem Autor dem Tabuthema Einsamkeit positive wie negative Eigenschaften abzuringen. Es ist eine Mischung aus Sachbuch und persönlichen Eindrücken und Erlebnisse des Autors Maximilian Dorner. Er erzählt vom Unterschied Allein sein und Einsam sein. Ständige digitale Vernetzung und ihre Vereinsamung. Die verschiedenen Facetten und Phasen in Beruf und Privatleben sowie begleitende Gefühle und ihr Umgang damit. Es ist ein Buch, welches den Leser das Gefühl gibt, verstanden zu werden aber auch andere Sichtweisen der Einsamkeit nennt, die negative Gefühle in positive verwandeln kann. Tatsächlich ist es eine Ehrenrettung des negativ besetzten Erlebens und es macht sogar Lust auf autarke Auszeiten und stillen Rückzug. Zitate: Die Sehnsucht ist das schönste Gefühl, das in der Einsamkeit gedeiht. Nähe allein bedeutet noch nicht, dass eine Verbindung besteht. In der Vorstellung der  meisten ist das Unglück alt, arm oder gebrechlich. Besser alleine als schlecht liiert. Lesen heißt einsam sein, ohne einsam zu sein. Autonomie ist nur durch die Erfahrung von Einsamkeit möglich. Fazit: Wieder ein Buch in welchem ich sehr viel markiert habe. Schöne und wahre Sätze und Zitate. Ein Autor der versteht und erklärt, der selbst Erlebtes teilt und den Leser spiegeln lässt. Ein guter Ratgeber für Menschen, die sich - warum auch immer - einsam fühlen!

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Auf der Covervorderseite lese ich: „Von der Entdeckung eines Lebensgefühls“. Auf der Rückseite: „Die Ehrenrettung eines unterschätzten Lebensgefühls“. Auf den 240 Seiten dazwischen findet sich eine Vielzahl der Facette der Einsamkeit beschrieben. Vorab: Es handelt sich nicht um ein Ratgeberbuch mit mehr oder weniger guten Ratschlägen, wie man sie loswird, die Einsamkeit. Die Frage ist viel eher, ob „meine“ Einsamkeit negativ besetzt ist, weil mit einem Mangel verbunden, oder ob ich damit positive Aspekte in Zusammenhang bringe, weil ich meine Gedanken ordne und Kreativität entwickeln kann. Ist nicht jeder mal alleine und fühlt sich mal einsam? Das heißt aber noch lange nicht, dass da ein Zusammenhang besteht. Allein und einsam bezeichnen ganz unterschiedliche Dinge: Alleinsein ist ein Zustand (ich sitze hier und schreibe alleine diese Zeilen ohne mich dabei einsam zu fühlen). Einsam wär ich hingegen, wenn mir ein Gefühl mein innerstes Befinden deutlich macht. Für den Autor, Maximilian Dorner, der durch eine Nervenkrankheit auf einen Rollstuhl angewiesen ist, ist Einsamkeit ein Gefühl, welches zum Leben vieler Menschen gehört. Durch das Schreiben dieses Buches hat sich in seinem Leben viel geändert. Die Frage: Wie einsam bin ich eigentlich? erschreckt und tut gleichzeitig gut. Vielleicht sollte sich jeder Mensch einmal damit auseinandersetzen, um die Angst vor „seiner“ Einsamkeit zu überwinden. In 24 Kapiteln beschreibt der Autor auf ehrliche, mitunter amüsante (und sehr anregende) Art verschiedene Variationen der Einsamkeit in unserem Alltag. Neben seinen eigenen Beobachtungen, seinen eigenen Experimenten, von der Meditationsgruppe bis zur Telefonseelsorge, der eigenen Einsamkeit und der Anderen, erwähnt er Obdachlose und Selbstmörder, Veteranen, alleinerziehende Mütter, Außenseiter, und, und, und … beschreibt er die Erscheinungsformen der Einsamkeit. In Trauer und Verzweiflung, in Wut, Angst und Scham, in Langeweile, Selbstmitleid und fehlendem Selbstbewusstsein, in Räumen, im eigenen Bett, im Krankenhaus, im Auto, aber auch bei der Arbeit, in der Freizeit, beim Essen und Kaufen, im Internet, im Sex, in der Liebe und bei „Gottnahen“. Ich habe die Lektüre auf meine Art „genossen“, da ich mich selbst schon intensiv mit dieser Thematik beschäftigt habe. Obwohl ich zur Einsamkeit in Krankenhäusern eine andere Meinung habe. Und sicher wird sich mancher Leser auch fragen: Gibt es heutzutage „diese Einsamkeit“ überhaupt noch? Kann sich doch in Windeseile jeder mit jedem im Internet vernetzen, um hemmungslos den „größten Müll“ zu verbreiten. Ich meine, dass durch die Möglichkeiten der allgegenwärtigen Vernetzung in dieser digitalen Epoche die Menschen sich nicht näher kommen, sondern die Einsamkeit größer wird. Man kann geteilter Meinung darüber sein, aber wie schon meine Oma sagte: Es hat alles seine zwei Seiten. In diesem Sinne muss ich sagen, dass mir das Buch gut gefallen hat, mir wieder Anstöße zum Nachdenken bescherte, aber jetzt ist es auch wieder gut zum Thema Einsamkeit! Am ENDE – Nachtrag: der letzte Satz gefällt mir ausgesprochen gut: „… Damit nun aber seine Mozart liebende Katze nicht den ganzen Tag alleine ist, hat er sich eine zweite angeschafft.“

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Inhalt Einsamkeit, Alleinsein, Langeweile, zu sich selbst finden… 1001 Begriffe ranken sich um das Thema, das hier aufgegriffen und von verschiedenen Seiten beleuchtet wird. Das Buch ist in 24 Kapitel gegliedert, die sich bemühen, jeweils einen Aspekt des Themas herauszugreifen, doch bleibt trotz allem eine gewisse Wirre zurück, die möglicherweise die tatsächliche Unschärfe des Begriffs Einsamkeit wiederspiegelt. Immer wieder stehen die eigenen Eindrücke und Befindlichkeiten des Autors im Mittelpunkt, die gegen erfragte Meinungen von Freunden, Bekannten oder anderen wissenden Personen gestellt werden. So bleibt am Ende doch die Frage, wie viel Allgemeines über Einsamkeit hier zu lesen ist, oder ob es eine Auseinandersetzung mit der eigenen, ganz persönlichen Einsamkeit des Autors ist. Dies ist wohl aber das letztendliche Fazit, das das Buch nahelegt: Jeder hat, lebt und erlebt seine Einsamkeit auf seine/ihre jeweils ganz individuelle Art und Weise. Subjektive Eindrücke In einem ersten Ansatz bin ich mit der „Sachbuchbrille“ an das Lesen des Buches herangegangen. Dafür war es mir dann einfach zu diffus und unstrukturiert, dem auch die Gliederung in die 24 Kapitel nicht abhelfen konnte. Nach einer Weile wechselte ich also die Brille und setze die für individuelle Lebensgeschichten auf. Und siehe da, das Diffuse wandelte sich in den Ausdruck des Persönlichen und war in seiner Unstrukturiertheit plötzlich zu verstehen. Mit einigen Aspekten konnte ich nach wie vor nichts anfangen, andere erfassten mich direkt. Aber das ist wohl bei persönlichen Geschichten relativ normal. Und so sagt dann das, was man aus dem Buch mitnimmt, eher etwas über den/die Leser/in aus als über den Autor. Dass das Buch aber überhaupt anregt, macht es zu einem grundsätzlichen guten Buch. Fazit Einsamkeit wird in unserer Gesellschaft wenig thematisiert. Gut, dass es hiermit jemand getan hat. Man erfährt aus den Augenwinkeln des Autors die vielen Facetten der Einsamkeit und kann sich dann sicherlich sein individuelles Bild der eigenen Einsamkeit zeichnen. Das kann recht aufschlussreich sein. Ich danke dem Verlag sehr herzlich für dieses zum Entdecken der eigenen Einsamkeit anregende Rezensionsexemplar.

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