Leserstimmen zu
Midnight Girl - Das Lied des Feuervogels

Melissa Grey

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MEINUNG Die Grundidee der Geschichte - eine Welt voller Avicen, Drakharin und der Krieg zwischen den beiden im Untergrund - ist wundervoll. Vor allem um die Avicen herum habe ich noch nichts Ähnliches gelesen. Avicen sehen sehr menschlich aus, haben aber Federn. Das ist übrigens gleichzeitig mein einziger Kritikpunkt. Diese Wesen, die irgendwie Federn und auch Haut haben, konnte ich mir überhaupt nicht bildlich vorstellen. Also wenn dann Federn auch an den Fingern sind, und dann gesprenkelte auf dem Kopf ... Dieses Bild habe ich nicht in den Kopf gekriegt. Wie gesagt ist das wirklich meine alleinige Kritik an der Story. Ich bin sofort in die Geschichte reingekommen, der Epilog ist kurz und knackig. Diese Welt von Echo lernte ich schnell kennen, hatte ihre Abläufe und ihr bisheriges Leben vor Augen. Schnell wird es auch spannend und die eigentliche Handlung beginnt sich zu entfalten. Der Schreibstil ist wirklich super. Es gibt öfters Perspektivenwechsel zwischen den Hauptfiguren, sodass man allen Charakteren viel näher war. Geschrieben ist die Geschichte immer in 3. Person, was wirklich nicht störte. Ich bin geradezu durchs Buch geflogen! Samstag begonnen, Sonntag beendet. Meiner Meinung nach ein Pageturner. Es gibt viele Actionszenen, auch überraschende Brutalität, welche die Geschichte ernster machte. Die Fantasie-Elemente kommen auch nicht zu kurz, die originelle Idee der Avicen und Drakharin ist einfach toll. Auch Gefühle und Freundschaft kommen nicht zu kurz; dabei besonders toll: Echos beste Freundin Ivy hat auch noch ein eigenes Leben, auch ab und an andere Ansichten. Sie ist nicht nur Echos willenlose Rückenstärkung. Die Charaktere an sich waren mir sehr sympathisch und auch authentisch. Vor allem die Story rund um Dorian & Jasper finde ich sehr interessant, da es so nochmal einen anderen Aspekt in den Beziehungsgefügen gibt. Ich fand auch schön zu sehen, wie sich natürliche Feinde zusammentun, um Frieden zu bringen. Zwar kostet es einige Überwindung, aber andernfalls wäre es ja wieder zu "einfach" gemacht. Der Showdown sowie das Ende haben mir äußerst gut gefallen. Es wurde nochmal richtig spannend, das Ende offen gehalten ohne ein Cliffhanger zu sein. Ich habe richtig Lust auf diese Trilogie und hoffe schnellstmöglich weiter lesen zu können! FAZIT Ein faszinierender und mitreißender Urban Fantasy Auftakt! Tolle Charaktere, spannende Story sowie eine neue Idee wurden hervorragend umgesetzt. Einzige Kritik: Die Avicen-Erscheinung wollte mir nicht so recht in den Kopf. - 4,5 von 5 Feenfaltern -

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Zitate: "Manchmal" sagte die Ala, "wenn ich traurig bin, bin ich gern hier bei all den Büchern. Sie helfen einem, die eigenen Probleme zu vergessen. (Seite 8) Du. Bist. Mein. Freund. Wo du hingehst, gehe auch ich hin. (Seite 185) Inhalt: Unter den Straßen von Manhatthan lebt im Verborgenen das magische Volk der Avicen. Die 17-jährige Echo ist der einzige Mensch, der Zugang zu ihrem Reich hat und somit von deren Existenz weiß. Die Ala, eine Avicin hat Echo als Kind bei sich aufgenommen und großgezogen. Echo selbst lebt inzwischen wieder in „ihrer“ Bibliothek geht bei den Avicen aber immer noch ein und aus. Sie nutz deren Magie und Portale um in in fremde Länder und Städte zu reisen. Echo erledigt diverse Botengänge und ist auch immer wieder als Meisterdiebin für das Volk unterwegs. Eines Tages erhält Echo den Auftrag den legendären Feuervogel zu finden. Sie folgt einer ersten Spur nach Japan, trifft dort allerdings auf einen Drakhari, den Erzfeind der Avicen. Echo setzt alles daran, den Feuervogel vor den Drakharis zu finden, um dem jahrhundertelangen Blutvergießen endlich ein Ende zu setzen. Doch schon bald wird ihr bewusst, dass sie auf die Hilfe eines ganz speziellen Drakhari angewiesen ist. Nur gemeinsam können die Beiden das beinah Unmögliche schaffen! Meinung: Ich war sofort angetan von der Welt, die Melissa Grey in ihrem Debütroman "Midnight Girl" erschaffen hat. Die Avicen sehen auf den ersten Blick fast menschlich aus, doch anstelle von Haaren wachsen ihnen Federn in den unterschiedlichsten Farben. Und auch die Augen würden sie als andersartige Wesen entlarven. Die Drakhari hingegen haben drachenartige Schuppen, aber auch ihnen ist es möglich, sich unter bestimmten Vorkehrungen unerkannt in der Menschenwelt aufzuhalten. Ich mag es unglaublich gerne, wenn eine Autorin/ein Autor seine eigenen Wesen zum Leben erweckt, die es so bisher in keinem anderen Buch, in keiner anderen Geschichte gegeben hat. Besonders interessant wird es, wenn ein ganz normaler Mensch mit eben diesen Wesen in Kontakt kommt, mit ihnen aufwächst und die Magie mit allem was dazugehört, als vollkommen normal und alltäglich empfindet. Die Suche nach dem Feuervogel bietet von Anfang an viel Spannung, da man als Leser natürlich unbedingt wissen möchte, was sich hinter diesem mysteriösen Vogel verbirgt, wie er aussieht und wie es möglich ist, dass ausgerechnet dieser einen jahrhundertealten Krieg beenden soll. Echo war mir von Anfang an unglaublich sympathisch. Sie behauptet sich in der magischen Welt einfach fantastisch, sieht diese zu einem großen Teil als die ihre an, und geht mit der ihr zur Verfügung stehenden Macht vollkommen selbstverständlich um. Auch die Ala, Echos gütige Ziehmutter, sowie Ivy ihre beste Freundin mochte ich extrem gerne. Umso mehr hat es mich gefreut, dass Ivy Echo auf ihrem Weg begleitet und selten von ihrer Seite weicht. Auch der Drakhari Caius hat sich schnell in mein Herz geschlichen, er ist wie ein Fels in der Brandung, mausert sich vom Feind zu Echos stärkstem Verbündeten und Geliebten. Auch wenn vorhersehbar war, dass die beiden letztendlich auch Gefühle füreinander hegen würden, hat mir das, wie auch ihr Kennenlernen und Verlieben extrem gut gefallen. Auch die restlichen Beteiligten bzw. Freunde, der Avice Jasper, sowie der Drakhari Dorian, sind alles andere als blasse Figuren. Ganz im Gegenteil, diese nehmen genau den richtigen Platz in der Geschichte ein, sie sind untrennbar mit ihr verbunden. Freundschaft hat in "Midnight Girl" einen sehr hohen, wertvollen Stellenwert, was ich unglaublich schön finde. Ich konnte mich kaum von den Seiten lösen und freute mich jedes Mal aufs Neue, in Echos Leben einzutauchen. Die Geschichte wird zu keiner Zeit langweilig, sie ist plausibel aufgebaut, beschert Überraschungsmomente, ist geheimnisvoll und mystisch. Sie bietet für mich alles, was das Fantasyleserherz sich wünscht. Ich hoffe, dass sich Melissa Grey nicht allzu lange Zeit lässt mit ihrer Fortsetzung, da längst nicht alle Fragen geklärt sind, und ich daher ungeheuer neugierig darauf bin, wie es weiter geht. Fazit: Melissa Grey konnte mich mit ihrem Debütroman "Midnight Girl" absolut überzeugen. Ein fantastisches Setting, tolle Charaktere, eine wundervolle Idee und eine schön erzählte Geschichte, bieten jedem Fantasyfan großartige Lesestunden.

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Erzählt wird hier die Geschichte eines jahrhundertealten Krieges zwischen den Avicen, magiebegabte Wesen die unter den Straßen von New York leben und am Kopf, sowie Handrücken Federn haben – und den Drakhari, ebenfalls magische Wesen die durch ihre Schuppen an den Wangenknochen etwas von einem Drachen haben. Mittendrin befindet sich ein gewöhnliches, menschliches Mädchen, das der Schlüssel für eine Veränderung sein kann. Die Erzählweise ist angenehm und die Perspektive wechselt immer wieder zwischen mehreren Charakteren, wodurch man einen Einblick von vielen Sichten hat. Aber am häufigsten von Echo, die jenes Menschenmädchen ist, das alles verändern kann. Eigentlich wird sie nur ausgeschickt, um eine alte Frau nach dem Feuervogel zu befragen, bekommt dabei aber ein Amulett ausgehändigt, muss vor den Feinden flüchten, mit denen sie später zusammen arbeiten muss und geht auf eine spannende Schnitzeljagd rund um magische Gegenstände. Es tut sich also gleich von Anfang an relativ viel. ^^ Generell hat mir der Anfang daher wirklich genial gut gefallen und ich dachte schon – yeah, das wird dein 5-Punkte-Buch. Der Schreibstil war nämlich wirklich gut und Echo mit ihrer großspurigen, witzigen Art wari mir außerdem sofort sympathisch. Nur erinnerte es bei einigen Details sofort an Laini Taylor und ihre Zwischen den Welten Reihe. Es gab Portal, durch die man rasch woanders hin gelangen konnte, es gibt zwei verfeindete Völker, ohne dass man weiß, warum sie sich bekriegen und mittendrin steht ein scheinbar normales Mädchen. Zwar haben mich diese Ähnlichkeiten nicht so sehr gestört zu Beginn, aber man hat es dennoch bemerkt. Dafür ist es aber im weiteren Verlauf in eine ganz andere Richtung gegangen und ich war neugierig, was Echo auf ihrer Suche nach dem Feuervogel noch so alles entdecken wird. Außerdem fand ich es interessant, wie sie sich Caius angenähert hat und bald wollte ich die beiden als Paar sehen. Oh ja, ich alte Romantikerin – was soll ich sagen, ist eben so. ^^ Auch die weiteren Charaktere waren stimmig und passten in die Geschichte hinein. Bis zu dreiviertel des Buches war es daher auf einen 5-Punkte weg, doch dann passierte genau DAS, was ich fast von Anfang an geahnt, aber gehofft hatte, dass es nicht so kommt – aber genau so passiert es leider. :( Diese Wendung war nicht nur wenig überraschend, es hat leider auch den ganzen Spaß am Buch genommen und der Beziehung einen falschen Beigeschmack gegeben, was ich äußerst schade fand. Es ist wirklich erschreckend, wie sehr ein für mich schlechteres Ende, leider die ganze Freude über das gesamte Buch dämpfen kann. Aber statt 5, kann ich wegen angeführter Punkte nur noch 3,5 geben. Dennoch werde ich dem zweiten Teil noch eine Chance geben und hoffe, dass es darin wieder bergauf geht. *Daumen drück*

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Meine Meinung: Bevor ich dieses Buch gelesen habe, wusste ich bereits, dass es viele Parallelen zu Daughter of Smoke and Bone geben würde. In allen Rezensionen, heißt es so, aber da Ähnlichkeiten mich nicht abschrecken und eine gute Idee selten allein kommt, habe ich ohne irgendwelche Bedenken nach dem Buch gegriffen (okay, ein paar Bedenken hatte ich). Die Geschichte wird aus der persönlichen Perspektive erzählt, die Protagonistin ist eine junge Frau, die nicht auf den Mund gefallen ist. Sie kann sich durchsetzen, ist nicht perfekt und unterhält den Leser. Wie Karou auch (die Protagonistin aus dem erwähnten Buch), wird sie von nicht-menschlichen Wesen aufgezogen. Da dieses Buch Urban Fantasy zugeordnet werden kann, ist das Setting zum Teil unsere Welt. Die andere Seite der Welt ist viel aufregender, daher fand ich es schade, dass nicht genug Zeit in der anderen Welt verbracht wurde. Aber da dies der erste Band einer Trilogie ist, lasse ich das durchgehen. Genauso lasse ich es durchgehen, dass die sozialen Strukturen der anderen Gesellschaft noch nicht besonders klar sind. Bis fast zum Schluss habe ich das Buch ziemlich genossen. Melissa Grey hat eine interessante Welt mit unterhaltsamen Charakteren erschaffen, der Plot war spannend, aber dann nahm alles eine ziemliche Wendung an …, diese Wendung hat mir das Buch ziemlich vermiest. Das Buch wurde plötzlich zu Daughter of Smoke and Bone oder hat es zumindest versucht. Die Hauptwendung, die DoSaB bestimmt, wird hier als bequemer, erklärender Ausweg genutzt. Obwohl ich mir vorstellen kann, dass die Autorin es nicht "böse" gemeint hat, war der Spaß für mich vorbei. Bewertung: Zusammengefasst sind die kleinen Ähnlichkeiten okay, in einem vetretbaren Maß, aber mit der ganz großen Hauptähnlichkeit, komme ich nicht klar. Zum einen, weil man als Urban Fantasy Leser/Autor sicherlich schon von Daughter of Smoke and Bone gehört hat. Zum anderen auch, weil die Lösung, wie die Autorin sie genutzt hat, mir zu faul war. Die Lösung verhöhnt den Leser nach dem Motto "Ha, ha. Reingelegt!" und das nicht auf die gute Art und Weise. Etwas verbitterte ♥♥♥,♥ Herzchen.

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Uff... "Midnight Girl: Das Lied des Feuervogels" von Melissa Grey ist eins dieser Bücher, die mich wirklich zwiegespalten zurücklassen, weil die Geschichte zwar definitiv nicht schlecht war, aber a) nichts neues ist, b) weniger gut geschrieben war als vergleichbare Bücher und c) keine besonders überzeugenden Charaktere hatte - zumindest wenn man es mit all der anderen YA Urban Fantasy vergleicht, die ich schon gelesen habe. Okay, fangen wir vorne an: Es ist nichts neues. Aber was ist das schon? Wenn man eine gewisse Anzahl an YA-UF-Romanen oder generell Romanen eines Genres gelesen hat, dann fragt man sich irgendwann unweigerlich, ob man überhaupt noch eine innovative Geschichte finden kann oder schon alles kennt. So hat mich dieser Roman gerade zu Beginn doch sehr an Laini Taylors "Daughter of Smoke and Bone"-Romane erinnert, aber, und damit kommen wir zu Punkt b, ich fand Melissa Greys Roman bei weitem nicht so gut geschrieben. Das soll nicht heißen, dass das Buch schlecht geschrieben ist, Laini Taylors Romane setzten einfach einen wahnsinnig hohen Maßstab und da kann "Midnight Girl" in meinen Augen nicht mithalten, weil ich halt auch einfach nicht umhinkam ständig beide Geschichten zu vergleichen - wenn sich so etwas erstmal in meinem Kopf festgesetzt hat, kann ich mich nur sehr, sehr schwer davon lösen. An sich ist dieser Roman also nicht schlecht geschrieben, aber der Schreibstil ist eben auch nichts allzu außergewöhnliches und auch die Atmosphäre konnte mich, trotz diverser sehr gelungener szenischer Beschreibungen, nicht so ganz überzeugen, was aber vor allem an einem lag: Die Charaktere! Ich weiß ja nicht... Fangen wir mit der Protagonistin an: Echo, ein 17jähriges Menschenmärchen, das bei den Avicen, Vogelmenschen, aufgewachsen ist und sich zur talentierten Diebin gemausert hat. Mit ihr konnte ich einfach nichts anfangen, sie ist ein wandelndes Hormon- und Gefühlschaos - Dreiecksgeschichte ahoi! - und irgendwie so unglaublich naiv und gleichzeitig so wahnsinnig von sich eingenommen, das ich nicht nachvollziehen kann, wie man sie sympathisch finden kann. Dazu kommt die Art, wie sie redet, ich weiß nicht, ob das im Original bissiger und witziger wirkt, aber in der Übersetzung wirkte vieles von dem, was Echo da so von sich gibt, auf mich hauptsächlich kindisch und versucht cool und umgangssprachlich und das passt überhaupt nicht in die Geschichte und nimmt ihr daher viel von ihrer phantastischen Atmosphäre. Weiter geht es mit dem Avicen Rowan, Echos Freund, der eigentlich 99% der Handlung abwesend ist. Sympathien für ihn? Null. Ganz ähnlich ging es mir mit Ivy, Echos Avicen Freundin, Heilerin in der Ausbildung und im Gegensatz zu Rowan während 99% der Handlung theoretisch anwesend aber dabei so unglaublich blass und uninteressant, dass auch meine Sympathien für sie gegen null tendieren. Ganz anders der Avicen Jasper, ein eitler und stolzer Pfau, der mir trotz der Maske der Überheblichkeit und Gleichgültigkeit, die er allen und allem gegenüber aufsetzt, mit Abstand am sympathischsten war, einfach weil ich auch das Gefühl hatte, dass er deutlich stärker entwickelt und sehr viel vielschichtiger ist als die anderen beiden Avicen. Und dann sind da natürlich noch die beiden Drakhari, Caius und Dorian. Caius, der zweite Protagonist und Grund für Echos Gefühlschaos, wirkte stellenweise einfach nur dumm. Da half auch die eigentlich ziemlich gut entwickelte Beziehung zwischen ihm und Echo nicht weiter, denn obwohl es dicke, fette Pluspunkte für glaubhafte Romantik statt Instantliebe gibt, da ich mit keinem von beiden etwas anfangen konnte, konnte mich auch ihre wachsende Beziehung nicht begeistern. Ganz anders bei Dorian, ehemals Hauptmann von Caius Leibwache und loyal bis in den Tod, nicht zuletzt weil er Gefühle für den anderen Drakhari hegt. Genau wie Jasper wirkte er auf mich deutlich überzeugender als die restlichen Nebencharaktere und weniger nervig als die Hauptfiguren - und ich bin ein großer Fan der Liebesgeschichte, in die er verwickelt ist :D Alles in allem ist Melissa Greys "Midnight Girl: Das Lied des Feuervogels" ein unterhaltsamer Urban Fantasy Roman, der mich zwar - vor allem auf Grund der Charaktere - nicht zu 100% überzeugen konnte, mir aber trotzdem gut gefallen hat und mich neugierig auf den nächsten Band macht. Wobei ich zugeben muss, das liegt tatsächlich zu großen Teilen an der zweiten Liebesgeschichte in diesem Roman, die mich sehr viel mehr überzeugen konnte als die der beiden Protagonisten. Aber noch habe ich vor allem für Echo definitiv Hoffnung und wer weiß, vielleicht komme ich im nächsten Band ja wirklich besser mit ihr klar.

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Unter den Straßen von Manhattan existiert eine geheime Welt, zu der noch nie ein Mensch durchgedrungen ist. Mit einer Ausnahme: Die 17-jährige Echo, eine Ausreißerin, lebt beim magischen Volk der Avicen. Sie hält sich durch Taschendiebstahl und nicht immer legale Botengänge über Wasser, wobei ihr die magischen Portale der Avicen in alle Welt sehr gelegen kommen. Als ein uralter Zwist der magischen Völker ihre Existenz bedroht, macht sich Echo auf die Suche nach dem legendären Feuervogel, denn der Legende nach kann allein er die Fehde beenden. Doch auch im verfeindeten Volk der Drakhari gibt es jemanden, der an den Feuervogel glaubt und nach ihm sucht. Schon bald steht Echo ihm gegenüber: Caius mit den unglaublich grünen Augen, der offenbar von seinem eigenen Volk gejagt wird. Sie ahnt nicht, wer er in Wirklichkeit ist … "Das Lied des Feuervogels" ist der erste Band der "Midnight Girl"-Trilogie von Melissa Grey. Schon auf den ersten Seiten dieses Debüt begegnet dem Leser ein eigentümlicher Charme, der voller Magie und Fantasie in den Bann zu schlagen weiß. Man ist direkt gebannt von diesem Weltenentwurf, der eine ganz besondere Atmosphäre erzeugt. Sofort ist man als Leser Feuer und Flamme und liest begierig weiter. Dort offenbaren sich immer weitere wundersame Aspekte, die viel Kreativität und Fantasie beweisen, die zu einer tollen Geschichte verknüpft wurden. Melissa Grey überzeugt mit einer wunderbaren Erzählkunst, die nicht jedem Autor zu eigen ist. Sie erschafft wundersame Geschöpfe und eine interessante Welt, die noch so viel mehr für uns Leser bereithält. Schon auf den ersten Seiten setzt Kopfkino ein, das, gepaart mit dieser besonderen Atmosphäre, ein fesselndes Abenteuer darstellt. Dieses ist herrlich spannend und weiß zu jeder Zeit zu fesseln. Verschiedene Settings schaffen Tempo und lassen die 410 Seiten wie im Fluge vergehen. Dabei sind die Spannungsmomente toll verpackt und wohldosiert eingesetzt. An den richtigen Stellen schüren sie die Neugier auf den weiteren Verlauf, während sie Zwischendrin eine unterschwellige Gefahr suggerieren. Zähe Passagen finden sich zu keiner Zeit, da die Autorin ihrer Handlung konsequent folgt und diese jederzeit toll umzusetzen weiß. Der Schluss besticht durch einen packenden Showdown, der diesen ersten Band zu einem gelungenen Abschluss bringt. Dabei kommt dieser gänzlich ohne Cliffhanger aus und schürt durch seine Andeutungen die Neugier auf den nächsten Band. Ich bin sehr gespannt, was uns dort erwarten wird und ob die Autorin ihr Level halten, wenn nicht gar noch übertrumpfen kann. Fazit: Phantastischer Auftakt voller Magie und einer tollen Atmosphäre. Frische Ideen gepaart mit einer spannenden Geschichte schaffen Lesegenuss pur.

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Rezension – Midnight Girl, Band 1 – Melissa Grey – 416 Seiten – Cbj Verlag Vielen Dank an den Cbj Verlag für das Rezensionsexemplar! Mehr zum Buch findet ihr hier: http://www.randomhouse.de/Paperback/Midnight-Girl-Das-Lied-des-Feuervogels/Melissa-Grey/e467879.rhd Der Inhalt: Unter den Straßen von Manhattan lauert eine ungeahnte Welt ... Unter den Straßen von Manhattan existiert eine geheime Welt, zu der noch nie ein Mensch durchgedrungen ist. Mit einer Ausnahme: Die 17-jährige Echo, eine Ausreißerin, lebt beim magischen Volk der Avicen. Sie hält sich durch Taschendiebstahl und nicht immer legale Botengänge über Wasser, wobei ihr die magischen Portale der Avicen in alle Welt sehr gelegen kommen. Als ein uralter Zwist der magischen Völker ihre Existenz bedroht, macht sich Echo auf die Suche nach dem legendären Feuervogel, denn der Legende nach kann allein er die Fehde beenden. Doch auch im verfeindeten Volk der Drakhari gibt es jemanden, der an den Feuervogel glaubt und nach ihm sucht. Schon bald steht Echo ihm gegenüber: Caius mit den unglaublich grünen Augen, der offenbar von seinem eigenen Volk gejagt wird. Sie ahnt nicht, wer er in Wirklichkeit ist … Das Cover: Das Cover finde ich einfach total faszinierend. Es ist schlicht, aber dennoch einprägsam. Und es passt perfekt zur Geschichte. Man sieht eine Feder, die in Orange gehalten ist und an Feuer erinnert, was für mich natürlich eine Verbindung zum Feuervogel herstellt. Der Hintergrund ist schwarz, was einen hervorragenden Kontrast zur Deder herstellt. Jetzt, da ich mit dem Buch fertig bin, kann ich auch eine Verbindung zu den Farben herstellen. Ich weiß nicht, ob es Absicht vom Verlag ist, aber ich denke da besonders ans Ende. Und an die verschiedenen Farben des Feuers. Für mich ein perfektes Cover! Der Schreibstil: Der Schreibstil von Melissa Grey ist einfach magisch. Von der ersten Zeile an hat sie mich in die Geschichte entführt und so schnell nicht mehr gehen lassen. Ich hatte das Buch in zwei Tagen durch und das ist wohl vor allem dem tollen Schreibstil zu verdanken. Ich liebe es, wenn Autoren auch einen gewissen Witz in ihre Geschichte einbauen, und Melissa Grey wirft hier oft mit Sarkasmus um sich. Das ist genau mein Geschmack! Meine Meinung: Avicen … Avi-was? Ja, Avicen kannte ich tatsächlich noch nicht. Ich wusste nicht, was ich mir darunter vorstellen soll. Aber Melissa Grey hat eine so tolle Art ihre Charaktere zu beschreiben, dass ich mir dieses Volk sehr gut vorstellen konnte. Sie sind vogelähnlich und haben Federn statt Haare. Und dabei sieht jeder Avice anders aus. Von Eulen, über Falken und Tauben, bis hin zu einem Pfau ist einfach alles dabei und ich fand es großartig! Auch die Drakhari fand ich faszinierend, die Drachen ähneln. Mit denen haben sie aber nicht mehr allzu viel gemeinsam, außer ein paar Schuppen auf den Wangenknochen (und manche können auch mit Feuer um sich werfen). Dabei spielt auch eine Art Magie eine große Rolle. In Form von schwarzem Staub können nämlich Tore geöffnet werden, die in eine Zwischenwelt führen, durch die man dann wie bei einem Portal von einem Punkt zum anderen reisen kann. Das ist an sich nichts Neues, hat mich aber trotzdem beeindruckt. Und das wird wieder so schön beschrieben, dass man als Leser selbst glaubt durch das „Dazwischen“ zu reisen. Beide Völker verbindet eine Vorgeschichte, die in einen Krieg geführt hat, der seit langer Zeit andauert und schon einige Opfer gefordert hat. Natürlich gibt es auch hier die üblichen Einstellungen dazu: die einen wollen, dass der Krieg weitergeht; die anderen, dass er endlich endet und Frieden herrscht. Und mittendrin befindet sich Echo, ein siebzehnjähriges Menschenmädchen. Sie hat sich auf der Straße durchschlagen müssen und wurde dann von der Ala, einer Avicin, in einer Bibliothek gefunden. Sie nahm sie auf und seitdem wuchs Echo bei den Avicen auf. Aber das bedeutet nicht, dass alle sie als Teil ihres Volkes sehen, was sie natürlich sehr belastet. Trotzdem hat sie viele Freunde, die ihr nahestehen. Besonders ihre beste Freundin Ivy, die mir gleich sympathisch war, und Rowan, mit dem sie erst seit ein paar Wochen zusammen ist. Echo findet eine Spieluhr und bringt damit die Suche nach einem Mythos ins Rollen. Der Feuervogel soll nämlich den Krieg zwischen den Völkern beenden. Auf der Suche nach dem Feuervogel begegnet Echo Caius, einem Drakhari. Als Leser weiß man auf vorangegangenen Kapiteln, dass er der Drachenprinz ist, aber das behält er gegenüber Echo für sich. Echo hat sich sofort in mein Herz geschlichen. Sie ist klug, liebenswert, aber auch unheimlich taff, was an den Umständen ihrer Kindheit liegt. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund, was ich ja sowieso sehr mag, und ist manchmal echt richtig frech. Sie sagt, was sie denkt und das macht sogar bei Caius Eindruck. Auch Caius habe ich sofort gemocht. Er ist nicht der typische Prinz, den man vielleicht erwarten würde, denn auch er hat eine traurige Vorgeschichte. Seine Geliebte ist vor langer Zeit in einem Feuer umgekommen und diesen Verlust hat er noch nicht verkraftet. Manchmal wirkt er ein wenig verschlossen, aber er ist dennoch sympathisch, und mit der Zeit taut er auch auf. Auch die restlichen Charaktere haben mir sehr gut gefallen und die Liebesgeschichten, die Melissa Grey in ihre Story eingebunden hat, waren für mich glaubhaft und einfach schön zu lesen. Da verliebt sich niemand Hals über Kopf, sondern die Gefühle schleichen sich langsam und mit jedem Gespräch deutlicher in die Herzen der Charaktere (und des Lesers). Anfängliches Misstrauen wird wunderschön (und begründet) abgelegt und die Gruppe wächst sichtlich zusammen. Die Handlungen der Figuren waren für mich stets nachvollziehbar. Der Storyverlauf war für mich spannend, auch wenn ich schon am Anfang so eine Ahnung hatte. Trotzdem habe ich an jeder Seite wie eine Süchtige gehangen und das Buch verschlungen. Das liegt vor allem an den starken Figuren und an dem traumhaften Setting, das den Leser auf eine rasante Schnitzeljagd durch viele tolle Städte mitnimmt. Zu keiner Zeit kam Langeweile auf und es gab für mich auch keine Passagen, die sich irgendwie in die Länge zogen (was nach meinem letzten Buch auf jeden Fall sehr erfrischend war). Das Ende fand ich auch spitze. Es gibt keinen fiesen Cliffhanger, aber trotzdem bleiben viele Fragen offen, die im nächsten Band sicher beantwortet werden. Mein Leserherz ist auf jeden Fall zufrieden mit dem Ende. Fazit: Ich bin begeistert! Dieser Roman ist fantastisch, spannend und vielversprechend. Ich sehne dem Erscheinen von Band 2 entgegen und vergebe überzeugende 5 / 5 Leseeulen! Definitiv mein Monatshighlight im November!

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Die Tiefe fehlte

Von: AnnA

09.11.2015

Meinung Die Suche um den mythenbehafteten Feuervogel, der einzig und allein den Krieg beenden kann; darum geht es in Melissa Greys Jugendbuch-Debütroman, der mich allerdings nicht wirklich von sich überzeugen konnte. Optisch ist das Buch auf jeden Fall ein Eye-Catcher und sieht einfach wunderschön aus und außerdem stellt die Feder einen guten Bezug zum Inhalt her. Allerdings fällt schon der Einstieg relativ schwer, da ich mich mit dem Schreibstil der Autorin gar nicht zurecht gefunden hab. Es hat dieses flüssige gefehlt, wodurch man beim lesen relativ ins stocken gerät. Man kann den Schreibstil der Autorin auch als sehr detailliert beschreiben. Dadurch erfährt man viele theoretische Grundlagen und Hintergrundinformationen über die Geschichte oder die Charaktere. Eigentlich an sich nicht schlecht, doch leider schafft es sie Autorin dann nicht diese oberflächliche Ebene zu verlassen. Dies fällt vor allem auf wenn es um die Charaktere geht. Man erfährt viel über die Personen selbst und ihre Geschichte, aber weniger über ihr Innenleben und ihre Gefühle und so entstehen auch Charaktere die nicht sehr tiefgreifend sind. Die ständigen Perspektivenwechsel führen dann auch dazu, dass man immer nur kurze Einblicke in die Personen bekommt was das kennenlernen dieser nicht gerade fördert. Dadurch das man als Leser schwer einen Bindung zu den Protagonisten aufbaut ist es auch nicht so, dass einen die Schicksal dieser Menschen großartig berühren und mitfühlen lassen. Durch die Gerade genannten Perspektivensprünge kommt die Geschichte auch nur schwer in Fahrt, da ein Handlungsstrang immer wieder unterbrochen wird. Erst wenn die Geschichte schon fortgeschrittener ist und man als Leser weiß wie sich die verschiedenen Handlungsstränge ergänzen, dann erst werden auch die anfänglichen dadurch entstandenen Verwirrungen aufgelöst. Denn die Geschichte an sich ist eigentlich ganz cool. Man kann sie vergleichen mit einer Schnitzeljagd um die halbe Welt. Vor allem war hier interessant mal Ort zu entdecken an denen sonst eher weniger Bücher spielen. Aber auch die Art wie sich die einzelnen Puzzleteile nach und nach zusammenfügen hat mich überzeugen können, weil die Autorin es hier wirklich geschafft hat mit viel Spannung zu erzählen und den Leser nur noch mehr neugierig zu machen. Das Ende allerdings fand ich doch ein bisschen sehr vorhersehbar da man schon im Prolog manche Dinge eindach erahnen kann da das Buch dann doch vielen anderen in seiner finalen Auflösung ähnelt. Doch obwohl man dann schon weiß was passiert war es trotzdem interessant zu erfahren wie es passiert. Insgesamt kann man also sagen, dass ,,Midnight Girl" auf einer tollen Idee basiert die auch spannend und abwechslungsreich umgesetzt wurde. Allerdings liegt die Schwäche bei dem Buch in der Vertiefung und Ausarbeitung der Charaktere. Es waren interessante Ansätze vorhanden, aber da ist definitiv noch Potential nach oben. Doch da hoffe ich nun auf den zweiten Band. Auch hat man als Leser vielleicht manchmal zu viele Informationen bekommen, die man möglicherweise gar nicht alle brauchte. Diese überschüssigen Informationen haben dann an anderer Stelle gefehlt, wo man sich noch etwas mehr wünschte oder erhofft hat. Doch ich hoffe einfach dass sich das in Band 2 etwas auflockert, da man ja jetzt schon alle wichtigen Informationen hat, die man wissen muss und man sich nun mehr auf die Tiefe der Charaktere konzentrieren kann.

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