Leserstimmen zu
Die Schatten von London - In Memoriam

Maureen Johnson

Die Schatten von London-Reihe (2)

(4)
(9)
(4)
(0)
(0)
€ 13,99 [D] inkl. MwSt. | € 14,40 [A] | CHF 20,50* (* empf. VK-Preis)

Zum Inhalt sollte an dieser Stelle geschwiegen werden - wer ihn schon kennt, erfährt nichts Neues und wer ihn nicht kennt, möchte ihn selbst erleben. Nur so viel: Wir befinden uns wieder in London, aber die vergangenen Ereignisse haben die alte Ordnung von Rorys Leben empfindlich gestört. Hier setzen meine philosophischen Überlegungen zu Gewohnheitstieren ein: Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich weiche - Rahmenhandlungen und Protagonisten einmal lieb gewonnen - ungern von altbekannten Mustern ab. Was ich in meinem Leben an Abwechslungs- und Reiselust verspüre, möchte ich in Serien vermeiden. Ich war als Kind enttäuscht, wenn eine neue Drei Fragezeichen-Folge nicht in Rocky Beach spielte, sondern in Europa oder Venezuela... Was für ein Flop! Justus, Peter und Bob gehören auf den Schrottplatz von Titus Jonas und sonst nirgendwo hin. Schon gar nicht nach Übersee - wo kommen wir denn dahin? Oder Gilmore Girls: Erinnert ihr euch an die Folge, in der Rory und Emily in Italien sitzen? WTF? Die besten Folgen sind jawohl die, in den Rory und Lorelai nicht zerstritten, sondern in trauter Zweisamkeit in Stars Hollow herumgurken, so wie es sich gehört und wie man es kennen und lieben gelernt hat. Oder stimmt ihr mir nicht zu? Ich jedenfalls habe - zurück zum Thema - an dem zweiten Band von Maureen Johnsons "Die Schatten von London" eigentlich nichts auszusetzen - außer dass die neuen Umstände, so nachvollziehbar sie auch sein mögen, etwas enttäuschend sind, weil sie, nunja, nicht die alten sind. Ich möchte Jazza und Cheese Whiz und das Zimmer der Mädchen, den alten Speisesaal und die Bibliothek. Ich will Alistair und Stephen und Londoner Gruselgassen. Und obwohl das alles irgendwie da ist, ist es auch wieder anders und kommt deshalb nicht an den ersten Teil heran. Basta. Nichtsdestoweniger sind die Entwicklungen spannend, lesenswert und konsequent zu Ende gedacht. So viel ist sicher: Maureen Johnson fürchtet sich nicht vor Veränderungen und großen Opfern! Aber sie mochte sicher auch "Die drei Fragezeichen und das leere Grab"...

Lesen Sie weiter

Maureen Johnsons "In Memoriam" ist der zweite Teil ihrer "Die Schatten von London" Trilogie. Diese mystische Jugendthriller Trilogie ist mir aufgrund der wunderschönen Cover und der Tatsache, dass die in London und in einem Internat handeln, aufgefallen. Die perfekte Mischung aus Krimi, Drama, Romantik und Internatsgeschichte habe ich bereits im ersten Band der Reihe genossen und geliebt. Maureen Johnson weiß genau, wie sie die perfekte englische Kulisse wirken lassen muss. Der Leser fühlt sich in den englischen Gassen und alten, wunderschönen Gebäuden gleich zu Hause. Und das trotz der Tatsache, dass eben diese Gassen bei Dunkelheit vor mysteriösen Tätigkeiten nur so wimmeln und die ein oder andere Angstschweißattacke nicht aus bleibt. Die grandiose englische Perfektion verkörpert das Internat Wexford, das mysteriöse, alte, wunderschön Bauwerk, besticht mit seinem typischen englischen Charme und ist das perfekte Setting für einen Jugendbuch-Thriller. "In Memoriam" glänzt im Vergleich zum Vorgänger mit mehr Gefühlsdramen. Nachdem die Protagonistin Rory, die furchtbar, traumatischen Erlebnisse der nahen Vergangenheit kaum verarbeitet hat, darf oder besser gesagt muss sie nach Wexford zurück kehren. Natürlich freut sie sich darüber wieder in der Nähe ihrer Freunde sein zu dürfen, allerdings bedeutet das, dass sie auch in der Nähe des Ortes an dem sie die größten Schreckensmomente ihres Lebens verbracht hat, sein muss. Die Freude über die Rückkehr ans Internat und in die Nähe ihrer Freunde von den "Shades", währt nur kurz, denn Rory weiß teilweise nicht in welchem Teil ihres Lebens nicht das totale Chaos herrscht. Ihre schulischen Leistungen sind aufgrund ihrer Abwesenheit und Regenerierung in den Keller gestürzt. Außerdem merkt Rory immer mehr, wie sie sich von ihrem Freund emotional entfernt. Auf der Gefühlsebene herrscht bei Rory absolute Gefühlsachterbahn und viel Drama. Leider bleibt aufgrund des vielen Dramas, die Spannung ein klitzekleines bisschen auf der Strecke. Im Vergleich zum Vorgänger, ist die Spannung nicht so gewaltig und beänstigend, aber dennoch ein wichtiges Element im Gesamtbild des Buches. Bei den super vielen, liebenswerten Charakteren, gefallen mir die drei Mitglieder der "Shades" besonders gut. Mein Herzchen im Sturm erobert hat vorallem der selbst ernannte Anführer der kleinen Gruppe. Stephen ist trotz seiner ruhigen, bestimmenden Art und Weise absolut herzerwärmend und liebenswert. Die Perspektivenwechsel, die der Leser bereits aus dem Vorgänger kennt, bleiben erhalten. Darüber habe ich mich besonders gefreut, denn sie haben eine ganz besondere Gänsehaut-erzeugende Spannung. Dies Perspektive wechselt zum Beispiel von der Protagonistin Rory zum nächsten Mord, sodass wir als Leser Augenzeuge eines weiteren, gruseligen, mysteriösen Mordes werden. Maureen Johnson weiß diese perfekt zu platzieren und zu inszenieren und fesselt den Leser an jede Zeile des Geschehens. Nun zum Ende von "In Memoriam". OH MEIN GOTT. Ich hasse dieses Ende! Es ist kein Cliffhanger, nein, es ist ein Schlag in den Magen. Nach diesem Ende habe ich ehrlich gesagt nicht die größte Lust den Abschlussband der Trilogie zu lesen. Irgendwie hoffe ich ja immer noch auf einen anderen Ausgang, auf eine grandiose Idee, die sich die Autorin einfallen lässt, um die Handlung noch zu verändern, allerdings denke ich fast, dass mein Leserherzchen noch mehr gebrochen wird.

Lesen Sie weiter

Rory hat es geschafft, die Gefahr, die vom Jack the Ripper Geist ausging, ist gebannt. Doch durch das Vernichten des Rippers ist Rory nun zu einem Terminus geworden - durch bloße Berührung kann sie selbst Geister auslöschen. Doch während die Shades, die Geisterjäger-Sondereinheit der Polizei, am liebsten ihre Fähigkeiten nutzen würden, ist Rory selbst noch nicht so ganz davon überzeugt. Nicht nur, dass sie unglücklich ist, vorerst nicht mehr ans Wexford College zurück zu ihren Freunden gehen zu dürfen, mit ihren neuen Fähigkeiten fühlt sie sich auch sichtlich unwohl. Doch als erneut mysteriöse Morde in der Nähe des Internats auftreten und Rory wieder die Geister im Verdacht hat, ist sie die Einzige, die etwas dagegen unternehmen kann.. Nachdem der Reihenauftakt mir so super gut gefallen hat, war ich schon sehr gespannt, wie es nun mit Rory, ihren Freunden im Internat und bei den Shades und all den Geistern weitergeht. Der Schreibstil der Autorin war wieder sehr flüssig, leicht zu lesen und hat für einen guten Einstieg in das Buch gesorgt. Ich mag es sehr gerne, wie sie es schafft, witzige Szenen in der Geschichte unterzubringen und diese trotzdem nicht albern wirken zu lassen . Dadurch macht es einfach Spaß, ihre Bücher zu lesen. Inhaltlich war das Buch im Gegensatz zum ersten Band eher ruhig. Erst gegen Ende hin passierte sehr viel auf einmal, was dafür dann aber umso spannender war und mir richtig gut gefallen hat, da es überhaupt nicht vorhersehbar und richtig gut gemacht war. Trotzdem zog sich der erste Teil des Buches für mich aber etwas zu sehr in die Länge und mir hat hier einfach etwas gefehlt, was im ersten Band noch viel mehr vorhanden war - die ganze düstere Atmosphäre rund um den Ripper. Diese war für mich das Besondere an der Geschichte, leider war davon im zweiten Band aber nur noch wenig übrig. Der erste neue Mord von einem Geist zu Beginn des Buches hatte noch viel davon, war wirklich unheimlich und wieder schön düster passend zur Stimmung. Danach ging diese aber sehr unter und das Hauptaugenmerk schien plötzlich nur noch auf Rorys Gefühlsausbrüchen zu liegen. Natürlich hatte sie im Vorgängerband viel mitgemacht, was sie erst einmal verarbeiten musste. Trotzdem habe ich sie als oft sehr anstrengende Protagonistin empfunden, die selbst nicht so richtig zu wissen scheint, was sie eigentlich möchte, ständig allem und jeden aus dem Weg geht und sich wie ein pubertierender Teenager benimmt. Was gar nicht zu der Rory passte, die man bereits kannte - lustig, aufgeweckt, immer einen frechen Spruch auf Lager. Dadurch ging leider die düstere Hintergrundstimmung in eine eher Depressive-Rory-Stimmung über und auch die Randfiguren, wie zum Beispiel Rorys Freundin Jazza, kamen viel zu kurz, da sie neben Rorys ganzem Hin und Her keinen Platz mehr hatten. Schade, denn somit kam für mich das Buch leider nicht an den wirklich tollen Vorgänger heran. Einige Stellen haben mir aber dennoch sehr gut gefallen. Ganz besonders das Ende, das sehr überraschend und spannend war, konnte mich dann noch einmal richtig von sich überzeugen, sodass ich das Buch trotz dem schwachen Start und der fehlenden Atmosphäre immer noch gut und wirklich lesenswert fand. Zudem macht das Ende unglaublich neugierig auf den dritten Teil, auf den ich mich jetzt umso mehr freue. Und der hoffentlich wieder etwas düsterer ist. ;)

Lesen Sie weiter

Meine Meinung: Da mir das erste Band sehr gut gefallen hat und auch das Ende sehr spannend zu ende ging war ich wirklich sehr auf die Fortsetzung gespannt. Ich habe wirklich Großes erwartet, denn auch der Klappentext klingt sehr vielversprechend. Aber leider fühlte ich mich enttäuscht. Nach dem Ripperangriff kehrt Rory erstmal nach Hause zu ihren Eltern zurück und macht eine Therapie um die Geschehnisse zu verarbeiten. Aber es geht ihr eigentlich gut, sie möchte einfach wieder zurück nach Wexford und damit auch zu den Shades. Und eines Tages, auf den unerwarteten Rat der Therapeutin hin, darf Rory tatsächlich wieder zurück. Doch sie merkt schnell, dass sie so einiges an Schulstoff verpasst hat und ihre Prüfungen nie im Leben bestehen kann. Gleichzeitg gehen auch wieder seltsame Dinge in London vor. Es scheint als wäre in der Nacht, in der Rory schwer verletzt wurde und auch gleichzeitg der vermeintliche Ripper vernichtet wurde, mehr geschehen zu sein... Die Anfangssituation in der Rory wieder bei ihren Eltern zu Hause ist und zur Therapie muss, ist alles andere als vorteilhaft für den Einstieg in die Geschichte. Denn damit fängt es relativ negativ an. Sie soll zu dieser Therapeutin und das Geschehene verarbeiten, kann ihr aber natürlich nicht erzählen was genau passiert ist. Sie vermisst ihre Freunde, verpasst alles in der Schule und will auch von den Shades wissen wie es nun weiter geht. Es ist eine schwere Zeit für sie, was mich als Leser auch ein wenig runtergezogen hat. Die große Spannung die ich so oft beim ersten Band erlebt habe, war nicht aufzufinden. Und das hat mich echt gewundert... Der erste spannende Funke war, als die Therapeutin einen "plötzlichen unerklärbaren Sinneswandel" hatte und den Eltern geraten hat, Rory wieder aufs Internat zu schicken. Da dachte ich, dass es jetzt endlich los geht, aber leider Fehlanzeige. Es hat leider relativ lange gedauert bis etwas interessantes passiert ist... Das erste was mir aufgefallen ist, dass ich Rorys Handlungen nicht immer gutheißen konnte und sie mir dadruch ein wenig unsympathisch geworden ist. Abgesehen davon, dass ihr die Schule plötzlich nicht mehr so wichtig erschien, hat sie sich ständig in gefährliche Situtationen begeben. Und dann auch noch auf eine nervige Art und Weise. Sie schien sich plötzlich nur noch für die Shades zu interessieren und hat nicht nur die Schule sondern auch ihre Freunde links liegen lassen. Das fand ich wirklich nicht gut und war sowas auch nicht von Rory gewohnt. Auch die Sache, dass Rory sich von einer wildfremden Person dazu überreden lassen hat, von zu Hause weg zulaufen fand ich echt unrealistisch. Sie kennt Jane doch gar nicht richtig... Ne, da habe ich mich echt richtig aufgeregt. Und sich dann auch noch das Handy weg nehmen lassen? Spätestens da hätte Rory die Sache kommen vorkommen müssen. Generell hatte ich mir eine ganz andere Entwicklung vorgestellt. Nicht nur, dass ich bis jetzt nicht ganz verstanden habe, wieso diese Sekte von Jane überhaupt existiert und was das ganze demnächst für einen Sinn ergeben soll, fand ich das Ende echt total gemein! Ich hätte mir für dieses Band gewünscht mehr über die Shades und den Hintergrund zu erfahren. Und eigentlich dachte ich auch, dass Rory ebenfalls bei den Shades aufgenommen wird und die vier dann gemeinsam auf Geisterjagd gehen. Wäre echt cool gewesen. Ja wie gesagt, dieses Band hat mich leider nicht so überzeugt wie das erste. Ich wurde kaum noch überrascht, Rory war teilweise echt naiv und nervig und die Geschichte hat sich irgendwie immer in die negative Richtung entwickelt. Und mit dem Ende bin ich auch so gar nicht einverstanden. Mein Fazit: Dieses Band konnte mich leider nicht überzeugen, aber ich freue mich trotzdem auf die Fortsetzung. Meine Bewertung: 3/5 Punkte

Lesen Sie weiter

Inhaltsangabe: Wenn das Grauen in den Straßen von London lauert ... Nachdem Rory den Jack-the-Ripper-Doppelgänger in einem finalen Kampf vernichtet hat, ist sie selbst zu einem menschlichen Terminus geworden. Sie hat nun die zweifelhafte Gabe, Geister durch bloße Berührung eliminieren zu können. Genau das macht sie unendlich wertvoll für die Shades – die Internationale Sondereinheit von Geisterjägern. Denn eine neue Serie von mysterösen Mordfällen versetzt ganz London in Angst und Schrecken. Und diese neuen Fälle sind tatsächlich noch wahnsinniger als die Ripper-Morde. Rory erkennt schnell: Wahnsinnige Zeiten verlangen wahnsinnige Lösungen. Aber wird sie die Shades von ihren Methoden überzeugen können? Eigene Meinung: Band 2 der Reihe um Rory und die Mitarbeiter der "Shades". Das Buch orientiert sich - was die äußere und innere Gestaltung angeht - am ersten Band, so dass die Bücher gut zusammen passen. Band 2 ist dünner als sein Vorgänger und hat 24 Kapitel auf den 384 Seiten. Wieder ist die Geschichte aus Rorys Perspektive geschrieben und auch hier gibt es Zwischenkapitel aus der Sicht von anderen Personen. Einen großen Fall, wie den um den "Ripper" gibt es dieses Mal nicht. Ich hatte eher das Gefühl, dass die Geister in den Hintergrund gerückt sind und Rorys Alltagsprobleme mehr Platz einnehmen. Das hat nicht gerade dazu beigetragen, mir die Protagonistin sympathischer zu machen. Manchmal hätte ich sie gern gepackt und gefragt, was genau sie da eigentlich tut. Die Nebencharaktere verkommen eher zu Randfiguren. Es gibt ein paar kurze Auftritte, aber wirklich wichtig, sind ihre Freunde aus dem Internat nicht mehr. Dafür treten neue Charaktere auf und der Leser fragt sich unwillkürlich, welche Rolle diese übernehmen. Leider sind viele Wendungen vorhersehbar und so kommt nur das Ende sehr überraschend. Damit hätte ich nicht gerechnet und das wird auch der Grund sein, weshalb ich den dritten Band lesen werde. An dem detailierten Schreibstil und den Charakteren hat sich nichts groß getan. Rory scheint nicht wirklich unter der Attacke zu leiden, sie scheint sich für nichts wirklich zu interessieren. Nicht mal für ihren Freund. Zumindest nicht, als sie ihn wiedersieht. Auch Jezza, Jerome und die anderen Schüler bleiben noch immer recht blass. Selbst die Mitarbeiter der Shade haben bei mir keinen großen Eindruck hinterlassen. Bis auf Stephen. Ich habe mich gefragt, weshalb er ständig so ernst und zurückhaltend ist und freute mich immer auf sein Erscheinen. Weshalb ich auch kein Fan vom Ende des Buches bin... Das Buch zu lesen hat - für meine Verhältnisse - recht lange gedauert. Und wären da nicht noch ein paar offene Fragen und der Plot um Stephen, würde ich die Reihe nicht weiter verfolgen. So aber möchte ich natürlich wissen, wie es weitergeht, auch wenn für mich beim Lesen keine richtige Spannung aufgekommen ist. Urteil: Die Fortsetzung von "Die Schatten von London" kann mich leider ebenfalls nicht vom Hocker reißen. Es wiederholen sich genau die Dinge, die ich am ersten Band nicht besonders mochte. Dennoch möchte ich wissen, was es mit Jane auf sich hat, wie es mit Stephen weitergeht und auf welche Geister die Shades noch treffen werden.

Lesen Sie weiter

Nachdem mir der erste Teil der Schatten von London-Reihe schon so gut gefallen hat, musste natürlich auch der zweite Band hier einziehen. Übrigens meine Rezension zum 1. Teil gibt's hier. Das Cover ist im selben Stil gehalten wie der erste Teil und gefällt mir einen Tick besser. Das Buch startet inhaltlich ein paar Wochen nach dem Ende von Band 1 und erzählt, wie es Rory nach ihrem Zusammenstoß mit dem Ripper nun ergeht. Ihre Eltern haben sie natürlich aus dem Internat geholt, die Shades haben alle Zelte abgebrochen und keinen Kontakt mehr zu ihr. Zu allem Überfluss muss Rory nun auch noch eine Psychiaterin besuchen. Der kann sie aber natürlich nicht erzählen, dass sie Geister sieht und so tischt sie der guten Damen alles Mögliche auf, nur um nicht über die Wahrheit sprechen zu müssen. Rorys Wunsch ist es, einfach weiter zu machen und den Ripper hinter sich zu lassen - und dazu gehört auch zurück ans Internat zu gehen. Das darf sie dann - überraschenderweise - auch. Dort angekommen versucht sie sich wieder in den Schulalltag zu integrieren und die Wissenslücken aufzufüllen, denn bald stehen ihre Prüfungen an. Es kommt aber natürlich alles ganz anders als sie denkt, denn Stephen steht vor der Tür und sie muss sich als menschlicher Terminus beweisen. Zusätzlich geschehen erneut Morde in der Nähe von Wexford, die geklärt werden müssen. Während des Lesens hatte ich keinen blassen Schimmer wo die Geschichte mich hin führt. Das war bei Band 1 anders, da war der Ripper - den Feind. Einen solchen Feind gibt es zwar auch diesmal, allerdings bleibt er für alle Beteiligten, also auch Rory und die Shades, unbekannt. Schlimmer noch: Die Autorin führt uns an der Nase herum, setzt uns immer wieder Situationen vor, die wir im ersten Moment fehlinterpretieren. Erst gegen Ende des Buches sind wir dann ein kleines Stück schlauer. Und wo wir gerade beim Ende sind: Eigentlich darf man das gar nicht Ende nennen. Diesmal "endet" Die Schatten von London nämlich mit einem bösen Cliffhanger, der es mir unmöglich macht länger als nötig auf Band 3 zu warten. Rory selbst ist noch immer eine Protagonistin die man einfach ins Herz fassen muss. Sie ist noch mutiger, schlagkräftiger und schlauer als in Band 1. Selbst wenn sie Angst hat, zeigt sie noch Stärke. Wie witzig und auch seltsam sie ist, hatte ich gar nicht mehr so in Erinnerung. Doch auch das macht sie vor allem in Band 2 aus. Zusätzlich verändern sich auch die Beziehungen zwischen einzelnen Personen in diesem Buch, ganz zu meiner Freude. Da hat mir die Autorin echte Herzenswünsche erfüllt. Auch sonst ist die Schreibleistung von Maureen Johnson mehr als lobenswert. Ihr Schreibstil bereitet einem beim Lesen einfach Spaß. Locker, lustig aber auch spannend und geheimnisvoll. In der Rezension zu Band 1 habe ich ihre tolle Umgebungsbeschreibung hervorgehoben. Und auch diesmal hatte ich wieder das Gefühl mitten in London unterwegs zu sein. Insgesamt also eine sehr gelungene Fortsetzung, die aber im Vergleich zu Band 1 ein bisschen an Spannung verloren hat. Ich denke aber, dass dieses Buch sehr zum nächsten Teil beiträgt, denn immerhin endet das Ganze ja mit einem Cliffhanger. Deshalb hoffe ich einfach auf das ganz große Finale mit Band 3 im Dezember, das mich einfach nur umhaut! © Bücherjunkies

Lesen Sie weiter

[ERSTER SATZ] "Charlie Strong hatte gern Leute um sich – andernfalls würde er nicht schon seit einundzwanzig Jahren ein Pub betreiben –, aber morgens wollte er seine Ruhe haben." [INHALT] Nachdem Rory den Jack-the-Ripper-Doppelgänger in einem finalen Kampf vernichtet hat, ist sie selbst zu einem menschlichen Terminus geworden. Sie hat nun die zweifelhafte Gabe, Geister durch bloße Berührung eliminieren zu können. Genau das macht sie unendlich wertvoll für die Shades – die Internationale Sondereinheit von Geisterjägern. Denn eine neue Serie von mysterösen Mordfällen versetzt ganz London in Angst und Schrecken. Und diese neuen Fälle sind tatsächlich noch wahnsinniger als die Ripper-Morde. Rory erkennt schnell: Wahnsinnige Zeiten verlangen wahnsinnige Lösungen. Aber wird sie die Shades von ihren Methoden überzeugen können? (Klappentext) [MEINE MEINUNG] Erst zu Beginn des Monats habe ich den ersten Teil von Die Schatten von London gelesen und euch davon vorgeschwärmt. Heute darf ich dann auch schon direkt den zweiten Teil vorstellen, worüber ich mich sehr freue. Der erste Band war einfach so toll, dass ich unbedingt weiterlesen wollte und oh Mann, ich hasse es, dass der dritte Teil erst im Dezember erscheint! Klares Weihnachtsgeschenk! :) Denn der zweite Band war nämlich auch wieder so toll, dass ich gerne augenblicklich weiterlesen möchte! Maureen Johnson schreibt immer noch so schön und führt uns kapitelweise mit Rory durch die schönsten Städte Londons oder gibt uns kurze Einblicke in die Schicksale anderer Menschen, sodass wir immer mit am Ort des Geschehens sind. Ich finde das super und es ist wirklich interessant bei einer Tat dabei zu sein, etwas über den Menschen zu erfahren und dann mit Rory im Nachgang nochmal die Fakten in einer Zeitung oder ähnlichem aufzuschnappen. Doch vor allem ging es mir natürlich darum zu erfahren, wie es mit Rory weitergeht, nun da sie über die Geister bescheid weiß und so knapp überlebt hat. Man könnte meinen, dass sie das seelisch fertig gemacht hat, aber sie ist taff und will kein Opfer sein. Ich fand das echt stark! Auch ihren dringenden Wunsch zu den Shades zu gehen – sozusagen den britischen Ghostbusters – konnte ich gut nachvollziehen, denn sie hat eine brauchbare Fähigkeit und wie soll sie jetzt noch normal leben, wenn sie Menschen sieht, die andere nicht sehen können und ständig alle Menschen belügen muss? Die Geschichte wurde immer interessanter, Rory lernt immer mehr Leute kennen und wird mutiger im Bezug auf gefährliche Geister und ja, irgendwie hat sich alles ziemlich aufgebauscht zum Ende hin. Und auch wenn das Ende dann wirklich sehr dramatisch war, hatte ich schon irgendwie das Gefühl, dass das ganze Buch nur der Auftakt für den nächsten Teil war. So war der Cliffhanger für mich nur umso brutaler und auch wenn ich schon ahne, worauf es im dritten Band hinausläuft... möchte ich wirklich wirklich wirklich ganz schnell weiterlesen! Wann ist denn endlich Winter? :( [FAZIT] Ich überlege, ob ich empfehlen sollte, das Buch erst zu lesen, wenn der dritte Band bereits erschienen ist, da das Ende schon ein ziemlicher Cliffhanger ist. Nein, es sollte dennoch gelesen werden, denn es ist genauso toll wie der erste Band und die Geschichte wird immer spannender! :)

Lesen Sie weiter

Eines der Buchhighlights im Jahre 2014 war das Buch „Die Schatten von London“ von Maureen Johnson. Umso mehr habe ich mich auf den zweiten Band „Die Schatten von London – In Memoriam“ gefreut. Dank dem cbt Verlag durfte ich das Buch vorab lesen und ich möchte mich für das Rezensionsexemplar herzlichst bedanken. Denn nach dem der Ripper die ganze Stadt terrorisiert hatte, bin ich gespannt, womit es Rory und die Shades nun zu tun bekommen. Es ist drei Wochen her, als Rory vom Ripper angegriffen und niedergestochen wurde. Seit dem lebt sie bei ihren Eltern in Bristol und lebt in den Tag hinein. Doch das rächt sich als Rory dank ihrer Psychologin wieder ins Internat zurückkehrt. Da sie drei Wochen nichts für die Schule getan hat, hängt sie im Lernstoff meilenweit hinterher und in einer Wochen beginnen die Prüfungen. Wenn sie durch diese Prüfungen fällt, muss sie das Internat verlassen und ist nicht mehr in der Nähe der Shades, um diese zu unterstützen. Aber Rory ist für sie besonders kostbar. Da bei dem Kampf mit dem Ripper alle Terminus verloren gegangen sind, ist Rory die einzige, die die Geister von der Erde vertreiben kann. Rory war und ist der einzig lebende Terminus und sie wird mehr denn je gebraucht. Der Ripper, der einst ein Mitglied der Shades war, war nämlich nicht der einzigste Geist. Ein Wirt wird in seinem Keller von einem anderen Geist ermordet und überall in der Gegend rund um das Internat tauchen zu allem Überfluss auch noch Risse im Boden und den Wänden auf. Rory ist die Einzige, der das merkwürdig vorkommt und sie beginnt zu recherchieren. Was sie jedoch herausfindet, ist mehr als haarsträubend. Auf dem Gelände des Internats befand sich in damaligen Zeiten eine Nervenheilanstalt namens Bedlam. Diese war nicht unbedingt für ihre Barmherzigkeit bekannt. Mit den Patienten wurde herum experimentiert und sie waren furchtbaren Qualen ausgesetzt. Aufgrund der Risse wurden einige Geister aufgeschreckt und sie entfliehen jetzt durch eben diese Risse. Als wäre das noch nicht genug, wirkt ihr einstige Kontrahentin ausgeglichen und zufrieden. Außerdem empfiehlt sie ihr ihre Psychologin. Kann das wirklich gut gehen? Und welcher Geist steckt hinter den Morden, die London erneut erschüttern? Kann Rory die drohende Katastrophe aufhalten oder wird sie ihr Leben und das ihrer Lieben gefährden? Ich war wirklich sehr gespannt auf „Die Schatten von London – In Memoriam“ von Maureen Johnson und das Buch hat mich wirklich enttäuscht. Ich verschlang das Buch innerhalb eines Tages, da ich es einfach nicht mehr weglegen konnte. Viele von euch wissen, dass ich London liebe. Als Setting für dieses Buch war/ist es ideal. Denn nur London kann diese mystische Atmosphäre erschaffen, die die Geschichte sehr unterstützte. Maureen Johnson schaffte es mal wieder mich in diese Geschichte zu entführen. Die Spannung war von Seite zu Seite spürbar und machte dieses Buch zu einem großartigen Lesevergnügen. Rory war im Buch immer in Bewegung, sodass man viele neue und altbekannte Orte (wieder-)entdecken konnte. Somit hatte man die perfekte Mischung aus alt und neu. Maureen Johnson erschlägt einem nicht mit zu viel unbekannten, sodass der Lesefluss absolut nicht gestört wird. Außerdem wurde das Lesevergnügen noch durch den sehr fantasievollen und liebevollen Schreibstil optimiert. Das Buch lebt von seiner Szenerie und den Charakteren. Vor allem die (romantische) Spannung zwischen Rory und dem Anführer der Shades (Stephen) machte mich fast wahnsinnig. Das ist allerdings positiv gemeint, denn ich habe immer auf einen Kuss gehofft. Die Zwei sind wie Katz und Maus, aber beide ergänzen sich perfekt. Ich mochte die Art, wie die beiden sich dem jeweils anderen geöffnet haben und Geheimnisse erzählten, die sie sonst niemanden erzählt haben. Rory wird im zweiten Band immer mehr mit schwierigen Entscheidungen konfrontiert. Sie kann sich ihren Freunden nicht wirklich anvertrauen und muss sie ständig anlügen, da niemand aus dem Internat wissen darf, dass sie Geister sieht. Das macht das Leben auf dem Internat umso schwieriger. Denn mal abgesehen von dem Geisterproblem muss sie auch noch die Schule meistern. Ich finde Rory händelt das meisterhaft und was ich erstaunlich finde, sie gibt nicht auf. Sie versucht alles, um ihre Freunde und ihre Familie zu schützen. Ich mochte vor allem ihre sarkastische und konsequente Art. Hat sie sich etwas in den Kopf gesetzt, ist sie von der Idee nur schwer abzubringen. Stephen hingegen geht immer auf Nummer sicher. Er will keine unnötigen Risiken eingehen, um ebenfalls die zu schützen, die er liebt. Das haben Rory und Stephen gemeinsam. Aber auch alle anderen Charaktere sind wundervoll und nicht nur schwarz oder weiß. Aber nicht nur die Handlung und das ganze Buch konnten mich begeistern, sondern auch das Cover ist ein absoluter Hingucker. Die Anspielungen auf London bieten einen perfekten Bezug zum Buch und das Mädchen mit dem roten Haaren ist ein absoluter Eyecatcher. „Die Schatten von London – In Memoriam“ von Maureen Johnson ist ein spannender und atmosphärischer zweiter Band, der jedem Leser absolut süchtig nach den Charakteren und der Handlung macht.

Lesen Sie weiter