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Leserstimmen (26)

Felicitas Gruber: Zapfig (Krimiserie Die Kalte Sofie) (4)

Zapfig Blick ins Buch

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-453-35851-5

Erschienen: 13.02.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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Gerechtfertigter Platz im Bücherregal

Von: LJ Datum : 09.11.2017

www.stage-reptiles.com

Ich hab ja schon gewartet drauf … auf den vierten Fall um die Pathologin Dr. Sofie Rosenhuth und ihren Ermittlerfreund Joe Lederer. Angesiedelt ist die Geschichte in Münchner Stadtteil Giesing, dem Arbeiterviertel im Süden der Landeshauptstadt. Beim Lesen merkt man sofort, dass die beiden Autorinnen Brigitte Riebe und Gesine Hirsch, die hinter dem Pseudonym Felicitas Gruber stecken, in München ansässig sind. Man liest den Lokalkolorit förmlich in jeder zweiten Zeile, ohne dass es zu schmonzig und klischeebehaftet wird. Die Story ist schlüssig und schön zu lesen. Mir ist lediglich die Beziehungssache von Rosenhuth/Lederer ein wenig zu omnipräsent. Manchmal erscheint die Krimihandlung ein wenig im Hintergrund. Durch die liebenswürdige Schreibweise und die fast vertrauten Charaktere ist das aber nach ein paar Seiten wieder ausgebügelt. Man leidet mit den vertrauten Personen mit und kann den Roman kaum aus der Hand legen. Der vierte Teil der Sofie Rosenhuth-Reihe fügt sich nahtlos an die vorhergegangenen an und ist den verbrauchten Platz im Bücherregal auf jeden Fall wert.

Die kalte Sofie hat einen neuen Fan

Von: Christina Amberg Datum : 31.08.2017

www.facebook.com/kikisbuecherkiste

Zuerst einmal möchte ich mich ganz herzlich bei Felicitas Gruber bedanken, die mir liebenswürdiger Weise ein Reziexemplar zur Verfügung gestellt haben.

„Zapfig“ ist Band 4 der Reihe „Die kalte Sofie“. Für mich allerdings war es das erste Mal, das ich mit der kalten Sofie, Joe, Charly und Dr. Iglu Bekanntschaft gemacht habe. Dementsprechend war ich neugierig in wie fern sich das Buch lesen lässt, ohne die vorherigen Bänder gelesen zu haben.

Und was soll ich sagen? Es war einfach traumhaft. Ich bin hin und weg. Der Einstieg in das Buch fiel mir sehr leicht und der Schreibstil ist einfach herrlich leicht, flüssig und locker. Der Spannungsbogen hielt sich von der ersten Seite bis zum Schluss, ohne ein einziges Mal einzureißen.

Neben dem gut aufgebauten Spannungsbogen gibt es auch einiges zu lachen! Immer wieder gab es Stellen, wo ich herzlich gelacht habe. Wie zum Beispiel, als Mick an einem Tatort so einen Hunger hatte, dass er vom Braten im Ofen genascht hat. Als er dann erfuhr, was der Braten in Wirklichkeit war, hätte ich zu gern sein Gesicht gesehen. Einfach zu köstlich.

Auch wenn es bereits Band 4 der Reihe ist, kann ich als Neueinsteiger sagen, dass die Ausarbeitung der Charaktere in diesem Band ziemlich gut ist. Es fiel mir nicht schwer, die einzelnen Charaktere zu unterscheiden, mit ihnen zu fühlen oder sie nicht zu mögen, weil sie einem, auf Grund des Charakters, unsympathisch waren. Klar, es gibt Kleinigkeiten zu den Protagonisten, die in den anderen Bändern Thema waren und hier dann aufgegriffen bzw. weiter „gelebt“ werden. Ich persönlich fand das jetzt nicht schlimm, da es ja auch Sinn einer Reihe ist, dass das Leben der Hauptprotagonisten weiter geht.

Das die Protagonisten untereinander bayrisch sprechen, hat mich in keinster Weise gestört. Ich finde, es peppt das Buch damit sogar noch etwas mehr auf. Wäre es anders, ich weiß nicht, ich glaube, dann hätte es mir nicht ganz so gut gefallen. Auch die Beschreibung von München und der Umgebung fand ich klasse und gut gemacht. Man konnte sich alles sehr gut vorstellen, auch wenn man bis jetzt noch nie die genannten Stellen selbst gesehen hat.

Felicitas Gruber ist das Pseudonym der Autorinnen Brigitte Riebe und Gesine Hirsch. Brigitte Riebe ist promovierte Historikerin und begeistert seit vielen Jahren mit ihren historischen Romanen ihre zahlreichen Leserinnen und Leser. Gesine Hirsch ist Kunsthistorikerin und entwickelte die erfolgreiche Serie »Dahoam is Dahoam« für das Bayerische Fernsehen mit. Beide Autorinnen leben in München, wo auch ihre Krimireihe mit der sympathischen Rechtsmedizinerin Dr. Sofie Rosenhuth spielt.

Fazit:
Was soll ich noch groß dazu sagen??? Ja, also, ich bin so hin und weg und total begeistert von „Zapfig“ und der kalten Sofie, dass ich mir auf jeden Fall noch die ersten 3 Bänder der Reihe kaufen werde und Band 5 entgegenfiebere.

Ich kann „Zapfig“ nur empfehlen. Hatte schon lange keinen solchen Spaß mit einem Krimi. Daher vergebe ich 5 von 5 Sternen.

Vielen lieben Dank an die Gruberinnen für das tolle Lesevergnügen.

Kalt erwischt

Von: EsKa (All about the books) Datum : 30.08.2017

eska-kreativ.blogspot.de

Ich glaube, fast jede Rezension zu einem Krimi beginne ich mit dem Hinweis, dass ich eigentlich ein ziemlicher Angsthase bin. Es tut mir Leid, wenn auch diese Rezension wieder genau damit beginnt, aber letztlich ist es eine Tatsache, die nicht unwesentlich mein Urteilsvermögen trübt.


Lange Rede, kurzer Sinne: Heute ist mal wieder Crime-Time und ich möchte euch einen Krimi vorstellen, der mich ebenfalls in den Urlaub begleitet hat.



Felicitas Gruber - Zapfig:


Titel: Zapfig
Autor: Felicitas Gruber
Verlag: Diana Verlag
Seiten: 319
ISBN: 978-3-453-35851-5


Worum geht es?
Kurz vor Fasching wird München von einer Kältewelle heimgesucht, die selbst gestandenen Bayern das Blut in den Adern gefrieren lässt. Und auch die Stimmung zwischen Dr. Sofie Rosenhuth und ihrem Ex- und Wieder-Freund Joe läuft auf den Gefrierpunkt zu. Dabei waren die beiden doch gerade erst wieder dabei sich zusammen zu raufen, nachdem ihre Ehe gründlich den Bach runtergegangen ist. Mitten im Gefühlschaos wird die Leiche einer jungen Frau gefunden, deren Tod so manchem gelegen kam. Sofie hat gleich Uschi Roßhaupter, die Matriarchin der Brauerei Rößlbier im Verdacht und so wird ordentlich ermittelt in der Münchner Schickeria. Erst recht, als Uschi selbst irgendwann ertrunken in einem ihrer Braukessel liegt.





Rezension:
Eigentlich bin ich ja ein fan von Regio-Krimis und lese sie fast lieber, als Krimis, die keinen besonderen Bezug, keine regionalen Eigenheiten und keinen Schmäh haben. Doch mit "Zapfig" habe ich mich tatsächlich etwas schwer getan.
Das Buch ist der insgesamt vierte Teil der Reihe "Die kalte Sofie" rund um die Gerichtsmedizinierin Sofie Rosenhuth und sprüht nur so vor Münchner Charme.
Eigentlich, ja eigentlich macht das Autorinnen-Duo Brigitte Riebe und Gesine Hirsch, dass sich hinter dem Pseudonym "Felicitas Gruber" verbirgt seine Sache auch richtig gut. Trotzdem bin ich mit dem Krimi einfach nicht warm geworden. Vielleicht liegt es daran, dass ich mit bayrischer Art und Weise nicht viel am Hut habe, vielleicht lag es am Buch selbst.
Wirklich Spannung ist für mich leider nicht aufgekommen und das will bei mir in Sachen Krimi tatsächlich etwas heißen. Die Story war nett, die Mordfälle durchaus auch verzwickt und gut durchdacht, dennoch konnte mich "Zapfig" einfach nicht mitreißen.
Wie so viele Krimi-Autoren versucht auch "Felicitas Gruber" durch die Story neben der Story uns Leser mitzunehmen, doch auch die Wirrungen rund um Sofie und ihren Ex Joe ließen mich, passend zum Roman-Wetter in München eher kalt.
Letztlich finde ich es sehr schade, denn ich hatte mit von Zapfig wirklich erhofft, eine weitere Krimireihe zu entdecken, die mich packen könnte. Doch manchmal stimmt die Wellenlänge einfach nicht.
Der Schreibstil von "Felicitas Gruber" und auch die Aufmachung des Buches gefallen mir im Grunde sogar sehr gut. Es ließ sich mehr als gut lesen und auch die Tatsache, dass ich die drei Vorgänger bisher nicht gelesen habe, hat in keiner Sekunde wirklich gestört. Auch unwissende Leser wie ich, wurden mitgenommen und eventuelle Wissenlückend fast unbemerkt geschlossen. Ob dies für Leser, die alle Teile bereits kannten, eher störend wirkt, kann ich natürlich nicht beurteilen. Dennoch konnte mich Zapfig einfach nicht mitreißen.


Fazit:
Wer München mag und die bayrische Lebensart liebt, der wird mit Siherheit gefallen an "Zapfig" finden. Wer Hochspannung oder bis ins letzte Detail durchdachte Krimis liebt, wird hingegen nicht auf seine Kosten kommen.
Unterhaltsam ist der Krimi von "Felicitas Gruber" auf jeden Fall, begeistern konnte er mich im Ergebnis aber leider nicht.
Daher vergebe ich 2 von 5 Sternen für "Zapfig".


Allen, die gerne regelmäßiger Buchtipps und kurze Rezensionen lesen wollen, sei mein Instagram-Account "All_about_the_books" ans Herz gelegt.
Ich freue mich, euch als neue Follower begrüßen zu können!

"Zapfig" von Felicitas Gruber

Von: Der Leseblog Datum : 29.06.2017

derleseblog.blogspot.com

Autor: Felicitas Gruber

Verlag: Diana

Preis: Taschenbuch: 9,99 Euro

Seiten: 319

Genre: Krimi

ISBN:978-3-453-35851-5







Fazit: Das Buch „Zapfig„ von Felicitas Gruber war ehrlicherweise nicht so mein Fall, ich weiß nicht ob es der Schreibstil war oder die Protagonisten. Manchen stellen fehlte es an der Spannung, so das es eher etwas „Eintönig„ war. Trotzdem musste ich manchmal echt Schmunzeln :D die Autorin hat es meiner Meinung nach nicht perfekt geschafft Spannung über einen längeren Zeitpunkt aufzubauen und zu halten, was somit dem Lese vergnügen ein wenig Abbruch zugetan hat. Dennoch war es ein relativ unterhaltsames Buch.



Ich vergebe diesem Buch 3 Von 5 Punkten.





Hier gibt´s das Buch: https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Zapfig/Felicitas-Gruber/Diana/e472738.rhd

Leider nicht so spannend wie erhofft

Von: Laurasbücherwelt Datum : 25.05.2017

lauraihrebuecherwelt.blogspot.de/

Die Sekretärin Natalie feiert ihren Junggesellinnenabschied und am nächsten Tag ist die Braut von Tobias Roßhaupter, dem Juniorchef der Privatbrauerei Rößlbier tot. Tobias Mutter, Uschi Roßhaupter, unter Tatverdacht, denn diese hat sich für ihren Sohn eine bessere Ehefrau erhofft. Als dann die Uschi ertrunken in einem Braukessel gefunden wird, rücken andere Tatverdächtige in den Vordergrund.

Schnell war ich mitten im Geschehen, da immer aus unterschiedlichen Sichtweisen erzählt wird beziehungsweise an unterschiedlichen stellen angeknüpft wird.



Das Buch hatte jedoch einen Humorvollen und entspannten Lesestil, was einen manches mal zum Schmunzeln brachte.



Meiner Meinung nach ist es jedoch ein eintöniges Buch, da ich kaum das Gefühl von Spannung empfunden habe. Interessante Wendungen gibt es nicht.


Für alle die sich jedoch selbst ein Urteil bilden möchten ist das Buch unter der ISBn 978-3-453-35851-5 zu bestellen. Es kostet 9,99€ und ist am 13.Februar im Diana Verlag erschienen.

Ich gebe dafür 2 von 5 Sternen.

Mord in der Brauerei: Ein spritzig-erfrischender Krimi-Genuss

Von: Stephanie Manig aus Oelsnitz Datum : 27.03.2017

buchstabenfaengerin.wordpress.com

Zapfig ist es in diesem Februar in München – und damit ist nichts anderes als „eiskoid“ gemeint. Bei Rechtsmedizinerin Dr. Sofie Rosenhuth und ihrer Kollegenschar geht es trotzdem heiß her: Erst werden sie in die Wohnung einer jungen Frau gerufen, die tot in ihrem Badezimmer liegt. Nur kurz darauf wird deren Schwiegermutter in spe ertrunken in einem Braukessel aufgefunden. Auffällig: Beide Todesfälle sind mit der Münchner Brauerei „Rößlbier“ verknüpft. Die Tote aus dem Bad, Nathalie Grimm, war die Sekretärin, während es sich bei der Leiche aus dem Braukessel um keine Geringere als „Rößlbier“-Chefin Uschi Roßhaupter handelt. Und obwohl die Kripo um Großstadtcowboy Joe Lederer ohnehin schon genug mit ihren Ermittlungen zu tun hat, ahnt noch niemand, dass die mysteriöse Mordserie im Münchner Braugewerbe so schnell kein Ende nehmen wird …

Dr. Sofie Rosenhuth geht in „Zapfig“ schon zum vierten Mal gemeinsam mit ihrem On-Off-Ex-Mann Joe Lederer auf Mördersuche – sehr zur Freude ihrer zahlreichen Fans.

Das Autoren-Duo Felicitas Gruber, bestehend aus den beiden Münchner Schriftstellerinnen Brigitte Riebe und Gesine Hirsch, lässt auch mit ihrem vierten Krimi aus dieser Reihe die Herzen ihrer Leserinnen und Leser höher schlagen. Die liebenswürdig-chaotische Dr. Sofie Rosenhuth präsentiert sich einmal mehr in Bestform. Aber auch mit den anderen lieb gewonnenen Figuren gibt es ein Wiedersehen: Macho Joe Lederer gibt sich alle Mühe, um in der Gunst seiner Sofie ja nicht zu sinken, Tante Vroni kuriert am Chiemsee unter zig Araberinnen ihr kaputtes Knie aus, während Sofies Assistent Spike Vaterfreuden entgegensieht. Auch Mops Murmel und die eisige „Dr. Iglu“ Elke Falk, ihres Zeichens Chefin der Rechtsmedizin, fehlen nicht.

Aber nicht nur die wieder einmal in den schillerndsten Farben erstrahlenden Charaktere machen „Zapfig“ zu einem humorvollen Krimivergnügen, sondern auch der überzeugende Plot. Bis zum Ende darf geknobelt werden, wer hier wen auf dem Gewissen hat.

Langweilig wird es schon wegen der vielen kleinen Nebengeschichten nicht, die den Puls der Zeit wiedergeben: Sofie und Joe suchen eine bezahlbare Wohnung (was in München ein nahezu aussichtsloses Unterfangen ist), während der aus Aleppo geflüchtete Faris mit Ablehnung und einem gewalttätigen Übergriff zu kämpfen hat. Doch trotz dieses ernsten Themas kommt der Humor in „Zapfig“ nicht zu kurz. Gleiches gilt für den bayerischen Dialekt. Aber keine Sorge: Es braucht kein Glossar, um die Dialoge ins Hochdeutsche zu übersetzen.

Die Krimis um Dr. Sofie Rosenhuth sind nicht allein wegen ihrer herzallerliebsten Figuren, des Frohsinns, des federleichten Schreibstils von Felicitas Gruber und der typisch bayerischen Machart etwas Besonderes, sondern auch, weil die beiden Autorinnen dank fachkundigem Rat wieder einmal mit viel rechtsmedizinischem Know-How aufwarten.

Da „Zapfig“ erst am 13. Februar 2017 erschienen ist, wird Band fünf wohl noch ein wenig auf sich warten lassen. Aber Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude …

Die kalte Sofie und das Bier

Von: Themistokeles Datum : 22.03.2017

themis100000buecher.blogspot.de

Cover und Klappentext:
Das Cover passt wirklich gut zu diesem Krimi, denn zum einen erkennt man sofort, dass es sich um einen Regionalkrimi handeln dürfte. Zum anderen hilft auch das Coverbild sofort, um sich selbst herleiten zu können, was der bayrische Begriff „zapfig“ wohl bedeuten mag, denn die Eiszapfen lassen einen schon erahnen, dass es doch ziemlich kalt sein Dürfte. Zudem ist der Titel natürlich auch sofort ein Hinweis, in welcher Region dieser Krimi spielen wird. Was man nicht direkt weiß, welcher Band der Reihe um Sofie es wohl ist, aber es ist klar, er gehört zu einer Reihe. Finde ich schön, dass man das sofort sieht. Den Klappentext muss ich ein wenig bemängeln, denn ich hätte teilweise damit gerechnet, dass gewisse Charaktere eine größere und andere Rolle bekommen, als sie in Wirklichkeit haben.

Inhalt/Idee:
Es ist der vierte Band rund um Sofie Rosenhuth, Pathologin, und Joe Lederer, Kommissar. Man merkt zwar, dass es sicherlich eine genauere Einführung zu den einzelnen Personen und Zusammenhängen zwischen ihnen in den anderen Bänden gegeben haben dürfte, aber trotzdem fühlt man sich nicht allein gelassen. Den Tod des ersten Opfers erlebt man auch sofort mit und danach geht es sofort ans Ermitteln. Dabei finde ich es sehr gut, dass man zwei Seiten, polizeiliche Ermittlung und auch die pathologische Untersuchung als Aspekte direkt vor Augen hat. Es ist auch einfach spannend, wie die Beziehung zwischen den Mitarbeitern der Brauerei etc. die Ermittlungen in diverse Richtungen führen. Die Lösung des Falls finde ich im Endergebnis vielleicht ein bisschen zu weit hergeholt, zumindest in Anteilen, auch wenn es trotzdem ein interessanter Krimi ist.

Aufbau und Schreibstil/Umsetzung:
Vom Aufbau her mag ich es sehr gern, dass das Buch eher von kürzeren Kapiteln dominiert wird. Auch finde ich es sehr gut, dass man einiges vom Privatleben der Charaktere erfährt, nebenher auch noch einiges an Inhalt hat, das nicht direkt mit dem Fall zu tun hat, da ich diese Dinge bei einem Regionalkrimi einfach erwarte, auch wenn es teilweise ein bisschen zu viel private Probleme von Sofie und Joe waren und ein bisschen wenig zum Kriminalfall selbst. Was mir sehr gefällt sind die typisch bayrischen Ausdrücke, welche von der Autorin aber auch eigentlich nur in der Wörtlichen Rede bzw. bei Gedankengängen genutzt wird, da man einfach der Region noch näher kommt. Auch wenn es mir immer etwas schwer fiel mir vorzustellen, dass man wirklich in München ist und nicht irgendwo in Bayern.

Charaktere:
Die Charaktere finde ich allgemein sehr gut gelungen. Vor allem auch die vielen Beziehungen zwischen den Charakteren. Sowohl bei den Protagonisten und ihrem Umfeld, als auch im Umfeld der Brauerei und der Morde. Vor allem die Mitarbeiterinnen, die zusammen auf dem Jungesellinenabschied waren, finde ich charakterlich sehr interessant dargestellt, ebenso, wie die Spannungen und Freundschaften untereinander. Bei den Protagonisten hätte es gern noch ein bisschen mehr sein können, liegt aber bei mir vermutlich daran, dass ich einfach das gesamte Wissen aus den ersten drei Bänden nicht habe. Mit diesem wäre manches sicher leichter gewesen.

Fazit:
Ein sehr angenehm zu lesender Regionalkrimi, der einem wunderbar eine Atmosphäre kreiert, als sei man wirklich selbst in Bayern. Auch die Mischung aus privatem der Protagonisten und dem Fall finde ich durchaus stimmig, auch wenn ich Sofie sehr verstehen kann, wenn sie sich über Joe aufregt. Vor allem der kleine Mops Murmel hat mir sehr gefallen, auch wenn er nur eine Randfigur ist, aber er lockert einiges durchaus auf. Ich würde auf jeden Fall auch einen weiteren Krimi rund um die kalte Sofie lesen.

Spannend und humorvoll geschrieben

Von: Sarahs Bücherregal Datum : 17.03.2017

https://sarahs-buecherregal.blogspot.com

Dr. Sophie Rosenhuth ist sowohl beruflich als Rechtsmedizinerin als privat stark gefordert. Mit ihrem Ex-Mann und Polizeikommissar Joe Lederer nähert sie sich zwar wieder an, doch so schnell wie der wieder mit ihr zusammenziehen will, ist Sophie skeptisch. Und die Wohnungssuche in München ist bekanntlich auch nicht einfach. Zeitgleich sind beide eingebunden in die Ermittlungen in einem Mordfall: Die Verlobte des Brauereierben Tobias Roßhaupter und gleichzeitig Sekretärin im Betrieb wird nach ihrem Junggesellenabschied tot in der Wohnung gefunden. Und so nett wie die Kolleginnen am Anfang noch alle getan haben, fand sie wohl doch keiner, wie sich bei den Ermittlungen schnell herausstellt. Denn der gut situierte Erbe hat allen Damen in der Firma schon einmal schöne Augen gemacht. Da ist der Mörder oder die Mörderin nicht leicht zu finden.
„Zapfig“ von Felicitias Gruber ist zwar nicht der erste Fall für die Kalte Sophie, aber der erste den ich gelesen habe. Dennoch ist der Einstieg schnell und einfach gelungen und man war sofort mittendrin in der Story. Das liegt auch an den tollen Figuren, denn Sophie ist unglaublich sympathisch und ihren Freund Joe mochte ich gleich, auch wenn manchmal ein bisschen eifersüchtig ist. Doch ebenso all die Nebenfiguren wie Spike, der Helfer in der Rechtsmedizin oder die Chefin von Sophie (genannt Dr. Iglu), die an Ignoranz und Kälte kaum zu überbieten ist, sind sehr detailliert beschrieben und machen die Geschichte richtig lebendig. Obwohl ich zu München eigentlich keinen Bezug habe, hat mir das Lokalkolorit sehr gut gefallen und der bayrische Dialekt war für mich als Nordlicht sehr gut zu verstehen.
Mir hat „Zapfig“ von Felicitas Gruber ausgesprochen gut gefallen, die Geschichte ist humorvoll und gleichzeitig spannend geschrieben und die Zeit flog bei Lektüre nur so dahin. Blitzschnell hatte ich das Buch durch, zum Glück kann ich die noch die vorhergehenden Bände der Kalten Sophie nachholen.

Ein pfundiger Bayern Krimi!

Von: Libellchen Datum : 15.03.2017

libellchen11.blogspot.de

"Zapfig" stammt aus der Feder von Felicitas Gruber, dem Synonym der beiden Münchner Autorinnen Brigitte Riebe und Gesine Hirsch. Schauplatz der Handlung ist somit natürlich auch die Stadt München, in der es zur Zeit winterlich kalt ist.

Kurz vor ihrer Hochzeit mit Tobias Roßhaupter, dem Juniorchef des Rössle-Bräus, wird Nathalie Grimm tot aufgefunden.
Schnell stellt sich heraus, dass die schwangere Nathalie eines gewaltsamen Todes gestorben ist. Damit gerät zuerst die resolute Uschi Roßhaupter unter Verdacht, denn diese war so gar nicht damit einverstanden, dass ihr einziger Sohn seine Sekretärin heiratet.
Als die Brauereichefin jedoch tot in ihrem eigenen Braukessel schwimmt, hat sich dieser Verdacht erledigt. Aber auch die vier Kolleginnen von Nathalie scheinen nicht das zu sein was sie vorgeben, ist doch jede von ihnen eine abgelegte Freundin des Juniorchefs.

Die Charaktere sind durchwegs sympatisch, allen voran die Rechtsmedizinerin Dr. Sofie Rosenhuth. Im Berufsleben sehr auf Sorgfalt bedacht, ist sie privat eher etwas chaotisch und ein kleiner Schussel. Da brennt auch schon mal die Suppe beim Aufwärmen an, die Wäsche wird rosa verfärbt oder beim Bügeln gar mit Brandflecken ruiniert. Zudem kämpft Sofie (wie bestimmt viele von uns) ständig mit ihrem Hüftgold. Durch die Bank weg eine sympathische und wunderbar unperfekte Frau!
Mit von der Partie ist auch Kriminalkommissar Joe Lederer, Sofies ständig eifersüchtiger Exmann, mit dem sie wieder zusammen ist. Beide wollen eine gemeinsame Wohnung beziehen, was sich im überteuerten München als gar nicht so einfach erweist. Ebenfalls sehr gut gefallen hat mir die Rolle der Dr. Elke Falk - alias Dr. Iglu - Sofies immer etwas unterkühlter Chefin.

Die private Geschichte um Sofie und Joe fügt sich sehr gut in das Krimi Geschehen ein. Allerdings ist für einen Krimi, die Handlung eher weniger von extremer Spannung geprägt, da die Fälle sich eigentlich so ganz nebenher auflösen. Dennoch besitzt "Zapfig" einen sehr hohen Unterhaltungswert, denn das Autoren-Duo kombiniert in ihrer Geschichte richtig viel Herz mit einer gehörigen Prise Humor. Gerade diese witzigen Passagen machen "Zapfig" zu einem gelungenen Lesevergnügen. Im Buch wird mit der Geschichte des jungen Syrer Faris, zudem ein Bezug zum aktuellen Geschehen und der damit verbundenen Problematik eingebaut. Ich würde mich durchaus freuen, mehr von der Kalten Sofie zu lesen, denn insgesamt hat mich diese abwechslungsreiche und vielschichtige Story äußerst gut unterhalten!

Obwohl ich Band Eins bis Drei dieser Krimi Reihe nicht gelesen habe, gelang mir der Einstieg in die Geschichte ohne weiteres.
Jeder Fall ist in sich abgeschlossen und lediglich die Beziehung zwischen den beiden Hauptprotagonisten Sofie und Joe entwickelt sich durch alle Bände hinweg.
Dabei wird immer wieder bayerischer Dialekt eingesetzt, was viel vom Reiz dieses Buches ausmacht. Für mich als Nicht-Bayer ist es gerade noch im Rahmen dessen, was ich als angenehm empfinde um den Text flüssig lesen zu können. Wer große Probleme mit bayerischer Mundart hat, wird das Buch jedoch rasch zur Seite legen.

Zapfig, ein "Animator" zum Lesen

Von: Rolands Bücherblog Datum : 10.03.2017

roland-buecherblog.blogspot.de/

"Zapfig" ist der vierte Band aus der Reihe der Sofie Rosenmuth von Felicitas Gruber (dem Pseudonym der Autorinnen Brigitte Riebe und Gesine Hirsch). Passend aktuell zur Starkbierzeit war das Lesen dieses Buches ein Genuss. Wird zwar nicht am Nockherberg gemordet, aber gleich in unmittelbarer Nähe in der Giesinger Brauerei. Gelungen die Schauplätze und agierenden Protagonisten, ich hatte ständig beim Lesen passende Orte und Personen im Kopf, auf die alles passen würde. Natürlich ist für mich als Münchner dies vielleicht einfacher, aber die bodenständige Sofie ist mir mittlerweile schon ein wenig ans Herz gewachsen. Auch ihre Liebe zum alten Giesing, für mich als Löwenfan sowas von nachvollziehbar. Speziell diese Mischung aus Urmünchnerischem und Kriminalfall ist den beiden Autorinnen wieder hervorragend gelungen. Joe läuft wieder zu Bestform auf bzgl. Fettnäpfchen und stetigem Bemühen um Sofie, aber auch als ermittelnder Kommissar. Eine gelungene Mischung aus Humor und Kriminalfall, die mich nur so durch die Seiten fliegen hat lassen. Ich freue mich schon auf den fünften Fall der kalten Sofie.

Zapfig

Von: Nicole Plath Datum : 05.03.2017

www.nicole-plath.de

Die Sekretärin Nathalie Grimm hat das große Los gezogen. Sie wird den Juniorchef einer Privatbrauerei heiraten. Auch wenn das vielen Neidern nicht gefällt. Ihr zukünftiger Ehemann Tobias Roßhaupter ist ein von allen Frauen begehrtes Muttersöhnchen. Klar, dass da andere Frauen und insbesondere die Mutter Probleme mit dieser Hochzeit haben.

Allerdings wird es zu dieser nicht mehr kommen. Nadine stirbt an einer Vergiftung. Nicht lange danach findet man ihre Schwiegermutter in spe, Uschi Roßhaupter, ertrunken in einem Braukessel. Dr. Sofie Rosenhuth und Kommissar Joe – ihr Ex-Ehemann – haben viel aufzuklären. Auch in privater Hinsicht gibt es einige Probleme zu lösen.

Hinter dem Pseudonym Felicitas Gruber stehen die Autorinnen Brigitte Riebe und Gesine Hirsch. Es ist ihnen eine gute, humorvolle Kriminalgeschichte gelungen. Durch die Unterhaltungen der Protagonisten im Dialekt kommen die Gespräche noch authentischer beim Leser an. Zumal der Dialekt eine viel größere Möglichkeit bietet, Dinge und Geschehnisse zu beschreiben, als das Hochdeutsche es jemals könnte. Doch keine Angst, die wichtigsten Gespräche sind nicht im Dialekt geschrieben. Aber gerade der Dialekt gibt der Geschichte einen gewissen Charme.

Der schöne Schreibstil ist flüssig – außer man hat Probleme mit dem Dialekt, hier könnte mancher Leser etwas ins Stocken geraten. Als Leser taucht man in die Geschichte ein und möchte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Der Fall um Nathalie Grimm und Uschi Roßhaupter ist zwar abgeschlossen, aber da auch das Privatleben von Sofie einen großen Raum in der Geschichte einnimmt, sollte man besser mit Band 1 der Serie beginnen und danach fortlaufend weiterlesen. Auch deshalb schon, weil in „Zapfig“ meiner Meinung nach zu viel von den vorherigen Fällen berichtet wurde. Manchmal entdeckt ein Leser einen Autor erst nach mehreren von diesem veröffentlichten Büchern, und da ist es nicht so gut, schon zu wissen, wie die vorherigen Fälle enden.

Es wäre in diesem Teil durchaus möglich gewesen, nur mit Andeutungen zu arbeiten, die noch nichts über die Auflösungen der vorherigen Bücher verraten. Für mich waren die deutlichen Rückblicke für den aktuellen Fall nicht in dieser Tiefe notwendig. Sie helfen zwar, Sofie und ihr Handeln besser zu verstehen, aber das hätten subtilere Anspielungen auch geschafft.

Ansonsten ist es ein empfehlenswertes Buch (aber bitte erst nach den ersten drei Folgen lesen), welches auch mit seinem eigenen Humor überzeugt. Bis zum Schluss grübelt man mit, wer hinter all diesen Morden steckt. So liebe ich einen Krimi.

Die Geschichte kommt bis auf den Prolog ohne großes Blutvergießen aus. Die Spannung entsteht durch das Verhältnis der verschiedenen Menschen untereinander. Gut gemachte Figuren, ein unterhaltsamer Krimi auf hohem Niveau.

Ich danke dem Bloggerportal und dem Diana-Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplares.

Klasse!!!

Von: Numinala Datum : 05.03.2017

numilesemaus.blogspot.de/

Am Morgen nach seinem Junggesellinnenabschied sollte man nicht tot aufgefunden werden. Doch genau das passiert Nathalie Grimm. Und wie sich herausstellt, starb sie keines natürlichen Todes - da hat jemand nachgeholfen.

Dr. Sofie Rosenhuth - Rechtsmedizinerin ihres Zeichens - hat recht schnell die nun-nicht-mehr- zukünftige Schwiegermutter des Opfers als Täterin auserkoren: Uschi Roßhaupter, Eigentümerin der Privatbrauerei Rößlbier. Es sieht nämlich fast so aus, als ob Nathalie nicht aus Liebe, sondern eher wegen der Brauerei ein Auge auf ihren Sohn, den Tobias, geworfen hat.

Doch Kommissar Lederer schaut sich auch in andere Richtungen um. Und bei dem, was dort alles ans Tageslicht kommt, ergeben sich noch ganz andere Motive...

Fazit
Dieses ist der vierte Fall um die kalte Sofie - die aber eigentlich alles andere als kalt ist. Bei Lichte besehen ist sie eher eine ganz Nette mit gesundem Appetit und dem ein oder anderen winzig kleinem Gewichtsproblemchen. Das stört aber weder ihren Freund Joe, noch ihren Bewunderer Charly (der mir persönlich viel sympathischer ist ;0)... aber ich schweife schon wieder ab.

Felicitas Gruber ist das Pseudonym der Autorinnen Brigitte Riebe und Gesine Hirsch und den beiden merkt man ihrer Liebe zu München - besonders zum Stadtteil Giesing - an. So entsteht beim Lesen ein heimeliges Bild von der Umgebung in dem sich die Charaktere, die man mittlerweile natürlich ins Herz geschlossen hat, bewegen. Dazu kommt eine gut ausgearbeitete spannende Geschichte und man hat einen packenden Wohlfühlkrimi in der Hand, den man nur schlecht beiseitelegen kann.

Sehr gut gefallen hat mir dieses Mal auch, dass die beiden Autorinnen das aktuelle Zeitgeschehen mit eingearbeitet haben. Das passt einfach.

Das einzig Dumme an dieser Serie ist jetzt nur, dass dieses Buch gerade erst im Februar erschienen ist, dass man es ganz schnell gelesen hat und man nun eine Weile auf den nächsten Teil warten muss... seufz... da hoffe ich einfach mal ganz egoistisch, dass es nicht so lange dauert!

Meine Empfehlung für die Reihe habt ihr auf jeden Fall zu 100%!

Reihenfolge:
1. Die Kalte Sofie
2. Vogelfrei
3. Blaues Blut
4. Zapfig

Viele Grüße von der Numi

In Giesing dahoam

Von: Ulrike Günkel-Kohl aus Fulda Datum : 04.03.2017

Mit "Zapfig" setzt Felicitas Gruber ihre erfolgreiche Reihe von verschmitzten Kriminalromanen mit Lokalkolorit um die Giesinger Gerichtsmedizinerin Sofie Rosenhuth, nun bereits im vierten Band, fort.
Freunde der sympathischen Münchnerin mit dem großen Herzen kommen, wie kann es anders sein, voll auf ihre Kosten.
Aber auch Leser, die die Vorgängerbände nicht kennen, werden Sofie rasch liebgewinnen - und mit ihr die übrigen Protagonisten, die den Anhängern von Sofie seit Band eins vertraut sind: schrullige, liebenswerte, alltägliche, nicht ganz alltägliche, aber auf jeden Fall anrührende, glaubwürdige, unvergessliche Charaktere.
Zu denen sich im vorliegenden Band natürlich neue hinzugesellen, von denen man eine ganze Reihe nicht unbedingt ins Herz schließen möchte.
Aber sie alle spielen eine Rolle bei den Todesfällen, die sich im zapfigen, dem eiskalten München zur Faschingszeit zutragen.
Schon im Prolog geht es, nichts anderes ist man von der Gruberin gewohnt, gleich richtig zur Sache:
Die junge Nathalie verstirbt auf zunächst sehr eigentümliche Art nach der Feier ihres Junggesellinnenabschieds – durch Unfall? Durch Mord?
Und wenn es kein natürlicher Tod war – wer hätte ein Interesse daran, dass sie stirbt? Wollte jemand die bevorstehende Hochzeit mit dem Juniorchef der Rössl-Brauerei verhindern? Verdächtige gibt es genug...
Da es aber bei dem einen Todesfall nicht bleibt, ist Sofies Spürsinn gefragt – und der ihres ehemaligen und vielleicht wieder zukünftigen Gatten Joe Lederer, seines Zeichens Hauptkommissar bei der Münchner Mordkommission.
Aber bis zur Aufklärung der Morde – wenn es sich denn um solche handelte – tun sich, wie das bei Felicitas Gruber zu erwarten ist, mehrere Seitenstränge auf, die für zusätzliche Spannung, für Überraschungen und jede Menge vergnügliche Leseerlebnisse sorgen:
Sofies unklare Beziehung zu dem feschen Charlie Loessl, Polizeireporter und Sofies Verehrer aus gutem Hause, dem Joe, trotz aller Beteuerungen seiner Angebeteten, dass ihre Liebe nur ihm gehört, mit misstrauischer Eifersucht begegnet.
Eine sich im teuren München schwierig gestaltende Wohnungssuche des Paares Sofie und Joe, die immer wieder für höchst amüsante Einlagen sorgt.
Probleme eines jungen Flüchtlings aus Aleppo mit Neonazis, womit die Gruberin ein heißes Eisen mutig angeht.
Ein denkwürdiger Kuraufenthalt von Sofies patenter und dem informierten Leser längst ans Herz gewachsener Tante Vroni, bei dem wir gemeinsam mit der Tante selbst tiefere Einsichten in unsere Gesundheitspolitik gewinnen, die einen nur staunen lassen!
Neue Perspektiven für Sofies Chefin Elke Falk, die hinter ihrem Rücken auch Dr. Iglu genannt wird – ein Name, der für sich spricht...
Neue Perspektiven auch für den resozialisierten Obduktionsassistenten und Paradiesvogel Spike und seine schöne und bezaubernde Freundin Shirin.
Mehr soll hier nicht verraten werden!
Nur eines noch: Am Ende findet natürlich alles seine Auflösung, wie das in einem guten Krimi sein sollte! Und das ist "Zapfig" ganz gewiss!
Man möchte dem charmanten Buch, das man kaum aus der Hand legen mag, ganz viele Leser und treue Freunde wünschen....

Absolute Kaufempfehlung

Von: unclethom Datum : 02.03.2017

mundolibris.blogspot.de

Zapfig ist der vierte Band der Krimireihe um die Rechtsmedizinerin Sofie Rosenhuth des Münchner Autorenduos Brigitte Riebe und Gesine Hirsch.
Nur wenige Autoren gelingt es über so viele Romane einer Buchreihe die Spannung aufrecht zu erhalten, Felicitas Gruber gelingt dies aufs Beste.
Neben der Krimistory lassen die Autorinnen auch privates aus dem Leben der Protagonistin einfließen, was ihr die notwendige Tiefe verleiht.
Ein besonderer Genuss, auch für Nichtbayern, ist der Dialekt in den meisten Dialogen.
Schon mit den wenigen Seiten des Prologs haben die beiden mich abgeholt und bis zum Ende nicht mehr losgelassen.
So spannend es mit dem Prolog begann, so spannend geht die ganz Geschichte weiter. Es fiel mir wirklich sehr schwer das Buch aus den Händen zu legen.
Auch dieses Mal besonders schön die Beschreibung der Figuren und Schauplätze. Besonders die Schauplätze haben für mich inzwischen fast schon einen besonderen Reiz, denn ich fühle mich schon fast in München heimisch. Die Liebe der Autorinnen zu ihrer Heimatstadt lassen sich aus nahezu jeder Zeile herauslesen.
Wie schon in den ersten drei Teilen dieser Buchreihe ist es den beiden gelungen mich durch geschickte Wendungen aufs Glatteis zu führen. Nur wenigen Autoren gelingt es, dass ich nicht vor der letzten Seite auf den oder die Täter komme. Hier stand ich bis zum Schluss im Dunkeln und hatte nicht die geringste Ahnung wer es sein könnte. Ich hatte zwar zwischendurch eine Ahnung, doch habe ich das dann auch wieder schnell verworfen, weil die Entscheidende Wendung mir jede Chance genommen hat auf die richtige Spur zu kommen.
Das war, wieder einmal ganz großes Kino und so kann ich einfach nicht umhin hier zum wiederholten Male für diese Buchreihe, eine Kaufempfehlung auszusprechen.
Mich hat das Buch wieder sehr gut unterhalten und so vergebe ich 5 von 5 Sternen.

Viel Atmosphäre und ein bisschen Krimi

Von: Laberladen Blog Datum : 01.03.2017

laberladen.com/

Darum geht’s:

Für die Sekretärin Nathalie wird ein Traum wahr, als der gutaussehende Juniorchef der Rössl-Brauerei sie heiraten will. Doch die Trauung erlebt sie nicht mehr. Bei der Obduktion macht Rechtsmedizinerin Sofie Rosenhuth eine interessante Entdeckung und ihr Ex-Mann und Freund, der Kommissar Joe Lederer, erfährt aus dem Kreis von Nathalies Freundinnen zuerst nur Heile-Welt-Geschichten. Aber dann sickert doch die Wahrheit durch und ein zweiter Mord geschieht.

So fand ich’s:

Sofie und ihr Ex-Mann Joe kämpfen immer noch darum, ihre erneuerte Beziehung zu stabilisieren. Die Suche nach einer gemeinsamen Wohnung in München gestaltet sich allerdings schwierig und Joes Eifersucht auf den charmanten Charly ist Grund für ständigen Streit. Tante Vroni muss zur Kur und fehlt Sofie als Ratgeberin, moralische Stütze und Leibköchin doch sehr. Der Syrische Flüchtling Faris wird verprügelt, Sofie leistet erste Hilfe und Assistent Spike sieht aufgeregt Vaterfreuden entgegen.

Ach ja, und dann gibt es auch noch den einen oder anderen Mord aufzuklären. Neben dem Privatleben von Sofie und ihren Freunden hat die Krimihandlung fast schon nur eine untergeordnete Rolle. Dadurch bekommt man jede Menge Münchner, oder noch präziser gesagt, Giesinger Flair mit. Die Dialoge sind zum großen Teil im Dialekt, was für mich kein Problem war und mein Kopfkino nur zusätzlich mit oberbayerischer Atmosphäre versorgte. Für Leser, die diesen Dialekt nicht beherrschen, könnte es tatsächlich etwas knifflig werden. Die Ermittlungen ziehen sich zwar als roter Faden durch’s Buch, aber man bekommt keine Indizien präsentiert, die zum Mitraten einladen, sondern man muss warten, bis sich die Morde am Ende sang- und klanglos aufklären.

Der Schwerpunkt liegt bei den Figuren, ihren zwischenmenschlichen Problemen und Vergnügungen und dem Münchner Stadtteil Giesing, der eine stimmungsvolle Umgebung liefert. Die bodenständige, aber manchmal ein wenig verpeilte Sofie ist sympathisch, die Nebenfiguren interessant und mit einem Hauch Klischee versehen, und diese Mischung macht einfach Spaß. Einen klassischen Ermittlerkrimi darf man hier nicht erwarten, sondern humorvolle Unterhaltung voller Lokalkolorit, die leicht und locker erzählt wird.

Dat ward wedder bannig goot

Von: Angélique Sauerbrey aus Westerrönfeld Datum : 27.02.2017

Das ist meine Meinung als Norddeutsche zu diesem bayrischen Krimi.

*Inhalt*
Warum musste die junge Nathalie Grimm sterben? Nach ihrem Junggesellinnenabschied wird sie am nächsten Morgen tot in ihrer Wohnung gefunden, verblutet. Sie stand kurz vor der Hochzeit mit Tobias Roßhaupter, dem Erben der Giesinger Privatbrauerei Rößlbier. Kommissar Joe Lederer und sein Team entdecken, dass sowohl die zukünftige Schwiegermutter als auch Nathalies Arbeitskolleginnen genügend Gründe haben, sie zu töten. Doch dann wird die Leiche von Uschi Roßhaupter im eigenen Braukessel entdeckt. Was steckt hinter den Morden? Joe bekommt Unterstützung von Dr. Sofie Rosenhuth.

*Meine Meinung*
"Zapfig" von Felicitas Gruber ist bereits der vierte Teil um die "Kalte Sofie", der Rechtsmedizinerin Dr. Sofie Rosenhuth, und noch immer nicht langweilig. Schnell bin ich in der Geschichte und "helfe" Joe und Sofie beim Ermitteln. Die Mischung spannender Fälle nebst Ermittlungsarbeit und Privatleben ist gut gelungen. Der Schreibstil ist spannend und humorvoll, das Lokalkolorit wird großgeschrieben. Der bayrische Dialekt gefällt mir hier besonders gut, die Worte sind gut gewählt, so dass ich sie auch als Norddeutsche gut verstehen kann.

Das Wiedersehen mit Sofie, Joe, Murmelchen und all den anderen hat mir sehr gefallen. Sofie ist eine starke Frau, die immer mal wieder mit ein paar Pfunden zuviel kämpft, die Kabbeleien mit ihr und ihrer Chefin gefallen mir gut. Obwohl sich die beiden nicht so richtig grün sind, "teilen" sich die beiden den Mops Murmel. Joe wird mir im Laufe der Zeit immer sympathischer, mit seiner ungehobelten Art macht er sich zwar nicht nur Freunde, aber man merkt, wie sehr er Sofie liebt und wie viel Angst er immer noch hat, sie wieder zu verlieren. Seine Eifersucht gegenüber dem Polizeireporter Charly muss er aber noch in den Griff bekommen.

Ich freue mich schon auf die nächsten Abenteuer mit der "kalten Sofie".

*Fazit*
Dieses wunderbare Gesamtpaket aus Krimi und Komödie gefällt sehr gut und ich kann es nur jedem empfehlen, der humorvolle Krimis mag. Von mir gibt es 5 Sterne.

Zapfig

Von: Carmen Dauer aus Ansbach Datum : 24.02.2017

carmen-dauer@t-online.de

"Zapfig" ist der vierte Teil der Reihe und ein echtes muss für Fans der kalten Sofie, die aber gar nicht so kalt ist, auch wenn sie als Rechtsmedizinerin arbeitet.
Nathalie, die Verlobte vom Juniorchef überlebt ihren Junggesellenabschied leider nicht. Warum musste sie sterben, wer hatte was gegen diese Verbindung? Eigentlich müsste die Frage eher heißen, wer hatte nichts dagegen. Ihr Verlobter Tobis hat scheinbar nie etwas anbrennen lassen und hat sich durch die ganze Firma gevögelt.


Es ist wirklich unterhaltsam an Sofies leben teilzuhaben. Ich mag ihren Freund Joe und auch Charly. Sofie, die so tollpatschig von einer Szene in die nächste schlittert, Joe, der vor lauter Eifersucht auf Charly schon Rot sieht, wenn er den Namen nur hört. Nebenbei wird eine Leiche nach der anderen gefunden und landet auf Sofies Tisch und Joe ermittelt in alle Richtungen.

Leider habe ich hier im vierten Teil etwas Spannung vermisst und Charaktere, die mir in den Teilen zuvor ans Herz gewachsen sind, spielen hier nur eine kleinere Rolle. Das Buch ist zwar unterhaltsam und hat einen tollen Schreibstil, aber mir persönlich hat etwas gefehlt und einige Szenen waren mir einfach zu "einfach" abgehandelt.
Ich werde der kalten Sofie aber treu bleiben und freue mich auf ihren nächsten Fall.

Ja mei...die Sofie

Von: Ritja Datum : 20.02.2017

buchstabenfestival.blogspot.de/

Ja mei, mit der Sofie kann man schon ganz gut ermitteln. Und die Fälle sind interessant und teilweise gut verstrickt. Es gibt viele Verdächtige und mögliche Motive, so dass man als Leser nicht direkt weiß, wer der Mörder ist. Felicitas Gruber (zwei Autorinnen) lässt den Leser wieder eintauchen in das bayrische Leben inklusive feinsten Dialekt. Aber keine Sorge sie schreibt den Hauptteil des Regionalkrimis in Hochdeutsch. Jedoch fand ich die Dialekteinschübe recht unterhaltsam. Man ist schnell in der Geschichte drin und hat diese auch ruckzuck gelesen, da das Autorenpaar einen schönen Schreibstil hat. Der Humor kommt trotz der Leichen nicht zu kurz (besten Dank an Frau Dr. Falk), auch etwas Herzschmerz muss sein, aber auch gute Polizeiarbeit und der Beziehungsstress sind in dieser Geschichte vertreten. Für mich ist der neue alte Mann an Sofies Seite die einzige Figur, die mir nicht so recht symphatisch ist. Er ist mir zu laut, zu ungehobelt und viel zu besitzergreifend. Da ist doch der Gegenspieler viel interessanter.
Mit der Sofie würde ich noch einmal ermitteln und hoffentlich dann erfahren, dass sie ihre privaten Entscheidungen noch einmal überdacht hat.

Schee wars wieder

Von: hasirasi2 Datum : 19.02.2017

nichtohnebuch.blogspot.de/

Nicht nur in München ist es eisig, auch Dr. Elke Falk, Sofies Chefin, könnte so manchem Eisblock noch was beibringen. Dabei müssen sie und Sofie zusammenarbeiten, denn die Todesfälle rund um die Giesinger Brauerei haben es in sich.
Zuerst wird Natalie, die Verlobte des Juniorchefs Tobias tot aufgefunden und kurz darauf auch noch seine Mutter – bei beiden war es Mord. Aber wie hängen die Fälle zusammen? Wer hat ein Motiv?

„Zapfig“ fängt quasi da an, wo "Die kalte Sofie" aufgehört hat - man ist man sofort wieder in Sofies Alltag integriert, bis hin zu Murmelchen, den sie sich immer noch mit der Falk teilt. Sofie ist gestresst, denn Tante Vroni ist auf Kur (mischt aber aus der Ferne mit) und der Joe eifersüchtelt gegen den Charly. Und so ganz unrecht hat er nicht, es knistert immer noch gewaltig zwischen den beiden. Gleichzeitig suchen Sofie und Joe auch noch eine gemeinsame Wohnung, kein leichtes Unterfangen in München ...

Auch die Lösung des Falls gestaltet sich schwierig. Nach Natalies Tod scheint nur Tobias ernsthaft um sie zu trauern. Ihre Kolleginnen waren alle mal mit Tobias liiert - es gibt also ne ganze Menge Tatverdächtige und Motive. Aber auch Natalie scheint kein Unschuldslamm gewesen zu sein, vielleicht haben also nicht nur Tobias Verflossene ein Mordmotiv? Und wie passt der Tod von seiner Mutter ins Bild? Es ist verzwickt und sehr spannend.

Für den Leser ist es allerdings auch sehr amüsant. Die ganzen Granteleien zwischen Sofie, ihrer Chefin, Joe und Charly sind extrem unterhaltsam. Ich konnte verstehen, dass Sofie den einen oder anderen immer mal wieder in seine Schranken weisen musste. Außerdem bin ich mir jetzt ziemlich sicher, dass ich lieber nicht in die Verlegenheit kommen möchte, mir in München eine Wohnung suchen zu müssen. Ich hatte ab der Mitte des Buches zwar einen Verdacht, wer der Täter (die Täterin?) ist, aber beim Motiv lag ich falsch, denn die Autorinnen hatten noch die eine oder andere Überraschung parat – es war wirklich bis zu letzten Seite spannend.

5 Sterne für diesen absoluten Wohlfühlkrimi mir viel bayrischem Flair und hohem Unterhaltungswert. Ich hoffe, dass es bald den 5. Teil gibt und wird eigentlich schon über die Filmrechte verhandelt? Ich hätte die eine oder andere Idee bzgl. der Darsteller ;-) ...

die Kalte Sofie ist ein Fall für mich

Von: Gudrun Datum : 15.02.2017

https://testerblog.jimdo.com/

Ein Fall für die Kalte Sofie ist genau ein Fall für mich.

Der Schreibstil der beiden Autorinnen Brigitte Riebe und Gesine Hirsch unter dem Pseudonym Felicitas Gruber sucht seinesgleichen. Da ist guter Humor, der nicht zu dick aufträgt mit etwas Crime und viel Spannung dabei. Die Schreibweise ist locker-lässig und lässt sich flüssig lesen. Am liebsten in einem Rutsch, denn die Spannung fesselt einen wirklich.



Die dargestellten Charaktere sind in den jeweiligen Eigenarten gut rübergebracht und der Leser kann sich auf Du-und-Du mit den Mitwirkenden fühlen.



Das Lokalkolorit ist hervorragend. Die beschriebenen Gegeben- und Eigenheiten sind vortrefflich dargestellt und stellen ein komplettes Bild dar. Hier trägt auch die Mundart seinen Teil dazu bei.



Mein Fazit: die Kalte Sofie ist ein Fall für mich

Unterhaltsamer Krimi mit viel Lokalkolorit

Von: Biggi Friedrichs Datum : 15.02.2017

vergessenebuecher.blogspot.de/

Im 4. Band der Reihe um die Rechtsmedizinerin Dr. Sofie Rosenhuth, ist Sofie mit ihrem Exmann Joe auf Wohnungssuche. Natürlich muss sie ihrem Exmann bei der Aufklärung einiger mysteriöser Morde helfen.

"Zapfig" ist ein Krimi, der in München spielt, mit vielen bayrischen Dialogen, einer sympathischen Rechtsmedizinerin und ihren ganzen Verwandten und Bekannten. Neben der Aufklärung einiger Morde, erfahren wir sehr viel aus dem Privatleben von Dr. Sofie Rosenhuth. Auch das aktuelle Thema "Flüchtlinge" spielt in der Geschichte eine Rolle.

4/5 Sterne für diesen unterhaltsamen Krimi mit Humor, ganz viel Lokalkolorit, bayrischer Mundart und sympathischen Figuren. "Zapfig" lässt sich auch ganz gut lesen, wenn man die Vorgängerbände nicht kennt.

Kalter Tod

Von: Das Echo vom Alpenrand Datum : 13.02.2017

derachentaler.de

Nathalie ist mehr als erleichtert als der Abend ihres Junggesellinnenabschieds endlich vorüber ist. Jetzt dauert es nicht mehr lange und sie ist endlich mit dem Juniorchef vom Rösslbrau, an dem sich schon etliche andere die Zähne ausgebissen haben, verheiratet. Während sie sich noch selbstgefällig über das Geschenk, das sie ihm anschließend präsentieren wird amüsiert, schwinden ihr die Sinne und wenig später ist ihr Traum ausgeträumt. Die Hochzeit ist geplatzt – die Braut ist tot. Der Kummer über Nathalies Ableben, der sich nicht nur bei ihren Kolleginnen in überschaubaren Grenzen hält, irritiert die ermittelnden Kommissare Joe Lederer und Mick Lorenz, zunehmend. Als wenig später die Obduktionsergebnisse vorliegen ist auch Sofies Mißtrauen geweckt und gemeinsam mit Joe, versucht sie dem Geheimnis von Nathalie auf die Spur zu kommen. Doch der Fall wird zunehmend undurchsichtiger. Als dann auch noch die Chefin vom Rösslbräu ums Leben kommt und kurz darauf eine weitere Leiche auftaucht, ist absolute Eile geboten um diesem ausufernden Morden endlich ein Ende zu setzen.

Fazit
Mit viel Münchner Lokalkolorit und einem spannenden Fall in der hart umkämpften Brauerszene, einer sozialkritischen Rahmenhandlung und gewürzt mit einer Prise Humor – ein kriminell lohnenswertes Lesevergnügen.

Hochspannung im zapfig kalten München-Giesing

Von: Susanne Edelmann Datum : 10.02.2017

www.susanne-edelmann.de/

„Zapfig“ ist ein bayrischer Ausdruck für bitterkalt. Und eben solch ein bitterkalter Winter herrscht gerade in München, als die Gerichtsmedizinerin Dr. Sofie Rosenhuth mit einem mysteriösen Todesfall konfrontiert wird: Nathalie Grimm war die Verlobte von Tobias Roßhaupter, dem Juniorchef der Giesinger Privatbrauerei Rößlbier. Wenige Tage später wollten die beiden heiraten, sehr zum Missfallen von Tobias‘ Mutter Uschi. Und wie sich schnell herausstellt, gab es auch sonst niemanden, der der jungen Frau ihr Glück gönnte. Was aber kaum jemand wusste: Nathalie war schwanger und Bluterin.

Und so ermittelt Sofie wieder einmal Seite an Seite mit ihrem Ex-Mann und Wieder-Liebhaber Joe Lederer von der Münchner Mordkommission. Dabei haben die beiden derzeit auch privat so ihre Probleme, denn Joe drängt darauf, endlich wieder zusammenzuziehen. Die Situation auf dem Münchner Wohnungsmarkt ist allerdings angespannt, da helfen auch Doktortitel und Beamtenstatus nichts. Zudem fühlt Sofie sich eigentlich ganz wohl in ihrer Junggesellinnenbude, zusammen mit Mops Murmel, und mit ihrer geliebten Tante Vroni gleich nebenan. Und dann gibt es da ja auch noch den Polizeireporter Charly Lössl, der für Sofie gerne mehr wäre als nur ein Freund, was bei Joe wiederum zu etlichen Eifersuchtsattacken führt. Doch alle privaten Probleme müssen hintan stehen, als plötzlich die Leiche von Uschi Roßhaupter gefunden wird – im Braukessel. Joe bekommt mächtig Druck von seinen Vorgesetzten, dennoch kann er nicht verhindern, dass es noch zwei weitere Todesfälle gibt, bis Sofie und er dem Mörder schließlich auf die Spur kommen.

Nach „Die kalte Sofie“, „Vogelfrei“ und „Blaues Blut“ ist dies nun der vierte Krimi mit der Ermittlerin Sofie Rosenhuth aus München-Giesing. Und mir als Münchnerin geht beim Lesen jedes Mal das Herz auf, denn das Lokalkolorit wirkt hier nicht gewollt, sondern ganz natürlich in die Geschichten eingeflochten. Viele der Straßen und Plätze, die im Buch vorkommen, kenne ich selbst, wie zum Beispiel die Mariahilfkirche, die in den Krimis immer wieder eine Rolle spielt und bei der dreimal im Jahr die Auer Dult stattfindet. Zum Lokalkolorit passt auch, dass Sofie, ihre Tante Vroni und Joe miteinander bayrisch reden – was aber auch für Leser von jenseits des Weißwurstäquators kein Problem bei der Lektüre darstellen dürfte, zumal Sofie im Berufsleben meistens Hochdeutsch spricht. Übrigens war ich hier auch sehr beeindruckt von den fachkundigen Schilderungen aus dem Alltag der Rechtsmedizin. Hier merkt man die akribische Recherche.

Sehr realistisch sind auch aktuelle gesellschaftliche Themen in die Geschichten eingeworben, wie etwa die Wohnungsnot, Obdachlose, bayrische Pfarrer, die aus Afrika stammen, und auch das Problem, das manche Mitbürger mit Ausländern haben – was im aktuellen Buch der junge Automechaniker Faris schmerzhaft zu spüren bekommt. Zum Glück hat er aber Unterstützer, auf die er sich verlassen kann. Und es fehlt auch nie die nötige Portion Humor und Herzenswärme, die diese Krimis zu etwas ganz Besonderem macht. Die sympathischen Protagonisten sind mir – auch oder gerade wegen ihrer kleinen Macken – inzwischen richtig ans Herz gewachsen.

Felicitas Gruber ist übrigens das Synonym der beiden Münchner Autorinnen Brigitte Riebe und Gesine Hirsch. Brigitte Riebe ist promovierte Historikerin und hat bereits eine stattliche Anzahl historischer Romane geschrieben. Gesine Hirsch ist Kunsthistorikerin und Autorin der TV-Serie „Dahoam is dahoam“, die seit Jahren erfolgreich im Bayerischen Fernsehen läuft.

Fazit: Ein äußerst spannender und zugleich liebenswerter Krimi nicht nur für München-Liebhaber, den ich an einem Wochenende ausgelesen habe, weil ich das Buch einfach nicht mehr weglegen konnte.

"Einen eiskoidn Winter braucht's, damit das Unkraut vergeht"

Von: Carmen Vicari Datum : 10.02.2017

carmensbuecherkabinett.de/

In der Giesinger Privatbrauerei Rößlbier steht ein großes Ereignis an. Der Juniorchef will heiraten. Doch drei Tage vor der geplanten Hochzeit stirbt plötzlich seine Braut. Was ist geschehen? War es ein Unfall oder gar Mord?

Dr. Sofie Rosenhuth wird mit der Obduktion betraut. Ihr zur Seite seht ihr Ex-Mann und Wieder-Freund Kommissar Joe. Gemeinsam begeben sie sich auf Spurensuche und müssen feststellen, dass hinter der Fassade alles ganz anders ist als es zunächst erscheint.

Als dann die Chefin der Brauerei Uschi Roßhaupter tot im Braukessel treibt, rennt dem sympathischen Ermittlerduo regelrecht die Zeit davon. Denn wer hätte etwas vom Tod der alten Dame?

Bereits zum vierten Mal hat es mich ins Bayrische verschlagen. Hier in Giesing bei München ermittelt Kommissar Joe zusammen mit der Rechtsmedizinerin Sofie. Beide kennen sich schon aus Kindertagen, waren sogar einmal verheiratet, wurden geschieden und versuchen nun erneut wieder zueinander zu finden. Von daher erwartet den Leser nicht nur ein spannender Krimi, sondern auch noch ein paar persönliche Momente, wenn das Paar seine Probleme miteinander hat.

Im Beruf top, im Privatleben eine Katastrophe, wie die Tante von Sofie sagen würde. Aber gerade das macht die beiden so sympathisch. Zwar begleitet der Leser nur Sofie auf ihren Wegen, jedoch kann man sich in beide Protagonisten gut einfühlen. Ihre Probleme miteinander und auch ihr soziales Umfeld machen die beiden zu greifbaren und plastischen Figuren.

Der Fall entwickelt sich, auch wenn man zunächst meint, man trampelt auf der Stelle, kommt ab der zweiten Leiche deutlich Schwung in die Geschichte. Ein Meer aus Lügen, geballt mit Zickenkrieg, Fusionen und auch das Flüchtlingsthema kommen bei diesem Buch nicht zu kurz.

Da es sich um einen Lokalkrimi handelt, sprechen die Protagonisten auch gerne mal ihren urtypischen Dialekt. Nach vier Romanen habe ich mich schon sehr an diesen – für mich ungewöhnlichen – Dialekt gewöhnt. Nur manchen Begrifflichkeiten stehe ich noch fragend gegenüber und hätte mir am Ende des Buches einen kleinen Glossar für Nicht-Bayer gewünscht.

Fazit:
Ein spannender Lokalkrimi, der mich bereits zum vierten Mal nach Giesing entführt hat, mir die landestypischen Gebräuche, Gerichte und nicht zuletzt die Sprache näher gebracht hat, während ich zusammen mit Sofie und Joe nach dem oder der Täter/in gefahndet habe.

Im Braugeschäft brodelts

Von: sommerlese Datum : 09.02.2017

sommerlese.blogspot.de/

Diese Krimireihe fällt besonders auf durch interessante Einblicke in Sofies pathologische Arbeit, ihr privates vertracktes Liebesleben und den Münchner Lokalkolorit, der dieses Mal auf Wohnungssuche in einige Münchner Stadtteile führt und diese näher vorstellt.

Sofie kommt auch in diesem Buch wieder als leicht chaotisches Vollweib daher, privat hat sie so ihre Probleme mit der Hausarbeit, auch Kochen ist nicht ihr Ding, dafür isst sie umso lieber. Beruflich jedoch kann man ihr nichts vormachen, dort ist sie bisher noch jedem Verbrechen auf die Schliche gekommen, irgendeine Unstimmigkeit im menschlichen Körper ihrer Leiche gibt ihr den Blick auf den Tathergang frei. Ihre Beziehung zu ihrem früheren Ex Joe ist wieder aufgeflammt, aber auch hier läuft es nicht unbedingt reibungslos.
Zum aktuellen Fall im Braugewerbe wird sozusagen als aktuellen Bezug das Thema Flüchtlinge durch den jungen Syrer Faris eingebaut, dem Gewalt angetan wurde. Er ergänzt die alte Riege an Figuren und eine neue Person.

Die Charaktere sind mal wieder lebensecht und sympathisch beschrieben, ein wenig klischeehaft natürlich besonders Dr. Elke Falk und Sektionsgehilfe Spike, der während seiner Arbeit seiner Musikleidenschaft frönt und die ganze Bandbreite zwischen Klassik und Pop abspielt. Gerade die Einblicke in die rechtsmedizinischen Besonderheiten finde ich immer sehr interessant, hier bringt die fachkundige Beratung durch einen Rechtsmediziner die Autorinnen ins Bild und sie geben im Buch den ungeschönten Blick auf den Seziertisch frei.


Auch dieses Mal sorgen eine Menge Charme von Tante Vroni und Charly, etwas Witz über die eiskalte Falk und ein flotter Erzählstil für gelungene Unterhaltung. Der Lokalkolorit wird dieses Mal durch die Wohnungssuche von Sofie und Joe eingebracht, hier stellen sich einige Münchner Stadtteile vor.

Auch wenn ich die Reihe bisher sehr gern gelesen habe, bin ich von diesem Teil zwar gut unterhalten, aber doch etwas enttäuscht. Die Personen erscheinen immer nach dem gleichen Schema, die humorvollen Einschübe erfolgen stets dank Mops Murmel und der eiskalt dargestellten hochintelligenten Dr. Falk, Sofies Chefin. Auch das Figurproblem Sofies und Joes beziehungsproblematische Art sind erneut Thema des Buches. Hier hatte ich mir doch einige neue Ideen gewünscht und hoffe auf mehr Änderung im Nachfolgeband.


Wer gute Unterhaltung mit einer Bayrischen Krimireihe sucht, findet sie hier mit einer starken Protagonistin!

Zapfig - eiskoit erwischt

Von: Gelinde aus Neresh. Datum : 09.02.2017

"Zapfig" von Felicitas Gruber
Ein Fall für die Kalte Sofie

Cover:
Typisch bayerisch? Eiszapfen (=zapfig, kalt) an einem Wetterhahn.

Inhalt:
Drei Tage vor ihrer Hochzeit, in der Nacht nach ihrem Junggesellinnenabschied, stirbt die Braut unter mysteriösen Umständen.
Sie war die Sekretärin der Privatbrauerei Rößlbier und sollte den Juniorchef Tobias heiraten. Bei den Ermittlungen wird klar, dass Tobias ein „Weiberheld“ war und dass sämtliche Damen des Betriebs ein Auge auf ihn geworfen haben. Auch die Schwiegermutter in spe war nicht glücklich über diese Verbindung, aber wenn der „Bua“ es nun mal so wollte...
Doch warum wird sie kurz darauf in ihrem eigenen Braukessel ertrunken aufgefunden? Ein Unfall? Mord?
Und es bleibt nicht bei den zwei Toten.

Tja das Leben in der Münchner Schickeria ist eben oft mehr Schein als Sein.

Meine Meinung:
Ein Krimi, bei dem die Kiminalhandlung sehr in den Hintergrund gedrängt wurde. Im Vordergrund steht für mich eher das Privatleben und Handeln der Pathologin, Dr. Sofie Rosenhuth. Bei den Ermittlungen sind es eher „Zufälle“ die zu Ergebnissen führen.
Der Schreibstil ist locker, frech und flüssig und normalerweise mag ich es auch wenn ein Dialekt (hier urbayerisch) dem ganzen einen Lokalkolorit verleiht und das Ganze somit authentisch macht, hier ist es mir fast zu viel des Guten.
Allerdings möchte ich den Humor extra noch erwähnen, weil der schon klasse ist und wert, extra erwähnt zu werden. Viel Situationskomik!!
Alle weiteren handelnden Personen sind mir sehr „Karikatur mäßig“ also überzogen gezeichnet.
Viele Handlungen sind mir auch zu überspitzt dargestellt, ja teilweise finde ich es doch recht konstruiert. So ermittelt Sofie fleißig mit, als es die erste Leiche gibt und auch später ist sie meist die treibende Kraft und hat die zündenden Ideen. Sie hat anscheinend immer Zeit und es wird auch von Seiten der ermittelnden Behörden anscheinend als normal angesehen. Klar, ist doch der ermittelnde Hauptkommissar Joe ihr Ex, bzw. jetzt wieder akuter Lover, da sich die beiden nochmals eine Chance geben wollen. Vermutlich deshalb wird auch dieses private Liebeschaos sehr ausführlich behandelt.

Gut finde ich die eingebauten gesellschaftlichen Brennpunkte, hier das Thema Migration.

Autorin:
Hinter dem Pseudonym Felicitas Gruber verbergen sich die Autorinnen: Brigitte Riebe und Gesine Hirsch.
Brigitte Riebe kenne (und liebe) ich als Autorin von historischen Romanen, genauso wie unter einem weiteren Pseudonym.

Mein Fazit:
Ein unterhaltsamer Kriminalroman, bei dem der Fokus meiner Meinung nach mehr auf „Roman“ als auf Krimi liegt. Ein Krimi der unterhält und bei dem viel gelacht oder geschmunzelt werden darf, aber bei dem bei mir keine Spannung, kein Nervenkitzel aufkommt.
Deshalb 4 Sterne.