Leserstimmen zu
Erwin, Enten & Entsetzen

Thomas Krüger

Erwin Düsedieker (3)

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Kurzbeschreibung: Erwin Düsediekers Freundin Lina Fiekens ist verschwunden. Sie wollte ihre Schwester auf der Insel Oddinsee besuchen. In den Zeitungen wird von einer unbekannten Toten berichtet. Erwin muss in den Norden, ans Meer, um sie zu finden. Selbstverständlich reist Erwin nicht ohne seine Laufenten Lothar und Lisbeth und deren Nachwuchs Alfred. Auf Oddinsee erleben sie eine Welt voller Mythen & Morde. Zum Autor: Thomas Krüger, geb. 1962 in Ostwestfalen, ist Hörbuch- und Kinderbuchverleger, Autor von Kinderbüchern (Die 3 Superbrillen) und zahllosen Sonetten an Donald Duck. Mit Erwin, Enten & Entsetzen legt er den dritten Band um Erwin Düsedieker vor. Meinung: Erwin, Enten & Entsetzen ist der 3. Band der Erwin Düsedieker-Reihe, daher besteht beim Weiterlesen Spoilergefahr! Erwin Düsediekers Freundin Lina Fiekens besucht ihre Schwester Theresa, die sie schon lange nicht mehr gesehen hat, auf der Insel Oddinsee. Sie hatte versprochen, regelmäßig zu schreiben, doch plötzlich bleiben ihre Briefe aus. Als dann auch noch in der Zeitung von einer aufgefundenen Leiche auf Oddinsee berichtet wird, die Ähnlichkeiten mit Lina aufweist, ist Erwin krank vor Sorge. Er überredet seinen Freund Arno und dessen Arbeitgeberin Hilde, mit ihm und den Laufenten Lothar, Lisbeth und Nachwuchs Alfred nach Oddinsee zu reisen und sich auf die Suche nach Lina zu machen. Dort angekommen, fehlt jede Spur der Schwestern Lina und Theresa, selbst die Mieter der zum Hof gehörenden Ferienwohnungen haben keine Ahnung über deren Verbleib. Es geschehen weitere Morde und Erwin findet in Linas Zimmer einen Zettel mit mysteriösen Notizen von ihr, die scheinbar mit ihrem Verschwinden zu tun haben. Der 3. Teil der Reihe um Erwin Düsedieker ist diesmal völlig anders als noch seine Vorgänger: Erwin verlässt zum ersten Mal seine ihm so vertraute Umgebung und es geschehen mehr Morde, es wird blutiger und leichenreicher. Erwin ist und bleibt ein sehr liebenswerter Charakter, dem es sichtlich schwerfällt, seine gewohnte Umgebung zu verlassen und sich nach Oddinsee aufzumachen, um Lina zu suchen. Zwar hat er seine geliebten Laufenten bei sich, doch er fühlt sich recht unwohl an dem fremden Ort, wobei er aber Unterstützung durch Hilde und Arno findet, die ihm hilfreich unter die Arme greifen. Die Handlung selbst gestaltet sich wieder sehr unterhaltsam, da Thomas Krüger den Leser in die Welt der Mythologie einlädt (die Odyssee und die Edda spielen hier eine große Rolle) und durch seinen Schreibstil viel Poesie an den Tag legt. Besonders die Insel Oddinsee wird von ihm sehr bildhaft, detailliert und atmosphärisch beschrieben als wäre man selbst vor Ort. Am Ende nimmt die Handlung nochmals eine für mich nicht zu erahnende Wendung, die mich begeistern konnte. Und somit beginnt nun die Wartezeit auf den nächsten Band dieser unvergleichlichen Reihe, und man kann nur hoffen, dass noch zahlreiche Teile folgen werden. Erwähnenswert ist noch die anschauliche Karte von der Insel Oddinsee, anhand der man sich dort gut orientieren kann und am Ende des Buches findet man ein von Thomas Krüger geschriebenes Sonett mit dem Titel Denn du bist anders..., das der Laufente Alfred gewidmet ist, was mir sehr gut gefallen hat. Fazit: Der 3. Teil der Reihe um Erwin Düsedieker, Erwin, Enten & Entsetzen, entwickelt sich blutiger, leichenreicher und auch düsterer als noch seine Vorgänger, begeistert aber genauso. Eine aus der Masse herausstechende Krimi-Reihe, die ich mir auch sehr gut als TV-Verfilmung vorstellen könnte.

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„Erwin , Enten & Entsetzen“ von Thomas Krüger ist der dritte Band einer Serie bei dem der Westfale Erwin Düsedieker und seine Laufenten Lothar und Lisbeth, und inzwischen auch deren Sohn Alfred, bei den Ermittlungen zu dem jeweils vorliegenden Kriminalfall behilflich sind. Diesmal führt die Aufklärung des Falls den in Gummistiefeln durch seine Welt stiefelnden Endfünfziger Erwin an die See, die für ihn ungeheure 500 km entfernt im Norden liegt. Obwohl ich die beiden ersten beiden Bücher der Reihe nicht gelesen habe, konnte ich der Handlung mühelos folgen. Erwins knapp über 70 Jahre alte Freundin Lina ist auf die Insel Oddinsee gefahren, um dort ihre Schwester Therese zu besuchen. Nach einem ersten Brief bricht der Kontakt ab. Erwin macht sich große Sorgen. Wenig später wird in der Tageszeitung von einem weiblichen Leichenfund auf der Insel berichtet. Die Tote starb an den Verletzungen eines Pfeils. Er überredet seine Nachbarin Hilde wie auch seinen Freund Arno dazu, ihn nach Oddinsee zu begleiten. Mit dabei sind auch die Laufenten. Vor Ort steigert sich seine Sorge um Lina noch, weil niemand im Haus von Therese anwesend ist. Auch die Feriengäste aus den nebenliegenden Wohnungen haben nichts gesehen und gehört. Nur ungern dringt Erwin in Linas Reich, ihrem Schlafzimmer, ein. Dort findet er Notizen, die für ihn keinen Sinn ergeben. Aber sein gesunder Menschenverstand und seine Freunde bringen eins ums andere im Laufe der Zeit zusammen. Derweil geschehen weitere Morde und die Zeit scheint den Freunden bis zur Aufklärung des Falls davonzurennen. Bisher ist Erwin nie über die Gegend des fiktiven Bramschebeck in Westfalen hinausgekommen. Doch vor allem durch das Lesen von Büchern ist er zwar der unerfahrene, aber kenntnisreiche Landwirt vom Dorf. Es fällt es ihm zwar schwer, sich auf die Reise zu machen, aber vor allem seine durchsetzungsfreudige Nachbarin Hilde unterstützt ihn dabei tatenreich. Das Zusammenspiel der drei ungewöhnlichen Charaktere Erwin, Hilde und Arno verursacht manch amüsante Situation. Einen wesentlichen Anteil daran haben die Dialoge in westfälischer Mundart zwischen den Dreien. Erwin ist ein Sympathieträger ohne Gleichen. Seine selbstreflektierende, um seine Naivität wissende Art konnte mich für sich einnehmen. Für seine Freunde ist er bereit bis über den Rand seiner Welt hinaus zu gehen. Ich fand es gut, dass die Laufenten respektvoll als Tiere behandelt und nicht zu Ermittlern Sondergleichen aufgebaut wurden. Der Krimi ist aus der Perspektive eines allwissenden Erzählers geschrieben. Auf diese Weise erfährt der Leser teilweise wesentlich mehr, als Erwin in der jeweiligen Szene gerade wissen kann, ohne ihm jedoch bei der Aufklärung des Falls je vorauszueilen. Die Ermittlungen führen hinein in die Welt der Mythologie, in der Erwin und Lina sich durch gemeinsames Lesen auskennen. Der Sprachstil, in der Thomas Krüger schreibt, ist geprägt von kurzen Sätzen und Gedankenausflügen von Erwin mit Liebe zu Details. Teilweise wirkt der Text jenseits der Dialoge sogar lyrisch. Zur besseren Orientierung erhält der Leser beim Aufklappen des Covers eine Landkarte der Insel Oddinsee mit bemerkenswerter Silhouette. In der Klappe der Rückseite des Buchs findet sich als kleine Zugabe ein Sonett vom Autor. Gerade weil die Zeit den Ermittlern davonläuft, während die Mordserie nicht abreißt, bleibt die Spannung erhalten. Kurz vor Schluss gibt es ein groß inszeniertes Finale und schließlich noch einmal eine unerwartete Wendung.

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Super Spannend! Verständlich, einfach ein tolles Buch. Muss man gelesen haben :)

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Normalerweise höre ich nicht das Hörbuch, wenn ich gerade erst das Buch gelesen habe. Meist entscheide ich mich für ein Medium und bleibe, gerade bei einer Reihe, dabei. Manchmal finde ich es nett, ein Hörbuch zu hören, wenn ich das BUch schon vor einiger Zeit gelesen habe - oder andersherum, weil ich anders höre als lese. Hörbücher sind da eher 'das schnelle Buch für unterwegs'. Auch immer gut, wenn man keine Zeit hat, die vorangegangenen Teile zu lesen, man aber eine Erinnerungshilfe braucht. Bei manchen Büchern lohnt sich aber auch sowohl als auch. Zum Beispiel dann, wenn ich das Buch richtig, richtig gut finde, aber es ein bisschen anspruchsvoll ist. Denn dann habe ich manchmal Probleme, alle Kleinigkeiten bewusst zu lesen und aufzunehmen. Und da hilft es, anschließend das Hörbuch zu lesen. Meine Güte, was für eine lange Einleitung, aber jetzt geht es los! 'Erwin, Enten & Entsetzen' ist ein durchaus anspruchsvolles Buch, da Thomas Krüger erstens eine sehr poetische Sprache benutzt und er zweitens immer mal wieder irgendwelche abgedrehten Dinge einbaut. Hier sind es die Odyssee und die Edda (zum Glück nicht im Original). Da kommt es zuweilen zu Unaufmerksamkeiten meinerseits. Natürlich lese ich nicht das gleiche Buch zwei Mal hintereinander, aber ich habe während des Hörens des Hörbuches festgestellt, dass ich einiges 'überlesen' hatte, oder gleich wieder vergessen. Oder ich habe mich über eine Stelle gefreut, weil sie mir im Buch so gut gefallen hat. Manches habe ich beim Lesens jedoch als sehr viel dramatischer empfunden, besonders die Entwicklung von Erwin. Anderes war gewichtiger im Hörbuch, zum Beispiel Arno und Hilde. Und natürlich hat das auch was damit zu tun, wer das Buch liest. Hier wieder Dietmar Bär natürlich, der auch die anderen Teile gelesen hat. Und ja, er hat ein gutes Gespür für die ostwestfälische Rettungstruppe. Seltsamerweise ist er für mich eher Arno als Erwin - das mag aber daran liegen, dass ich Erwin den Dorftrottel eh nie so richtig abgenommen habe. Lesen und hören ist immer subjektiv! Schauspielerisch hält sich Dietmar Bär zum Glück zurück, spielt nur mit den 'Dialekten' und ist ansonsten eher der ruhige, geduldige Vorleser, der mehr Wert auf das Wort legt als auf Selbstdarstellung. Manchmal war mir das zu 'öde', insgesamt gefällt mir das aber ganz gut. Fazit? Die Kombination Erwin-Krimi mit Dietmar Bär passt hundertprozentig, und so ist das Hörbuch für mich eine wunderbare Ergänzung zum Buch. Und nein, ich kann mir das eine ohne das andere nicht vorstellen.

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Der dritte Teil der Krimireihe um Erwin Düsedieker ist anders. Nicht nur, dass der Held mit seiner Entourage das beschauliche Ostwestfalen verlässt - zum Glück in Richtung Norden - , irgendwie ist Erwin verändert. Vielleicht liegt das an dem mythologischen Lesestoff, vielleicht an Alfred. Wer wie ich die ersten beiden Teile gelesen und geliebt hat - auch wegen der tollen Sprache, die Thomas Krüger benutzt, immer ein bisschen poetisch, immer ein wenig verschlungen und schnörkekig - der wird auch 'Erwin, Enten & Entsetzen' lieben, natürlich. Allerdings fand ich es irritierend, wie sehr Erwin hier zu sich selbst findet und sich mehr noch als zuvor als ein Mensch zeigt, der intellektuell sehr viel zu bieten hat. Vielleicht liegt das an den veränderten häuslichen Umständen, vielleicht auch daran, dass er endlich Unterstützung erfährt, ja, zum Anführer einer bunten Truppe wird. Und es geht sehr viel spannender zu, finde ich. Sicherlich sind auch 'Erwin, Mord & Ente' und 'Entenblues' spannend, aber eher gegen Ende, beim Showdown. Hier habe ich schon sehr viel früher damit angefangen mitzufiebern und zu bangen. Vielleicht, weil Lina einfach ein Sympathieträger erster Güte ist und der Leser natürlich Anteil an ihrem Schicksal nimmt. Vielleicht aber auch, weil von Anfang an unheilvolle Dinge geschehen - oder es wenigstens so aussieht. Da wird der Leser sehr schnell in den Bann der schicksalhaften Verstrickung gezogen, auch unterstützt durch die Zitate, denn lustig ist das wenig. Natürlich kommt auch hier der Humor nicht zu kurz, wenn auch beinahe ausschließlich auf Kosten von Arno. Meist liegt er jedoch auch in der Ausdrucksweise und der Wortwahl. Erwin ist jedenfalls schon lange keine Lachnummer mehr! Stilistisch, nun, was soll ich schreiben? Thomas Krüger beherrscht seine Sprache, hat seinen Rhythmus und schreibt Bilder aus Poesie und Liebe zum verdrehten Denken. 'Wenn Schiffe Eltern hatten...' - dieser Satz (der natürlich noch weitergeht) hat mich beinahe umgeworfen (zum Glück liege ich beim Lesen), weil er so wunderbar das Naive im Denken Erwins versinnbildlicht - für mich. Oder, um es anders auszudrücken: Obwohl Erwin auf eine gewisse Art erwachsener ist, bleibt ihm das Kindliche, das die Geschehnisse erträglicht macht. Aus irgendeinem Grund habe ich das Gefühl, diese Reihe wäre eine Trilogie. Zum einen fände ich das von den Covern her schön. Außerdem reichen drei Enten. Und Ewin hat sich nun endgültig von seinem Vater befreit und kann jetzt gut in den Sonnenuntergang reiten. Eine neue, bessere Familie hat er eh. Aber dieser Gedanke macht mich auch ein bisschen traurig. Denn irgendwie ist mir Erwin und seine Umwelt ans Herz gewachsen - vielleicht auch, weil sie mir so vertraut ist! Fazit? Selten habe ich die Entwicklung eines Protagonisten so intensiv miterlebt. Ein wundervoller dritter Teil.

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Erwin Düsendieker hat es im Gefühl. Irgendwas stimmt da nicht! Seine Freundin Lina Fiekens ist zu ihrer Schwester auf die Insel Oddinsee gefahren um diese endlich mal wieder zu besuchen. Aber plötzlich bricht der Kontakt ab! Und dann wird in der Zeitung auch noch von mysteriösen Morden auf der Insel berichtet. Also verlässt Erwin zum ersten Mal in seinem Leben sein Heimatdorf und begibt auf die Suche nach Lina. Natürlich mit von der Partie sind da seine Lauf- und Ermittlungsenten Lothar und Lisbeth. Dessen Spross der rabenschwarze und gar nicht brave Enterich Alfred lässt sich auch nicht bitten :-) Uff! Was eine Fortsetzung der beiden ersten Teile "Erwin, Mord und Ente" und "Entenblues". Ich bin immer noch auf Hochspannung! Oh Mann, oh mann, oh mann... Wie oft ich mir die Enten unter den Arm klemmen und sie im Schweinsgalopp in Sicherheit bringen wollte kann ich nicht mehr zählen! Aber auch Erwin (ok, den könnte ich wohl nicht unter den Arm klemmen), den hätte ich dann eben auf einem Stuhl festgebunden und dann wäre ich zur Polizei gerauscht und hätte denen den Marsch geblasen! Ich sags euch! Die Geschichte von Erwin und seinen Enten hat mich ab dem ersten Band soo gebannt und gleichzeitig verzaubert! Wer könnte sich auch solch herzensguten Personen bzw Laufenten entziehen?!? Also ICH nicht! Auch bei 3. Band ist es Thomas Krüger wieder voll und ganz gelungen ein vielschichtiges und durchdachtes Meisterwerk zu schaffen. Und zu der Stimme von Dietmar Bär brauch ich glaub nix mehr sagen, die passt einfach perfekt. Bei diesem Band fällt auf, wie Erwin, der Dorfdepp (das sind nicht meine Worte!) sich immer mehr entwickelt. Wie er aus dem Schatten seiner Vergangenheit immer mehr hervortritt. Bravo! Teilweise wünsche ich mir seinen Mut (und seine Enten)! Hier gebe ich 10 von 5 Sterne und keinen weniger!!! Oder sollte ich einen abziehen, weil nun wieder die lange Zeit des Wartens auf Fortsetzung kommt? Wie soll ich das nur aushalten?

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