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Leserstimmen (38)

Claudia Winter: Aprikosenküsse

Aprikosenküsse Blick ins Buch

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Taschenbuch, Klappenbroschur ISBN: 978-3-442-48390-7

Erschienen:  15.02.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

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Aprikosenküsse

Von: Nicole Plath Datum : 06.05.2018

www.nicole-plath.de

Hanna arbeitet als Foodjournalistin. Für ihre Zeitschrift war sie in Italien und fand die Restaurants dort furchtbar. Insbesondere eins war die reinste Katastrophe, und das schreibt sie auch so. Als die Besitzerin dieses Restaurants diese Kritik liest, bekommt sie einen Herzinfarkt. Durch einen unglücklichen Zufall gerät Hanna auch noch in den Besitz der Urne der Dame. Sie möchte sie der Familie zurückgeben und reist nach Italien.

„Aprikosenküsse“ ist ein gelungener Roman. Er ist witzig, romantisch, etwas traurig und doch so schön. Die Entwicklung der Beziehung von Hanna und Fabrizio, dem Enkel der Verstorbenen, ist gut beschrieben. Ebenso das Gut mit all seinen Bewohnern, sowie die Einwohner des fiktiven Dorfes Montesimo.

So gut die Geschichte auch geschrieben ist, mich hat sie nicht ganz fesseln können. Ich bin nicht richtig hineingekommen und blieb so mehr ein stummer Beobachter, der den Charakteren emotional fern blieb. Doch dabei wäre es so einfach gewesen, in das Buch zu finden. Der Roman wird abwechselnd aus Hannas und Fabrizios Perspektive erzählt. Warum die Geschehnisse mich nicht ganz gepackt haben, kann ich nicht sagen.

Mit „Aprikosenküsse“ ist Claudia Winter ein gutes Buch mit einer schönen Geschichte gelungen. Nicht zu vergessen sind die leckeren Gerichte, welche Hanna in der Toskana probieren kann. Die Rezepte sind am Ende des Buches zu finden, und ich kann das Ausprobieren ausdrücklich empfehlen.

Alles was das Herz begehrt!

Von: Glitzerfee Datum : 08.02.2018

www.buchtempel.net

Inhalt:



Hanna ist Foodjournalistin und nimmt kein Blatt vor den Mund. Als die italienische Besitzerin des „Tre Camini“ die Restaurantkritik liest, erleidet sie einen Herzinfarkt.

Als Hanna später dann auch noch versehentlich die Urne einsteckt, entschließt sie kurzerhand nach Italien zu reisen und sich zu entschuldigen.

Doch auch nach dem Tod, hat Guiseppa Camini die Fäden in der Hand...



Meine Meinung:



Aprikosenküsse von Claudia Winter konnte mich von der ersten Seite an begeistern. Es gibt so Bücher, die fängt man an zu lesen und taucht direkt darin ab.

Claudia Winter schreibt mit so viel Liebe zum Detail, sodass man sich wohlfühlt.



Die Charaktere schließt man ins Herz und die Szenerie hat man vor Augen. Es ist diese besondere Art die Dinge zu beschreiben um sich zu verlieben und genau das passiert wenn man ein Buch der Autorin anfängt zu lesen.



Die Geschichte ist abwechselnd aus Hannas und Fabrizios Sicht geschrieben. Hanna schreibt Restaurantkritiken und ist dabei abgrundtief ehrlich. Sie ist zielstrebig, kleptomanisch veranlagt und sehr straight. Nach und nach kommt ihre liebenswerte und leicht verrückte Art zum Vorschein, was mir gut gefallen hat. Fabrizio ist eher der kleine Macho der seine Aprikosenfelder liebt. Er ist sehr familienbezogen und hat einen weichen Kern. Man verliebt sich also sofort.

Die restlichen Charaktere im Buch kommen gut zur Geltung und lernt sie allesamt kennen.



Die Familie und das Essen bekommen eine große Rolle in „Aprikosenküsse“ was eine tolle Kombination ist um sich in das kleine Dorf Italiens zu Träumen. Das Tre Camini mit seinen weiten Aprikosenfeldern, Traditionen und dem unvergleichbaren Restaurant wird so schön dargestellt, das alles wie ein Film vor den Augen abspielt.



Claudia Winter hat hier einen Roman geschrieben der voller Liebe ist, aber auch einige lustige Szenen werden mit eingeflochten. So habe ich gelacht und einige Hach-Momente erlebt. Es gibt Geschehnisse und Wendungen, die für mich unvorhersehbar waren. Genau das macht eine wunderschöne Geschichte aus. Danke dafür, liebe Claudia!



Fazit:

„Aprikosenküsse“ von Claudia Winter konnte mich mit ihrem wundervollen Schreibstil, sowie ausgezeichnete Charaktere und eine tolle Kulisse vollends begeistern. Hier bekommt man alles was das Herz begehrt. Es ist Liebe

Ein kurzer Wohlfühlurlaub in der Toskana

Von: Marie's Salon du Livre Datum : 31.12.2017

mariessalondulivre.at

Urlaub kennt Hanna Philipp nur vom Hören sagen, deshalb ist es nichts Außergewöhnliches, dass sie während ihrer freien Tage in Italien Restaurantkritiken schreibt, wie am Laufband.
Ein Besuch im Tre Camini hat es ihr ganz besonders angetan. Sämtliche Gänge waren einfach grauenhaft und genauso ist auch ihre Kritik ausgefallen. Sie lässt kein gutes Haar an der Trattoria und dem Koch.
Sie konnte auch nicht ahnen, dass die Besitzerin des Tre Camini Giuseppa Camini zur Untersuchung nach Deutschland fliegt und sie zufällig den Artikel von ihrem Enkel Fabrizio vorgelesen bekommt. Das hat schwerwiegende Folgen, die alte Dame erleidet einen Herzinfarkt. Ihre sterblichen Überreste in einer Urne möchte ihr Enkel nach Hause bringen, doch im Flughafenrestaurant sitzt nicht nur Fabrizio sondern auch Hanna und Hanna ist im Stress, sie reagiert seltsam auf Druck und so findet sie sich bald darauf in ihrer Wohnung mit der Asche von Giuseppa Camini.
Um ihren Job zu retten, muss Hanna zurück nach Italien. Nicht nur um die Urne zurückzubringen, sondern auch um eine Klage der Familie abzuwenden. Fabrizio ist nicht nur wütend sondern will unbedingt auch den Ruf seiner Trattoria retten. Deshalb greift er auf ungewöhnliche Mittel zurück, um Hanna zu überzeugen, dass seine italienische Küche großartig und ausgezeichnet ist. Dabei hat Giuseppa immer noch ihre Finger im Spiel, vor allem wenn es um die Liebe geht.

Wie hat es mir gefallen?

Es wurde endlich Zeit, dass dieses Buch von meinem SuB befreit wurde. Schon letztes Jahr auf der Lit.Love in München fand ich die Autorin sehr sympathisch, aber ihr wisst ja wie das Leben so spielt, es hat nun doch länger gedauert als gedacht. Weil mir der Titel von ihrem neuen Buch „Die Wolkenfischerin“ so gut gefällt, habe ich mir vorgenommen davor „Aprikosenküsse“ zu lesen.

Die Toscana steht nicht nur für gute italienische Küche sondern auch für das Dolce Vita, wundervolle Natur und freundliche Menschen, wie ich heuer im Mai wieder feststellen durfte.
Einen Abend in der Trattoria zu verbringen, sich verwöhnen zu lassen und diese traumhafte Küche zu genießen, gehört mit zu den schönsten Erinnerungen meines Urlaubs.
Mit dieser Geschichte hatte ich öfter das Gefühl wieder mitten in einem Weizenfeld zu stehen. Mein Blick schweift über die Hügel. Eine kleine Allee führt zu einem Steinhaus, das zwischen Olivenbäumen und Obstbäumen steht. Genauso stelle ich mir das „Tre Camini“ vor. Ein Ort, den ich gerne besuchen würde.
Hanna findet sich dort wieder, um Buße zu tun. Sie passt anfangs dorthin wie ein Kreis ins Quadratland. Ihre spröde Art wirkt abweisend und sehr unterkühlt.
Der Erbe des Gutes soll Fabrizio sein, dem nichts so sehr am Herzen liegt, wie die Aprikosenbäume und die Landwirtschaft. Darüber vergiss er oft, dass es nicht nur um die Arbeit geht, sondern auch um die Menschen, die mit ihm Leben.
Davon gibt es einige, denn das ganze Dorf ist voll mit skurrilen und ungewöhnlichen Menschen. Egal ob es der Postbote, der Bankdirektor oder der Bürgermeister ist. Nicht zu vergessen der Barbesitzer und natürlich die Familie Camini. Neben Lucia, die ein so reines und gütiges Herz hat, spielt auch noch Giuseppa eine große Rolle. Ihr Geist schwebt über der Vergangenheit, der Gegenwart und auch der Zukunft.
Besonders gefallen hat mir die Entwicklung, die sowohl Hanna und auch Fabrizio durchmachen. Anfangs beide recht unnahbar und sehr nüchtern, verändern sie sich stetig.
Einen weiteren Pluspunkt vergebe ich für die bildlichen Darstellungen der Kunst des Kochens. Ich liebe es Köchen über die Schulter zu schauen. (Mein Mann ist auch gelernter Koch.) Die Liebe zu den örtlichen Produkten ist förmlich zu spüren und wenn Lucia im Kräutergarten auf die Suche nach den besten Blättern geht, rieche ich Basilikum, Thymian und andere Zutaten.
Die Lektüre war wie ein Kurzurlaub in der Toscana, der mich in diese traumhafte Landschaft entführt hat. Die leckeren Rezepte am Ende des Buches haben mich gleich mal dazu verführt, die Kochtöpfe zu schwingen und eines davon zu versuchen. Es hat sogar recht gut geklappt – nach Aussage meines Mannes.

Ich freue mich jetzt schon auf „Die Wolkenfischerin“. Das Buch spielt in der Bretagne, die nächstes Jahr auf unserem Urlaubsplan steht.

www.mariessalondulivre.at

packende Liebesgeschichte mit italienischem Temperament

Von: RoRezepte Datum : 24.10.2017

www.rorezepte.com

„Verrückt, romantisch, köstlich“ beschreibt dieses Buch perfekt. Mit viel Humor und Spannung schreibt Claudia Winter eine packende Liebesgeschichte mit italienischem Temperament zwischen Hanna & Frederiko, welche so nah und schön beschrieben ist, dass man das Gefühl hat dabei zusein. Auch wenn man sich das Happy End denken konnte, war ich gebannt und gefesselt, welche Hindernisse zu überwinden seien.

Ein absolut schöner Sommerroman, den ich absolut empfehlen kann.

Die Rezepte aus Aprikosenküsse findet ihr hier: www.rorezepte.com

https://rorezepte.com/aprikosenkuesse/

ein sommerlicher und an den Sommer erinnernder Lesegenuss,ein wirklich sommerlicher und an den Sommer erinnernder Lesegenuss

Von: Buchreisender Datum : 26.07.2017

ww.buchreisender.de

Ich durfte das Buch "Aprikosenküsse" von Claudia Winter im Rahmen meiner Blogtour-Organisation lesen.

Für mich ist das Buch ein wirklich sommerlicher und an den Sommer erinnernder Lesegenuss, den ich uneingeschränkt weiterempfehlen kann. Dies liegt nicht nur an der verträumten Beschreibung der Toskana sondern auch an die Herzlichkeit der Autorin ihrer Protagonisten gegenüber. Man spürt welch Herzblut in das Schreiben dieses Buches geflossen ist.

Als Leser schließt Hanna , aber auch Frederiko schnell ins Herz und leidet mit den beiden bis zum Ende mit.
Besonders interessant finde ich, dass man als Leser viel über das italienische Leben und die italienische Küche erfährt. Als absolutes Highlight sind einige leckere Rezepte aus der Küche des El Camino am Ende des Buches angehängt.
Ich habe sie nachgekocht und sowohl Familie als auch Gäste waren begeistert und überrascht das die Rezepte nicht aus einem Kochbuch sondern aus einem Roman stammten.

eine wunderschöne Sommerlektüre

Von: Ulla Leuwer Datum : 13.07.2017

ullasleseecke.blogspot.de/


Meine Meinung:
Tja, hätte Hanna nicht solch schlechte Restaurantkritik geschrieben und hätte Fabrizio seiner Oma den Artikel nicht übersetzt, tja, dann wäre alles ganz anders gekommen. Ich wäre nicht in den Genuss gekommen, Hanna nach Italien zu begleiten und sehr viel über Aprikosen zu lernen. Also danke ich dem Schicksal, achne, lieber der Autorin für ihre Ideen.

Nach "Glückssterne" war dies nun das zweite Buch, das ich von Claudia Winter gelesen habe und es hat mir auch sehr gut gefallen. Diesmal drehte sich alles um Hanna, die sich auf einmal in einer verrückten Situation wiederfand. Zu dem Inhalt möchte ich nun nichts erwähnen, ich würde dann zuviel verraten. Für mich war es allerdings sehr vorhersehbar, aber ich finde es immer wieder interessant, was sich Autoren zwischen Anfang und Ende der Geschichte einfallen lassen. Denn ich finde, das zeichnet einen Autor aus, wenn er damit den Leser ans Buch fesseln kann. Bei mir war es so. Natürlich gab es die üblichen Verwicklungen, etwas Familienprobleme, Alltagssorgen aber eben auch Humor und Romanze. Ganz begeistert haben mich einige Dorfbewohner und das Verhalten in manchen Situationen, das hat mir großen Spaß bereitet.
Das Buchcover gefällt mir sehr gut und beim nächsten Einkauf werde ich Ausschau halten, ob es schon Aprikosen gibt.


Fazit:
Ein Buch, das mir sehr viel Lesevergnügen bereitet hat. Ich habe mich damit sehr wohl gefühlt und empfehle das Buch gerne weiter. Und nun freue ich mich auf das nächste Buch von Claudia Winter.

Lecker wie Aprikosen und authentisch toskanisch

Von: HEIDIZ Datum : 01.05.2017

heidizengerling.blogspot.de/

Unsere Hauptperson ist eine junge Frau, die als Foodjournalistin ihren Lebensunterhalt verdient. Hanna ist eigentlich glücklich, aber ... Sie hat eine Restaurantkritik geschrieben, wegen der eine italienische Gutsherrin einen Herzinfarkt bekam. Zu allem Unglück bekommt Hanna die Urne, sodass sie nach Italien reist. Dann lesen wir vom Testament, von einem ganz besonderen Testament ... Noch nach ihrem Tod hat Giuseppa Camini das Ziel, den ungeliebten Enkel Fabrizio zu verheiraten. Diese Idee hält das komplette toskanische Dorf auf Beinen. Was hat Hanna damit zu tun ??? Mehr verrate ich nicht ...

Ich fand die Schreibweise für diese Geschichte extrem passend. Man nimmt der Autorin ihre Geschichte ab und kann von Beginn bis Ende darin eintauchen. Es hat echt Freude gemacht, die Geschichte Hannas zu lesen, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie ihre Geschichte ausgeht. Die Autorin versteht es, den Leser in die Handlung einzubinden, sie schreibt authentisch und lebendig, stellt ihre Charaktere glaubwürdig dar und schreibt die Szenen, als wäre man dabei, als wären sie so und nicht anders im wahren Leben passiert.

Die toskanische Atmosphäre kommt sehr gut rüber und überhaupt passt alles prima zusammen. Ein wirklich gelungener Roman, der sich flüssig lesen lässt, absolute Empfehlung !!!

Liebe geht durch den Magen

Von: Missappledome Datum : 10.02.2017

missappledome.wordpress.com

Inhalt:

Das Leben der jungen Foodjournalistin Hanna könnte so wunderbar sein. Hätte sie nur nicht diese Restaurantkritik geschrieben, wegen der eine italienische Gutsherrin einen Herzinfarkt erlitten hat! Als sie dann auch noch versehentlich in den Besitz der Urne gelangt, reist die von Schuldgefühlen geplagte Hanna nach Italien – und wird zum unfreiwilligen Opfer eines Testaments, das es in sich hat. Denn selbst über ihren Tod hinaus verfolgt Giuseppa Camini nur ein Ziel: ihren unleidlichen Enkel Fabrizio endlich in den Hafen der Ehe zu steuern. Eine Aufgabe, die ein ganzes toskanisches Dorf in Atem hält, ein Familiendrama heraufbeschwört und Hannas Gefühlswelt komplett durcheinanderwirbelt!

Dieses Buch ist ganz klar nichts für Low Carb-Enthusiasten, denn es macht große Lust auf italienische Kohlenhydrate in Form von Pasta �� Generell ist die wunderbare Küche Italiens ein großer Bestandteil dieser liebenswürdigen Geschichte, in der gutes Essen und Trinken, die traumhafte Toskana und ein ungleiches Pärchen im Mittelpunkt stehen. Claudia Winters Aprikosenküsse schafft es den Leser für einen Moment den Alltag hinter sich zu lassen und in eine Geschichte, die mit Witz und Liebe zum Detail in einer Welt zu entführen, die noch heil ist und in der die Liebe durch den Magen geht. Das Schicksal spielt in Ihren Büchern eine große Rolle und hat auch hier seine Finger im Spiel. Das sich Gegensätze bekanntlich anziehen ist bekannt und bewährt sich auch hier in dieser lesenswerten und unterhaltsamen Liebesgeschichte.

Absolutes Wohlfühlbuch

Von: emjott_liest Datum : 02.02.2017

https://www.youtube.com/channel/UCbtQihBnbbvfczbN6qZbidw

Eine tolle Geschichte zum Wohlfühlen.

Macht Lust auf gutes Essen, auf Italien und verleitet dazu sich einfach in diese Welt fallen zu lassen.

Traumhafter Roman mit ganz viel Witz und Charme.

Von: Claudis Gedankenwelt Datum : 15.11.2016

blog.claudis-gedankenwelt.de

Inhalt:
Die junge Foodjournalistin ist in ihrem Job zwar umstritten, aber erfolgreich. Doch diese eine Restaurantkritik bringt ihr ganzes Leben durcheinander. Die italienische Gutsherrin hat dank der Kritik einen Herzinfarkt erlitten und Hanna gelangt versehentlich auch noch in den Besitz der Urne. Nun muss sie wohl oder übel nach Italien reisen und wird dort unfreiwillig zum Opfer eines Testaments, das es in sich hat. Denn Giuseppa Camini hat auch über den Tod hinaus nur ein Ziel: Ihren Enkel Fabrizio unter die Haube zu bringen. Eine Aufgabe, die ein ganzes Dorf in Atem hält, ein Familiendrama heraufbeschwört und Hannas Gefühle völlig durcheinanderwirbelt.
Rezension:
Hanna ist völlig auf ihren Job fixiert. Sie schreibt und arbeitet fast ununterbrochen und hat auch kaum Freunde. Ihre Wohnung sehr unpersönlich und fast alles ist noch in Kisten verpackt. Hanna legt da einfach sehr wenig Wert drauf, weil sie schließlich kaum zu Hause anzutreffen ist. Ihre Restaurantkritiken sind meist sehr bissig geschrieben und sie lässt nur dann ein gutes Haar an einem Restaurant, wenn sie absolut und völlig überzeugt ist. Doch natürlich verkaufen die schlechten Kritiken sich wesentlich besser als die guten.
Fabrizio hat das recht schwere Erbe der Familie Camini angetreten und versucht verzweifelt aus dem Aprikosenhain einen Gewinn zu erwirtschaften. Doch es läuft nicht so gut und das Likör-Rezept seiner Nonna scheint mit ihrem Tod ebenfalls verschollen zu sein. Bei der Testamentseröffnung erfährt Fabrizio dann auch noch, dass sein Erbe an eine Hochzeit geknüpft sein soll. Natürlich hat er noch keine geeignete Frau gefunden.
Aprikosenküsse wird abwechselnd aus Hannas und Fabrizios Sicht erzählt und man bekommt so zu beiden Protagonisten eine Beziehung. Ich konnte sowohl Hanna als auch Fabrizio stets gut verstehen und habe mit Spannung beobachtet wie sich alles veränderte für die Familie Camini nach Nonnas Tod. Der locker leichte und humorvolle Schreibstil haben mich nur so durch die Seiten fliegen lassen und man spürt mit jeder Zeile wie sehr die Autorin ihr Herzblut in die Geschichte investiert hat. Auch die Beschreibungen im Buch lassen die Landschaft und die Leute vor dem inneren Auge lebendig werden und ich habe fast die Sonne im Gesicht gespürt während ich las.
Dieses Buch ist mir zunächst durch sein tolles Cover aufgefallen, das eine warme und sommerliche Erzählung verspricht. Gerechnet habe ich mit einem leichten Liebesroman und viel Herz. Was mich sehr positiv mitgenommen hat war der Humor. Denn die Autorin erzählt mit so viel Witz und Flair, dass es einfach Freude macht ihr nach Italien zu folgen.
Besonderen Spaß hatte ich mit Vittoria, dem Hof-Huhn. Sie hält sich nicht nur meistens für einen Hahn, sondern auch noch für einen recht giftigen Wachhund. Diese Szenen bildlich vor Augen zu haben ließ mich sehr schmunzeln.
Am Ende von Aprikosenküsse wartet auf den letzten Seiten noch ein schönes Extra. Nämlich ein paar der Rezepte, die auch in der Küche der Caminis eine Rolle spielen. So kann man sich das Flair des Buches auch ganz schnell in die heimische Küche holen.
Fazit:
Eine fesselnde, humorvolle Lovestory, die ein Familiengeheimnis verbirgt. Hier ist wirklich alles drin und es bleiben keine Wünsche für Fans des Genres offen. Greift zu, lest das Buch und reist mit nach Italien.

Ein absoluter Wohlfühlroman mit viel Humor und toller Atmosphäre

Von: Biluma Datum : 16.10.2016

biluma-buecher-blog.blogspot.de/

Hanna Philipp ist eine erfolgreiche Foodjournalistin, bis sie eine vernichtende Kritik über eine kleine italienische Trattoria schreibt. Die Patriarchin der Familie Camini erleidet einen Herzinfarkt und stirbt, als sie die Kritik liest. Als Hanna dann auch noch versehentlich die Urne mit der Asche von Guiseppa Camini stiehlt ist ihr persönlicher Alptraum perfekt. Um zu retten, was zu retten ist, reist Hanna mit der Urne nach Italien. Dort trifft sie auf Guiseppas Enkel Fabrizio, der mit dem Testament seiner Großmutter überfordert ist. Innerhalb eines Jahres soll er in den Hafen der Ehe steuern, sonst fällt das Gut, dass im alles bedeutet an seinen Bruder. So entwickelt Guiseppa Camina nach ihrem Tod ein Familiendrama, dass auch Hanna betrifft.


Das hübsche Cover und der Klappentext haben mich hier auf Anhieb angesprochen. Das Cover ist ein Hingucker und passt wunderbar zum Buch.

Die Charaktere fand ich sehr gut ausgearbeitet und Hanna und Fabrizio entwickeln sich beide im Verlauf sehr gut weiter und erkennen, was wirklich zählt. Allerdings habe ich bei beiden etwas gebraucht um mit ihnen warm zu werden, da gerade von Hanna anfangs mehr die negativen Seiten gezeigt werden.

Die Atmosphäre des Buches hat mit sehr gut gefallen. Das kleine italienische Dorf, in dem der Postbote gleichzeitig Bankier und Bürgermeister ist und jeder jeden kennt, ist sehr malerisch gelegen. Das Essen der Köchin Rosa-Maria hat mir mehr als einmal das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Passend dazu sind am Ende des Buches die wichtigsten Rezepte aufgeführt, die zum nach kochen einladen.

Besonders zu erwähnen ist auch der Humor, der in diesem Buch nicht zu kurz kommt. Ausführliche Wortgefechte, vor allem zwischen Hanna und Fabrizio haben mich mehr als einmal schmunzeln lassen. Und Vittoria, das Huhn, das denkt es wäre ein Wachhund fand ich einfach nur grandios.

Aprikosenküsse wird definitiv nicht der letzte Roman sein, den ich von Claudia Winter gelesen habe. Am 12. Dezember wird ihr neuer Roman „Glückssterne“ bei Goldmann erscheinen. Auch dieses Buch hat ein tolles Cover und ich freue mich schon sehr darauf.

Fazit: Ein absoluter Wohlfühlroman mit viel Humor und toller Atmosphäre. Klare Leseempfehlung von mir. 5 von 5 Sternen.

Ein Kurzurlaub in Italien

Von: Carmen Datum : 17.08.2016

spiegelseelen.blogspot.de/

Ein Kurzurlaub in Italien und es fehlt die Zeit dazu, kein Problem taucht in die reizende Geschichte der Autorin Claudia Winter ein. Sie erzählt von Liebe und Leidenschaft und lässt und doch die nötige Freiheit unsere Gedanken auf Reisen zu schicken.
Als heimliche Zuschauer erleben wir das Herrliche Land in dem die Aprikosenbäume blühen, eine zarte Romanze wird vor unseren Augen beginnen und in den Wichtigen Momenten bekommen wir die innere Tür zugemacht. Denn wir müssen ja nicht alles sehen (lesen) sondern unsere Gedanken dürfen auf Wanderschaft gehen.

Aprikosenküsse

Von: Karin Klug Datum : 03.07.2016

www.karinklug.at

Die Zutaten zu diesem Buch: Weitläufige Aprikosenfelder, ein verloren gegangenes Rezept und ein kleines Restaurant in Italien. Viel Familie. Ein Dorf mit eigenwilligen, aber liebenswerten Persönlichkeiten. Ein gutaussehender Erbe mit Espresso-Augen, der verheiratet werden soll. Eine verstorbene Nonna, die von ihrer bunten Urne aus die Geschicke zu lenken scheint. Eine unsympathische Ex, die für Verwirrung sorgt. Und nicht zuletzt eine vom Leben und der Liebe enttäuschte Journalistin, die in Berlin lebt, sich mit ihren Kritiken mehr Feinde als Freunde schafft und ihren Stress mit kleinen Kleptomanien in den Griff zu kriegen versucht.

Es dauert rund 400 Seiten, bis sich durch allen Herzschmerz hindurch die Liebe ihren Weg bahnt Die unglaublichsten (und vielleicht sogar deshalb so glaubwürdigen) Verwicklungen und Verwirrungen passieren in Hanna´s Leben in kürzester Zeit. Als LeserIn lebt man von Anfang an mit. Die Autorin, Claudia Winter, erzählt Hanna´s Geschichte in einem lockeren, leicht lesbaren Plauderton. Man taucht sofort ein in die Bilder, sieht die sonnendurchflutete italienische Landschaft vor sich, die Felder und Wege, Rosas Küche, die Menschen und Vittoria, das Huhn. Man zittert und fiebert mit, ahnt das nächste Fettnäpfchen, die nächste Fehlentscheidung voraus, leidet und trauert mit Hanna, der Hauptfigur, die im Buch abwechselnd mit Fabrizio, Nonna`s Enkel zu Wort kommt. Und fragt sich schließlich doch bang, wie das Ganze denn enden soll. Denn zwischen Betrug und Verrat, Lügen und Missverständnissen, Verletzungen und Konflikten scheint fast kein Weg mehr denkbar. Und doch, Claudia Winter findet spannende Lösungen für ihre skurrilen Charaktere, die einem schnell ans Herz gewachsen sind.

Dazwischen wird gekocht und gegessen, was das Zeug hält. Das scheint ein neuer Trend in der Unterhaltungsliteratur zu sein, der da um sich greift. Gewiss kein schlechter. Es macht wirklich ordentlich Appetit und ergänzt das Lesevergnügen noch um weitere Sinneseindrücke. Und wer sich zum Schluss fragt, wie man nun denn eine richtige „Ribollita“ zubereitet, der findet am Ende noch ein paar Rezepte zum Nachkochen.

Alles in allem eine vergnügliche Sommerlektüre, die sich wunderbar eignet, um dem Alltag zu entfliehen und sich entspannende Mußestunden zu gönnen. Vor allem geeignet für den Italienurlaub :).

Aprikosenküsse

Von: Minky Datum : 16.06.2016

minky-loves-to-read.blogspot.de/

Inhalt

Die Restaurantkritikerin Hanna hatte mit ihren schonungslosen Artikeln bereits zahlreichen Köchen und Gastro-Besitzern Bauchweh bereitet, doch schlimmeres ist bisher ausgeblieben. Diesmal scheint sie allerdings zu weit gegangen zu sein, denn als Signora Camini die schlechte Kritik über ihr Restaurant liest, erleidet sie einen Herzinfarkt und stirbt.

Als wäre das nicht schon schlimm genug, gelangt Hanna auch noch durch einen Zufall in den Besitz der Urne von Singora Camini. Mit der Asche im Gepäck fährt Hanna nach Italien, um der Familie Camini ihre Nonna zu übergeben und sich für ihren Artikel und dessen Folgen zu entschuldigen.

Doch Fabrizio Camini, der Enkel der Signora, will die Urne nicht so einfach zurücknehmen, Hanna soll als Küchenhilfe beweisen, dass es ihr wirklich leid tut und das Testament der Signora sorgt für großen Ärger.


Meinung

„Aprikosenküsse“ ist eine sehr unterhaltsame Geschichte, die mich an einigen Stellen zum schmunzeln gebracht hat. Es war eine kurzweilige Handlung, die mir manchmal aber fast ein bisschen zu absurd wurde. Auf den ein oder anderen Zufall bzw. Zusammenhang hätte ich gut verzichten können, aber dennoch kann ich dieses Buch nur weiterempfehlen.

Claudia Winter erzählt die Geschichte abwechselnd aus der Sicht der beiden Hauptpersonen. Als Leser kann man so in die Gedanken- und Gefühlswelt der beiden eintauchen und ist immer mittendrin im Geschehen.

Die Geschichte kann nicht mit großen, unerwarteten Wendungen glänzen, aber durch Humor, Charme und jeder Menge Lebensfreude macht das Buch Lust auf Urlaub, Sonne und gutes Essen. Das Buch ist also ein kleiner Urlaub für den Kopf und genau die richtige Lektüre für heiße Sommertage.


Fazit

Alle Däumchen hoch! Gerne mehr davon!

So schön romantisch und für jeden Italienliebhaber!

Von: backmausi81 Datum : 11.06.2016

mausisleselust.blogspot.de/

Über das Buch:

Verlag: Goldmann (Link zum Buch)
Format: Taschenbuch
Genre: Roman
ISBN: 9783442483907
Preis: 9,99Euro
Seiten: 413
Erschien: 2016
Originalsprache: Deutsch
Gelesen vom 3.6. - 5.6.2016

Vielen Dank dem Goldmann Verlag und dem Bloggerportal für das kostenlose Rezensionsexemplar!

Inhalt:

Das Leben der jungen Foodjournalistin Hanna könnte so wunderbar sein. Hätte sie nur nicht diese Restaurantkritik geschrieben, wegen der eine italienische Gutsherrin einen Herzinfarkt erlitten hat! Als sie dann auch noch versehentlich in den Besitz der Urne gelangt, reist die von Schuldgefühlen geplagte Hanna nach Italien – und wird zum unfreiwilligen Opfer eines Testaments, das es in sich hat. Denn selbst über ihren Tod hinaus verfolgt Giuseppa Camini nur ein Ziel: ihren unleidlichen Enkel Fabrizio endlich in den Hafen der Ehe zu steuern. Eine Aufgabe, die ein ganzes toskanisches Dorf in Atem hält, ein Familiendrama heraufbeschwört und Hannas Gefühlswelt komplett durcheinanderwirbelt!

Das Cover:

Das Cover ist so schön. Man hat das Gefühl, man wäre im Urlaub, weil richtiges Urlaubsfeeling aufkommt.

Die ersten 3 Sätze:

Holzwachs, Aprikosen und dicke Bohnensuppe. Bestimmte Gerüche sind mit meiner Kindheit verbunden wie die Narbe mit meinen Handgelenk - ein winziger weißer Wurm, das der Fahrradsturz in meine Haut tätowiert hat. Heute weiß ich nichts mehr von dem Schmerz oder der Wut, die ein Sechsjähriger fühlt, weil er sich vor seinen Freunden blamiert hat.

Meine Meinung:

Wir fahren dieses Jahr 3 Wochen nach Sardinien, meinen Schwiegervater besuchen. Und als ich dieses Buch gelesen habe, bekam ich richtig Fernweh. Es ist so schön romantisch geschrieben und außerdem sind die Orte und Menschen so schön beschrieben. Der Roman ist flüssig und schnell zu lesen. Alles was man über Italien denkt, steckt in dem Buch. Das Buch kam zur richtigen Zeit an. Außerdem ist es gut ein Buch, was man so verschlingt. Die Protagonisten sind so toll geschrieben, das man am liebsten mit allen befreundet wäre.
Ich finde es lustig, das hier eine Urne so im Mittelpunkt steht. Man hat auch immer wieder das Gefühl, das die tote Großmutter, echt von oben alles steuert. Denn so viele Zufälle kann es gar nicht geben.
Das Ende ist total schön und es gibt für Hanna erst viele Missverständnisse, die sie aus dem Weg räumen muss. Ich liebe dieses Buch. Es ist ein richtig schöner Urlaubsschmöcker.

Fazit:

So schön romantisch und für jeden Italienliebhaber!

Über die Autorin:

Claudia Winter, geboren 1973, ist Sozialpädagogin und schreibt schon seit ihrer Kindheit Gedichte und Kurzgeschichten. Als Tochter gehörloser Eltern lernte sie bereits mit vier Jahren Lesen und Schreiben, gefördert von ihrem Vater. Vor "Aprikosenküsse", die sowohl in englischer als auch türkischer Sprache übersetzt wurden, hat sie weitere Romane sowie diverse Kurzgeschichten in Anthologien veröffentlicht. Nebenbei arbeitet sie als Lektorin und Coach. Ein neuer Roman von Claudia Winter ist beim Goldmann Verlag für das Herbstprogramm 2016 in Vorbereitung. Ihre frühen Werke erscheinen ab dem 1. Februar 2016 in Neuauflage unter dem Pseudonym "Carolin Wunsch". Die Autorin lebt mit ihrem Lebensgefährten und den Hunden Kim und Luka in einem kleinen Dorf nahe Limburg an der Lahn.

Schöne Sommerlektüre

Von: Bearnerdette Datum : 26.05.2016

www.bearnerdette.de/

Hanna ist Foodjournalistin und eigentlich ganz gut in ihrem Job, ist dabei aber schon so manches Mal dem ein oder anderen Restaurantbesitzer auf den Schlips getreten. So schlimm war es aber noch nie: eine ihrer bissigen Rezensionen hat bei einer alten Italienerin zu einem Herzinfarkt geführt und diese scheinbar getötet. Ouch. Dabei war das Essen in ihrem Restaurant in Italien wirklich alles andere als gut gewesen und Hannas Artikel einfach nur ehrlich.

Jetzt droht Hanna der Rausschmiss, denn der Enkel der Italienerin verklagt das Magazin für das Hanna arbeitet. Sie muss das wieder ins Reine bringen. Dass sie versehentlich in den Besitz der Urne gelangt, in dem seine Oma steckt, macht die Sache nicht unbedingt einfacher. Hanna düst nach Italien um die Urne zurückzubringen und sich zu entschuldigen. Der attraktive Fabrizio, Enkel der Toten, stellt sich aber als Dickkopf heraus. Und als wäre das alles nicht schon kompliziert genug, ist da noch das Testament seiner Oma, dass Fabrizio nur dann als Besitzer des Guts und Restaurants einsetzt, wenn er innerhalb eines Jahres heiratet. Das kann ja heiter werden...

Wenn ihr jetzt denkt, dass das nach einer typischen Rom-Com Story klingt, dann habt ihr absolut recht. Ich denke das Ende ist (zumindest größtenteils) vorhersehbar. Dennoch ist das Buch schön, denn es ist sehr gut geschrieben und die Charaktere wirken sehr lebendig. Außerdem weckt es effektiv das Fernweh nach Italien und gutem italienischen Essen. Richtig cool: am Ende des Buches findet man mehrere Rezepte für Gerichte, die in der Geschichte vorkommen.

Als leichte, unterhaltsame Sommerlektüre für Balkonien ist Aprikosenküsse ausgezeichnet geeignet. Das Buch ist im Goldmann Verlag erschienen.

Das süße Leben (La dolce vita) ...

Von: Diane Jordan Datum : 04.05.2016

https://booksofloveblog.wordpress.com/

Das Taschenbuch „Aprikosenküsse“ von Claudia Winter, ist eine verrückt, romantische Liebeskomödie, die meiner Meinung nach, perfekt zur Jahreszeit passt. Sie spielt in Bella Italia und zieht einen sofort in den Bann. Ich selbst bin Fotojournalistin, mit Hang zum Fernweh und kann mich sofort an die Schauplätze der Geschichte träumen. Ich liebe Italien und war auch selbst schon einige Male da, das gutes Essen und den fantastischen Wein, die Sonne, den Wind und das Meer.
Herzklopfen und den italienischen Charme Seite für Seite verfallend, ist dies eine Pflichtlektüre für Romantiker, wie mich.

Klappentext:

Das Leben der jungen Foodjournalistin Hanna könnte so wunderbar sein. Hätte sie nur nicht diese Restaurantkritik geschrieben, wegen der eine italienische Gutsherrin einen Herzinfarkt erlitten hat! Als sie dann auch noch versehentlich in den Besitz der Urne gelangt, reist die von Schuldgefühlen geplagte Hanna nach Italien – und wird zum unfreiwilligen Opfer eines Testaments, das es in sich hat. Denn selbst über ihren Tod hinaus verfolgt Giuseppa Camini nur ein Ziel: ihren unleidlichen Enkel Fabrizio endlich in den Hafen der Ehe zu steuern. Eine Aufgabe, die ein ganzes toskanisches Dorf in Atem hält, ein Familiendrama heraufbeschwört und Hannas Gefühlswelt komplett durcheinanderwirbelt!

Fazit: 4 Sterne****** Verführerisch gut und meine Leseempfehlung für den Strand oder das Freibad.

Aprikosenküsse: Roman, Taschenbuch (Goldmann Verlag), 416 Seiten, ist für 9,99 Euro im Buchhandel erhältlich.

So süß wie die Frucht selbst

Von: nef Datum : 27.04.2016

www.buchjunkies-blog.de

Inhalt:
Hanna Philipp ist Foodjournalistin bei einem deutschen Gourmetmagazin und berüchtigt für ihre Restaurantkritiken. Das Unternehmen musste schon mehrfach Anwaltskosten zahlen, weil sich ein Gastronom auf den Schlips getreten fühlte. Doch dieses Mal ist es viel schlimmer.
Vor einigen Wochen war sie in der Toskana und hat dort ein kleines Familienrestaurant besucht. Die Umgebung hat sie verzaubert und auch das Restaurant war zauberhaft. Nur das Essen nicht. Es kostete sie viel Mühe dort überhaupt zu speisen und so landete nach ihrem Besuch ein deftiger Artikel im 'Genusto'. Der wiederum kam bei ihrer Leserschaft gut an, denn die lieben ihre Bissigkeit. Aber nicht jedem Leser ist dieser Artikel gut bekommen.

Fabrizio Camini sitzt mit seiner Nonna in einem deutschen Arztzimmer. Schon immer war seine Nonna von den Deutschen fasziniert. Deutsche Autos, deutsche Universitäten und halt auch deutsche Ärzte stehen bei der Familie Camini hoch im Kurs. So war es nur eine Frage der Zeit, bis Guiseppa Camini ihren Enkel dazu drängt mit ihr zu einem deutschen Herzspezialisten zu fliegen. Obwohl Fabrizio der festen Überzeugung ist, das seine Nonna kerngesund ist, weiß er genau, dass er ihr nichts abschlagen kann. Also betraten sie einen Tag zuvor ein Flugzeug um nach Berlin zu reisen.
In diesem Augenblick blättert die rüstige Dame in einem Magazin mit Aprikosen auf dem Cover und ist ganz aufgeregt, als sie einen ihr sehr bekannten Anblick entdeckt. Sofort gibt sie das Magazin ihrem Enkel, der ihr den Artikel vorlesen soll.
Dieser übersetzt ihr die deutschen Worte ins italienische und bereut es beinahe sofort. Seine Nonna bekommt einen Herzinfarkt und stirbt.

Hanna ist nervös. Ihr Chef hat sie zum Flughaben bestellt um mit ihr über ihren neuesten Artikel zu sprechen. Das ist nie gut. Nervös stöckelt sie also durch die Halle und sucht das Flughafenrestaurant auf, in dem sie mit ihrem Chef verabredet ist.
Beim Durchdrängeln stolpert sie über eine Tasche und wäre beinahe gestürzt. Der dazugehörige Inhaber entschuldigt sich und Hanna schaut in wunderschöne braune Augen.
Hoch erhobenen Hauptes ignoriert sie den traurig wirkenden Mann und steuert den Tisch ihres Chefs an.
Es ist wirklich schlimm. Die Zeitung hat eine riesige Klage am Hals, weil eine ältere Dame beim Lesen ihres Artikels tot umgefallen ist. Dafür kann Hanna doch aber nichts. Ihre Anwälte sehen das ein wenig anders und auch ihr Chef ist es langsam leid immer für ihre spitzen Worte bluten zu müssen. Um Schadensbegrenzung zu betreiben soll sie einen Widerruf schreiben. Damit kommt sie noch recht glimpflich davon.
Hanna hat ein großes Problem - wenn sie nervös wird könnten ihre Hände nicht still halten. So lange, bis sie etwas entwendet.
Das bringt ihre beste Freundin Claire, die ebenfalls für 'Genusto' arbeitet, regelmäßig zum Verzweifeln. Auch jetzt steht sie kurz vor einer Panik-Attacke und stibitzt das erstbeste was ihr in die Finger kommt - eine hässliche Vase. Die wird sicherlich keiner vermissen und spätestens in den nächsten zwei Tagen bekommt das Restaurant sie per Post auch wieder zurück. Dafür sorgt Hanna schon.

Das es dieses Mal nicht so einfach wird ihre kleine 'Leihgabe' wieder an den rechtmäßigen Besitzer zurück zu bringen, merkt sie erst viel später, als ihr ihre neue Praktikantin sagt, dass es sich keines Falls um eine Vase handelt.
Sie hat gerade eben die Urne der verstorbenen Guiseppa Camini gestohlen und nicht nur sich, auch den trauernden Enkelsohn in eine unangenehme Situation gebracht. Wie kommt Hanna da nur wieder raus?

Meinung:
'Aprikosenküsse' ist mein erstes Buch von Claudia Winter und es hat mich allein schon vom Cover her angesprochen. Sehen die Aprikosen nicht zum Anbeißen aus? Ich mag ja eigentlich die pelzige Haut dieser Früchte nicht, aber nach diesem Buch werden demnächst sicherlich Aprikosen in meiner Küche einziehen. Mal sehen was ich aus ihnen zaubere.

Als die Autorin anfragte ob wir ihr Buch lesen würden, war ich sofort angetan. Solchen Covern kann ich schwerlich wiederstehen und greife inzwischen beinahe ausschließlich zu solchen Büchern. Wenn die Inhaltsangabe mich dann noch anspricht, habe ich ein neues Buch für die elendig lange Wunschliste ^^

Die zwei Hauptcharaktere sind wirklich gut dargestellt. Claudia Winter beschreibt sowohl die recht einsame, aber toughe Hanna sehr bildlich als auch den charismatischen Fabrizio.
Bei den Beschreibungen der italienischen Landschaft hatte ich ein sehr starkes Bedürfnis danach einen Koffer zu packen und zu diesen Aprikosenfeldern zu reisen. Wunderschön.
Die Caminis leben im Dorf Montesimo und sind wie man sich eine typische italienische Familie vorstellt - herzlich, laut und besitzergreifend. Sie schließen Hanna sofort mit in ihre Familienbande ein, auch wenn ihr Aufenthalt dort alles andere als freiwillig ist.
Besonders Rosa-Maria hat es mir angetan. Ich stelle sie mir wie einen kleinen Hausdrachen vor, der erst einmal nach allem schnappt, was neu ist. Aber wenn man einmal sein Herz erobert hat, kommt man da nicht so schnell wieder heraus.
Natürlich sind auch alle anderen Figuren auf ihre Art und Weise charmant, aber keine ist wie Rosa-Maria. Mit der würde ich auch gern mal den Kochlöffel schwingen - da kann ich sicherlich viel lernen.

Während der Geschichte schwebte immer ein gewisser Duft wurden den Roman. Ständig wurde gekocht, gegessen oder gebacken. Man könnte meinen, die Familie Camini macht kaum etwas anderes.
Hier bin ich sehr begeistert, dass die Autorin am Ende des Buches Rezepte für den Leser bereit hält. Die werde ich alle nachkochen und ausprobieren - gut, eins nicht. Es sei denn ich kann die Fleischsorte beliebig austauschen ^^

Eine Liebesgeschichte hält ein ganzes Dorf in Atem

Von: Marle Datum : 21.04.2016

nadel-garn-tee.blogspot.de/

Ich bin kein Fan von Liebesromanen.

Und doch, ab und zu kommt mir einer unter die Augen.
Zum Beispiel wenn mir meine Schwester (die lieber nen deftigen Krimi liest) einen mit den Worten "ist zwar nur ne Liebesschnulze, aber für unterwegs in der Bahn ganz ok" in die Hand drückt.

Oder wenn er lustig, amüsant oder gar etwas schräg daher kommt. Dann werde ich auch mal zur Liebesroman-Leserin. So wie bei Aprikosenküsse von Claudia Winter

Ich habe diesen im Goldmann Verlag erschienenen Roman im Newsletter vom Bloggerportal entdeckt und mich hat der Titel neugierig gemacht und die Inhaltsangabe ließ mich direkt die Leseprobe lesen, bei der ich bereits einige Male schmunzelte. Also beworben, Glück gehabt und (mein Dank gilt dem Bloggerportal und Verlag) mit Kurzweil gelesen.

Die beiden Haupt-Protagonisten:

Hanna Philipp, Deutsch-Italienerin und ehrgeizige Foodjournalistin, lebt in Berlin und verfasst Restaurant-Kritiken für ein Food-Magazin. Wegen ihrer letzten Restaurantkritik droht dem Verlag eine Klage und ihr die Kündigung.

Farizio Camini, der Kläger, ist Italiener und Erbe (gesetzt den Fall er heiratet endlich) eines toskanischen Landguts, welches die Familie mit Aprikosenanbau und dem Betrieb einer Trattoria über Wasser hält.

Die Autorin, Claudia Winter, lässt Hanna und Fabrizio abwechselnd zu Wort kommen. So kann man wunderbar die unterschiedlichen Sichtweisen und Gedanken der beiden verfolgen, welche natürlich zu Missverständnissen und amüsanten Begebenheiten führen.

Rund um die Großstadtzicke in High Heels, welche notgedrungen die (durch kleptomanische Manie) eingesteckte Urne mit der Asche von Fabrizios Nonna zur Familie der Verstorbenen bringen muss und dem zwar gut aussehenden, aber recht bärbeißigen Fabrizio, hat die Autorin ein ganzes Dorf voller skurriler Persönlichkeiten gedichtet.

Die ganze unwirklich-schräge Geschichte verläuft nach bekanntem Muster und führt natürlich zum Happyend und doch nicht ganz so wie erwartet.
Die sommerlich-leichte Geschichte steckt voller Humor und liest sich flüssig und kurzweilig.

Wilde Leidenschaften, Erotik und Dramatik sucht man vergebens und gerade das macht mir das Buch so sympathisch.
Wer gerne leichte Unterhaltung und lustige Liebesromane liest, dem sei Aprikosenküsse ans Herz gelegt. Mir hat es gefallen.




Leicht, fruchtig...ein Genuss

Von: Tii Datum : 19.04.2016

tjskleinebuecherwelt.blogspot.de/

Langsam aber sicher sollte die Verlagswelt darüber nachdenken ihre Bücher mit Warnhinweisen zu versehen. Die knalligen roten Aufkleber mit gelber Schrift oder wegen mir auch rot auf gelb. Ganz so wie man es auch bei Gefahrgut macht.

Hier muss ganz eindeutig folgende Warnung stehen:

Nicht lesen, wenn Sie
**gerade eine Diät machen!
**Diabetiker sind!
**länger keinen Urlaub hatten!
**nicht alleine sind!

Denn diese Geschichte verursacht einen Heißhunger auf Pasta, Aprikosen, Likör und Urlaub in Italien. Dabei ist die Handlung so zuckersüß, dagegen ist Zuckerwatte fast schon als kalorienarm einzustufen. Doch die Krönung sind die Figuren, die in ihrem Wesen und Verhalten einerseits Zucker sind, aber zeitgleich so schrullig, dass sie einem immerzu ein Grinsen ins Gesicht zaubern - was den unwissenden Beobachter dazu verleiten könnte, den Leser in eine Nervenheilanstalt einweisen zu lassen!

Aber nun im Detail...

Die Handlung wird aus der Ich-Perspektive erzählt, wobei hier immerzu zwischen Hanna und Fabrizio gewechselt wird, was aber auch eindeutig gekennzeichnet ist! Dadurch bekommt man halt einen eindeutigen Blick in die Gedanken der Figuren und wie beide eine Situation ganz unterschiedlich wahrnehmen, was zu dem ein oder anderen Missverständnis führt.

Böse Zungen könnten nun behaupten, dass die Handlung vorhersehbar sei und Klischees bedienen würde.

Da haben wir

**die Stadtpflanze Hanna, die ihren Job und Selbstständigkeit liebt, die top gestyled und in Highheels durchs Leben geht und eine stressbedingt Kleptomanie an den Tag legt
**die chaotische Praktikantin Sasha
**den eher bierbeißigen, eher griesgrämigen Fabrizio
**seinen skurilen Bruder Marco, der irgendwie gar nicht ins Bild passen mag
**den wortkargen Verwalter Antonio
**den machohaften, narzistischen Dorfpolizisten Carlo
**den Vamp Sofia
**das Huhn Vittoria, das wohl in einem früheren Leben ein Hund war (ihr werdet verstehen was ich meine, wenn ihr es lest :) )
und und und

Das Buch wartet mit einem bunten Strauß an Figuren auf, die einerseits recht kitschig und schrullig anmuten, aber dadurch umso liebenswerter sind. Alles in allem erinnert mich die Geschichte um Fabrizio und Hanna an einem sehr gelungenen Mix aus Don Camillo (die dortigen Figuren sind ja auch voller Schrullen), Rosamunde Pilcher (nur eindeutig mit mehr Humor).

Alles in allem ein tolles Buch, das ohne große Dramen auskommt und ans Herz geht.

Wer also leichte Liebesgeschichten mit Humor liebt, der MUSS dieses Buch lesen.
Wer hingegen Dramen und wilde Sexgeschichten sucht, der sollte hier einfach weiter gehen. Denn dieses Buch kommt gänzlich ohne "brennende Leidenschaft" und "glutvolle Blicke" aus, - okay, Rosa-Maria's Groschenromane nicht berücksichtigt - was dem ganzen eine ganz eigene Frische und Leichtigkeit gibt.

Ich gebe diesem Buch 5 von 5 Aprikosen und empfehle jedem diese Lektüre, die einen gewissen Hunger auf den Sommer weckt.

voller Leben

Von: Dorothea Müller Datum : 17.04.2016

buecherebooksmehr.wordpress.com

Hanna ist eine Foodjournalistin die sehr kritisch ist als durch einer ihrer Restaurantkritiken eine Gutsherrin einen Herzinfarkt bekommt und darin stirbt. Als sie dann noch eine Ermahnung von ihrem Chef bekommt und die Urne von Giuseppa Camini in ihrem Besitz kommt, muss sie nach Italien. Einmal um die Urne wieder zurück zu bringen und zum anderen um eine neue Kritik zu schreiben. Doch Fabrizio hat mit dem Testament seiner Großmutter zu kämpfen und Hanna wird mal ein Teil dieses Planes.

So viel gelacht habe ich schon lange nicht mehr. Die Geschichte fängt zwar etwas traurig an, doch dann wird die Geschichte sehr lebensfroh, voller Lacher und Witz. Italien wird sehr schön beschrieben und auch die Mentalität der Italiener sehr gut getroffen. Ab und zu etwas überspitzt, so dass man herzlich lachen kann. Hanna zu begleiten, lässt aber auch selbst einen über sich nachdenken. Nicht immer ist alles so, wie man es lebt, das was man wirklich will. Die Gefühle kann man sehr gut selbst nachvollziehen und mehr als einmal würde man am liebsten jemanden ein über den Kopf ziehen, das er oder sie zur Vernunft kommt. Vor allem möchte ich den Aprikosenlikör probieren. Ich trinke ja keinen Alkohol aber hier wird er so lecker beschrieben, das ich gerne ein Schluck probieren will. :) Ich freue mich auf weitere Geschichten von Claudia Winter.

So schön wie ein Urlaub!

Von: Rebecca Feist Datum : 14.04.2016

muffins-light-side.blogspot.de/

Cover:
Ein schönes sommerliches Cover, was mir wirklich gut gefällt. Das Hellblau passt wunderbar zu dem Orange der Aprikosen, in die man sofort hineinbeißen möchte.

Meinung:
Mit diesem Buch fährt man irgendwie in den Urlaub. Claudia Winter entführt ihre Leser nämlich in die wunderschöne Toskana. Zunächst beginnt der Roman aber in Berlin, meiner Heimatstadt. Wir lernen die Protagonisten Hanna und Fabrizio kenne, die hier abwechselnd als Erzähler fungieren. Beide waren mir sofort sympathisch und die wechselnde Erzählweise hat mir sehr gut gefallen. Ich mag es immer, wenn man die Ereignisse auch aus Sicht des Mannes kennenlernt. Beide sind tolle Charaktere mit viel Herz und Charme, aber auch Sarkasmus. Besonders Fabrizio wurde von der Autorin wunderbar beschrieben. Ich konnte seine "Espressoaugen" quasi vor mir sehen. *seufz*
Die Handlung ist niedlich, besonders durch diverse Missgeschicke, und man kann sich beim Lesen einfach fallenlassen und genießen. Das Setting lädt zum Verweilen ein und hat bei mir definitiv die Lust auf die Toskana geweckt.
Mit den liebevoll gestalteten Figuren wird dieser Roman zu einer fröhlichen und wenig kitschigen Liebesgeschichte, da auch die Randfiguren viel Authenzität und damit Wärme ausstrahlen.

Fazit:
Diese sommerliche leichte Liebesgeschichte von Hanna und Fabrizio kommt so süß daher wie die Aprikosen auf dem Cover und man kann sich diesem Roman nicht entziehen.
Wer also einen wundervollen Roman mit echten Gefühlen ohne Kitsch lesen will, sollte den "Aprikosenküssen" eine Chance geben. Es lohnt sich auf alle Fälle!

Aprikosenküsse

Von: Mel aus Hiddenhausen Datum : 12.04.2016

lesezauber.net

Zur Story brauche ich eigentlich nicht mehr viel sagen: Erfolgreiche Berliner Journalistin trifft auf kauzigen und ruppigen Italiener, der natürlich auf seine Art blendend aussieht, es gibt die typischen Missverständnisse und noch ein paar skurrile Personen dazu. Alles in allem "harmoniert" Aprikosenküsse aber sehr gut. Bei einigen von diesen besagten "Missverständnissen" musste ich natürlich wieder mal mit dem noch unfrisierten Kopf schütteln, aber im Großen und Ganzen fand ich das Buch doch recht amüsant.

Die Italiener speziell auch Ihre Dörfer kamen in diesem Buch sehr klischeebeladen daher, doch darauf habe ich mich während des Lesens auch schon eingestellt.

Einzig und allein die Länge von über 400 Seiten hat mir beim Lesen etwas zu schaffen gemacht. Für ein normales Buch sicher auch eine normale Länge, aber zwischendurch und auch zum Ende hin zog sich die Geschichte um Hanna und Fabrizio so in die Länge, dass ich das Buch zwischendurch immer wieder gelangweilt zur Seite legen musste.

Letztendlich habe ich es aber durch gelesen und die Geschichte, die ich erwartet habe, auch bekommen.

Mein Fazit
Für Fans von Italien, Aprikosenlikör und Verwechslungsgeschichten kann ich dieses Buch ans Herz legen!

Achtung: Überarbeitete Rezension!

Von: Stopfi's Bücherwelten Datum : 05.04.2016

https://stopfisbuecherwelten.wordpress.com/2016/03/26/rezension-aprikosenkuesse-claudia-winter/

Nachdem ich nicht weiß, wie und ob man Rezis hier bearbeiten kann, schreib ichs eben nochmal.
Überarbeitet deshalb, weil meine Mutter das Buch auch gelesen hat und wir darüber diskutiert haben. Dabei ist die Geschichte leider einen Punkt schlechter weggekommen...

Worum geht’s?

Die Foodjournalistin Hanna ist dafür bekannt, besonders kritische Restaurantkritiken zu schreiben. Allerdings hätte sie nie gedacht, dass deshalb eine alte Italienerin, Seniora Camini, einen Herzinfarkt erleidet und daran stirbt. Und dass Hanna auch noch – wenn auch durch einen ungünstigen Zufall – an deren Urne gelangt.
Um diese zurückzubringen, reist sie in das kleines, schrulliges Dorf in der Toskana – und wird dort unfreiwillig Zeugin einer Oper, die ihresgleichen sucht: Das Testament der Giuseppa Camini!

Meine Meinung:

Das Cover, der Titel und die Geschichte klingen nach der perfekten Sommerlektüre, die uns in die traumhafte Toskana entführt.
Zugegebenermaßen bin ich kein riesiger Italien Fan – zumindest mag ich das Land nicht so gern, wie zum Beispiel Frankreich.
Aber die Idee hinter diesem Buch klingt doch echt witzig oder? Ich war neugierig, wie die Autorin diese doch ziemlich schräge Geschichte erzählt, ohne das Ganze zu affig wirken zu lassen.
Ich muss sagen, der Einstieg ist sogar einigermaßen gut gelungen. Allerdings ist leider genau das eingetreten, was ich mir anfangs schon dachte: Das Erzählte wirkt ziemlich übertrieben und gestelzt.
Zudem ist die Geschichte dann irgendwie etwas eingeschlafen. Ich fand den Mittelteil ziemlich langatmig, um ehrlich zu sein. Ich hatte Schwierigkeiten, “am Ball zu bleiben”. Dazu muss ich noch anmerken: Warum muss ein Kapitel 20-25 Seiten lang sein? 16 Kapitel bei 412 Seiten… Naja, das hat mir das Lesen schon etwas erschwert.
Das Ende fand ich dann ganz okay, wieder ein bisschen sehr zufällig, aber eine deutliche Steigerung zum Mittelteil.
Natürlich sind die Protagonisten und auch das ganze Dorf nicht frei von jeglichen Klischées, das geht vermutlich gar nicht. Aber vor allem unsere zwei Hauptpersonen, Hanna und Fabrizio (der Enkel von Giuseppa Camini) heben sich im Verlauf der Geschichte von den Klischées ab und werden zu Individuen mit Ecken und Kanten. Aber ich weiß nicht, ob ich mich mit beiden anfreunden könnte – irgendwie sind sie ganz schön eigen, finde ich.
Auch wenn ich nicht alle Dorfbewohner sympathisch fand und mich mit der “typischen (redseligen) italienischen Art” immer noch nicht richtig identifizieren kann, fand ich, dass die Protagonisten alle ganz wunderbar in dieses Buch hineingepasst haben. Sie waren ebenfalls oftmals ziemlich schrullig und übertrieben.
Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, erfrischend und unterhaltsam. Allerdings war für mich auch in diesem Punkt der Mittelteil schwächer, als der Anfang und das Ende. Ich habe keine Ahnung, woran das liegt.

Fazit:
– Cover: 4/5
– Inhalt: 4/5
– Handlung: 2/5
– Charaktere: 3/5
– Schreibstil: 3/5
Gesamt: 3,4 / 5
Ich hatte mir definitiv etwas mehr erhofft, zumal es sehr viele 5 Sterne Rezensionen gab. Für mich war die Story etwas zu dick aufgetragen. Allerdings: Italien und Chick Lit Liebhaber können sicherlich was mit dieser Geschichte anfangen.

Für Liebhaber der Dolce Vita

Von: Stopfi's Bücherwelten Datum : 26.03.2016

https://stopfisbuecherwelten.wordpress.com/

Worum geht’s?

Die Foodjournalistin Hanna ist dafür bekannt, besonders kritische Restaurantkritiken zu schreiben. Allerdings hätte sie nie gedacht, dass deshalb eine alte Italienerin, Seniora Camini, einen Herzinfarkt erleidet und daran stirbt. Und dass Hanna auch noch – wenn auch durch einen ungünstigen Zufall – an deren Urne gelangt.
Um diese zurückzubringen, reist sie in das kleines, schrulliges Dorf in der Toskana – und wird dort unfreiwillig Zeugin einer Oper, die ihresgleichen sucht: Das Testament der Giuseppa Camini!

Meine Meinung:

Das Cover, der Titel und die Geschichte klingen nach der perfekten Sommerlektüre, die uns in die traumhafte Toskana entführt.
Zugegebenermaßen bin ich kein riesiger Italien Fan – zumindest mag ich das Land nicht so gern, wie zum Beispiel Frankreich.
Aber die Idee hinter diesem Buch klingt doch echt witzig oder? Ich war neugierig, wie die Autorin diese doch ziemlich schräge Geschichte erzählt, ohne das Ganze zu affig wirken zu lassen.
Und ich muss sagen, der Einstieg ist echt gelungen. Ich liebe den Anfang! Das ist unglaublich unterhaltsam und amüsant :D
Allerdings ist die Geschichte dann irgendwie etwas eingeschlafen. Ich fand den Mittelteil ziemlich langatmig, um ehrlich zu sein. Ich hatte Schwierigkeiten, “am Ball zu bleiben”. Dazu muss ich noch anmerken: Warum muss ein Kapitel 20-25 Seiten lang sein? 16 Kapitel bei 412 Seiten… Naja, das hat mir das Lesen schon etwas erschwert.
Das Ende fand ich dann wieder gut, nicht ganz so toll wie den Anfang, aber eine deutliche Steigerung zum Mittelteil; ich bin zufrieden damit.
Natürlich sind die Protagonisten und auch das ganze Dorf nicht frei von jeglichen Klischées, das geht vermutlich gar nicht. Aber vor allem unsere zwei Hauptpersonen, Hanna und Fabrizio (der Enkel von Giuseppa Camini) heben sich im Verlauf der Geschichte von den Klischées ab und werden zu Individuen mit Ecken und Kanten. Aber ich weiß nicht, ob ich mich mit beiden anfreunden könnte – irgendwie sind sie ganz schön eigen, finde ich.
Auch wenn ich nicht alle Dorfbewohner sympathisch fand und mich mit der “typischen (redseligen) italienischen Art” immer noch nicht richtig identifizieren kann, fand ich, dass die Protagonisten alle ganz wunderbar in dieses Buch hineingepasst haben.
Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, erfrischend und unterhaltsam. Allerdings war für mich auch in diesem Punkt der Mittelteil schwächer, als der Anfang und das Ende. Ich habe keine Ahnung, woran das liegt.

Fazit:
– Cover: 4/5
– Inhalt: 5/5
- Handlung: 3/5
– Charaktere: 3/5
– Schreibstil: 4/5
Gesamt: 3,8 / 5
Ein gutes Buch, das Liebhaber der Dolce Vita sicherlich spätestens beim nächsten Italienurlaub lesen sollten. Nach den vielen 5 Sterne + Rezensionen hatte ich mir etwas mehr erhofft, aber trotzdem habe ich mich ganz gut unterhalten gefühlt.

wundervoll

Von: Manuela G. Datum : 17.03.2016

manustintenkleckse.blogspot.de/

Über die Autorin:

Claudia Winter, geboren 1973, ist Sozialpädagogin und schreibt schon seit ihrer Kindheit Gedichte und Kurzgeschichten. Neben "Aprikosenküsse" hat sie weitere Romane sowie diverse Kurzgeschichten in Anthologien veröffentlicht. Die Autorin lebt mit ihrem Lebensgefährten und den Hunden Kim und Luca in einem kleinen Dorf nahe Limburg an der Lahn.


Zum Inhalt: Klapptext

Das Leben der jungen Foodjournalistin Hanna könnte so wunderbar sein. Hätte sie nur nicht diese Restaurantkritik geschrieben, wegen der eine italienische Gutsherrin einen Herzinfarkt erlitten hat! Als sie dann auch noch versehentlich in den Besitz der Urne gelangt, reist die von Schuldgefühlen geplagte Hanna nach Italien – und wird zum unfreiwilligen Opfer eines Testaments, das es in sich hat. Denn selbst über ihren Tod hinaus verfolgt Giuseppa Camini nur ein Ziel: ihren unleidlichen Enkel Fabrizio endlich in den Hafen der Ehe zu steuern. Eine Aufgabe, die ein ganzes toskanisches Dorf in Atem hält, ein Familiendrama heraufbeschwört und Hannas Gefühlswelt komplett durcheinanderwirbelt!


Meine Meinung:

Das Setting ist großartig und ich durfte gedanklich eine wunderbare Reise durch die Toskana erleben. Ich genoß die besondere Atmosphäre und hatte den Duft von frischen Aprikoen in der Nase. Hanna ist Restaurantkritikerin bei einem angesagten Foodmagazin und ihre Kritiken sind sehr gefürchtet. Sie war sehr sympathisch und die Handlung wird abwechselnd aus der Sicht von ihr und Fabrizio erzählt. Zwei komplett unterschiedliche Charaktere, die beide ihr Päckchen zu tragen haben. Man konnte sich wunderbar in die jeweilige Gefühlswelt hineinversetzen. Auch wenn die Liebesgeschichte etwas zu schnell läuft, ist es doch eine tolle Geschichte, die ans Herz geht. Die Charaktere sind toll gestaltet und wirken sehr authentisch. Es sind so wunderbare Besonderheiten in die Geschichte eingetreut wie z.B. das verrückte Huhn Vittorio. Und Nonna Giuseppa, die ja schon verstorben ist, aber trotzdem permanent präsent, nimmt eine ganz wichtige Rolle in der Geschichte ein. Ich habe beim Lesen Fernweh bekommen und das finde ich ganz wunderbar.


Cover:

Das Cover hat tolle Farben und passt zu der zauberhaften Geschichte.


Fazit:

Eine Geschichte mit viel Herz und Humor, gepackt in eine wundervolle Landschaft. Tolles Lesevergnügen.

Gefühle, Drama, und Spannung was will man mehr ? ?

Von: Corinna's World of Books Datum : 16.03.2016

corinnasworld-of-books.blogspot.de/


Inhalt :

Das Leben der Foodjournalistin Hanna könnte so wunderbar sein. Hätte sie nur nicht diese Restaurantkritik geschrieben, wegen der eine italienische Gutsherrin einen Herzinfarkt erlitten hat! Als sie auch noch versehentlich in den Besitz der Urne gelangt, reist die gewissensgeplagte Hanna nach Italien – und wird zum unfreiwilligen Opfer eines Testaments, das es in sich hat. Denn auch nach ihrem Tod verfolgt Giuseppa Camini nur ein Ziel: ihren unleidlichen Enkel in den Hafen der Ehe zu steuern. Eine Aufgabe, die ein ganzes toskanisches Dorf in Atem hält, ein Familiendrama heraufbeschwört und Hannas Gefühlswelt ordentlich durcheinanderwirbelt.

Verrückt, romantisch, köstlich – eine Liebeskomödie à la dolce Vita.



MEINUNG :

In " Aprikosenküsse" geht es um die junge Foodjournalistin Hanna, deren Leben eigentlich toll ist, doch als sie eine Restaurantkritik schreibt erleidet die italienische Gutsherrin einen Herzinfarkt. Sie sie dann auch noch die Urne bekommt aus versehen, reist sie nach Italien und gelangt dort auch noch unfreiwillig als Opfer ins das Testament. Denn dieses hat es in sich. Sie will ihren unleidlichen Enkel verheiraten. Eine Aufgabe die nicht sehr leicht wird und ein Familiendrama im Anmarsch ist ...

Hanna ist Foodjournalistin und eigentlich läuft ihr Leben sehr gut. Bis sie eines Tages eine Kritik schreibt die Konsequenzen nach sich zieht. Das führt sogar so weit das sie nach Italien reist und dort in noch mehr Chaos. Sie ist Halbitalienerin.

Fabrizio ist der Enkel und führt das Restaurant zusammen mit seiner Familie. Er wirkt sehr engagiert und will es nicht aufgeben. Als sie stirbt ist er endschlossen es weiter zu führen, doch seine Nonna hat etwas in das Testament mithinein geschrieben. Er muss in einem gewissen Zeitraum heiraten, sonst geht das Restaurant an jemand anderen aus seiner Familie.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig und hat mich mit jedem Kapitel mehr in die Geschichte von Hannah und der Familie von Fabrizio gezogen. Es wird aus der Sicht von Hanna und ihm erzählt im Wechsel und so kann man beide besser kennen lernen. Sie hat einen tollen Blickwinkel und ich kann mir Italien und den Ort an dem das Restaurant von Fabrizios Familie ist gut vorstellen. Leider war ich noch nicht selbst in Italien.

Die Spannung und Handlung wird mit jedem Kapitel besser und man kann schon erahnen wie es ausgehen könnte. Fabrizio und sie haben mit vielen Vewirrenden Dingen aber auch Intrigen zu kämpfen. Es wird nicht leicht und bis ein Happy End in Sicht ist dauert es auch etwas. Ich habe mit beiden mitgefiebert und war von dem tollen Flair von Italien begeistert. Da bekommt man selber Lust einmal in dieses Land zu reisen. Claudia Winter schafft es die Spannung mit jeder Seite mehr werden zu lassen und man kann gar nicht davon ablassen, bis man weiß ob ein Happy End in Sicht ist.

Das Cover verspricht schon eine schöne italienische Stimmung und die Aprikosen und das schöne blau passen sehr gut zusammen. Ein toller Hingucker fürs Regal.

Das Ende hat mich bis zuletzt gefesselt und ich konnte mich kaum davon lösen. Es ist gut gelungen und hat es abgerundet. Fabrizio und Hanna haben beide viel erlebt und ich habe es genossen sie zu begleiten in ihrer Geschichte.

FAZIT :

Mit „Aprikosenküsse schafft Claudia Winter einen schönen Roman der den Leser nach Italien führt und die Geschichte von Hanna und Fabrizio erzählt, die durch das Schicksal auf einander treffen. Flüssiger Schreibstil, tolle Kulisse
und eine Handlung die den Leser mitnimmt.

So süß wie eine reife Aprikose

Von: katha_dbno Datum : 16.03.2016

svenjasbookchallenge.blogspot.de/

Cover

Ich bin mir noch nicht ganz sicher, wie ich zu dem Cover stehe. Einerseits bin ich inzwischen (so leid es mir tut) etwas gelangweilt von diesen Obst-Bildern. Andererseits: was sollte man bei diesem Romantitel sonst abbilden? Zumal das Tre Camini nun mal im Wesentlichen von seinen Aprikosenplantagen lebt. Es passt also zur Story. Aber vielleicht könnte man in Zukunft das Muster durchbrechen.
Meine Meinung

Ich bin ja normalerweise kein sonderlicher Italien-Fan (Weltmeisterschaftstrauma lässt grüßen), aber dieser Roman hat es geschafft, dass ich in Erwägung ziehe, einer zu werden. Liebevoll und malerisch beschreibt Claudia Winter nicht nur die (ich muss es zugeben) wunderschöne Landschaft, sondern auch die Einwohner des fiktiven Orts Montesimo. Natürlich kommen ein paar Clichés zum Einsatz (Stichwort: der ständig flirtende Italiener/die verklemmten Deutschen), aber die Charaktere gehen darüber hinaus. Jede einzelne Person hat irgendetwas Skurriles an sich, das mich für sie eingenommen hat. Sei es der Bürgermeister, der nebenbei auch der zuständige Postbote und Bankdirektor ist, oder die resolute Rosa-Maria mit ihrem Spleen für Groschenromane.
Auch die Familienverbundenheit, die so typisch für Italiener ist, war sehr deutlich spürbar und ich müsste schon ein ziemlich kalter Fisch sein, wenn diese Herzlichkeit nicht auch mich berührt hätte. Ich konnte mir all die Szenen richtig lebhaft vor meinem geistigen Auge vorstellen. Es war fast so, als wäre ich selbst Teil des Geschehens, was immer ein klares Zeichen dafür ist, dass mich ein Roman begeistert. Auch die Art und Weise, wie die (italienischen) Frauen ihre Männer in Schach zu halten wissen, finde ich wunderbar. Von solchen Szenen konnte ich beim Lesen nie genug bekommen.
Das Zusammenspiel von Fabrizio und Hannah finde ich auch sehr gelungen. Vielleicht reagieren sie an einigen Stellen über und haben vielleicht ein ums andere Mal zu häufig Stimmungsschwankungen, das muss ich ehrlich zugeben. Aber zumindest gerät dadurch die Handlung nicht ins Stocken. Darum schiebe ich diesen Umstand wohlwollend auf das "typisch italienische Feuer im Blut" (Hannah ist Halbitalienerin). Aufgrund ihrer Leidenschaftlichkeit fordern sie sich gegenseitig sehr heraus, ohne dass man sagen könnte, einer von beiden hätte insgesamt die Oberhand. Dementsprechend verläuft ihre Romanze nicht so reibungslos, wie sie es könnte. Missverständnisse und verletzte Gefühle sind vorprogrammiert. Aber selbst die niederschmetterndsten Situationen haben etwas Heiteres an sich, da der Roman so spritzig und unbeschwert geschrieben ist. Dadurch merkt man gar nicht, wie beim Lesen die Zeit vergeht, und kann sich in der Geschichte fallen lassen. Genau das habe ich gebraucht. Natürlich ist sie an manchen Stellen vorhersehbar, aber einige Szenen sind wirklich innovativ (Stichwort: Herzinfarkt durch schlechte Restaurantkritik).
Böse fand ich allerdings die permanenten Beschreibungen von italienischen Gerichten, die absolut köstlich klangen. Damit hat mich eigentlich nur "versöhnt", dass im Anhang Rezepte abgedruckt waren.

Fazit

"Aprikosenküsse" ist definitiv ein Wohlfühlroman wie er im Buche steht. Man kann eigentlich gar nicht anders, als die Personen und das Land ins Herz zu schließen. Ich hab das Buch zumindest mit einem breiten Grinsen zugeklappt und bin gespannt auf weitere Romane der Autorin.

[Rezension] „Aprikosenküsse“

Von: Ninespo Datum : 16.03.2016

www.ninespo.de

Das Buch in drei Worten?

Wundervoll, romantisch, lustig.

Das Cover?

Das Cover an sich ist sehr zurückhaltend gestaltet. Schöne Blautöne konkurrieren mit reifen Aprikosen, die durch den blauen Hintergrund zu strahlen scheinen. Am interessantesten ist die gewellte Struktur des Umschlags, der dem Buch eine weitere haptische Note verleiht.

Die Handlung/Das Setting?

Wir befinden uns größtenteils in Bella Italia. In einem eindeutig fiktiven kleinen Dörfchen, wie es in Italien viele davon gibt. Die Atmosphäre passt einfach, ich habe mich beim Lesen direkt wohlgefühlt. Dabei schafft es die Autorin vor allem, den Charme, die Gelassenheit und die Lebensfreude Italiens widerzuspiegeln. Die Handlung konnte mich ebenfalls von sich überzeugen, wobei sie stellenweise „vorhersehbar“ war, aber ich erwarte einfach mein Happy End! Ich hatte mir eine lustige und stellenweise romantische Liebesgeschichte erwartet und genau dies habe ich bekommen.

Der Schreibstil?

„Aprikosenküsse“ wird aus zwei Perspektiven erzählt, die die Autorin sehr authentisch rüber bringen konnte. Ihr Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig, passt sich jedoch an die unterschiedlichen Charaktere der beiden Protagonisten sehr gut an. Je nach Perspektive ändern sich Wortwahl und Struktur des Textes. Diese Unterschiede sind jedoch nicht gravierend, sodass ein Wechsel sehr leicht fällt. Auch italienische Wörter sind passend und unauffällig eingearbeitet.

Die Figuren?

Hanna und Fabrizio hatte ich direkt ins Herz geschlossen. Und auch Lucia und Rosa-Maria und alle anderen Nebenfiguren hatten unheimlich viel Charme und Herz. Man konnte gar nicht anders, als sie zu mögen. Hanna war meine Identifikationsfigur: Halb Deutsche, halb Italienerin, gefangen zwischen zwei ähnlichen aber doch völlig anderen Kulturen. Sie selbst weiß sich nicht recht zu definieren, Fabrizio fällt dies ungleich leichter. Es kommt zwischen den beiden zu bissigen Dialogen, lustigen Wortspielen und komischen Situationen mit Tendenz ins Romantische. Alles, was ich mir von einem guten Liebesroman erwarte. Dabei ist Hanna nicht auf den Kopf gefallen, klischeebeladen oder ein Mauerblümchen. Sie hat eine gesunde Einstellung zu sich selbst, und das hat mir sehr gut gefallen. Fabrizio hat ebenfalls mehrere Seiten, die man nach und nach erst erkennt. Dies ist auch bei seinem Bruder Marco und Hanna der Fall. Den Figuren wird Raum zur Entwicklung gegeben.

Positives?

Mir haben Plot, Schreibstil, Setting, Atmosphäre und Figurenkonstellation sehr gut gefallen. Zwar gibt es das typische Hin-und-her-Drama, das Hanna sich mehr einbildet denn es tatsächlich existiert, aber das hat mich überhaupt nicht gestört. Auch das Ende hat mir zugesagt, bekomme ich doch sowohl mein Happy End, als auch eine starke Protagonistin, die trotz Liebe und Mann eigenständig bleiben kann. Zwar hätte sich mein romantisch schmachtendes Herz ein angeschobenes Kapitel gewünscht, aber das darf ich mir ja gerne selbst ausmalen.

Empfehlung?

Ich kann dieses Buch allen empfehlen, die lustige Liebesromane lieben. Es hat Charme, Witz, Humor und Romantik, es bietet Abwechslung und dennoch starke Figuren. Mir hat das Buch unheimliche Freude bereitet, da vor allem das italienische Flair perfekt rüberkommt. Ich danke dem Goldmann Verlag herzlichst für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von „Aprikosenküsse“.

Ein Wohlfühlbuch das Lust auf die Toskana macht

Von: Katjas Bücher und Rezepte Datum : 07.03.2016

katjas-buecher-und-rezepte.de/

Ein humorvoll-spritziger Liebesroman, der in der wunderschönen Toskana spielt und in dem das gute italienische Essen eine große Rolle einnimmt: der Roman von Claudia Winter versprach von den Zutaten her ein Roman, wie ich ihn liebe und so griff ich gerne ganz beherzt zu.

Und was soll ich sagen? Ich wurde nicht enttäuscht sondern bekam genau das, was ich erwartet habe.

Claudia Winter hat einen wunderbaren humorvollen Schreibstil, und ihre teilweise sehr blumigen Beschreibungen des Dolce Vita in Italien sprechen mich als Leserin sofort an. Sie bringt die Wärme, den Familienzusammenhalt und die Lebensweise ausdrucksstark an die Leserin heran und weckt dabei den Wunsch, selber nach Italien zu reisen oder – wie bei mir – unbedingt wieder in die Toskana zurückkehren zu wollen.

Erzählt wird die Geschichte in relativ kurzen Kapiteln aus Sicht der beiden Hauptprotagonisten Hanna und Fabrizio – die jeweils ihre Sicht der Dinge schildern. Dadurch kommen manche Begebenheiten doppelt – jeweils aus der Sicht des anderen – zur Sprache. Das hemmt an manchen Stellen ein wenig den Lesefluss, stört aber grundsätzlich die Geschichte nicht. Denn jeder der beiden sieht natürlich das, was geschieht, aus einer ganz anderen Perspektive und nimmt vieles ganz anders wahr. Etwas, was dann die Geschichte wiederum runder und ein Stück glaubhafter macht.

Was mich begeistert hat waren zwei Punkte:

Die Beschreibungen der Landschaft der Toskana ist hier in meinen Augen zuerst zu nennen. Diese sind so bildhaft, so detailreich, dass ich die Aprikosenfelder förmlich vor mir gesehen und den Duft gerochen habe. Ich habe hin und wieder die Augen zugemacht und mich einfach treiben lassen – war gedanklich wieder im Jahr 2013, wo ich zusammen mit meinem Freund diesen wunderschönen Landstrich in Italien besuchen durfte.

Das zweite sind für mich die Protagonisten. Hier schafft es Claudia Winter, ihnen Leben einzuhauchen. Sie so glaubhaft darzustellen, das man meint mit ihnen am Tisch zu sitzen, zu lachen und von ihnen selbst die Geschichte erzählt zu bekommen. Dazu schwebt ein leichtet Duft des toskanischen Essens durch den Raum.

Für mich vermittelt das Buch gekonnt die italienische Lebensfreude und das, was Italien so einzigartig macht: die Landschaft, das Essen und … der familiäre Zusammenhalt. Denn auch der kommt im gesamten Roman immer wieder zum Tragen.

Ein sehr großer Pluspunkt für mich sind am Ende des Buches die beigefügten Rezepte … die machen Lust auf’s Nachkochen und es wird in den nächsten Tagen bzw. Wochen auf jeden Fall mal wieder ein toskanisches Essen bei uns zu Hause geben.

Dass natürlich das Ende der Geschichte sehr vorhersehbar ist – es ist nun mal ein Liebesroman – verzeihe ich dem Genre sehr gern.

Ich sage Danke an die sympathische Autorin und freue mich auf ein Treffen auf der Leipziger Buchmesse und der LoveLetter-Convention, wo vielleicht Zeit bleibt für einen kurzen Schwatz und für das signieren dieses wunderbaren Buches.

Vielen Dank an den Goldmann-Verlag für das Rezensionsexemplar J In die Geschichte einzutauchen war bei dem Schmuddelwetter der letzten Tage und Wochen ein Genuss.

Für die Geschichte vergebe ich 4,5 von 5 möglichen Punkten, da mir ein Überraschungsmoment doch noch gefehlt hat.

Von: Layla Datum : 29.02.2016

www.buecherinmeinerhand.blogspot.ch

Eben hab ich mir überlegt, wieso es eigentlich kaum Bücher über Liebe und gutes Essen gibt, die ausserhalb von Italien spielen. Wenn es welche gibt, dann geht es meist um wer-kocht-besser wie in "Madame Mallory und der kleine indische Küchenchef" oder um viel hässliche Politik wie in "Grüne Tomaten". Bei all diesen Büchern fehlt das, was die Kombination Italien-Liebe-Essen so leichtfüssig macht: La dolce vita, viel Temperament und die gute alte Mama, die nicht nur in der Küche sagt wo es langgeht. Wohl deshalb mag ich solche Romane sehr gerne, sie zaubern einem auch an regnerischen Tagen ein Lächeln ins Gesicht.

Genau das schafft auch "Aprikosenküsse". Das Cover ist sehr stilvoll und gefällt mir gut, doch Cover wie auch der Titel scheinen mir fast ein wenig zu zahm für den rasanten Inhalt.
Kaum ist Journalistin Hanna von ihrem arbeitsreichen Italienurlaub daheim beginnt das Desaster. Nonna Guiseppa stand das Herz still, nachdem ihr Enkel Fabrizio ihr den unfreundlichen Text über ihre Trattoria Tre Camini vorgelesen hat. Die Redaktion wird verklagt und Hanna muss was gutmachen, sonst verliert sie ihren Job. Notgedrungen reist sie zurück nach Montesimo und wird subito zur Küchenhilfe verdonnert. Erst nach einigen Tagen erfährt sie von Guiseppas Testament, welches das ganze Dorf in Aufruhr setzt.

Erzählt wird die schnelle Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Hanna und Fabrizio. Oft wirken solche Kombinationen wegen sich wiederholender Szenen langatmig, doch die Repetitionen bleiben glücklicherweise aus und so liest sich der Roman wie geschmiert.
Zwischen Aprikosenfelder, Ristoranti, Dorfplatz, Flughafen und deutscher Redaktion treffen wir auf faszinierende Persönlichkeiten: Französin Claire, eine begabte Redakteurin und treue Freundin; Saskia, die flippige Praktikantin; die aufgebrachte und auf den Knien-nach-Montesimo-rutschende Karrierefrau Hanna; die beiden verkrachten Brüder Fabrizio und Marco inklusive ihrer feinfühligen Schwägerin/Ehefrau Lucia; der süssigkeitsliebende, pensionierte Gutsverwalter Alberto; Rosa-Maria, Köchin mit Leib und Seele und Haaren auf den Zähnen; ein verrücktes Huhn und ein ganzes Dorf voll schräger Gestalten wie Ernesto, der Pöstler, Bankdirektor und Bürgermeister zugleich ist oder der trinkfreudige Dorfpolizist Carlo und zu guter Letzt die über ihren Tod hinaus über alles wachende Nonna Guiseppa.

In die Geschichte ist viel reingepackt und trotz allem Witz und Situationskomik ist auch Platz für Herzlichkeit und Einfühlsamkeit.
Bei Liebesromanen ist es ja oft so, dass die Autoren versuchen Details der Geschichten so zu biegen, dass die Lovestory zu einem guten Abschluss kommt. Bei manchen Autoren wirkt es krampfhaft gesucht, doch Claudia Winters "Gebiege" wirkt glaubhaft und stimmig. Ausser die Sache mit der "reisenden" Urne, doch die verzeihe ich der Autorin.
Der Roman hat mich wunderbar unterhalten, und das Schmunzeln brachte ich kaum mehr aus dem Gesicht.

Fazit: Eine witzige, humorvolle Liebesgeschichte - sie liest sich so wie ein süsser und süffiger Aprikosenlikor sich trinken lässt.
4.5 Punkte

Little Italy

Von: katrini Datum : 28.02.2016

https://katrinisite.wordpress.com

Claudia Winter nimmt uns in ihrem neuen Roman Aprikosenküsse mit in das kleine italienische Dorf Montesimo. Hier erwartet den Leser die wundervolle Liebesgeschichte zwischen der Foodjournalistin Hanna und dem italienischen Aprikosenanbauer Fabrizio. Nachdem die Halbitalienerin Hanna mit ihrer vernichtenden Restaurantkritik eine folgenschwere Katastrophe über die Familie Camini gebracht hat und ihr Job in Gefahr ist, beschließt sie kurzerhand nach Italien zu reisen, um vor Ort die Angelegenheiten zu bereinigen. Doch so einfach wird es ihr in Italien nicht gemacht, stattdessen warten weitere Turbulenzen auf Hanna.

Die Neuauflage des Romans erscheint im März 2016 im Goldmann Verlag. Beim Lesen hat mir besonders der sehr detaillierte Schreibstil von Claudia Winter gefallen. Die ganze Zeit über hatte ich eine bildliche Vorstellung von den jeweiligen Szenen, fühlte mich in das kleine italienische Dorf versetzt und mit jeder Seite, die ich las, wurden Hanna, Fabrizio, Lucia und die anderen Familien- und Dorfmitbewohner realer und sympathischer. Die authentischen Figuren und der Wechsel der Ich-Erzählposition aus Hannas und Fabrizios Sicht machen für mich den Roman so erfolgreich! So manches Mal war ich so in die romantische Geschichte vertieft, dass ich gar nicht merkte, wie die Zeit um mich herum verflog.

Für alle Interessierten findet am 17. März 2016 in Leipzig eine Lesung der Autorin statt. Weitere Informationen zur Lesung sowie eine Leseprobe der ersten vierzig Seiten findet ihr auf der Verlagsseite: http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Aprikosenkuesse/Claudia-Winter/Goldmann-TB/e486721.rhd#buchInfo1

Darüber hinaus möchte ich euch die sehr liebevoll gestaltete Homepage der Autorin ans Herz legen. Hier findet ihr eine Menge über die Autorin selbst, aber auch über ihre unter dem Pseudonym Carolin Wunsch erschienenen Werke heraus:
http://www.c-winter.de

Vielen Dank für diese tolle, mitreißende Geschichte, liebe Claudia! Dieses Buch rief bei mir ganz viele Bilder und Gefühle hervor – und macht Lust auf italienischen Espresso, Pasta und Aprikosenlikör!

Urlaubsfeeling inklusive ...

Von: Angi Datum : 28.02.2016

blog.beastybabe.de

Die Geschichte:
Die Restaurantkritikerin Hanna lebt nur für ihre Arbeit und so ist es nicht verwunderlich, dass sie sogar während ihres Italienurlaubs mehr Zeit an ihrem Laptop verbringt als in der schönen Natur. Ein Essen in einem eigentlich sehr schönen toskanischen Gutshof ist ihr dabei in besonders schlechter Erinnerung geblieben und so nimmt das Schicksal seinen Lauf.
Ausgerechnet im Berliner Wartezimmer eines Herzspezialisten liest Fabrizio seiner Großmutter Giuseppa die vernichtende Kritik über ihr Restaurant vor – mit tödlichen Folgen. Auch für Hanna hat die Sache ein Nachspiel: Fabrizio reicht Klage ein und will ihren Kopf rollen sehen.
Als Hanna dann auch noch versehentlich die Urne mit Giuseppas Asche stielt, ist die Angelegenheit klar: sie muss persönlich nach Italien reisen und die Sache in Ordnung bringen. Doch mit dem, was sie in der wunderschönen Toskana erwartet, hat sie nicht gerechnet … bald steht sie im Mittelpunkt des ganzen Dorfes und alles versinkt im (Gefühls-)Chaos …

Meine Meinung:
Als kleine Abwechslung zwischen blutrünstigen Thrillern und Krimis lese ich ganz gerne auch einmal Lektüre, die zu Herzen geht. Wichtig ist dabei, dass es niemals zu schnulzig wird und dass Bettszenen angenehm kurz abgehandelt werden. Das alles hat Claudia Winters Roman perfekt erfüllt.

Hanna ist eine Protagonistin, die man nicht sofort sympathisch finden muss, denn ihre Entwicklung ist ja ein wichtiger Bestandteil der Story. Im Laufe der Zeit wirkt sie aber immer liebenswürdiger und steht damit schnell auf einer Stufe mit vielen anderen Figuren, die ich trotz oder wegen ihrer leicht verrückten Art gleich mochte: Lucia (Fabrizios Schwägerin), einige andere Gutshofbewohner, Claire (Hannas Freundin) und noch eine Menge weiterer Charaktere, die Claudia Winter mit viel Liebe zum Detail und mit einem hohen Maß an Authentizität gezeichnet hat.

Gleichermaßen liebevoll und geradezu atmosphärisch beschreibt die Autorin die Schauplätze der Handlung, die meist in der schönen Toskana zu finden sind. Zirpende Zikaden, duftende Aprikosen an den Bäumen, traumhafte Sonnenaufgänge über sanften, grünen Hügeln – und mittendrin ein Gutshof mit langer Tradition und frechen Hühnern.

Natürlich ist die Geschichte vorhersehbar, aber trotzdem habe ich oft mitgezittert, wenn durch eine weitere Wendung das Happy End wieder in weite Ferne rückte. Es ist kein leichter Weg dahin, sondern ein mit Geheimnissen, Intrigen und vielen seltsamen Zufällen gespickter Hürdenlauf, den Hanna und Fabrizio hier zu absolvieren haben.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen und der lebendige, humorvolle Schreibstil macht es schwer, es wieder aus der Hand zu legen. Dieses Auf und Ab der Gefühle mit vielen “Dolce Vita”-Momenten empfehle ich gerne weiter!

Fazit:
Urlaubsfeeling und Lust auf gutes Essen sind nur zwei Folgen dieses unterhaltsamen Romans, tatsächlich bietet er aber auch noch sympathische Charaktere, ein bisschen Spannung und viele Emotionen. Genau das Richtige für ein gemütliches Kuschel-Lesewochenende.

Eine tolle Liebeskomödie aus der Heimat des Dolce Vita

Von: Lesefeuer Datum : 23.02.2016

lesefeuer.blogspot.com

„Aprikosenküsse“ ist ein Roman von Claudia Winter und erschien 2016 im Goldmann Verlag.

Hanna, Halbitalienerin und Foodjournalistin aus Berlin, hat eine folgenschwere Restaurantkritik geschrieben. Augenscheinlich erleidet eine italenische Nonna wegen genau dieser Kritik einen Herzinfarkt und stirbt. Versehentlich gelangt Hanna auch noch an die Urne der Verstorbenen und macht sich mit Schuldgefühlen auf nach Italien um sich bei der Familie zu entschuldigen und die Urne zurückzugeben. Doch dort ist sie auf einmal Teil eines Testaments, was es wirklich in sich hat. Obwohl die Nonna verstorben ist, möchte sie ihren Enkel Fabrizio unter die Haube bringen. Ein komisches Familiendrama beginnt, das ganze toskanische Dorf ist in Aufruhr und Hannas Gefühlswelt ist komplett durcheinander.

Meine Meinung:
Aprikosenküsse war mein erster Roman von Claudia Winter und hat mich vollends überzeugt. Das Buch hat sich ganz wunderbar und flüssig gelesen, der Schreibstil ist toll. Das Ende ist vorhersehbar (sonst wäre ich wohl auch enttäuscht gewesen), aber das finde ich überhaupt nicht schlimm. So ist es ja eh bei vielen Liebesromanen. Entscheidend finde ich, dass der Autor mich im Laufe der Geschichte noch überraschen kann, und das konnte Claudia Winter hervorragend. Ich wurde sehr viel mehr als nur einmal überrascht. Die Geschichte ist romantisch – im hinten Teil kam mir doch mal eine Träne vor Rührung, sie treibt einem das Wasser im Munde zusammen bei den leckeren Dingen, die die Köche des „Tre Camini“ zaubern und manchmal ist sie auch einfach nur durchgeknallt . Sowohl Hanna als auch die italienische Familie Camini haben mich sofort in ihren Bann gezogen. Abwechselnd wird aus der Perspektive von Hanna und Fabrizio erzählt. Diese Absätze sind kurz und knackig, was ich wirklich sehr gerne mag. Wird aus der Perspektive von Hannah erzählt, tauchen immer wieder Sätze auf, die sich in Hannas Kopf abspielen. Diese sind von ihrer durchaus charmanten französischen Kollegin Claire. Auch die Nebencharaktere aus dem italienischen Dorf waren mir sehr sympathisch. Jeder ist anders, jeder hat sein Päckchen zu tragen. Letztlich sind aber doch alle ganz wunderbare Menschen. Außerdem hat Claudia Winter die italienische Landschaft so wunderbar bildlich beschrieben. Ich habe mich öfters in Gedanken in den jeweiligen Schauplätzen gesehen. Als kleines Schmankerl – ganz hinten im Buch - werden dem Leser auch noch Rezepte der Familie Camini mit auf den Weg gegeben. Da werde ich ganz sicher mal welche ausprobieren… Das kommt bei mir selten vor - aber ich war am Ende wirklich traurig, dass das Buch nun schon ausgelesen ist. Ich glaube, ich mach mich mal an die Arbeit und plane direkt meinen nächsten Italienurlaub. Nun habe ich Sehnsucht bekommen.

Das Cover ist ganz bezaubernd. Man kann mich ja mit Früchten, Gewürzen und ähnlichen Dingen auf Covern sehr gut locken und das ist auch der Grund, weshalb ich auf das Buch aufmerksam wurde. Immer wieder beim Zuklappen des Buches, hätte ich sehr gerne in eine der Aprikosen gebissen.

Claudia Winter ist Sozialpädagogin und schreibt seit ihrer Kindheit Gedichte und Kurzgeschichten. Als Tochter gehörloser Eltern lernte sie bereits frühzeitig lesen und schreiben. Nebenbei arbeitet die Autorin außerdem als Lektorin und Coach. Sie lebt mit ihrem Lebensgefährten und ihren Hunden in einem Dorf nahe Limburg an der Lahn. Claudia Winter hat eine ganz bezaubernde Internetpräsenz, die ich jedem Leser sehr ans Herz lege: www.c-winter.de

Fazit: 5 Sterne.

Aprikosenküsse - Ein Buch gegen den deutschen Winter

Von: Franziska von Franzi-liest.de aus München Datum : 21.02.2016

www.franzi-liest.de

Anlass:
Das Buch steht ganz neu in den Läden und ich hatte die Ehre, gestern in München bei einer kleinen Veröffentlichungsparty dabei zu sein - und das Buch vorab zu lesen.

Inhalt:
Hanna Philipp ist eine junge Kolumnistin bei einem Berliner Gourmetmagazin, die eine wirklich böse Zunge hat, wenn es um misslungene Esserlebnisse geht. Nach einem solchen schreibt sie einen Artikel über das Tre Camini in der Toskana, das das Pech hatte, von ihr besucht zu werden, als der Koch nicht in der Stadt war- und der Dorfpolizist am Herd stand. Die Matriarchin des Hauses bekommmt den Artikel in die Hände und verstirbt dank einer Mischung aus Herzfehler und Schock. Ihr Enkel Fabrizio verklagt daraufhin das Magazin und Hanna wird nach Italien geschickt, um das Problem zu beheben...

Meinung:
Ein Buch gegen den deutschen Winter - voll italienischer wohltuender Klischees, mit Gerichten, die beim Lesen Hunger machen und einer süßen Liebesgeschichte.

Für wen:
Alle mit akutem Italienweh!

Aprikosenküsse

Von: fraeulein_lovingbooks Datum : 21.02.2016

https://fraeuleinlovingbooks.wordpress.com/

Inhalt

Das Leben der jungen Foodjournalistin Hanna könnte so wunderbar sein. Hätte sie nur nicht diese Restaurantkritik geschrieben, wegen der eine italienische Gutsherrin einen Herzinfarkt erlitten hat! Als sie dann auch noch versehentlich in den Besitz der Urne gelangt, reist die von Schuldgefühlen geplagte Hanna nach Italien – und wird zum unfreiwilligen Opfer eines Testaments, das es in sich hat. Denn selbst über ihren Tod hinaus verfolgt Giuseppa Camini nur ein Ziel: ihren unleidlichen Enkel Fabrizio endlich in den Hafen der Ehe zu steuern. Eine Aufgabe, die ein ganzes toskanisches Dorf in Atem hält, ein Familiendrama heraufbeschwört und Hannas Gefühlswelt komplett durcheinanderwirbelt!
(Quelle: Bloggerportal )

Meine Meinung

Zuerst möchte ich mich beim Bloggerportal und dem Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken! :)

Das Buch beginnt mit einem Prolog, der aus Fabricios Sicht geschrieben ist – uns man wird mit dem plötzlichen Tod von Giuseppa konfrontiert, der anscheinend kurze Zeit nach einer schlechten Restaurantkritik eintrat.
Danach folgt die Vorstellung der Autorin des todbringenden Artikels – Hanna, eine Halbitalienerin, die gerne mal etwas als Souvenir einsteckt. Einziges Problem: es gehört oft den Restaurants in denen sie Essen geht um eine Restaurantkritik zu verfassen.
Clair, eine Kollegin und gute Freundin aus Frankreich, findet es lustig – nur die Praktikantin Sarah ist nicht sonderlich begeistert darüber. Sie muss alles zurückschicken und mit netten Worten versehen, damit keine Anzeige wegen eines Diebstahls in die Redaktion flattert.
Dabei sind Anklagen nichts Neues für den Verlag – Hanna ist aufgrund ihrer herben Kritik oftmals der Grund dafür. Weswegen der Chef sie kurzfristig zu einem Meeting in den Flughafen zitiert. Dort stolpert sie über die Tasche eines Italieners und landet danach am Tisch des Chefs, der ihr ein Ultimatum stellt: Sie soll nach Montesimo in das “Tre Camini” reisen und einen neuen Artikel verfassen.
Hanna bekommt Panik und klaut eine Vase, zurück in der Redaktion bemerkt sie ihr Mitbringsel und ordert eine Rücksendung an – nur leider stellt sich schnell heraus, das es keine Vase ist, sondern eine Urne. Die Urne der älteren Dame, die sie angeblich auf dem Gewissen hat. Nach langen hin und her fliegt sie mit der Urne nach Italien und bringt die Asche der Frau nach Hause.
Dort trifft sie auf dem Italiener vom Flughafen, der sie vor ein Ultimatum stellt…

Ich konnte mich das komplette Buch über Hanna amüsieren. Sie ist völlig anders als man nach dem ersten Lesen des Klappentextes erwartet hätte. Ich hatte mit einen versnobten Dame gerechnet und nicht mit einer jungen Frau, die auf der Suche nach ihren Vorfahren ist. Das war der Grund des ersten Aufenthaltes in Italien, der zu der schlechten Kritik geführt hat (die im Anbetracht der Umstände auch wirklich angebracht war, grins). Seit langer Zeit schweigt die Mutter über ihre Herkunft – gegen Ende des Buche erfahren wir übrigens die komplette Geschichte.
Ohne Widerworte macht sie ihren Küchendienst, lässt sich als Verlobte “betiteln” und spielt dann auch noch fast “Hochzeit” – doch nach und nach bemerkt sie, das sie sich in den Aprikosenbauern verliebt hat…nur er anscheinend nicht in sie.

Fabrizio musste mit der Oma nach Berlin, doch sie stirbt und eigentlich hätte er mit einer Urne zurückkehren sollen – nur ist diese verschwunden. Taucht aber wenig später mit der Restaurantkritikerin vor seinem Haus auf. Er ist erschüttert, will die Urne aber noch nicht zurück. Hanna muss für ihn arbeiten. Schnell ist er fasziniert von der halben Italienerin – zeigt es aber nicht öffentlich. Erst als er die Verlobung erfindet, zeigt er die Liebesgefühle für Hanna.

Es ist lustig mitzuerleben, wie die beiden sich oft streiten und dann wieder ein Herz und eine Seele sind. Die beiden sind klasse ausgearbeitet, jeder hat sein eigenes Päckchen zu tragen – man schließt sie sofort ins Herz.
Auch die anderen Charaktere haben alle eine kleine Geschichte, die im Laufe des Buches erzählt wird. Kein einziger Protagonist wirkt farblos oder unecht. Hut ab!

Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, da ich im letzten Jahr eine Vorliebe für diese “Fernweh-Bücher” entwickelt habe – und ich wurde nicht enttäuscht.
“Aprikosenküsse” habe ich verschlungen, dank der großartigen Geschichte rund um eine Urne.

Klare Lese- und Kaufempfehlung von mir!!! :)

Schönstes Zitat

“Heimweh ist ein schreckliches Gefühl. Besonders dann, wenn man weiß, dass man nie wieder nach Hause zurückkehren wird. Also versucht man alles, um die Wunde nicht aufzureißen. Schweigen ist da ein sehr gutes Mittel.”
(Mutter von Hanna, S. 352)

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