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Leserstimmen (14)

Tania Krätschmar: Nora und die Novemberrosen

Nora und die Novemberrosen Blick ins Buch

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€ 10,30 [A] | CHF 13,90*
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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-7341-0242-4

Erschienen: 19.09.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

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Rosen im November

Von: Allegrias Landhaus Datum : 10.03.2017

https://allegriaslandhaus.blogspot.de/2017/03/rosen-im-november-eine-buchvorstellung_10.html

Kürzlich hat ein schönes Buchcover meine Gärtnerseele gelockt, das Buch dahinter lesen zu wollen.

Im Blanvalet-Verlag ist im letzten Herbst das Buch "Nora und die Novemberrosen" der Autorin Tania Krätschmar erschienen. Es ist nicht ihr erstes Buch, aber das Erste, das ich von ihr lese. Die Namensgebung ist oft ähnlich, da gibt es z.B. noch "Eva und die Apfelfrauen".

Worum geht es?

Die alleinerziehende Nora hat gerade Ihren Job im Gartencenter verloren, der eigentlich nicht das war, was ihr Gärtnerherz wirklich hätte machen wollen. Sie lebt in einer Hausgemeinschaft nicht nur mit ihrer 7-jährigen Tochter Fanny, sondern auch mit den deutlich älteren anderen Wohnparteien Udo (der gerade seine Frau verloren hat), Margarete und Ellie. Und weil es dann noch dicker kommt, versetzt ein Brief des Vermieters an jede der Parteien die Gemeinschaft in Unruhe und Besorgnis. Ihnen schwant Böses!

Bei einem gemeinsamen Ausflug von Berlin-Schmargendorf in die Mark Brandenburg entdeckt das Quintett eine völlig verwahrloste ehemalige Gärtnerei. Der Ort erscheint verwunschen und bewirkt bei einigen Menschen im Verlauf der Handlung merkwürdige Erscheinungen, dazu später mehr. Man beschließt, diesen Ort nun öfter aufzusuchen und zu ergründen, wem das Gelände gehört bzw. mal gehört hat. Als diese Nachforschungen einigermaßen im Sande verlaufen wird aus den Besuchen eine Art Besetzung in dem Moment, als schon behördlicher Gegenwind entgegenbläst, an dem eine enttäuschte Verwaltungsangestellte nicht ganz unschuldig ist.

Die Protagonisten lassen sich nicht beirren und möbeln das Gelände, teils auch mit fremden Helfern, auf. Als Nora davon zu träumen beginnt, das in der Gärtnerei eventuell ihre Zukunft liegen könnte, taucht der Engländer Liam auf. Den weiteren Verlauf möchte ich nicht vorwegnehmen.

Mein Fazit:
Gefallen haben mir vor allem die botanischen Diskussionen zwischen Nora und Liam sowie der Gedanke, ein derart brachliegendes Gelände wieder zu aktivieren und mit Leben zu erfüllen. Schön finde ich den Zusammenhalt der Gemeinschaft quer durch die Generationen.
Leider erscheint mir die ganze Geschichte ein wenig zu konstruiert. Man ahnt jeweils, was als Nächstes passieren könnte.
Etwas zu dick aufgetragen waren mir auch die besonderen Erscheinungen, die einige der handelnden Personen vor Ort haben. Ich kenne wohl an früher hervorgerufene Erinnerungen, die durch besondere Pflanzendüfte ausgelöst werden aber etwas derart Übersinnliches ist mir dann echt zu viel des Guten.

Novemberrosen...ein bisschen...verwelkt eben

Von: Bücherheike Datum : 21.02.2017

www.buecherheike.de

Verlag: blanvalet
Seiten: 332
ISBN: 978-3-7341-0242-4

"Novemberrosen...ein bisschen...verwelkt eben..."

Eine tolle Beschreibung. Wer interessiert sich schon für Perfektion? Also ich nicht.

Genauso ist es auch mit den Büchern von Tania Krätschmar - habe ich schon gesagt, dass ich ihre Geschichten liebe.

Die Frauen in ihren Büchern stehen immer mitten im Leben. Klar gibt es Probleme, nichts ist perfekt aber bei wem ist das schon so und wo soll sonst die tolle Geschichte herkommen...

Aber ihre Bücher haben irgendetwas. Ihre Geschichten klingen immer etwas nach - jedenfalls bei mir. Manches Buch liest man, ja schön, Buch zu, Ende. Es war schön es zu lesen, aber es war "nur" Unterhaltung. Was nicht schlecht ist. Diese Bücher sind toll.

Aber ab und zu erwischt man ein Schätzchen, eine besondere Geschichte. Etwas, an das man sich auch nach langer Zeit noch gerne erinnert. Und die Novemberrosen sind definitiv so ein Schätzchen.

Lasst Blumen sprechen ...

Von: Blog-a-holic Datum : 03.02.2017

blog-a-holic.de/

Zum Inhalt:

Als Nora und ihre drei Freunde eine verlassene Gärtnerei in der Mark Brandenburg entdecken, beschließen sie: Sie werden die verkrauteten Beete beackern, die maroden Gewächshäuser bepflanzen und sich hier ihr eigenes Paradies schaffen. Doch die Verwaltung findet das nicht akzeptabel und sperrt die vier aus. Ist der Traum verblüht? Keineswegs: Kurzerhand besetzen Nora und die Novemberrosen die alte Gärtnerei. Plötzlich sprießen Schlagzeilen, die Zahl ihrer Unterstützer wuchert – auch wenn das verwunschene Grundstück das Geheimnis seiner Vergangenheit noch längst nicht preisgegeben hat …



Über die Autorin:

Tania Krätschmar wurde 1960 in Berlin geboren. Nach ihrem Germanistikstudium in Berlin, Florida und New York arbeitete sie als Bookscout in Manhattan. Heute ist sie als Texterin, Übersetzerin, Rezensentin und Autorin tätig. Sie hat einen Sohn und lebt in Berlin.



Mein Fazit und meine Rezension:

Nora ist Gärtnerin, alleinerziehende Mutter einer siebenjährigen Tochter Fanny, lebt in einem Mehrgenerationen-Haus gemeinsam mit drei Senioren und - hat gerade ihren Job verloren... schlimmer kann es nicht kommen! Doch leider schlägt das Schicksal richtig zu: kurze Zeit später erhalten die Hausbewohner einen Brief ihres Vermieters, der die Ankunft von diesem gemeinsam mit einem ominösen H. Wilbur ankündigt. Mehr steht dort nicht. Natürlich ist die Aufregung groß, hat der Vermieter sich in den letzten Jahren doch überhaupt nicht gemeldet und schon gar nicht um das Hausanwesen gekümmert. Sollen die Mieter etwa durch eine Renovierung eine Mieterhöhung kassieren, die sich gewaschen hat und dadurch aus ihrem Heim vertrieben werden? Sie ahnen Schreckliches.

Wie durch ein Wunder entdecken die Senioren auf einem Ausflug in die Natur mit Nora und Fanny einen geheimen Garten - eine alte Gärtnerei, die tief hinter Dickicht und einer Mauer verborgen liegt. Dort werden nicht nur Kindheitserinnerungen wach, sondern auch Noras Traum einer eigenen Gärtnerei, die sie dazu beflügelt, die Pflanzen nicht so zu arrangieren, dass die Leute sie kaufen wollen (und müssen), sondern sich in der Natur so auszuleben, dass sie selbst Träume verwirklicht und dabei die vielen bunten Pflanzen miteinbezieht. Ein Gärtner ist nicht jemand, der einfach die Schere nimmt, Pflanzen abschneidet und zusammenbindet, sondern jemand, der die Gefühle der Pflanzen versteht, sie erkennt und zu einem vollkommen neuen Wunder zusammenfügt.

Viele schöne Stunden verbringen sie in diesem, ihrem, geheimen Garten und schon sieht die Welt anders aus - doch auch diese Idylle wird jäh unterbrochen, als es um die Besitzverhältnisse geht und die Behörden mit voller Macht eingreifen.

Sollen sie wirklich alles verlieren? Ihr Zuhause und ihren Garten?

Das müsst ihr schon selbst heraus finden :)

Wie bereits zu Anfang erwähnt: ich habe das Buch gestern begonnen und konnte es einfach nicht mehr weglegen, zu sehr habe ich die Liebe Noras zu den Pflanzen gespürt, habe ihre Faszination miterlebt und wäre am liebsten selbst in ein Gartencenter gestiefelt und hätte mich dort mit den schönsten Pflanzen eingedeckt! Zurückgehalten haben mich der Gedanke an die kalte Jahreszeit da draußen - und die (leider) unveränderliche Tatsache, dass ich keinen Garten besitze, sondern nur einen kleinen Balkon. Also: aus meinem Traumgarten wird erst mal nichts! Doch man darf doch noch träumen?

Natürlich darf man das! Das beweist Nora in diesem wunderschön geschriebenen Roman von Tania Krätschmar! Nora ist alleinerziehend, arbeitet in einem Gartencenter, doch spürt nicht mehr die Leidenschaft, die sie einst in ihrem Beruf gespürt hat. Sie möchte nicht nur Leuten, die keine Ahnung von Pflanzen haben (und sie auch nicht haben wollen!) irgendwelche Blumen für Beete verkaufen, damit es hübsch aussieht. Sie möchte mehr - doch das findet sie nicht in diesem Beruf. Als sie den Job dann auch noch verliert, weint sie ihm keine Träne nach. Sie weiß einfach, dass der richtige Job da draußen auf sie wartet und dass sie mehr Wert ist! Leider blickt sie viel zu positiv in die Zukunft, denn so schnell geht es nicht. Da kommt ihr die geheime Gärtnerei gerade recht!

Auch die drei Senioren, Ellie, Margarete und Udo, lassen sich von diesem geheimen Ort verzaubern und blühen regelrecht auf! Die Gemeinschaft des Mehrgenerationenhauses ist so viel mehr als eine bloße Wohngemeinschaft, es ist eine eigene Familie! Sie sind so miteinander verbunden, dass eine Trennung schier unmöglich zu sein scheint: und gerade deswegen jagt ihnen der unverhoffte Brief ihres Vermieters auch so einen Schrecken ein.

Auch ich habe während dem Lesen mitgefiebert und habe überlegt, was er denn im Schilde führen könnte! Wie man nur auf die Idee kommen könnte nach so einer langen Zeit diese Gemeinschaft auseinander reißen zu wollen! Der geheime Garten hat auch mich etwas besänftigt und zum Träumen angeregt. Und gerade diese wunderbaren bildhaften Beschreibungen von Tania Krätschmar haben mir nicht nur die einzelnen Blumen vor die Augen geführt, sondern die Einheit, die dort ausgestrahlt wurde: der Rosenstrauch, das geheimnisvolle Schattenbeet, die wunderschönen Schmetterlinge, die Höhle, die Fanny entdeckt hat, all die vielen bunten Farben und Düfte! Manchmal kam es mir wirklich so vor, als würde ich mitten in der Gärtnerei stehen. Am liebsten hätte ich mir eine Hacke und einen Spaten geschnappt und wäre los getigert! :)

Ich könnte euch jetzt mehr über die Geschichte erzählen, über die drei Senioren und Nora und ihre Tochter Fanny. Doch meine Worte würden ihnen nicht gerecht werden. Um all diese wunderbaren Menschen kennen zu lernen muss ich euch einfach dazu einladen, das Buch zu lesen. Und glaubt mir: es ist absolut keine Zeitverschwendung!

Taucht mit Nora, Fanny, Ellie, Margarete und Udo in die geheime Gärtnerei ein, entdeckt dort längst vergessene Erinnerungen an eure Kindheit wieder und schwelgt in den wunderschönsten Träumen und Hoffnungen! Auch ich werde sicherlich wieder einen Ausflug dorthin machen, wo ich mich in den letzten Stunden so wohl gefühlt habe!

Ab in den Garten ...

Von: Diane Jordan Datum : 01.01.2017

https://booksofloveblog.wordpress.com/

Manchmal habe ich die Stimme meiner verstorbenen Oma im Ohr. Gesprächsfetzen kommen mir dann in den Sinn oder auch längst vergessen geglaubte Redewendungen, wie diese : ... „Gärten sind so individuell wie ihre Bewohner“... und bei diesem vorliegenden Taschenbuch-Roman von Tanja Krätschmar „Nora und die Novemberrosen“ glaube ich, dass meine liebe Omi Recht hatte.
Der Autorin gelingt es im Handumdrehen, mich mit ihrem Werk in den Bann zu ziehen. Die Protagonisten sind hinreißend beschrieben, die Hausgemeinschaft, die Freundschaft, das Leben sowie die Irrungen und Wirrungen des Lebens gekonnt dargestellt. Als begeisterter Gartenfan- und Leseratte ist dieses Buch zum Jahresbeginn einfach traumhaft. Ich träume mich in die verwilderte Gärtnerei und beobachte genau die Fortschritte und was dort geschieht. Zwischendurch meine ich sogar, dass ich die Novemberrosen rieche, so schön ist alles beschrieben.
Aber lest selbst:

Aus dem Inhalt:
Der Duft von weißen Rosen, eine alte Gärtnerei und ein schicksalhaftes Erbe …


Als Nora und ihre drei Freunde eine verlassene Gärtnerei in der Mark Brandenburg entdecken, beschließen sie: Sie werden die verkrauteten Beete beackern, die maroden Gewächshäuser bepflanzen und sich hier ihr eigenes Paradies schaffen. Doch die Verwaltung findet das nicht akzeptabel und sperrt die vier aus. Ist der Traum verblüht? Keineswegs: Kurzerhand besetzen Nora und die Novemberrosen die alte Gärtnerei. Plötzlich sprießen Schlagzeilen, die Zahl ihrer Unterstützer wuchert – auch wenn das verwunschene Grundstück das Geheimnis seiner Vergangenheit noch längst nicht preisgegeben hat …



Über die Autorin:
Tania Krätschmar machte eine Ausbildung zur Buchhändlerin, studierte Germanistik in Berlin und in den USA, war Bookscout in New York und lebte ein Jahr in den Niederlanden. Kurz vor dem Mauerfall kehrte sie in ihre Geburtsstadt Berlin zurück, wo sie seitdem als Texterin, Rezensentin und Autorin arbeitet. Berufliche Ausflüge machte sie zudem in Richtung Biobauernhof und Second-Hand-Boutique. Sie schreibt für Frauen Romane, die gern auch Männer lesen dürfen, sofern sie nicht Angst vor großen Gefühlen wie Liebe und Frauenfreundschaft haben. Ihr Roman "Seerosensommer" wurde fürs ZDF verfilmt. Sie engagiert sich für Kinder-und Jugendliteratur, segelt und gärtnert leidenschaftlich gern und hat einen erwachsenen Sohn.


Fazit: 5 Sterne***** Mein „must read“ 2017 nicht nur für Garten- und Naturliebhaber!

Der Roman „Nora und die Novemberrosen“ ist im blanvalet Verlag erschienen. Das Buch hat 336 Seiten und kostet 9,99 Euro.

Im Garten der Freundschaft

Von: get lucky Datum : 22.12.2016

friendly-hearts.blogspot.de/2016/12/auf-der-zielgeraden.html

Wer noch einen ruhig, wohltuenden Buchtipp braucht, für den hab ich ihn hier aufgeschrieben:

Nora, alleinerziehend, arbeitslos, aber wunderbar in einer Hausgemeinschaft aufgehoben ist die Hauptperson dieses leichten Romans.
Sie und ihre Freunde entdecken eine verlassene Gärtnerei in der Markt Brandenburg und sind sich als bald einig, diese zu neuem Leben zu erwecken und sich ein Paradies zu erschaffen.
Sie beginnen bereits verkrautete Beete zu bearbeiten, zu pflanzen,.... doch die Verwaltung sperrt sie darauf hin aus.
Die Freunde beschließen das Anwesen zu besetzen, Schlagzeilen sprießen, die Zahl ihrer Unterstützer wächst, und es bleibt spannend, welches Geheimnis der Vergangenheit dieser Ort noch hütet.

Nicht, dass ihr denkt, man kann es auch in jedem anderen Monat lesen, eine sehr nette, amüsante Lektüre, die auch an die 80er erinnert

;O)

Vor der Kulisse von Blumen, tatkräftigem Anpacken, spielt Freundschaft in diesem kurzweiligen und sehr unterhaltsamen Roman eine zentrale Rolle. Mir hat der Schreibstil gefallen und die Figuren waren allesamt sehr sympathisch und authentisch!
(Der Verlag Blanvalet hat mir das Buch dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt )

Zum Träumen schön

Von: Nicole Plath Datum : 01.12.2016

www.nicole-plath.de

In der Mark Brandenburg liegt ganz versteckt eine vergessene Gärtnerei. Bis diese von den vier Nachbarn und Freunden Nora, Udo, Ellie und Margarete entdeckt wird. Nicht nur sie sind von diesem geheimnisvollen Ort fasziniert, sondern auch Noras 7-jährige Tochter Fanny. Für diese ist das Gelände ein einziger Abenteuerspielplatz.

Nora und ihre Freunde versuchen herauszufinden, wem das Grundstück mit der ehemaligen Gärtnerei wohl gehören könnte. Doch es gibt keine offiziellen Unterlagen, wer der Eigentümer ist. Trotz dieser ungeklärten Eigentumsverhältnissen beginnen die Freunde mit der Erweckung der Gärtnerei aus dem Dornröschenschlaf. Das wiederum ist den Behörden ein Dorn im Auge, sie ordnen die Räumung des Grundstückes an.

Die Geschichte um Nora und der Gärtnerei ist von Tania Krätschmar wunderbar geschrieben. Die liebevollen Details, mit denen sie die Orte und Pflanzen beschreibt, lassen die alte Gärtnerei vor dem geistigen Auge wieder auferstehen. Genau wie Nora und ihre Freunde erahnt der Leser dadurch, wie schön dieser verwilderte Garten ist und wie er einmal aussehen könnte. Ebenso leidet man mit den Protagonisten mit, sobald sich Probleme ergeben und dunkle Wolken aufziehen.

Natürlich ahnt der Leser bereits zu Beginn das Ende, doch der Weg dahin ist unbekannt. So soll es meiner Meinung nach bei dieser Art Roman sein. Durch die leichte Geschichte bleibt viel Raum für die Vorstellungskraft. Landschaften, Pflanzen, Gebäude, auf alles kann sich der Leser einlassen ohne etwas von der Handlung zu verpassen.

Die Seiten fliegen nur so dahin, und schnell ist der Leser am Ende des Buches angelangt. Auch dort bleibt es der Fantasie des Lesers überlassen, wie es mit Nora und ihren Freunden weitergehen könnte. Wer Freude am Gärtnern hat, Pflanzen liebt und/oder einfach nur bei einem guten Buch entspannen möchte, ist bei dieser Geschichte gut aufgehoben. Meinen Dank an die Autorin für die wunderbaren Bilder in meinem Kopfkino während des Lesens.

Die Liebe zum Gärtnern verbindet Generationen

Von: nef Datum : 29.11.2016

www.buchjunkies-blog.de

Inhalt:
Nora lebt mit ihrer kleinen Tochter Fanny in einem 4 Parteienhaus in Berlin und arbeitet in einem Baumarkt in der Blumenabteilung. Arbeitete, sollte man wohl sagen, denn ihr war fristlos gekündigt worden, weil sie bei einem eher befremdlichen Beratungsgespräch nicht das gewünschte Ergebnis lieferte. Aber Nora konnte mit diesen Banausen einfach nichts anfangen. Wer kommt denn bitte auf die Idee im Frühling einen Herbstblüher in die Balkonkästen pflanzen zu wollen? Da musste ihre Gärtnerseele rebellieren. Dumm nur, dass ihre Kundin nicht einfach irgendjemand war, sondern vom Chef auf sie angesetzt.
Da steht Nora nun, arbeitslos, alleinerziehend und vom Leben enttäuscht. Aber sie hat immerhin noch ihre guten Freunde und Nachbarn Udo, Margarete und Ellie. Allesamt bilden sie eine Gemeinschaft im Mehrgenerationenhaus, die vor allem der kleinen Fanny zu Gute kommt.

Nora traut sich kaum ihren Freunden von ihrer plötzlichen Arbeitslosigkeit zu erzählen, als auch noch ein Brief vom Hauseigentümer im Kasten landet. Er kündigt umfangreiche Veränderungen an und einige Einschränkungen. Schon gehen die Überlegungen los, was er wohl wollen könnte. Der erwähnte Ansprechpartner lässt auf einen Investor schließen, der alte Häuser aufkauft, abreißen lässt und auf dem vorhandenen Grund neue Luxusobjekte hoch zieht.
Verliert Nora jetzt etwa nicht nur ihren Job, sondern auch noch ihre Wohnung samt ihrer geliebten Freunde?

Um ein wenig abzuschalten und einfach mal raus zu kommen, schlägt Ellie ein Picknick in Brandenburg vor. Also machen sie sich zu fünft in Udos Auto auf den Weg. Durch Zufall landen sie in einem kleinen Ort und finden ein verwildertes Grundstück, dass es ihnen sofort angetan hat. Fanny allen voran nutzt ihren Entdeckergeist und findet im hinteren Eckchen eine kleine Höhle, in der sie fortan zu finden ist. Während Nora sich vor allem die Pflanzen und Beete anschaut, fangen die anderen schon einmal an die Terrasse nutzbar zu machen und Udo lässt es sich nicht nehmen und beschaut sich Haus und Nebengebäude.
Nora ist fasziniert. Sie stehen hier in den Resten einer alten Gärtnerei. Wem diese wohl mal gehört hat?
Fanny hat es sich zur Aufgabe gemacht verschiedene Dinge zu sammeln und findet einen Fetzen Papier mit einem Namen und einigen Zahlen darauf. Finden sie so vielleicht heraus wem die Gärtnerei gehört?
Die Liegenschaftsverwaltung soll ihnen helfen und dank Udo bekommen sie aus der Bearbeiterin auch einiges heraus.

Allen ist klar, das verlassene Grundstück könnte ihr kleines Stück Urlaub vom Stress der Stadt sein und vielleicht sogar eine Zukunft für die Gemeinschaft. Aber wird ihnen das Grundstück auch bleiben? Oder wird das Land Brandenburg jetzt seinen Finger drauf legen?

Meinung:
'Nora und die Novemberrosen' ist eigentlich eher ein Buch für den Frühling wie ich finde. Nora weckt mit ihrem Wissen über einfach jede Pflanze den Gärtnerwunsch auf dem kleinsten Balkon. Zwar kann ich mit den ganzen Namen nichts anfangen, aber es klingt schon toll.
Ihre Leidenschaft ist ansteckend. Leider hat sie die bei der Jobsuche nicht. Da scheint sie wie eine Blockade zu haben. Das liegt wohl auch mit am Grundstück. Alles was sie immer gesucht hat ist dort - und bald auch noch viel mehr.

Ihre Freunde haben jeder für sich eine eigene kleine Geschichte. Udo hat seine Frau an den Krebs verloren, Ellie vermisst ihren Stiefsohn, der sich nicht bei ihr meldet und Margarete ... Margarete ist eine Frau für sich. Sie fühlt sich eigentlich wohl wie sie ist. Sie braucht Strukturen, aber bald merkt auch sie, ohne geht es auch.
So nach und nach erblüht jeder der Freunde ein Stück mehr und mit ihnen der vergessene Garten in der Mark Brandenburg.

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Ich konnte mich prima einfinden und habe mit allen für sich mitgefiebert. Am liebsten hatte ich natürlich Fanny, sie ist einfach Zucker.
Mit ihrer Neugier bringt sie Leben in die Gemeinschaft und hält sie auch zusammen.

Was mir nicht so gut gefallen hat, waren die mystischen Elemente. Die habe ich einfach nicht erwartet und so haben sie mich etwas dabei gestört der Geschichte zu folgen. Zwar verbinden sie Dinge und Gegebenheiten, aber das war mir dann doch etwas zu viel.

Lebe deinen Traum

Von: Das Echo vom Alpenrand Datum : 19.11.2016

derachentaler.de

Es ist reiner Zufall, dass die Freunde die alte abgelegene Gärtnerei überhaupt entdecken. Als sie ihnen danach nicht mehr aus dem Kopf gehen will, manifestiert sichbei ihnen langsam die Idee sie zu neuem Leben zu erwecken. Und so beginnen sie, trotz der völlig unklaren Besitzverhältnisse, mit den ersten Sanierungsarbeiten und selbst als man ihnen dies von Amts wegen untersagen will, geben sie nicht auf. Stattdessen starten sie eine recht eigenwillige Kampagne, die wie eine Bombe einschlägt und ihnen sogar Medienpräsenz über die Landesgrenzen hinaus beschert. Doch gerade als es so aussieht, als ob sich alles zum Guten wendet, gibt es die nächste Überraschung.

Fazit
Eine liebenswerte Geschichte, die für Mitgefühl und Gerechtigkeit wirbt und dazu ermutigt auch in aussichtslosen Situationen nicht aufzugeben.

Novemberrosen

Von: M. Schütt (Leserattenhoehle) Datum : 14.11.2016

leserattenhoehle.blogspot.de/

Dies ist das erste Buch der Autorin Tania Krätschmar, das ich gelesen habe. Bislang kannte ich sie nicht, doch das Cover und der Klappentext haben mich angesprochen. Nun, nachdem ich das Buch durchgelesen habe, weiß ich, dass ich auch die anderen Bücher der Autorin lesen möchte. Dabei hoffe ich, dass sie sich ähnlich lesen, wie dieses hier.

Inhalt:
Der Duft von weißen Rosen, eine alte Gärtnerei und ein schicksalhaftes Erbe …
Als Nora und ihre drei Freunde eine verlassene Gärtnerei in der Mark Brandenburg entdecken, beschließen sie: Sie werden die verkrauteten Beete beackern, die maroden Gewächshäuser bepflanzen und sich hier ihr eigenes Paradies schaffen. Doch die Verwaltung findet das nicht akzeptabel und sperrt die vier aus. Ist der Traum verblüht? Keineswegs: Kurzerhand besetzen Nora und die Novemberrosen die alte Gärtnerei. Plötzlich sprießen Schlagzeilen, die Zahl ihrer Unterstützer wuchert – auch wenn das verwunschene Grundstück das Geheimnis seiner Vergangenheit noch längst nicht preisgegeben hat …

Tania Krätschmar entführt mich in diesem Buch nach Berlin und in die Mark Brandenburg. Doch nicht nur örtlich in eine andere Gegend, sondern verknüpft sie die Gegend mit Bezügen zur Geschichte des Gebietes und wie es die Menschen geprägt hat.
Natürlich waren mir die im Buch vorkommenden Aspekte der neueren deutschen Geschichte bekannt, doch bislang eher in Form von Sachbüchern. Der Bogenschlag von der NS- Zeit über die DDR-Geschichte bis zur heutigen Zeit gelingt und geschieht beiläufig. Frau Krätschmar versteht es diese verschiedenen Epochen mit ihren Auswirkungen in eine liebevolle und harmonische Geschichte einzuarbeiten.
Die Vergangenheit fließt, bis auf dem Prolog, nebenbei ein und ergänzt so die Erzählung und rundet sie ab.
Mir gefällt der Schreibstil und wie sie Realität mit Träumen, Vergangenheit mit Gegenwart vermischt.
Nora, eine junge allein erziehende Mutter, verliert ihre Arbeitsstelle. Aufgefangen wird sie auch bei diesem Schicksalschlag durch ihre Hausmitbewohnter, die trotz ihres höheren Alters ihre Freunde sind und sie gerne unterstützen. Denn alle lieben Noras Tochter Fanny.
Im Laufe der Geschichte erzählt Tania Krätschmar sehr eindrucksvoll und fesselnd erzählt, welche Geheimnisse die alte Gärtnerei verbirgt und welche Auswirkungen dies auf alle haben wird.
Auf eine ruhige, fesselnde Art hat die Autorin in diesem Buch vieles vereint. Besonders die wichtigen Aspekte des Lebens, sei es Zusammenhalt, sich gegenseitig zu unterstützen und Freundschaft. Aber auch, dass Träume wahr werden können und die Liebe nicht nach dem Alter fragt.
Das Buch hat mich in eine Wohlfühlwelt entführt, die mir gefallen hat.

Ich träume vom Gärtnern

Von: Kathaflauschi Datum : 09.11.2016

kathaflauschi.blogspot.de/

Mich hat das Buch begeistert, wer liest den schon oft vom Gärtnern und Blumen. Ich fand es mal erfrischend und habe das Buch ziemlich schnell durch gelesen. Es hatte etwas von allem, Humor, spannung und Liebe. Ich habe selbst am Ende total mit gefiebert, das es mit dem Garten klappt und vorallem mit der Liebe. Was ich auch ziemlich klasse fand, dass das ganze Haus zusammen gehalten hat, egal in welchen Alter. Die Nachbarn von Nora haben immer auf die kleine Tochter von ihr aufgepasst. Als ich das Buch gelesen habe, habe ich selbst lust bekommen in den Garten zu gehen und irgendetwas zu pflanzen. Leider spielt das Wetter zurzeit nicht mehr mit, wodurch man deshalb, dank dieses Buches, im Kopf seinen eigenen Garten pflanzt. Ich kann es mir wirklich vorstellen, das es wunderschön dort sein muss.

Ich fand auch alle Charaktere in dem Buch, recht symphatisch, wen auch ein oder zwei nervig waren.

Die Autorin hat das Buch so geschrieben, das man es flüssig lesen kann und nicht ins stocken kommt. Man kann sich auch super in die Charaktere hinein versetzen, das man einfach nur mit ihnen mitfühlen muss. Vorallem fühlt man bei der Protagonistin Nora total mit, sodass ich manchmal echt kurz vor dem Weinen war.

Ein Roman, der sich zu lesen lohnt!

Von: Hanne / Lesegenuss Datum : 06.11.2016

www.lesegenuss.blogspot.de/

Achtung - Spoiler - Zitate
"Nora und die Novemberrosen" ist der Titel des neuen Buches von Tania Krätschmar. Der Klappentext hat mich sehr angesprochen, ebenso ist das Cover ein Hingucker. Ich kenne ja inzwischen schon einige Bücher von der Autorin und war gespannt, welche Geschichte sich hinter diesem Titel verbarg.
Der Prolog beginnt zu Zeiten des Dritten Reichs im vergangenen Jahrhundert. Handlungsort ist eine Gärtnerei in der Mark Brandenburg.
Zitat S. 7/9
"Das Loch zu graben war anstrengend gewesen. Trotz der Kälte war ihr ganz heiß. Aber nun stand die Rose da, wo sie hingehörte - hinter den beiden Gewächshäusern, deren Glasscheiben beschlagen waren. …Die Rose würde Triebe haben und irgendwann ihren Platz vor der dunklen Hecke erhellen wie ein vom Himmel gefallener Stern. … "Wachse schön", flüsterte sie dem kleinen Rosenstock zu und berührte rasch, wie zur Bestätigung, den Anhänger an der feinen goldenen Kette, die sie um den Hals trug."

Gegenwart - Handlungsort Berlin: Hier macht der Leser die Bekanntschaft mit den Bewohnern eines Hauses, die allesamt füreinander da sind. Da ist die alleinerziehende Nora mit ihrer Tochter Fanny, der Rentner Udo, dessen Frau vor nicht langer Zeit verstorben war und er nunmehr täglich zum Friedhof geht, die resolute Margarete und Ellie. Sie kümmern sich auch um Fanny, während Nora in einem großen Gartencenter ihren Job nachgeht. Dann verliert sie ihren Job. Und zu allem kündigt ihr Vermieter in einem Brief "grundlegende Veränderungen" an, welche er in einem persönlichen Gespräch in absehbarer Zeit erläutern wird. Nun denken natürlich alle, dass das Haus wohl verkauft werden soll und sie sich neue Wohnungen suchen müssen.
Während eines Ausflugs in die Mark Brandenburg, woher Udos Frau stammte, stoßen sie durch Zufall auf eine ziemlich abseits gelegene verfallene Gärtnerei.
Zitat S. 75
"Wie geheimnisvoll!
Eine alte Gärtnerei.
Ein wucherndes grünes Rätsel.
Pflanzen, deren Alter niemand kannte."
Dass hier etwas ganz Besonderes war, spürten sie. Denn wie sonst konnte es sein, dass in ihnen längst vergessene Erinnerungen wach wurden? In ihnen wächst eine Idee. Sie wollten die Gärtnerei wieder beleben. Die Nachforschungen ergaben, dass das Haus schon Jahrzehnte leer stand. Nun war es Eigentum des Bundes, so schien es jedenfalls. Denn Erben konnten keine ermittelt werden. Für das Quintett wird dies ihr neuer Rückzugsort. Sie finden Hinweise auf den alten Besitzer, forschen nach, und letztendlich müssen sie das Grundstück besetzen. Ganz langsam lüftet sich das Geheimnis, als ein fremder Mann mit ausländischem Akzent auf dem Grundstück auftaucht.
Zitat S. 301
"My dear Liam, diesen Brief schreibe ich auf Deutsch.
Seit du als Vierjähriger Apfelkerne in die Erde gesteckt, sie jeden Tag gegossen und die kleine Pflanze dann gehegt und gepflegt hast, wusste ich, dass uns etwas verbindet. … Die Liebe zum Gärtnern."

In einer teils bildhaften, flüssiger Sprache, unterhaltsamen Dialogen hat die Autorin wiederum eine ganz tolle Geschichte zu Papier gebracht. Ich mochte die Hauptfigur. Sie war authentisch, aber auch ihre Mitbewohner-/streiter, alles passte perfekt.
Und was es mit den Rosen, den Novemberrosen, auf sich hat? Lest selbst. Es lohnt sich.
Man sollte nie seine Träume vergessen, viel mehr wagen, und doch glückliche Momente genießen.
Zitat S. 318
Schillernde weiße Flügel flatterten zu Boden. Fanden sich zwei kleine Hälften auf ihrem kurzen Weg zur Erde, konnte man einen winzigen Moment lang einen grünen Stern erkennen."

Die Geschichte um Nora, ihren Freunden und der alten Gärtnerei hat ihren Ursprung im Dritten Reich. Jeder weiß um die Judenverfolgung. Vielleicht gibt es doch schicksalhafte Fügungen und ein Ende ist auch immer wieder ein Anfang.
Von mir gibt es daher eine klare Kauf- und Leseempfehlung

Wunderbar romantisch und modern

Von: Kathrinshome Datum : 18.10.2016

www.kathrins-home.de

Nora und die Novemberrosen

von Tania Krätschmar, erschienen September 2016 im Blanvalet Verlag, Taschenbuch, 336 Seiten, ISBN 978-3-7341-0242-4

Die Autorin - welche in Berlin aufgewachsen ist und dann zwischenzeitlich in den USA gearbeitet hat, nun aber wieder in Berlin lebt – platziert ihren Roman rund um eine Hausgemeinschaft mit Nora, einer alleinerziehenden Mutter und Tochter Fanny, sowie den Senioren Margarete, Ellie und Udo in und um Berlin herum. Beginnend mit einer Rückblende im dritten Reich, dürfen wir schnell den Alltag der Berliner Protagonisten miterleben. Die gelernte Gärtnerin Nora verliert ihren Job in einem Gartencenter, Udo hat kurze Zeit zuvor seine Frau verloren und ein Brief des gemeinsamen Vermieters an die ganze Hausgemeinschaft sorgt für Unruhe... aus dieser Situation heraus finden die 5 im Berliner Umland ein ganz besonderes Fleckchen Erde, welches sie nach und nach immer mehr bezaubert. So sehr, dass sie gemeinsam den Entschluß fassen, um diese alte Gärtnerei zu kämpfen, damit ihnen die deutsche Bürokratie (und eine liebesenttäuschte Beamtin) dieses Fleckchen Erde nicht wegnimmt. Mit Hilfe „moderner“ Kommunikationswege finden viele Mitstreiter den Weg zur alten Gärtnerei... und so reiht sich in diesen zauberhaften Roman rund um die schöne Natur auch die ein oder andere Liebesgeschichte ein.

Ganz ehrlich: ich mag diesen Roman! Er ist romantisch & authentisch geschrieben... mal sehe ich mir bekannte Personen, die ich glatt mit einer Romanfigur austauschen könnte – mal spricht die Autorin ein wohliges Gefühl in mir an. Es hat sehr viel Freude gemacht, diese Geschichte zu lesen, die so klug aufgebaut ist, dass man nicht bereits zu Anfang erkennen kann, wie der Roman letztendlich ausgeht... ja, ich mag das.

Und ich mag Tania Krätschmar`s Sprache: sie ist nicht kitschig, aber romantisch – sie ist nicht überdreht, sondern nah an der Realität – sie ist nicht kompliziert, sondern einfach, klar und kommt auf den Punkt:

„Ich glaube, Pflanzen können fühlen, Blumen haben eine Seele. Und wir hinterlassen in jeder Pflanze, die wir pflegen, einen Teil unseres Selbst. Vielleicht ist, das war wir einen grünen Daumen nennen, die Fähigkeit, die Sprache und Gefühle von Pflanzen zu verstehen“ (Seite 242)

Wer gerne einen modernen & romantischen (Liebes-)Roman lesen möchte, der ist hier genau richtig und den darf ich „Nora und die Novemberrosen“ sehr ans Herz legen... viel Freude damit!

Nora und die Novemberrosen

Von: Erdhaftig schmökert Datum : 12.10.2016

www.erdhaftigschmoekert.wordpress.com

Wer gut geschriebene, zu Herzen gehende und eindeutige keine Schmonzetten und vielleicht auch noch Gärten mag, ist mit diesem Frauenroman bestens bedient. Ich habe ihn in einem Rutsch ausgelesen, einige Tränchen verdrückt - weil einige Stellen so schön sind - und finde die Geschichte wunderbar herrlich. Ein verwunschen wirkender Garten, ein wenig Mystik, die aber rasch entmystiziert wird, eine alte und eine neue Geschichte, einige ältere Nachbarn und eine Alleinerziehende samt Kind und die zu diesen Personen gehörenden Hintergründe machen den Roman aus. Dazu noch einige Verwirrungen, eine zickige Amtsfrau und eine Prise Liebe sowie viel Herz für Blumen, vor allem Rosen, und Gärten bringen den Pfiff hinein.

Flüssig verfasst, alle Figuren bis auf eine sehr sympathisch und so, dass man sich in sie hineinversetzen, teils mitempfinden, kann. Man rätselt mit und hofft, dass das scheinbare Märchen doch wahr werden würden, denkt bei einigen vorgesetzten Brocken, wie sich das Ganze am Ende wohl auflöst und kommt doch nur teilweise drauf. Wunderbar - sowohl die Schreibe als auch das Gesamtwerk Roman. Lässt sich prima an einem trüben Nachmittag durchlesen!

ein wunderschönes Wohlfühlbuch mit Höhen und Tiefen

Von: Ulla Leuwer Datum : 12.10.2016

ullasleseecke.blogspot.de/

Meine Meinung:
Dies ist nun das dritte Buch, das ich von der Autorin gelesen habe und auch diesmal bin ich davon begeistert. Mir gefällt der Schreibstil und wie sie Realität mit Träumen, Vergangenheit mit Gegenwart vermischt.
Nora, eine junge allein erziehende Mutter wird leider arbeitslos. Sie wohnt mit drei alten Leuten zusammen, die im Laufe der Jahre ihre Freunde wurden und sie gerne unterstützen. Denn alle lieben die Tochter Fanny und springen gerne als Großeltern ein. An Fanny hatte ich ebenfalls sehr große Freude. Das Mädchen hat mich oft mit ihren Taten und Sprüchen zum Lachen gebracht.

Nora und ihre drei Freunde hatten allerdings nicht viel zum Lachen, denn sie befürchteten, dass sie das Mehrfamilienhaus, in dem sie seit Jahren wohnten, räumen müssen und damit die bewährte Mehrgenerationenwohngemeinschaft zerschlagen wird
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Auf einem Ausflug entdecken sie nun ein altes Haus und Gewächshäuser. Der Garten weckt durch Gerüche und Blumenpracht viele Erinnerungen und alle fühlen sich dort wohl. Nun will ich hier ja nicht das ganze Buch nacherzählen, denn ich will keinem die Lesefreude nehmen.

Auf jeden Fall hat Tania Krätschmar sehr eindrucksvoll und fesselnd erzählt, welche Geheimnisse das Haus verbirgt und welche Auswirkungen dies auf alle haben wird.
Sie hat so vieles in ihrer Geschichte angesprochen, ich erwähnte einiges ja bereits. Aber da war noch mehr, der Zusammenhalt, die Freundschaft, sich gegenseitig zu unterstützen und nicht zu vergessen, auch Träume können wahr werden und die Liebe fragt nicht nach dem Alter. Rundherum ein Wohlfühlbuch, was aber auch das negative nicht außer Acht lässt.
Nebenbei erfahre ich einiges über Pflanzen, denn Nora ist eine leidenschaftliche Gärtnerin und trifft zum Glück auf Gleichgesinnte.
Den Buchtitel finde ich übrigens sehr gut gewählt und amüsiert habe ich mich über Fannys Kommentar zu den Novemberrosen. Das Buchcover gefällt mir ausgesprochen gut und ich bekomme richtig Lust, mir die Umgebung genauer anzusehen.

Fazit:
Das Buch hat mich begeistert. Es lässt sich wunderbar zwischendurch lesen und entführt den Leser in einen wunderschönen Garten, den ich mir bildlich vorstellen konnte. Gerne gebe ich hier eine Leseempfehlung.