Leserstimmen zu
Das Mädchen im blauen Mantel

Monica Hesse

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Biografische Angaben: Name: Das Mädchen im blauen Mantel Autor: Monica Hesse Verlag: cbj Verlag Seitenzahl: 384 Seiten Preis: 16,00€ Genre: Historischer Jugendroman Reihe?: Nein Inhalt: Hanneke lebt in den von Deutschland besetzten Niederlanden. Es ist die Zeit des 2. Weltkriegs. Ihr Freund ist im Krieg gestorben, die Trauer begleitet sie greifbar immer wieder. Sie versorgt ihre Familie allein. Dafür arbeitet sie in einem Bestattungsinstitut eigentlich. Aber ihr Arbeitgeber ihr das Ausliefern von Schwarzmarkt Produkten gezeigt, was sie jetzt überwiegend auch tut. An einem Tag auf ihrer Tour lädt Frau Jannsen sie zum Tee ein. Doch nicht um über oberflächliche Themen zu reden. Sie braucht Hilfe. Ein jüdisches Mädchen ist aus ihrem Versteck in dem Haus geflohen. Mit dem Verschwinden häufen sich die Rätsel um dieses. Wie konnte sie fliehen? Wohin ist sie gegangen? War sie noch am Leben? Die einzige Information, die Hanneke besitzt, ist, dass das Mädchen einen blauen Mantel getragen hat. Meine Meinung: Ich finde Hanneke ist eine vernünftige junge Frau. Sie war mir sympathisch und es machte Spaß an ihrer Seite die Rätsel zu lösen. Aber wir erfahren noch mehr durch sie. Man erlebt die Gefühle des besetzten Landes und wie es sich wirklich angefühlt haben könnte. Die Handlung konzentriert sich zwar auf die Suche nach dem verschollenen Mädchen, aber dadurch erfährt man viel mehr über Widerstände oder Deportationen. Auf jeden Fall hat es mir viel beibringen können, was ich vorher nicht gewusst habe. Dadurch hat es von mir ein Pluspunkt gegeben. Durchweg merkt man, dass die Autorin gut recherchiert hat. Genauso war es schön, über ein Einzelschicksal zu erfahren. So konnte sich Hesse auf eine Geschichte konzentrieren und diese lückenlos aufarbeiten. Damit bleibt auch dem Leser keine Fragen mehr übrig. Dagegen fand ich den Spannungsaufbau schleppend. Es konnte mich nicht richtig fesseln. Der Schreibstil ist nicht schlecht von Hesse, dennoch konnte er mich nicht ganz überzeugen. Dafür ging für mich die Handlung zu langsam voran. Erst in den letzten hundert Seiten wurde es für mich richtig interessant. Das fand ich sehr Schade, da die Story wirklich Potential hat. Ich fand das Ende auch gut, ohne zu sagen warum, weil es spoilern könnte. Fazit: Ein lehrreiches Buch, das wirklich wichtig ist, um die Nazi Zeit in Erinnerung zu rufen. Jeder sollte dieses oder ein anderes Buch lesen, welches sich mit dieser Zeit befasst. Trotz der wenigen Schwächen, kann es überzeugen.

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Gerade, wenn es draußen kalt und grau ist, greife ich oft zu Büchern, die in einer düsteren Zeit spielen. In diesem Fall handelt es sich um ein Jugendbuch ab 12, welches in der Zeit des Holocaust in den Niederlanden spielt. Für diese Altersgruppe fand ich es wirklich sehr angemessen. Aber selbst Erwachsene können dieses Buch getrost lesen und dabei noch ein paar Fakten sammeln. Obwohl es sich hierbei um eine fiktive Geschichte handelt, fließen viele wahre Ereignisse mit hinein. Am Ende des Buches geht die Autorin darauf auch noch einmal näher ein. Hanneke Bakker findet Dinge. Und das zu Zeiten der Besatzung während des 2.Weltkriegs. Damit riskiert sie nicht nur Tag für Tag ihr Leben, sondern versorgt auch ihre Eltern. Sie ist schlagfertig und weiß, wie sie brenzligen Situation schnell wieder entkommen kann. Bei Auslieferung der Ware vom Schwarzmarkt, bittet Sie eine Ihrer Kunden, Frau Janssen, um einen Gefallen. Sie soll ein Mädchen suchen. Eine Jüdin. Aber Hanneke findet Dinge und keine Menschen. Oder? Ich mochte Hanneke sehr und im Laufe der Geschichte vollzieht sie eine starke Entwicklung. Anfangs hadert sie damit, den "Auftrag" von Frau Janssen anzunehmen. Aber das Verschwinden ist so skuril, dass sie mit der Suche beginnt und dabei auch Menschen der Widerstandbewegung begegnet. Aber sie muss sich auch mit ihren ganz eigenen Schuldgefühlen auseinandersetzen. Monika Hesse beschreibt mit klaren Sätzen und Worten die Zeit des Holocaust in den Niederlanden. Dabei wird einem nicht nur eine Geschichte voller Widerstand und Verzweiflung serviert - man erhält eine ganze Menge Infos. Zum Beispiel über die Hollandsche Schouwburg, welches als Sammelstelle für Juden galt - sowie über die Widerstandsfotografen. Während des Buchs bediente ich mich dem www und googelte einige Plätze nach. Dies vermittelte ein überaus detailgetreues Bild. Aber nicht nur die Orte und Gebäude, sondern auch etliche Nebencharaktere waren wahnsinnig gut beschrieben. Die Auflösung des Plots war sehr gut dargestellt. Nie hätte ich mit solchen Wendungen gerechnet. Das hat mich sehr überrascht. Das Buch sollte man unbedingt lesen. Und ich möchte noch einmal betonen, dass man nicht davor zurückschrecken sollte, dass es als Jugendbuch deklariert ist. Es kann und sollte durchaus auch von Erwachsenen gelesen werden. Meine Erwartungen wurden alle vollends erfüllt. Ein wichtiges Buch - gerade für Jugendliche. Somit eine klare uneingeschränkte Kaufempfehlung! Lasst diese Zeit niemals in Vergessenheit geraten.

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Habe ich eigentlich einmal erwähnt, wie sehr mich Literatur interessiert, die Inhalte aus dem ersten oder zweiten Weltkrieg auffasst? Nein? Dann sage ich es jetzt: Ich liebe solche Geschichten! Heute habe ich wieder eine für euch: Das Mädchen im blauen Mantel von Monica Hesse. Worum es darin geht? Das erfahrt ihr jetzt! Amsterdam ist von den Nazis besetzt. Hanneke verbringt ihre Tage damit, Schwarzmarktgüter zu beschaffen, ihre Abende damit, ihren besorgten Eltern genau das zu verheimlichen, und jede wache Minute damit, um ihren Freund zu trauern, der an der Front gefallen ist. Ihre illegalen Geschäfte betrachtet sie als kleinen Akt der Rebellion. Aber eines Tages erhält sie einen sehr ungewöhnlichen Auftrag. Eine ihrer Kundinnen bittet sie, ein Mädchen zu finden. Ein jüdisches Mädchen, das aus dem Geheimversteck in ihrem Haus verschwunden ist. Auf der Suche nach diesem Mädchen gerät Hanneke in ein Netz aus Lügen, Rätseln und Geheimnissen. eb988e4cfb1729bb1fe46cbc6c1d8cad Likes Die Geschichte. | Eine tolle Geschichte, die mal andere Seiten aufzieht. Wir sind hier nicht in Deutschland, sondern in den Niederlanden, einem von den Nazi’s besetzen Gebiet. Wir haben hier also eine interessante „ausländische“ Sicht der Dinge, die einfach neuen Wind in das sehr heikle, aber auch sehr „ausgedehnte“ Thema bringt. Die Protagonistin. | Hanneke hat mich irgendwie an Katniss Everdeen (Die Tribute von Panem) erinnert und gerade das hat sie so sympathisch gemacht. @Monika Hesse: Kann ich sie haben? Die Message. | »Ich wollte den Sekundenbruchteil darstellen, in dem wir Entscheidungen von moralischer Aufrichtigkeit oder von Feigheit treffen und zu Helden oder Verbrechern werden.« Das ist das Statement der Autorin zu ihrem eigenen Werk und diese Message hat sie eigentlich sehr gut rüber gebracht. Die Entscheidungen, die wir aus dem Bauch heraus treffen, definieren uns als Menschen und nicht unsere gut durchdachten Worte, die wir nach mehrfachem Abwägen herausbringen. Schreibstil. | Toller Schreibstil, einfach zu lesen und hineinzufinden. Es hat mir wirklich sehr viel Spaß gemacht, in diese Geschichte einzutauchen. eb988e4cfb1729bb1fe46cbc6c1d8cad Dislikes Historische Abweichungen. | Dezente historische Abweichungen zugunsten der Story. Aber das ist nicht so schlimm und dürfte dem Ottonormalleser auch gar nicht auffallen. eb988e4cfb1729bb1fe46cbc6c1d8cad Ein wunderschönes Buch, das ein dunkles Kapitel der deutschen Geschichte wieder aufleben lässt und das auf eine Art und Weise, die eher ungewöhnlich ist. Aber dieser Roman zeigt uns, dass es eigentlich nur Sekunden braucht, um zu Helden oder Schuldigen zu werden. Ich vergebe verdiente 5 Sterne.

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Meine Meinung: Die Geschichte beginnt im Januar 1943: Die Nationalsozialisten haben die Niederlande besetzt und versuchen nun, auch dort ihre grausamen Ideologien durchzusetzen. Mittendrin die junge Hanneke, die noch immer um ihren Freund Bas trauert, der im Krieg gefallen ist. Bas spielt die ganze Zeit über eine wichtige Rolle, nämlich dann, wenn Hanneke sich fragen muss, welchen Weg sie einschlägt. Oft wird flashbackartig aus ihrer gemeinsamen Zeit berichtet. Dies wird nicht immer, aber doch oft gut in die Handlung eingebaut und hilft auf jeden Fall, die Beweggründe der Charaktere nachzuvollziehen. Ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich mich am Anfang nicht besonders gut mit Hanneke identifizieren konnte. Es war schon hart zu sehen, was sie alles verloren hat, und ganz klar üben ihre Erinnerungen daran einen enormen Einfluss auf sie aus. Wirklich warmgeworden mit ihr bin ich aber erst, als mir klar wurde, wie ahnungslos sie trotz ihrer Schwarzmarktarbeit tatsächlich ist. Wie wenig Ahnung alle Menschen haben, obwohl das Grauen direkt vor ihren Augen geschieht. Pure Ignoranz? Angst, selbst verfolgt zu werden? Oder schlichtweg die Tatsache, dass alles unter Verschluss gehalten wird? Nun, vielleicht auch alles auf einmal. Aber natürlich bleibt es nicht bei verschlossenen Augen und Ahnungslosigkeit: Mehr oder weniger unfreiwillig wird Hanneke in eine Widerstandsbewegung gegen das Regime der Nazis verwickelt und ihr wird unbarmherzig vor Augen geführt, wie schlimm es um ihr Volk und die verfolgten Juden wirklich steht. Sie muss lernen, sich der Realität zu stellen. Außerdem erhält sie von einer ihrer Schwarzmarktkundinnen den Auftrag, ein jüdisches Mädchen, das aus seinem Versteck verschwunden ist, zu finden. Ihre einzigen Anhaltspunkte: Das Mädchen heißt Mirjam Roodveldt und trägt einen blauen Mantel. Und obwohl es scheint, als sei ihr Vorhaben zum Scheitern verurteilt, setzt sie alles daran, das Mädchen zu finden. Obwohl ich von Anfang an nicht mit einem Happy End gerechnet habe und am Ende natürlich auch nicht alles rosig und schön ist, konnte mich das Buch mit gewissen Wendungen wirklich überraschen. Es wird unerwartet spannend und es gibt sogar Krimi- und Thriller-Aspekte, was mich persönlich wirklich gefreut hat. Ebenfalls sehr schön fand ich den holländischen Flair, den die Geschichte hat, obwohl die Autorin aus den USA kommt. Man merkt, wie sehr sie sich mit dem Land und seiner Kultur auseinandergesetzt hat, sodass ich beim Lesen wirklich das Gefühl hatte, im Amsterdam der 1940er Jahre gelandet zu sein. Und die Tatsache, dass schon auf den ersten Seiten die Stroopwafels - meine holländische Lieblingssüßigkeit - erwähnt werden, war wie eine Art kleines, persönliches Highlight für mich! Vor allem aber ist das Buch historisch interessant und authentisch. Monica Hesse hat es geschafft, auf eindrucksvolle Art und Weise zu beschreiben, wie Fremdenhass damals Freundschaften und Familien zerstört hat und es auch heute immer noch tut. Aus diesem Grund halte ich den Jugendroman für sehr lesenswert und glaube, dass er viele Leser auch nach der Lektüre noch beschäftigen wird. Fazit: Trotz der einen oder anderen klitzekleinen Schwachstelle konnte mich das Buch im großen und ganzen auf jeden Fall überzeugen. Überraschend detailgetreu und authentisch wird die damalige Lage im Amsterdam zur Zeit des Nationalsozialismus beschrieben und zeigt auf gelungene Weise, wie unvorstellbar schlimm es damals gewesen sein muss. Auch die Handlung konnte mich gegen Ende hin fesseln und es wartet die eine oder andere unvorhergesehene Wendung auf den Leser. Ich finde es unglaublich wichtig, dass man über diesen Teil unserer Vergangenheit spricht und auch schreibt und bin der Meinung, dass dieses Buch durchaus einen Teil dazu beitragen kann, dass dies nicht in Vergessenheit gerät. Wer für Geschichte interessiert und sich mit dem Thema näher auseinandersetzen möchte, kann ich „Das Mädchen im blauen Mantel" auf jeden Fall empfehlen.

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Es ist kein Geheimnis - Romane über den Zweiten Weltkrieg und den Holocaust stehen ganz oben auf meiner Leseliste. Einfach weil mich die Thematik seit meiner Kindheit beschäftigt und nicht loslässt, aber auch weil ich es wichtig finde, Geschichten über Menschen zu lesen, die sich in einer Zeit des Grauens ihre Menschlichkeit bewahrten. So ein Mensch ist auch Hanneke, die Protagonistin in Monica Hesses Jugendroman Das Mädchen im blauen Mantel. Auf den ersten Blick jedoch ist Hanneke vor allem eine Überlebenskünstlerin, die die Lebensmittelknappheit unter der deutschen Besatzung Amsterdams nutzt, um mit Schwarzmarktgeschäften Geld zu verdienen und das Leben für sich und ihre Eltern halbwegs angenehm zu gestalten. Ich würde sagen - Hanneke ist anfangs weder ein besonders sympathischer noch ein unsympathischer Mensch. Sie ist einfach cleverer als die meisten Menschen und gleichzeitig fast schon etwas gleichgültig, was den Krieg betrifft. Sie wirkt, als würde sie Tag für Tag einfach funktionieren, was man spätestens dann versteht, als sich herausstellt, dass Hannekes große Liebe Bas als Soldat an der Front umkam. Es ist ein Erlebnis, das Hanneke einerseits lähmt, sie andererseits aber auch nach vorne blicken lässt. Hanneke steht außerdem sinnbildlich für alle Menschen, die damals "weggeschaut", sich nicht dem Widerstand gegen die Nazis angeschlossen, nichts gegen die Deportationen ihrer jüdischen Nachbarn und Freunde unternommen haben. Denn sie blendet das Leid der Menschen schlicht aus, um sich und ihre Familie relativ unbeschadet durch den Krieg zu bringen. Sie will nicht sehen, was sich direkt vor ihrer Nase wirklich abspielt. Das ändert sich, als Hanneke überraschend einen sehr ungewöhnlichen Auftrag erhält - sie soll ein verschwundenes jüdisches Mädchen finden, das bei einer ihrer Kundinnen untergetaucht war. Anfangs sträubt sich Hanneke noch gegen diesen in ihren Augen absurden und aussichtslosen Auftrag, kann sich der Verzweiflung der alten Dame, die sich große Sorgen um das verschwundene Mädchen macht, aber schon bald nicht mehr entziehen. Halbherzig und widerwillig erklärt sich Hanneke also bereit, das Mädchen zu suchen und setzt damit einen Prozess in Gang, den ihrer eigenen Charakterentwicklung. Denn je tiefer Hanneke gräbt, je näher sie dabei dem antifaschistischen Widerstand Amsterdams kommt - desto mehr steigert sie sich in die Suche nach der vermissten Mirjam hinein. Man spürt schnell, dass Mirjam für Hanneke zum Sinnbild für all die deportierten, vermissten, ermordeten Menschen wird, denen sie nicht helfen kann. Hanneke ist bald schon regelrecht besessen davon, Mirjam zu finden, wobei mich ihre eigene Verzweiflung tief beeindruckt hat. Das Verschwinden von Mirjam und der Auftrag, sie zu finden, öffnen Hanneke die Augen. Zeigen ihr, was sie bislang nicht sehen wollte, und zeigen ihr auch, dass sie als aktiver Teil des Widerstands etwas dagegen tun kann. Monica Hesse skizziert mit der Charakterentwicklung ihrer jungen Protagonistin ein mögliches "Was-wäre-wenn"-Szenario, einen möglichen Weg hinaus aus der Gleichgültigkeit und hinein in den aktiven Widerstand. Es war einerseits irgendwie befriedigend und wohltuend, andererseits aber auch schmerzhaft, Hanneke dabei zu beobachten, wie sie den ganzen Schrecken des Nazi-Regimes begreift. Die Art, wie Monica Hesse die Geschichte von Hanneke und dem jüdischen Mädchen Mirjam erzählt, ist außerdem sehr klug gewählt und überzeugend umgesetzt. Der Roman liest sich wie ein Krimi - Hanneke übernimmt die Rolle des Detektivs, geht auf Spurensuche und setzt Puzzleteile zu einem großen Ganzen zusammen. Eingebettet in das sehr authentische Setting des von den Deutschen besetzten Amsterdams und vor dem Hintergrund der Deportation und Ermordung niederländischer Juden, entsteht so eine zum Nägelkauen spannende, unheimlich atmosphärische und wahnsinnig emotionale Geschichte. Man kann und will das Buch kaum aus der Hand legen, denn es ist so berührend und dabei so wahr... Mein Fazit: Eine packende Spurensuche, der verzweifelte Wettlauf gegen die Zeit und die Übermacht der Nazis, eine Geschichte, die unter die Haut geht. Monica Hesses Das Mädchen im blauen Mantel ist ein Pageturner, der fesselt, berührt und nicht mehr loslässt. Für mich eine große, sensationell erzählte Geschichte, die man wirklich gelesen haben sollte!

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1943, Amsterdam ist schon von den Deutschen besetzt. Hanneke riskiert jeden Tag ihr Leben, in dem sie auf dem Schwarzmarkt Güter beschafft, die man kaum noch bekommt. Abends versucht sie genau das vor ihren Eltern zu verheimlichen und trauert immer noch um ihren Freund, der vor 2 Jahren an der Front gefallen ist. Aber eines Tages hat eine Kundin für sie einen sehr ungewöhnlichen Auftrag. Sie soll ein jüdisches Mädchen finden, das aus ihrem Geheimversteck verschwunden ist. Finde selber heraus, welche Entdeckungen Hanneke macht und ob sie das Mädchen wiederfindet. Eine unglaubliche Geschichte, die mich sehr berührt hat. Vielen Dank an dieser Stelle an den cbj Verlag, der mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Ich habe mich sehr gefreut! Fangen zunächst mit der Handlung der Geschichte an. Am Anfang wird man sehr gut in die Geschichte eingeführt und bekommt einen generellen Einblick in die damalige Zeit, so dass man sich die Situation sehr gut vorstellen kann. Aber auch die Haupthandlung beginnt relativ schnell und nimmt direkt Fahrt auf, so dass es an keiner Stelle langweilig wird. Ich fand es sehr spannend dem Mädchen auf ihren Spuren zu folgen und so die Zeit besser kennen zu lernen. Meiner Meinung vermittelt dieses Buch einen sehr guten Eindruck in das damalige Leben. Wie bereits erwähnt, ist die Handlung durchweg spannend. Die Entwicklung und das Ende der Geschichte hatte ich so nicht erwartet und bin immer noch erstaunt darüber, was für ein Meisterwerk die Autorin hier erschaffen hat. Die Charaktere in diesem Buch fand ich auch sehr spannend. Hanneke ist ein sehr ungewöhnlicher aber auch beeindruckender Charakter, die sich mindestens genauso beeindruckend weiterentwickelt. Aber auch alle anderen Charaktere sind mit viel Liebe zum Detail entstanden. Hier wird deutlich, wie intensiv sich die Autorin mit der Kultur der Niederlande, aber auch mit deren Geschichte im zweiten Weltkrieg auseinander gesetzt hat. Den Schreibstil der Autorin fand ich ebenfalls sehr beeindruckend, da sie es schafft den Leser emotional zu berühren und in das Buch miteinzubeziehen, ohne dabei zu große Emotionen zu wecken. Der Leser hat trotzdem einen relativ objektiven Blickwinkel auf die Handlung. Auch ich hatte teilweise Tränen in den Augen und war so in der Geschichte gefangen, dass ich das Buch kaum noch aus der Hand legen konnte, war aber am Ende des Buches nicht am Boden zerstört oder komplett fertig. Obwohl es ein sehr emotionales Thema ist, schafft es die Autorin den Leser immer wieder aufzufangen. Alles in allem kann ich das Buch nur jedem empfehlen, der sich gerne mit dem zweiten Weltkrieg auseinander setzen möchte. Es wird zwar "nur" ein Einblick in ein einzelnes Schicksal gegeben, welches zwar frei erfunden, aber der Zeit nachempfunden ist, aber trotzdem finde ich es sehr informativ und vor allem großartig gestaltet.

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Das Buch spielt in Amsterdam, zur Zeit des 2. Weltkrieges, wo es von den Nazis besetzt war. Die Protagonistin Hanneke verbringt ihren Kriegsalltag damit, sich Schwarzmarktgüter zu beschaffen, um ihren Freund Bas zu trauern, der an der Front gestorben war und versucht, dass ihre Familie während diesen schweren Zeiten überlebt. Die Schwarzmarktgüter, die sie sich beschafft, verkauft sie an Kunden weiter, doch eines Tages bittet sie eine alte Kundin, Frau Janssen, ein Mädchen zu suchen. Ein jüdisches Mädchen, das Mädchen im blauen Mantel, das aus ihrem Versteck verschwunden ist. Meine Meinung: Ich bin ganz zufällig auf das Buch gestoßen und es sah sogleich finde ich, ganz interessant aus. Ich habe mir den Klappentext durchgelesen und wollte es unbedingt lesen. Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen und hat mir auch sehr gut gefallen, außerdem kam ich sehr schnell in dem Buch voran. Ich fand die Handlung gut aufgebaut, man wollte gleich wissen, wie das Buch endet, da die Geschichte sehr interessant Die Charaktere fand ich allesamt sehr sympathisch, vor allem Mina mochte ich auf Anhieb, aber auch Hanneke und die anderen waren sehr interessant und wirkten nett, sodass es mir auch Spaß machte, das Buch zu lesen. Die ganze Situation, die in dem Buch beschrieben wird, gab mir auch zum Nachdenken und ich denke, dass es ein tollen Buch ist, indem über den Krieg berichtet wird. Es ist sehr spannend und das Ende war sehr überraschend, ich war teilweise geschockt, berührt und am Boden zerstört. Das Buch lässt großartig mit sich mitfiebern und man will unbedingt wissen, wie es endet! Fazit: Ein toller Jugendroman über die Kriegszeit, der mir sehr gut gefallen hat und eine unerwartete Wende beinhaltet! Das Buch erhält von mir 4,5/5 Sterne!

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Inhalt Amsterdam ist von den Nazis besetzt. Hanneke verbringt ihre Tage damit, Schwarzmarktgüter zu beschaffen, ihre Abende damit, ihren besorgten Eltern genau das zu verheimlichen, und jede wache Minute damit, um ihren Freund zu trauern, der an der Front gefallen ist. Ihre illegalen Geschäfte betrachtet sie als kleinen Akt der Rebellion. Aber eines Tages erhält sie einen sehr ungewöhnlichen Auftrag. Eine ihrer Kundinnen bittet sie, ein Mädchen zu finden. Ein jüdisches Mädchen, das aus dem Geheimversteck in ihrem Haus verschwunden ist. Auf der Suche nach diesem Mädchen gerät Hanneke in ein Netz aus Lügen, Rätseln und Geheimnissen. (Verlag) Meinung Hier möchte ich mich gleich beim Bloggerportal und dem Cbj-Verlag bedanken, die mir das Buch als Rezensionsexemplar zugeschickt haben. Handlung Innerhalb von nur drei Tagen habe ich dieses Buch verschlungen und es konnte mich so sehr überzeugen, dass es zu einem meiner neuen Favoriten wurde. Gleich die ersten Seiten konnten mich verzaubern und nicht nur die Charaktere, oder der Schreibstil sondern vor allem auch die Zeit und der Ort machten das Buch unglaublich spannend. Das historische Jugendbuch spielt in Amsterdam während der Zeit des NS und da ich mich momentan sehr für dieses Thema interessiere, hat mich das Buch gleich noch mehr angesprochen. Es kamen viele unerwartete Wendungen, die Charaktere sind mir alle ans Herz gewachsen und zum Ende hin kamen mir sogar Tränen. Der Roman ist realistisch, emotional, spannend und sogar etwas "Krimihaft", da man die ganze Zeit ein bisschen miträtseln konnte. Schlussendlich war ich einfach nur sprachlos und kann es jedem, egal in welchem Alter, empfehlen! 5/5 ♥ Spannung Auch was die Spannung betrifft, hat diese Geschichte bei mir voll ins Schwarze getroffen. Jede Seite hatte etwas Aufregendes oder Bewegendes und ich musste mich, vor allem abends sehr zusammenreißen, damit ich das Buch endlich aus der Hand legen konnte. Die "realistischen" Ereignisse der nationalsozialistischen Periode machten alles natürlich umso spannender und ich musste andauernd mitleiden, fühlen oder bangen. 5/5 ♥ Schreibstil Der Schreibstil von Monica Hesse war anfangs etwas ungewohnt, da sie zu Beginn mit kürzeren Sätzen und mehreren Zeitsprüngen zu tun hatten. Aber gerade das machte ihren Schreibstil auch besonders. Außerdem finde ich, dass sie Gedanken unglaublich gut beschrieben hat und auch die Rückblicke aus Hannekes Leben, die sie immer wieder mitteilte, sehr spannend waren. 4,5/5 ♥ Cover und Gestaltung Das Cover passt auf jeden Fall sehr gut zu der Geschichte, da eine der "Hauptszenen" genau an einem ähnlichen Ort stattfindet. Es ist eher einfach gehalten, was aber wiederum dem Inhalt entspricht. Die Farben (Rot und Blau) sind passend zur Zeit gewählt und sind sehr gut aufeinander abgestimmt. 4/5 ♥ Charaktere Die Charaktere waren in diesem Buch wieder wahnsinnig interessant. Hanneke ist auf keinen Fall die typische Protagonistin, egal ob Fantasyheldin oder beliebtes Beautygirl. Sie ist eine einfache 18-Jährige junge Frau, die täglich illegal arbeitet, um ihrer Familie das Leben zu erleichtern. Der Verlust ihres Freundes, von dem sie glaubt, dass es ihre Schuld sei, belastet sie stark und täglich muss sie an diesen denken. Überleben bedeutet für sie alles, aber nach und nach lernt sie auch ihren Kopf für andere hinzuhalten. Auch die anderen Charaktere haben eine sehr unterschiedliche und ansprechende Persönlichkeit, die jedes Stück des Buches besonders machen. Von den Nebenpersonen ist mir Mina mit ihrer offenen und liebenswerten Art am meisten ans Herz gewachsen, die heimlich jüdische Kinder und Babys gerettet hat und das mit ihren jungen 15 Jahren! Sie spiegelt das Leben der wahren Helden im Nationalsozialismus wieder, wie das der  Elisabeth Abegg und vielen anderen. 4,5/5 ♥ Zitate >>Wahrscheinlich können wir unsere Gefühle nicht mit Gewalt unterdrücken, können böse Taten nicht mit guten Taten wettmachen und glauben, davon wieder ganz zu genesen. << >>-Mir wäre es wichtig, dass jemand verstünde dass wir Fehler gemacht, Narben davongetragen und unser Möglichstes  gegeben haben in diesem Krieg. Wir waren in Dinge verwickelt, die viel größer waren als wir. Wir wussten es nicht. Wir wollten das nicht. Es war nicht unsere Schuld. << Fazit Monica Hesse wollte mit ihrem Buch einen Verrat und Verlust im Nationalsozialismus darstellen, was ihr mehr als gut gelungen ist. Sowohl die Spannung und Handlung, als auch der Schreibstil und die Charaktere konnten mich überzeugen und das Buch hat die 5 von 5 Sterne wirklich verdient! Vielen Dank an den Verlag nochmals für die tolle Lektüre, die ich nun zu meinen Lieblingsbüchern zählen kann!

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