Leserstimmen zu
R.I.P.

Yrsa Sigurdardóttir

Kommissar Huldar und Psychologin Freyja (3)

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Yrsa Sigurdardottir schreibt einfach wirklich gute Krimis! Auch dieser dritte Band der Huldar & Freya Reihe hat mir wieder sehr gut gefallen. Da Freya ja Kinderpsycholgin ist, haben alle Fälle dieser Reihe mit Kindern oder Jugendlichen zu tun, und ich finde die Kombination aus Polizei und Kinderpsychologin als Ermittler sehr spannend. Auch die Dynamik zwischen ihnen entwickelt sich und ändert sich ständig und da man POVs von beiden bekommt, ist es wirklich interessant zu sehen wie unterschiedlich Huldar und Freya die Situation bewerten. Allerdings ist in R.I.P. die Rolle von Freya etwas kleiner und der Fokus liegt stärker auf Huldar, seinen Kollegen und der Chefin Erla. Da dort aber aufgrund der Ereignisse der etzten beiden Büchern große Spannungen herrschen, ist auch das wirklich lesenswert und man erfährt mehr und mehr darüber wie Huldar ist und mit schwierigen Situationen umgeht. Ich würde mir aber trotzdem für den nächsten Teil wünschen, dass Huldar und Freya wieder verstärkt miteinander arbeiten. In diesem Fall spielen die Sozialen Medien eine Rolle, hauptsächlich Snapchat. Der Mörder teilt seine Tat über das Handy des Opfers mit allen Bekannten. Da die Opfer Jugendliche sind und somit die Morde hauptsächlich mit ihren gleichaltrigen Freunden geteilt werden, ist klar, dass Freya bei den Befragungen mit anwesend sein muss. Aber der Fall beschäftigt sie auch privat sehr, da er sie an ihre eigene Jugend erinnert. Es war wirklich gut gemacht, wie wir Schritt für Schritt mehr über die Opfer erfahren, wer sie waren und was eventuell das Motiv sein könnte. Wie sich soziale Medien auf die Menschen auswirken können ist definitiv ein Thema, dass in der Psychologie immer mehr Raum einnimmt. Die relative Anonymität im Internet macht es oft leichter andere zu mobben und es gibt fast keine Rückzugsorte für die Betroffenen mehr. Ich fand es auch wirklich interessant, dass alles aus verschiedenen Perspektiven zu sehen. Wir bekommen hier die Eindrücke (teilweise als Rückblicke) von den Opfern, Mobbern, den Eltern, der Schulen, Freunden und Psychologen! R.I.P. unterscheidet sich von den beiden Vorgängern insofern, als dass es nicht so detailliert die Taten beschreibt, es ist weniger brutal und direkt. Was einige bestimmt freuen wird, aber mich hatte das nie an den beiden ersten Bänden gestört. Abgesehen davon habe ich generell das Gefühl, dass dieser Band nicht ganz so intensiv ist. Sei es der Umstand, dass Freya und Huldar viel mehr allein ermitteln oder die Tatsache, dass wir weniger Einblicke in die Täter bekommen haben oder dass der erste Hälfte des Buches relativ langsam war. Es war trotzdem wirklich gut, aber es liest sich nicht ganz so schnell weg wie gewohnt. Alles in allem, wieder ein wirklich guter Krimi von Yrsa Sigurdardottir. Theoretisch kann man die Bände einzeln lesen, da die Fälle in sich abgeschlossen sind, aber man würde schon vieles verpassen!

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Nach DNA und SOG liegt nun mit R.I.P. bereits der dritte Thriller der isländischen Thrillerautorin Yrsa Sigurdadottir aus der Reihe um den Kommissar Huldar vor. Die junge Schülerin Stella, die aushilfsweise in einem Kino arbeitet, wird nach den letzten Filmvorstellungen auf der Damentoilette brutal überfallen und offenbar getötet. Per Snapchat verbreitet der Täter an alle ihre Kontakte Videos von diesem Verbrechen an Stella, in denen Stella das Wort Entschuldigung sagen soll. Kurze Zeit später verschwindet ein Junge, und dessen Schicksal ist bislang ungeklärt. Erneut stehen hier der Kommissar Huldar sowie seine Vorgesetzte Erla und auch die Kinderpsychologin Freyja im Mittelpunkt dieses äußerst interessanten Thrillers. Die dargestellte Brutalität zu Beginn ist erschreckend. Warum musste Stella sterben? Stella war offenbar eine allseits beliebte Schülerin. Unklar ist auch, weshalb der Junge verschwand. Das aufgefundene Blut in der Wohnung lässt auch hier nichts Gutes vermuten. Doch der Schein trügt. In diesem dritten Teil stellt die Autorin das Thema Mobbing in den Mittelpunkt. Nach und nach wird aufgedeckt, dass die Opfer offenbar auch Täter gewesen sind, Mobbingtäter. In allen Einzelheiten schildert Sigurdadottir das traurige Leben von gemobbten Schülern. Die Palette reicht vom einfachen Nichtbeachten von Personen über Anfeindungen und Beschimpfungen in der Schule bis hin zu perfiden Äußerungen in Internet. Mobbing ist somit nicht singulär auf die Schule beschränkt, sondern stellt sich omnipräsent auch außerhalb der Schulräume dar. Die Mobbingopfer können den Attacken nicht ausweichen. Es ist erschreckend, wie Schüler andere Schüler mobben. Das reicht sogar bis zum Freitod gemobbter Schüler. Es gibt zwar Hilfen in Form der Schule und auch Psychiater. Das scheint aber nicht ausreichend. Es handelt sich um erhebliches gesellschaftliches Problem. Denn das Thema Mobbing endet hier nicht mit dem Ende der Schulzeit. Auch im Erwachsenenleben kann es immer noch großen Einfluss haben wie im Fall Freyja, die zu einem Klassentreffen eingeladen wird und schlechte Erinnerungen aus ihrer Schulzeit hochkommen. All das wird sehr eindringlich in diesem Thriller geschildert. Das Buch regt nachdrücklich zum Nachdenken auf. Weiterer Schwerpunkt sind die zwischenmenschlichen Beziehungen der beteiligten Personen, insbesondere das angespannte Verhältnis zwischen Huldar und Erla einerseits, die Huldar bei den sehr intensiven und wichtigen Ermittlungen einfach nicht beachtet und keine Aufträge zuteilt, auch eine Form des Mobbings, und andererseits das Verhältnis zwischen Huldar zu Freyja. Hier gibt es immer wieder kurze Rückblenden zu den Geschehnissen aus den ersten beiden Bänden. Das ist wohl dosiert. Nicht zu viel für diejenigen, die bereits Bücher von der Autorin gelesen haben und nicht zu wenig für Neueinsteiger. Diese Beziehungen werden sehr gut und nachvollziehbar beschrieben. Insgesamt hat die Autorin einen überaus guten und fesselnden Schreibstil. Zwischendurch gibt es einen im Internet verfassten Brief über die Erfahrungen einer gemobbten Person. Das Ende und die Auflösung waren für mich sehr überraschend. Mit diesem Ergebnis hätte ich nicht gerechnet. Diesen Thriller kann ich uneingeschränkt empfehlen und gebe somit 5 von 5 Sternen.

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Ich sollte echt mal anfangen Reihen von Anfang an zu lesen und nicht mittendrin anfangen xD Auch hier ist es mir wieder passiert...Vanessa startet mit Band 3 ^^ Tja der Klappentext war einfach zu interessant und dann stand da auch noch Psychologin und schon musste ich es lesen. Aber ich hatte während des Lesens nicht das Gefühl, dass ich große Lücken von den vorherigen Bänden hatte. Klar gibt es eine Vorgeschichte zwischen den Protagonisten, aber dem Fall an sich, was mich natürlich am meisten interessiert hat, hat es keinen Beinbruch getan. Der Fall war auch sehr interessant und ich finde Mobbing ist ein sehr wichtiges Thema. Dennoch hat mir ein bisschen was gefehlt. So interessant es auch war, teilweise habe ich die durchgehende Spannung vermisst. Normalerweise kennt man es von Thrillern ja, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Bei diesem Buch konnte ich das aber und das bricht für mich etwas mit dem Genre, denn als Leser will man ja unbedingt wissen, wie der Fall gelöst wird. Aber alles in allem hat mich das Buch gut unterhalten und erhält 4 Punkte. Und Band 1 und 2 habe ich mir auch schon geholt. Habe ja schließlich etwas aufzuholen.

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R.I.P. ist ein großartiger, spannender Thriller. Das Thema, welches das Buch aufgreift ist nicht nur in Island aktuell, sondern, leider, überall auf der Welt: Mobbing. Ich selbst habe eine sehr abgeschwächte Art von Mobbing erfahren, bei jemand anderem, den ich kenne, war das schon heftiger. Die Freunde wurden „weggenommen", der Sportbeutel in den Kanal geworfen, usw. Das ging so weit, dass er morgens nicht mehr aufstehen wollte oder überhaupt zur Schule. Später hat es sich geändert, zum Glück. Hier im Buch geht es eben auch um das Thema Mobbing, aber nochmal heftiger, als ich das eben beschrieben habe. Die Morde, die stattfinden, die Begründung dieser ist heftig, aber nachvollziehbar wie ich finde. Außerdem finde ich die Ermittlergruppe sehr ansprechend und sympathisch, ebenso wie deren Geschichte (n).

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Dieser Thriller begeistert nicht nur durch die Spannung, sondern beschäftigt sich gleichzeitig mit einem wichtigen Thema: Mobbing und was es aulösen kann. Klappentext: Er mordet kalt und brutal: Zwei Jugendliche sind seine Opfer. Über Social Media müssen Freunde deren letzte qualvolle Minuten mitansehen. Und dieser Mörder ist noch nicht fertig: Ein weiterer Junge wird vermisst. Was verbindet die Jugendlichen? Wer glaubt, sie verdienten den Tod? Und kann der Junge noch gerettet werden? Huldar und sein Team ermitteln. Auch Psychologin Freyja wird wieder in die Untersuchungen einbezogen, trotz anfänglichen Widerwillens. Gemeinsam müssen sie den gnadenlosen Mörder finden, bevor er wieder zuschlägt… Rezension: Das Buch beginnt damit, dass eine Jugendliche überfallen wird. Dabei kündigt der Täter sich ihr über Snapchat an und nutzt die App, um den Mord live an ihre Freunde zu übertragen. Huldar und seine Kollegen nehmen die Ermittlungen auf und da es um Jugendliche geht, wird auch Freyja wieder um Hilfe gebeten. Doch schnell wird klar, dass das junge Mädchen nicht das einzige Opfer bleiben wird. Daneben gibt es auch Kapitel aus der Sicht des Täters. Dieser wird jedoch immer nur als „Er“ bezeichnet, sodass auch der Leser keine näheren Infos zu seiner Identität bekommt. Man erfährt jedoch, dass es etwas großes geplant zu haben scheint und einen genauen Plan verfolgt. Während den Ermittlungen kommt ans Licht, dass Mobbing eine entscheidende Rolle spielt. Doch sind die Opfer selbst Täter gewesen? Oder haben die Mobber die Grenze überschritten? In jedem Fall zeigt das Buch, was Mobbing mit einem Menschen anstellen kann, egal ob er direkt oder indirekt davon betroffen ist. Dabei will die Autorin nicht nur schocken, sondern zeigt wichtige Fakten auf, was ich sehr gelungen finde. Ebenfalls gefällt mir, dass sehr viele falsche Fährten gelegt werden. Nahezu jedes Mal wenn jemand Neues auftaucht, könnte man sich denjenigen auch als Täter vorstellen. Es ist wirkt jeder verdächtig und so analysiert man beim Lesen jede Szene, sucht nach versteckten Hinweisen und versucht das Rätsel zu lösen. Doch als dann klar wird, wie alles zusammenhängt, musste ich einsehen, dass ich auf diese Idee niemals gekommen wäre. Die Autorin führt die falsch gelegten Fährten geschickt zusammen und enthüllt alles in einem logischen, durchdachten und gleichermaßen überraschenden Ende. Zu guter Letzt wären da noch die Protagonisten. Huldar und Freyja haben es mir einfach angetan. Er versucht verzweifelt eine zweite Chance bei ihm zu bekommen, doch sie macht es ihm alles andere als leicht. Das ist erfrischend anders, ist doch oft genau das Gegenteil der Fall und die Beziehungen ergeben sich viel zu schnell. Ich freue mich schon jetzt auf Teil vier, klare Empfehlung! Eckdaten: Autorin: Yrsa Sigurdardóttir Verlag: btb Preis: 20,00 € – Hardcover Seitenzahl: 448 ISBN: 978-3-442-75665-0 Weitere Formate: eBook, Hörbuch Die Reihe: 1. DNA 2. SOG 3. R.I.P.

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MEIN Fazit: Eine 16-Jährige wird in einem Kino ermordet. Der Täter filmt ihre letzten Minuten und versendet die Videos mit Snapchat an ihre Freunde. Kommissar Huldar und das Team ermitteln, denn es bleibt nicht bei der einen Toten. Kinderpsychologin Freya wird ebenfalls in den Fall eingebunden, um Huldar bei den Befragungen der Freundinnen des Mädchens zu helfen. Sie scheinen etwas zu verbergen... Huldar leidet immer noch darunter, von seinen Kollegen geschnitten zu werden und nicht mehr in vorderster Reihe in der Mordkommission zu sein. Er bekommt immer nur noch das zugeteilt, zu dem andere keine Lust haben. Seine ehemalige Kollegin Erla ist nun seine Chefin. Sie lässt ihn bei jeder Gelegenheit spüren, dass sie auf ihn nicht gut zu sprechen ist, nachdem sie wegen sexueller Belästigung Schwierigkeiten hatte. Ich hatte bereits die Vorgängerbände aus der Reihe gelesen, man kann dieses Buch aber durchaus auch lesen, ohne die vorangegangenen Bände zu kennen. Der Schreibstil der Autorin ist mitreißend und sie versteht es, die Figuren mit ihren unterschiedlichen Charakteren zum Leben zu erwecken. Ich fand es z.B. sehr unterhaltsam, wie die Autorin Huldar darstellt, einen Kommissar mit Ecken und Kanten, nikotinsüchtig, grantig, aber wenn er sich in etwas verbissen hat, genial. Sein Verhältnis zu Freya ist schwierig, da hat er nach einen One-Night-Stand einiges vermasselt. Im ersten Band war er mir nicht sehr sympathisch, aber inzwischen mag ich ihn. Auch Freya ist mir sympathisch, eine taffe Frau, kompetent und engagiert im Job, nur privat nicht gerade glücklich. Ihr Verhältnis zu Huldar ist hin- und hergerissen. Die Krimihandlung ist interessant, etwas düster, aber in sich schlüssig und die Geschichte ist gut aufgebaut, so dass es wirklich schwer fällt, das Buch aus der Hand zu legen. Ich fand es durchweg spannend, die Morde und Beschreibungen der Opfer ist aber recht brutal. Schonungslos wird die jeweilige Situation beschrieben, das ist nichts für Zartbesaitete, vor allem, weil es sich um Kinder handelt. Für mich war R.I.P. rundum gelungen und ich freue mich auf weitere Bände aus der Reihe.

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Stella wird brutal ermordet. Ihre Freunde bekommen ihre letzten qualvollen Minuten über Snapchat geschickt. Nur wenige Tage später erhalten die Freunde von Egill auch solch fürchterliche Videos über Snapchat. Doch im Gegensatz zur Tat an Stella, wo offensichtlich ist, dass sie diesen Angriff nicht überlebt hat, hoffen nun die Ermittler Egill, zwar schwer verletzt, aber dennoch lebend zu finden. Als ob das alles nicht schon schlimm genug ist, scheint es auch noch ein drittes Opfer zu geben. Das Ermittlerteam aus Reykjavík versucht die Fälle schnellstmöglich zu lösen. Das gestaltet sich schwieriger als gedacht, denn es gibt keine offensichtlichen Hinweise auf das Motiv der Taten oder Verbindungen zwischen den Opfern. Die Jugendlichen waren augenscheinlich sehr beliebt und hatten keinerlei Probleme. Kommissar Huldar wird zunächst nicht wirklich in die Ermittlungen mit einbezogen. Er und sein Partner bekommen so gut wie keine sinnvollen Aufgaben zugeteilt, dabei drängt die Zeit und jeder gute Mann wird gebraucht. Grund dafür sind private Differenzen zwischen Huldar und seiner Chefin. An dieser Stelle möchte ich kurz auf die vorherigen Bände eingehen. Huldar hat im ersten Band „DNA“ eine Nacht mit Freyja verbracht und war dabei nicht ganz ehrlich zu ihr. Im zweiten Band „SOG“, ist er nach einem alkoholgetränkten Abend mit seiner Chefin im Bett gelandet. Was natürlich ein riesen Fehler war, denn eigentlich möchte Huldar das Herz von Kinderpsychologin Freyja gewinnen, aber er bekommt es einfach nicht auf die Reihe. Erla wiederrum ist gekränkt. Doch das Erla nun einen ihrer besten Ermittler aufs Abstellgleis stellt, nur weil sie eifersüchtig ist, geht gar nicht und behindert die Arbeit. Spannungen im Team sind was Normales und gerade wenn einem die Zeit im Nacken sitzt. Aber diese Reaktionen einer Chefin sind für mich ein absolutes no go und hat meiner Meinung nach auch zu viel Raum in der Story eingenommen und somit den Spannungsbogen immer wieder nach unten gedrückt. Huldar lässt sich aber nicht unterkriegen und er schafft es sogar Freyja wieder mit ins Boot zu holen. Wie praktisch für ihn. Freyja hat gleich von Anfang an den richtigen Riecher, was den Grund der Taten anbelangt. Doch Erla glaubt nicht an diese Theorie. So nach und nach kristallisiert sich heraus, weswegen gerade diese Jugendlichen zu Opfern wurden. Wahrlich waren die beiden keine Unschuldslämmer und sie haben fürchterliches getan. Was in meinen Augen die Wut und die Rachegelüste auch verständlich machen, aber entsetzt hat mich die Brutalität und überhaupt die Art und Weise der Rache. Die Auflösung war sehr verstrickt und umfangreich, aber dennoch gut durchdacht. Doch hat mich auch dieser Band wieder etwas unbefriedigend gelassen. Auch wenn die Ermittlungen abgeschlossen wurden, zeigt das letzte Kapitel, dass doch noch nicht alles offengelegt wurde und somit eine Frage offen bleibt. Auch die Beziehung zwischen Huldar und Freyja ist noch immer sehr angespannt. Irgendwann müssen sie doch mal zusammenfinden. Man möchte ja am liebsten in das Buch hineinkriechen und die beiden mal richtig schütteln. Der Schreibstil ist wie gewohnt locker und leicht verständlich. Anmerken möchte ich noch, dass der Titel „R.I.P.“ überhaupt nicht zu diesem Buch passt. Müssen es immer nur drei Buchstaben sein? Warum hat man nicht den isländischen Originaltitel einfach übersetzt? Fazit: Hier hat die Autorin ein weitgefächertes und brandaktuelles Problemfeld angesprochen, was ich sehr gut finde. Vielleicht öffnet das einigen Menschen die Augen, wenn man bedenkt wie die Opfer leiden und das meist ein Leben lang. Oder sie ihr Leben vielleicht schon vorzeitig beenden, weil sie mit ihrer Situation nicht mehr zurecht kommen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich freue mich auf weitere Bände mit den, mir liebgewonnenen, Charakteren Huldar und Freyja.

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In Island schlägt mal wieder da Böse zu. Der Täter überfällt ein Mädchen nach ihrer Schicht im Kino und lässt ihre gesamte Snapchat – Freundesliste an der brutalen Gewalttat teilhaben. Bevor der Täter sie mitnimmt, muss sie sich immer wieder entschuldigen – für was genau, scheint das Opfer auch nicht zu wissen. Das Ermittlerteam um Huldar, welcher nach Vorkommnissen im vorherigen Band mit seinem Kollegen arg im Abseits steht, kann durch die verschickten Snaps und ein Überwachungsvideo im Kino die Tat ziemlich genau mit verfolgen. Wo das Mädchen hingebracht wird, ob es noch lebt, wofür es sich entschuldigt und wo der Täter herkam – all das steht anfangs noch in den Sternen. Auch Kinderpsychologin Freya wird, sehr zur Freude Huldars, wieder in die Ermittlungen mit einbezogen und entdeckt ein entscheidendes Motiv. Stil, Machart, Meinung. Diese Geschichte ist die Nr. 3 in der Reihe um Huldar und Freya. Ich habe auch die beiden anderen Bände DNA und SOG gelesen und rezensiert und muss sagen: Ich hab mich schon riesig auf den dritten Teil gefreut! Denn die Thriller der Reihe zeichnen sich zunächst einmal durch einen sehr lockeren Schreibstil aus, der –nach meinem Geschmack – genau die richtige Balance zwischen flott und detailreich trifft. Locker flockig flogen die spannenden Kapitel nur so dahin und ich wollte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Längen zur Vertiefung des Themas und der Gefühlswelten fühlten sich nicht lang an und am Ende wartete eine schlüssige Auflösung. Ein besonderes Lob geht an die humoristischen Sätze, Bemerkungen und Situationen, die von er Autorin gekonnt in die spannende und oft düstere Geschichte eingebaut werden. Noch dazu mag ich die Ermittler und ihre Beziehung zueinander („es ist kompliziert“) sowie die von der Autorin jeweils aufgegriffenen Themen. Auch in diesem Band ist das Thema wieder brandaktuell. Es geht um Mobbing ( leider irgendwie immer aktuell) und genauer um die moderne Variante: das Cybermobbing. Hier hat die Autorin umfassend recherchiert und nimmt den Leser mit auf einen Ausflug zum Thema - ohne belehrend zu wirken und mit einem umfassenden Einblick in die Gefühlswelt von Opfer und Täter. Auch das Medium des Täters, Snapchat, ist aktuell und gerade bei der Jugend äußerst beliebt. Am Puls der Zeit ist die Geschichte auf der einen Seite; die andere Seite blickt –wie eigentlich immer bei der Autorin- auf die Wurzel allen Übels in der Vergangenheit. Man kann diesen dritten Teil sicherlich bedenkenlos ohne Vorwissen lesen. Falls die von mir oben genannten Punkte deinen Geschmack treffen, dann solltest du jedoch von vorne anfangen. Denn diese Thriller sind etwas Besonderes und werden dir wahrscheinlich so gut gefallen, dass du dich ärgerst wenn du mit Teil 3 anfängst. Die Beziehung der Hauptpersonen zueinander, die Hauptpersonen sowie die Machtverhältnisse im Polizeirevier sind mit interessanten Entwicklungen versehen. Dass relativ offene Ende in Bezug auf die Hauptpersonen schürt meine Vorfreude auf Band 4, der Fall an sich ist aber abgeschlossen. Fazit Wie immer in dieser Reihe komme ich um 5 Sterne einfach nicht herum. Das möchte ich auch überhaupt nicht. Ein spannender, gut geschriebener Thriller. Die Seiten fliegen nur so dahin und es geht nicht nur um einen „gewöhnlichen“ Psychopathen sondern das gewisse Extra. Ich freue mich auf Band 4 und kann diese Reihe nur jedem ans Herz legen, der die von mir oben aufgeführten Punkte an einem Thriller schätzt.

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