Leserstimmen zu
Die Mühle

Elisabeth Herrmann

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„The Court“ – denkt Lana an diese Gruppe aus ihrer Schulzeit zurück, kommen ihr die Begriffe wie Götter und Helden in den Sinn. Sie selbst ist einige Jahre jünger als die Mitglieder der Gruppierung und hat die sieben für sie dicken Freunde stets aus der Ferne bewundert, voller Enttäuschung, selbst nicht dazuzugehören. Als ihr nun einige Zeit nach dem Abi zufällig eines der Mitglieder quasi vor die Füße fällt, zieht dies eine Reihe von Verwicklungen nach sich. Plötzlich hat Lana die Möglichkeit, als Zweitbesetzung – denn Johnny ist kurzfristig außer Gefecht gesetzt – an einem Treffen von „The Court“ teilzunehmen. Ihre Neugier siegt, und so sieht sich kurz drauf auf dem Weg nach Karlsbad, wohin alle früheren Freunde eingeladen wurden. Als Lana im Nobelhotel ankommt, ist alles perfekt vorbereitet. Aber wer steckt dahinter? Alle Mitglieder bestreiten, etwas mit der Wiederzusammenführung zu tun zu haben, man habe sich einige Jahre lang nicht nur gesehen, man habe sogar ganz und gar keinen Kontakt zu den anderen gehabt. Lana versteht die Welt nicht mehr – ich auch nicht. Einst beste Freunde sollen nun fast schon Fremde geworden sein? Wer hat das Treffen geplant? Von wem kommen die Einladungen? Wer hat den Aufenthalt im Hotel und den später stattfindenden Ausflug organisiert? Denn werden im Hotel leichte Zweifel gesät, geht diese Saat schließlich grandios auf, als sich die Gäste aufmachen, zur alten Mühle zu wandern. Ein Unfall geschieht. Reiner Zufall oder böse Absicht? Die Unsicherheit wächst sich immer mehr aus zu einem undurchsichtigen Dschungel der Angst. Denn dieser Vorfall ist nicht der letzte seiner Art, im Gegenteil. Er ist eher der Auftakt an Arrangements, den Teilnehmern der Tour nach dem Leben zu trachten. Nur äußerst unwillig unterbrach ich mein Hörbuch, denn diese Geschichte ist wirklich sehr gut herausgearbeitet. Die sehr speziellen Charaktere nähren die undurchsichtigen Vorkommnisse, keiner traut dem anderen. Auch ich hatte zwischendurch immer mal wieder jemand anders von ihnen in Verdacht. Solange, bis die Fassade der vermeintlichen Freundschaft riesige Risse bekam und die Wahrheit zutage trat. Nach außen gab man sich als beste Kumpels, hinter den Kulissen war es lediglich eine Zweckgemeinschaft, die ein gut gehütetes Geheimnis bewahrte. Nun wird die Gruppe von der Vergangenheit eingeholt und Lana hat Pech, denn für sie galt: Mitgegangen, mitgefangen! Sie tat mir richtig leid, denn sie hatte mit alldem – was auch immer damals passiert ist – rein gar nichts zu tun. Außerdem war Lana mir mit Abstand die sympathischste aller Teilnehmer. Sie verlor zudem nicht die Nerven und versuchte, dem Grauen auf die Schliche zu kommen. Ich habe wahrlich mit ihr mitgezittert. Einzig die Tatsache, dass der Jugendthriller in der Ich-Perspektive, aus Lanas Sicht, erzählt wird, konnte mich etwas beruhigen. Denn sie hat den Albtraum offensichtlich überlebt. Alles wird plausibel aufgelöst, wenngleich mir das Ende etwas zu langgezogen war. Das ist aber auch der einzige kleine Kritikpunkt an diesem Buch. Der Plot überzeugt – manchmal fühlte ich mich an die grausame Ausweglosigkeit von „Eine Leiche zum Dessert“ erinnert. Die Spannung war oft zum Schneiden. Und dass man lange Zeit nicht wirklich weiß, ob alles ein schlechter Scherz oder bitterer Ernst ist, zerrt noch mehr an den angespannten Nerven. Die Charaktere sind klar definiert, allerdings eher grob als fein und detailliert. Aber das muss auch gar nicht sein, denn dieser Thriller lebt eher von der Stimmung, der Unsicherheit, der Ausweglosigkeit und der nagenden Neugier, was hinter all dem stecken könnte. Grandios gelungen ist für meinen Geschmack die düstere Atmosphäre der alten Mühle, die durch die Story gefühlt fast zum Leben erweckt wird. Spannung pur, Nervenkitzel und Herzklabastern sind garantiert! Nach „Zartbittertod“ konnte mich Elisabeth Herrmann nun zum zweiten Mal überzeugen. Nicht ganz unbeteiligt daran ist Laura Maire, die mal wieder mit höchster Präzision diesen All-Ager vertonte. Wie sie die einzelnen Charaktere mit all ihren Eigenschaften umsetzte, die Stimmung einfing, Lanas Gedanken und Gefühlen und Ängsten eine Stimme gab, war mal wieder ganz großes Kino für die Ohren! Inhalt „THE COURT“ – das waren die Coolen. Die Angesagten, die Unerreichbaren, die Helden von Lanas Schulzeit. Durch einen Zufall kommt Lana an eine Einladung zu einem Kurztrip mit der Überflieger-Clique. Oder war das gar kein Zufall? Der Trip führt die Clique in eine alte Mühle, umgeben von wilder Natur. Alles hier scheint für sie vorbereitet zu sein. Nur wer hat eigentlich die Einladungen verschickt? Wer begrüßt sie mit schriftlichen Botschaften, hat seltsame Spiele für sie organisiert? Als dann der erste der Freunde verschwindet, wird Lana klar, dass sie in der Falle sitzt. Denn es geht um Leben und Tod …Laura Maire, beim Deutschen Hörbuchpreis 2011 und 2014 als Beste Interpretin ausgezeichnet, hat bisher sämtlichen Jugendromanen von Elisabeth Herrmann ihre Stimme geliehen. Autorin Elisabeth Herrmann, geboren 1959 in Marburg/Lahn, ist eine der aufregendsten Thrillerautorinnen unserer Zeit. Zum Schreiben kam sie neben ihrer Tätigkeit als Journalistin erst über Umwege – und hatte dann sofort durchschlagenden Erfolg mit ihrem Thriller „Das Kindermädchen“, der von der Jury der KrimiWelt-Bestenliste als bester deutschsprachiger Krimi 2005 ausgezeichnet wurde und vom ZDF verfilmt wurde. Seitdem macht Elisabeth Herrmann Furore mit ihren Thrillern und Romanen. 2012 erhielt sie den Deutschen Krimipreis für „Die Zeugin der Toten“, die ebenfalls vom ZDF verfilmt wird. „Die Mühle“ ist ihr vierter Thriller für jugendliche Leser. Sprecherin Laura Maire, geboren 1979 in München, absolvierte ihre Ausbildung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt. Bekannt wurde sie durch eine Hauptrolle in der ARD-Vorabendserie „Verdammt verliebt“. Sie synchronisierte u. a. Brie Larson in „Raum“ (2016 mit einem Oscar ausgezeichnet) und Ashley Greene (als Alice Cullen) in der „Twilight“-Reihe. Daneben war sie immer wieder in „How I Met Your Mother“ zu hören. Maire erhielt 2011 den Deutschen Hörbuchpreis als Beste Interpretin. 2014 las sie für den Hörverlag den Thriller „Schattengrund“ von Elisabeth Herrmann und erhielt für ihr „virtuoses Sprach-Spiel“ noch einmal den Deutschen Hörbuchpreis als Beste Interpretin. Quelle: Der Hörverlag

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Die Mühle hat mich ziemlich erwischt. Erwartet hatte ich einen soften Jugendthriller, ohne viel Herumgerede. Bekommen habe ich eine spannende, teils verworrene, aber dennoch kurzweilige Geschichte um versnobte Berufsanfänger und undurchsichtige Protagonisten. Wenn Lana, die eigentlich Helena heißt, aber nur noch mit Lana angesprochen werden möchte (aber warum sollten wir das jemals auflösen...) aus dem langweiligen Städtchen L. kommt, aus dem auch die beliebte Clique aus früheren Zeiten, die sogenannten Courts kommen und gemeinsam zu einem "Wiedersehen" ins tschechische Karlsbad eingeladen werden und das auch noch von einem anonymen Gastgeber/in, dann sollte Lana & Konsorten und auch dem Leser klar sein, dass da irgendwas nicht stimmen kann. The Courts sind das typisch gezeichnete Teenie-Grüppchen, die in Filmen/ Serien und Büchern immer glorifiziert werden, weil sie hübsch und stylish sind, die aber IMMER arrogant und herablassend daherkommen. Warum himmelt man solche Menschen an, frage ich mich dann immer, aber egal. Sprachlich kann sich die Mühle lesen lassen. Die Autorin hat es geschafft, in kurzen knappen Sätzen die Spannung der Geschichte aufrecht zu erhalten. Die Charaktere wurden insgesamt glaubwürdig, wenn auch hier und da arg klischeehaft dargestellt. Dennoch konnte mich, wie schon erwähnt, die Mühle begeistern. Sie hätte mich auch fast bis zum Ende in Ihren Bann gezogen, wenn nur das Ende nicht gewesen wäre. Das wollte nämlich so gar nicht passen und war für mich dann doch zu weit hergeholt. Da auch ein paar Fragen am Ende offen blieben, konnte mich das Buch nicht vollends verzaubern. Mein Fazit Spannende Lektüre aus deutschen Landen, der leider am Schluss etwas die Luft und die Kreativität ausgeht.

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Spannend bis zum Schluss

Von: Ulla Schmidt

03.07.2018

Nervenkitzel pur, fesselnd geschrieben.

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Sehr spannend

Von: Simone

20.06.2018

Von der ersten Seite an fand ich den Thriller sehr packend und atmosphärisch. Gut geschrieben und interessantes Ende.

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Dieses Jugendbuch ist meines Erachtens für Erwachsene und auch Jugendliche. Aber als reines Jugendbuch würde ich es auf Grund der Thematik nicht einstufen. Die Protagonistin Lana (Ich-Erzählweise) trifft auf Umwegen auf ihren Schwarm und die Clique, zu der in Schulzeiten gerne jeder gehören wollte. Die Freude dauert jedoch nicht lange an und es kommt wie es kommt in einem Thriller. Spannende Passagen, zeitweise auch etwas zu viel der Zufälle, aber sehr guter Schreibstil und durchaus sehr empfehlenswert. Gerne lese ich noch weitere Bücher der Autorin.

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So viele Bücher habe ich bisher noch nicht von Frau Herrmann gelesen, eigentlich vor "Die Mühle" nur "Seefeuer", welches mir aber unheimlich gut gefallen hat. Einige stehen hier aber noch in der Warteschleife. "Die Mühle" ist ein absolut spannender All-Age-Thriller, der fast schon seinesgleichen sucht. Das Cover ist unheimlich toll gestaltet und wirkt direkt schon düster und unheilschwanger in den dunklen Farbschattierungen und mit den auffliegenden Vögeln. Wenn man das Buch einmal in die Hand genommen hat, kann man es schlecht zur Seite legen. Zum einen, weil der Schreibstil einfach unheimlich gut ist und sich super lesen lässt, zum anderen natürlich weil man dem Geheimnis hinter der Freundschaftsreunion des "Courts" kommen möchte. Lana hat den Freunden diesen Namen gegeben, damals in der Schule, sie war jünger und hat zu dieser Gruppierung aufgeblickt - doch hier merkt man schnell, dass nicht alles Gold ist, was glänzt. Denn so weit her ist es da nicht mit der Freundschaft, wie vielleicht erwartet. Lana trifft Johnny zufällig in Berlin wieder, wo er ihr vor die Nase fällt. Anstatt zu seinem Freundschafts-Treffen, muss er nun jedoch ins Krankenhaus und so bietet er kurzerhand Lana seinen Platz in einem Grandhotel in Karlsbad ein. Natürlich kommt einem da nicht ganz unweigerlich der Verdacht, dass Johnny etwas mit der ganzen Sache, der Organisation des Ausflugs, der Ausstattung der Mühle und der Vermisstenfälle zu tun hat, jedoch kommt dann alles ganz anders als man denkt. "Die Mühle" ist nichts für schwache Nerven und erinnert vom Konzept her ein wenig an "Und da war es nur noch eins" von Agatha Christie - jedoch finde ich dieser Art Plot für einen Krimi/ Thriller immer sehr spannend! Wer gute Nerven hat und auf richtig spannende Unterhaltung steht, sollte sich Elisabeth Herrmanns "Mühle" nicht entgehen lassen!

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Für mich ist der Thriller "Die Mühle" von Elisabeth Herrmann ein sehr gelungenes Buch, was alle Facetten eines guten Thrillers aufweist. Ich wollte, nein ich konnte das Buch einfach nicht weglegen. Das sei dem Spannungsverlauf mit kleinen "Verschnaufpausen" gegönnt. Wie es für mich zu einem guten Thriller gehört, wird man man mit Vermutungen über den Täter, dem Warum, Geheimnissen und Irrwegen des öfteren während der gesamten Story konfrontiert. Vorsicht Spoiler! Jedes Mal, wenn einer der Gruppenmitglieder verschwindet, hofft man doch irgendwie, dass derjenige wiederkommt. Mit einem kleinen Happy End (was für mich Anfangs doch etwas gewöhnungsbedürftig war), wird das Verschwinden jedes einzelnen und die Todesursachen am Ende allesamt aufgedeckt, wo bis dahin nur Vermutungen möglich waren. Zum Höhepunkt kommt es natürlich, als der Täter seine Taten erläutert und auch den Hintergrund den letzten Verbleibenden preisgibt. Wie es für mich zu einem guten Thriller gehört, hat Elisabeth Hermann mit "Die Mühle" ein gute Spannung mit Ihrem Schreibstil erreichen können, was Sie zudem mit einer guten Story verbunden hat.

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Unbeschreiblich

Von: IrinaAnna

29.04.2018

Ich bin normalerweise eingeschweißter Fitzek-Leser und ein anderer Thriller kommt mir selten ins Haus ABER dieser Thriller macht sogar einem Fitzek Konkurrenz. Spannendes Thema, liebevolle und detailreiche Protagonisten Charakterisierungen und konstanter Spannungsaufbau. Wer gute und tiefgründige Thriller mit dem gewissen Etwas sucht, ist mit der "Die Mühle" perfekt bedient!!

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