Leserstimmen zu
Der Sommer der schwarzen Schafe

Joanna Cannon

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Hardcover
€ 19,99 [D] inkl. MwSt. | € 20,60 [A] | CHF 28,90* (* empf. VK-Preis)

Nicht nur ein ungewöhnlich heißer Sommer erhitzt die Gemüter. In einer Straße in England verschwindet auch noch ganz plötzlich eine Frau - Mrs Creasy. Die Bewohner der Straße sind in Aufruhr und jeder macht sich so seine Gedanken. Wurde Mrs Creasy gekiddnapt oder ging sie aus freien Stücken? Und warum? Als dann auch noch die beiden Mädchen Grace und Tilly beschließen von Tür zu Tür zu gehen um Mrs Creasy zu finden und das Rätsel zu lösen, kommen viele schlummernde Geheimnisse wieder an die Oberfläche... Dieses Buch ist sooo schön! So liebevoll geschrieben und durch den kindlichen Blickwinkel teilweise so zum lachen! Aus meiner Sicht handelt es sich hier eher weniger um einen Krimi, denn eigentlich geht es mehr um gesellschaftliche "Probleme". Wie sehen wir den Anderen? In wie weit lassen wir uns von Vorurteilen leiten? Wie stark kann die Dynamik einer Gruppe das eigene Denken beeinflussen? Das ist wirklich spannend und macht auch nachdenklich! Grace und Tilly können teilweise ganz ungehindert die Nachbarn befragen, denn sie werden einfach nur als Kinder wahrgenommen. Und auch hier fand ich es wieder sehr amüsant auf welche Schlussfolgerungen die beiden kommen - im Gegensatz zu mir! Ja, ich gebe zu: Ich habe schon sehr lange keinen so kritischen und gleichzeitig liebevollen Roman mehr gelesen! Daher hoffe ich von ganzem Herzen auf weitere Romane der Schriftstellerin!

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Das Cover mit einer alten Damen und Schafen hat mich zu diesem Buch greifen lassen. Der Titel hat sein Übriges getan und nach dem Klappentext habe ich einen Krimi erwartet. Gelesen habe ich über die Bewohner einer Straße, ihrem Alltag, ihren Sorgen und Freundschaften. Mrs. Creasy, eine Dame aus der Straße, ist plötzlich verschwunden und das ist ein ganz klein wenig Krimi. Die Geschichte wird teils in Ich-Form aus Sicht des Mädchens Grace erzählt. Eigentlich ist es die Geschichte der Avenue die hier auf zwei Zeitschienen (1976, 1967) erzählt wir Da mir der Schreibstil nicht gefallen hat war die Lektüre für mich im Ganzen etwas zäh. Zwischendurch gab es Lichtblicke, Humor kam zum Vorschein und dann wieder Langeweile. Wer gesellschaftskritische Lektüren mag wird auch dieses Buch mögen. Ich war enttäuscht weil ich etwas anderes erwartet hatte.

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„Literaturwerkstatt- kreativ“ rezensiert "Der Sommer der schwarzen Schafe" von Joanna Cannon Wir schreiben das Jahr 1976. Schauplatz ist eine kleine, englische Vorstadtavenue in einem sehr heißen Sommer. Die Hauptprotagonisten sind Grace (10 Jahre) und ihre etwas jüngere Freundin Tilly. In diesem Sommer verschwindet Grace Nachbarin Margaret Creasy. Die beiden Mädchen beschließen, der Sache auf den Grund zu gehen und fangen an Mrs. Creasy zu suchen. Sie geben sich als Pfadfinderinnen aus, gehen in jedes Haus der Avenue und bieten ihre Hilfe an. Dabei ist immer wieder die Frage nach Gott ein wichtiges Thema. Die beiden Mädchen stellen Fragen, die vielleicht lieber nicht gestellt hätten werden sollen. Bekommen jedoch auch Antworten, - weil sie halt noch Kinder sind. Mit dem Verschwinden von Mrs. Creasy beäugen sich die andern Nachbarn sehr kritisch. Hat Mr. Creasy, der Ehemann etwas mit dem Verschwinden seiner Frau zu tun? Oder hängt vielleicht doch der Vorfall aus dem Jahr 1967 etwa mit diesem Fall zusammen, - als ein Baby entführt wurde und Mr. Bishop aus Haus Nummer 11 seitdem unter Verdacht steht, die Entführung begangen zu haben? Hat er vielleicht auch Mrs. Creasy entführt oder sogar umgebracht. Als der Sommer zu Ende geht und die Hitze immer drückender wird kommt Licht ins Dunkel. Fazit: Joanna Cannon macht es mir mit der Beurteilung ihres Romans nicht leicht (was natürlich primär auch nicht Ihre Aufgabe ist). Aufmerksam auf das Buch bin ich durch das wunderschöne, sehr ansprechende Cover geworden und dem sehr originellen Titel. Ich habe mir den Klappentext angeschaut und wusste, diese Buch wollte ich lesen. Im festen Glauben, mich erwarte ein Krimi im klassischen englischen Stil, fing ich also an zu lesen. Doch es ist kein Krimi. Der Inhalt dieses Buches besteht aus einem Konglomerat von Freundschaft, Sinnsuche, Gesellschaftskritik und nur ein kleines bisschen Krimi. Und genau damit hatte ich so mein Problem. Es ist von allem etwas, aber somit von allem auch nur ein bisschen. Die Autorin kratzt bei allen Themen an der Oberfläche, ohne in die Tiefe zu gehen. Die Freundschaft von Grace und Tilly wird beschrieben, mehr aber auch nicht. Dann, die Sinnsuche nach Gott, auch hier bleibt es Oberflächlich. Und was Gesellschaftskritik angeht, - Diese wird zwar von der Autorin gut beschrieben und Sie zeigt deutlich wie schnell jemand zum Außenseiter gemacht werden kann, aber da fehlt mir dann doch auch hier das richtig „Abgrundtiefe“. Joanna Cannon hat einen schönen Schreibstil. Das Buch ist leicht und flüssig zu lesen - und gelacht habe ich auch, denn das Buch hat durchaus auch seine humorvollen Seiten. Auch die Idee, das die beiden Mädchen durch die Avenue ziehen und alle Menschen nach Gott fragen, finde ich witzig. Das Buch als Gesamtwerk hat mich aber leider nicht überzeugt, mir fehlte letztlich auch die Spannung. Es zog sich an manchen Stellen doch etwas zu sehr in die Länge. Und da meine Meinung natürlich subjektiv ist, empfehle ich das Buch an all die weiter, die zwar gerne gesellschaftskritische Bücher lesen, es jedoch nicht allzu tiefgründig haben wollen. Besten Dank an den Limes Verlag für das Rezensionsexemplar.

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Ein gelungenes Debüt

Von: David Cappel aus Düsseldorf

06.06.2017

Den subtilen Schrecken einer nach außen hin intakt wirkenden Nachbarschaft in einer englischen Kleinstadt und die abenteuerlichen Erlebnisse von Gracie und Tilly, zweier zehnjähriger Mädchen, die sich auf die Suche nach der plötzlich verschwundenen Margaret Creasy machen, beschreibt die englischen Autorin Joanna Cannon in ihrem gelungenen Romandebüt. Das Ganze ereignet sich im heißen Sommer des Jahres 1976 und es ist vor allem Cannons feiner Humor und sprachliche Eleganz, die ihr literarisches Puzzlespiel lesenswert machen. Behutsam erzählt sie, wie das Verschwinden der Nachbarin mit einem tödlichen Brand neun Jahre zuvor zusammenhängt und wie eine Verschwörung mehrerer Nachbarn gegen den unbeliebten Walter Bishop, der der Kindesentführung verdächtigt wird, zu einer regelrechten Hexenjagd wird, ab der selbst Gracies Eltern beteiligt zu sein scheinen. Der komplexe Aufbau des Romans erinnert an die britische Serie "Broadchurch", da nahezu jede Person zum Kreis der Verdächtigen gehört - doch trotz diverser mysteriöser Vorgänge ist Cannon weniger an Krimispannung, sondern mehr an einem Psychogramm der (schein)heil(ig)en Welt einer aus "Normalbürgern" bestehenden Nachbarschaft interessiert und an den feinen Rissen, die kleine und große Tragödien erkennen lassen. Sie stellt die Menschen mit all ihren Zwängen, Irrtümern und kleinen Geheimnissen in den Mittelpunkt. Dass viele Passagen aus der kindlichen Sicht der beiden Mädchen erzählt sind, die Detektiv spielen und sich intensiv mit der Frage befassen, ob und wo sich Gott in ihrer Straße finden lässt, fügt dem Roman wohltuende Leichtigkeit und Humor hinzu und ist ähnlich gelungen wie die Erzählperspektive in Mark Haddons "Supergute Tage". Ein schönes Buch, eine interssante neue Autorin.

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Aus der Inhaltsangabe heraus erwartete ich einen Krimi. Tatsächlich besticht dieser Roman mit einer vor sich hin plätschernden Geschichte aus der Perspektive zweier Grundschülerinnen, die in den Sommerferien bei ihren Nachbarn nach Gott suchen. Dabei treten allerlei mehr oder weniger skurrile und engstirnige Eigenarten der Anrainer hervor. Und ja, auch eine Art Krimi, allerdings zerschlägt sich diese Hoffnung ab der Buchmitte wieder. Zu Beginn ist dieser Roman spritzig und amüsant. Das Gefühl verfliegt leider ziemlich rasch, denn die Autorin kaut vor allem auf zwei möglichen Zusammenhängen herum ohne dass sich tatsächlich etwas bewegt. Sie arbeitet die geistige Enge der Bewohner dieser Straße in einer englischen Siedlung genau heraus. Man kann sich die Leute, ihr Aussehen, ihre Verhaltensweisen gut vorstellen. Man sieht sie morgens ihre Milchflasche, Eier und die Zeitung hereinholen, die der Milchwagen in aller Herrgottsfrüh lieferte. Das eigentliche Ereignis - das Verschwinden einer Gattin - wirft Fragen auf, doch die Geschichten darum plätschern vor sich hin. Weder witzig noch spannend noch total langweilig. Eben mäßig. Dafür wird eine fiktive Begebenheit neun Jahre zuvor auf einmal thematisiert, die mit dem aktuellen Fall nichts zu tun hat und die vor allem wieder mal die Engstirnigkeit der Leute betont. Als Leserin langweilte ich mich im letzten Drittel und fand am Ende wenigsten einen der zerfaserten Zwirne wieder verknotet.

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„Der Sommer der schwarzen Schafe“ von Joanna Cannon ist 2017 im Limes Verlag erschienen. Zum Inhalt lt. Verlagshomepage: Eine ganz normale Straße in einer ganz normalen Vorstadt irgendwo in England. Als während eines ungewöhnlich heißen Sommers Mrs. Creasy verschwindet, wird hinter verschlossenen Türen und vorgehaltenen Händen getuschelt. Ist sie aus freien Stücken gegangen? Oder wurde Mrs. Creasy Opfer eines Verbrechens? Die beiden Mädchen Grace und Tilly beschließen, die Sache aufzuklären. Sie klopfen an Türen, stellen Fragen – und kommen dabei einem ganz anderen Geheimnis auf die Spur. Jeder hier scheint etwas verbergen zu wollen. Und als die Hitze immer drückender wird, drängt eine lange vergrabene Wahrheit ans Licht, die für alle Bewohner Konsequenzen haben wird … Was kann ich zu diesem Buch sagen, ohne zu spoilern oder sonst irgendwie zuviel von all den Geheimnissen, Abgründen oder der Verselbstständigung von Vorurteilen zu verraten? „Es liege an der Hitze, hatte Mr. Forbes gesagt, als er sie mit einer Tasse Tee und der Fernsehzeitschrift wieder ins Haus holte. „Warum geben die Leute der Hitze die Schuld an allem?“, fragte Tilly. „Weil es leichter ist.“ „Leichter als was?“ „Leichter als den anderen die echten Gründe zu sagen.“ Die Autorin, die hier ihren ersten Roman vorlegt, erzählt aus wechselnden Perspektiven und Zeitebenen eine Geschichte, die vordergründig von den Bewohnern einer typischen englischen Kleinstadt erzählt. Zunächst scheint alles, trotz des Verschwindens von Mrs Creasy, recht idyllisch und harmonisch. Blickt man jedoch hinter die Fassade, sieht man die Abgründe und durch etliche Andeutungen wird langsam deutlich, dass so einige der Bewohner ihre Geheimnisse haben. Dabei gelingt es Cannon, ihre Andeutungen so zu streuen, dass man als Leser zwar doch bald meint zu ahnen, was passiert sein könnte. Trotzdem bleibt es undurchsichtig. Und im letzten Drittel schafft dieses Buch es, mich vollkommen zu überraschen und im positiven Sinne umzuwerfen. „Wir müssen doch was tun.“ „Eine Hexenjagd?“ „Wenn es sein muss, ja, eine Scheißhexenjagd.“ Cannon schreibt mit typischem britischen Humor – oft sehr schwarz und oft hintergründig und nicht gleich als solcher zu erkennen. Sprachlich ist dieses Buch für mich oft ein Wechselspiel zwischen heller Begeisterung und leichtem Angenervtsein, da ich immer wieder Schwierigkeiten damit habe, wenn etwas aus Sicht von Kindern erzählt wird. Allerdings rutschen die zwei dadurch in die Rolle von Beobachterinnen, die das ganze wiederum auch sehr interessant macht. Freunde von englischer Literatur werden an diesem Buch ihre helle Freude haben. Der Autorin ist es sehr gut und eindringlich gelungen, das Wechselspiel einer Gemeinschaft mit all ihren Tiefen und Höhen darzustellen. Auf dieses Buch und seine Charaktere muss man sich einlassen können – dann wird man es lieben …

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Ein tolles Debüt!

Von: Kim F

30.05.2017

Eine englische Kleinstadt im Sommer des Jahres 1976: während des ungewöhnlich heißen Sommers verschwindet plötzlich Mrs. Creasy und die gesamte Nachbarschaft fragt sich, ist sie freiwillig gegangen oder ist ihr etwas zugestoßen? Die zwei Mädchen Grace und Tilly versuchen dieses Rätsel aufzuklären. Sie geben sich als Pfadfinderinnen aus, klopfen an Türen und befragen die Nachbarn. Dabei kommen sie einem viel weiter zurückliegenden Geheimnis auf die Spur, alle scheinen etwas zu verbergen zu haben und wusste Mrs. Creasy etwa davon? Als die Hitze immer drückender wird, drängt die Wahrheit endlich ans Licht… Ich bin nur durch Zufall auf den Roman gestoßen, was sich jedoch als Glücksgriff herausstellte, habe ich die Lektüre doch wirklich genossen. Die Handlung ist dabei zweigeteilt. Der Hauptteil der Geschichte spielt von Juni bis August 1976 und wird hin und wieder von Rückblenden aus dem Jahr 1967 unterbrochen, die jedoch rückwärts verlaufen. Dabei wechselt sehr häufig der Blickwinkel auf die Handlung, beinahe jeder Bewohner der Straße meldet sich im Laufe des Buches zu Wort. Im Fokus steht allerdings Graces Sichtweise, die uns an den Nachforschungen nach Mrs. Creasy teilnehmen lässt, die die beiden Mädchen noch mit einer Suche nach Gott, der für das Wohlergehen aller Nachbarn sorgen soll, kombinieren. Diese kindliche Sichtweise auf das Verschwinden der Nachbarin war dabei sehr erfrischend und auch sehr einfühlsam herausgestellt. Die Mädchen werden von den Erwachsenen bei ihren Nachforschungen nicht wirklich ernst genommen, weshalb sie Aspekte mitbekommen, die andere Erwachsene so nicht erfahren hätten. Wenn es auch über weite Strecken um die Aufklärung des Verschwindens von Mrs. Creasy und das lange gehütete Geheimnis geht, so ist das Buch nicht als Krimi einzuordnen, sondern vielmehr als Belletristik, die sich mit Gesellschaftsdynamiken auseinandersetzt. Denn die Verbindungen zwischen den Bewohnern der Straße bilden neben den mehr kriminalistischen Elementen den Hauptaspekt des Buches. Es zeigt eindrucksvoll, wie in der Straße oberflächlich alles geordnet und annähernd harmonisch wirkt, doch wenn man ein klein wenig tiefer blickt, tun sich viele Konflikte, Streitereien, Vorurteile und Verurteilungen auf, die die Autorin sehr psychologisch tiefgehend herausarbeitet und auch mit Humor spickt. Man merkt, wie sehr jeder der Bewohner seine Schwächen oder Probleme vor den Nachbarn geheim halten will, wie schnell Nachbarn vorverurteilt werden, weil sie vielleicht nicht in ein „normales“ Schema passen und wie gefährlich solche Stigmatisierungen sein können. Sehr humorvoll schildert die Autorin etwa auch, wie eine indische Familie in die Straße zieht und die Bewohner sich mit ihrem Halbwissen und ihren falschen Vorannahmen gegenseitig beinahe zu überbieten scheinen. Die Herausstellung der Dynamik zwischen den Nachbarn funktioniert außerdem so gut, da das Buch von realistischen und glaubhaften Charakteren bevölkert ist, die zwar im einzelnen auch mal ein wenig ins Klischeehafte abdriften, aber insgesamt sehr nachvollziehbar gezeichnet sind. Dies alles führt dazu, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Die Handlung spitzt sich immer mehr zu, man knobelt mit den beiden Mädchen mit, was denn nun mit Mrs. Creasy passiert ist, hat aber auch immer wieder etwas zu lachen und vergisst alles um sich herum. Gegen Ende waren ein paar Aspekte zwar etwas vorhersehbar, doch insgesamt trägt die Geschichte eine große Spannung in sich, wozu auch einige überraschende Wendungen zum Schluss und das etwas offen gehaltene Ende noch beitragen. Ein klassisches Happy End hätte aber sowieso nicht zur Thematik des Romans gepasst, so dass dieser würdig und realistisch abgeschlossen wurde. Fazit Es ist etwas her, seitdem ich so einen unterhaltsamen Roman gelesen habe. Er bietet eine tolle Mischung aus Krimi und Gesellschaftsportrait, die sowohl humorvoll als auch mahnend geschrieben ist und von der ersten Seite an fesselt. Hoffentlich kommt bald Nachschub von der Autorin, ich würde gern noch mehr Bücher von ihr lesen. Ein tolles Debüt, das ich jedem nur wärmstens empfehlen kann!

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In ihrem Roman "Der Sommer der schwarzen Schafe" entführt uns die Autorin Joanna Cannon in eine normale Vorstadt irgendwo in England. Hier dürfen wir die Bewohner einer Straße und ihre Eigenheiten kennenlernen. In der Avenue tut sich einiges. Da verschwindet eines Tages Mrs. Creasy und dann wird überall getuschelt und jeder scheint etwas zu wissen. Ist Mrs. Creasy aus freien Stücken verschwunden oder wurde sie gar ermordet? Die beiden Mädchen Grace und Tilly beschließen, der Sache auf den Grund zu gehen. Sie geben sich als Pfadfinder aus, bieten ihre Hilfe an und hoffen so, einige Neuigkeiten über das Verschwinden von Mrs. Creasy zu erfahren. Und dabei kommen sie einem ganz anderen Geheimnis auf die Spur. Irgendwie scheint hier jeder etwas verbergen zu wollen. Und so kommt in diesem heißen Sommer so manche Wahrheit ans Licht ...... Aufgrund der Inhaltsangabe habe ich ja einen Kriminalfall erwartet, aber dies ist jedoch nicht der Fall. Wir erfahren hier viel mehr über das Leben der einzelnen Bewohner in der Avenue. Hier lebt Crace mit ihren Eltern und dann ist da Mrs. Morton, die sich viel um Grace gekümmert hat, wenn ihre Mutter beschäftigt war. Dann gibt es da noch den 43järigen Brian, der hier mit seiner älteren Mutter lebt, um die er sich kümmern muß. Und dann ist da in Nummer 11 der allseits unbeliebt Mr. Bishop, der allen Bewohnern der Straße ein Dorn im Auge ist. Passt er doch überhaupt nicht hier her. Außerdem leben hier noch Mr. und Mrs. Forbes, ein etwas außergewöhnliches Paar. In diesem heißen Sommer kommt so manches, das im Verborgenen schlummerte, ans Licht. Eine schön geschriebene Geschichte, die schön vor sich hinplätschert ohne großen Höhepunkt. Zu Beginn gab es sogar einiges zum Schmunzeln. Leider gibt es dieses Mal nur 3 Sterne. Das Cover finde ich aber trotzdem klasse.

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