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Leserstimmen (200)

Marc Elsberg: HELIX - Sie werden uns ersetzen

HELIX - Sie werden uns ersetzen Blick ins Buch

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-7645-0564-6

Erschienen: 31.10.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

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Kundenrezensionen

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ein paar Fehler

Von: Sabrina Jenrich Datum : 16.09.2017

Interessant zu lesen. Prima Thema.
ein weiblicher "president" in den USA wäre mit MADAM President anzureden, nicht Mrs..
Da es sich um die deutschsprachige Ausgabe handelt, wäre DNS (Säure) korrekt, im Englischen ist es DNA (Acid). bis Seite 84, weiter bin ich noch nicht.

Wissenschaftlicher Thriller mit Alptraumpotenzial

Von: wortkaefig Datum : 14.09.2017

wortkaefig.wordpress.com

Dieses Buch habe ich bereits vor einer Weile beim Bloggerportal bestellt und dann unangemessen lange auf dem SuB liegen lassen. Es verhält sich jedoch so mit Sience-Fiction, dass ich eine gewisse Stimmungslage unerlässlich fürs Lesen finde. Die Laune fand ich nun endlich, lasst uns loslegen. Hier noch ein grosses Dankeschön an den Blanvalet-Verlag und das Bloggerportal für das Buch.
Dies war mein erstes Rendezvous mit dem Autor, obwohl mir Blackout schon von sehr vielen bekannten empfohlen wurde (die Zeit kommt auch bestimmt).
Über die Story: Der US-Aussenminister kommt unter mysteriösen Umständen ums Leben. In Afrika züchten die ärmsten Bauern Wundermais und Helen Cole bekommt nicht nur ein Baby, sondern ein äusserst verlockendes Angebot.
Was mir gefiel:
Die Aufmachung des Buches. Ansprechendes Cover. Aber der richtige Coup kommt sobald du es öffnest. Ich dachte erst, der Verlag hätte gespart und das Schwarz des Innencovers wäre ausgebleicht. Haha, weit gefehlt. Es ist ein Southern-Blot. Also DNA. Ich liebe es.
Der Schreibstil ist sehr sauber, die Gliederung in kurze Kapitel auch eine gute Wahl. Die vielen Erzähler bringen die Geschichte langsam auf den gleichen Nenner. Zudem nicht allzu viel Exposition was den wissenschaftlichen Hintergrund angeht. (Fun Fact: Ich war auf einer Fortbildung und die letzte Vorlesung hatte das Thema Zukunft der Medizin. Ich hatte dieses Buch dabei und es erschien CRISPR/Cas9 auf der Folie. So ein beunruhigendes Gefühl.)
Die Spannung baut sich zwar für meinen Geschmack etwas langsam auf, aber gegen Ende… oh boy. Brillant. Ganz ehrlich, das Buch lohnt sich sogar nur für die letzten 2 Seiten. Holt dich aus der Fiktion in die Realität in einer Sekunde mit einem Kopfschütteln. Es werden schwere Fragen aufgeworfen und ich habe auch während dem Lesen mehrmals umgedacht und teils richtig Angst bekommen. Nachdenken und Angst ist eine gewinnende Kombi.
(Noch ein kleines Plus, such mal die Website www.helix-das-buch.de auf, interessante Facts, Interview mit dem Autor und viel mehr, wirklich spassig und schön aufgebaut.)
Was mir nicht gefiel:
Dieser kleine, nebensächliche Flirt/Lovestory zwischen 2 der Protagonisten hat mich etwas gestört. Empfand ich einfach als unnötig.
Das Tempo war mir etwas zu langsam. Der letzte Abschnitt hat es zwar perfekt hingekriegt, davor aber hatte ich teilweise etwas Mühe.
Für wen und für wann: Verschwörungstheoretiker, möchtegern-Genforscher, und alle Thriller-Fans. Lohnt sich für die paar schlaflosen Stunden.

Grandioses Buch

Von: Anne Datum : 14.09.2017

anys-buecherblog.blogspot.de/?m=1

Der US-Außenminister stirbt bei einem Staatsbesuch in München. Während der Obduktion wird auf seinem Herzen ein seltsames Zeichen gefunden – von Bakterien verursacht? In Brasilien, Tansania und Indien entdecken Mitarbeiter eines internationalen Chemiekonzerns Nutzpflanzen und –tiere, die es eigentlich nicht geben kann. Zur gleichen Zeit wenden sich Helen und Greg, ein Paar Ende dreißig, die auf natürlichem Weg keine Kinder zeugen können, an eine Kinderwunschklinik in Kalifornien. Der Arzt macht ihnen Hoffnung, erklärt sogar, er könne die genetischen Anlagen ihres Kindes deutlich verbessern. Er erzählt ihnen von einem – noch inoffiziellen – privaten Forschungsprogramm, das bereits an die hundert solcher »sonderbegabter« Kinder hervorgebracht hat, und natürlich wollen Helen und Greg ihrem Kind die besten Voraussetzungen mitgeben, oder? Doch dann verschwindet eines dieser Kinder, und alles deutet auf einen Zusammenhang mit sonderbaren Ereignissen hin – nicht nur in München, sondern überall auf der Welt …

Inhalt/Meinung:

Die Geschichte spielt an verschiedenen Standorten der Welt – Deutschland, den USA, Tansania – was es zu Beginn etwas schwierig gestaltet der Handlung zu folgen. Jedoch konnte ich mich schnell einlesen und kam gut mit.
Dass es tatsächlich gen-manipulierte Kinder auf der Welt gibt, will zunächst niemand glauben, denn es klingt zu absurd. Auch dass die Wissenschaft so weit fortgeschritten ist, konnte unmöglich sein. Doch es gibt sie, und die Wissenschaft macht es möglich, wie die Kinderwunschklinik in Kalifornien beweist. Doch, nie hat jemand daran gedacht, dass die Kinder besser, schlauer und gewiefter sind, als ihre Erschaffer.
Eine Verschwörung jagt die nächste und es scheint alles irgendwie zusammen zu hängen. Doch wie, das galt es herauszufinden.

Das Buch ist unheimlich gut und spannend geschrieben. Auch die kurzen Kapitel tragen dazu bei. Die Handlung klang teils so absurd und schockierend, dass man einfach weiter lesen musste. Zu Beginn baut sich die Handlung langsam auf, teils etwas zu langsam… (für meinen Geschmack).
Man erfährt von Kuriositäten auf der ganzen Welt… besonders, jedoch dreht es sich zu Beginn um Mais, der außergewöhnlich gut wächst, in einer Gegend, in der das gar nicht sein dürfte. Dann lernt man Helen und Greg kennen, die sich nichts sehnlicher wünschen als ein Kind. Ihr Arzt, der eine künstliche Befruchtung durchführen sollte, weißt sie auf eine Kinderklinik in Kalifornien hin, die ihre Kinder nach ihren Wünschen einpflanzen können. Kinder mit außergewöhnlichen Talenten. Das klingt doch total absurd oder?! Das dachten sie sich auch und überzeugten sich, mir anderen „künftigen Eltern“, davon.
Und dann fängt die Geschichte an, so richtig spannend zu werden. Die Ermittlungen des ermordeten US-Außenministers laufen auf Hochtouren und sie stoßen dann ebenfalls auf die Kinderklinik. Und ab da, konnte ich fast nicht mehr aufhören zu lesen!!

Das Buch geht nur teilweise glücklich aus… Das liegt, denke ich, im Auge des Betrachters. Für seicht besaitete Seelen ist dieses Buch auch nichts, für meinen Geschmack. Ich selbst musste ab und an ganz schön schlucken, denn man fühlte sich, als wäre man mitten in der Geschichte, oder stünde neben eines dieser „besonderen“ Kinder. Teilweise wirkten sie erwachsen und dann, im nächsten Moment wieder, wie ein kleines Kind, was es ja auch eigentlich war. Das wirkt teils wirklich verstörend. Jedoch ist es ein Meisterwerk, was ich wärmstens empfehlen kann.

Fazit:

Das Buch hat mich 100 % überzeugt!! Und verdient daher auch volle 5 Sterne. Ein Buch, was einem den Atem anhalten, den Kopf schütteln lässt. Man fällt in Unglaube. Ein sehr fassettenreiches Buch und wirklich zu empfehlen.

D.Wilke

Von: Deborah Wilke Datum : 08.09.2017

debsbuercherwelt.blogspot.de/

Cover:
Das cover ist sehr schlicht gehalten. Die gelbe Schrift sticht aus dem schwarzen umrand sehr raus und das macht das Buch etwas spannender.


Schreibstil:

Da es mein erstes Buch von dem Autor ist, fand ich den Schreibstil echt gut. Zwar musste ich mich erstmal daran gewöhnen, da ich doch andere Autoren vorher bevorzug habe, aber er kann auch gut schreiben.


Meinung:
Am Anfang war es schwer für mich in die Geschichte einzutauchen. Doch nach und nach kam ich in die Geschichte rein. Leider hat mir aber die Geschichte nicht so zu gesagt. Ich weis, es ist eigentlich ein sehr wichtiges und interessantes Thema mit dem die Geschichte spielt, doch irgendwie kam ich da nicht so rein.
Vom spannungsfaktor war es aber sehr gut, doch irgendwie fesselte es mich nicht ganz.

- aktueller und spannender, aber nüchtern erzählter Wissenschaftsthriller über Genetik und Genmanipulation -

Von: LACK OF LIES Datum : 07.09.2017

www.lackoflies.com

ELSBERG, MARC - Helix. Sie werden uns ersetzen
(Blanvalet)

- aktueller und spannender, aber nüchtern erzählter Wissenschaftsthriller über Genetik und Genmanipulation -

Der US-amerikanische Außenminister bricht auf der Münchner Sicherheitskonferenz zusammen. Er erleidet einen Herzanfall und stirbt im Krankenhaus. Während der anschließenden Obduktion bildet sich ein grinsender Totenkopf auf seinem entnommen Herzen. In Tansania befällt der Armyworm die Maisfelder und zerstört ganze Ernten. Nur ein kleines Gebiet bleibt verschont. Hier sind die Maiskörner viel größer als andernorts. Summende Luftgeister seien dafür verantwortlich, wie eine Bäuerin zu berichten weiß. In dieser Art Super-Mais werden Gene für unterschiedliche Resistenzen gefunden, die andere Sorten in der Gegend nicht aufweisen. Die Konzerne wollen dessen Ausbreitung verhindern, würde es doch Milliarden an Investitionen zunichtemachen und fest einkalkulierte Gewinne schmälern. Dann verschwindet eine hochbegabte 15-jährige. Zuvor hatte sie auf falschen Namen ein Konto mit Millionenbewegungen angelegt. Weltweit kommt es zu immer weiteren, unerklärlichen Resistenzen bei Flora und Fauna. Dass sie genetische Veränderungen erfuhren, hat der Gentechnikkonzern Santira bereits in Erfahrung bringen können. Doch wer steckt hinter dem geschäftsschädigenden Eingriffen in Mutter Natur? „Helix. Sie werden uns ersetzen“ ist ein Wissenschaftsthriller über die Gefahren der Gentechnik, Genetik und Biotechnologie. Er gibt tiefe und erschreckende Einsichten in die Mikrobiologie deren Technologisierung, sowie deren Vermarktung.

In einer Spezialklinik wird mehreren Paaren die Möglichkeit einer künstlichen Befruchtung offeriert und damit auch die Gelegenheit dem ungeborenen Leben durch gezielte Genmanipulation ganz besondere Fähigkeiten mitzugeben, es zu modifizieren, komplexer zu gestalten und es zu "verbessern". Die Apotheose der Wissenschaft. In den Anlagen einer Gated Community forschen etliche Akademiker, die Versuche am genetisch optimierten Menschen durchführen. Hier können sich die Paare bereits ein Bild der verschiedenartigen Fähigkeiten der Wunderkinder machen. Als die genetisch modifizieren, hochbegabten Wunderkinder jedoch anfingen, während eines Baseballspiels die physikalischen Gesetzte der Schwerkraft außer Kraft zu setzen und durch die Lüfte zu wirbeln wie in chinesischen Martial Arts Filmen, wurde mir der bis dahin interessante und wissenschaftlich fundierte Roman dann leider doch kurzzeitig eine Spur zu albern. Dann flüchtet eines dieser angepriesen Superkinder. Es hatte irrwitzige Vorbereitungen getroffen und plötzlich befindet sich die Menschheit am Beginn einer neuen Zeitrechnung.

Marc Elsberg (eigentlich Marcus Rafelsberger) ist ein, am 03.01.1967 in Wien geborener und dort mittlerweile auch wieder ansässiger Science-Thriller Autor. Er arbeitete jahrelang in Hamburg und Wien in der Werbebranche und schrieb als Kolumnist für die österreichische Tageszeitung „Der Standard“. Mit Vorgängerromanen wie „Blackout“ und „Zero“ erlangte Marc Elsberg internationale Bekanntheit und Anerkennung. Das 646 Seiten umfassende Werk „Helix-Sie werden uns ersetzen“ ist sein mittlerweile siebter Roman. Es ist ein Buch über Moral und Ethik geworden, das die richtigen Fragen zur richtigen Zeit stellt, aber auch eine erschreckende Zukunftsvision, wie sie uns früher ins Haus stehen könnte, als uns allen lieb sein kann. Elsberg arbeitet gerne mit Effekthascherei und Cliffhangern am Ende der kurzen, prägnanten Kapitel, von denen es insgesamt 134(!!!) hat. Kurze Kapitel mit viel Leerlauf in Form weißer, unbedruckter Passagen oder ganzer Seiten bauschen den Roman künstlich auf 646 Seiten auf. Der Autor schiebt aber auch immer wieder interessante Fakten über Wirtschaft und Technologie in den Plot, überfordert den Leser damit nicht und macht die Geschichte dadurch interessanter. Zum Beispiel das "Land Grabbing" in Afrika, welches eine makabere Begrifflichkeit bezüglich des Massenaufkaufs ganzer Ländereien durch große arabische, indische, chinesische, südkoreanische, US-amerikanische, britische oder deutsche Konzerne oder halbstaatliche Organisationen darstellt, um die eigene Landbevölkerung ernähren zu können, während die einheimische Bevölkerung weiter und immer schlimmer Hunger leiden muss. Der Fortschritt auf dem Gebiet der Gentechnik ist erschreckend. Zitat S. 140: "Vor allem, wenn man bedenkt", mischte sich Gordon ein, der ihrer Unterhaltung gefolgt war, "dass sich inzwischen jeder einigermaßen versierte Hobbygenetiker in seinem Küchen- oder Garagenlabor daran versuchen kann."

„Helix. Sie werden uns ersetzen“ ist eine recht nüchterne, faktenbasierte und unemotionale Erzählung mit durchaus interessanten Denkansätzen. Marc Elsbergs Schreibstil ist rund, verlangt dem Leser aber durchaus ein klein wenig Hintergrundwissen ab. Trotz des umfangreichen Personals, welches den gesamten Plot über leider ein wenig blass bleibt, kommt man aufgrund der jeweiligen Gegebenheiten und Beschreibungen recht gut mit der Namensvielfalt zurecht. Der Autor rasselt sein interessantes Thema allerdings recht trocken herunter, lässt seinen Mitarbeiterstab zu viel recherchieren und baut irgendwann kaum mehr Spannung auf, was für ein kleines Spannungstief zur Mitte des Plots hin verantwortlich ist. Die subtile Spannung reicht meiner Meinung nach allerdings aus, die vergleichsweise trockene Erzählung nahezu den gesamten Plot über zu tragen. Marc Elsberg wirft aber auch einige wahrlich erschreckende Denkanstöße über Moral, Ethik, Wirtschaft, Wissenschaft und Menschenrechte in den Raum. Es geht ihm um die wichtigen moralischen Fragen an die Gesellschaft und die Verantwortung des ureigenen Ichs.

Meine Wertung: 82/100

www.marcelsberg.com

Link zur Buchseite des Verlags: https://www.randomhouse.de/Buch/HELIX-Sie-werden-uns-ersetzen/Marc-Elsberg/Blanvalet-Hardcover/e487809.rhd

ORIGINALAUSGABE
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 648 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-7645-0564-6
€ 22,99 [D] | € 23,70 [A] | CHF 30,90* (* empfohlener Verkaufspreis)
Verlag: Blanvalet
Erschienen: 31.10.2016

LACK OF LIES – Reviewing The Hard Stuff
www.lackoflies.com

Einwanfrei!

Von: A.Pauly Datum : 06.09.2017

Viel zu sagen hab ich eher nicht, muss aber doch die bequeme Möglichkeit, dem Autor zu danken, mal nutzen. Ich hatte seit langem kein Buch mehr, das gleich von der ersten Seite so flüssig los- und durchgehend spannend weiterging. Ich hatte auch durchgehend das Gefühl, einen Film zu sehen. Eine großartige anschauliche und bilderzeugende Schreibweise. Nur das Ende ... wie bei vielen ernsthaften Filmen leider zu realitätsnah ... man hätte doch gern irgendwas happyendiges.
Nein, soll keine ernsthafte Kritik sein, das Buch ist Klasse.
Vielen Dank für die spannenden Stunden

Spannender Gentechnikthriller

Von: Buchfeeteam Datum : 06.08.2017

www.buchfeeteam.blogspot.de

Inhalt

Mehrere Dinge geschehen nahezu parallel: Die hochbegabte Jugendliche Jill verschwindet. Ein Außenminister wird durch einen Virusanschlag ermordert. In mehreren Entwicklungsländern werden mit unbekannten genetischen Hilfsmitteln veränderte Tiere und Pflanzen entdeckt. Einem Elternpaar wird ein genetisch manipuliertes Kind mittels künstlicher Befruchtung angeboten.

Wie passt das alles zusammen, wo sind die Zusammenhänge? Unabhängig voneinander vermuten mehrere Personen zusammenhänge zwischen den Vorfällen. Hat hier eine Regierung oder eine Genfirma die Finger im Spiel?


Doch wie passt die Jugendliche Jill da hinein und was hat die Nachricht zu bedeuten, die man bei ihren Sachen findet, sich vor Gene in Acht zu nehmen?

Nach und nach werden Machenschaften in ungeahntem Ausmaß aufgedeckt - und eine Zukunft, die es noch gar nicht geben dürfte, stellt sich als längst Realität geworden heraus.


Beurteilung

Wie weit darf Gentechnik gehen und wo sind die Grenzen? Wie weit sind wir wirklich? Wo sind uns - technisch und ethisch - die Limits gesetzt?

Diesen Fragen geht der Roman "Helix" in spannendster Form nach. Wie auch schon bei "Blackout" verspricht dieses Buch Hochspannung von der ersten bis zur letzten Seite. Obwohl es sich bei Genmanipulationen um ein relativ komplexes Thema handelt, schafft es der Autor, uns das Thema ohne zuviel Fachsimpelei nahezubringen und die essenziellen Fragestellungen der Moral und des technisch Möglichen in seinen Roman zu verbauen.

Das ganze eingepackt in verschiedene Handlungsstränge, die im Verlauf des Buchs gekonnt zusammenlaufen.

Das Buch zeigt sowohl die guten als auch die schlechten Seiten der Gentechnik auf: Wie viel Gutes und Nützliches könnte man damit auf unserer Welt bewirken. Doch leider ist es wie bei allem: Es wird ein Geschäft daraus gemacht, von dem die Reichen profitieren, anstatt es dort uneigenützig einzusetzen, wo es das Leben von Millionen zum Besseren verändern könnte: In den Entwicklungsländern und anderen armen Regionen der Welt.

Auch müssen wir uns die Frage stellen, wie weit die Wissenschaft wirklich ist. Woran wird vielleicht schon experimentiert, was die breite Öffentlichkeit nicht ahnt? Eine ordentliche Portion Verschwörungstheorie ist hier natürlich auch dabei, wenn es nach manchem Leuten geht, sind wir ja schon munter im Kontakt mit Aliens und haben die halbe Galaxie erobert, aber das Volk auf der Erde wird dumm gehalten...hier muss jeder für sich entscheiden, was er glauben will und was nicht.

Fakt ist: Helix greift ein seit Jahren sehr heißes Eisen von Thema auf, dass immer mal wieder bei passender Gelegenheit in den Medien hochkocht und dann wieder totgeschwiegen wird.

Fakt ist: Gentechnik kann unser Leben, wie wir es kennen, verändern.

Unwillkürlich beschäftigt man sich neben dem Lesevergnügen dieser spannenden Geschichte auch unabhängig von der Geschichte mit diesem Thema, das aber ein so weites Feld der Wissenschaft umfasst, dass man es nicht mit ein paar Zeilen abhandeln kann.

Um auch wieder auf das Buch selbst zu sprechen zu kommen: Helix ist fantastisch geschrieben, ich konnte es nicht aus der Hand legen. Packend geschrieben, steigert sich die Spannung von Seite zu Seite, und die vielen Protagonisten, allen voran das Paar Helen und Greg, aber auch die Kinder Jill und Eugene, sind sehr interessant entwickelt und vor allem sehr unterschiedliche Charaktere.

Marc Elsberg ist für mich nach den zwei bisher gelesenen Werken ein Garant für intelligente Spannung, in denen die größten Fragen und Ängste unserer Zeit in Romanform thematisiert werden.

Ja, es ist ein Schinken mit knapp 700 Seiten, aber gut verdaulich und leicht zu lesen. Kann ich nur jedem wärmstens ans Herz legen.

…bedrückend, emotional, verstörend

Von: sally1383 Datum : 04.08.2017

https://lesenundhoeren.wordpress.com

Kritik:

Cover: Schlichter schwarzer Umschlag. In gelber Schrift die Letter „HELIX“ auf einer Doppelhelix. Damit passt sich das Buch stilistisch in die Eisberg-Bücher ein und sie sehen einfach schön im Regel aus. Außerdem gibt es auch schon kleine Hinweise, womit sich das Buch thematisch beschäftigt.

Inhalt/Eindrücke: „BLACKOUT“ hab ich damals verschlungen, auch den Nachfolger „ZERO“ fand ich spannend, wenn auch etwas schwächer als das Debüt. Also war es keine Frage, dass ich auch Elsbergs drittes Buch lesen musste. Und wieder hatte ich Glück und bekam von Blanvalet ein Rezensionsexemplar gestellt. Zusätzlich habe ich mir das ebook und das Hörbuch besorgt, weil ich keine Zeit verschwenden wollte. Dieses Buch hat mich wieder voll gepackt. Es wirft wieder Fragen auf, regt zum Nachdenken an. Was würden wir tun? Würden wir die genetische Zusammensetzung unserer Kinder beeinflussen, wenn wir könnten, um ihnen einen Vorteil in unserer Leistungsgesellschaft zu verschaffen? Wie weit dürfte man dabei gehen? Übermenschen schaffen? Wo zieht man die Grenze?

Wieder gibt es zunächst viele Figuren und Handlungsorte, so dass man dran bleiben muss, um den Überblick zu behalten. Das sind wir von Eisberg schon gewohnt und hat bisher der Geschichte nur mehr Spannung gegeben. Auch hier hatte ich damit weniger Probleme. Zum Ende hin hätte ich ihm aber gerne einen Tritt verpasst. Da hatte es seine Längen, aber der Abschluss war wieder zufriedenstellend.

Charaktere: Helen und Greg wollen Kinder, haben bisher aber kein Glück gehabt, schwanger zu werden und zu bleiben. Als sie da das Angebot bekommen, sich ihr Kind als Designerbaby schaffen zu können mit allen Eigenschaften, die ihm einen Vorteil verschaffen würden in der heutigen Leistungsgesellschaft, stehen sie vor einem Haufen Fragen. Sie waren mir sympathisch, ich habe sie verstanden. Es ist sehr verlockend, sich auf ein solches Angebot einzulassen.

Aber auch Jill und Eugene als genmanipulierte Kinder geben eine Perspektive auf diese Problematik. Sie sind das Produkt der Experimente. Was bedeutet ein solches Eingreifen in die Genetik für die Kinder? Wie gliedern sie sich ein in die „normale“ Gesellschaft? Welche Gefahren gehen von ihnen aus? So unterschiedlich beide sind und so unterschiedlich sie mit dem Problem umgehen, so unterschiedlich fühlt man auch mit ihnen. Einerseits sind sie noch Kinder. Doch kann man sie auch so behandeln? Man schwankt zwischen Mitleid, Unverständnis, Angst und Ärger/Wut.

Stil/Gliederung: Am sprachlichen Stil gibt es wie in den Vorgängern nichts zu bemängeln. Die Kapitellänge ist wieder angenehm kurz. Anders als im Debüt fehlt wieder die Überschrift mit Zeit und Ortsangabe, die einen den Einstieg in die Kapitel erleichtert, weil man gleich weiß, um wen es jetzt gehen wird. Aber anders als bei Zero hat mich das hier weniger gestört. Eigentlich wusste ich auch so immer gleich, um wen es geht. Den vielen Handlungsorten und Figuren bleibt er auch treu. Wird wohl zu seinem Markenzeichen.

Fazit:

Mit diesem Buch hat Marc Elsberg sich zu einem meiner Lieblingsautoren gemausert. Mir hat es wieder besser gefallen als Zero. Eine Leseempfehlung. Und wenn er wieder ein Buch herausbringt, werde ich wieder mit von der Partie sein. Ich kann es eigentlich kaum erwarten. Denn seine Themen sind immer aktuell, immer kontrovers und regen zum Nachdenken an, sind aber dennoch spannend.

Das Buch: HELIX

Von: Heinrich Rupp Datum : 30.07.2017

S.g. Herr Elsberg!
Habe auch das Buch Helix mit großen Interesse gelesen, wie auch die beiden Bücher Blackout und Zero. Das Buch Blackout zum wiederholten Mal. Der Hinweis auf die eigenen Vorkehrungen im Notfall und die Behörde haben mir geholfen. Leider ist die Risikobeurteilung Sache des Kreises und keine Behörde kann hier Vorschriften machen, aber ich lasse nicht locker hier im Kreis.
Möchte Sie noch auf einen Schreibfehler hinweisen im Buch Helix, Seite 559.vorletzter Absatz: Sie rappelt sie hoch.
Gruß. H.Rupp

Gute Idee, schlechte Umsetzung

Von: Atelier Maikind Datum : 15.07.2017

https://ateliermaikind.wordpress.com/?ref=spelling

Inhalt:
Der US-Außenminister stirbt bei einem Staatsbesuch in München. Während der Obduktion wird auf seinem Herzen ein seltsames Zeichen gefunden – von Bakterien verursacht? In Brasilien, Tansania und Indien entdecken Mitarbeiter eines internationalen Chemiekonzerns Nutzpflanzen und –tiere, die es eigentlich nicht geben kann. Zur gleichen Zeit wenden sich Helen und Greg, ein Paar Ende dreißig, die auf natürlichem Weg keine Kinder zeugen können, an eine Kinderwunschklinik in Kalifornien. Der Arzt macht ihnen Hoffnung, erklärt sogar, er könne die genetischen Anlagen ihres Kindes deutlich verbessern. Er erzählt ihnen von einem – noch inoffiziellen – privaten Forschungsprogramm, das bereits an die hundert solcher »sonderbegabter« Kinder hervorgebracht hat, und natürlich wollen Helen und Greg ihrem Kind die besten Voraussetzungen mitgeben, oder? Doch dann verschwindet eines dieser Kinder, und alles deutet auf einen Zusammenhang mit sonderbaren Ereignissen hin – nicht nur in München, sondern überall auf der Welt …

Allgemeines:
Verlag: Blanvalet / Seitenzahl: 648 Seiten / € 22,99 [D]

Rezension:
Gene, Gentechnik, Wissenschaft und die Frage: Ist es gesund, wenn wir alles Kontrollieren wollen?

Da ist sie nun (endlich) die Rezension zum aktuellsten Buch von Marc Elsberg. Nachdem ich von „Zero“ total begeistert und „Blackout“ auch recht lesenswert war, kam ich an diesem Buch einfach nicht vorbei.

Der Schreibstil war, im Vergleich zu den anderen Büchern, sehr langatmig. Ich habe geschlagene 3 Monate für die 648 Seiten gebraucht und hätte das Buch beinahe abgebrochen, weil es einfach kein Ende nahm. Es waren 130 Kapitel, die aus viel zu vielen Sichtweißen geschrieben waren. Irgendwann habe ich , um wirklich ganz ehrlich zu sein, vollkommen den Überblick verloren.

Das Cover passt perfekt zu den anderen Büchern des Autors und ist simpel, aber sehr wirkungsvoll. Mir gefällt der Farbton der Schrift wirklich richtig gut. An dieser Stelle tut es mir wirklich Leid, dass ich keine Fotos machen konnte, aber leider liest meine Mama dieses Buch gerade. Fotos werden also nachgereicht.

Die Charaktere sind zahlreich und anstrengend. Helen und Greg waren mir von Anfang an sympathisch und ich konnte mich in beide sehr gut hineinversetzen. Natürlich haben auch alle anderen Protaginsten ihre Geschichte gehabt, aber es waren am Ende einfach zu viele.
Fazit:

Nein, auch dieses Buch schafft es nicht an ZERO heran. Zu viele Kapitel, Zu viele Protagonisten und eine sehr langatmige Umsetzung haben mir das Lesevergnügen etwas zerstört. Deswegen gibt es an dieser Stelle nur 3 von 5 Sternen für „HELIX“.

Roman mit erschreckender Zukunftsvision

Von: Sabs Bookparadise Datum : 05.07.2017

sabsbookparadise.blogspot.ch/

Was, wenn die Menschheit, wie wir sie kennen, kurz vor einer gravierenden Änderung steht? Was, wenn die Menschen, wie wir sie kennen, in Zukunft nicht mehr existieren werden? Und was würden Sie tun, wenn Sie die Wahl hätten, ein Teil davon zu sein?

Wir begleiten unterschiedlichen Personen, in verschiedenen Handlungssträngen und erleben daher aus unterschiedlichen Perspektiven, was überall auf der Welt geschieht. Angefangen bei einem Mord, der ein seltsames Zeichen im Herzen mit sich bringt; über ein Ehepaar, das die Möglichkeit erhält, ein Kind mit besonderer Begabung bekommen zu können – durch Gentechnik; und Tiere- und Nutzpflanzen, die eigentlich gar nicht existieren sollten…
Die Handlungsstränge werden sehr gut miteinander verflochten; die Auflösung ist sehr gut. Was zu Beginn verwirrend war, wird nach und nach aufgeschlüsselt. Hier hat der Autor gezeigt, dass er weiss, wie er die Spannung aufrecht erhalten kann.
In diesem Buch wird einiges geboten, welches durch fundiertes Fachwissen sehr interessant war. Hier muss ich jedoch sagen, dass es manchmal doch zu wissenschaftlich war – ich musste mich sehr stark konzentrieren, um den ganzen Fachbegriffen und Erklärungen folgen zu können. Das hat mich schon ziemlich gestört. Auch der Lesefluss wurde dadurch immer wieder unterbrochen, was ich sehr schade finde, weil der Schreibstil des Autors ansonsten wirklich gut ist.
Das Thema Gentechnik ist sehr aktuell und irgendwie ist es erschreckend, dass das, was im Buch beschrieben wird, durchaus im hier und jetzt geschehen könnte. Ich weiss nicht, wie ich damit umgehen würde, wenn ich es plötzlich mit einem solch hochentwickelten Menschen zu tun hätte.

Die Charaktere fand ich okay, aber zu flach. Dadurch, dass sich der Autor sehr auf die wissenschaftlichen Aspekte konzentriert hat, sind die Charaktere – meiner Meinung nach – zu kurz gekommen.

Das Cover gefällt mir unheimlich gut.

Fazit

Von mir bekommt das Buch tolle 4 Sterne.

Erinnert im Plot stark an

Von: Thomas Brune Datum : 24.06.2017

Ich kann mich den meisten Vorrednern nur anschliessen. Das Buch ist interessant, aber meiner Meinung nach das schwächste der bisherigen 3 Romane. Die Thematik ist hochaktuell und der Autor hat auch gut recherchiert. Mich erinnert es insbesondere im ersten Teil sehr stark an "Nur dein Leben" von Peter James. Die biologische Dimension und auch die sich daraus ergebende soziologische Problematik ist in beiden Büchern gleich und m.M. nach auch richtig (Wer fragt die Kinder, ob sie perfekt sein wollen). Helix hat den Vorteil, dass durch die Entwicklung von CRISP/CAS9 die Vision bedrohlich nahe gerückt ist, erste Versuche am Menschen hat es in China schon gegeben. Bei Peter Janes klang das alles noch wie Science Fiction. Dafür finde ich den Schluss bei James überzeugender und überraschender. Zumindest Bücher, die man gelesen haben sollte, um sich auch die gesellschaftlichen Folgen einer sich abzeichnenden Entwicklung in der Reproduktionsmedizin auseinander zu setzen.

Ein absolutes Muss für alle Leser von Blackout und Zero

Von: Anni Silber Datum : 07.06.2017

https://www.youtube.com/channel/UCDodxknk71lPkhjArHjilEg

Ich möchte schon seit längerer Zeit ein Buch von Marc Elsberg lesen und obwohl ich mir in der Zwischenzeit schon Blackout von ihm besorgt habe konnte ich mich noch nicht dazu überwinden es zu lesen, da sich immer wieder andere Bücher vorgedrängelt haben. Aber um endlich mit Marc Elsbergs Büchern warm zu werden wollte ich mit Helix starten. Und es war definitiv kein Fehler…
Worum geht es? Das Hauptthema in diesem Buch ist die Genforschung bzw. Veränderung. Das Buch ist wie es für Marc Elsberg typisch sein soll aus verschiedenen Perspektiven geschrieben die sich nachher zu einer Geschichte zusammenfügen.
In der ersten Perspektive verfolgen wir den US-Präsidenten der während einer Rede tot zusammenbricht. Seine Leiche wird im Laufe der Geschichte genauestens untersucht und in seinem Inneren wird eine Helix Spirale gefunden. Was es damit auf sich hat wird darauf hin ermittelt um herauszufinden wie genau er gestorben ist.
Dann lernen wir aber auch noch das Ehepaar Helen und Greg kennen dessen Kinderwunsch sich noch nicht erfüllen konnte. Um sich diesen Wunsch noch erfüllen zu können gehen sich in eine Kinderwunschklinik um endlich mit einem Baby gesegnet zu werden. In dieser Klinik macht ihnen der Arzt Hoffnung dass ihre Kinder durch eine Genveränderung besonders talentiert werden könnten. Aber wollen Helen und Greg sich wirklich auf so etwas einlassen?
Und als letztes spielt natürlich das allgemeine Thema Genforschung in diesem Buch ein Thema und wir verfolgen einige Wissenschaftler die sich mit Gentechnik beschäftigen und in Brasilien, Tansania und Indien Nutzpflanzen und –tiere entdecken, die es eigentlich nicht geben kann. Welcher Zusammenhang zwischen diesen Vorkommnissen besteht erfahrt ihr nur wenn ihr einen Blick in Helix werft….

Meine Meinung: Marc Elesberg gehört inzwischen zu den Autoren von den man einfach ein Buch gelesen haben muss. Seine vorherigen Bücher Blackout und Zero waren beide in den Bestsellerlisten und wurden durch die sehr Realitätsnahen Themen von vielen Lesern als sehr gut empfunden. Aus diesem Grund wurde es auch inzwischen für mich Zeit ein Buch dieses Autors zu lesen und mir mein eigenes Bild von seinen Werken zu machen. Und was könnte sich besser eignen als sein neuestes Werk? Aus diesem Grund habe ich dieses Buch beim Blanvalet Verlag angefragt und bin überglücklich dass ich dieses Buch lesen durfte. Also an dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön an den Verlag! Das Thema Genforschung ist für mich an sich ein interessantes Thema, aber auch kein Thema womit ich mich weiterhin beschäftigen würde. Doch wenn es jemand schafft mir dieses Fachgebiet näher zu bringen und mir diese Technik genauestens zu erklären, dann ist es wohl Marc Elsberg. Die Art wie er auf die Gentechnik eingegangen ist und versucht dem Leser diese Thematik nahezubringen finde ich mehr als gelungen. Durch die verschiedenen Perspektiven konnte man sich die Geschichte aus unterschiedlichen Blickwinkeln sehr gut vorstellen und war sehr übersichtlich gegliedert. Und auch an Spannung mangelt es diesem Buch nicht, denn obwohl es an einigen Stellen schon sehr technisch zugeht bleibt die Geschichte immer konstant spannend. Und wenn man genauer über dieses Buch nachdenkt, stellt man fest dass die Geschichte in näherer Zukunft gar nicht so unrealistisch erscheint was den Leser wieder sehr zum Nachdenken anregt. Ich war von meinem ersten Buch dieses Autoren wirklich positiv überrascht und freue mich schon auf sein nächstes Werk das schon auf mich wartet. Helix hat als Bewertung von mir 4 Sterne bekommen und ist auf jeden Fall ein Buch was ich durchaus weiterempfehlen würde. Vor allem für all diejenigen die gerne Thriller oder Thriller mit Wissenschaftlichen Anteilen lesen.

zu viel "hollywood-action"

Von: Karl Datum : 07.06.2017

Schließe mich der Meinung von "der michi" - siehu unten- an. Dazu etwas ärgerlich die schludrigen Fehler gegen Ende des Buches, wo Namen von Perosnen innerhalb einer Seite verändert werden (Linda/Lisa) oder andere Ungenauigkeiten. Sollte in einem Buch eines renommierten Verlages nicht passieren. Spannensdes Thema, hätte weniger reisserisch dennoch spannend sein können! Die anderen beiden Bücher von Elsberg sind besser gelungen

Helix, das nächste Highlight

Von: Reinhold Schmidt Datum : 01.06.2017

Mittlerweile habe ich alle drei Romane von Herrn Elsberg gelesen. Und kann nur sagen, dass es die fesselndsten Bücher waren, die ich in den letzten Jahren gelesen habe.
Blackout war meiner Meinung nach dasjenige, was am nächsten an der Realität ist.
Von den Verhältnissen, die in Zero beschrieben werden, sind wir nun auch nicht mehr so weit entfernt, wenn man sich den derzeitigen Hype um Echo mit Alexa, Cortana und Konsorten ansieht. Ob das eine wünschenswerte Zukunft ist, weiß ich nun wirklich nicht.
Und gerade als ich Helix fertig gelesen hatte, las ich zufällig einen Artikel über mir bis dahin unbekannte CRISPR/Cas Verfahren. Da lief es mir kurzzeitig eiskalt über den Rücken, wie nah Helix auch hier wieder die nähere Zukunft beschreibt. Mögen diese Gen-Manipulationen auch vielversprechend im Hinblick auf Bekämpfung von Krankheiten sein, aber dabei wird es mit Sicherheit dann auch nicht bleiben.
Und Herrn Elsberg kann man nur dankbar sein, das er in seinen Büchern immer wieder zu aktuellen Themen Stellung bezieht.

fesselndes Thema, banale Umsetzung

Von: der Michi Datum : 23.05.2017

www.seilerseite.de

Man kommt an Elsbergs Büchern einfach nicht vorbei. Das liegt unter anderem an den logografisch aufbereiteten Buchcovern und Titeln, die mit ihrer prägnanten Kürze an Dan Browns Bestseller erinnern. Die Themen sind auf den ersten Blick hochaktuell: Stromausfälle, Hackerattacken und jetzt die Gentechnik. Alles Stoff über den man mehr wissen möchte und über den der Durchschnittsleser ohne Berufserfahrung in diesen Bereichen sowieso nur dürftig informiert sein dürfte. Im Falle von "Helix" geht es ganz ordentlich los: Der Angriff auf den US-Außenminister und die Ermittlungen rund um seinen Tod bringen von Anfang an ordentlich Schwung in die Geschichte. Ein weiterer Handlungsstrang um ein Paar mit Kinderwunsch erörtert die ethischen Fragen und Hoffnungen, die Wissenschaftler und potentielle Nutzer bezüglich der Gentechnik haben könnten.

Solide erklärte Fachbegriffe brechen das DNA-Kauderwelsch auf ein erträgliches Niveau herunter, sodass auch Nicht-Naturwissenschaftler mitkommen. Wie sich die Schöpfung schließlich gegen den Schöpfer wendet - das kennt man seit Frankenstein zur Genüge. Die gentechnisch veränderten Menschen entwickeln körperliche und geistige Superkräfte, tun aber Böses, das eigentlich Gutes sein soll. Elsberg platziert dennoch einige sinnvolle Fragestellungen und Probleme, die sich allerdings dem Lesefluss unterordnen müssen. Entsprechend gehen diese positiven Aspekte schon bald mit Pauken und Trompeten unter und die Handlung mündet in Verfolgungsjagden und Thrillerschemata, die man schon zu oft in Büchern gelesen und in Filmen gesehen hat.

Noch dazu befinden sich die meisten Schauplätze, mit Ausnahme der Episode in München und kurzen Szenen in Afrika, in Nord- oder Südamerika. Das schafft zwar Distanz zum Geschehen, lässt den Roman aber zusätzlich wie ein umgeschriebenes Drehbuch eines Hollywood-Actionkrachers wirken, der selbst dem produzierenden Studio zu banal war. Nicht falsch verstehen: Gute Ansätze sind vorhanden und spannend ist "Helix" dank kurzer Kapitel und reichlich atemloser Verfolgung allemal. Konkurrenzlos wird das Buch damit aber noch lange nicht. Die Figuren bleiben weitgehend blass und profillos, offene Fragen, wie Jessicas schlechtes Gewissen bezüglich ihrer eigenen vernachlässigten Familie, treten in den Hintergrund, ohne wieder erörtert zu werden.

Der Autor eifert zwar erkennbar großen Thrillerautoren wie Michael Chrichton und Ken Follett nach, ein eigener Stil, Gefühl für die Sprache und interessante Neubetrachtungen der Thematik bleiben aber auf der Strecke. Da hilft es auch nicht, den USA etwas voreilig eine Präsidentin zu verpassen. "Helix" ist durchaus nett zu lesen, fällt aber neben anderen ähnlichen Romanen nicht auf.

Interessante Thematok

Von: Pii Datum : 20.05.2017

inlovewithpi.blogspot.de

Dieses Buch wollte ich unbedingt lesen, nur wegen der Thematik. Grob gesagt geht es um Genmanipulation und dass dadurch "moderne Kinder" geboren werden können. Der Schreibstil war wunderbar und sehr flüssig zu lesen. Ich mochte den Lesefluss wirklich sehr gerne. Teilweise fand ich, dass es einige Längen gab. Dennoch merkt man, dass sehr viel und gründlich recherchiert wurde um dieses Buch zu schreiben. Dadurch habe ich natürlich nicht alles verstanden, fand es aber trotzdem wirklich toll.

Die Protagonisten dieses Buches waren sehr unterschiedlich, da es doch recht viele waren.
Helen und Greg waren mir von Anfang an sehr sympathisch und ich konnte mich in beide sehr gut hineinversetzen. Aber auch die anderen Protagonisten haben zur Geschichte bei getragen und durften definitiv nicht fehlen.
Dadurch, dass es aber so viele Protagonisten gab, war es für mich sehr schwer in die Geschichte zu kommen. Denn es spielte immer an einem anderen Ort, mit anderen Menschen, auch wenn sie sich alle mit dem gleichen Thema beschäftigt haben.

Das Cover sieht unheimlich toll aus und da wurde sich echt etwas ausgedacht.

Helix

Von: Elizzy Datum : 18.05.2017

https://readbooksandfallinlove.wordpress.com/

Zusammengefasst
Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Wodurch es Anfangs schwer fällt richtig in das Buch einzutauchen, da man erst einmal einen Überblick über alle Personen benötigt.
Da wären einmal Helen und Greg, ein Ehepaar, das sich schon seit langem ein Baby wünscht. Doch egal was sie tun es klappt einfach nicht. Als sie dann ein dubioses Angebot von einem Arzt erhalten, stehen sie dem ganzen Anfangs etwas skeptisch gegenüber, doch ihre Neugier siegt und sie machen sich mit anderen Paaren auf den Weg nach „New Garden“.
Zur gleichen Zeit wird ein Team, angeführt von Jessica, auf den Mord des Aussenministers angesetzt. Diese suchen nach einem Verdächtigen, doch entdecken dabei mehr als ihnen lieb ist.
Ein weiterer Erzählstrang findet in Tansania statt und erforscht seltsame Ereignisse bei einer Maisernte. Wie dies mit allem zusammenhängt, erfährt man aber erst viel später.
Und da wäre noch Jill, ein junges Mädchen, welches die MIT besucht und für ihr Alter hochintelligent ist. Als sie plötzlich verschwindet macht sich nicht nur ihre Mutter sorgen. Denn das letzte was Jill hinterlässt ist eine Nachricht mit dem Hinweis „Traut Gene nicht!“
Hat man alle Erzählstränge einmal intus, passiert vieles gleichzeitig und man ist mitten im Geschehen.
Mitten in einer Verschwörungsgeschichte, der man nur langsam auf die Spur kommt. Nach jedem Kapitel versteht man immer mehr, wie das ganze Zusammenhängt und dass alle Protagonisten letzten Endes aufeinander prallen müssen. Und als dies Geschieht, bricht das totale Chaos aus – plötzlich scheint die ganze Welt in Gefahr zu sein und man fragt sich, kann Jessica das ganze aufhalten? Oder ist es bereits zu spät?
Darüber Gedanken gemacht
Ich las wirklich lange an diesem Buch, dies lag vor allem daran, dass ich es zeitlich nicht hinbekam und nur selten lange lesen konnte. Doch auch so hatte die Geschichte einige sehr lang gezogene Passagen durch die ich mich wirklich durchbeissen musste. Denn es wird in einigen Kapiteln sehr wissenschaftlich. Wenn man als Laie dann viel über Genforschung und DNA lesen muss, wird dies mit der Zeit doch sehr anstrengend und man gerät in Gefahr in eine Leseflaute abzutauchen.
Doch an sich ist die Thematik des Buches wirklich sehr spannend und regt zum Nachdenken an. Will man den perfekten Menschen? Was macht einen Menschen wirklich perfekt? Wer sollte über solche Dinge bestimmen dürfen?
Das Buch wirft auf jeden Fall einige spannende Fragen auf, doch ist im ganzen zu wissenschaftlich geraten.
Gefiel mir sehr 
Die Protagonisten gefielen mir recht gut auch wenn es sehr viele davon gab. Besonders Helen und Greg waren mir sehr sympathisch und ihre Entscheidungen konnte ich am meisten nachvollziehen.
Einige Kapitel sind wirklich kurz aber sehr spannend geschrieben, so dass man unbedingt weiterlesen möchte, dass mag ich an Büchern wirklich sehr!
Gefiel mir nicht
Dadurch dass es so viele verschiedene Protagonisten gab war es manchmal schwer richtig in die Geschichte einzusteigen. Dies war auch schon bei seinem vorherigen Buch Zero der Fall und somit war ich es mir bereits von ihm gewöhnt. Doch leider kann dies mit der Zeit sehr anstrengend werden und man denkt öfters darüber nach „Welche Szene / welcher Ort / welche Person ist das schon wieder?“, als dass man sich wirklich aufs Geschehen konzentriert.
Schreibstil & Cover
Der Schreibstil ist auf einem hohen Niveau und an manchen Stellen so wissenschaftlich, dass ich es mehrmals las und trotzdem nicht ganz Begriff. Dies hat mich manchmal auch sehr gestört, denn die Geschichte hätte auch ohne so viele wissenschaftliche Details funktioniert.
Das Cover ist genial! Ich mag es wie das Wort Helix in das DNA Modell hineinpasst. Auf jeden Fall sehr gelungen und passend zu seinen vorherigen Büchern Zero und Blackout!
Fazit
Die Idee zur Geschichte gefiel mir zu Anfangs recht gut, wären weniger wissenschaftliche Erklärungen vorgekommen hätte mich das Buch auf jeden Fall mehr packen können. Deshalb auch die eher mittelmässige Lesebewertung von 3 Herzen.
Bewertung
Buchlänge ♥♥♥ (3/5)
Schreibstil ♥♥♥ (3/5)
Botschaft ♥♥♥♥ (4/5)
Lesevergnügen ♥♥♥ (3/5)

Hochspannend und brisant

Von: Lilly Sjöberg Datum : 10.05.2017

lillysjoeberg.blogspot.de/

Inhalt:
Das Buch ist aus mehreren Perspektiven geschrieben, die sich abwechseln.

1. Der Außenminister der USA stirbt bei einem Staatsbesuch in München. Bei der Obduktion findet man auf seinem Herzen ein Zeichen, vermutlich von Bakterien verursacht.
Jessica bekommt die Leitung des Teams, das dies aufklären soll.

2. In Afrika wachsen plötzlich Maispflanzen, denen die Dürre nichts ausmacht. Aber nur in einem bestimmten Quadratkilometer. Die Pflanzen daneben sehen so schwach aus, wie eh und je. Auch in Indien und Brasilien werden Nutzpflanzen und -tiere entdeckt, die es so nicht geben dürfte. Ein internationaler Chemiekonzern versucht heraus zu finden, was dahinter steckt.

3. Greg und Helen wünschen sich ein Kind, was auf natürlichem Weg leider nicht klappt. Kurz vor der künstlichen Befruchtung erzählt ihnen der Arzt von einem geheimen Projekt, in dem durch Behandlung der Eizellen hochbegabte Kinder hervor kommen. Und wer will seinem Kind nicht das Beste mit auf dem Weg geben?

Genau so ein Kind verschwindet einen Tag nach dem Tod des Außenministers spurlos.

Jessica findet mit ihrem Team Dinge heraus, die man nie für möglich gehalten hätte. Doch das ist alles erst der Anfang. Während die Ereignisse sich überschlagen, werden auch Greg und Helen mit in den Strudel hinein gezogen.

Meinung:
Was für ein exzellenter Biotechnologie-Thriller! Ich bin immer noch geflasht!
Wie man es von Elsberg gewohnt ist, schreibt er wissenschaftlich nahe an der Realität. Das kann bedrückend sein, aber auf jeden Fall regt es zum Nachdenken an. Er erklärt Zusammenhänge, gerade auch in der Modifizierung (=Genmanipulation) der Pflanzen. Natürlich sind es die wirtschaftlichen Interessen der nördlichen Länder und der Großkonzerne und nicht die Interessen der Bauern in Afrika, warum dort wie gepflanzt wird.

"Biotechnologie war längst zu einer zentralen Technologie des jungen Jahrtausends geworden. Und während sich, vor allem in Europa, die Menschen in der öffentlichen Diskussion über genetisch veränderte Nahrungsmittel erregten, ließen sie längst Wäsche an ihre Haut, die durch Enzyme aus genetisch veränderten Organismen im Waschmittel schon bei vierzig Grad Wassertemeperatur statt bei sechzig oder neunzig Grad sauber wurden, oder rieben sich in dieselbe Haut Kosmetika, deren Wirkstoffe teilweise von genetisch manipulierten Organismen produziert wurden, ganz zu schweigen von Medikamenten, die sie schluckten und spritzten und die ohne die kleinen Helferlein kaum produziert werden konnten."

An dem Zitat merkt man schon, dass man sich bei dem Buch etwas mehr konzentrieren muss, als bei seinen beiden anderen. (Oder liegt es nur daran, dass ich mit dem Thema nicht so firm bin?). Kann gut sein, dass es dem ein oder anderem zu technisch/wissenschaftlich ist.
Ich liebe diese Mischung und fand das Buch großartig und viel besser, als seine anderen beiden (und die haben mir auch sehr gut gefallen).

Viel Raum nimmt natürlich auch die Genmanipulation von menschlichen Zellen ein.
Wie würdest Du entscheiden, wenn Du die Möglichkeit hättest, Deinem Kind mehr Intelligenz, Ausdauer, Empathie mitgeben zu können? Würdest Du Erbkrankheiten elliminieren lassen? Vorallem auch mit dem Wissen, andere "modifizieren" ihre Kinder und Deine haben nur die Chance mitzuhalten, wenn Du es ebenfalls tust.

" "Unsere Natur hat sich laufend genetisch verändert. Warum haben manche Menschen blaue Augen? Wegen einer kleinen Mutation irgendwo im Schwarzmeergebirge vor sechs- bis neuntausend Jahren. Warum vertragen Nordeuropäer Kuhmilch besser als Südeuropäer? Genetische Veränderung. Zwei von vielen Beispielen."
"Aber das waren natürliche Veränderungen!"
"Und was ist daran besser als an gezielten?"
"Etwa, dass sie über Generationen hinweg verliefen und Zeit zur Anpassung gaben."
"Der Neandertaler starb trotzdem aus. Was war besser daran, dass es über Jahrtausende hinweg geschah statt innerhalb weniger Generationen?"
[...]
"Du schüttest das Kind mit dem Bade aus. Natürlich wirft diese Entwicklung Fragen auf. Wie schon bei grüner, roter und weißer Genetik in Medizin, Landwirtschaft und Industrie. Gegen die hast du auch nichts."
"Viele Menschen schon."
XY [Name weggelassen] lachte so laut, dass sich die Soldaten besorgt nach ihnen umsahen. "Die dir egal sind! Sonst wäre Gentechnik in den USA nicht so weit verbreitet. Also komm mir nicht mit den Argumenten der Gegner! Folgen der Gentechnick für Armutsgeplagte und Benachteiligte weltweit waren dir scheißegal, solange du und deinesgleichen damit viel Geld verdienen konnten. Doch jetzt plötzlich ist deine Vorrangstellung als reiche weiße Frau der westlichen Welt, also als Mitglied der priviligiertesten Prozente der Menschheit -wenn man von reichen, weißen Männern absieht-, in Gefahr! Ja, wer hätte gedacht, dass du je in diese Situation kommen würdest?""

Normal lese ich nicht gerne Bücher mit verschiedenen Perspektiven. Da ist es bei dem einen gerade so spannend, dann wechselt es zu dem anderen. Hier hat es mich kein bisschen gestört. Die Kapitel waren am Anfang nie so lang und die Spannung ist eh so hoch, dass man gar nicht so schnell umblättern kann, wie man liest. ;)

Das Zitat des Buches:
"Scheiße hat den Ventilator erreicht."

Was noch besonders war: Das ich streckenweiße doch ziemlich mit dem Antiprotagonisten sympathisiert habe, was mich in die schwierige Überlegung brachte, wie das Buch wohl ausgehen sollte. Zum Glück musste ich das nicht entscheiden. Aber ich kann dazu durchaus sagen: Das Ende hat mir sehr gefallen.
Ebenfalls interessant, dass der Präsident der USA in dem Buch eine Frau ist. Elsberg hat wohl auch gehofft, dass es -nicht- Trump wird.
Ganz nebenbei wird in dem Roman deutlich, was flächendeckende Überwachung heißt. Unheimlich, kann ich nur sagen.

Das Buch bekommt von mir ganz klar 5 Sterne und ein Krönchen dazu. Außerdem rutscht es auf die Liste der möglichen Top-Drei des Jahres.

Das bislang letzte in der Reihe

Von: Thomas Resch Datum : 07.05.2017

Ich habe alle 3 bisher erschienenen Bücher gelesen, Blackout war meiner Meinung nach das beste, weil es am nähesten zur Realität angesiedelt ist. Bei Helix ist mir persönlich der Plot etwas zu weit in Richtung science fiction angesiedelt, dadurch geht die Beklemmung aufgrund der Realitätsnähe etwas verloren. Aber auch Helix gehört definitiv zu den lesenswerter Büchern.
Was ich gerne wissen würde: ist die Figur Tommy Suarez eine Referenz an den US-Autor Daniel Suarez, der in diesem Genre auch äußerst gute Bücher schreibt, oder ist das Zufall?

Erst Arbeit, dann Vergnügen

Von: Krimisofa aus Wien Datum : 27.04.2017

krimisofa.com

Jedes Jahr ein neues Smartphone, ein neues Tablet oder einen neuen Laptop; wir sind es mittlerweile gewohnt, unsere technischen Alltagsgeräte regelmäßig zu erneuern - nicht, weil sie kaputt wären, obwohl das in Zeiten von geplanter Obsoleszenz nicht abwegig wäre, sondern einfach, um dazuzugehören, um mitreden zu können und um am Puls der Zeit zu sein. Aber was passiert, wenn man die Menschheit erneuert, sie leistungsfähiger und intelligenter macht? Marc Elsberg zeigt uns in „HELIX - sie werden uns ersetzen“ eine Zukunft, die nicht so weit weg ist, wie man beim Lesen des Buches glaubt.

Wir begleiten Jessica Roberts, die Sicherheitsexpertin im Stab der amerikanischen Präsidentin ist. Ja, richtig, PräsidentIN, auch Marc Elsberg hat offenbar nicht damit gerechnet, dass Donald Trump die US-Wahl gewinnt. Wie dem auch sei, Jessica Roberts ist bei der Münchner Sicherheitskonferenz, als der US-Außenminister plötzlich stirbt - Herzversagen. Doch bei der Autopsie finden die Ärzte etwas ganz und gar Ungewöhnliches auf dem Herzen des verstorbenen, das darauf schließen lässt, dass der Tod des Außenministers kein natürlicher war.

Währenddessen versuchen Greg und Helen mittels künstlicher Befruchtung ein Kind zu bekommen. Kurz vor dem Eingriff wird ihnen jedoch ein Angebot gemacht - sie könnten ihr Baby wie mit einem Baukasten selbst zusammenstellen, Haarfarbe, Augenfarbe, Intelligenz, Stärke, und so weiter.

Ja, für mich als Leser war es anfangs auch mehr Science-Fiction als Thriller, was ich hier las, bis ich gegoogelt und einen Artikel über sogenannte Designerbabys gelesen habe und das „Fiction“ gedanklich gestrichen habe. Was Marc Elsberg hier vorlegt, ist ein astreiner Wissenschaftsthriller, der mich an „Extinction“ von Kazuaki Takano erinnert, der eine ähnliche Thematik behandelt. Obwohl ich auch sagen muss, dass es uns Elsberg anfangs bei „HELIX“ nicht einfach macht, uns geradezu mit schwer verständlicher Theorie erschlägt und uns durch einen Berg voller Namen schickt, so dass ich kurz davor war, das Buch abzubrechen. Erst ab der Hälfte (ja, leider) nimmt die Geschichte dann richtig an Fahrt auf. Man sollte sich wirklich auf die Story einlassen und eine gewisse Offenheit für die Thematik an den Tag legen, sonst wird man nicht glücklich mit dem Buch.

Die Geschichte spielt innerhalb von acht Tagen und erstreckt sich über mehr als hundert zumeist recht kurze Kapitel.  Die Hauptcharaktere, sowohl Jessica als auch Helen, sind eher blass, aber immerhin kristallisiert sich irgendwann in dem Wust an Namen heraus, dass diese zwei die wichtigsten in der Geschichte sind. Der Showdown ist so lala, aber die Idee alleine, so ein bisschen in die Zukunft zu blicken, ist - wie bei „ZERO“ - gut. Das macht Elsberg, auch wenn „HELIX“ nicht sein bestes Werk ist, doch zu einem herausragenden Autor, und ich bin jetzt schon gespannt, worum es sich in seiner nächsten Geschichte dreht.

Fazit: „HELIX“ benötigt etwas Anlaufzeit, aber ab der Hälfte nimmt die Geschichte Fahrt auf, der Roman ist sehr detailreich, was mitunter zu Unübersichtlichkeit führen kann. Die Spannung hält sich in Grenzen, aber am Ende ist man doch froh, das Buch fertig gelesen zu haben.

Mehr Rezensionen gibt es auf Krimisofa.com

Sehr spannender Thriller mit Gegenwartsbezug!

Von: Celina Datum : 23.04.2017

https://exlibrisreadmorebooks.blogspot.de

Das Cover sieht sehr ansprechend aus. Der gelbe DNA-Strang wird auf dem schwarzen Hintergrund wirkungsvoll hervorgehoben und weißt auf den möglichen Inhalt hin, ohne zu viel zu verraten.
Der Titel passt ebenfalls genau zu der Handlung im Buch.

Das Buch ist insgesamt sehr spannend geschrieben. Zunächst scheint es verwirrend, dass die Kapitel nur kurz gehalten sind und in jedem aus einer anderen Perspektive geschrieben wird, doch mit der Entwicklung des Buches werden alle verschiedenen Perspektiven miteinander verbunden und stellen einen Bezug untereinander her.

(Achtung Spoileralarm!)
Der US-Minister stirbt am Rednerpult in München. Jessica ist Mitarbeiterin des Ministeriums und live dabei. Bei der Obduktion des Ministers wird herausgefunden, dass das Herz mit einem Zeichen versehen wurde. Dies geschieht nur mit Bakterien. Diese wurden speziell auf den Minister ausgerichtet. Gleichzeitig entdecken Mitarbeiter eines Chemiekonzerns genetisch veränderte Pflanzen an mehreren Stellen auf der Welt. Diese sind resistent gegen Krankheiten oder besonders ertragreich. Doch nicht nur das ist schon aussergewöhnlich. Auch flieht ein Mädchen, welches gerade mal 10 Jahre alt ist, am MIT studiert, weil sie aussieht wie 15 und hochbegabt ist.
Helen und Greg können auf natürliche Weise keine Kinder bekommen und haben schon zahlreiche künstliche Befruchtungen hinter sich, als ein Arzt aus einer Kinderwunschklinik sie darüber informiert, dass es eine neue Methode gibt. Die beiden sollen, ohne irgendwem davon zu erzählen, ein Institut besuchen indem man Kinder nach seinen Vorstellungen und mit den besten Vorraussetzungen planen kann.

Die verschiedenen Perspektiven werden im Laufe des Buches wunderbar miteinander verknüpft. Jessica stößt nach längerer Suche auf das Institut, aus dem die Bakterien verschickt worden sollen. Zur selben Zeit werden Helen und Greg dort gerade über die neue Methode aufgeklärt und sehen die dort lebenden hochbegabten Kinder. Auch das verschwundene Mädchen vom MIT (Jill) wohnte ursprünglich dort. Durch weitere Ermittlungen stoßen Jessica und ihr Team auf Dateien von Genmanipulationen, welche sich auf Jills Server befinden. Eugen (ebenfalls ein 10 jähriges hochbetagtes Kind) und Jill werden zu einer ernsthaften Bedrohung.

Marc Elsberg beschreibt die Vorteile aus Sicht von Helen und Greg und die grausamen Handlungen der Kinder sehr authentisch. Auf der einen Seite wollen sie ihren Kindern nur das Beste ermöglichen. Andersherum sind sie durch ihre Intelligenz und besonderen körperlichen Eigenschaften eine ernsthafte Bedrohung. Sie entwickeln für die Menschheit gefährliche Produkte und werden auf der Flucht sehr gewalttätig.

Fazit
Im Ganzen ist die Geschichte ein voller Erfolg und fesselnd geschrieben. Besonders interessant ist, dass die am Anfang einzelnen Perspektiven im Laufe der Zeit einen Zusammenhang finden. Das Thema der "Designer Babys" und der Genmanipulation wird sehr gut aufgearbeitet und zeigt uns, was in Zukunft passieren könnte. Durch den zukünftigen Bezug und dem Reiz der Wissenschafter an der Technologie scheint es sich schon fast bei uns in der Welt zu ereignen.
Ein super spannender und authentischer Thriller mit Gegenwartsbezug!

gelungenes Buch mit kleinen Fehlern

Von: bumblebeesworld Datum : 21.04.2017

bumblebees-world.blogspot.de/

Zum Inhalt:

In Helix geht es ganz grob gesagt um Gene und Gentechnik.
Im Mittelpunkt stehen dabei verschiedene Sichtweisen auf die Manipulation von Genen an Pflanzen und auch menschlicher Erbinformation, dabei werden sowohl negative als auch positive bzw relativ neutrale Positionen dazu beleuchtet. Die drei größten Akteure sind Jessica, die für die US-Regierung steht, der Konzern Santira, der für die Entwicklung steht sowie Helen und Greg, die als Anwender in Aktion treten.
Die gesamte Haupthandlung findet innerhalb einer Woche statt, an den einzelnen Tage wird voneinander abgetrennt berichtet. Der erste Tag startet dabei direkt mit dem Mord des US-Außenministers, der im Laufe des Buches aufgeklärt werden soll. Später verschwindet noch die Studentin Jill, die bereits mit 15 Jahren am MIT studiert und offenbar ebenfalls in den Fall verwickelt ist. Im Laufe der Zeit kommen dann nach und nach weitere Handlungsstränge dazu, die alle miteinander in Verbindung stehen



Meine Meinung:

Mir ist der Start in dieses Buch nicht leicht gefallen, da er wirklich sehr rasant ist und dadurch, dass es so viele verschiedene Erzählstränge gibt, fiel es mir schwer mich auf einen richtig einzulassen und mich darauf zu konzentrieren, wie die Personen denken und handeln. Es waren wirklich sehr viele Namen, Charaktere und Handlungen, die man alle bedenken und sich merken muss. Zusätzlich verwirrend war die Tatsache, dass zu den vielen unterschiedlichen Personen auch noch viele sehr kurze Kapitel kommen, die teilweise nur ein oder zwei Seiten lang sind und man auf diese Weise immer wieder aus der Geschichte herausgerissen wird und sich erstmal neu hereinfinden muss. Positiv daran war aber, dass jede Person und jede Situation einen eigenen persönlichen Schreibstil hatte, der sie hervorgehoben hat. Auch konnte dadurch, dass die im Grunde gleiche Geschichte zeitgleich aus anderen Perspektiven erzählt wurde, sehr viel Information an den Leser weitergegeben werden, obwohl die gesamte Handlung ja innerhalb von nur einer Woche passiert ist.
Was mir auch etwas schwer gefallen ist, war der ganze für mich fast schon pseudowissenschaftliche Kram, der versucht wurde, dem Leser zu erklären. Dabei sind sehr viele Fachbegriffe gefallen, die man alle verarbeiten und sich teilweise auch über eine längere Zeit merken musste, um weitere Informationen zu verstehen. An dieser Stelle hat sich damit Science Fiction mit real teilweise schon möglichen wissenschaftlichen Erkenntnissen vermischt. Was einem im wirklichen Leben noch total unrealistisch und unwirklich vorkommt, kann allerdings tatsächlich schon bald die Realität sein.
Was mich auch gestört hat, ist die Tatsache dass Linda, die ebenfalls im Laufe der Handlung auftaucht, zwischendurch auf einmal Lisa heißt, wo ich mich frage wie solche Fehler passieren können.


------------------------------------------------------Spoilerwarnung----------------------------------------------------------

Ich persönlich fand die Art und Weise wie Helen manchmal gehandelt hat, nicht immer glaubwürdig. Obwohl sie gesehen hat, was die genmanipulierten Kinder anstellen können und wie unberechenbar sie manchmal sind, versucht sie alles, um ihre gerade erst eingesetzten Eizellen, bei denen immer noch nicht klar ist, ob sie sich überhaupt entwickeln, zu schützen. Sie flieht vor der Regierung und sogar vor ihrem eigenen Mann, mit dem sie ja die Entscheidung für ihre Kinder erst getroffen hat.
Mir hat aber der Begriff "hochgezüchtete Kinder", der im Buch ebenfalls fällt, wiederum sehr gut gefallen, da klar wird, dass nicht jeder diese Genmanipulation befürwortet. Das zeigt auch den perfekten Vergleich zur Realität, da auch in unserer Gesellschaft viele die genmanipulierten Lebensmittel ablehnen, obwohl daran nicht einmal Menschen beteiligt sind.

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Insgesamt und abschließend kann ich sagen, dass mir das Buch eigentlich ganz gut gefallen hat, auch wenn es einige kleinere und größere Kritikpunkte gegeben hat, konnte man es sehr schön und flüssig lesen. Die Handlung ist soweit logisch und auch spannend geschrieben und auch das Thema wird uns alle bestimmt schon bald mehr umgeben als und vielleicht lieb ist. Ich gebe dem Buch gute 3 von 5 Sternen, man kann es gut lesen, es ist aber kein Buch, das ich uneingeschränkt empfehlen würde.






Details zum Buch:

Titel - Helix
Autor - Marc Elsberg
Verlag - blanvalet
Preis - 22,99€
Seitenzahl - 648 Seiten

Ist das noch Fiktion oder doch schon Realität?

Von: Belana Hermine Datum : 07.04.2017

belanahermine.wordpress.com

Inhalt

Das ist die rasante, schnelle Geschichte von Ereignisse innerhalb von 8 Tagen, die einen immer wieder neue, eisiger und eisiger werdende Schauer über den Rücken jagt. Alles ist recht nah an der Realität, sodass man hin und wieder das Gefühl hat, dass das alles gleich morgen über uns herein bricht.

Genetisch manipulierte – also vermeintlich verbesserte – Kinder nehmen ihr Schicksal selbst in die Hand. Sie verfügen sowohl über verbesserte kognitive, wie auch körperliche Fähigkeiten. Haben wir „Normalos“ eine Chance gegen sie?

Gibt es eine Möglichkeit des friedlichen Miteinanders?

Im Rahmen der Gesichte gelingt es Herrn Elsberg en passant die nötigen wissenschaftlichen Hintergründe einfließen zu lassen, damit man verstehen kann, was hier eigentlich vor sich geht. Ebenso en passant, nämlich durch die Diskussionen der Kinder über ihr weiteres Vorgehen und die Diskussionen der künftigen Eltern verbesserter Kinder werden moralische Fragen aufgeworfen und aus unterschiedlichen Perspektiven diskutiert, ohne aufgesetzt, zu theoretisierend oder gar moralisierend zu wirken. Die Geschichte selbst zieht einen in den Lauf der Ereignisse und führt automatisch dazu, dass man sich auf der einen oder anderen Seite der Diskutanten wiederfindet und ggf. plötzlich mit einem eigenen Standpunkt konfrontiert wird, den man auf rein rationaler Ebene möglicherweise nicht eingenommen hätte.

Die Geschichte nimmt einen sehr schnellen Verlauf und scheint sich im Laufe des Geschehens noch zu beschleunigen. Die wichtigsten Charaktere sind ausreichend detailliert herausgearbeitet. Andere weniger wichtige Figuren erscheinen „nur“ mit ihrem aktuellen Verhalten, was aber für den Verlauf der Geschichte völlig in Ordnung ist. Die meisten Handlungen und Ereignisse geschehen logisch nachvollziehbar, nur äußerst selten wird man von Aktionen überrascht, für die man keine Begründung finden kann. Es ist immer genug Spannung da, um das Buch nicht aus der Hand zu legen. Es ist aber auch nicht so viel Spannung da, dass man sich nicht mehr auf die Handlung konzentrieren bzw. sie genießen könnte.

Subjektive Eindrücke

Vor kurzen habe ich ein Buch zur Geschichte der Humanwissenschaften gelesen. Dort habe ich die wissenschaftlichen Hintergründe für dieses Buch gelesen und viel über die Möglichkeiten und Gefahren des Umgangs mit unserem genetischen Material gelesen. Hier nun bekam ich eine Wiederholung dieses Wissens aber aus einer ganz praktischen Anwendungsperspektive. Das war eine ganz besondere Erfahrung.

Fazit

Ein spannendes Buch, das nicht viel Hoffnung lässt, dass sich doch alles anders entwickeln möge, und doch dazu führt, dass man eigentlich immer stärker an dieser Hoffnung festhalten möchte.

Ich danke dem Verlag sehr herzlich für dieses Rezensionsexemplar.

Okay.

Von: Jäcko x3 Datum : 06.04.2017

books-beauty-and-creativity.blogspot.de/

Inhalt
Der US-Außenminister stirbt bei einem Staatsbesuch in München. Während der Obduktion wird auf seinem Herzen ein seltsames Zeichen gefunden – von Bakterien verursacht? In Brasilien, Tansania und Indien entdecken Mitarbeiter eines internationalen Chemiekonzerns Nutzpflanzen und –tiere, die es eigentlich nicht geben kann. Zur gleichen Zeit wenden sich Helen und Greg, ein Paar Ende dreißig, die auf natürlichem Weg keine Kinder zeugen können, an eine Kinderwunschklinik in Kalifornien. Der Arzt macht ihnen Hoffnung, erklärt sogar, er könne die genetischen Anlagen ihres Kindes deutlich verbessern. Er erzählt ihnen von einem – noch inoffiziellen – privaten Forschungsprogramm, das bereits an die hundert solcher »sonderbegabter« Kinder hervorgebracht hat, und natürlich wollen Helen und Greg ihrem Kind die besten Voraussetzungen mitgeben, oder? Doch dann verschwindet eines dieser Kinder, und alles deutet auf einen Zusammenhang mit sonderbaren Ereignissen hin – nicht nur in München, sondern überall auf der Welt …


Meine Meinung
Auch hier hat Marc Elsberg ein aktuelles Thema gewählt und es meiner Meinung nach wirklich sehr gut recherchiert. Der Gedanke daran, was im Hinblick auf die Veränderung von Genen bereits möglich ist oder möglich sein könnte und wo das alles hinführen könnte scheint erschreckend realistisch. Wirklich unvorteilhaft finde ich die Struktur dieses Buches. Es ist in 130 (!) Kapitel unterteilt, zusätzlich gibt es sehr viele Personen und verschiedene Handlungsstränge, so dass der Leser wirklich etwas braucht um zu verstehen was wo zusammengehört.



Das Cover
Das Cover gefällt mir wirklich gut :)

Charaktere
Die Ausarbeitung der Charakter ist okay, wobei ich mit keinem Charakter so richtig warm werden konnte. Eventuell sind sie einfach vielzu blass. Wobei es auch daran liegen könnte, dass ihre Rollen im Großen und Ganzen nicht unbedingt relevant sind. Es geht viel mehr um genetische Veränderungen. Sie tragen nur ihren Teil dazu bei die Wissenschaft und ihre Folgen erschreckend darzustellen.


Die Handlung
Die Handlung beginnt mit verschiedenen Handlungssträngen die anfangs nichts miteinander in Verbindung stehen. Erst als die Stränge in Verbindung treten (was dauert) nimmt die Geschichte an Fahrt auf.

Der Schreibstil
Der Schreibstil ist angenehm.


Fazit
Nachdem ich Blackout mit großer Begeisterung gelesen habe, hat mich Zero sehr enttäuscht. Auch Helix kommt nicht an Blackout ran.

Designerbabies!

Von: Das Bücherregal Datum : 06.04.2017

dasbuecherregal.de/

Designerbabies, perfekte, bessere Menschen. Selektion. Elite.
Der Konflikt zwischen Karriere und Familie, Ehekrisen und weltweite gerechte Ressourcenverteilung.
Dies sind die Themen, welche Marc Elsberg in seinem neuen Roman beschreibt.
In kurzen Kapiteln und somit aus vielen verschiedenen Perspektiven wird die Geschichte einer kleinen Gruppe von „Super-Kinder“, die gentechnisch manipuliert sind und nun über ihre Schöpfer hinaus wachsen, nicht nur körperlich und geistig, nicht nur im erwarteten Rahmen, sondern weit darüber hinaus.
Ihnen gegenüber stehen die berühmt berüchtigte „nationale Sicherheit“ der USA, ein Unternehmen, dass sein Geld mit genmanipuliertem Saatgut macht und ein Ehepaar, dass nichts weiter will, als endlich Kinder zu kriegen.

Die Frage, wie es den Menschen ergehen wird, wenn nur manche genetisch verbessert werden, sei es aus finanziellen, ethischen oder andersartigen Gründen wurde bereits in dem Film Gattaca anschaulich beantwortet und an und für sich ist diese Debatte keine neue.
Elsberg bringt diese Frage allerdings noch einmal in die heutige Zeit, mit all den historischen Ereignissen (beispielsweise 9/11), die unser Leben inzwischen beeinflussen und den Stand der Wissenschaft, über den wir realistisch verfügen, anstatt ihn sich nur vorzustellen.
Durch die vielen Perspektivwechsel bekommt man einen relativ weiten Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt der „normalen“ Protagonisten der Geschichte.
Eine Perspektive aus Sicht der Superkinder fehlt leider und auch sonst bleibt die Sicht auf die Dinge ziemlich auf die der nicht modifizierten beschränkt.
Die auffällig kurzen Kapitel unterstützen die breite Einsicht ebenfalls, allerdings sind sie oft nur 1-3 Seiten lang, selten mal mehr als 5, so dass sich der Leser ständig umgewöhnen muss, was ich nach einer Weile als recht störend empfunden habe.
Erstaunlich ist es, wie der Autor es schafft komplexe biologische Zusammenhänge,beispielsweise die PCR (im Körper ablaufende Vervielfältigung der DNA), in wenigen Sätzen verständlich zu erklären.
So ist das auf der einen Seite Unterhaltung und auf der anderen in gewisser Weise eine naturwissenschaftliche Bereicherung für den Leser.

Mein Fazit: Helix vereint Unterhaltung und Wissenschaft, Moral und Fortschritt in zwei Buchdeckeln, ohne dabei außer Acht zu lassen, dass Menschen fühlende Wesen sind, die teilweise auch emotional-irrational auf neue Situationen reagieren.
Insgesamt hat es mir gut gefallen, allerdings waren mir die Kapitel doch etwas zu kurz.

Ausgezeichnet!

Von: Ilse Zemp Datum : 03.04.2017

Wie wahr! Für mich war das nur zur Hälfte Science-Fiction. Ja, das scheint uns bevorzustehen.

Ein gutes, sehr wissenschaftliches Buch zu einem sehr aktuellen Thema

Von: Buchdetektivin Datum : 02.04.2017

buchdetektivin.de

Inhalt

Genmanipulation ist in unserer heutigen Gesellschaft allgegenwärtig - ohne dass wir es mitbekommen. Aber was ist, wenn wir einen Schritt weitergehen? Genmanipulierte Menschen? Killerviren die gezielt Menschen töten? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, denn die Menschheit wie wir sie kennen ist in ihrer Existenz bedroht.


Eigene Meinung

Mit "Helix - Sie werden uns ersetzen" ist nun das dritte Buch von Marc Elsberg erschienen. Das Thema der Genmanipulation ist hoch aktuell und der Klappentext klingt einfach mal mega gut. Allerdings muss man auch wissen auf was man sich bei Marc Elsberg einlässt ;-)

Anfangs fand ich das Buch mit seinen drei Erzählsträngen und teilweise sehr kurzen Kapiteln verwirrend und anstrengend. Nach einer Weile blickt man dann jedoch ganz gut durch und es dauert gar nicht so lange, bis sich zumindest zwei der Erzählstränge überkreuzen, auch wenn sie noch nicht ganz ineinander übergehen.

Der Hauptstrang dreht sich um die Agentin Jessica Roberts, welche eine Task Force zur Untersuchung des im Klappentext erwähnten Mordes leitet.
Dieser Strang ist auch durchaus der interessanteste und gleichzeitig komplizierteste, denn schon bald bekommt man einige wissenschaftliche Details "um die Ohren gehauen" und muss da erstmal durchblicken. Wenn man dies aber geschafft hat und dem Ganzen folgen kann, dann ist die Geschichte hochinteressant und erschreckend zugleich.

Jessica war mir von Anfang an sehr sympathisch, da sie zum einen sehr Zielgerichtet ist und eine wirklich harte Schale hat, zum anderen blitzt ihr weicher Kern immer wieder durch und lässt sie menschlich erscheinen. Leider hat man es in solchen Büchern oft, dass die Ermittler knallhart sind und einfach funktionieren.
Bei Jessica kann man vieles sehr gut nachvollziehen und ganz ehrlich, ich möchte zu keiner Zeit in ihrer Haut stecken.

Am unsympathischsten fand ich Helen und Greg, welche sich anfangs nur für eine künstliche Befruchtung interessieren und schließlich vor die Wahl gestellt werden ob sie ein "klassisches" oder ein "modernes" Kind bekommen wollen. Ich kann nicht mal so richtig sagen warum, aber ihre Entscheidungen sind für mich absolut nicht nachvollziehbar und Helen hat mich bis zum Schluss sehr genervt.

Die gewählte Thematik rund um genetische Manipulation ist extrem interessant und es ist erschreckend wenn man bedenkt, was in ein paar Jahren alles möglich sein könnte oder vielleicht wirklich schon möglich ist, ohne dass jemand davon weiß.
Genmanipulierten Mais haben wir ja schließlich auch schon, also warum nicht auch in 10 Jahren genmanipulierte Menschen?
Wenn ich den Gedanken einfach mal weiterspinne, da stellen sich bei mir die Nackenhaare auf und eine Gänsehaut gesellt sich noch dazu.
Viel von dem "gelernten" kann ich zwar nicht mehr wiedergeben, aber es ist schon Wahnsinn wozu die Wissenschaft fähig ist.
Ich unterstelle jetzt auch einfach mal, dass Elsberg hier richtig gut recherchiert hat, denn sowas saugt man sich nicht einfach so aus den Fingern.

Was mir absolut nicht gefallen hat ist das Ende. Irgendwie ging alles so hoppla hopp und richtig aufgeklärt wird es auch nicht. Diverse Fragen stellen sich am Ende erst und die bleiben dann auch noch offen. Zum Beispiel ist am Ende die Frage da, ob eine Handlung auf den letzten Seiten eine Falle war oder nicht. Diese Frage bleibt aber offen im Raum stehen.

Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, allerdings handelt es sich hierbei nicht unbedingt um leichte Kost. Man muss schon sehr konzentriert sein beim lesen um sämtliche Zusammenhänge zu verstehen.
Vieles ist sehr wissenschaftlich, aber das macht dieses Buch für mich aus. Große Action tritt zwischendurch nur sehr wenig auf. Einzig das Ende ist Spannungsgeladen und rasant.
Deswegen schrieb ich am Anfang, dass man wissen muss auf was man sich einlässt um am Ende nicht enttäuscht zu werden.

Die Aufmachung ist sehr schlicht, aber trotz allem aussagekräftig. Mit der leuchtend gelben Schrift auf schwarzem Grund macht es auf jeden Fall auf sich aufmerksam.


Fazit

Ein gutes, sehr wissenschaftliches Buch zu einem sehr aktuellen Thema. Leider fand ich das Ende absolut unbefriedigend und viel zu offen.
Zudem hat mich ein Handlungsstrang komplett genervt, auch wenn er für die Entwicklung wichtig war. Alles in allem ziehe ich hier anderthalb Sterne ab.


Empfehlung

Wer gerne Bücher mit wissenschaftlichem Hintergrund liest und nicht auf den "Endzeit-Thriller" aus ist, der sollte dieses Buch auf jeden Fall lesen. Das Thema Genmanipulation ist richtig interessant und in diesem Buch auch gut veranschaulicht.

Leider eine Enttäuschung...

Von: Janine E. alias Jeanne D'Arc Datum : 22.03.2017

jeanne-darc-blog.blogspot.co.at/

Die perfekten Kinder?
Die Wangenknochen von Angelina Jolie, die Mähne von Shakira das Lächeln von Beyoncé oder der Hintern von Kim Kardashian?
Die Technik macht es möglich!
Sie wollen ein Kind?
Kein Problem - heute sind übrigens die Augen von Mila Kunis im Angebot!

Eckdaten:


Erscheinungsdatum :31.10.2016
Verlag : Blanvalet
ISBN: 9783764505646
648 Seiten
Art: Einteiler
Genre: Sci-Fi
Autor:

Marc Elsberg studiert ndustriedesign an der Universität für angewandte Kunst und arbeitete nebenbei als Strategieberater und Kreativdirektor für Agenturen in Hamburg und Wien. Außerdem begann er parallel eine Kolumne für die Tageszeitung "Der Standard" zu schreiben. Seine Bekanntheit erreichte er durch den Thriller "Blackout - Morgen ist es zu spät", der zum Bestseller avancierte und in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde. Im Mai 2014 erschien sein neuer Thriller "ZERO - Sie wissen, was du tust", womit er sich endgültig als Meister des Science-Thrillers etablierte. Sein neuestes Werk "Helix - Sie werden uns ersetzen" erscheint im Oktober 2016 und behandelt das spannende Science-Fiction-Thema Genmanipulation. Er ist selbstständiger Schriftsteller und lebt und arbeitet in seiner Geburtstadt Wien.

Darum gehts:

Haben Sie die Gene zum Überleben? Der US-Außenminister stirbt bei einem Staatsbesuch in München. Während der Obduktion wird auf seinem Herzen ein seltsames Zeichen gefunden – von Bakterien verursacht? In Brasilien, Tansania und Indien entdecken Mitarbeiter eines internationalen Chemiekonzerns Nutzpflanzen und –tiere, die es eigentlich nicht geben kann. Zur gleichen Zeit wenden sich Helen und Greg, ein Paar Ende dreißig, die auf natürlichem Weg keine Kinder zeugen können, an eine Kinderwunschklinik in Kalifornien. Der Arzt macht ihnen Hoffnung, erklärt sogar, er könne die genetischen Anlagen ihres Kindes deutlich verbessern. Er erzählt ihnen von einem – noch inoffiziellen – privaten Forschungsprogramm, das bereits an die hundert solcher »sonderbegabter« Kinder hervorgebracht hat, und natürlich wollen Helen und Greg ihrem Kind die besten Voraussetzungen mitgeben, oder? Doch dann verschwindet eines dieser Kinder, und alles deutet auf einen Zusammenhang mit sonderbaren Ereignissen hin – nicht nur in München, sondern überall auf der Welt …
(c) Lovelybooks

Cover:

Das Cover von "Helix" ist klassisch schwarz und wird abermals wie bereits anderer Werke dieses Autors von einer kräftig, leuchtenden Schrift geziert. Dieses Mal finden wir auf der Front den Titel und einen DNA-Strang welcher schon einen mehr als deutlichen Hinweis auf das gibt, was uns inhaltlich in diesem Buch erwartet. Ich persönlich finde das Cover trotz seiner einfachen Art als absoluten Eye-Catcher und sehr ausdrucksstark.

Schreibstil:

Irgendwie Marc Elsberg aber irgendwie auch nicht. Gespickt mit überaus interessanten Details und eine Story die wirklich spannend scheinen mag aber der Funke wollte einfach nicht überspringen. Im Gegensatz zu seinem absolut hochspannenden Buch "Black out" oder dem Nachfolger "Zero" das ebenso durch seinen wirtschaftlich-interessanten aber auch spannenden Aspekt glänzen konnte, empfinde ich Helix als sehr langatmig. Gefühlt brauchte ich Jahre um in die Story zu kommen....

Inhalt/Meinung:

Thematisch gesehen ist das Buch ein absolutes Highlight. Designerbabys. Genmanipulation ist längst nicht nur ein strittiges Mittel bei Gemüse oder anderen Nahrungsmittel auch in Sachen Mensch schreitet das Thema immer weiter voran. Warum nicht irgendwann die perfekten Kinder züchten?

Genau das dachte sich der Autor und macht dies zu seinem Hauptschwerpunkt in der Story. Doch wie weit wäre das legal?
Was passiert mit diesen Kindern?

Ich muss sagen nur inhaltlich finde ich das Buch top aber die Umsetzung machte es einfach öde. Mir persönlich fehlt es einfach an Spannung im Allgemeinen es konnte mich einfach nicht fesseln und auch zu den Protagonisten konnte ich keine Bindung aufbauen.

Fazit: Interessante Thematik - mangelhafte Umsetzung - überzeugen konnte es mich so leider nicht!



Cover: 1 von 1 Stern
Schreibstil: 1 von 0,4 Stern
Protagonisten: 1 von 0,4 Stern
Thematik/Umsetzung: 1 von 2 Sternen


Gesamteindruck: 2,8 von 5 möglichen Sternen

Unglaubliche Spannung mit kleinen Schwachpunkten

Von: Bianca Datum : 22.03.2017

www.protagonistplaces.de/

„Welches Menschenbild? Der Mensch definiert sich ständig neu. Muss. Nicht zuletzt wegen der Technologien, die wir entwickeln. Wie bei allen Technologien stellt sich doch nicht die Frage des Ob, sondern des Was und Wie.“ (S. 395)

Inhalt
Träumst du nicht auch von einem perfekten Leben? Einer Welt voll Schönheit und Intelligenz? Und wenn du es könntest, würdest du deinem eigenen Kind all diese positiven Eigenschaften mit auf den Weg geben und ihm so alle Möglichkeiten eröffnen?
Helen und Greg stehen vor genau dieser Entscheidung, die ihr Leben beeinflussen könnte wie nie etwas Anderes zuvor, denn ein geheimes, noch nicht offizielles Forschungsprogramm soll genau diesen Traum von dem perfekten Leben ermöglichen. Zeitgleich werden an vielen anderen Orten der Welt Entdeckungen gemacht, die auf natürliche Weise nicht entstanden sein können. Hat die Genmanipulation die Kontrolle übernommen? Und wie wird sich das junge Ehepaar entscheiden?

Meinung
Nach „Blackout“ hat sich Marc Elsberg zu einem meiner Lieblingsautoren gemausert. Ich finde seine Art zu Schreiben unwahrscheinlich ansprechend und spannend, und das hat er auch in seinem dritten Roman bewiesen. Alles, was er auf das Papier bringt, ist absolut glaubwürdig – und vor allem gut recherchiert. In „Helix“ hat er aufs Neue ein sehr spannendes und komplexes Thema aufgegriffen, das mich persönlich schon seit geraumer Zeit sehr interessiert. Ich selbst konnte mit einigen Fachbegriffen etwas anfangen und das hat mir die „Verdauung“ des vielseitigen und ausladenden Themas etwas vereinfacht. Das änderte aber nichts daran, dass mich der Roman auch nach dem Zuklappen des Buchdeckels nicht loslassen wollte.

Jessica Roberts, mit der wir gleich rasant in die Geschichte geworfen werden, ist eine sehr starke Frau, mit der ich dennoch an einigen Stellen zu kämpfen hatte. Ihre Stärke nimmt ihr zeitweise etwas von ihrer Sympathie. Ähnlich ging es mir mit Helen und Greg, deren Streitigkeiten oder Entscheidungen mir manchmal etwas an der Nase herbeigezogen erschienen. Insgesamt blieben mir alle Figuren etwas fremd, und das ist auf über 600 Seiten sehr schade.
Dieser Eindruck könnte aber schlichtweg einfach nur aufgekommen sein, da die Handlung so rasch voranschreitet. Es folgt eine Entdeckung nach der anderen, die Spannung lässt nicht nach – und das ist eine Meisterleistung, die mich über die fremd bleibenden Charaktere hinwegsehen lässt.

Etwas enttäuschend war außerdem, dass der Roman irgendwann sehr auf den einen Teil der Geschichte bezogen war. Während bei „Blackout“ immer wieder verschiedene Standpunkte erzählerisch dargestellt wurden, habe ich dieses Hin und Her bei diesem Roman etwas vermisst. Der Klappentext suggeriert, dass mehrere Handlungsstränge zusammenkommen und dem ist auch so, allerdings werden einige davon für meinen Geschmack etwas zu schnell abgehandelt. Erneut: Bei 646 Seiten wäre da mehr Potential gewesen.

Fazit
Ein besitzergreifender, fesselnder Roman über Genmanipulation, aber auch über persönliche Pleiten und dem Wunsch nach Perfektion – diese explosive Mischung macht „Helix“ aus. Trotz kleiner Schwächen ein Muss für jeden Fan von Spannung und bewegenden Themen.

4 von 5 Buchherzen! ♥♥♥♥

[Rezension] Was wäre wenn ... - Helix von Marc Elsberg

Von: Klaudia bloggt Datum : 20.03.2017

www.klaudiabloggt.wordpress.com

Jeder Mensch ist gut so wie er ist. Wir versuchen zumindest dieses Mantra mehr oder weniger in unser Leben einzubauen. Mit einer Schwangerschaft gehen Wünsche, Hoffnungen und Träumereien einher: Wie wir das Kind wohl aussehen? Wird es meine oder deine Augen haben? Ob es eine schöne Stimme haben wird? Wie groß wird es mal werden? Was wird mal aus ihm oder ihr werden? Wird es Fußballer(in) oder Ballerina? Nur eine Frage haben zumindest wir uns nicht gestellt: Können wir die genetischen Anlagen unseres noch ungeboren, oder bisher sogar erst geplanten Kindes in irgendeiner Weise verbessern? Diese Frage jedoch stellte sich der österreichische Autor Marc Elsberg für uns alle. In seinem siebten Buch beschäftigt er sich nämlich mit Genetik. Wie weit könnte es einmal kommen?

Der US-Außenminister stirbt. Die Obduktion bringt eine gefährliche Wahrheit an die Oberfläche: Was vielleicht wie ein Herzinfarkt aussah, war in Wirklichkeit Mord. Mord mit einer ganz neuen Art von Waffe: Persönlich auf die Zielperson zugeschnittene Bakterien, die auch nur ihr gefährlich werden können. In Brasilien, Tansania und Indien tummeln sich plötzlich Nutzpflanzen und -tiere, die es so noch nicht gegeben hat und nicht geben dürfte - GMOs (genetically modified organism - genetisch veränderte Organismen). Selbstverständlich werden internationale Chemiekonzerne darauf aufmerksam und wollen die Quelle finden. Gleichzeitig wenden Helen und Greg sich aufgrund ihres unerfüllten Kinderwunsches an eine Kinderwunschklinik und bekommen ein verlockendes Angebot: Genetisch modifizierte, verbesserte Kinder. Ein privates Forschungsprojekt, strengste Geheimhaltung versteht sich, soll es möglich machen. Selbstverständlich wollen Eltern ihren Kinder die besten Voraussetzungen für den Start ins Leben mitgeben. Wenn es also nun schon hunderte dieser "besonderen" Kinder gibt, wenn es immer mehr dieser "besonderen" Kinder werden: Möchtet ihr das euren Kindern verwehren? Würdet ihr ein "normales" Kind bekommen wollen, wohlwissend, dass es genetisch schlechter gestellt wäre, als diese neue "Art" Mensch?

Er kann es einfach. Marc Elsberg schafft es eine Welt zu malen, die auf den Leser im ersten Moment surreal wirkt, um ihn dann doch in Zweifel zu stürzen: Ist es wirklich so abwegig? HELIX lässt sich kaum weglegen, so spannend ist der Handlungsstrang. Und im Nachgang lässt Elsberg den Leser dann mit gemischten Gefühlen zurück. Denn was wäre wenn...?

Ich kann euch HELIX, genauso wie BLACKOUT einfach nur wärmstens empfehlen. Für mich ist Marc Elsberg ein wahnsinnig toller Autor - denn er schafft es Wahrheit und Fiktion in genau der perfekten Mischung miteinander zu vereinen!

Schöner, schlauer, sportlicher...

Von: buch-leben Datum : 19.03.2017

buch-leben.blogspot.de

Natürlich wird gleich zu Beginn klar, um was es in diesem Buch gehen wird: Die verändern von DNA und somit auch die Veränderungen der Gene. Was heute bei Pflanzen gang und gäbe ist, geht beim Menschen natürlich nicht - oder?

Der Anfang des Buches ist nicht unbedingt leicht, denn es werden sehr häufig die Schauplätze gewechselt. Mal ist man in der USA, dann in München, dann in Brasilien und so weiter. Mal geht es um Bakterien, mal um Pflanzen, mal um Babys. Man muss sich etwas hineinfuchsen, um alle Personen und Handlungsstränge unter einen Hut zu bekommen.

Dann wird das Buch aber ein richtiger Lesegenuss. Es geht rasant zu, langsam fügt sich alles zusammen und man erkennt einen roten Faden. Dadurch steigt die Spannung und man legt das Buch nicht mehr aus der Hand.

Aber das Beste: Man stellt sich immer wieder die Frage: Geht das wirklich? Wie viele geheime Labore existieren, in denen das schon praktiziert wird? Und gibt es vielleicht schon Ergebnisse, die die Regierungen dieser Welt unter Verschluss halten? Das sorgt für Gänsehaut und macht meines Erachtens den Reiz des Buches aus.

Ein bisschen zu viel SciFi war es mir aber an der ein oder anderen Stelle dann doch. Vor allem in Bezug auf die Kinder - nicht die, die gezeugt werden sollen, sondern die, die man als Protagonisten des Buches betrachten kann. Sehr unheimlich, aber leider kann ich nicht mehr verraten, ohne zu spoilern. Deswegen nur so viel: Hier wäre ein bisschen weniger für meinen Geschmack mehr gewesen.

Die Sprache hat mir sehr gut gefallen, es lässt sich flüssig lesen. Die Abläufe in den Laboren werden relativ verständlich erklärt, sodass ich beim Lesen nie überfordert war.

Wirklich aufgeklärt wird am Ende nicht alles, das passt aber sehr gut zum Buch, weil man natürlich immer weiter darüber nachdenkt. Es hat mich nicht so schnell losgelassen.

Insgesamt hat mir das Buch viel Freude bereitet, auch wenn ich den ein oder anderen kleinen inhaltlichen Kritikpunkt habe. Deswegen gibt es von mir 4 Sterne :)

Eine Thematik, die nachhaltig zum Nachdenken anregt

Von: Sabrinas Bücherwunderland Datum : 14.03.2017

komm-mit-ins-buecherwunderland.blogspot.de/

Bevor ich „Helix“ gelesen hatte, kannte ich noch kein anderes Werk vom Autor, hatte aber viel Gutes von ihm gehört. Ich bin auf dieses Buch mal nicht durch das Cover gekommen, sondern weil eine Freundin mir diesen Autor empfohlen hat.
Das Cover ist sehr schlicht gehalten. Man sieht lediglich eine DNA-Helix, die einen kleinen Hinweis auf die Thematik des Buches gibt. Und gerade das war es, was meine Aufmerksamkeit besonders schnell auf sich gezogen hat: Die Thematik.
In dem Buch sollte es laut Klappentext viel um Genetik und Genmanipulation gehen. Das klang für mich sehr spannend und ich musste direkt an meine Schulzeit zurückdenken, in der ich im Unterricht „Brave new world“ gelesen habe. Dieses Buch war eins meiner Lieblingsschullektüren, vor allem vom Thema her.
Ich habe also mit Freude angefangen das Buch zu lesen und hätte nie gedacht, dass es mir am Ende so schwerfällt, eine Rezension dazu zu verfassen. Ich habe wirklich lange darüber gegrübelt wie ich das Buch denn finde und vor allem warum.
Zunächst kann ich sagen, dass mir der Schreibstil sehr gut gefallen hat, denn er war sehr angenehm und flüssig, sodass ich gut mit der Geschichte zurecht kam. Man kommt gut in die Geschichte rein und wird schnell mit der eigentlichen Thematik der Genmanipulation, der Gentechnik und den Genen im Allgemeinen konfrontiert. Ich finde diese Themen als Inhalt und Grundbasis der Handlung ziemlich cool, da das Thema sehr aktuell, brisant und durchaus interessant ist und den Leser auch nachträglich zum Nachdenken anregt. An dieser Stelle merkt man auch ganz deutlich die gute Recherche, die Elsberg betrieben hat um Zusammenhänge detailliert und korrekt zu erläutern und zu benennen. Auf der einen Seite waren die Infos für mich zwar interessant, an einigen Stellen machte es die ganze Geschichte aber einfach zu wissenschaftlich und es blieben andere wichtige Elemente wie die Spannung und die Charaktere ein bisschen auf der Strecke.
Dabei hat dieses Buch eigentlich einen wirklich starken und spannenden Anfang gehabt. Leider blieb diese Spannung nicht aufrecht erhalten sondern flachte schnell zunehmend ab und wollte auch so schnell nicht wieder aufkommen.
Dabei wäre genug Potential da gewesen. Die Geschichte besteht nämlich aus vier verschiedenen Handlungssträngen, die durch die Ermittlerin Jessica Roberts miteinander verbunden und in Zusammenhang gestellt werden. Jeder Handlungsstrang für sich war im Verlauf auch durchaus interessant zu verfolgen aber für mich waren das einfach zu viele wechselhafte Handlungsstränge mit einigen langatmigen Durststrecken und mit zu vielen verschiedenen Charakteren. Die Masse der Figuren führt nämlich in diesem Buch leider dazu, dass sie alle nur grob skizziert werden und ich zu keinem von ihnen wirklich einen Zugang finden konnte. Ich konnte einfach keine Verbindung zu ihnen aufbauen, was es mir im Storyverlauf schwer machte, wirklich in die Materie und die Geschichte abzutauchen. Ich fühlte mich die ganze Zeit eher wie ein stiller Beobachter.
Auch mit der Protagonistin Jessica wurde ich irgendwie nicht so richtig warm, obwohl sie eigentlich ganz sympathisch rüber kam. Aber ich habe die Tiefe in ihrer Persönlichkeit und interessante Facetten an ihr einfach vermisst.
Und das hat sich leider bis zum Ende des Buches nicht wirklich geändert. Wie schon bei den Charakteren habe ich mir vom Ende der Geschichte deutlich mehr erhofft. Auch hier gab es für mich wieder zu wenig packende Spannung.

Mein persönliches Fazit:
Dieses Buch hat ein ziemlich interessantes und auch gut recherchiertes Thema und weist einen angenehmen Schreibstil auf. Leider wirken die Charaktere eher blass, worauf ich keinen Bezug zu ihnen aufbauen konnte und auch die Spannung ließ leider sehr sehr schnell nach.

Ich vergebe 2,5 von 5 möglichen Büchern!

... was hoffentlich Fiktion bleibt!

Von: Thomas Lawall Datum : 11.03.2017

www.querblatt.com

Die Action beginnt ohne jede Vorwarnung. US-Außenminister Jack Dunbraith bricht bei einem Vortrag in einem Münchner Hotel am Rednerpult zusammen. Eine Panik bricht aus, während Sicherheitskräfte andere Personen vor weiteren vermeintlichen Schüssen zu schützen versuchen. Eine Fehleinschätzung, wie sich bei der späteren Obduktion herausstellen sollte. Der Minister starb nicht durch eine Kugel. Inzwischen gibt es subtilere Methoden ...

Marc Elsberg eröffnet nicht nur mit einem Paukenschlag, sondern mit einer Vielzahl von Ebenen, auf welchen ebenfalls mehr als seltsame Dinge passieren. In Tansania und Brasilien tauchen Mais- bzw. Sojapflanzen auf, die sich resistent gegen Schädlingsbefall zeigen, während sich in Indien Ziegen weigern, an der Ziegenpest zu erkranken ...

Derweil verschwindet ein ebenso junges, wie hochbegabtes Mädchen auf spektakuläre Weise. Leibwächter stehen zunächst vor einem Rätsel ... ebenso wie Greg und Helen, die sich ihren Kinderwunsch per künstlicher Befruchtung erfüllen möchten. Man unterrichtet sie dahingehend, dass es unter gewissen Voraussetzungen gewisse "Möglichkeiten" gäbe, die Fähigkeiten des ungeborenen Lebens zu beeinflussen. Darüber, ob man ein solches Angebot annehmen sollte, ist man sich uneinig ...

Es brennt sozusagen an allen Ecken gleichzeitig. Man sollte sich als Leser auf einen komplexen Einstieg vorbereiten und nichts überstürzen. Eine gewisse "Kontaktfreudigkeit" wird ebenfalls vorausgesetzt, denn zu Beginn stellt uns der Autor auf den verschiedenen Handlungsebenen eine ganze Menge Leute vor.

Wer jetzt schon Antworten auf die Fragen der ersten Seiten sucht, wird den Überblick verlieren und ins Straucheln geraten. Wer die Ruhe und ein gemütliches Sitzkissen mitgebracht hat, wird einen Spannungsaufbau kennenlernen, der sich nach und nach mit sich selbst multipliziert!

Marc Elsberg nimmt sich in aller Konsequenz die Zeit, seinen Leserinnen und Lesern nicht nur die Thematik Genmanipulation breitgefächert vorzustellen, sondern auch deren unabsehbaren Folgen. Dabei geht er (wieder einmal) weit über die heutigen Möglichkeiten hinaus.

Seine vorgestellten Szenarien funktionieren jedoch wie eine logische Fortsetzung des bereits jetzt schon Möglichen. Bedrohlich, furchterregend, aber spannend, und zweifellos ist "Helix" Elsbergs bester Roman nach "Blackout" und "Zero". Am Ende verbleibt man reichlich ernüchtert und in einer fast beschwörenden Hoffnung, dass dies alles Fiktion bleiben möge!

interessante und beängstigende Thematik, enttäuschende Umsetzung

Von: Magische Momente Datum : 07.03.2017

www.magischemomentefuermich.blogspot.com

Bereits "Blackout" und "Zero" des Autors konnten mich komplett begeistern , von daher wusste ich, daß ich unbedingt auch "Helix lesen musste.
Hierbei war ich vor allem darauf gespannt wie er die Grundthematik umsetzen würde, denn diese empfand ich doch als ziemlich interessant.
Es ist selten, daß ich Schwierigkeiten haben eine Rezension zu verfassen. Doch hier war es so. Ich habe das Buch bereits vor einigen Wochen gelesen und ehrlich gesagt, ich wusste nicht, was ich davon halten sollte.
Denn dieses Buch hat mich doch schwer beschäftigt, was vor allem an der Umsetzung lag.
Ich bin eigentlich recht gut in das Geschehen hineingekommen. Aufgrund der vielen Handlungsstränge denkt man zunächst, es könnte schwierig werden. was es aber eigentlich nicht war.
Es beginnt sofort mit dem Tod des US-Außenministers. Zeitgleich erfährt man von einem Paar , daß sich in einer Wunschklinik befindet und schließlich ist da noch eine hochintelligente Studentin, die scheinbar spurlos verschwindet.
Das klingt ziemlich interessant und gerade am Anfang konnte es mich auch fesseln. Dies ließ jedoch nach den ersten 100 Seiten immer mehr nach.
Die Spannung konnte leider nicht aufrechterhalten werden, zudem gab es Logikfehler, die mein Lesevergnügen nicht unbedingt positiv beeinflusst haben.
Es tauchen immer mehr Charaktere auf, wodurch ich schon Probleme hatte, ihnen überhaupt zu folgen.
Für mich ist es wichtig, das ich mich den Charakteren und dem Handlungsverlauf emotional nähern kann und demzufolge auch sich bei mir verschiedene Emotionen einstellen.
Doch da liegt auch hier der Knackpunkt. Sie waren mir einfach zu blass, ich konnte sie nicht erreichen.
Anfänglich hatte ich das Gefühl, gerade Jessica und Jill könnten ziemlich interessant werden, doch das ließ dann immer mehr nach.
Wie gewohnt hat der Autor sein Buch in viele kleine Kapitel unterteilt, wodurch man zwar recht gut vorankommt. Gleichzeitig ermüdete es mich trotzdem, da es stellenweise einfach zu langatmig wurde.
Gegen Mitte des Buches lief dann zwar doch einiges zusammen und man konnte sich kurzzeitig besser in die Thematik vertiefen, dennoch so richtig warm wurde ich damit leider nicht.
Doch meine Vorstellungskraft und meine Gedankengänge liefen hier auch weiter auf Hochtouren und im Prinzip war es für mich doch schon etwas beängstigend, was sich hier offenbart.
Vor allem weil man so seine ganz eigene Vorstellung hat, wohin es führen könnte.
Schlussendlich kann ich leider nur sagen. Obwohl die Thematik und auch einige Figuren recht interessant waren, konnte mich die komplette Handlung und die Umsetzung leider nicht überzeugen.
Es gab einige Schwachstellen, die es mir erschwert haben und auch der Epilog konnte es am Ende auch nicht mehr rausreißen.
Ich hoffe nur, das nächste Buch des Autors kann mich wieder mehr fesseln.

Hierbei erfahren wir verschiedene Perspektiven, je nachdem wer gerade im Zentrum des Geschehen liegt. Z.b. die von Jessica oder Jill.
Die Charaktere sind blass, verstehen es aber stellenweise für sich einzunehmen.
Ihre Handlungen und Gedankengänge waren nicht immer nachvollziehbar gestaltet.
Die einzelnen Kapitel sind kurz gehalten.
Den Schreibstil empfand ich als schwierig, er war langatmig, konnte mich aber gleichzeitig auch für sich einnehmen.
Das Cover und der Titel sind ansich stimmig.

Fazit:
Nach Blackout und Zero war ich sehr begeistert vom Autor.
Umso mehr enttäuschte mich leider Helix.
Es gab einige Schwachstellen, auch wenn ich es zwar stellenweise spannend fand, so konnte es mich letztendlich nicht ganz überzeugen.
Schade. Potenzial wäre auf jeden Fall dagewesen, denn die Grundthematik ist sehr interessant und auch gut recherchiert.

Rezension Helix | Marc Elsberg

Von: Laura Medienmädchen Datum : 06.03.2017

https://medienmaedchenblog.wordpress.com/

Ein paar Worte zum Inhalt

Als der US-Außenminister stirbt, überschlagen sich die Ereignisse: Jessica soll mit ihrem Team in dem plötzlichen Todesfall ermitteln und stößt auf ein Bakterium, das eigentlich gar nicht existieren dürfte. Ähnliches betrifft Nutzpflanzen und -tiere auf der ganzen Welt. Gleichzeitig wollen sich Helen und Greg den Kinderwunsch erfüllen und werden eingeladen, ein geheimes Forschungsprogramm kennenzulernen.

Kurz: Lasst uns Mäuschen spielen im Weißen Haus, in einer hochbrisanten Forschungseinrichtung und im privaten Schlafzimmer!
Wie ein Blockbuster!

Auch Helix konnte mich wieder vollends überzeugen und es fiel mir dementsprechend schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Wieder gibt es eine Fülle an Perspektiven, Handlungssträngen und Motiven, die um das große Thema des Buches kreisen: Gentechnik.

Diese durchdringt bekanntlich viele unserer Lebensbereiche – von der Lebensmittel- über die Textilindustrie bis hin zur Medizin (sehr anschaulich: hier).

Ich muss gestehen, nicht nur die Diskussionen im Ethikunterricht um Genmanipulationen und die Zukunft der Wissenschaft sind mir da im Kopf geblieben, sondern ich klicke auch heute noch jeden Artikel an, der sich mit den Themen beschäftigt, denn ich finde die Möglichkeiten und Zusammenhänge unglaublich spannend – und gruselig. Damit konnte Helix mich schon vor Erscheinen triggern, auch wenn man natürlich unterstreichen muss, dass vieles davon bislang noch weitergedichtete Fiktion ist.

Umso schockierter war ich, als ich dann feststellen musste, dass die CRISPR/cas9- Gentechnikmethode, um die es sich auch im Buch dreht, ja wirklich 2012 veröffentlicht wurde. Das ist dann auch der Punkt, der Helix an so vielen Stellen unglaublich spannend und beängstigend macht, sodass die Seiten verfliegen.
Brisante Fragen und spannende Unterhaltung

Natürlich war es clever, das Setting ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu verlegen: in die USA. Wo die Ethikkommission zwar auch scharf kritisiert, was für Machenschaften da getrieben werden, aber die Klagen im Grunde nur ein Tropfen auf den heißen Stein sind.

Die wohl spannendste Frage stellt das Buch, als es darum geht, ob der Mensch sich mit dem Herumexperimentieren am menschlichen Genom nicht selbst abschafft.

Zu den mitunter unsympathischen Charakteren wahrt man während des Lesens die ganze Zeit Distanz – ein Umstand, der mich nicht sonderlich gestört hat, da ich nicht erpicht war, Freunde für’s Leben zu finden.

Auch wenn es diesmal etwas länger dauerte, bis ich vollends von der Geschichte gefesselt war, hat mich die Entwicklung der Handlung wieder sehr begeistert. Ich denke, der fahle Beigeschmack, den man da mitunter hat, ist genauso gewollt. Das Ende ist gewohnt actionreich und hat mich sehr überrascht – und das letzte Kapitel sorgt quasi dafür, dass man das Buch nicht so schnell vergisst.

Mein Fazit

Ganz klare Leseempfehlung von meiner Seite! Wenn ihr Thriller mit außergewöhnlichen Themen mögt (und zum Beispiel Black Mirror guckt), dann wird euch Helix bestimmt sehr gut unterhalten.