Leserstimmen zu
Das Morgen ist immer schon jetzt

Patrick Ness

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Eine wunderschöne, mitreißsende, sensible Geschichte. Was ist, wenn man der Außenseiter ist? Was ist, wenn man sich seinen Ängsten plötzlich stellen muss. Ein Jugendbuch mit einem mal etwas anderen Protagonisten. Ich habe schon so viel gutes über Patrick Ness gehört und mit "Das Morgen ist immer schon jetzt" mein erstes Buch von ihm gelesen. Es ist mal eine etwas andere Story, die sicher jeden Schüler anspricht. Nicht alle sind beliebt. Nicht alle sind mega selbstbewusst. Der Großteil ist unsicher, hat Komplexe und Ängste. Wie kann man damit umgehen? Dieses Buch ist so schön geschrieben und macht allen Mut, die vielleicht nicht beliebt sind, aber dennoch die gleichen Träume und Wünsche haben, wie jeder andere auch. Was sollte man also tun, um sich selbst zu finden? Um sich eventuell neu zu erfinden. Sein Ich zu finden. Eine Geschichte über Freundschaft, Probleme, Ängste, Selbstfindung, Emotionen.... Also mal wieder keine Mainstream Story. Viel Spaß damit!

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Aber was macht das Buch so originell? Die Sicht, aus der erzählt wird ist das Besondere. Wenn in Büchern von einer Alienapokalypse, menschenfressenden Vampiren oder ähnlichem erzählt wird sind die Protagonisten eigentlich immer direkt davon betroffen und sind am Ende meistens auch die, die das Problem lösen und die Menschheit mal wieder retten. Hier ist das aber ganz anders, denn Mikey und seine Freunde kämpfen nicht gegen irgendetwas Übernatürliches, sondern gehören zu den Personen von denen man in anderen Fantasybüchern nicht viel erfährt. Nämlich zu denen, die zwar mitkriegen, dass irgendwas passiert, aber nicht wissen was das ist und ich fand es wirklich interessant, zur Abwechslung mal aus so einer Perspektive zu lesen, weil ich mich schon immer gefragt hab, was den "Normalen", nicht Auserwählten, so im Kopf rumschwirrt, wenn gerade die Welt untergeht oder massenhaft Jugendliche verschwinden. Ich finde die Idee eine Geschichte so zu erzählen unglaublich genial und kreativ und bin fast ein bisschen neidisch, dass ich nicht vor Patrick Ness selbst darauf gekommen bin. Neben der Idee und der Handlung im Allgemeinen fand ich auch den Schreibstil von Patrick Ness wunderschön. Dieser erinnert mich ein wenig an den von John Green und ich finde, das er sich unglaublich gut und leicht lesen lässt. Der Schreibstil ist zwar ganz simpel, aber trotzdem steckt in den Wörtern ganz viel Tiefe und ich liebe so etwas einfach. Die Hauptcharaktere - Mikey, Jared, Mel und Henna - fand ich alle sympathisch und außerdem hat mir gut gefallen, dass man sich wirklich mit ihnen identifizieren kann, weil sie einfach ganz normal sind. Also zumindest fast normal. Jared ist nämlich nicht ganz so normal. Ich will jetzt nicht sagen, warum er 'unnormal' ist, weil das ein Spoiler wäre, aber das er eben nicht normal ist, ist mein erster Kritikpunkt an dem Buch. Anfangs fand ich das Übernatürliche an Jared einfach nur überflüssig und bescheuert, später hab ich dann zwar erkannt und verstanden, warum der Autor ihn übernatürlich gemacht hat, aber hätte es nicht bitte etwas anderes sein können? Meiner Meinung ist Jareds 'Superkraft' nämlich etwas zu weird und zieht das Buch irgendwie ein Stück weit ins Lächerliche und das hätte wirklich nicht sein müssen. Ein weiterer Kritikpunkt wäre Mikeys Zwangsneurose. Ich verstehe, dass Patrick Ness damit wahrscheinlich zeigen wollte, dass die 'kleinen' Probleme manchmal genau so groß sind wie die großen und auch ganz normale Menschen Tag für Tag Kämpfe austragen und das teilweise mit sich selbst. Aber ich hab einfach das Gefühl, dass schon tausend andere Protagonisten in Jugendbüchern genau dieselbe Zwangsneurose hatten und irgendwie hat mich das gestört, weil ich das schon so oft gelesen habe. Ansonsten waren die Protagonisten aber wirklich toll und authentisch und eine Freundschaft wie die ihre (die übrigens ganz toll dargestellt wurde) kann sich eigentlich jeder nur wünschen. Jetzt zu einem meiner Lieblingspunkte, wenn es um das Buch geht. Die Aufmachung. Ich liebe sie einfach! Das Cover ist wunderschön und passt so, so, so, sooooo gut zum Inhalt. Gleiches gilt für den Titel. Beides ist einfach ein Traum.♥ Besonders gut hat mir auch gefallen, dass am Anfang jedes Kapitel die Geschichte auch aus den Augen der Auserwählten, der 'Indie Kids', ganz kurz zusammengesfasst erzählt wird. Zuerst hat mich das zwar extrem verwirrt, aber als ich es dann verstanden hatte, war diese zweite Perspektive wirklich toll! Insgesamt ist Das Morgen ist immer schon jetzt von Patrick Ness ein Jugendbuch, dass mich anfangs extrem verwirrt hat, mich später dafür aber umso mehr von sich überzeugen konnte, da die Idee dahinter einfach so unglaublich genial ist! Deshalb: quält euch durch den Anfang, der euch vielleicht verwirrt! Es lohnt sich! Ein ganz großes DANKE für dieses tolle Rezensionsexemplar geht an den cbj Verlag! ♥ Liebe Grüße, Bekky <3

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Inhalt: Mikey möchte einfach nur seinen Abschluss hinbekommen und so mutig sein Henna um ein Date bitten. Während die Indie Kids gegen Unsterbliche kämpfen kämpft Mikey mit seinen Problemen, ganz normale Probleme wie die Frage zum ersten Date. Er erzählt von seinem Leben als ganz normaler Teenie... Meine Meinung: Auf der Messe im Herbst wurde dieses Buch schon als sehr besonders angekündigt und vor allem anders als der Vorgänger Mehr als das, der mir nicht ganz so gut gefiel. Ich wurde neugierig und fragte Das Morgen ist immer schon jetzt an. Als erstes fielen mir die Einleitungen vor jedem Kapitel auf und da ich meist nicht vor dem lesen nochmal den Rückentext lese versuchte ich mir selber einen Reim drauf zu machen. Diese kurze Passagen erzählen von dem Übersinnlichen was in der kleinen Stadt vor sich geht während Patrick Ness ganz normale Probleme zu seiner Geschichte macht. Das ist auch das Besondere an diesem Buch. Es geht nicht um die Helden und die Fantasie Gestalten die versuchen die Weltherrschaft an sich zu reißen, sondern um eine handvoll junge Erwachsene die kurz vor ihrem Abschluss stehen und so ihre ganz eigenen Probleme haben. Eine Geschichte die zeigt das man auch als ganz normaler Mensch etwas besonderes ist, vor allem für seine Lieben um sich herum. Das ist etwas was der Erzähler Mikey nicht akzeptieren kann. Er fühlt sich nicht als besonders und meint das Geschwister und Freunde gut auf ihn verzichten können. Zudem oder auch wegen dem schlägt er sich mit Zwängen herum die hier so nebensächlich beschrieben sind und doch sehr eindringlich wirken. Jared dagegen ist besonder. Er ist zu einem viertel ein Gott der Katzen und doch verhält er sich nicht so. Er ist schwul und versucht da seinen Weg und einen Platz zu finden. Jared ist der beste Freund von Mikey. Mel ist die große Schwester von Mikey. Sie musste ein Jahr wiederholen weshalb sie auch zu den Abgängern gehört. Auch sie hat ihre Probleme wirkt für mich aber sehr taff. Henna ist das zweite Mädel in der Clique und die angebetete von Mikey. Doch es scheint ob sie eher auf einen anderen Jungen steht. Bei allen Figuren liest man von ihren Problemen. Alle Probleme kennt man auch selber, ich denke gerade zum Ende der Schulzeit. Somit empfinde ich dieses Buch als so herrlich normale, wenn man von den Unsterblichen die immer nur kurz thematisiert werden absieht. Patrick Ness hat so einen fesselnden Schreibstil das sogar ganz alltägliche Sachen nicht langweilig werden und man dieses Buch wirklich kaum weglegen möchte. Das Einzige was ich merkwürdig fand waren eben diese kurzen Texte mit dem Kampf gegen die Unsterblichen, weil die Figuren so fern blieben das diese kurzen Szenen recht schnell vergessen waren. Die Altersangabe ab 12 finde ich teilweise doch recht verfrüht. Ich denke so richtig rein versetzen kann man sich wirklich erst ab 14-16 Jahren Am Ende zeigt Patrick Ness das man nichts Besonderes sein muss um besonders zu sein.

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Das Morgen ist immer schon jetzt ist ein sehr außergewöhnlich, aber auch ein wenig seltsames Buch. Anfangs hatte ich Probleme in das Werk zu starten. Der Konversation, in die man direkt hinein geworfen wird, konnte ich anfangs nur schwer folgen – zu viele Namen und zu wenig Information (und ein männlicher Hauptprotagonist in der Ich-Form). Aber nach dem Klappentext war ich sehr gespannt darauf eine Geschichte neben einer Geschichte zu lesen; die eines normalen Teenagers, der keiner der Ausgewählten ist und die, die von den Helden handelt. Patrick Ness hat den Aufbau seines Buch sehr clever inszeniert: er erzählt wie oben schon erwähnt zwei Geschichten. Die Auserwählten, die heldenhaftes tun, die versuchen die Welt zu retten und dabei auch Gefährten verlieren. Es sind immer nur ein paar Sätze, ein kleiner Abschnitt am Anfang eines jeden Kapitels, aber auf jeden Fall Stoff für einen eigenen Fantasy-Roman. Natürlich hätte ich mir da mehr gewünscht; ein paar Sätze haben meinen Wissensdurst nicht wirklich befriedigen können. Mehr Details, mehr Handlung, mehr Information, einfach mehr. Aber genau darum geht es ja bei Patrick Ness' Geschichte: Die Story der Helden und Auserwählten, die eigentlich eher im Hintergrund spielt. Im Vordergrund stehen dagegen Mickey und seine Freunde. Und auch wenn es nur die Hauptgeschichte der Nebengeschichte der Hauptgeschichte ist, wie sich Mickey in einer Welt zurechtfindet, in der auch Vampire, Seelenfresser etc. ihren Platz haben, hat er alleine schon einiges zu bieten: Zwangsstörung, unsterblich verliebt in die beste Freundin, ständig Streit mit seinen Eltern. Und auch seine Schwester und seine Freunde haben mit ihren Probleme zu kämpfen, was natürlich der Stoff dieses wundervollen Romans ist. Jeder dieser Charaktere hat ein Manko, eine Sucht, ein Problem, keiner ist völlig unbeschadet, frei und glücklich und deswegen macht es das Buch und die Freundschaften untereinander auch so interessant. Wahrscheinlich mochte ich deswegen alle, wegen der Unterschiedlichkeit und Vielfältigkeit, die sie zu bieten haben. Selbst den mysteriösen Nathan konnte ich in mein Herz schließen. Man erfährt viel über sie, über ihre Geheimnisse, ihre Wünsche, Ziele und Träume, ihren Umgang mit sich selbst und auch mit den anderen. Das steht im Vordergrund, während andere um sie herum, versuchen die Welt zu reden, so wie Mickey und seine Clique sie eben kennen. Patrick Ness Schreibstil empfand ich als wundervoll. Seine Art, Dinge darzustellen und den Leser einzubeziehen, indem er ihn desöfteren direkt anspricht, fand ich wunderschön und eindeutig passend zu diesem Jugendbuch. Fazit Ein Roman über das Alltägliche: Klingt vielleicht auf den ersten "Blick" langweilig, war es aber ganz und gar nicht, da die Geschichte mit allerlei Übernatürlichem, Spannung und ein bisschen Liebe gespickt ist. Damit liefert Patrick Ness mit seinem Werk Das Morgen ist immer schon jetzt ein wundervolles Gesamtpaket, das ich euch mit gutem Gewissen weiterempfehlen kann.

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DAS MORGEN IST IMMER SCHON JETZT Titel: Das Morgen ist immer schon jetzt Autor: Patrick Ness Verlag: cbj Preis: gebunden; 16,99€, Taschenbuch; - Klappentext: Was, wenn man NICHT einer der Außerwählten ist, wie sie immer in den Büchern beschrieben werden? Wenn man nicht der Held ist, der sonst üblicherweise die Zombies bekämpft, oder die Seelenesser oder was immer gerade das nächste unheilbringende Wesen sein mag, das die Welt bedroht. Was, wenn man einer ist wie Mikey? Der einfach nur seinen Abschluss hinbekommen möchte und zum Schulball gehen und vielleicht irgendwann den Mut aufbringen, Henna um ein Date zu bitten – bevor irgendjemand die Schule in Schutt und Asche legt. Wieder mal. Denn manchmal gibt es stinknormale Probleme, die echt wichtiger sind als der nächste Weltuntergang, und angesichts derer man erkennt, dass das eigene ganz normale Leben absolut einzigartig und außergewöhnlich ist. (Quelle: random-house.de, cbj-Verlag, Klappentext) VORSICHT SPOILER! eigene Meinung: Zuerst einmal vielen lieben Dank an das Bloggerportal, von denen ich das Buch zugesendet bekommen habe. Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen, die Covergestaltung gefällt mir auch sehr gut. Als ich den Klappentext gelesen habe konnte ich mir nichts darunter vorstellen, auch nach den ersten Seiten nicht. Ich war ein bisschen verwirrt, weil man sozusagen direkt in die geschichte "reinliest", es keine Einleitung oder ähnliches gibt. damit hat man sich dann aber schnell zurecht gefunden. Was mich überrascht hat war, dass sich nach ein paar Seiten rausgestellt hat, dass es doch ein Fantasy Buch ist, weil der beste Freund des Protagonisten zu 1/4 ein Gott ist und Wunden heilen kann, zudem lockt dieser immer Katzen an :D. Besonders schön fand ich die parallel laufenden Geschichten, die am Ende dann zusammengeführt worden sind, beziehungsweise wegen der Geschichte mit dem Indie-Kids ist in der sozusagen "normalen" Welt etwas passiert. Der Aufbau des Buches war in etwa so, dass vor jedem Kapitel eine Zusammenfassung des Kapitels war was in der Welt der Indie-Kids passiert ist. In den "richtigen" Kapiteln ist dann die "normale" Welt ausführlicher behandelt worden. Ich werfe die ganze Zeit mit dem Begriff "Indie-Kids" um mich, das sollte ich vielleicht auch mal kurz erklären. Die Indie-Kids sind eine in sich abgeschlossene Gruppe, diese Kinder reden nicht mit den anderen, sie sind unter sich. Wenn man sie etwas fragt bekommt man meist nur Ein-Wort-Sätze als Antwort. Diese Indie-Kids sind in sehr mysteriöse Dinge verstrickt. Alles in einem hat mir das Buch sehr gut gefallen, nur weil ich mich am Anfang nicht einfinden konnte gibts von mir an dieser Stelle 4,5/5 Sternchen⭐

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Dieses Buch hat mich direkt durch den Klappentext neugierig gemacht. Mal ein Buch ohne einen großen Helden? Das fand ich echt spannend. Kann so etwas überhaupt gehen? Funktioniert so eine Story? – JA, DAS GEHT! UND WIE! Zu diesem Buch muss vorab gesagt sein, dass man sich schon drauf einlassen muss! Es ist ein Setting in der realen Welt, in der aber im Laufe der Geschichte immer wieder merkwürdige Dinge geschehen, die man eher der Fantasy zuordnen würde. Darum soll es in diesem Buch aber ja gerade nicht gehen. ;) Am besten man nimmt die Vorfälle einfach so wie sie sind :) Ich habe anfangs, trotz des flüssigen und lockeren Schreibstils, ein bisschen gebraucht, um mich an die Umstände zu gewöhnen und richtig in die Geschichte rein zu denken. Wenn man mich fragt würde ich schon sagen, dass dieses Buch ein etwas anderes Jugendbuch ist. Es gibt zwei unterschiedliche Erzählstränge, die sehr ungleichmäßig verteilt sind. Hier kommt schon ein großer Punkt, weshalb sich dieses Buch von anderen Jugendbüchern so unterscheidet. In den meisten Büchern gibt es immer irgendwelche Helden, die Großes vollbringen müssen, schwierige Prüfungen bestehen und die Welt vor dem Untergang bewahren sollen. Im Buch sind das die sogenannten „Indie-Kids“. Auf sie wird im Buch aber mal ein ganz anderes Licht geworfen. Denn wenn man mal genauer drüber nachdenkt sind diese Charaktere immer ziemlich arm dran. Sie geraten ständig in Gefahr und tragen eine riesen Verantwortung. Außerdem sterben einige von ihnen einen frühen Tod. Der erste Erzählstrang in dem Buch erzählt von ihnen. Und das jeweils am Anfang des Kapitels für ca. 5 Sätze. Das war’s. Diese Idee finde ich einfach genial, dass die actionreiche und heldenhafte Story wirklich immer nur so kurz wie es eben geht zusammengefasst wird und der Fokus somit ganz klar auf Mike und seinen Freunden, und damit (naja, zumindest fast) „normalen“ Menschen liegt. Die Geschichte wird aus Mikes Sicht erzählt. Dabei wird man als Leser mit vielen alltäglichen Problemen von Jugendlichen im Abschlussjahr konfrontiert. Schaffe ich meinen Abschluss? Was mache ich danach? Werden wir Freunde bleiben? Schaffe ich es noch meiner großen Liebe meine Gefühle zu gestehen? - Zukunftsängste, Ungewissheit, Angst, Neugierde, Erwachsen und selbstständig werden. Zudem kommen bei Mike noch seine Zwangsstörung hinzu, mit der er im Alltag fertig werden muss, eine Mutter, die mitten im politischen Wahlkampf steckt und ein alkoholabhängiger Vater hinzu. Und auch Mikes Freunde Henna, Jared und seine Schwester Mel haben allesamt mit ein paar Probleme und Herausforderungen zu kämpfen. Mir haben die Charaktere allesamt sehr gut gefallen! Sie waren mir echt sympathisch, einfach weil sie eben so „normal“ waren. Sie wirkten einfach sehr authentisch. Besonders gut gefällt mir in diesem Buch die Entwicklung, die die Freunde alle machen. Sie treffen eigene Entscheidungen und werden selbstständiger. Mein Fazit: Patrick Ness übermittelt mit den beiden Handlungssträngen eine, wie ich finde, ganz wunderbare Botschaft: „Man muss nicht immer gleich die Welt retten. Das eigene Leben ist manchmal schon Herausforderung genug. Man ist auch ein Held, wenn man einfach seinen Alltag so gut es eben geht meistert!“ Das Buch ist definitiv mal etwas anderes! Ein cooles Jugendbuch über Freundschaft, Zukunftsängste und den ganz normalen Wahnsinn des Lebens! :) „Sei ein Held in deinem eigenen Leben!“ Ich vergebe 4 von 5 möglichen Büchern!

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Meine Meinung: Patrick Ness hat es mir nicht leicht gemacht, in diesen Jugendroman hineinzufinden. Ich hatte anfangs das Gefühl, ins eiskalte Wasser geschubst zu werden, ohne irgendwelche Erklärungen zu bekommen, und ich bin mir auch jetzt, nachdem ich das Buch zu Ende gelesen habe, nicht wirklich sicher, ob ich den Roman richtig verstehe. Dem Lesevergnügen tut dies allerdings keinen Abbruch. Man kann das Buch auf jeden Fall genießen, wenn man sich einfach mal fallen lässt und kein Problem damit hat, 5 gerade sein zu lassen. In diesem Buch werden zwei Handlungen erzählt. Zum einen haben wir die Geschichte von Mikey, der als Ich-Erzähler fungiert. Der 17-Jährige steht kurz vor dem Highschool-Abschluss. Seine Tage verbringt er mit seinen Schwestern Mel und Meredith und seinen Freunden Jared und Henna. Auf die Eltern ist er eher nicht gut zu sprechen – die Familie ist schon ziemlich verkorkst. Aber das sieht wahrscheinlich die Mehrheit der Jugendlichen für sich ebenso. Seit ewigen Zeiten ist Mikey in Henna verliebt, doch traut er sich nicht, ihr dies zu sagen. Und Henna weiß auch gar nicht wirklich, was sie selbst eigentlich will. Jared ist ein wunderbarer Freund, wie man sich keinen besseren wünschen kann. Und auch Mel steht ihrem Bruder stets zur Seite, obwohl sie mit eigenen Problemen zu kämpfen hat. Wären wir also bei den Problemen. Davon gibt es in diesem Jugendbuch reichlich. Mikey leidet unter einer Zwangsstörung, die ihm ziemlich zu schaffen macht. Auch Mel hat ein psychisches Problem. Jared hat eine besondere Gabe, aber auch er ist damit nicht ganz glücklich. Und Hennas Eltern haben Pläne mit ihrer Tochter, die dieser überhaupt nicht zusagen. Daneben ereignen sich in der kleinen Stadt mysteriöse Dinge. Immer wieder tauchen blaue Lichter auf, Kinder kommen zu Tode. Die Clique um Mikey sieht mehr, als die Erwachsenen wahrnehmen, nämlich Vampire, Zombies oder Seelenesser, die die Menschen bedrohen. Dabei handelt es sich bei „Das Morgen ist immer schon jetzt“ eigentlich nicht um einen Fantasyroman. Stehen diese aggressiven Wesen also für etwas anderes? Zum Beispiel für die ganz alltäglichen Schrecken, die ein Jugendlicher auf seinem Weg zum Erwachsenen erlebt? Der zweite Erzählstrang ist nun tatsächlich die Zusammenfassung eines Fantasyromans mit einem Prinzen und einer jahrtausendealten Liebe und Helden, die die Welt retten müssen. Am Anfang eines jeden Kapitels wird ein Stück dieser Fantasy erzählt. Und irgendwie ist diese Fantasygeschichte auch immer wieder mit Mikeys Geschichte verzahnt. Mikey, der gerne ein Held sein möchte, der Angst hat, dass er nicht gebraucht wird, der Angst hat, dass er seine Freunde mehr braucht als sie ihn. Nicht nur Mikey, auch die anderen Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Auch die weniger sympathischen Figuren konnte ich gut nachvollziehen. Sie wirken alle sehr authentisch und bis zu einem gewissen Grad absolut alltäglich. Genau solche Menschen kenne ich selbst auch. Mikey und seine Freunde entwickeln sich im Laufe des Romans, wachsen an den Herausforderungen des Alltags. Dies wird sehr schön dargestellt und macht Jugendlichen, die vor ähnlichen „normalen“ Problemen stehen, Mut, sich ihrem Leben und ihrer Zukunft zu stellen. Mal davon abgesehen, dass ich teilweise von der Handlung verwirrt war und die Fantasygeschehnisse nicht einordnen konnte, fand ich dieses Buch großartig. Der Schreibstil des Autors ist einfach klasse. Er schafft damit eine wunderbar dichte Atmosphäre. Zwar ist der Hintergrund eher düster, doch trotzdem gelingt es Patrick Ness, mit seinem Roman Hoffnung zu verbreiten. Zwischen den Zeilen gibt es so vieles zu entdecken. Und für mich bleibt ein wundervolles Fazit: "Nicht jeder muss die Welt retten. Den meisten bleibt nichts anderes übrig, als ihr Leben zu leben, so gut sie eben können, Dinge zu tun, die ihnen wichtig sind, tolle Freunde zu haben, ein besseres Leben anzustreben und die Menschen um sie herum aufrichtig zu lieben." (S. 218) Wir müssen nicht die Welt retten, um Helden zu sein. Wir alle sind die Helden unseres eigenen Lebens, und das ist spannend und überraschend genug! Nicht so gelungen finde ich die Altersempfehlung des Verlags von 12 Jahren. Sicher sind Kinder und Jugendliche verschieden reif, aber die 12-Jährigen, die ich kenne, wären mit diesem Buch hoffnungslos überfordert. Ich würde es eher ab 14 Jahren empfehlen.

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Ich mag Bücher, die mit Klischees spielen, und somit war das Buch in dieser Hinsicht perfekt. Denn hier gibt es durchaus die üblichen Auserwählten, vor jedem Kapitel wird in einem sehr knappen Abschnitt zusammengefasst, was die darin gerade tun - was vermutlich der Handlung der üblichen Young Adult-Fantasy-Romane entspräche. Teilweise musste ich dabei echt grinsen, weil dabei auch bekannte Klischees durch den Kakao gezogen und übertrieben dargestellt werden - unsterbliche Liebe auf den ersten Blick, zum Beispiel. Doch der Protagonist dieses Buches hat damit nichts zu tun, er lebt ein mehr oder weniger ganz normales Leben. Haben wir uns nicht immer schon mal gefragt, was der Rest der Menschen tut, während die Welt gerettet wird? Hier ist die Antwort. Aber das Buch ist noch so viel mehr. Denn Mikey kämpft auch im normalen Leben. Er leidet unter einer Zwangsstörung, kommt nicht so wirklich mit seinen Eltern klar und traut sich nicht, dem Mädchen seiner Träume seine Liebe zu gestehen. Die Botschaft des Buches? Jeder hat etwas, mit dem er kämpft. Ich mochte Mikey. Er ist niedlich, gerade wenn er sich um seine Schwestern kümmert, zu denen er eine sehr gute Beziehung hat. Und er hat auch Ecken und Kanten, denn manchmal handelt er nicht ganz richtig. Letztendlich bleiben aber alle Charaktere etwas blass, obwohl Potenzial für mehr vorhanden wäre und Vielschichtigkeit oft angedeutet wird. Die Handlung konzentriert sich vor allem auf die Interaktion zwischen in ihnen, sodass die individuelle Persönlichkeit manchmal ein wenig auf der Strecke bleibt. Nicht extrem, aber es wäre mehr möglich gewesen. Dennoch waren mir die meisten Charaktere sympathisch, jeder von ihnen hat seine eigenen Probleme und doch kümmern sie sich umeinander. Die Liebesgeschichte steht gar nicht mal so im Vordergrund, auch wenn sie durchaus von Bedeutung ist, der Fokus liegt eher auf Selbstfindung und Freundschaft. Gerade letztere muss auch Konflikte austragen, letztendlich sind aber alle füreinander da. Der Schreibstil ist sehr flüssig und humorvoll, und obwohl eben keine Action im Sinne von Weltrettung da ist, fesselte mich diese alltägliche Handlung. Denn manchmal kann auch der Alltag bedeutend sein. Erste Person Präsens ist bekanntlich umstritten, aber ich mag diese Erzählweise am liebsten. Teilweise werden Mikeys Gedanken auch in Einwürfen dargestellt. Mikey spricht wiederholt den Leser direkt, auch mit du, an, stellt ihm Fragen, bittet ihn, eigene Erfahrungen einzubringen, sodass der Leser in die Geschichte einbezogen wird. Fazit: Ungewöhnliche, flüssig zu lesende und humorvolle Geschichte, die mit bekannten Fantasy-Klischees spielt, während die Protagonisten nicht die Auserwählten sind, sondern weiter ihr normales Leben haben und doch Probleme bewältigen müssen, mit dem Fokus auf den tollen Beziehungen zwischen den Charakteren

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