Leserstimmen zu
Was das Herz nie vergisst

Kelly Rimmer

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€ 15,00 [D] inkl. MwSt. | € 15,50 [A] | CHF 21,90* (* empf. VK-Preis)

Meine Meinung Allgemein „Was das Herz nie vergisst“ berührt mit seiner Thematik: Entbindungsheime. In früheren Jahren war es eine Schande, wenn Frauen unverheiratet schwanger wurden und so gab es Heime, in denen sie entbanden und ihr Kind nie wieder sahen. Dieses Buch handelt um genau so ein Kind. Welches damals adoptiert und nie wieder Kontakt zu ihrer Familie hatte. Sie möchte Kontakt zu ihren eigentlichen Eltern und somit beginnt eine Geschichte, die das Herz nie vergisst. Bücher, in denen Kinder adoptiert sind, gibt es häufiger. Neu war in diesem Buch der Aspekt des Entbindungsheimes. Auch daraus bekommt man eine Menge mit. Natürlich berührt das Wissen und auch nahm mich die Perspektive der Mutter mit. Die Naivität in jungen Jahren, die Hoffnung, die Liebe. Doch trotz allem kamen die Gefühle der Tochter nicht bei mir an. Alles blieb oberflächlich für mich. Ein weiterer wichtiger Faktor, der nicht unterging, waren die Eltern, die damals das Kind adoptiert haben. Auch sie verbindet eine Geschichte mit der leiblichen Mutter und auch ihnen fällt es nicht leicht, das Kind zu teilen. Hinzu kommen die Muttergefühle eine werdenden Mutter. Im großen Ganzen beleuchtet das Buch sehr viele unterschiedliche Facetten, bietet eine einzigartige Geschichte, obwohl das Schicksal damals viele Mütter teilten und gibt einem ein Gefühl für den eingeschränkten Blick dieser Zeit. Charaktere Hauptcharakter ist Sabina, die selbst Mutter wird und somit auf die Spuren ihrer eigenen Geschichte kommt. Sie handelt oft sehr bodenständig, scheint in einer liebenden Beziehung zu stecken und teilt mit dem Leser emotionale Gedanken. Ihre Eltern sind reserviert und konservativ. Ihr Vater mag es gar nicht, alte Dinge hochbrodeln zu lassen und von beiden bekommt man einen Blick des jungen und alten Ichs. Sie stellen die Vergangenheit des Buches dar. Die Sichtweisen der Leute, die vor vierzig, fünfzig Jahren groß geworden sind. Letzten Endes gibt es noch die leibliche Mutter von Sabina, die eine Frohnatur ist und dessen Seelenstärke im Buch gut herausgefiltert wurde. Schreibstil & Sichtweise Es gibt drei Handlungsstränge. Einmal Sabina in der Gegenwart, zweitens Sabinas leibliche Eltern in der Vergangenheit und ebenfalls in der Vergangenheit sind die Eltern, mit denen Sabina groß geworden ist. Geschrieben ist das Buch aus der Ich-Perspektive. Der Schreibstil war angenehm. Viele Unterhaltungen, sowie Gedanken und Handlung. Emotional konnte mich der Schreibstil nicht mitnehmen.+ Cover & Titel Das Cover ist schlicht gestaltet, mit Pflanzen umrankt. Sie haben in dem Buch keine wirkliche Bedeutung. Könnten für Vergänglichkeit stehen? Es ist ein gängiges Romancover, welches jedoch nicht viel über den Inhalt aussagt. Dahingegen liebe ich den Titel. Denn dieser hat viele Bedeutungen. Das Herz vergisst Gefühle, wie Geschehnisse nicht, mögen sie noch so alt sein. War das Erlebnis einschneidend, so wird es für immer im Herzen bleiben. Das spiegelt sich vor allem in Sabinas leiblicher Mutter wieder. Zitat „Es ist eigenartig, sich zu kennen und gleichzeitig zu begreifen, dass man lediglich das Produkt des Nestes ist, in dem man aufgewachsen ist – und dass ein anderes Nest leicht ein anderes Ich hervorgebracht haben könnte.“ – 91 Fazit Dieses Buch bringt einem in mehreren Aspekten die damalige Situation des unehelichen Kinderkriegens näher. Leider konnte mich das Buch emotional nicht komplett erreichen.

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Mit 38 Jahren ist Sabina das erste Mal schwanger. Sie und ihr Mann Ted schäumen über vor Freude und natürlich möchte Sabine die Neuigkeit auch gleich mit ihren Eltern teilen. Doch Graeme und Megan reagieren schockiert und abweisend. Was ist mit ihren sonst so liebevollen Eltern los und warum blocken sie bei diesem Thema so ab? Freuen sie sich denn nicht, Großeltern zu werden? Eigentlich sollte sich immerhin Sabina freuen, doch das seltsame Verhalten trübt jedes Gefühl in ihr. Dann rückt die Mutter endlich mit der Sprache raus: Sabina wurde bei ihrer Geburt adoptiert! Sie war Teil der in Australien in den 1960ern bis 1980ern systematisch durchgeführten erzwungenen Adoptionen, in denen minderjährige Mädchen ihrer Kinder beraubt wurden. Sabina begibt sich tapfer auf die Suche nach ihren Wurzeln. „Was das Herz nie vergisst“ ist nette Lektüre – nicht mehr, nicht weniger. Das liegt vielleicht daran, dass ich noch nie so viele kursiv geschriebene Worte in einem einzigen Roman entdeckt habe. Alles scheint hier wichtig, betonenswert und irgendwie schräggestellt. Mit der Zeit geht einem das ganz schön auf die Nerven. Was allerdings viel schlimmer wiegt, ist die Leichtigkeit, mit der im Roman alles passiert. Man sollte meinen, es ist für Sabina eine ganz schöne Aufgabe, ihre Vergangenheit zu erforschen. Weit gefehlt. Sie ruft eine Nummer an, nur wenige Tage später erhält sie einen Namen und eine Adresse. Das war’s. Dann meldet sie sich bei der überglücklichen anderen Frau und alle sind glücklich, wirklich alle – um das noch mal besonders zu betonen. Es findet wenig bis gar keine Auseinandersetzung mit dem Thema Adoption und Zwang statt, alles plätschert nur so vor sich hin. Das macht „Was das Herz nie vergisst“ keineswegs zu einer schlechten Lektüre. Sieht man mal über die vielen kursiven Worte hinweg, ist das Buch nett und unterhaltsam. Seichte Kost für Zwischendurch eben, nicht thematisch tief einsteigend. Irgendwie hübsch anzusehendes Gefühlsgeplänkel mit liebenswerter Hauptfigur. Der Roman ist lesenswert, aber eben nicht für jede Zielgruppe. Leserinnen von Nora Roberts beispielsweise werden sich bestimmt gut unterhalten fühlen. Mir ganz persönlich war das alles zu seicht und leicht gemacht.

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Inhalt: „Meine liebste Tochter, ich hatte all die Jahre ein Geheimnis vor dir. Du bist adoptiert ...“ Als Sabina und ihr Mann Ted erfahren, dass sie ein Kind erwarten, empfinden sie nichts als Glück. Doch als Sabina ihren Eltern freudestrahlend davon erzählt, reagiert ihre Mutter sehr seltsam und zurückhaltend. Sabina ist wie vor den Kopf gestoßen, doch bald wird ihr klar, dass es eine Sache gibt, die ihre Eltern bisher verschwiegen haben: Sie ist adoptiert. Sabinas heile Welt bricht von einem Moment auf den anderen über ihr zusammen. Wie kann eine Mutter ihre eigene Tochter weggeben? Sie macht sich auf, ihre leibliche Mutter zu suchen, doch was sie entdeckt, erschüttert nicht nur ihr eigenes Leben ... Meine Meinung: Bei diesem schönen Buch muss ich unbedingt zuerst auf das Cover hinweisen. Ist das nicht hübsch? Ich hab mich direkt verliebt auch wenn es mit dem Inhalt des Buches recht wenig zu tun hat. Für mich war es das erste Buch der Autorin, war aber definitiv nicht das Letzte. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm und flüssig. Generell hat mir auch das Setting, das im Klappentext grob dargestellt wird, sehr gut gefallen. Bereits nach den ersten Seiten war ich tief in die Geschichte eingetaucht und konnte das Buch wirklich nicht mehr aus der Hand legen. Innerhalb von 24 Stunden hatte ich es ausgelesen. Wie im Klappentext oben schon erwähnt geht es hier um das Thema der Adoption, genauer gesagt sogar um Zwangsadoption. Die Geschichte wird abwechselnd von der eigentlichen Protagonistin Sabina, ihrer leiblichen Mutter Lilly und ihrer Adoptivmutter Megan erzählt, teilweise in verschiedenen Zeitebenen. Jede der Frauen bekommt somit die Möglichkeit, dem Leser Ihren Teil der Geschichte zu erzählen. Dabei kommen so manche Dinge ans Licht, die mich wirklich fassungslos zurückließen. Die Autorin hat es geschafft, die Gedanken und Gefühle der einzelnen Personen authentisch auf Papier zu bringen. Einziger Kritikpunkt ist für mich das Ende, das meiner Meinung nach ein wenig zu glatt ist. Ich bin mir unsicher, ob es in der Realität genauso ablaufen könnte. Ich möchte deswegen allerdings keinen Stern abziehen, da mich die Geschichte einfach zu sehr berührt hat. Fazit: Dieser Roman ist wirklich emotional und hat mich tief bewegt. Ein oder zwei Mal musste ich mir sogar ein Tränchen verdrücken. Ich kann euch das Buch also wirklich empfehlen und vergebe 5 Sterne.

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Auf das Buch bin ich in erster Linie aufgrund des wunderschönen Covers aufmerksam geworden, das aber rückblickend auf mich ein bisschen zu bunt und fröhlich wirkt und meiner Meinung nach deshalb nicht ganz so passend für die bedrückende Geschichte ist, die sich dahinter verbirgt. Worum es in dem Buch geht, wird bereits sehr treffend im Klappentext beschrieben, der gleichzeitig auch als Einstieg in die Geschichte dient. Und genau ab dem Zeitpunkt, als Sabina nach 38 Jahren erfährt, dass sie adoptiert ist, hat mich die Story richtig gepackt. Die Autorin schafft es sehr eindrücklich und bewegend zu schildern, welche Auswirkungen diese Enthüllung auf Sabina hat. Man erfährt nicht nur, was im Gefühlsleben der Protagonistin vor sich geht, sondern auch, welche Folgen das Ganze auf zwischenmenschlicher Ebene hat. Nachdem Sabina die Nachricht verdaut hat, muss sie sich damit auseinandersetzen, dass ihre Eltern sie ihr Leben lang angelogen haben. Und darin verbirgt sich verständlicherweise sehr viel Konfliktpotential, das seinen Höhepunkt erreicht, als Sabina den beiden erklärt, dass sie ihre biologischen Eltern suchen möchten. Das wiederum ist Auslöser dafür, dass Sabinas Mutter und Vater sich mit den Konsequenzen ihrer damaligen Entscheidung konfrontieren müssen, was alles andere als leicht für alle ist, denn das Thema "Zwangsadoptionen" schwebt wie ein Damoklesschwert über die gesamte Geschichte. Was mir besonders gefallen hat ist die Art und Weise, wie die Autorin die Auswirkungen beschreibt, denn sie schafft es, das Thema mit der nötigen Sensibilität zu behandeln, ohne diese Enthüllung auf übertrieben dramatische Weise auszuschlachten. Die gesamte Geschichte wirkt dadurch sehr authentisch und glaubhaft - und das hat mir besonders gut gefallen. Das Buch ist in zwei Handlungsstränge unterteilt. Zum einen gibt es die Gegenwart, die sich mit Sabinas Umgang mit der Situation befasst und zum anderen gibt es die Zeitebene vor 38 Jahren, die aus der Sicht von Sabinas biologischer Mutter geschildert wird. Ich fand diese Vorgehensweise ganz wunderbar, denn nach und nach erfährt der Leser, wie es damals überhaupt zu der Adoption gekommen ist, bis die beiden Handlungsstränge schliesslich zusammengeführt und in der Gegenwart verschmelzt werden. Der Schreibstil lässt sich sehr flüssig und angenehm lesen und die Seiten sind sprichwörtlich dahingeflogen. Ich hatte aber ein bisschen den Eindruck, dass die Handlung sehr schnell vorangetrieben und alles ein bisschen zu sehr auf ein Happy End getrimmt wurde. Es war fast so, als hätten sich alle Beteiligten sehr schnell mit dieser neuen Situation abgefunden und sich darauf einstellen können. Ob das in der Realität auch alles so harmonisch verlaufen würde, wage ich zu bezweifeln. Fazit: Ein bewegendes Buch über eine schwangere Frau, die nach 38 Jahren erfährt, dass sie adoptiert wurde und sich nun den Folgen dieser Enthüllungen stellen muss, die viele Fragen zu ihrer eigenen Identität aufwirft. Die Autorin geht sehr sensibel mit dem Thema "Zwangsadoption" um und schafft es, das Thema authentisch umzusetzen, ohne dabei reisserisch zu sein. Der Handlungsbogen wirkt gut durchdacht und wird durch das Verschmelzen zweier Handlungsstränge schön abgerundet - wobei der Schlussteil in meinen Augen schon ein bisschen zu schön ist, um wahr zu sein. Aus diesem Grund gibt es von mir 4 Sterne für dieses berührende Buch.

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Das Buch erzählt die tragische Geschichte von Sabina Piper, die im Alter von 38 Jahren ihr erstes Kind erwartet. Als sie und ihr Mann Ted Sabinas Eltern glücklich davon erzählen, reagieren diese sehr merkwürdig. Besonders Sabinas Mutter Megan reagiert nicht nur zurückhaltend sondern sogar erschrocken und ängstlich. Auf Sabinas großen Druck hin, geben die Eltern schließlich zu, dass Sabina adoptiert ist und sie keine eigenen Kinder bekommen konnten. Megan wurde zwar mehrfach schwanger, verlor die Kinder aber jedes Mal durch Fehlgeburten. Deshalb ist sie ängstlich, dass es Sabina nun genau so gehen könnte. Sabinas Vater zeigt sich sehr stur und will Sabina auf keinen Fall die Wahrheit erzählen. Sabina ist sehr enttäuscht und verletzt, dass sie so lange belogen wurde und selbst jetzt niemand bereit ist, ihr die ganze Wahrheit zu sagen. Erst nachdem sie den Eltern mit einem totalen Bruch droht, gibt ihre Mutter ihr heimlich den Namen der leiblichen Mutter und das korrekte Geburtsdatum. Sabina macht sich auf die Suche nach ihrer leiblichen Mutter und kommt einer tragischen Wahrheit auf die Spur. Die Autorin erzählt die Geschichte auf zwei Zeitebenen, die Gegenwart im Jahr 2012 und die Vergangenheit im Jahr 1973. In der Gegenwart erleben wir Sabinas Perspektive und im Jahr 1973 die ihrer leiblichen Mutter Lilly in Form von Briefen an ihre große Liebe James. In diesen Briefen erzählt sie von ihrer Situation in einem staatlichen Entbindungsheim. Später kommt dann noch die Perspektive von Megan im Jahr 1973 dazu. Für alle drei Protagonistinnen hat die Autorin die Ich-Form gewählt, was die Leser tief in die Gedanken und Emotionen der drei Frauen blicken lässt. Die Thematik der Zwangsadoptionen bei jungen, ledigen Frauen, die in Australien offenbar bis in die 1970er Jahre üblich war, hat die Autorin mit diesem Roman sehr einfühlsam verarbeitet. Mich hat es richtig wütend gemacht, wie damals mit den jungen Frauen umgegangen wurde. Anstatt die jungen Mütter zu unterstützen wurden ihnen die Kinder oft unmittelbar nach der Geburt weggenommen und die Mütter gezwungen, die Adoptionspapiere zu unterschreiben. Fassungslos war ich über das Verhalten von Sabinas Adoptiveltern, die auch jetzt nach 38 Jahren noch nicht die Wahrheit sagen wollen. Besonders der Adoptivvater zeigt sich da sehr uneinsichtig. Gefesselt habe ich Sabinas Suche nach ihrer leiblichen Mutter verfolgt und mich mit ihr gefreut, als die Suche zum Erfolg führt. Das Wiedersehen zwischen Mutter und Tochter habe ich genau so wie Sabina entgegen gefiebert und hatte Tränchen der Rührung in den Augen, als dieses erste Treffen nach so vielen Jahren endlich stattfindet. Sabina lernt ihre wahre Familie kennen und so wie diese große Familie sie mit offenen Armen und großen Glücksgefühlen aufnimmt, so habe auch ich beim Lesen dieses Glück spüren können. Doch damit ist Sabinas Geschichte noch längst nicht zu Ende erzählt. Denn Lilly und Sabina beginnen damit, die Vergangenheit aufzuarbeiten und auch Megans Gedanken und Motive zur damaligen Zeit werden noch deutlich. Ich war gespannt, wie sich die Situation für alle drei Frauen entwickeln würde und ob es am Ende zum Verstehen und Verzeihen kommt und auch Megans Adoptiveltern Bestandteil der neuen großen Familie werden können. Denn mit Sabinas Baby ist ja bereits die nächste Generation unterwegs. Das tragische Thema der Zwangsadoptionen wird in diesem Roman durch die drei wunderbar gezeichneten Protagonistinnen und drei verschiedene Sichtweisen sehr feinfühlig deutlich gemacht und an dieses Unrecht erinnert. Der lebendige Schreibstil und die vielen großen Emotionen haben mich begeistert und sehr bewegt. Dieser Roman ist ein ganz besonderes Leseerlebnis! Fazit: 5 von 5 Sternen

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Als die 38-jährige Sabina ihren Eltern erzählt, dass sie schwanger ist, erfährt sie von ihnen, dass sie selbst adoptiert ist. Ihre Eltern machen ein Geheimnis um die Adoption im September 1973, weshalb Sabina davon ausgehen muss, dass es sich um eine Zwangsadoption gehandelt haben muss. Ihre Mutter Megan hat dann doch ein Einsehen und nennt Sabina den Namen ihrer leiblichen Mutter: Liliana Wyzlecki. Lilly hat seit 19 Jahren darauf gewartet, dass sich ihre erste Tochter bei ihr meldet. Sie ist glücklich verheiratet mit Sabinas Vater und hat mit ihm zwei weitere Kinder bekommen. Sabina lernt ihre leiblichen Eltern kennen, erfährt ihre Wurzeln und gleichzeitig verändert sich ihre Sicht ihre bisherigen Eltern, von denen sie dachte, dass diese sie abgöttisch lieben. "Was das Herz nie vergisst" ist ein emotionales Buch über drei Frauen, drei Mütter in unterschiedlichen Situationen: Megan, die sich so sehr ein Kind gewünscht hat, aber keines lebend zur Welt brachte, aber in einer Einrichtung für minderjährige Schwangere arbeitete; Liliana, die mit 16 Jahren weder heiraten noch ihr Baby behalten durfte und letztlich die schwangere Sabina, die so spät von ihrer eigenen Adoption erfährt. Der Roman ist aus der Sicht von Sabina geschrieben, Liliana lernt man zunächst durch Briefe an ihren geliebten James kennen, als sie schwanger ist. Über Megans Situation erfährt man durch eine Rückblende in die Vergangenheit in das Jahr 1973. Nachdem ich vom ersten in Deutschland von Kelly Rimmer erschienenen Roman "So blau wie das funkelnde Meer" so begeistert war, hat mich dieser Roman etwas enttäuscht, da mich die Schicksale der drei Frauen nicht so wie erhofft berühren konnten. Ich mochte weder Sabinas weinerliche, unnachgiebige Art, noch war mir Megans langes Schweigen verständlich. Das Thema Zwangsadoption blieb mir zu sehr an der Oberfläche. Viel mehr als die Briefe der noch sehr jungen und naiven Lilly an James hätte ich mir einen aktiven Rückblick in die Vergangenheit sowohl aus Megans als auch aus Lillys Sicht gewünscht. Mir waren die Frauen zu sehr vom Schicksal gebeutelt und zu stereotyp als gut und böse dargestellt. Im Vergleich dazu blieben die Männer langweilig farblos, wobei auch in Bezug auf sie Megans Ehemann als der Schuldige abgekanzelt wurde, während Sabinas Ehemann übertrieben verständnisvoll mit Sabinas Stimmungen umzugehen wusste. Ohne eine tiefergehende Auseinandersetzung mit der Zwangsadoptionen in den 1970er-Jahren als solche empfand ich den Roman, der sich auf die Darstellung der Enttäuschung Sabinas über ihre bisherigen Eltern und das Kennenlernen ihrer leiblichen Eltern beschränkte, zwar sehr feinfühlig dargestellt, aber enttäuschend langweilig.

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Das Cover finde ich wirklich sehr gelungen. Es wirkt erwachsen und reif und passt somit perfekt zu dem Buch. Die gewählte Schriftart ist sehr schön und auch die minimaoistischen Zeichnungen der Blumen spricht mich sehr an. Alles im allem ein wirklich harmonisches Cover. Unsere Protagonistin Sabina ist eine sehr sympathische und authentische Frau, deren Handlungen ich immer nachvollziehen konnte und die mir irgendwie total nahe war. Sie ist herzlich, ehrlich, aufrichtig und emotional. Mit ihrem Wesen konnte sie mich total packen und ich habe mit ihr mitgelitten, mitgelacht und mitgeweint. Auch ihr Mann Ted war mir sehr sympathisch und was mir hier besonders aufgefallen ist, ist dass jeder einzelne Charakter wunderbar ausgearbeitet war und das Buch so lebendig hat werden lassen. In dieser sehr emotionalen Geschichte wird aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt. Das Thema dieses Buches war für mich mal etwas ganz anderes und etwas, was ich persönlich so noch nicht gelesen habe. Es geht hier um Zwangsadoption und auch der historische Hintergrund wird hier aufgegriffen, was ich sehr informativ und interessant fand. Wir blicken ein paar Mal in die Vergangenheit zurück, genauer gesagt in ein Entbindungsheim im späten 20. Jahrhundert. Allerdings findet hier nicht unsere Haupthandlung statt, diese befindet sich ganz normal in der heutigen Zeit und somit in der Gegenwart. Der Schreibstil von der Autorin Kelly Rimmer war so fließend, dass ich durch die Seiten flog. Ihre Wörter sind so voller Leben und die Emotionen konnte sie wirklich wunderbar rüberbringen, sodass ich alles nachempfinden konnte. Schon von Anfang an fesselte mich diese Geschichte. Ich fand es spannend, interessant und emotional.

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Dies war der erste Roman, den ich von dieser Autorin gelesen habe, aber das Thema Adoption hat mich aufmerksam auf die Geschichte gemacht und ich bin noch immer sehr bewegt. Ich hatte die Richtung in die es hier geht so nicht erwartet und war erschüttert was damals passierte. Ich war geschockt, dass es so etwas wie Zwangsadoption gab. Der Aufbau der Geschichte mit den drei Erzählperspektiven hat mich in die Geschichte eintauchen lassen. Ich war gefesselt und sehr bewegt von den Schicksalen. Die Autorin hat mich mit ihren Worten gefesselt und sehr berührt. ich habe mit den Frauen mitgelitten, gebangt und gehofft dass alles doch noch ein gutes Ende nimmt. Eine bewegende Geschichte die mich sehr berührt hat. Von mir eine klare Leseempfehlung und 5/5 Sternen. Vielen Dank an Blanvalet und Random House für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

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