Leserstimmen zu
Der Bruder des Wolfs

Robin Hobb

Die Chronik der Weitseher (2)

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Über tausend Seiten Spannung liefert der zweite Band der ersten Weitseher-Trilogie. Robin Hobb schließt nahtlos mit einem kleinen Prolog an den ersten Band an. War der erste im Stil der Ich-Erzählung noch etwas gewöhnungsbedürftig für mich, so ist dieser eine Wucht. Sämtliche Typen und Charaktere sind gut ausgearbeitet, ihre Erlebnisse und Handlungsweisen stets nachvollziehbar ohne völlig vorhersehbar zu sein. Ein Spannungsbogen folgt dem nächsten und am Ende droht ein gewaltiger Cliffhanger. Wie gut, dass der dritte Band bereits im Dezember erscheint! Es empfiehlt sich nicht, dieses Buch abends im Bett zu lesen. Ich habe eine Nacht fast durchgelesen und es erst gemerkt, als ich wirklich hundemüde war. Fast schon wieder Zeit zum Aufstehen... Die fantastische Welt, die Hobb erfand, wirkt völlig echt und ist bis ins kleinste Detail durchdacht. Auch dies trägt dazu zum Schmöker-Erlebnis bei. Die Geschichte liefert einen groß angelegten Verrat, Hingabe und Loyalität, einen bunten Strauß an Abenteuern, Spannung und etlichen Quäntchen Überraschung. Dazu schrieb Hobb in einer gut zu lesenden, nicht zu einfachen Sprache, bildhaft genug, um sich alles gut selbst vorstellen zu können ohne zu viel Details einzubauen.

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Endlich ist nun auch der zweite Band erschienen und ich habe ihn gleich in einem Rutsch verschlungen. Ich konnte einfach nicht anders. Schon nach den ersten paar Seiten war ich wieder mitten in der Handlung und wollte das Buch nicht mehr aus den Händen legen. Wieder dreht sich alles um Fitz, der schon im ersten Band der Trilogie nicht viel zu Lachen hatte. Sein Leben ist alles andere als leicht, trotzdem meistert er alles mit einer nahezu beruhigenden Ergebenheit. Ich mag ihn als Charakter und das es ihm in diesem Band schlechter ergeht als im Band zuvor tat mir richtig leid. Jetzt zeigt Edel sein wahres, mieses Gesicht und macht es Fitz noch schwerer als er es ohnehin schon hat. Ich hasse diesen Kerl, da hat Frau Hobb einen wunderbaren Hasscharakter erschaffen, das muss man ihr schon lassen. Zum Glück hat er seine Freunde aus dem ersten Teil, die ihm zur Seite stehen und ihm Halt geben. Ich glaube ohne sie würde Fitz das alles kaum ertragen. Auch König Listenreicht, der Fitz bisher immer geholfen hat, ist diesesmal..nein, ich spoilere nicht, das müsst ihr selber lesen. Molly fand ich im ersten Band noch sympatischer, in diesem wirkt sie auf mich leider ein wenig flach. Was wie immer positiv ist, ist das Frau Hobbs auch in diesem Band wieder viel liebe in ihre Charaktere gesteckt hat, so das man sie noch ein Stück besser kennenlernen kann. Die Handlung ist auch diesesmal wieder schön bildhaft, es gibt zahlreiche Rückblenden ohne die man sich das eine oder andere mal leicht verzetteln könnte. Es wird komplexer und man merkt schon das alles auf den kommenen Höhepunkt der Gesamthandlung zusteuert. Auch in diesem Band werden wir Leser mit offenen Fragen zurückgelassen, die werden wohl in Band 3 geklärt werden. Was soll ich noch sagen außer mich zu wiederholen? Ich kann auch dieses Buch wieder jedem FantasyFreund ans Herz legen. Mir persönlich macht die Geschiche um Fitz viel Spaß, es gibt magie, Intrigen, tolle Figuren und eine schön geschriebene Handlung die einfach zu Lesen Spaß macht. Für mich ein Lesegenuß.

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Die Gabe der Könige war der Titel des ersten Teils der Chronik der Weitseher und ist Inhalt des zweiten Teils. Atmosphärisch dicht wird die Reichweite und die Wirkung der Gabe klar. Und was der Unterschied zur alten Macht ist. +++ Fortsetzung der Intrigen +++ Damit sollte klar sein, dass dieser zweite Teil zwingend die Kenntnisse des ersten Bands voraussetzt. Es gibt zwar immer wieder Rückblenden, die aber mehr als Erinnerungsstütze für den Leser dienen als Rückblende, die das nötige Verständnis vermitteln. Diese Rückblenden sind durchaus notwendig, denn die Geschehnisse rund um das Schicksal von Fitz-Chivalric nehmen an Komplexität zu. Dabei muss der Leser durchaus offen für Verrat, Intrigen und Ehre sein, die immer wieder in Königshäusern anzutreffen sind. +++ Offene Fragen +++ Dieser zweite Teil lässt den Leser mit vielen offenen Fragen zurück, schließt in sich aber als eine Episode ab. Vor allem die übergeordnete Handlung rund um die roten Korsaren bleibt sehr im Dunklen. Wie auch viele andere übergeordnete Handlungsstränge, die erst im dritten Band (hoffentlich) aufgeklärt werden. Glücklicherweise muss sich der Leser nur bis zum Winter diesen Jahres gedulden, denn die Neugier, in Erfahrung zu bringen, wie die Geschichte endet, giert ins Unendliche. Schuld daran ist die packende Geschichte, die Hobbs zu erzählen weiß. +++ Spannung +++ Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive von Fitz-Chivalric, den Bastard in der Erbfolge der Könige. Dies verleiht nicht nur Einblicke in seinen Charakter, Hobbs weiß es unglaublich geschickt auch den anderen Protagonisten der Geschichte eine ungemeine Glaubwürdigkeit zu verleihen. Zusätzlich weiß die Geschichte den Leser mit so mancher Überraschung zu überrumpeln. Wer hat wen verraten und wer ist schlussendlich wessen Werkzeug? Den Leser mag der Umfang dieses Buchs vielleicht abschrecken, aber mit jeder geschriebenen Seite wird die Geschichte vorangetrieben und lässt das Buch zu einem stimmigen Gesamtwerk verschmelzen. +++ Fazit +++ Dieser zweite Teil der Chronik der Weitseher beinhaltet viele spannende und interessante Inhalte, die jeden Fantasyfan zu begeistern weiß. Nein, ich rede nicht von epischen Schlachten und fantastischen Fabelwesen, sondern von Macht und Magie, wie sie unscheinbar ihr Ranken in das Königshaus schlägt. Eine überaus gelungene Fortsetzung, wobei Hobbs es tatsächlich schafft, die Geschichte weiter voranzutreiben und den Leser deutlich effektiver an die Seiten zu binden. Geschrieben als Trilogie muss der erste Teil „Die Gabe der Könige“ ebenso gelesen werden wie der bald erscheinende dritte Teil "Der Erbe der Schatten„.

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