Leserstimmen zu
Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind

Jonas Jonasson

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JONAS JONASSON - Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind (carl's books) - es geht doch nichts über ein klein wenig kriminelle Energie - Der, 1961 in Växjö geborene und heute auf der schwedischen Insel Gotland lebende Journalist und Schriftsteller Jonas Jonasson, veröffentlichte mit „Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind“ bereits im April 2016 seinen nunmehr dritten Roman. Wer zuvor schon "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" (welches mittlerweile in 45 Sprachen übersetzt wurde) oder auch "Die Analphabetin, die rechnen konnte", vom schwedischen Star Autor Jonasson gelesen hat, der weiß in etwa, was ihn mit "Mörder Anders..." erwartet. Nämlich eine durchaus intelligent aufgebaute Story mit ausgeklügelten Wendungen, die immer wieder in unvorstellbaren, komischen Situationen endet und deren Humor nicht selten mit bösem Sarkasmus glänzt. Jonas Jonasson hatte bislang ein goldenes Händchen für skurrile, unterhaltsame und extravagante Storyboards. Leider scheint sein Quell an Inspiration nach und nach zu versiegen oder es liegt am immer gleichen Aufbau, der sich allmählich tot läuft, denn der fantastische Spirit, der noch dem Erstlingswerk "Der Hundertjährige..." innewohnte, geht mit jeder neuerlichen Veröffentlichung von Jonas Jonasson leider mehr und mehr verloren. Der sechsundfünfzigjährige ehemalige Gefängnisinsasse und mehrfache Mörder Johann Andersson ist, nach seiner letztmaligen Entlassung aus der Haftanstalt, im ehemaligen Freudenhaus „Club Amore“ und jetzigen Pension „Sjöudde“ in der Stockholmer Umgebung untergekommen. Axt, Flinte und Messer haben ihn zu dem gemacht, der er heute für jedermann in Schweden ist: nämlich Mörder-Anders. Nicht die hellste Kerze auf der Torte, verspricht er dem Rezeptionisten des "Sjöudde" Per Persson in Zukunft so wenig Morde wie möglich zu begehen. Aber wenn dann erst mal Schnaps und Tabletten im Spiel sind..., aber denen hat Mörder Anders ja mittlerweile abgeschworen. Der Rezeptionist Per Persson ist alles andere als reich und hat sich, nicht zuletzt wegen akuten Geldmangels in und direkt hinter der Rezeption häuslich niedergelassen. Sein Großvater, einst ein angesehener Nutztierhändler, hatte den Wandel der Zeit verschlafen und anstatt in Traktoren weiterhin in Pferde investiert und so das gesamte Vermögen der Familie durchgebracht. Als sich Per Persson gerade auf einer Parkbank von seinem nervenaufreibenden Job an der Hotelrezeption erholt und auf die atheistische Pfarrerin Johanna Kjellander trifft, die vom Sprecher des Gemeinderats und der gesamten Gemeinde während der Predigt aus der Kirche geworfen und letztlich aus dem Kirchenamt entlassen wurde, ändert sich sein ganzes Leben. Vor allen Dingen, als die ebenfalls abgebrannte Pfarrerin, kurzerhand in Zimmer Nummer 8 (Wand an Wand mit Mörder-Anders) untergebracht wird und kurze Zeit später auf selbigen trifft. Geschäftstüchtig wie Pfarrerin Kjellander nun mal ist, schlägt sie dem wohl gefährlichsten Mann Schwedens, ein lukratives Geschäft vor, in das auch bitte der Rezeptionist involviert sein möge. Mit Hilfe der Bibel und Gottes Segen, gegen die die Pfarrerin eine gewisse Abneigung hegt, vermarkten sie Mörder-Anders Dienstleistungen. Sogar die internationale Presse wird hinzugezogen, um die Werbetrommel für die neu gegründete "Körperverletzungsagentur" so richtig anzurühren. So wenden sich Mörder-Anders und seine Freunde gegen den einen oder anderen Feind. Das ungleiche Trio, das es mit der Moral nicht so genau nimmt, kann seine Geschäftsbeziehung in kürzester Zeit zu einem florierenden, internationalen Unternehmen ausbauen. Daraus entwickelt sich eine groteske, humorvolle Geschichte, die jedoch weit hinter den hochgesteckten Erwartungen der Vorgängerromane zurückbleibt. Und auch wenn man Jonas Jonasson attestieren muss, seine ganz eigene, urtypische und unverkennbare Erzählweise entwickelt zu haben, mangelt es ihr ein wenig an Originalität und Ideenreichtum. "Mörder Anders..." ist eine ganz nette Geschichte, die in ihrem Verlaufe leider merklich abflaut, sodass es spätestens ab dem Mittelteil doch arg zäh wird und man sich durch den Wust an Buchstaben buchstäblich hindurch kämpfen muss. Jonasson‘s Geschichten sind zwar immer rigoros übertrieben und konstruiert, dafür aber stets lesenswert und unterhaltsam. Etwas anderes als unterhalten will und soll die Belletristik ja auch gar nicht. "Mörder Anders..." kann da durchaus mithalten, die angesprochenen Erwartungen aber definitiv nicht erfüllen. Die Story ist dafür zu arg drüber. Der Autor verirrt sich dafür einfach zu häufig in Belanglosigkeiten und Nichtigkeiten abseits der eigentlichen Abläufe. Der Lokalkolorit kommt kaum zum Tragen und auch die Charakterzeichnung ist eher blass ausgefallen. Das braucht es zwar für die Geschichte, die Jonasson mit "Mörder Anders..." erzählt nicht unbedingt, doch hätte es das Storyboard sicherlich empathischer gestaltet. Als Mörder-Anders dann eines schönen Tages auf die denkbar ungünstige Idee kommt, sein Leben zu ändern, um mit Gottes Hilfe den Pfad der Tugend einzuschlagen, sehen die Pfarrerin und der Rezeptionist die gesamte Körperverletzungsunternehmung als stark gefährdet. Da die Pfarrerin und der Rezeptionist den Hals jedoch nicht voll genug kriegen können, bescheißen sie Mörder-Anders, sowie den ein oder anderen Kunden um seine Investitionen und machen sich dadurch alles andere als lieb Kind in der Unterwelt. Eine irrwitzige Flucht mit dem Wohnmobil, zwei Koffern voller Geld und Mörder-Anders höchstpersönlich als Mitflüchtling an Bord beginnt. Ungewollt ziehen sie eine Schneise der Verwüstung (oder sagen wir besser eine Schneise der Verwunderung) hinter sich her. Die Medien, wie das Internet puschen die Story zusätzlich und bezeichnen Mörder-Anders, der großzügige Spenden an das Rote Kreuz und die Heilsarmee macht, bald als modernen Robin Hood, der von seiner ganzen Nation gefeiert wird. Die beiden gewissenlosen Nutznießer Kjellander und Persson gründen daraufhin im und mit dem Namen von Mörder-Anders eine Glaubensgemeinschaft und kaufen eine Kirche. Eine Kirche mit ihrer ganz eigenen Philosophie, sowie ihrem eigenen Verständnis von Abendmahl und dem Leib Christi. Doch dann ruft einer der geschädigten Unterweltler zur ersten und größten Großversammlung Krimineller in Schweden auf, um die Betrüger um Mörder-Anders und selbigen höchstpersönlich beiseite zu schaffen. Aber die drei Kirchenbesitzer haben einen extrem starken Trumpf in der Hand, der zu einem unkontrollierbaren Blutbad unter den Kriminellen führen könnte... Meine Wertung: 73/100 https://www.jonasjonasson.com/ Link zur Buchseite des Verlags: https://www.randomhouse.de/Buch/Moerder-Anders-und-seine-Freunde-nebst-dem-einen-oder-anderen-Feind/Jonas-Jonasson/carls-books/e492877.rhd Aus dem Schwedischen von Wibke Kuhn Originaltitel: Mördar-Anders och hans vänner (samt en och annan ovän) Originalverlag: Piratförlaget, Stockholm 2015 Hardcover, Pappband mit Schutzumschlag, 352 Seiten, 13,5 x 21,5 cm ISBN: 978-3-570-58562-7 Erschienen am 07. April 2016 More Hard Stuff @ www.lackoflies.com

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Diesmal wird es kriminell. Der Protagonist , Johann Anders , ist frisch aus dem Gefängnis entlassen. Er gründet mit einer atheistischen Pfarrerin und einem Rezeptionisten eine Körperverletzungsagentur. Die Geschäfte laufen gut, doch plötzlich interessiert sich Mörder Anders für Jesus und will nur noch Gutes tun. Dieser Roman ist voll mit komischen schon fast unglaublichen Gestalten und gruseligen Ereignissen. Das Ganze wirkt skurril , die Handlungen scheinen brutal , jedoch werden sie durch die gemütliche Atmosphäre abgeschwächt.
Die Handlung wirkt absurd doch die Aktionen sind halb so wild. Ich habe Schlimmeres erwartet.
Wirklich witzig kann ich diese Geschichte nicht bezeichnen, jedoch sehr besonders und skurril. Es ist spannend, skurril , witzig und unterhaltsam und etwas verrückt. Jedoch habe ich mehr erwartet, da ich sehr begeistert war von den anderen Büchern von Jonas Jonasson. Deswegen vergebe ich vier von fünf Eulen. 🦉🦉🦉🦉 Roman: Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind Autor: Jonas Jonasson Verlag: Pinguin

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In der Geschichte geht es um Per Persson, der durch ungünstige Umstände nichts vom Erben seines Großvaters abbekommen hat und so in einem eher runtergekommenen Hotel als Rezeptionist arbeitet. Mit dieser Anstellung ist er weder glücklich noch zufrieden. Während einer seiner Mittagstunden lernt er die Pfarrerin Johanna Kjiellander kennen, die ihm dreist 20 Kronen für eine Fürbitte maust und nebenbei ganz locker sein Mittagessen wegfuttert. Doch irgendwie scheinen sich die beiden zu verstehen. Ziemlich schnell lernt Per dann auch zusätzlich noch Mörder anders kennen und die drei bilden ein Trio. Das sogenannte Trio entwickelt eine Geschäftsidee, eine ziemlich skurrile und makabrere Idee, Mörder Anders soll im Auftrag Beine, Arme etc. brechen, je nach Wunsch ihres Kunden. Per und Johanna sind währenddessen für die Verwaltung zuständig. Doch wie der Zufall es will, wird Mörder anders plötzlich gläubig und besinnt sich eines Besseren und hängt seinen „neuen Job“ an den Nagel. Also muss schleunigst eine neue Geschäft Idee her, damit sich die Geldbeutel der drei schnell wieder füllen. Der Schreibstil des Autors ist nicht gewöhnungsbedürftig man braucht eine Zeit um sich damit anzufreunden. Leichter Einstieg sieht leider anders aus. Die Geschichte ist einfach super skurril und definitiv nichts für jedermann - mich eingeschlossen. Ich habe zwar „Als der Hundertjährige aus dem Fenster stieg…“ gelesen, aber mit dieser Geschichte wurde ich leider gar nicht warm.

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Jonas Jonasson ist bekannt geworden durch seinen Bestseller, „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“. Seitdem hat der schwedische Journalist weitere Bücher im selben Stil geschrieben. Das Muster seiner Bücher: Zufällig begegnen sich außergewöhnliche Menschen, und dann führt eins zum anderen auf ihrem ungewöhnlichen gemeinsamen Weg. Dabei ist die Handlung sowohl skurril als auch lustig, und auch an Spannung fehlt es nicht. In diesem Buch geht es um Per Persson, der als armer Rezeptionist in einem heruntergekommenen Hotel arbeitet. Als Mörder-Anders aus dem Gefängnis entlassen wird, nimmt er sich in diesem Hotel ein Zimmer. Dazu kommt eine enttäuschte Pfarrerin, Johanna, die von ihrer Gemeinde verjagt wurde und nun obdachlos ist. Johanna trifft Pers und hört von Mörder-Anders, der auf keinen Fall mehr morden will, und nun seinen Lebensunterhalt mit Auftrags-Körperverletzungen verdient. Da kommt sie auf den Gedanken diese Geschäftsidee auszubauen, und den Rezeptionisten und sich selbst am Gewinn zu beteiligen. Das Geschäft läuft gut, aber auf einmal interessiert sich Mörder-Anders für Jesus. Die Pfarrerin, die selbst voller Wut auf Gott und die Bibel ist, lässt ihn an ihre Zweifel teilhaben. Umso erstaunter ist sie, als Mörder-Anders beschließt ein neues Leben mit Jesus zu beginnen, und den Menschen nur noch Gutes zu tun. Eins führt zum anderen, und bald ist das Trio auf der Flucht vor einer Unmenge von Gangstern, die alle eine Rechnung mit ihnen zu begleichen haben. Gemeinsam durchleben sie Höhen und Tiefen, dabei sind Per und Johanna immer auf der Suche nach der besten Geschäftsidee. Wer die ersten beiden Bücher von Jonas Jonasson mag, wird beim Lesen dieses Buchs vermutlich enttäuscht sein. Die Erzählung zieht sich in die Länge, ohne dass viel geschieht. Das Lesen macht auch deshalb weniger Spaß, weil dieses Trio recht unsympathisch ist. Per und Johanna sind wegen ihrer Kindheit voller Hass und Wut auf alles und jeden. Sie suchen stets nur ihren eigenen Vorteil. Während die Wandlung von Mörder-Anders beeindruckend ist, scheint er meistens nicht so wirklich ganz da zu sein. Naiv und fast immer alkoholisiert folgt er dem geschäftstüchtigen Paar. Besonders störend beim Lesen ist aber die respektlose und geschmacklose Einstellung gegenüber Gott, dem Glauben und der Bibel. Während es wirklich Spaß gemacht hat die ersten zwei Bücher zu lesen, ist dieses Buch leider eine Enttäuschung. Da kann man nur hoffen, dass Jonassons nächstes Buch wieder besser wird!

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„Mörder Anders und seine Freunde nebst dem ein oder anderen Feind“, erschienen im Penguin Verlag, wurde mir als Rezensionsexemplar von der Verlagsgruppe Random House zur Verfügung gestellt. Ich glaube, dass ich nichts vorwegnehme, wenn ich euch sage, dass ich das Buch auch definitiv selbst gekauft hätte – es hat mir nämlich super gefallen. Das Buch gehört in das Genre der Schelmenromane, die ja seit einigen Jahren eine kleine Renaissance in der Literatur erleben. Schelmenromane sind charakteristisch für ihre Protagonisten, die stets aus der unteren Gesellschaftsschicht stammen und daher nicht wirklich gebildet sind, aber ein gehöriges Maß an Bauernschläue besitzen. Sie wurden meist vom Pech verfolgt, bis sie irgendwann die Ungerechtigkeit der Welt entdecken. Nach dieser Erkenntnis begeben sich die Protagonisten nun auf eine Reihe von Abenteuern, die sie durch sämtliche Gesellschaftsschichten führen (was dazu dienen soll, die jeweilige Schicht zu spiegeln, ähnlich wie in Fabeln die verschiedenen Tiere eine gewisse Art Mensch aus der jeweiligen Gesellschaft, oder sogar eine konkrete Person, darstellen und oft ins Lächerliche ziehen). In den Abenteuern, auf die die Protagonisten keinen Einfluss haben, passieren die verrücktesten (und oft auch kriminelle) Dinge, und es gelingt den Protagonisten immer, sich aus allen Situationen auf abenteuerliche Weise zu retten. Am Ende der Geschichte sind die Protagonisten meist geläutert und begeben sich auf die legale Seite der Gesellschaft. Jonas Jonasson hat mit „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ sowie „Die Analphabetin, die rechnen konnte“ bereits zwei, meiner Meinung nach, wunderbare Schelmenromane verfasst. Beide Bücher fand ich wirklich schön, daher war eigentlich klar, dass ich auch „Mörder Anders [..]“ lesen musste. Allerdings hatte ich nicht so wahnsinnig viel Gutes über das Buch gehört, weshalb ich echt lange gezögert habe, ob ich es wirklich lesen sollte. Klappentext „Ein Mörder, der mit Jesus spricht, eine Pfarrerin, die mit Gott hadert, und ein frustrierter Hotelmitarbeiter, der von der Liebe überrascht wird. Ein unbeschreiblich skurriles Trio, das zu einer großen Mission aufbricht: Sie wollen die Menschen glücklicher und den eigenen Geldbeutel voller machen. Und das auf ihre ganz besondere Weise: tollkühn, unverfroren, mit viel Glück (und ein wenig Verstand) …“ Ich hätte definitiv nicht so lange warten brauchen. Das Buch zu lesen hat mir sehr viel Spaß gebracht, sogar so sehr, dass ich des Öfteren in der Öffentlichkeit komisch angeguckt wurde, weil ich wohl ein bisschen zu laut gelacht habe. Mörder Anders heißt eigentlich Jonas Andersson, aber da er bereits drei Mal im Gefängnis saß, für drei Morde, die er ausversehen begangen hat, ist es eigentlich sehr verständlich, dass er diesen Spitznamen bekam. Als Mörder Anders nun aus dem Gefängnis entlassen wird steht für ihn fest, dass er definitiv niemanden mehr töten wird. Dafür muss er sich nur von allem Alkohol (außer Bier) und allen anderen Drogen fernhalten, denn die sorgen ja dafür, dass er wütend wird und Menschen (er)schlagen muss. Mörder Anders wohnt also in einem eher schäbigen Hotel und verdient sein Geld damit, dass er für verschiedene Gangster Menschen vermöbelt, die ebendiese Gangster um Geld oder andere Dinge betrogen haben. Doch eines Tages führt Mörder Anders einen Auftrag nicht vernünftig aus. Der Auftraggeber kommt ins Hotel, aber findet nur einen Rezeptionisten anstelle des Mörders, der kein Mörder mehr ist, vor. Also droht der Auftraggeber einfach dem Rezeptionisten. Nun liegt es am Rezeptionisten Mörder Anders mitzuteilen, dass er entweder seinen Auftrag vernünftig erfüllen soll, oder dass er mit der Hälfte des Honorars leben müsse… Leider ist Mörder Anders schwer von Begriff und glaubt, dass man ihn übers Ohr hauen wolle. In seiner Angst erschlagen zu werden, schlägt der Rezeptionist Mörder Anders ein Geschäft vor. Ich muss sagen, dass mich der Schreibstil von Jonas Jonasson mal wieder sehr begeistert hat. Er schreibt sehr einfach, aber das ist nicht negativ gemeint, im Gegenteil. Man kann einfach immer ganz entspannt weiterlesen, ohne dass man merkt, wie die Zeit vergeht. Außerdem hat Jonasson einen genialen Humor, recht trocken, ein bisschen auf Kosten einiger Charaktere, aber auch sehr sympathisch. Ich musste oft laut lachen, weil viele Sätze oder Abschnitte einfach zu lustig waren. Hier hat die Übersetzerin wirklich sehr gute Arbeit geleistet. „Die Brüder hatten nur zwei Möglichkeiten: Sie konnten den Auftrag entweder annehmen… oder ihn annehmen.“ (S. 194) Mir hat das Buch wirklich sehr gut gefallen. Ich gebe 5/5 Sternen und hoffe, dass Jonas Jonasson noch ein weiteres tolles Buch verfassen wird.

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ch habe schon sehr viel von Jonas Jonasson gehört. Als ich dann den Titel dieses Buches las, wurde mein Interesse sofort geweckt. Ich bin ein Fan skurrilerer Protagonisten und Geschichten und wirklich alles in diesem Buch ist auf eine tolle Art und Weise total abgedreht und skurril. Zu Beginn des Buches erfahren wir die Geschichte von Per Persson, dessen Großvater eigentlich mal reich war aber aufgrund einiger ungünstiger Umstände blieb davon nichts mehr für Per Persson übrig also wurde er Rezeptionist in einem sehr zwielichtigen Hotel. Während seiner Mittagspause trifft er auf die Pfarrerin Johanna Kjellander, die ihm für eine Fürbitte 20 Kronen abluchsen möchte, ihm anschließend seine Brotzeit wegfutter und sich schließlich auch noch in sein Hotel einnistet. Und dann wäre da noch Mörder Anders, der nur 5000 Kronen vom Graf bekommt anstelle von 10 000, weil er seine Auftrag nicht richtig ausgeführt hat und diese Botschaft sollen ihm Per Persson und Johanna Kjellander überbringen. Dadurch ensteht auch die erste Geschäftsidee. Mörder Anders bricht im Auftrag Beine, Arme ... je nach Wunsch des Kunden und der Rezeptionist und die Pfarrerin verwalten das Ganze, doch schließlich wird Mörder Anders gläubig und eine neue Geschäftsidee muss her. Wichtig dabei ist nur, dass sich die Geldbeutel der drei besonders schnell füllen... Mehr möchte ich Euch zum Inhalt gar nicht sagen, aber ich denke ich konnte Euch einen kleinen Einblick ich diese lustige ,skurille Geschichte geben. Der Schreibstil von Jonas Jonasson ist gewöhnungsbedürftig. Man braucht einige Zeit um in die Geschichte hineinzukommen, da er aus der Erzählerperspektive schreibt. Aber nachdem man in die Geschichte gefunden hat, ist das kein Problem mehr. FAZIT: Eine tolle Geschichte mit skurillen und liebenswürdigen Personen, die ich Euch absolut empfehlen kann. Von mir gibt es vier Sterne aufgrund des Einstiegs in die Geschichte, dieser ist mir doch sehr schwer gefallen.

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Nachdem ich den Hundertjährigen von Jonas Jonasson geliebt habe, hatte ich sehr hohe Anforderungen an dieses Buch, aber auch große Zweifel, ob ihm so ein Geniestreich nochmal gelingen würde. Aber was soll ich sagen, meine Zweifel waren völlig unbegründet. Wieder einmal ist dem Autor ein wirklich großartiges Buch gelungen, voller Witz, Absurditäten und doch voller Logik. Kein anderer Autor versteht sich so sehr darauf, unmögliche Szenerien so normal und logisch erscheinen zu lassen. Während des Lesens glaubt man tatsächlich, dass sich alles so zutragen könnte, obwohl es gegen jeden gesunden Menschenverstand geht. Dafür liebe ich die Werke des Autoren. Auch bei diesem Buch musste ich wieder sehr viel lachen und schmunzeln und den Kopf schütteln, über die Entwicklung der Handlung und die Charaktere. Der Schreibstil des Autors, aus dem man den Sarkasmus und die Ironie deutlich heraushört, ist einfach großartig und seine humorvolle Art, die Vorfälle zu erzählen, einzigartig.

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Herrlich skurril und komisch ist auch der dritte Roman „Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind“ (2016) des schwedischen Bestseller-Autors Jonas Jonasson (56), der im September 2017 beim Penguin-Verlag als Taschenbuchausgabe erschien. Nach dem unvergleichlichen Erfolg seines auch verfilmten Erstlingswerks „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ (2011) und dessen Folgeband „Die Analphabetin, die rechnen konnte“ (2013) ist dies nun Jonassons dritter Roman in ähnlicher Erzählweise. Und wie bei allen Serien besteht auch hier die Gefahr der Routine und Gleichförmigkeit und beim Leser die Gefahr der Langeweile. Doch dem Schweden ist es tatsächlich noch einmal gelungen, auch mit diesem dritten Buch wieder zu begeistern. Vielleicht war auch der große zeitliche Abstand zu den Vorbänden ein Vorteil. Allein schon die Handlung und Jonassons anfangs dumm erscheinende, dann doch gewitzte Protagonisten lassen schmunzeln, sofern man nicht alles allzu ernst und wörtlich nimmt. Natürlich ist es im wörtlichen Sinne überhaupt nicht komisch, wenn Johanna, die gottlose und ständig fluchende Pfarrerin, und Per, der mit Gott und der Welt unzufriedene Rezeptionist eines zu einer Billigpension umgewandelten Billigbordells, gemeinsam mit dem brutalen Mörder Anders eine Knochenbrecher GmbH gründen, um mit Auftragsmorden reich zu werden. Doch Jonassons Figuren sind derart skurril und überzeichnet, andererseits so liebevoll beschrieben, dass man ihnen nicht wirklich böse sein kann. Im Gegenteil: Gerade im zweiten Teil des Romans, wenn alle drei, nachdem Mörder Anders zum Entsetzen seiner Geschäftspartner aus purem Zufall ein gottesfürchtiger Mann geworden ist, blitzschnell aus ihrer geschäftlichen Not eine „Tugend“ machen und ihre eigene Kirchengemeinde gründen, wird aus humiriger Fiktion fast traurige Realität, der Witz des Autors wandelt sich in Sarkasmus: Kennen wir doch alle jene Sekten unserer Welt, die tatsächlich nichts anderes im Schilde führen, als ihren Anhängern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Wie wollen wir es da dem vom Schicksal benachteiligten Pärchen Johanna und Per verübeln, dasselbe zu versuchen, um auch ein kleines Stück vom Glückskuchen abzubekommen? Man gönnt ihnen fast den Erfolg, wenn ihre Mitmenschen doch so dumm sind. Vordergründig mit Witz, aber hintergründig voller Sarkasmus verspottet der schwedische Autor so manche Fehlentwicklung unserer Gesellschaft, kritisiert unseren überzogenen Bürokratismus und überzeichnet menschliche Eigenarten, die uns so vertraut sind, bis ins Lächerliche. Andererseits erscheinen Jonassons Figuren aber doch so liebenswert, dass man weder dem Autor noch seinen Charakteren böse sein kann - selbst wenn sie morden. „Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind“ ist trotz des absurd langen Buchtitels ein überaus kurzweiliger Roman, der seinen Leser oft zum Schmunzeln bringen kann - vorausgesetzt, der Leser hat Sinn für Nonsens oder zumindest ein Fünkchen Humor.

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