Leserstimmen zu
Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind

Jonas Jonasson

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Hardcover
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JONAS JONASSON - Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind (carl's books) - es geht doch nichts über ein klein wenig kriminelle Energie - Der, 1961 in Växjö geborene und heute auf der schwedischen Insel Gotland lebende Journalist und Schriftsteller Jonas Jonasson, veröffentlichte mit „Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind“ bereits im April 2016 seinen nunmehr dritten Roman. Wer zuvor schon "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" (welches mittlerweile in 45 Sprachen übersetzt wurde) oder auch "Die Analphabetin, die rechnen konnte", vom schwedischen Star Autor Jonasson gelesen hat, der weiß in etwa, was ihn mit "Mörder Anders..." erwartet. Nämlich eine durchaus intelligent aufgebaute Story mit ausgeklügelten Wendungen, die immer wieder in unvorstellbaren, komischen Situationen endet und deren Humor nicht selten mit bösem Sarkasmus glänzt. Jonas Jonasson hatte bislang ein goldenes Händchen für skurrile, unterhaltsame und extravagante Storyboards. Leider scheint sein Quell an Inspiration nach und nach zu versiegen oder es liegt am immer gleichen Aufbau, der sich allmählich tot läuft, denn der fantastische Spirit, der noch dem Erstlingswerk "Der Hundertjährige..." innewohnte, geht mit jeder neuerlichen Veröffentlichung von Jonas Jonasson leider mehr und mehr verloren. Der sechsundfünfzigjährige ehemalige Gefängnisinsasse und mehrfache Mörder Johann Andersson ist, nach seiner letztmaligen Entlassung aus der Haftanstalt, im ehemaligen Freudenhaus „Club Amore“ und jetzigen Pension „Sjöudde“ in der Stockholmer Umgebung untergekommen. Axt, Flinte und Messer haben ihn zu dem gemacht, der er heute für jedermann in Schweden ist: nämlich Mörder-Anders. Nicht die hellste Kerze auf der Torte, verspricht er dem Rezeptionisten des "Sjöudde" Per Persson in Zukunft so wenig Morde wie möglich zu begehen. Aber wenn dann erst mal Schnaps und Tabletten im Spiel sind..., aber denen hat Mörder Anders ja mittlerweile abgeschworen. Der Rezeptionist Per Persson ist alles andere als reich und hat sich, nicht zuletzt wegen akuten Geldmangels in und direkt hinter der Rezeption häuslich niedergelassen. Sein Großvater, einst ein angesehener Nutztierhändler, hatte den Wandel der Zeit verschlafen und anstatt in Traktoren weiterhin in Pferde investiert und so das gesamte Vermögen der Familie durchgebracht. Als sich Per Persson gerade auf einer Parkbank von seinem nervenaufreibenden Job an der Hotelrezeption erholt und auf die atheistische Pfarrerin Johanna Kjellander trifft, die vom Sprecher des Gemeinderats und der gesamten Gemeinde während der Predigt aus der Kirche geworfen und letztlich aus dem Kirchenamt entlassen wurde, ändert sich sein ganzes Leben. Vor allen Dingen, als die ebenfalls abgebrannte Pfarrerin, kurzerhand in Zimmer Nummer 8 (Wand an Wand mit Mörder-Anders) untergebracht wird und kurze Zeit später auf selbigen trifft. Geschäftstüchtig wie Pfarrerin Kjellander nun mal ist, schlägt sie dem wohl gefährlichsten Mann Schwedens, ein lukratives Geschäft vor, in das auch bitte der Rezeptionist involviert sein möge. Mit Hilfe der Bibel und Gottes Segen, gegen die die Pfarrerin eine gewisse Abneigung hegt, vermarkten sie Mörder-Anders Dienstleistungen. Sogar die internationale Presse wird hinzugezogen, um die Werbetrommel für die neu gegründete "Körperverletzungsagentur" so richtig anzurühren. So wenden sich Mörder-Anders und seine Freunde gegen den einen oder anderen Feind. Das ungleiche Trio, das es mit der Moral nicht so genau nimmt, kann seine Geschäftsbeziehung in kürzester Zeit zu einem florierenden, internationalen Unternehmen ausbauen. Daraus entwickelt sich eine groteske, humorvolle Geschichte, die jedoch weit hinter den hochgesteckten Erwartungen der Vorgängerromane zurückbleibt. Und auch wenn man Jonas Jonasson attestieren muss, seine ganz eigene, urtypische und unverkennbare Erzählweise entwickelt zu haben, mangelt es ihr ein wenig an Originalität und Ideenreichtum. "Mörder Anders..." ist eine ganz nette Geschichte, die in ihrem Verlaufe leider merklich abflaut, sodass es spätestens ab dem Mittelteil doch arg zäh wird und man sich durch den Wust an Buchstaben buchstäblich hindurch kämpfen muss. Jonasson‘s Geschichten sind zwar immer rigoros übertrieben und konstruiert, dafür aber stets lesenswert und unterhaltsam. Etwas anderes als unterhalten will und soll die Belletristik ja auch gar nicht. "Mörder Anders..." kann da durchaus mithalten, die angesprochenen Erwartungen aber definitiv nicht erfüllen. Die Story ist dafür zu arg drüber. Der Autor verirrt sich dafür einfach zu häufig in Belanglosigkeiten und Nichtigkeiten abseits der eigentlichen Abläufe. Der Lokalkolorit kommt kaum zum Tragen und auch die Charakterzeichnung ist eher blass ausgefallen. Das braucht es zwar für die Geschichte, die Jonasson mit "Mörder Anders..." erzählt nicht unbedingt, doch hätte es das Storyboard sicherlich empathischer gestaltet. Als Mörder-Anders dann eines schönen Tages auf die denkbar ungünstige Idee kommt, sein Leben zu ändern, um mit Gottes Hilfe den Pfad der Tugend einzuschlagen, sehen die Pfarrerin und der Rezeptionist die gesamte Körperverletzungsunternehmung als stark gefährdet. Da die Pfarrerin und der Rezeptionist den Hals jedoch nicht voll genug kriegen können, bescheißen sie Mörder-Anders, sowie den ein oder anderen Kunden um seine Investitionen und machen sich dadurch alles andere als lieb Kind in der Unterwelt. Eine irrwitzige Flucht mit dem Wohnmobil, zwei Koffern voller Geld und Mörder-Anders höchstpersönlich als Mitflüchtling an Bord beginnt. Ungewollt ziehen sie eine Schneise der Verwüstung (oder sagen wir besser eine Schneise der Verwunderung) hinter sich her. Die Medien, wie das Internet puschen die Story zusätzlich und bezeichnen Mörder-Anders, der großzügige Spenden an das Rote Kreuz und die Heilsarmee macht, bald als modernen Robin Hood, der von seiner ganzen Nation gefeiert wird. Die beiden gewissenlosen Nutznießer Kjellander und Persson gründen daraufhin im und mit dem Namen von Mörder-Anders eine Glaubensgemeinschaft und kaufen eine Kirche. Eine Kirche mit ihrer ganz eigenen Philosophie, sowie ihrem eigenen Verständnis von Abendmahl und dem Leib Christi. Doch dann ruft einer der geschädigten Unterweltler zur ersten und größten Großversammlung Krimineller in Schweden auf, um die Betrüger um Mörder-Anders und selbigen höchstpersönlich beiseite zu schaffen. Aber die drei Kirchenbesitzer haben einen extrem starken Trumpf in der Hand, der zu einem unkontrollierbaren Blutbad unter den Kriminellen führen könnte... Meine Wertung: 73/100 https://www.jonasjonasson.com/ Link zur Buchseite des Verlags: https://www.randomhouse.de/Buch/Moerder-Anders-und-seine-Freunde-nebst-dem-einen-oder-anderen-Feind/Jonas-Jonasson/carls-books/e492877.rhd Aus dem Schwedischen von Wibke Kuhn Originaltitel: Mördar-Anders och hans vänner (samt en och annan ovän) Originalverlag: Piratförlaget, Stockholm 2015 Hardcover, Pappband mit Schutzumschlag, 352 Seiten, 13,5 x 21,5 cm ISBN: 978-3-570-58562-7 Erschienen am 07. April 2016 More Hard Stuff @ www.lackoflies.com

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„Literaturwerkstatt- kreativ“ rezensiert "Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind“ von Jonas Jonasson Die 3 Hauptprotagonisten dieses Buches: Mörder Anders Johan Andersson, genannt Mörder Anders, wurde gerade aus dem Gefängnis entlassen. Er hat schon dreimal wegen Mordes gesessen. Doch damit soll jetzt Schluss sein. Er will sein Leben nun von Grund auf ändern und die Zukunft auf freiem Fuß verbringen. Dafür braucht er aber ein Quartier und das nötige Kleingeld, denn auf die Freuden des Alkohols möchte er dann doch nicht verzichten. Per Persson ist Hotel-Rezeptionist in einem kleinen, schäbigen Hotel. Sein bisheriges Leben war eher trostlos und öde verlaufen, zudem plagen ihn Geldsorgen. Johanna Kjellander ist eigentlich Pfarrerin, wurde aber aufgrund ihrer atheistischen Haltung und einer unpassenden Predigt, gerade aus ihrer Gemeinde vertrieben. Im Moment hasst sie die ganze Welt, aber vor allem ihren Vater, wegen dem sie Pfarrerin geworden ist. Die drei Akteure treffen sich nun zufällig in dem Hotel wo der Rezeptionist Per Persson arbeitet. Da alle drei von Geldnöten geplagt werden entwickeln die Pfarrerin und der Rezeptionist eine Geschäftsidee. Sie gründen eine Körperverletzungsagentur. Sie nehmen die Aufträge und das Geld von den Kunden an, Mörder Anders fährt zu den Opfern und bricht ihnen ihre Knochen. Das Unternehmen boomt. Jetzt könnte eigentlich alles so schön sein, aber Mörder Anders hat ein Gespräch mit Jesus und dieser antwortet ihm. Mörder Anders fängt darauf hin an die Bibel zu lesen und es durchfährt ihn ein erneuter Sinneswandel. Er will sein Leben ändern und nur noch Gutes vollbringen. „Geben ist seliger als Nehmen“, wird sein neues Lebensmotto. Jetzt wird es aber für die drei ungemütlich denn Mörder Anders will auch die bereits bezahlten Aufträge nicht mehr erledigen. Der Rezeptionist und die Pfarrerin wollen das Geld aber nicht zurück geben und so ist die Unterwelt Schwedens hinter Ihnen her. Und die wollen nicht nur ihr Geld zurück haben. Fazit: Jonas Jonasson muss sich wohl bei jedem neu geschriebenen Buch immer wieder an seinem Bestseller “Der Hundertjährige“ messen lassen. Die Messlatte ist somit aber immer sehr hoch. Die Protagonisten sind auch in diesem Buch wieder absolut schräg, skurril und witzig, allerdings nicht liebenswert. Diesmal hat Jonasson drei Anti- Helden par ex­cel­lence geschaffen. Sie blieben für mich immer auf Distanz und es kam mir vor, als beobachte ich sie nur aus weiter Ferne. Die drei Hauptakteure werden auch selten beim Namen genannt, sondern nur als „ Rezeptionist“ , „Pfarrerin“ oder „Mörder Anders“ betitelt. So wird die Distanz zu ihnen noch untermauert. Jonas Jonasson bleibt seinem Stil treu. Wieder kommen völlig unrealistische Handlungen in dem Roman vor, aber genau dass ist seine Handschrift, die ich besonders an ihm schätze. Ebenso schätze ich seinen bitterbösen, makaberen Humor, das dem Buch eine gewisse Ironie verleiht. Wer kommt schon auf die Idee, eine „Körperverletzungsagentur“ zu gründen? Der Roman ist leicht zu lesen, sprachlich keine große Herausforderung. Schön finde ich, dass das Cover im gleichen Stil gehalten ist, wie die zwei vorherigen Büchern, nur dass jetzt ein Schaf abgebildet ist. Vielleicht eine Anspielung auf: “Wir sind alle Schafe Gottes“. Ich kann den Roman jedem empfehlen der den Humor von Jonas Jonasson mag, aber auch gerne mal Bücher liest, in denen nicht nur liebenswerte Akteure, oder „Helden“ mit denen man sich gerne identifiziert, die Hauptrolle(en) spielen. Dank an den Carl`s books Verlag für das Rezensionsexemplar.

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Kurzmeinung: Die Geschichte ist in ihrem Aufbau sehr ähnlich wie der erste Jonasson und plätschert so vor sich hin. Die Grundidee ist ganz witzig und hat auch Potenzial, das aber leider nicht ausgeschöpft wurde. Zwar gab es die ein oder andere ironische Passage und humorvolle Wortwechsel mit schlagfertigen Antworten. Diese Lichtblicke konnten das Buch insgesamt aber nicht zu einem Knüller machen. Meine Meinung: Dies ist das dritte Buch von Jonas Jonsson. Sein erstes Buch "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" hat mir damals richtig gut gefallen und ich musste bei Lesen oft laut lachen. Sein zweites Buch habe ich ausgelassen, weil es für mich zu sehr nach einem Abklatsch vom ersten klang und ich Angst hatte, enttäuscht zu werden. Nun ist also das dritte Buch erschienen und damit wollte ich es dann noch mal mit Jonsson versuchen. Die Mischung -Mörder und Nonne- klang interessant und so nahm ich das Buch gespannt zur Hand. Doch leider gab es dann wenig Neues. Jonasson schreibt in seinen alten Mustern im bekannten Stil, nur leider nicht mehr so gekonnt. Die Charaktere waren eigentlich spannend gewählt und hätten großes Potenzial gehabt, finde ich. So richtig warm bin ich allerdings mit keinem von ihnen geworden, da auch niemand so wirklich sympathisch ist. Da wäre zunächst der brutale Mörder, der plötzlich bekehrt wird und nur noch Gutes tun will. Die Ex-Nonne, die eigentlich gar nicht an Gott glaubt und vom Leben und von Menschen enttäuscht ist. Und der unscheinbare Rezeptzionist, dessen Name sich niemand merken kann, der dem Leben und den Menschen auch sehr negativ gegenübersteht und in der Ex- Nonne den Topf zu seinem Deckel gefunden zu haben scheint. Kling nach einem tollen Trio mit viel Raum für witzige Entwicklungen. Ein paar gibt es ja auch, allerdings verlieren sie sich in der ansonsten eher belanglosen Handlung. Die Geschichte ist, wie von Jonasson gewohnt, recht abstrus, allerdings nicht abstrus genug, um wirklich witzig zu sein. Es fehlt dem Buch das gewisse Etwas, um der Geschichte den nötigen Pep zu geben. Und so plätschert sie nur so vor sich hin ohne wirkliche Höhen und Tiefen. Fazit: "Mörder Anders" ist so ganz nett zu lesen. Etwas für Zwischendurch. Und für Fans der Erzählweise von Jonasson ist es auch bestimmt zufriedenstellend. Aber als Buchtipp uneingeschränkt weiterempfehlen würde ich das Buch nicht. Ich fand den "Hundertjährigen" damals wirklich großartig und hoffe, das Jonasson zu seinem originellen und dabei witzigen Stil zurückfindet.

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Puh, was für ein langer Titel…und was für ein schönes Buch! Ich habe zwar die beiden Vogänger von Jonas Jonasson nicht gelesen, aber die braucht man auch nicht, um *Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind zu verstehen, da die drei Romane nicht zusammenhängen. Ich muss sagen, dass ich von einem Buch schon lange nicht mehr so unterhalten wurde. Dabei ist die Handlung nicht unbedingt die spannendste, aber das Buch bringt so viel Charme und Witz mit, dass es sich wunderbar flüssig liest und ich schnell von ihm in den Bann gezogen wurde. Jonas Jonasson zeigt uns mit viel Humor wohin die Gier nach mehr Geld und Profit führen kann. Den Humor von Jonas Jonasson muss man mögen, ein wenig platt, aber mich hat das Buch oft zum schmunzeln gebracht. Allein die Idee der “Körperverletzungsagentur” fand ich sehr originell und skuril, sodass ich schon ab den ersten Kapiteln neugierig wurde – so soll es sein! In einigen Rezensionen steht, das dieses Buch schlechter war als seine Vorgänger, wozu ich natürlich nichts sagen kann, da ich sie nicht gelesen habe. Von “Der 100-Jährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand” habe ich schon sooo viele Meinungen gehört, sodass ich beinahe gar keine Lust mehr habe, mir meine eigene zu bilden. Ich werde mir als nächstes “Die Analphabetin, die rechnen konnte” von Jonas Jonasson vornehmen und mal sehen, ob mich das Buch genauso positiv überrascht, wie das Buch um den Mörder Anders.

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Johan Andersson hat seine besten Jahre schon hinter sich und diese stilecht im Knast verbraucht. Seit seiner Jugend ist er in den staatlichen Verwahranstalten ein und aus gegangen und auch wenn er nach einem jeden Aufenthalt Besserung gelobte, so sorgte doch der Alkohol dafür, dass diese Vorsätze im Rausch schnell wieder dahin waren und Andersson schon bald wieder einfuhr. Auf Grund seiner Vergangenheit wird Johan Andersson auch von niemand mehr mit seinem bürgerlichen Namen angesprochen, sondern nur noch als Mörder-Anders. Derzeit ist er frisch aus der Haft entlassen und dieses Mal soll es wirklich das letzte Mal gewesen sein! Zukünftig will er sich von allem fernhalten, was ihm auch nur im entferntesten wieder in sein altes Leben zurückbringen könnte - von daher braucht er einen völligen Neufang, inklusive neuer Behausung und neuer Freunde. Eine kleine Pension soll seine neue Unterkunft sein - und dort bietet sich auch gleich die Möglichkeit neue Freundschaften zu schließen. Rezeptionist Per Persson ist der Auserkorene, der von nun an Mörders-Anders Freund sein wird, ob er will oder nicht und ehrlich gesagt, er will nicht, traut sich aber nicht, es diesem zu sagen, denn immerhin ist Mörder-Anders ein Mörder. Überhaupt fühlt sich Per Persson vom Leben überaus gebeutelt - nicht nur, dass er einen trostlosen Job hat, keine Freunde und somit auch keine wirkliche Erfüllung in seinem Leben, nein, zu allem Unglück hat er auch noch Mörder-Anders als Freund am Hals. Eigentlich kann es nur noch bergauf gehen - eigentlich. Während einer Pause von seiner Arbeit (und Mörder-Anders) trifft Per Persson auf Johanna Kjellander, eine vom Glauben abgefallene Pfarrerin. Also was skurrile Gestalten in seinem Leben angeht, dafür hat Per Persson wirklich ein Händchen. Tatsächlich freunden sich Johanna und Per schnell an und da es bei beiden finanziell bisher nicht so gut aussieht, haben sie eine Idee - eine Körperverletzungsagentur, mit Mörder-Anders als ausführendem Organ, während Per und Johanna die organisatorische Leitung übernehmen. Denn wer ist prädestinierter dafür, Schulden anderer Leute einzutreiben, als ein ehemaliger Mörder? Tatsächlich boomt innerhalb kürzester Zeit das Geschäft, es kommen immer mehr Aufträge rein, auch wenn Johanna und Per ganz schön zu tun haben, Mörder-Anders zur Arbeit anzuhalten, denn dieser hat das Arbeiten nun einmal nicht erfunden. Wenn er nur alle Aufträge bedienen würde, die hereinkommen, alle drei wären in absehbarer Zeit reich - doch dann befällt Mörder-Anders etwas, womit niemals zu rechnen war - der Glauben an Gott und das es Mörder-Anders Aufgabe wäre, Gutes zu tun. Nun ist guter Rat teuer, denn nach wie vor stehen Aufträge aus und Mörder-Anders weigert sich strikt, seiner bisherigen Berufung nachzugehen - die Religion hat ihn voll vereinnahmt ... Der Mörder, die Pfarrerin und der Rezeptionist! Der Plot wurde, wie die vorherigen Bücher des Autors, wieder herrlich skurril erarbeitet. Besonders gut haben mir die herrlichen Richtungswechsel innerhalb des Plots gefallen, sodass ich mir als Leser nie sicher war, wohin mich diese Geschichte führen wird. Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet. Besonders ans Herz gewachsen ist mir die Figur des Per Persson, denn dieser arme Tropf ist in eine völlig unmögliche Situation geraten und vermag es dennoch, das beste aus ihr zu machen, wobei er immer wieder den durchgeknallten Mörder auf Spur bringen muss. Den Schreibstil empfand ich als locker-leicht zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch sehr humorvolle Lesestunden bereitet hat.

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Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind ist ein Roman mit einem verdammt langen Titel. Und was liest du gerade? – Ich lese gerade Mörder Anders und seine Freunde nebst… Das wirkt direkt als würde man 30 Bücher gleichzeitig lesen. Ach, und lustig ist’s! Da ist so ein Mörder und der trifft auf einen Rezeptionisten und dann ist da ’ne Pfarrerin und was wenn ich Euch sage, dass es nur noch abgefahrener wird? Aber lest selbst… Mörder Anders … von Jonas Jonsson Der Inhalt: Und dann war da noch die Stelle, wo… Wie beschreibt man den Inhalt dieses Buches ohne die gesamte Geschichte nachzuerzählen? Da wäre Per Persson, der sich sein Geld schon als Jugendlicher in einem Bordell verdient hat. Nein, nicht so! Als Rezeptionist. Und dann wird das Bordell zu einem Hotel. Und weil Hotel zu edel klingt, nennen wir es… eine Pension? Richtig viel Geld kriegt Per Persson für eine Arbeit als Rezeptionist nicht, aber immerhin kommt er dort umsonst in einem Zimmer unter und hat die Möglichkeit dort… ein paar echt interessante Gestalten kennenzulernen. Zum Beispiel Mörder Anders. Ein Mörder! Der nicht ein Mal, sondern schon viele Male im Gefängnis war. Und warum? Alles wegen des blöden Alkohols. Denn im Suff wird Mörder Anders gerne einmal handgreiflich. Eines Tages trifft Per Persson auf eine Obdachlose namens Johanna Kjellander kennen. Die ist im übrigen eigentlich Pfarrerin. Und Atheistin. Und hat überdies ganz blendende Ideen: Denn ehe man sich verdient dreht sich die Story um Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind. Das ungleiche Trio gründet eine Körperverletzungs-Agentur. Mörder Anders macht das, was er am besten kann. Knochen brechen. Die anderen beiden kümmern sich um das tägliche Geschäft. Von Kunden-Akquise über Gewinnmaximierungs-Strategien. Und das Geschäft läuft verdammt gut. Bis Mörder Anders sich dem Glauben zuwendet und fortan nicht mehr in kriminelle Machenschaften verwickelt sein möchte. Die Aufmachung: der Knaller Mir liegt wie auf den Fotos unschwer zu erkennen die gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag vor. Was soll ich sagen… Das Design ist ja wohl der Knaller. Im wahrsten Sinne des Wortes. Da hat jemand wirklich alles richtig gemacht. Auch aus Marketing-technischen Gründen. Egal in welchen Buchladen ich laufe, die Jonasson Bücher stechen einem durch das markante Design stets ins Auge. Bei diesem Roman ist die Farbgebung dann nochmals das Tüpfelchen auf dem i, denn das gift-gelb-grün in Verbindung mit dem blau ist ein ziemlicher Hingucker. Fazit: Mörder Anders – vielleicht etwas zu „anders“ Oder doch gerade anders genug? Ich hab immer Mal wieder von diesem „Krimi“ gehört und dachte mir schon ’naaaaja, ist nicht unbedingt mein Genre‘. Ehrlich gesagt liest sich „Mörder Anders…“ eher wie eine Stand Up Show. Mit welchem Witz und Charme Jonasson die Geschichte von dem ungleichen Trio erzählt ist wirklich bezaubernd. Es ist durchweg lustig und lässt einen an so mancher Stelle ungläubig den Kopf schütteln. Wenn man mit Sprache Bilder malen könnte, dann wäre dieser Roman mindestens so schräg die Farben des Covers. Wenn man es einmal in der Hand hat, dann kann man es nur schwer wieder weg legen. Empfehlenswert ist es für allem auch für die Fraktion, die neben der Unterhaltung auf den bildenden Faktor Wert legt. Der Autor lässt eine gesellschaftskritische Note in seine Erzählung durchsickern. Nichtsdestotrotz war ich mir zu Anfang und auch zwischendrin nicht immer sicher, ob mir die ganze Erzählung nicht ein wenig zu abgefahren schien. Ein Körperverletzungs-Gewerbe? Geführt von einem Rezeptionisten, einer Pfarrerin und einem Mörder? Von mir gibt’s dennoch vier Herzchen für diesen spannenden Schmunzel-Roman. Jetzt bin ich umso gespannter auf die anderen Jonasson Romane, die zum größten Teil ja noch bessere Rezensionen erhalten.

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Inhalt: Was macht ein Mörder, der keiner mehr sein will? Er wird recht schaffen und ehrlich? Nicht, wenn er nach der Freilassung auf einen Rezeptionisten eines heruntergekommenen Hotels und eine Pfarrerin mit atheistischer Überzeugung trifft. Die drei ziehen gemeinsam ein Körperverletzungsgewerbe auf. Nur leider legen sie sich dabei mit einer Menge fragwürdiger Gestalten an. Ärger ist also vorprogrammiert. Leseeindruck: Für mich war „Mörder-Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind“ mein erster Jonasson. So viele Leute sind von seinen Büchern begeistert, daher habe ich mir nun auch mal eines seiner Bücher vorgenommen. Der Sprachwitz fällt sofort auf. Der lockere Stil macht den Einstieg in die Geschichte sehr leicht. Der Erzähler selbst streut immer wieder einen komischen Kommentar ein. So zum Beispiel: „[…] nicht, dass es unmöglich wäre Per Persson zu heißen oder von mir aus Jonas Jonasson, aber es kann ein bisschen eintönig wirken.“ (S.11) Überhaupt lebt die Story von skurrilen Begebenheiten und komischen Elementen. Egal ob es nun die Charaktere oder der Handlungsverlauf selbst ist. Alles ist skurril und überzeichnet. Ein Roadtrip der wirklich alles bietet, was das Slapsick- und Comedyherz höher schlagen lässt. Nur leider liegt auch genau hier die Schwäche der Geschichte. Nach etwa der Hälfte hatte ich genug davon. Der Humor schlägt immer wieder in die selbe Kerbe. Irgendwann fand ich das nicht mehr lustig, sondern unnötig albern. Einfältige Gangster und bekehrte Mörder verlieren halt doch irgendwann ihren Reiz. Fazit: Eine humorvolle Story, bei der wirklich jede Situation einzigartig ist. Eine komische Begebenheit folgt auf die nächste. Man muss diese Art Humor allerdings mögen, um der Geschichte etwas abzugewinnen. Nachdem man das Buch zuschlägt, verschwindet die Story auch schnell wieder aus den Gedanken. Für kurzweilige Unterhaltung sind Mörder-Anders und seine Freunde allemal gut.

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Erster Satz „Er dessen Leben schon bald voll sein soll von Tod und Gewalttaten, von Dieben und Gangstern stand an der Rezeption des traurigsten Hotels von ganz Schweden.“ Klappentext: Johan Andersson – seit seinen zahllosen Gefängnisaufenthalten nur noch »Mörder-Anders« genannt – ist frisch aus dem Knast entlassen und braucht einen neuen Job sowie neue Freunde. Da kommt ihm die Begegnung mit der geschäftstüchtigen Pfarrerin Johanna Kjellander, die wegen ihrer atheistischen Gesinnung arbeitslos geworden ist, gerade recht. Zusammen mit dem Hotel-Rezeptionisten Per Persson gründen sie eine »Körperverletzungsagentur« mit Mörder-Anders in der Rolle des Auftragsschlägers. Die Nachfrage läuft blendend. Bis Mörder-Anders nach dem höheren Sinn des Ganzen fragt, sich plötzlich für Gott interessiert und friedfertig werden will. Doch Stockholms Gangsterbosse haben mit ihm noch eine Rechnung offen und nehmen Mörder-Anders und seine Freunde gründlich in die Zange … Cover: Das Cover hat gleich meine Aufmerksamkeit erregt. Die knalligen Farben finde ich klasse. Sie stechen ins Auge und passen, wie ich finde, gut zusammen. Zu sehen ist im Hintergrund ein Schaf, was ich ganz süß finde. Auf den deutschen Covern der Bücher des Autors haben sich bis jetzt nur Tiere befunden. Von daher passt es toll zu den anderen. Im Vordergrund hängt ein Schild, wo ganz wunderbar der außergewöhnliche Titel steht. Schön finde ich auch, dass, nimmt man den Schutzumschlag ab, das Buch ebenfalls in den Farben des Covers gestaltet wurde. Ein kleines, aber feines Detail, das ich sehr zu schätzen weiß. Meinung: An dieser Stelle meinen herzlichsten Dank an carl´s books für das Rezensionsexemplar. Wir erfahren die Geschichte von Johan Andersson, der seit seinen zahllosen Gefängnisaufenthalten nur noch „Mörder-Anders“ genannt wird. Außerdem erleben wir die Geschichte von Per Persson, dem Rezeptionisten und der atheistischen und arbeitslosen Pfarrerin Johanna Kjellander. Unsere drei Protagonisten werden in diesem Buch auf eine ganz besondere und sehr charmante Weise zusammengeführt, obwohl man es sich zu Beginn der Geschichte nur schwer vorstellen mag. Als der Rezeptionist Per, dem dank seines heruntergekommenen Hotels Geldsorgen plagen, auf die derzeit arbeitslose Pfarrerin Johanna trifft, entwickeln sie zuammen die Idee einer „Knochenbrecher-Agentur“. Zu den beiden stößt Mörder-Anders, der die Hälfte seines Lebens hinter Gittern verbracht hat. Das Geschäft des ungleichen Trios läuft eine Zeitlang sehr gut. Bis Jesus ins Leben von Mörder-Anders tritt und der daraufhin beschließt, auf Gewalt zu verzichten. Es kommt wie es kommen muss. Das ungleiche Trio hat unterschiedliche Pläne für die Zukunft. Während die einen weitere Mordaufträge annehmen, um sich mit den Vorauszahlungen absetzen zu können, plant Mörder-Anders die Gründung einer Kirche. Ob das gut gehen kann ... Die Charaktere sind alle wundervoll charmant und liebenswert. Jeder für sich ist ganz individuell und liebevoll ausgearbeitet worden. Charmant, skurril, humorvoll und einfach menschlich. Unsere Protagonisten finden sich trotz ihrer unterschiedlichen Leben und Denkweisen zusammen und erleben gemeinsam das Abenteuer ihres Lebens, das alles andere als langweilig ist. Die Idee des Autors fand ich sehr erfrischend und super umgesetzt. Die Idee einer „Körperverletzungsagentur" war jetzt nicht das, womit ich gerechnet hatte und schon gar nicht, dass diese von einem Rezeptionisten, einer Pfarrerin und einem Ex-Gangster gegründet wurde. Alle drei plagen Geldsorgen, doch dann findet Mörder-Anders zu Gott und will eine Kirche gründen. Die Pläne des Trios geraten durcheinander und ein heilloses Chaos bricht aus. Auf eine sehr findige Art und Weise bringt der Autor die sehr humorvolle und skurrile Geschichte dann noch auf eine andere Ebene, wo moralische Fragen im Fokus stehen und vor allem Mörder-Anders seinen Seelenfrieden mit Gott machen will. Das Buch hat mich sehr positiv überrascht. Der Autor hat einen sehr schönen Schreibstil, den ich bis zu diesem Buch noch gar nicht kannte. Zu Beginn hatte ich etwas Schwierigkeiten, mich in die Geschichte und in die Charaktere einzulesen. Aber danach habe ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen und konnte es nicht mehr weglegen. Sein Schreibstil ist ganz klar und deutlich, ohne große Umschweife. Er schafft es mit wenigen Worten uns die Geschichte bildhaft vor Augen zu halten und verführt dazu, das Buch nicht mehr aus der Hand legen zu können. Dazu gibt es sehr skurrile, aber durchaus sehr charmante Charaktere, eine ordentliche Portion Humor und eine sehr erfrischende Idee. „Mörder Ander und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind“ war für mich eine sehr erfrischende und vor allem humorvolle Geschichte. Es war mein erstes Buch des Autors und es hat mir wirklich sehr gut gefallen. Ich kann dieses Buch wirklich nur jedem empfehlen, der Lust hat auf drei ganz besondere Charaktere zu treffen, die ein grandioses Trio abgeben und von einer fixen Idee in die nächste geraten. Zudem gibt es eine ordentliche Portion Humor! Lasst euch überraschen von Per, Johanna und Mörder-Anders. Lg Levenya Vielen DANK für das Rezensionsexemplar!

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