Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind

Roman

Hardcover
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Johan Andersson – seit seinen zahllosen Gefängnisaufenthalten nur noch »Mörder-Anders« genannt – ist frisch aus dem Knast entlassen und braucht einen neuen Job sowie neue Freunde. Da kommt ihm die Begegnung mit der geschäftstüchtigen Pfarrerin Johanna Kjellander, die wegen ihrer atheistischen Gesinnung arbeitslos geworden ist, gerade recht. Zusammen mit dem Hotel-Rezeptionisten Per Persson gründen sie eine »Körperverletzungsagentur« mit Mörder-Anders in der Rolle des Auftragsschlägers. Die Nachfrage läuft blendend. Bis Mörder-Anders nach dem höheren Sinn des Ganzen fragt, sich plötzlich für Gott interessiert und friedfertig werden will. Doch Stockholms Gangsterbosse haben mit ihm noch eine Rechnung offen und nehmen Mörder-Anders und seine Freunde gründlich in die Zange …

Augenzwinkernd und respektlos nimmt Jonas Jonasson die menschliche Profitgier aufs Korn und hat mit Anders einen unvergesslichen Anti-Helden erschaffen.

„Jonas Jonasson führt drei Simpel zusammen, einen Hotelportier, eine geschasste Pastorin und einen gerade aus der Haft entlassenen dreifachen Mörder, die wie Pipi Langstrumpf auf Speed in einer Folge überraschender Fügungen gegen sämtliche Verbote im überbürokratisierten Sozialstaat Schweden verstoßen.“

Denis Scheck in ARD „Druckfrisch“ (22. Mai 2016)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Schwedischen von Wibke Kuhn
Originaltitel: Mördar-Anders och hans vänner (samt en och annan ovän)
Originalverlag: Piratförlaget, Stockholm 2015
Hardcover, Pappband mit Schutzumschlag, 352 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-570-58562-7
Erschienen am  07. April 2016
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

"Geben ist seliger als Nehmen"

Von: Literaturwerkstatt- kreativ /Blog

21.06.2017

„Literaturwerkstatt- kreativ“ rezensiert "Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind“ von Jonas Jonasson Die 3 Hauptprotagonisten dieses Buches: Mörder Anders Johan Andersson, genannt Mörder Anders, wurde gerade aus dem Gefängnis entlassen. Er hat schon dreimal wegen Mordes gesessen. Doch damit soll jetzt Schluss sein. Er will sein Leben nun von Grund auf ändern und die Zukunft auf freiem Fuß verbringen. Dafür braucht er aber ein Quartier und das nötige Kleingeld, denn auf die Freuden des Alkohols möchte er dann doch nicht verzichten. Per Persson ist Hotel-Rezeptionist in einem kleinen, schäbigen Hotel. Sein bisheriges Leben war eher trostlos und öde verlaufen, zudem plagen ihn Geldsorgen. Johanna Kjellander ist eigentlich Pfarrerin, wurde aber aufgrund ihrer atheistischen Haltung und einer unpassenden Predigt, gerade aus ihrer Gemeinde vertrieben. Im Moment hasst sie die ganze Welt, aber vor allem ihren Vater, wegen dem sie Pfarrerin geworden ist. Die drei Akteure treffen sich nun zufällig in dem Hotel wo der Rezeptionist Per Persson arbeitet. Da alle drei von Geldnöten geplagt werden entwickeln die Pfarrerin und der Rezeptionist eine Geschäftsidee. Sie gründen eine Körperverletzungsagentur. Sie nehmen die Aufträge und das Geld von den Kunden an, Mörder Anders fährt zu den Opfern und bricht ihnen ihre Knochen. Das Unternehmen boomt. Jetzt könnte eigentlich alles so schön sein, aber Mörder Anders hat ein Gespräch mit Jesus und dieser antwortet ihm. Mörder Anders fängt darauf hin an die Bibel zu lesen und es durchfährt ihn ein erneuter Sinneswandel. Er will sein Leben ändern und nur noch Gutes vollbringen. „Geben ist seliger als Nehmen“, wird sein neues Lebensmotto. Jetzt wird es aber für die drei ungemütlich denn Mörder Anders will auch die bereits bezahlten Aufträge nicht mehr erledigen. Der Rezeptionist und die Pfarrerin wollen das Geld aber nicht zurück geben und so ist die Unterwelt Schwedens hinter Ihnen her. Und die wollen nicht nur ihr Geld zurück haben. Fazit: Jonas Jonasson muss sich wohl bei jedem neu geschriebenen Buch immer wieder an seinem Bestseller “Der Hundertjährige“ messen lassen. Die Messlatte ist somit aber immer sehr hoch. Die Protagonisten sind auch in diesem Buch wieder absolut schräg, skurril und witzig, allerdings nicht liebenswert. Diesmal hat Jonasson drei Anti- Helden par ex­cel­lence geschaffen. Sie blieben für mich immer auf Distanz und es kam mir vor, als beobachte ich sie nur aus weiter Ferne. Die drei Hauptakteure werden auch selten beim Namen genannt, sondern nur als „ Rezeptionist“ , „Pfarrerin“ oder „Mörder Anders“ betitelt. So wird die Distanz zu ihnen noch untermauert. Jonas Jonasson bleibt seinem Stil treu. Wieder kommen völlig unrealistische Handlungen in dem Roman vor, aber genau dass ist seine Handschrift, die ich besonders an ihm schätze. Ebenso schätze ich seinen bitterbösen, makaberen Humor, das dem Buch eine gewisse Ironie verleiht. Wer kommt schon auf die Idee, eine „Körperverletzungsagentur“ zu gründen? Der Roman ist leicht zu lesen, sprachlich keine große Herausforderung. Schön finde ich, dass das Cover im gleichen Stil gehalten ist, wie die zwei vorherigen Büchern, nur dass jetzt ein Schaf abgebildet ist. Vielleicht eine Anspielung auf: “Wir sind alle Schafe Gottes“. Ich kann den Roman jedem empfehlen der den Humor von Jonas Jonasson mag, aber auch gerne mal Bücher liest, in denen nicht nur liebenswerte Akteure, oder „Helden“ mit denen man sich gerne identifiziert, die Hauptrolle(en) spielen. Dank an den Carl`s books Verlag für das Rezensionsexemplar.

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Einige amüsante Wendungen, aber insgesamt leider kein Knüller

Von: -Leselust-

10.11.2016

Kurzmeinung: Die Geschichte ist in ihrem Aufbau sehr ähnlich wie der erste Jonasson und plätschert so vor sich hin. Die Grundidee ist ganz witzig und hat auch Potenzial, das aber leider nicht ausgeschöpft wurde. Zwar gab es die ein oder andere ironische Passage und humorvolle Wortwechsel mit schlagfertigen Antworten. Diese Lichtblicke konnten das Buch insgesamt aber nicht zu einem Knüller machen. Meine Meinung: Dies ist das dritte Buch von Jonas Jonsson. Sein erstes Buch "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" hat mir damals richtig gut gefallen und ich musste bei Lesen oft laut lachen. Sein zweites Buch habe ich ausgelassen, weil es für mich zu sehr nach einem Abklatsch vom ersten klang und ich Angst hatte, enttäuscht zu werden. Nun ist also das dritte Buch erschienen und damit wollte ich es dann noch mal mit Jonsson versuchen. Die Mischung -Mörder und Nonne- klang interessant und so nahm ich das Buch gespannt zur Hand. Doch leider gab es dann wenig Neues. Jonasson schreibt in seinen alten Mustern im bekannten Stil, nur leider nicht mehr so gekonnt. Die Charaktere waren eigentlich spannend gewählt und hätten großes Potenzial gehabt, finde ich. So richtig warm bin ich allerdings mit keinem von ihnen geworden, da auch niemand so wirklich sympathisch ist. Da wäre zunächst der brutale Mörder, der plötzlich bekehrt wird und nur noch Gutes tun will. Die Ex-Nonne, die eigentlich gar nicht an Gott glaubt und vom Leben und von Menschen enttäuscht ist. Und der unscheinbare Rezeptzionist, dessen Name sich niemand merken kann, der dem Leben und den Menschen auch sehr negativ gegenübersteht und in der Ex- Nonne den Topf zu seinem Deckel gefunden zu haben scheint. Kling nach einem tollen Trio mit viel Raum für witzige Entwicklungen. Ein paar gibt es ja auch, allerdings verlieren sie sich in der ansonsten eher belanglosen Handlung. Die Geschichte ist, wie von Jonasson gewohnt, recht abstrus, allerdings nicht abstrus genug, um wirklich witzig zu sein. Es fehlt dem Buch das gewisse Etwas, um der Geschichte den nötigen Pep zu geben. Und so plätschert sie nur so vor sich hin ohne wirkliche Höhen und Tiefen. Fazit: "Mörder Anders" ist so ganz nett zu lesen. Etwas für Zwischendurch. Und für Fans der Erzählweise von Jonasson ist es auch bestimmt zufriedenstellend. Aber als Buchtipp uneingeschränkt weiterempfehlen würde ich das Buch nicht. Ich fand den "Hundertjährigen" damals wirklich großartig und hoffe, das Jonasson zu seinem originellen und dabei witzigen Stil zurückfindet.

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Vita

Jonas Jonasson, geboren 1961 im schwedischen Växjö, arbeitete zunächst als Journalist und gründete später eine Medien-Consulting-Firma. Nach 20 Jahren verkaufte er die Firma und schrieb den Roman „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“. Das Buch wurde zum legendären Weltbestseller. Auch sein zweiter Roman „Die Analphabetin, die rechnen konnte“, wurde in Deutschland ein Nr.-1-Bestseller und verkaufte sich über 1,2 Millionen Mal. Jonas Jonasson lebt auf der schwedischen Insel Gotland.

Zur AUTORENSEITE

Zitate

„Das Buch zeichnet sich durch einen trockenen Humor aus. Mörder-Anders ist ein skurriler Held, dessen Herz sehr viel größer ist als sein Verstand. Wie Räuber Hotzenplotz für Erwachsene.“

DER SPIEGEL (09. April 2016)

„Der schwedische Schriftsteller bleibt sich treu: Ausgefallene Ideen, Lust am Fabulieren und die Regel, dass der Fantasie keine Fesseln angelegt werden dürfen.“

FOCUS Online (12. April 2016)

„Jonasson schafft es immer wieder, eigentlich tragische Schicksale und brutale Ereignisse in eine lustige und verspielte Sprache zu fassen.“

PEOPLE (28. April 2016)

„Mit herrlich schrägem Humor erzählt Jonasson die Geschichte dreier Außenseiter, die mit ihren Ideen der Gesellschaft den Spiegel vorhalten.“

BILD (07. April 2016)

„Ein kluges Trost-Buch ist es. Mächtig unterhaltsam. Lebensfroh obendrein.“

Rheinische Post (07. April 2016)

„Bei Jonas Jonasson liest man weiter, weil es sowieso kein Zurück gibt. Man landet auf ureigenstem, düsterem schwedischen Terrain: dem Krimi. Das auf diese unvergleichlich Jonasson’sche Art, dessen Figuren sich immer durch eine umfassend reflektierte Naivität auszeichnen.“

GALORE (13. April 2016)

„Rasant, komisch, mörderisch und skurril.“

BÜCHER (20. Mai 2016)

„Fabelreicher, zugleich lustiger Roman.“

GONG (22. April 2016)

„Fabelreiches, lustiges Stück des Autors, der mit dem „Hundertjährigen“ einen Welthit schrieb.“

HÖRZU (22. April 2016)

„So großartig und unterhaltsam erzählen wie Jonasson können nur wenige Autoren. Ein wundervolles, federleichtes und trotzdem tiefsinniges Buch. Absolut lesenswert!“

Ruhr Nachrichten (11. April 2016)

„Auch in diesem Buch ist der schwedische Romancier ein witziger Erzähler von schrägen Geschichten.“

Kurier am Sonntag (17. April 2016)

"Star unter den modernen Geschichtenerzählern: Jonas Jonasson aus Schweden."

Neues Deutschland (08. September 2016)

"Jonasson bleibt sich treu: Ausgefallene Ieen, Lust am Fabulieren und die Regel, dass der Fantasie keine Fesseln angelegt werden dürfen."

Der neue Tag (22. Juli 2016)

„Herrlich abgedreht.“

Morgenpost am Sonntag (17. April 2016)

„Der Ton des Romans ist so skurril wie die Handlung, wie schon der Titel in der Tradition von Jonassons Erstlingswerk verrät. Amüsante Unterhaltung.“

Flensburger Tageblatt (20. Mai 2016)

„Jonasson erzählt mit trockenem Humor und schnodderigem Ton seine aberwitzige Geschichte und feuert wieder ein ganzes Feuerwerk an Slapstick-Einlagen ab – haarsträubend, voller Situationskomik und unerwarteter Wendungen. Ein herrlich amüsanter Roman!“

Freie Presse Chemnitz (27. Mai 2016)

„Dieser dritte Roman bietet pure Unterhaltung am Stück.“

Ostthüringer Zeitung (30. April 2016)

„Ein Mordsspaß, der vorzüglich zu unterhalten weiß.“

Rundschau (17. Mai 2016)

"Gute Unterhaltung ist garantiert."

Gießener Allgemeine (25. Juni 2016)

"Ein bilderreich geschriebener Roman, der nicht auf Schwarzweiß-Schablonen zurückgreift, sondern in vielen Schattierungen seine Geschichte erzählt. Gute Laune verbreitet er sowieso."

Eßlinger Zeitung (10. September 2016)

„Jonasson versteht es, mit trockenem Humor, aberwitzigen Ideen und unterhaltsamer Geschichte zu erzählen, die unter der plakativen Komik eine Ebene ernster Gesellschaftskritik nicht verbergen kann.“

piranha (31. März 2016)

„Mit genüsslicher Respektlosigkeit und mit rabenschwarzem Humor zelebriert Jonasson auch diesmal eine ebenso amüsante wie treffsichere Satire.“

LIBRO (20. April 2016)

„Nach dem ‚Hundertjährigen‘ und der ‚Analphabetin‘ jetzt ‚Mörder-Anders‘ – und wer meint, diese vergleichen zu müssen, begeht einen Fehler. … Jonasson hat einfach seinen Stil und der ist schlichtweg grandios – Punkt. Ein haarsträubender Schelmenroman mit derartigem Aberwitz, dass man selbst über weggesprengte Unterwelt-Bosse lacht. Der pure Lesespaß.“

RADIO RT1 „Leselust“ (20. Mai 2016)

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