Leserstimmen zu
Die Flamme erlischt

George R.R. Martin

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Inhalt: Als Dirk t´Larien von einem Hilferuf seiner Jugendliebe Gwen ereilt wird, fackelt er nicht lange und reist zu ihr auf die sterbende Welt Worlon. Jedoch ist die Vorfreude sie wieder zu sehen schnell verblasst. Anders als erwartet ist Gwen nicht mit der Zeit und den Gedanken an ihre einstige Liebe stehen geblieben sondern hat mittlerweile den Bund der Ehe geschlossen. Sie versucht ihm deutlich zu machen, dass der Hilferuf an ihn unüberlegt war und sucht Gründe ihn wieder wegschicken zu können, auch scheint sie ihren Mann innig zu lieben und will ihrer Ehe nicht mit seiner Anwesenheit schaden. Schnell wird Dirk klar, dass die Ehe mit Jaan für Gwen nicht nur positive Seiten hat, denn mit eingehen dieses Bündnisses ist Gwenn auch in eine Kultur eingetreten, die Frauen keine Selbstbestimmung erlaubt und ihnen somit Abhängigkeit verschafft. Dirk kann mit dem Gedanken nicht leben, dass Gwen solch ein verehrendes Schicksal selbst gewählt hat. Es dauert lang bis er sie davon überzeugen kann eine Flucht aus dieser Gefangenschaft der Ehe zu wagen, auch wenn es bedeutet, dass mit diesem Verrat an Jaan eine Hetzjagd auf sie veranstaltet wird. Immer enger schließt sich die Schlinge um ihre Hälse und der einzige der diese entwirren kann ist Jaan, doch wird dieser über die verletzte Ehre hinwegsehen können und trotzdem sein Gesicht bewahren, oder lässt er die Beiden doch ins offene Messer laufen, dessen Klingen er selbst errichtet hat? Meine Meinung: Ich habe schon einige Bücher von George R.R. Martin gelesen und bin total begeistert von seinem Sinn die Fantasy mit einem Touch Realität zu vermischen. Bisher wurde ich nie enttäuscht was seine Werke angeht und so war ich wirklich sehr angetan von diesem Buch, da es als sein erstes Werk angepriesen und den Meilenstein seiner Schreiberkarriere gelegt haben soll. Nun ja am Ende muss ich gestehen, dass Begeisterung bei mir normalerweise anders aussieht. Zwar war die Geschichte an Sich sehr interessant, jedoch konnte ich mich dieses Mal mit seinem Schreibstil, der Welt und auch den Protagonisten nicht so ganz anfreunden. Alles wirkte auf mich sehr anstrengend. Der Schreibstil lies einen zügigen Lesefluss bei mir nicht zu. Oft stockte ich und musste verschiedene Parte nochmals lesen um hinter die Botschaft bzw. Gründe zu kommen, was er vermitteln wollte. Die Protagonisten waren eher fadenscheinig und ein wirklicher Beziehungsaufbau kam nicht auf. Die Welt in der die Handlung spielt ist mir leider immer noch ein Rätsel. So ganz konnte ich nicht hinter die Fassade der einzelnen Reiche, Monde etc. blicken und dies finde ich sehr schade. Aber ich will das Buch nicht ganz ins schlechte Licht rücken. Es gab einige Momente in denen ich mich wohlfühlte und auch meiner Fantasy freien Lauf lassen konnte. Die Umschreibung der Welt und deren Begebenheiten waren toll beschrieben, ich konnte mir alles bildlich in Gedanken ausmalen, auch wenn ich die Geschichte drum herum leider nicht ganz verstand. Auch die verschiedenen Kulturen waren sehr gut beschrieben und man kam ein Gefühl dafür, was die Sorgen und Ängste von Gwen und Dirk anging. Das Cover ist sehr passend mit dem Titel ins rechte Licht gerückt und wenn man sich etwas mehr mit dem Buch und den darin vorkommenden Welten beschäftig, versteht man auch wie es zu dieser Wahl gekommen ist. Wenn ich abschließend mir über das Buch und den Gefühlen, die es bei mir bewirkte, nachdenke, muss ich mir selbst eingestehen, dass meine Erwartungen in eine ganz andere Richtung gegangen sind und ich einen typischen Fantasyroman aller George R.R. Martin erwartet habe, der so in die Richtung „ Games of Thrones“ oder „Wild Cards“ gehen würde und mich dann was ganz anderes eben in Empfang nahm. Man sollte sich zuvor bewusst sein, dass es sich hier um einen ordentlichen Batzen Sci-Fi handelt, der wenn man diese Richtung liest sicherlich totale Begeisterung hervorrufen wird. Da es eher weniger mein Genre ist, das ich sonst gewöhnlich lese, sprach mich das Buch leider eher weniger an. Also lag es bei mir wirklich nicht am Buch sondern an meinem Lesegeschmack! Fazit: Eine Welt, die wir so nicht kennen und Protagonisten, die gerne eine andere Welt kennen lernen würden. Ein sicher gelungener Sci-Fi-Roman, der bei denen die dieses Genre lieben, auf offene und begeisterte Leserherzen stoßen wird. Bei mir sah es leider etwas anders aus, was bestimmt nicht am Buch sondern an meinem Lesegeschmack lag!

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Meine Meinung Prolog ist Sience Fiction pur! Man wird regelrecht von dem bisherigen Geschehen, dem Wandel der Welten, der Entwicklung der verschiedenen Gesellschaften und Geschehnisse im Kurzprogramm bombardiert. Dann erst kommt die eigentliche Geschichte und das Liebesdrama, wenn man es als solches beschreiben mag. Vorab sei gesagt, dass ich ein großer Fan von diesem Autor bin, aber George R.R. Martins erster Roman ist sicher ganz anders als ich es erwartet habe. Das der Roman im Sciene Fiction Genre angesiedelt ist, hat mich zuerst verwundert, die Neugier hat jedoch gesiegt und mich zum Lesen animiert. Ich werde bei diesem Hörbuch nicht Spoilern und nicht zu viel verraten, dafür ist der Plot viel zu ausschweifend. Ich muss aber einiges loswerden, da wären ein paar Kleinigkeiten, die mich persönlich gestört haben. Zum einem fand ich die Hauptprotagonisten viel zu flach dargestellt, erkennbare Entwicklung der Charaktere im Allgemeinen ist kaum vorhanden und besonders die merkwürdige Gesellschaftsentwicklung der Völker, ist für mich ein Rückschlag für die gesamte Menschheit. Damit meine ich im Besonderem Frauen wie Gwen, die leben in einer Gesellschaft wo sie nichts zu sagen haben, sie haben überhaupt keinen Stellenwert, sie sind Leibeigene der Männer und werden gegen ihren willen weitergereicht, wenn die Männer es für richtig erachten. Mir kam zwischendurch der Gedanke, dass die Frauen hier so verteufelt werden, wie Eva aus dem Paradies. Dieses Gesellschaftsbild passt nicht in eine weit entfernt liegende Zukunft der Menschen, sondern eher in eine Mittelalterliche Geschichte des Autors, oder ähnliches. Als nächstes Manko missfielen mir die ständigen Wiederholungen "der Bedeutung der Namen". Ich glaube schon nach dem ersten Durchlauf, war nicht nur mir klar, wie diese Leute in die Bedeutung ihrer Namen, Anhängsel und Verhaltenskodex der Kavalaren vernarrt sind, auch ohne die tausendfache Wiederholungspredigt. Zusätzlich mochte ich das ständige Gejammer des Liebesdramas ganz und gar nicht, "was wäre wenn..." sollten die Protagnisten in ihrem Alter schon hinter sich haben und nicht dem vergangen nach trauern. Gwen hat naiv wie sie nun mal ist, eine Beziehung mit einem Kavalaren begonnen und sich keinen Gedanken darüber gemacht, was genau das für sie bedeuten mag. Für ihre Unvorsichtigkeit muss jetzt büßen und bereut ihre Entscheidung. Aber was soll ein Kerl - wie Dirk - bitte in so einer schwierigen Situation unternehmen und gegen so eine engstirnige Gesellschaft unternehmen? Obwohl mir hier die Protagonisten nicht gefallen haben, war der Plot - auf seine eigene Art und Weise - echt toll. Mir hat es gut gefallen wie der Autor die Kulturen aufgebaut und beschrieben hat. Besonders interessant ist auch die geschilderte Flora und Fauna auf Worlorn, die ähnlich dem irdischen Urwald beschrieben wird, jedoch gefährliche Bäume und exotische Tiere beherbergt. Fazit - Bewertung: 3 Sterne Das Beste an diesen Buch ist die Welt, die George R. R. Martin um den Leser herumspinnt und uns immer tiefer hineinzieht. Das komplizierte Gesellschaftsbild ist auch ganz interessant, aber alles im allen ist das Buch nicht so meins. Viel zu langatmig, da helfen die kleinen spannenden Momente auch nicht weiter. Ich, für meinen Teil, bleibe lieber bei Game of Thrones und genieße diese Fantasyvolle Welt!

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Dirk t'Larien folgt dem Hilferuf seiner Jugendliebe Gwen, die seit längerer Zeit auf der sterbenden Welt Worlorn lebt. Doch als er dort eintrifft, scheint sie ihr Meinung geändert zu haben und möchte, dass er Worlorn wieder verlässt. Denn Gwen ist inzwischen verheiratet und liebt ihren Mann Jaan über alles. Was Dirk zuerst nicht weiss: Gewn ist mit der Heirat auch einer Kultur beigetreten, die Frauen unterdrückt und ihnen keine Eigenbestimmung erlaubt. Dirk kann nicht glauben, dass sie dieses Schicksal freiwilig gewählt hat und es gelingt ihm, sie zur Flucht zu bewegen. Doch damit nehemn die Probleme erst ihren Anfang... Die Geschichte klingt wirklich unheimlich gut und ich war sehr auf das Erstlingswerk von George R.R. Martin gespannt. Science Fiction lese ich sehr gerne und auch die Idee hinter dem Buch fand ich echt gut. Aber an der Umsetzung hat es ziemlich gehappert. Und es tut mir wirklich leid, das sagen zu müssen: Man merkt sehr gut, dass es das erste Buch des Autors war. Der Schreibstil war zwar nicht schlecht, aber auch nicht überragend. Einige Sätze waren zu abgehackt, zu kurz. Es gab Momente, in denen mich dies massiv im Lesefluss gehemmt hat. Auch die vielen Fremdbegriffe, die zu einer der Kulturen gehören, haben sehr beim Lesen gestört. Ich habe mich erst beim letzten drittel des Buches daran gewöhnt, als die Begriffe nicht mehr so oft gebraucht wurden. Worlorn als Welt war echt toll gemacht. Durch die Beschreibungen der Welt, hat George R.R. Martin einiges wett gemacht, was mir an dem Buch nicht gefallen hat. Er hat hier eine Welt geschaffen, die es kein zweites Mal gibt, einen Planeten, der durch seine Einzigartigkeit besticht. Auch verschiedene actionreichere Szenen waren gut durchdacht und haben mir gefallen. Es gibt Abschnitte, die durchaus ziemlich blutig sind und die zeigen, was der Autor wirklich kann. Das Potential ist auf jeden Fall zu erkennen. Bei den Charakteren bin ich mir nicht schlüssig, was ich von ihnen halten soll. Einige sind sehr gut gelungen, andere eher weniger. Dirk ging mir gegen Ende ein wenig auf die Nerven und auch mit Gewn bin ich nicht richtig warm geworden. Besonders mit ihr hatte ich meine Probleme. Mir haben die Nebencharaktere wesentlich besser gefallen, als die Hauptprotagonisten, was mir bisher noch in keinem Buch unter gekommen ist. Das Ende war... mir gefällt es nicht so gut. Ich bin der Meinung, dass noch ein oder zwei Dinge besser hätten ausgeführt werden sollen. Die Richtung, die das Ende genommen hat, hat mich verwirrt und ich verstehe nicht richtig, was damit angedeutet werden sollte. Das fand ich wirklich schade. Das Cover ist aber definitv ein richtiger Hingucker und ich finde es klasse! Es passt perfekt zur Geschichte und zu Worlorn. Einfach super durchdacht. Fazit Mit Game of Thrones hat der Autor gezeigt was er kann, doch mit 'Die Flamme erlischt' hat er keine Glanzleistung erbracht. Leider ein Buch, dass viele Schwächen aufzuweisen hat. Durch die gute Idee dahinter und weil mir die Darstellung von Worlorn richtig gut gefallen hat, bekommt das Buch knappe drei Sterne von mir.

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~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Vorweg ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Diesmal stelle ich euch meinen ersten je komplett gelesenen Sci-Fi-Roman vor. Zwar schaue ich sehr viele Filme und Serien dieses Genres und habe auch schon in den ein oder anderen "Star Trek"-Roman (welche sich im Schrank meiner Schwester tümmeln) reingeschnuppert, aber irgendwie habe ich nie WIRKLICH angefangen eines der Bücher zu lesen. Deshalb an der Stelle ein Dankeschön an den Verlag, denn es wird definitiv nicht die letzte Sci-Fi-Geschichte gewesen sein, die ich gelesen haben werde. ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Inhalt des Buches ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ George R. R. Martin entführt uns hier in eine riesige neue Welt, voller Planeten, die nur darauf warten entdeckt zu werden und dabei handelt es sich hier im Übrigen um seinen aller ersten Roman von 1977(!). Im Prolog führt uns Martin erst einmal in sein erdachtes Universum ein und konzentriert sich dabei vor allem auf den Planeten Worlon. Auf diesem fand ein riesiges Festival statt und zu Ehren jeder Kultur/jedes Planeten der Außenwelt wurde auf Worlon eine Stadt errichtet. Nun aber stirbt der Planet langsam und fast jeder Mensch oder anderes Lebewesen ist abgewandert. Gwen und ihr "Ehemann" Jaan uns dessen "Wahlbruder" sind ein paar der Wenigen, die sich noch auf dem Planeten befinden. Dirk wiederum, Gwens ehemaliger Geliebter, empfängt durch einen magischen Gegenstand einen Hilferuf von Gwen. Diese liebt ihren "Ehemann" zwar, aber irgendwie hat sie sich nur ihn in verliebt und in seine Kultur eingeheiratet, weil Sie noch über Dirk hinweg kommen musste und das Ausmaß von Jaans Kultur nicht recht erfassen konnte. Dies muss Ihr im Verlauf der Geschichte jedoch erst klar gemacht werden, denn ihre Position gleicht mehr einer Sklavin, als der einer Ehefrau. Die erste Bezugsperson für einen Mann ist dabei nämlich nicht seine Frau, sondern der "Wahlbruder" und eigentlich ist es auch mehr einen Dreierbeziehung als die typische Monogamie. So kommt es also dazu, dass Dirk Gwen aus den Fängen dieser Kultur befreit und als Dank werden die beiden von Menschenhändler gejagt und ein zweiter sehr actionreicher Teil des Buches inkl. Kampf und spannender Flucht folgt ;) ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Cover, Bilder und Gestaltung ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Das Cover finde ich wunderbar simpel gehalten, mit dem Sterbenden Planeten, der immer kälter wird, da er sich von seiner Wärmequelle entfernt. Außerdem ist es auch ein schönes Sinnbild für die erloschene Liebe zwischen Gwen und Dirk und den Zweifeln von Gwen an ihrer Liebe zu Jaan. Zudem sieht es auch viel besser aus, als die alten Cover des Romans (stöbert doch einfach mal im Netz nach den anderen Varianten). ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Fazit des Buches ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Es handelt sich hierbei um einen gelungenen Sci-Fi Roman, dessen Universum noch sehr viel Platz für weitere Geschichten lässt. Man merkt zwar teils, dass Martin diesen Roman an seinen Anfängen geschrieben hat, dennoch ist er vielen Autoren gleichzeitig um Welten voraus. Einziges Manko für mich ist, dass jeder Charakter gefühlt 5 Namen und Titel hat und man muss aufpassen nicht durcheinander zu kommen. Martin wirft auch gern Namen von zig Planeten etc. was zum einen eine reisige Welt erschafft, aber weniger wäre manchmal mehr gewesen. Dennoch bleibt es hier bei jammern auf hohem Niveau. ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Wem würde ich das Buch empfehlen? ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Jedem der Gerne neue Welten Entdecken will und sich für Sci-Fi interessiert, dem leg ich dieses Werk ans Herz und für Martin-Fans ist es sowieso ein Muss einen Blick in seinen ersten Roman zu werfen (ansonsten bist du wohl kein wahrer Fan *lach*). Und ich werd mich jetzt wohl mal daran machen, mir meinen nächsten Sci-Fi-Roman auszusuchen^^ Simone von Nickypaulas Bücherwelt Video: https://www.youtube.com/watch?v=OB_zWPOn2Kw

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Dies ist George Martins Romandebüt, erschienen 1977. Das merkt man der Geschichte allerdings nicht an. Vielleicht liegt es daran, dass Martin sich mit technischen Details zurückhält. Laserkanonen und Raumgleiter kannte man in den Siebzigern auf jeden Fall schon und viel mehr in die Tiefe geht der Autor nicht. Das Sience Fiction Element sind die fremden Welten und ihre Bewohner, von denen die Rede ist. Ansonsten könnte die Geschichte ebenso gut als Fantasy eingestuft werden. Schon in diesem Roman zeigen sich allerdings zwei Talente – oder von mir aus auch Eigenheiten – des Autors: Zum einen hat er ein Faible für Bündnisse, Loyalität sowie Familien- bzw. Clanehre und arbeitet gern mit vielen verzweigten Clans, deren Mitglieder innerhalb treu bis zur Selbstaufgabe sind und nach außen unerbittlich für die Ehre ihres Bundes eintreten. Zum anderen schafft er es immer wieder grandios, eine Geschichte nicht zum Abschluss zu bringen. Ja, ein Ende hat die Story schon… aber wirklich zu Ende erzählt ist sie nicht. Da bleiben noch Fragen offen, die der Leser sich dann wohl selbst so beantworten kann, wie es ihm am liebsten ist. Nichts desto trotz ist die Geschichte spannend erzählt, gibt den ein oder anderen Denkanstoß und hat mich gut unterhalten. Was nicht zuletzt am Sprecher Reinhard Kuhnert lag, der es versteht, die verschiedenen Charaktere stimmlich herauszuarbeiten und ihnen mittels Stimme ein Gesicht verleiht. Es gelingt ihm großartig, die melancholische Stimmung, die über dieser sterbenden Welt liegt, wieder zugeben. Von mir gibt es 3,5 Sterne und eine Hörempfehlung für alle, die sich gern einmal in fremde Welten entführen lassen und natürlich für Martin-Fans, die die Wurzeln seines Schaffens kennenlernen möchten. Fazit: Martin zaubert aus einer Dreiecksbeziehung eine vollendete Clanfehde und erzählt eine Geschichte fremder Wesen mit sehr menschlichen Zügen. Kuhnerts Stimme haucht diesen Wesen auf wunderbare Art Leben ein.

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Nachdem ich die Serie Game of Thrones so lieb gewonnen habe und auch die Bücher einen Platz in meinem Herzen bekommen, wollte ich unbedingt das erste Buch des Autors lesen. Schon als ich angefangen habe ist mir aufgefallen, dass der Schreibstil nicht mit dem aus Game of Thrones zu vergleichen ist und dass es sich hierbei um eine ähnlich komplexe Geschichte zu handeln scheint. Obwohl das Buch lange nicht so dick ist wie seine anderen Werke bin ich nicht durchgekommen. Ich habe das Buch nach der Hälfte abgebrochen, weil es mich einfach überhaupt nicht fesseln konnte. Ich habe vielleicht einfach zu viel erwartet und gedacht, dass ich mich in die Charaktere verlieben würde, aber dem war leider nicht so. Am verwirrendsten fand ich die vielen Namen und unterschiedlichen Titel der Charaktere, die mich einfach dauerhaft rausgebracht haben. Ähnlich verwirrend war es auch mit den Namen der Welten und Bezeichnungen wie beteyn, teyn u.ä. Dadurch habe ich den Überblick verloren und auch schnell das Interesse verloren. Besonders angezogen hatte mich die Geschichte anfangs durch die Liebesgeschichte, die letztendlich aber auch ganz anders war, als erwartet und mich einfach nicht überzeugen konnte. Sowohl Dirk als auch Gwen waren mir unsympathisch und obwohl Gwen dauerhaft abweisend erschien, ist Dirk bei ihr geblieben und hätte alles getan. Irgendwo verstehe ich es ja, andererseits fand ich die Beziehung der beiden etwas eigenartig und auch der Besitzanspruch von Jaan, der natürlich einiges der Geschichte ausmacht, hat mich eher durcheinandergebracht. Die Geschichte an sich klang wirklich spannend. Leider wurde es mir durch die vielen Hintergrundinformationen, die anhand von Gesprächen übermittelt wurden, einfach zu langweilig und langatmig. Einiges hätte man kürzer halten können und so habe ich wirklich lange gebraucht um weiter zu kommen. Fazit: Natürlich baut der Autor auch hier wieder eine ganz neue und eigene Welt auf. Diese kann mich aber nicht annähernd so überzeugen, wie die Welt in Das Lied von Eis und Feuer. Vielleicht habe ich einfach zu viel erwartet und bin deshalb enttäuscht worden. Trotzdem gab es für mich viele Stellen, an denen man es hätte kürzer halten können und Informationen wurden immer über lange Gespräche überbracht, die auf Dauer einfach langweilig und vor allem langatmig wurden. Für mich waren aber vor allem die unterschiedlichen Begriffe verwirrend. Hierbei konnten es unterschiedliche Bezeichnungen für eine Person oder eine Welt sein, was den Leser einfach rausbringt und mich daher auch nicht halten konnte. Ähnlich ging es mir mit der Beziehung von Gwen und Dirk. Obwohl sie Dirk um Hilfe gebeten hat verhält sie sich ihm gegenüber abweisend und trotzdem will er mit ihr zusammen sein. Es kommen so viele Details der Kavalaren hinzu, die dann aber auch nicht dazu beitragen. Wahrscheinlich habe ich diesmal einfach zum falschen Buch gegriffen und ich hätte mir wirklich gewünscht, dass ich es letztendlich besser finden würde, aber von mir gibt es diesmal leider nur 2 Leseschmetterlinge.

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Die Welt Worlorn liegt im Sterben, die meisten Bewohner haben ihr den Rücken gekehrt, nur noch wenige sind geblieben. Als Dirk t’Larien einen Hilferuf seiner Jugendliebe Gwen erhält, die sich auf Worlorn aufhält, zögert er nicht lange und begibt sich auf den verlassenen Planeten. Doch leider fällt das Wiedersehen anders aus, als Dirk erwartet hätte - Gwen hat das Mitglied eines frauenfeindlichen Klans geheiratet. Dirk kann sie zur Flucht überreden, aber damit fangen die Probleme erst an. „Die Flamme erlischt“ ist der erste Roman von George R. R. Martin und das merkt man. Sein Schreibstil ist zwar sehr eloquent, allerdings sind die Sätze sehr verschachtelt und zum Teil überflüssig. Oft habe ich mir gedacht „Muss diese Beschreibung jetzt wirklich sein? Was bringt mir das für den weiteren Verlauf des Buches?“ Mir kam es vor, als habe er sich zu sehr verkünstelt. Einige Elemente des Buches findet man in seiner „Ein Lied von Eis und Feuer“-Reihe wieder. Ich muss gestehen, ich habe das Buch letztendlich weniger als eigenständigen Roman, sondern vielmehr als Übung des Autors angesehen, was das Erschaffen von Welten betrifft. Das World Building ist unfassbar komplex. Es handelt sich um einen Science Fiction-Roman, auch wenn das Szenario sich auch auf der Erde oder irgendwo anders hätte abspielen können. Mir persönlich war es zu viel des Guten. Das Buch könnte halb so dünn sein, wenn man die vielen unnötigen Beschreibungen von Planeten und Kulturen gestrichen hätte, die ich meistens nicht wirklich verstanden habe. Versteht mich nicht falsch, ich finde es klasse, wenn Wert auf Geschichte und Plausibilität gelegt wird, aber hier war es zu viel des Guten und nach der zehnten Beschreibung des Sternensystems mit seinen sieben Sonnen und dreimal so vielen Bezeichnungen hatte ich leider die Schnauze voll. Irgendwann wollte ich auch nicht mehr zum 18-seitigen Glossar blättern und habe mich dabei ertappt, wie ich Seiten übersprungen habe, bis ich zum nächsten Dialog gekommen bin, damit endlich etwas passiert. Dadurch schreitet die eigentliche Geschichte sehr langsam voran. Im ersten Drittel passiert kaum etwas, außer dass Dirk auf Worlorn landet und dort Gwen trifft und ihren Ehemann Jaan, seinen teyn* Garse und Gwens Arbeitskollegen Arkin kennenlernt. Wir erfahren viel über die Kultur der Kavalaren, denen Jaan und Garse zugehörig sind. Erst 150 Seiten vor Schluss kam richtig Spannung auf und ich hatte sogar Spaß am Lesen, weil nun endlich etwas passiert ist. Das Volk der Kavalaren ist unfassbar frauenfeindlich, was mich sehr abgeschreckt hat. Frauen werden dort als Sklavinnen und Konkubinen gehalten, Rechte haben sie keine. Das wird damit gerechtfertigt, dass die von anderen Völkern/Stämmen beschützt werden. Es gibt zwar Männer unter ihnen, die diese Behandlung nicht gutheißen, aber leider ist das Thema stark untergegangen im Verlauf des Buches. Es wurde irgendwann einfach als selbstverständlich hingenommen und das fand ich nicht in Ordnung. Die wohl größte Schwäche des Buches sind die Charaktere. Es soll ja eine Sci Fi-Liebesgeschichte sein, aber ich konnte mit den beiden Hauptcharakteren Dirk und Gwen nicht mitfiebern, weil beide einfach so unsympathisch waren. Dirk ist naiv und trottelig, egoistisch und vollkommen unverantwortlich. Er baut Mist, schiebt es aber auf andere. Und das meiner Meinung nach Schlimmste: Er macht sein Glück davon abhängig, dass er Gwen wieder für sich gewinnt. Er ist auch absolut dagegen, wie Gwen, die einen Kavalaren „geheiratet“ hat, behandelt wird, will sie aber nicht deswegen befreien, sondern nur, weil er sie wieder für sich möchte. Also aus völlig falschen Beweggründen. Er macht zum Glück gegen Ende eine Wandlung durch und findet zu sich selbst, aber letzten Endes war es mir egal, was mit ihm passiert. Gwen ist sehr flatterhaft und weiß einfach nicht, was sie will. Will sie bei Jaan und eine „Sklavin“ bleiben oder will sie lieber mit Dirk fliehen? Aber sie liebt Jaan doch so sehr! Aber, aber, aber,… Insgesamt wird sie von 3-4 Kerlen geliebt. Aber wie man so eine Person lieben kann, ist mir schleierhaft. Auch sie macht eine Veränderung durch, bleibt aber trotzdem leblos und kühl. Da waren die beiden Anti-Helden Jaan und Garse doch um einiges interessanter. Beide waren lebendig und haben aus Überzeugung gehandelt (wenn es zum Teil auch sehr falsche Überzeugungen sind), wodurch ich mehr mit den beiden sympathisiert habe. Und das, obwohl einer der beiden der frauenfeindlichste Charakter ist, der mir je untergekommen ist. Alles in allem ist das Buch eine Sci Fi-Romanze mit vielen ausschweifenden (meiner Meinung nach unnötigen) Beschreibungen, unsympathischen Hauptcharakteren und philosophischen Ansätzen. Da es zum Ende hin spannend wurde, gebe ich dem Buch doch noch 2½ Sterne. Wer komplex konstruierte Welten mag und weniger Wert auf einen ausgereiften Plot legt, sollte hier zugreifen. *Die Eigenbegriffe des Romans werde ich jetzt nicht ausführlich erläutern, das würde den Rahmen sprengen. Ein teyn ist sowas ähnliches wie ein Blutsbruder, würde ich sagen, mit dem man die engste Verbindung hat, die es gibt. Vergleichbar mit einem Parabatai, wer die „Mortal Instruments“-Bücher kennt.

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George R.R.Martins erster Roman ist sicher ganz anders als man es erwartet. Das der Roman im Sciene Fiction Genre angesiedelt ist, hat mich zuerst verwundert. Ich bin nicht so der Fan davon, aber die Flamme erlischt hat mir dennoch ganz gut gefallen. Dirk bekommt einen Anhänger seiner ehemaligen Liebe Gwen. Daraufhin bricht er sofort von seinem Heimatplaneten auf um nach Worlorn, einen eher düsteren Planeten zu reisen. Dort angekommen ist Gwen eher verhalten, freut sich aber ihn wiederzusehen. Dirk, der nicht wusste das Gwen inzwischen verheiratet ist, lernt Jaan schliesslich kennen. Einen Mann der so ganz anders als er selbst ist. Jaan lebt nach einem strengen Kodex, der Frauen wie ein Stück Dreck behandelt. Etwas das Dirk zwar schockiert, Aber den Mut etwas dagegen zu unternehmen hat er nicht. Dirk lernt Jaan und dessen Einstellung immer besser kennen und er will Gwen wieder für sich gewinnen. Noch dazu weil er von ihr erfahren hat, das sie sich nicht mit Garse, Jaans "Teyn", gut versteht. Für Dirk zählt jedoch nur eines; Gwen, die er wieder haben will. Dabei ist ihr eigener Wille das ganze Buch hindurch eher wankelmütig. Dirk an sich hat mich als Protagonist leider nicht für sich gewinnen können. Er ist teilweise zu naiv, sehr egoistisch und manchmal gerade zu dumm. Bringt sich und andere in Gefahr und denkt dabei nur an sein eigenes Wohl. Offen gegenüber Neuem ist er auch nicht. Gwen war mir auch nicht sonderlich sympathisch. Einmal liebte sie Jaan, dann sogar Garse dann hatte sie Gefühle für Dirk. Also nein, das war mir zu schwammig. Verwunderlich fand ich das ich mehr Sympathien für die beiden Antagonisten Jaan und Garse aufbringen konnte. Jaan ist ein Ehrenmann und hat Gwen trotz seines strengen Kodex, gut behandelt. Garse, stellte sie unter seinen Schutz obwohl er sie nicht sehr mochte. Das Erklärt sich aus dem besonderen Verhaltenskodex der Kavalaren, denen Jaan und Garse angehören. Sie sind als Mann und Mann in einem Art eheähnlichen Verhältnis und Gwen ist der Besitz der unter beiden geteilt wird. Genauer gesagt; Jaan bevorzugt Garse mehr, da Gwen seiner Kultur nach nur eine Frau ist und damit nichts Wert. Obwohl mir hier die Hauptfiguren nicht gefallen haben, war das Buch echt auf seine eigene Art und Weise toll. Mir hat es gut gefallen wie Martin die Kulturen aufgebaut und beschrieben hat. Das Einzige was mich aber tierisch genervt hat waren die wahnsinnig vielen Planten,-Sonnensystem-namen. also ohne Anhang ist man da echt verloren. Reinen Fantasyfans wird das Buch nicht gefallen. ich bin froh das Martin zur Fantasy gewechselt ist. Die Flamme erlischt erhält 3 von 5 Sternen

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